Erfolge der LG Nordheide des Jahres 2001
Von Markus Steinbrück

Sarah Sjögrehn, geb. 1978 Altersklasse 2001:  Frauen
Bereits zum vierten Mal in Serie konnte sich Sarah auf der 800-Meter-Strecke im Jahre 2001 für die Deutschen Meister-
schaften qualifizieren. Zwar war in Stuttgart eine Wiederholung des überragenden Vorjahreserfolges (5. Platz) nicht möglich, dafür sprang eine Verbesserung des eigenen Kreisrekordes um mehr als eine Sekunde auf aktuell 2:07,27 min heraus. Natürlich ist die 23-Jährige, die in Jena Sportwissenschaft studiert, auch niedersächsische Landesmeisterin auf der 800-
Meter-Strecke. Mit der 3 x 800-Meter-Staffel errang Sarah nach dem Bezirks- und Landestitel einen tollen 4. Platz bei den
Deutschen Meisterschaften in Kandel in der Pfalz.

Zu dieser überragend erfolgreichen Mittelstreckenstaffel, die den eigenen Kreisrekord auf 6:47,02 min drückte, gehören neben Sarah Sjögrehn auch Alexandra Hahn (geb. 1978) und “Küken” Birte Ludolph (geb. 1981). In Einzelrennen
tat sich Alexandra Hahn durch die beiden 3. Plätze (Halle und Freiluft) über 800 Meter bei den Landesmeisterschaften hervor.

Tim Tomczak, geb. 1982 Altersklasse 2001:  Männliche Jugend A
Tim war im vergangenen Jahr der überragende jugendliche Mittelstreckler in Niedersachsen. Insgesamt siebenmal stand er bei Landesmeisterschaften ganz oben auf dem Siegertreppchen. Zu den Einzeltiteln über 800 Meter, 1500 Meter, 5000 Meter, im 15-Kilometer-Straßenlauf und im Crosslauf gesellten sich die Mannschaftserfolge mit der Crosslauf-Mannschaft und der 3 x 1000-Meter-Staffel. Bei Deutschen Meisterschaften errang Tim zweimal den 7. Platz: Zum einen auf der Einzel-
strecke über 1500 Meter, zum anderen mit der 3 x 1000-Meter-Staffel. Die Bestzeiten des 19-Jähigen stehen über 800 Mtr
bei 1:56,47 min und über 1500 Meter bei 3:59,92 min. Für seine überragenden Erfolge wurde Tim bereits am vergangenen Freitag beim 27. Fest des Sports in der Winsener Stadthalle geehrt.

Was wäre eine Mannschaft oder Staffel aber ohne eine ausgeglichene Besetzung? So waren neben Tim auch stets der immer
stärker werdende Robert Supplieth (geb. 1982) und Jan Martin Gutzeit (geb. 1983) zur Stelle, als es darum ging,
Landesmeisterehren zu erringen, oder mit der Staffel den 7. Platz bei den Deutschen Meisterschaften zu belegen.
Dieses 3 x 1000-Meter-Staffeltrio stellte in erstklassigen 7:35,53 min einen neuen Bezirksrekord auf und verpasste den Niedersachsenrekord nur um eine lächerliche Sekunde.
Auch in der Deutschen Bestenliste stehen die Drei an Position sieben.

Anna Brummund, geb. 1987 Altersklasse 2001:  Schülerinnen W 14
Corinna Hinck, geb. 1987 Altersklasse 2001:  Schülerinnen W 14
Klaudia Neubauer, geb. 1987 Altersklasse 2001:  Schülerinnen W 14
Fast schon ähnlich erfolgreich präsentierte sich im weiblichen Nachwuchsbereich das Mittelstreckentrio der Schülerinnen A. Anna Brummund, Corinna Hinck und Klaudia Neubauer sicherten sich, bei den Crossläufen durch Inka Husmeier verstärkt, quasi im Vorbeigehen die Bezirkstitel mit der 3 x 800-Meter-Staffel und der Crosslauf-Mannschaft.
Auf Landesebene musste man sich lediglich den übermächtigen Mannschaften des VfL Lingen geschlagen geben und trat mit Silber- und Bronzemedaillen dekoriert die Heimreise an. Die wertvollste Platzierung brachte aber erst jüngst die Deutsche Bestenliste 2001 hervor. Hier findet man die drei schnellen Schülerinnen mit ihrer 3 x 800-Meter-Bestzeit von 7:15,29 Min. auf einem überragenden 4. Platz. Selbst in der Auflistung der schnellsten Frauenstaffeln steht das Trio schon auf Position 44.

In den Einzeldisziplinen gewann Klaudia Neubauer den Niedersachsentitel über 300 Meter bei den älteren Schülerinnen W 15 und lief zur 100-Meter-Vizemeisterschaft in der angestammten W 14.
Daneben qualifizierte sich die 14-Jährige für die Deutschen Meisterschaften im Blockwettkampf, startete beim Länder-
vergleichskampf der Norddeutschen Verbände für die Auswahl Niedersachsens und sicherte sich die Bezirkstitel über 100 Meter, 300 Meter, mit der Sprintstaffel und im Vierkampf.

Corinna Hinck gewann die Bezirkseinzeltitel über 800 Meter und im Crosslauf. Zum Saisonende belegte Corinna bei den Norddeutschen Meisterschaften schließlich den 4. Platz über 800 Meter. In Hameln stellte sie auch ihre aktuelle Bestzeit
von 2:23,65 min auf.

Klaudia und Corinna gehörten auch zur erfolgreichen Schulmannschaft des Gymnasiums Winsen, das als niedersächsischer Landessieger das Bundesfinale im Wettbewerb “Jugend trainiert für Olympia” in Berlin erreichte.

