DM-Jugend in Mönchengladbach vom 28. - 30. Juni 2002
NDM-Senioren in Stendal vom 29. - 30. Juni 2002

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Neuste (Presse)-Berichte vom 12.07.        Ergebnisse Stendal weiblich / männlich            Ergebnisse Mönchengladbach          Zur Startseite
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BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 1. Juli 2002
Nina Giebel: Starker Auftritt
Deutsche Jugendmeisterschaft Leichtathletik: Nina Giebel in ihrem Debüt sprintete ins B-Finale
Von Ute Berndt
Nina Giebel macht weiter auf sich aufmerksam und übertrifft alle Prognosen. Die Leinderin sprintete bei den Deutschen Jugend-
meisterschaften in Mönchengladbach über 100m in den B-Endlauf und wurde dort Dritte. "Das hätte ich nicht erwartet", lobte Landestrainer Werner Schaf. "Schließlich war es ihr erster Auftritt bei einem so großen Wettkampf."
Mehrere tausend Zuschauer verfolgten die Meisterschaften an diesem Wochenende in Mönchengladbach - eine ungewohnte Kulisse für die 16-Jährige, die für den MTV Wolfenbüttel startet. "Ich hab's mir von der Nervosität her schlimmer vorgestellt, aber es ging eigentlich", meinte sie nach ihrem DM-Debüt, und