Nadine Kahle, geb. 1982 Altersklasse 2001:  Weibliche Jugend A
Obwohl es für “Dini” wegen ihrer Abiturprüfungen und der beginnenden Ausbildung ein ruhigeres Jahr war, trug sie doch einige gute Platzierungen zusammen, für die die 19-Jährige an dieser Stelle geehrt wird. Jeweils Zweite wurde sie bei den Landestitelkämpfen über 5000 Meter und, mit neuem Kreisrekord von 1:04:39 Std., im 15-Kilometer-Straßenlauf.
In der Crosslauf-Einzelwertung gab es den 3. Platz. In der Deutschen Bestenliste ist die Ausdauerläuferin sowohl über 5000
Meter (Platz 44) als auch 15 Kilometer (Platz 22) vertreten.

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Presseinformation vom 8. März 2002 (Von Joachim Hickisch
NLV-Kreis Rotenburg e.V. - Jahresrückblick der Kreisleichtathleten 2001
Auch im neuen Jahrtausend eine lebendige Sportart geblieben
Kreis Rotenburg. Mit rund 2000 gemeldeten Sportlern in rund 40 Vereinen gehörten die Leichtathleten im Kalenderjahr 2001 sicherlich zahlenmäßig nicht zu den wirklich “Großen” im Kreisgebiet, aber eine Vielzahl von Aktivitäten und heraus-
ragenden Leistungen spiegeln doch eine überaus erfolgreiche, agile und lebendige Sportart wider.
Sportfeste mit Flair
Wer sich im Kreisgebiet in leichtathletischen Disziplinen betätigen wollte, dem standen im Vorjahr eine Vielzahl von Veran-
staltungsangeboten zur Verfügung. Neben der boomenden Laufszene, die u. a. in Wilstedt, Taaken, Sottrum, Sittensen und Elm starten konnte, gab es noch eine Reihe anderer gut besuchter Events, so die mit internationalem Flair ausgestatteten Pfingstsportfeste in Zeven und Scheeßel. Neben einer Landesmeisterschaft (Mehrkampf Zeven) waren die gut ausgestatteten
Leichtathletikanlagen des Kreises auch Schauplatz mehrerer Bezirks- und Kreismeisterschaften.
Breiten- und Leistungssportler prägen das Bild
Wenn der Kreissportbund stolz die Zahl der abgelegten Sportabzeichen bilanziert, so zeigt dies besonders die Breitensport-
aktivität der Leichtathleten auf. So gelang es beispielsweise dem TuS Hemslingen-Söhlingen, im offiziellen Wettkampfbereich
kaum aktiv, mehr als zehn Prozent des Dorfes auf der Leichtathletik-C-Anlage für die Abnahme des Deutschen Sportab-
zeichens zu motivieren.
Aber auch der Blick in die Kreisbestenlisten macht die Lebendigkeit deutlich. Trotz abnehmender Tendenz tauchen immer noch mehr als vierhundert Aktive aller Altersklassen aus 19 Vereinen in den unterschiedlichen Bestenlisten des Kreises auf. Besonders hoch die Beteiligung im Schülerbereich und bei den Senioren, besorgniserregend die Aktivitäten bei den Frauen und im Jugendbereich.
Sechs norddeutsche und 17 Landesmeistertitel
Kein Rückblick ohne Hinweis auf die überragenden Leistungen der Athleten im überregionalen Bereich. Bei Deutschen Meisterschaften gab es im Seniorenbereich durch Helmut Meier (M50, LAV Zeven) und Franz-Josef Mersch (M40, TV Sottrum) eine Bronze- bzw. Silbermedaille zu vermelden, einen tollen 6. Platz durch Timm Müller.
Erfolgreich auf norddeutscher Ebene die LAV Zeven mit fünf Titeln (Helmut Meier, Mark Kölzow, Joachim Hickisch, Jürgen
Umann) und, erstmalig, der TuS Alfstedt durch die überragende Diskuswerferin Katharina Mangels (wJg. B).
Die immerhin 17 Landesmeistertitel verteilen sich auf fünf Vereine: Petra Wahlers (TV Scheeßel) siegte über die 400m Hürden der wJg. B, Tom Smolka (TuS Rotenburg) sprintete über die 200 Meter der mJg. A zum Titel, Katharina Mangels warf im Winter und im Sommer den Diskus am weitesten, Timm Müller (LAV Zeven, mJg. B) lief gleich drei Mal allen Kon-
kurrenten auf Landesebene davon. Neun weitere Titel sicherten sich die Senioren der LAV Zeven um Helmut Meier und Jürgen Umann, über die 3.000 Meter der M40 war Franz-Josef Mersch vom TV Sottrum erfolgreich.
Gleich 36 mal standen Athleten des Kreises auf Bezirksebene auf dem obersten Treppchen, hier verteilen sich die Titel auf den TSV Gnarrenburg (2), TSV Bremervörde (6); TuS Alfstedt (3); TV Sottrum (2), TV Scheeßel-Eichenschule (4); TuS Rotenburg (8) und die LAV Zeven (11).
88 neue Kreisrekorde, viele vordere Platzierungen in überregionalen Bestenlisten
Tüchtig ins Schwitzen kamen die Statistiker Jürgen Umann und Hartwig Heins beim Aufzeichnen neuer Bestleistungen. Gleich 88 mal mussten die alten Listen umgeschrieben werden. Den einzigen Landesrekord lieferte dabei gleichzeitig Franz-Josef Mersch in der M40 ab. Er verbesserte den Meilenrekord (1.609 Meter) auf 4:42,2 Minuten. Am fleißigsten waren dabei die
Schülerklassen und Senioren.
Während in den Deutschen Bestenlisten mit Ausnahme der Senioren kaum Kreisaktive verzeichnet sind, tauchen beim Aus-
werten der Bestenlisten auf Landes- und Bezirksebene in vielen Disziplinen Aktive des Kreises auf Spitzenplätzen auf. Schwer genug, hier unter den vielen herausragenden Leistungen einzelne heraus zu heben. Aber sehr erfolgreich in diesem Jahr Tim Schwarzmeier vom TSV Bremervörde (Schüler M 15) auf den Mittelstrecken, die Alfstedterinnen Katharina Mangels im Diskuswurf der w Jgd. B und Anne-Kathrin Kahrs (Schüler W 14, Lauf), Timm Müller aus Zeven im Sprint
(u.a. Kreisrekord der Jgd. B über 400 Meter auf 49,55 Sekunden verbessert) und die Schüler und Jugendlichen des TuS Rotenburg um Tom Smolka, Christoph Gütersloh, Maren Köpe und Grit Smolka.
Herausragendste Senioren des Jahres 2001 waren sicherlich Helmut Meier aus Zeven sowie Franz-Josef Mersch aus Sottrum. Die älteste aktive Leichtathletin Niedersachsens und immer noch ganz vorn in den Deutschen Bestenlisten, kommt mit Elfriede Fresen aus Rotenburg.
Vereinswertung des Landesverbandes – Spiegelbild der gesamten Arbeit
Seit Jahren wertet der Landesverband sämtliche Platzierungen der Vereine in den Bestenlisten aus, zeigt dies doch die viel-
fältige Arbeit der Vereine aus und nicht nur die Leistung von TOP-Athleten. Gleich 11 Vereine des Kreises platzierten sich hier unter insgesamt 335 Vereinen. Weit vorn die LAV Zeven (Platz 30) vor dem TuS Rotenburg (Platz 78) und dem TuS Alfstedt (87). Mit dabei auch Bremervörde (99), TV Scheeßel (107), TV Sottrum, TSV Gnarrenburg, PSG Rotenburg, der MTV Elm, der TuS Tarmstedt und der TuS Heeslingen.
Nichts geht ohne ‚stille Stars‘ und Sponsoring
Kaum eine Leistung wäre möglich ohne die so genannten ‚stillen Stars‘, die zahlreichen Betreuer und Helfer bei Wett-
kämpfen, die Übungsleiter, Trainer und Kampfrichter. In diesem Bereich kann sich der Kreisverband wirklich glücklich schätzen, kann er doch auf einen gut ausgebildeten Fundus zurück greifen.
Nicht zu unterschätzen auch die Unterstützung durch Sponsoren, wobei die Sparkasse Bremervörde-Rotenburg im letzten Jahr teuere Anschaffungen, so einen Windmesser, möglich machte. Vorbildlich seit Jahren die Hilfe durch die Kommunen, den Landkreis und vor allem durch den Kreissportbund Rotenburg.

Kommentar zum Jahresrückblick des Kreisleichtathletikverbandes (Von Joachim Hickisch)
Alles im grünen Bereich?
Alles wie gehabt, erfolgreich und attraktiv, diesen Eindruck vermitteln die Kreisleichtathleten mit ihren Jahresrückblicken seit Jahren.
Und tatsächlich gibt es an der Erfolgsbilanz 2001 kaum etwas zu deuteln; die Pfingstsportfeste in Zeven und Scheeßel, vom Wetter einmal abgesehen, haben nationalen Charakter, die Leistungsbilanz der Sportler ist, gemessen an der Zahl der Titel und Platzierungen herausragend. Die Zahl der Leichtathletikanlagen wächst und hält von der Ausstattung den Vergleich mit jedem Landkreis in Niedersachsen stand.
Und doch kracht es mächtig im Gebälk. Mit Kirsten Bolm (ehemals Scheeßel) und Birte Bultmann (ehemals Zeven) hat der Kreis die einzigen Sportler mit nationalem Gewicht verloren. Mike Bolm, Erfolgstrainer in Scheeßel beendet seine Tätigkeit, die gesamte Leichtathletikszene um Scheeßel ist in der Krise. Niemand wettet zur Zeit darauf, dass das Pfingstsportfest auch noch im nächsten Jahr stattfindet.
Aber auch in Zeven wird Leichtathletik als Leistungssport und die Organisation von Großveranstaltungen immer schwieriger.
Unübersehbar der Rückgang an aktiven Wettkämpfern, - im Jugend- und im Männer-/Frauenbereich sind die Teilnehmer
fast an zwei Händen abzuzählen. Statt einer Männer-/ Frauenbestenliste genügt überwiegend der Blick auf die Seniorenleist-
ungen. Kontinuierliches Training und Leistungswille ist vielen Schülern und Jugendlichen nur noch schwer zu vermitteln.
Auch Trendsportarten ziehen immer früher ihr Klientel an sich. Erheblich auch das Manko an ausgebildeten und willigen Übungsleitern. Häufig hängt die gesamte Arbeit eines Vereines an einer oder maximal zwei Personen. Scheiden diese Ehren-
amtlichen aus, bricht alles zusammen. Während beispielsweise Visselhövede, einst Leichtathletikhochburg, seit Jahren vor
sich hindümpelt, ist die Leichtathletik in Fintel und anderen Orten nahezu erloschen.
Das Teilbereiche der Leichtathletik aber auch boomen können, zeigt die Laufbewegung an vielen Orten im gesamten Kreis-
gebiet. So hat sich der Sottrumer Abendlauf zu einem ausgesprochenen Magneten entwickelt.
Eine schwere Hypothek also für den Kreisvorstand um Jörg Mertins, gilt es doch diese Sportart auch für die Zukunft attrak-
tiv zu halten. Ein erster Schritt ist sicherlich der, durch Lehrgänge (Beispiel Jürgen Schult) und Sportfeste gerade auf kleine Vereine und die Schulen zuzugehen.

Zevener Senioren in toller Frühform
Staffel M45 siegt über die 4x100-Meter in 48,42 Sekunden
Von Joachim Hickisch (13. Mai 2002)
Rotenburg: Rund 120 Senioren aus 30 Vereinen hatten sich zu den Einzelmeisterschaften des Bezirks Lüneburg in Roten-
burg angemeldet. Anstatt der erhofften sommerlichen Temperaturen sorgten 12 Grad und bedeckter Himmel für empfindliche
Kälte. Erstaunlich aber die zum Teil, auch im nationalen Vergleich, schon sehr guten Saisonstartergebnisse. Ganz vorn dabei die Senioren der LAV Zeven mit 8 Titelgewinnen.
In der M 50 scheint der 51-j. Helmut Meier auch in diesem Jahr seine Erfolgsserie fortzusetzen. Bei starken Teilnehmer-
feldern siegte der Späteinsteiger (erster Wettkampf erst mit 42 Jahren) überlegen über die 100 Meter (12,63), 200 Meter (25,70) und, in einem lockeren Lauf, auch über die 400 Meter (60,48 Sekunden). Helmut dürfte sich damit auch in Potsdam gute Staffelchancen ausrechnen können, zumal er die 400 Meter in dieser Saison bereits in 58,1 Sekunden absolvierte.
In der M45 kam es über die 100 Meter mit Jürgen Umann und Joachim Hickisch zum ewig-alten Duell zweier Freunde und Vereinskameraden. Während Jürgen topfit durch das Wintertraining kam, hat Joachim noch erheblichen Nachholbedarf.
So war es eigentlich keine Überraschung, das Umann (norddeutscher Sprinterkönig 1993, 1994, 2001) in 12,33 Sekunden deutlich vor Hickisch (u.a. norddeutscher Meister über die 100m von 1996 – 2000) in 12,65 Sekunden vorn lag.
Auch über die 200 Meter sicherte sich Jürgen in 25,17 Sekunden deutlich den Titel, während Joachim als Test für die Deutschen Fünfkampfmeisterschaften in der Zwischenzeit Start im Diskuswurf, Speerwurf und Weitsprung (5,47 m ) absolvierte.
Ein absolutes Highlight dann der Start über die 400 Meter der M45, waren doch mit Zevens Neuzugang Hans-Georg Müller
Joachim Hickisch und Jürgen Umann die drei besten Viertelmeiler Niedersachsens am Start. Hier hatte einmal mehr Joachim in 57,37 Sekunden die Nase vorn vor Jürgen Umann (58,13) und Hans-Georg Müller (58,86), der sein scharfes Anfangs-
tempo nicht durchhalten konnte. Alle 100 bis 400 Meterzeiten des Quartetts dürften deutlich Einzug in die Deutsche Besten-
liste halten.
Glück und Pech dagegen für die beiden 800-Meter-Läufer der LAV. Während Nico Eijsink  mit Achillessehnenproblemen ausgeben musste, sicherte sich Thomas Volbers in 2:27 Sekunden den Titel.
Gleich fünf Staffeln hatten zum Abschluss über die 4x100-Meter der M40/45 angemeldet. Hier ging die LAV als reines M45-Quartett an den Start, wobei Hans-Georg Müller nach dem großartigen Erfolg in Erfurt (3. über 4x200 Meter) nun
sein Debüt in der Sprintstaffel gab. Obwohl durch das Tagesprogramm ziemlich ausgelaugt und mit verbesserungswürdigen Wechseln deklassierte das Team den Landesmeister des Vorjahres, die LG Kreis Verden, gleich um mehr als 3 Sekunden. Die 48,42 Sekunden Siegeszeit hätten, im Vergleich zum Vorjahr, Platz sechs in der Deutschen Bestenliste bedeutet.
Gleichzeitig wurde der Uraltkreisrekord der PSG Rotenburg aus dem Jahre 1979 um über eine Sekunde verbessert.
Auf besseres Wetter und natürlich weitere Leistungssteigerung hoffen die LAV-Aktiven Anfang Juni bei den Landesmeister-
schaften in Wilhelmshaven. Hier werden auch Czeslaw Pradzynski, M40, (ehemals Olympia- und Weltmeisterschaftsteil-
nehmer für Polen, auch mehrfacher Deutscher Seniorenmeister) und Mark Kölzow (M30, u. a. im letzen Jahr norddeutscher und niedersächsischer Meister) an den Start gehen. Mark Kölzow, 33j. Czeslaw Pradzynski, 42j., Joachim Hickisch, 47j.
und Helmut Meier, 51j. hatten bereits am 05. Mai bei den Kreismeisterschaften mit 46,4 Sekunden (hier 4x100 der M30) überrascht.
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Ergebnisliste

Presseinformation vom 15. Mai 2002
(Von Hans-Hinrich Kahrs)
Geestequellensportler holen drei Mehrkampftitel
Thessa Frey und Janina Schmidt Bezirksmeisterin
In Osterholz-Scharmbeck wurden am Wochenende die Bezirksbestenkämpfe der Leichtathleten im Blockwettkampf der Schüler/innen B (12/13) ausgetragen. Janina Schmidt vom TuS Alfstedt konnte dabei im Blockwettkampf Wurf
(60m Hürden, Weit, 75m, Kugel, Diskus) in der Altersklasse W 13 mit 1898 Punkten (12,42sec, 4,05m, 11,69sec, 6,83m,
18,00m) den ersten Platz belegen und einen schönen Erfolg feiern. Sie verwies Jennifer Ringe vom TSV Gnarrenburg mit 1789 Punkten (13,13sec, 3,82m, 11,92sec, 6,28m, 18,21m) auf den zweiten Platz. Justina Mangels (TuS Alfstedt) belegte mit 1602 Punkten (14,72sec, 3,89m, 12,29sec, 4,94m, 16,50m) den vierten Platz.
Im Blockwettkampf Sprint/Sprung (60m Hürden, Weit, 75m, Hoch, Ballwurf)der Altersklasse W 13 kam Anja Schielke für den TuS Alfstedt mit 2149 Punkten (12,89sec, 4,20m, 11,16sec, 1,44m, 34,0m) in einem starken Teilnehmerfeld auf einen guten vierten Platz.
In der Mannschaftswertung belegte der TSV Gnarrenburg mit 9095 Punkten (Daniela Ropers/ 2070, Jana Martens 1881, Jennifer Ringe 1789, Melanie Hinck 1689, Jessika Wagner 1666) den fünften Platz vor dem TuS Alfstedt (Anja Schielke, Janina Schmidt, Miriam Albers, Justina Mangels, Friederike Rohardt) mit 8878 Punkten. Die Gnarrenburger B-Schülerinnen verbesserten damit den bestehenden Kreisrekord um fast 150 Punkte.
Ole Birreck (Hipstedt) errang im Blockwettkampf Sprint/Sprung  in der Altersklasse M12 für den TuS Alfstedt startend den zweiten Platz und erzielte dabei 1687 Punkte (13,68sec, 4,23m, 11,24, 1,28m, 30m). Stefan Belecke (TuS Alfstedt/Hip-
stedt) kam im gleichen Wettkampf mit 1623 Punkten (12,92sec, 3,80m, 11,83sec, 1,24m, 31,5m) auf den vierten Platz. Martin Wintjen (TuS Alfstedt/Oerel) wurde in der Altersklasse M 13 mit 1768 Punkten Vierter (12,78sec, 3,97m, 12,12sec
1,36m, 42,5m)
Fabian Holz (TuS Alfstedt) kam im Blockwettkampf Lauf (60m Hürden, Weit, 75m, Ballwurf, 1000m) der Altersklasse
M13 auf den dritten Platz und erzielte dabei 1904 Punkte ( 12,05m, 4,35m, 10,81sec, 34m, 3:42,08min). Jan Kahrs wurde im Block Wurf der Altersklasse M 13 mit 1814 Punkten (11,70sec, 4,08m, 11,96sec, 7,05m, 20,27m) Fünfter. Die Mannschaft vom TuS Alfstedt mit Fabian Holz, Jan Kahrs, Martin Wintjen, Ole Birreck und Stefan Belecke errang mit 8796
Punkten den ersten Platz und wurde Bezirksbeste.
In Rotenburg trugen die Schüler/innen A die Bezirksmeisterschaften im Blockwettkampf aus. Thessa Frey (TuS Alfstedt /
Ebersdorf) wurde im Block Sprint/Sprung der Altersklasse W 14 (80m Hürden, Weit, 100m, Hoch, Speer) mit 2354 Punkten (13,25sec, 4,33m, 13,91sec, 1,36m, 25,84m) Bezirksmeisterin vor Katrin Schell vom VfL Stade. Henrike Berdel (Oerel) wurde mit 1734 Punkten Sechste. Sina Birreck (Hipstedt) wurde im gleichen Wettkampf der Altersklasse W 15 mit 2155 Punkten Fünfte. Friederike Müller kam im Block Wurf (80m Hürden, Weit, 100m, Kugel, Diskus) auf 1903 Punkte und belegte den vierten Platz. Patrick Poppe (Oese) hatte im Block Sprint/Sprung der Jungen M15 mit 1,52m im Hoch-
sprung seine beste Leistung und errang mit 2355 Punkten den siebten Platz.  

Bremervörder Leichtathletiksenioren in toller Form
Thomas von See und Jürgen Siems holen fünf Titel
Bei den Bezirksmeisterschaften der Senioren am Wochenende in Rotenburg präsentierten sich die Bremervörder Leicht-
athleten in toller Frühform. Thomas von See konnte in der Altersklasse M 40 drei Titel im Diskuswurf, Kugelstoß und
Speerwurf erringen und Jürgen Siems siegte in der Altersklasse M 55 über 100m und 200m.
Thomas von See reichten 11,86m im Kugelstoß, 35,48m im Diskuswurf und 39,25m im Speerwurf zum Titelgewinn. Mit diesen Leistungen hat er zwar noch nicht ganz die Leistungen aus dem Vorjahr erreicht, für die Landesmeisterschaften der Senioren lassen die guten Ergebnisse aber doch einiges erwarten.
Jürgen Siems hat mit 13,59sec über 100m schon fast an die Leistung aus dem Vorjahr angeknüpft und auch die Siegerzeit über 200m von 28,22sec ist überzeugend. Vervollständigt wurden diese Titelgewinne durch eine Vizemeisterschaft, die Hans-Werner Feindt im 800m Lauf Altersklasse M 60 in 2:48,69 min hinter Christian Bard von der Startgemeinschaft Osterholzer Leichathleten errang. Im Weitsprung wurde er zudem mit 3,81m Vierter und im Kugelstoß mit 7,92m Sechster.

Presseinformation vom 15. Mai 2002 (Von Joachim Hickisch)
Bezirksmeisterschaften in Rotenburg
Zevener Senioren in toller Frühform – A-Schüler mit starken Leistungen
Rotenburg/Zeven. Rund 180 Teilnehmer aus 30 Vereinen vermeldete der Veranstalter TuS Rotenburg anlässlich der Bezirkseinzelmeisterschaften der Senioren ab M40 und der Schülerblockwettkämpfe. Leider sorgten 12 Grad und bedeck-
ter Himmel für empfindliche Kälte an Stelle der erhofften sommerlichen Temperaturen. Erstaunlich aber die zum Teil, auch im
nationalen Vergleich, schon sehr guten Saisonstartergebnisse. Ganz vorn dabei die Senioren der LAV Zeven mit 8 Titelge-
winnen. Dazu gibt es hier auf der Seite
etwas weiter oben einen gesonderten Bericht.
Unter der Regie von Coach Hannes Kruse gingen auch die A-Schüler Christoph Volbers, Sebastian Mehrkens, Robin Willert, Paul Gummert und Carina Köster bei den Blockwettkämpfen Sprint/Sprung (5 verschiedene Disziplinen) an den Start. Mit gleichstarken Leistungen in allen 5 Disziplinen  belegte die 14-j. Selsingerin Carina Köster in der W14 einen tollen 3.Platz.
Mit seinen Weitsprüngen, die ständig vom Anlauf her variierten, aber nie das Brett trafen, brachte Paul Gummert Trainer Kruse fast zur Verzweiflung. Denn nach u. a. 1,56 Metern im Hochsprung und 40,12 Metern im Speerwurf wäre mehr als der 4. Platz im Blockwettkampf der M15 erreichbar gewesen.
Prima Leistungen im Blockwettkampf der M14 legten der Tarmstedter Christoph Volbers  (Platz 2, unter anderem 12,70 Sekunden über die 100 Meter) und Sebastian Mehrkens (Platz 4, u.a. 52,50 Meter mit dem 200g-Ball) ab. Nicht bei allen
Disziplinen ging Robin Willert, ebenfalls M14, an den Start, so dass er nicht gewertet werden konnte.
Eine souveräne Abwicklung, es kamen 45 Kampfrichter und Helfer zum Einsatz, kann dem Veranstalter TuS Rotenburg attestiert werden. Kräftige Hilfe gab es dazu aus Zeven (u. a. die Zeitmessanlage unter der Obhut von Jens Dohrmann) und aus Bremervörde. Aber die Regie eines Pfingstsportfestes mit tausend Aktiven (Rotenburg hatte sich selbst bei einem etwaigen Rücktritt von Scheeßel als Ersatz ins Gespräch gebracht) dürfte allein von der Logistik doch eine riesige, kaum zu bewältigende Aufgabe sein.

VERDENER ALLER ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 16. Mai 2002
Deuter: Titel mit Kugel
Verden (hd). Parallel zu den Blockwettkämpfen der A-Schüler und Schülerinnen aus dem Bezirk Lüneburg wurden in Rotenburg auch die Seniorenmeister ab der Alterklasse M 40 ermittelt. Für die kleine LG Kreis Verden-Truppe gab es
dabei zwei Meistertitel, vier Vizemeisterschaften und einen dritten Platz. Neben seiner Betreuertätigkeit für die beiden Block-
wettkämpfer trat der Verdener Hermann Deuter im Kugelstoßen der M 50 an und setzte sich mit gleich im ersten Versuch erreichen 11,77 m sicher durch. Auf starke Konkurrenz stieß auch Dieter Watzlawick (Verden) im Diskuswurf der Klasse
M 70. Er brachte die 1 kg-Scheibe auf 38,74 m und siegte gegen fünf Konkurrenten vor Heinrich Holste vom MTV Bispin-
gen, der ebenfalls respektable 37,37 m warf.
Zweiter wurde im 100 m Sprint M 40 der Verdener Thomas Flasinski mit 13,41 Sekunden, über 200 m belegte er noch Platz drei nach 27,66 Sekunden. Zweiter wurde auch Rüdiger Ullrich in der Klasse M 45 über 800 m mit 2:20,82 Minuten, er gehört schon der Klasse M 50 an, musste aber bei den jüngeren 45-ern antreten, da es für ihn in der eigenen Altersklasse keine Gegner gab. Dagegen fand Dieter Rippe (Wechold-Magelsen) über 400 m der M 50 zwei Gegner und wurde mit 63,99 Sekunden Zweiter. Eine weitere Vizemeisterschaft gab es im 4 x 100 m Sprint M 40 für Flasinski, Gerd Luttmann (Bendigbostel), Rippe und Gerhard Schwers (Verden), die nach 51,75 Sekunden hinter Zeven drei weitere Staffeln klar hinter sich ließen.

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 16. Mai 2002
Vor dem Regen alles in trockenen Tüchern
Bezirksbestenkämpfe: Jan Baumann auf Rang zwei
Von unserem Mitarbeiter Reinhard Wagner
Osterholz-Scharmbeck. Der Wettergott hatte ein Einsehen mit den mehr als 100 jungen Leichtathletinnen und -athleten, die
im Stadion im Klosterholz um den Sieg bei den Bezirksbestenkämpfen in dem aus fünf Disziplinen bestehenden Blockwett-
kampf eiferten. So zog sich der Nachwuchs bestens aus der Alfäre.
Durch die tatkräftige Mithilfe der Eltern und Betreuer aus 20 Vereinen des Bezirks Lüneburg konnte der Zeitplan im städt-
ischen Stadion gleich um mehr als eine Stunde schneller als geplant abgewickelt werden, so dass die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer noch vor dem einsetzenden Regen ihre Urkunden in Empfang nehmen durften.
Aus Osterholzer Sicht erfreute vor allem der zwölfjährige Jan Baumann vom VSK Osterholz-Scharmbeck, der im Block-
wettkampf Lauf mit 1.759 Punkten den zweiten Rang erreichte. In 3:39,69 Min. überzeugte der Osterholz-Scharmbecker
dabei vor allem im Lauf über 1000 Meter, aber auch im Ballwurf mit 33 Metern, 3,71 Metern im Weitsprung sowie im 75m-
Sprint (11,70 Sek.) und in 11,95 Sek. über 60 m Hürden, wusste das VSK-Nachwuchstalent zu überzeugen.
Janek Oeters belegte bei den Schülem M 13 mit ebenfalls guten 1.590 Punkten Platz sechs.
Achtbar schlugen sich auch die B-Schülerinnen der Osterholzer Startgemeinschaft (SOL), wo vor allem Nora Breutigam
vom VSK Osterholz-Scharmbeck auf Rang fünf bei den Schülerinnen W 12 im Blockwettkampf Lauf mit 1.955 Punkten zu gefallen wusste. Nach 11,99 Sek. kam sie im 75-m-Lauf ins Ziel, 13,49 Sek. benötigte sie für die 60-m-Hürdenstrecke, sprang 4,06 m weit, warf den Schlagball auf 32 Meter und kämpfte sich im abschließenden 800-m-Lauf in hervorragenden 2:50,26 Nolin. ins Ziel.
Fünfter in der Teamwertung
Gemeinsam mit den im Blockwettkampf Sprint/Sprung startenden Nadja Essabar (siebter Platz W 13 mit 1.877 Punkten) und Natalie Lietz (achter Rang W 13 mit 1.812 Punkten) vom TSV Lesumstotel sowie ihren Vereinskameradinnen Anne Wengoborski (zehnter Platz W 12 mit 1.809 Punkten) und Imme Ihli (elfter Rang W 12 mit 1.778 Punkten) belegte das SOL-Quintett mit 9.095 Punkten den fünften Platz in der Mannschaftswertung hinter dem VfL Stade (10.176 Punkten), der LG Lüneburg (10.004), LG Nordheide (9.782) und dem TSV Wehdel (9.692).
Die 13-jährige Liesa Wiese vom ASV Ihlpohl mit 1.723 Punkten im Blockwettkampf Lauf sowie Irina Leckow (VSK Osterholz-Scharmbeck) mit 1.589 Pkt. bei den Schülerinnen W 12, ii» Blockwettkampf Sprint/ Sprung verstärkten weiter das hoffnungsvolle SOL-Team.

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ZEVENER ZEITUNG vom 4. Juni 2002
“Wenn du das Ziel vor Augen hast, setzt du ganz neue Kräfte frei”
20. Ausgabe des Abendvolkslaufs “Wilstedt bei Nacht” bricht alle bisherigen Teilnehmerrekorde
Wilstedt
(sd). Eigentlich wohnen in Wilstedt rund 1700 Menschen, doch vor 20 Jahren riefen die Verantwortlichen des hei-
mischen Sportvereins eine Veranstaltung ins Leben, die dafür sorgte, dass die Einwohnerzahl wenigstens einmal pro Jahr ex-
plosionsartig anstieg. Wann immer die Laufveranstaltung "Wilstedt bei Nacht" auf dem Programm stand, herrschte ein regel-
rechter Ansturm auf das Dorf. Immerhin gingen in den vergangenen Jahren durchschnittlich 2500 Teilnehmer an den Start. Zwar hatten die Macher von "Wilstedt bei Nacht", die am Freitag den Startschuss zum 20. Abendvolkslauf gaben, anlässlich des Jubiläums mit einer etwas größeren Sportlerschar gerechnet, doch selbst die gewagtesten Prognosen sollten deutlich übertroffen werden. Als sich die ersten Läufer auf den Weg machten, hatten sich 3346 Sportler in die Starterlisten einge-
tragen.
Hätte es einen Massenstart aller Teilnehmer gegeben, wäre Wilstedt wohl von einer Art "menschlicher Flutwelle" überrollt worden. Die aber blieb den Einwohnern, die den Ort herrlich geschmückt hatten, erspart. Wie in den Jahren zuvor wurden
die Starts nacheinander abgewickelt. Zunächst startete der Mini-Lauf. Mehrere 100 Kinder ließen sich diesen Spaß nicht entgehen und begaben sich pünktlich um 20.30 Uhr auf die Laufstrecke. Zur Freude der heimischen Fans präsentierten sich die hiesigen Läufer in toller Form. Bei den Mädchen siegte Jana Mareike Volbers (LAV Zeven) vor Sonja Manz (Bremen) und Birte Klindworth (Sittensen). Bei den Jungen errang Christopher Dittmer aus Kirchtimke die Bronzemedaille. Es siegte Andre Müller (Buchholz). Silber ging an Fabian Hold aus Verden.
Nachdem die ersten Sieger des Abends ihre Medaillen in Empfang genommen hatten, wurde es im Startraum richtig lebhaft. Die Teilnehmer an der Königsdisziplin, dem Lauf über 10 000 Meter, warteten bereits ungeduldig auf das Startzeichen, das um 21 Uhr erfolgte. Während sich bei den Männern ein packender Vierkampf entwickelte - nach 5 000 Metern bildeten Ulf Kersten (BLV Ilsenburg), Gerrit Lubitz (ATS Buntentor), Mehrfachsieger Torsten Naue (LG Bremen-Nord) und Peter Smolinski (Buxtehude) die Spitzengruppe - hatte Rebecka Weise-Jung von der LG Bremen-Nord ihre weiblichen Mitkon-
kurrenten bereits nach der Hälfte der Distanz deutlich hinter sich gelassen.
Ein einsames Rennen lief sie dennoch nicht. Auf dem Weg durch Wilstedt wurden alle Läufer von einem begeisterten Publi-
kum angefeuert, denn in all den Jahren hat "Wilstedt bei Nacht" seinen Volksfestcharakter bewahrt und so war auch am Freitag kaum ein Einwohner in den heimischen vier Wänden zu finden. Wer nicht ins Stadion ging, verfolgte irgendwo auf der Laufstrecke das bunte Treiben.
Eine Teilnehmerin am 5000-Meter-Lauf sagte später: "Die Atmosphäre im Dorf war einfach toll. Ich hatte das Gefühl, überall
spielen Bands und klatschen Leute. Aber es gab einen ganz besonderen Moment. Wenn du ins Stadion einläufst, das Ziel siehst und den Applaus hörst, setzt du noch einmal ungeahnte Kräfte frei."
Im Hauptlauf besaß Ulf Kersten die größten Kraftreserven und siegte in einer Zeit von 32:03 Minuten. Fünf Sekunden später war Gerrit Lubitz am Ziel und mit einem Rückstand von weiteren vier Sekunden hatte Torsten Naue den letzten Meter absol-
viert. Peter Smolinski lief ebenfalls ein beherztes Rennen und siegte bei den Männern, ältere Jahrgänge. Auf den Plätzen folg-
ten Franz-Josef Mersch (TV Sottrum) und Jörg Schmidt (Bremen 1860).
Als schnellste Frau wurde Rebecka Weise-Jung gefeiert. Zwar siegte sie bei den Frauen, ältere Jahrgänge, doch auch die jüngeren Frauen konnten ihr nicht das Wasser reichen. Mit einer Zeit von 37:11 Minuten blieb sie als einzige weibliche Teil-
nehmerin unter 40 Minuten. Bei den Frauen, ältere Jahrgänge, belegte Ute Vehlow-Diekmann den zweiten Platz. Bronze ging
an Viktoria Spicher aus Sottrum.
Bei den jüngeren Jahrgängen sicherte sich Andrea Schmökel (LC Hansa Stuhr), die im vergangenen Jahr noch mit dem zwei-
ten Platz vorlieb nehmen musste, den Siegerpokal. Während Vanessa Schlemmer (LG Kreis Verden) auf dem zweiten Platz landete, belegte Anke Eichinger (SV Lemwerder) den dritten Rang.
Einen ganz tollen Erfolg feierte auch eine junge Läuferin aus Wilstedt: Marleena Schulz, die den Minilauf bereits zweimal ge-
wonnen hatte, startete in diesem Jahr zum zweiten Mal über die 5000 Meter-Distanz. Obwohl sie zu den jüngsten Teil-
nehmerinnen zählte, errang sie die Bronzemedaille. In dieser Disziplin siegte Birgit Schwers (LG Kreis Verden) vor Birgit Kunze (TV Oyten).
Bei den Männern dominierten ausschließlich Läufer aus der benachbarten Hansestadt Bremen. Es siegte Frank Themsen vor
Christian Reiter und Timo Sieke.
Die Siegerehrung und das anschließende Feuerwerk bildeten den krönenden Abschluss einer rundum gelungenen Veran-
staltung, die bei idealen Bedingungen über die Bühne ging. Zu den großen Gewinnern des Abends zählte aber auch das zehn-
köpfige Organisationsteam unter der Leitung von Heiko Lundt. Gemeinsam mit den vielen Helfern sorgten sie für einen nahe-
zu reibungslosen Ablauf und bewältigten den Ansturm mit Bravour.
Trotz der Freude über das Gelingen der Veranstaltung waren sich die Verantwortlichen darin einig, dass die Grenzen des Machbaren erreicht sind. Dazu Gerd Heins: "Wir wollten damals zehn Veranstaltungen durchführen, jetzt sind es schon 20 geworden. Wir sind ein bisschen zum Erfolg verdammt, aber es stimmt: Wir müssen sehen, wie es künftig weiter geht, wobei wir nicht damit rechnen konnten, dass wir in diesem Jahr so viele Teilnehmer haben würden."
Der Sieger des Hauptlaufes, Ulf Kersten, sprach vielen aus der Seele: "Ein bisschen chaotisch war es ja schon, aber die
Atmosphäre war einfach toll - und wenn man gewinnt, ist es einem egal."

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ACTIVE OF The Year 2002
Vierter Platz für Sven Jansen beim Finale in Lingenau
Von Sven Jansen
Vom 23. bis 27. August fand das “Active of the Year 2002”-Finale in Lingenau/Österreich statt. Lingenau liegt im Bregenzer-
wald im Voralberg. Gedreht wurde im HIGH FIVE Camp, in dem auch eine Woche vorher die Weltmeisterschaften der
Outdoor-Sportler (Outdoortrophy 2002: Kombination aus Mountainbiking, Paragliding, Berglauf und Wildwasser-Kajak)
stattfand. Infos und Bilder zum Camp gibts unter
www.outdoor.at und www.outdoortrophy.com
Zur groben Orientierung: Lingenau liegt ca. 45 Autominuten (60 km) südlich von Friedrichshafen/Bodensee, welches auch
unser Zielflughafen war. Die Aufgabe der acht Finalisten (vier Frauen und vier Männer) aus den Regionen West, Ost, Süd und

Sven Jansen

Nord Deutschlands bestand aus vielen Outdoor-Aufgaben wie: Wildwasser-
Kajak, Wildwasser-Kanu (Kanadier), Rafting, Canyoning (herunterspringen
von Wasserfällen in Schluchten), Bungee-Jumping (von Brücke [106m] und
aus dem Helikopter), Tandem-Fallschirmsprung, Tandem-Paragliding, Free-
Climbing (Turm und Felswand), Hindernis-Parcours (mit Crazy-Bridge, Ab-
seilen, Schlucht-Überquerung etc.), Berglauf, Mountainbiking (Offroad und
Geschicklichkeits-Parcours) und und und.....(kann aus Zeitgründen gar nicht
alles in der Sendung gezeigt werden...) sowie einer Moderations-Aufgabe und
einem Interview mit Pierre Geisensetter (Moderator von “HERZBLATT” in
der ARD), der diese Aufgaben dann auch zusammen mit Nadini Mitra (Mo-
deratorin von FIT FOR FUN TV und vorher MTV) bewertet hat.
Geschlafen haben wir alle zusammen in einem großen Indianer-Tipi, was den
Teamgeist unheimlich gestärkt hat. Lagerkoller gab´s nicht.....

Verstanden haben wir uns alle unglaublich gut, da wir auf Grund unseres sportlichen “Backgrounds” auch alle auf “einer Well-
enlänge gefunkt” haben. Konkurrenzdenken gabs so gut wie gar nicht, jede/r hat jede/n angefeuert und ermutigt, da es ja
meistens wirklich um die eigene Überwindung ging....!
Von den acht Finalisten können in der aktuellen
FIT FOR FUN TV Sendung am Sonntag, 01.09. um 19:15 auf VOX
nur die ersten drei vom Publikum zum “Active of the Year 2002” gewählt werden. Leider habe ich dieses als Vierter knapp
verpasst. Man wird mich also in der Sendung sehen, nur zur Wahl stehe ich am Ende dann nicht.
Ich bin aber auch nicht traurig drum, denn das ich sportlich bin, weiss ich ja und bei der Moderation und dem Interview lag
ich weit vor allen anderen.
Das verlängerte Wochende dort war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und wir acht Finalisten werden auch weiterhin in Kon-
takt bleiben. Auch werden wir alle von VOX weiterhin in Moderationsaufgaben “unserer Sportarten” mit einbezogen und
werden damit ab und an wieder vor der Kamera zu sehen sein. Wenn man bedenkt, daß es Deutschlandweit über 5000 Be-
werbungen gab, waren wir “letzten acht” schon gut mit dabei.

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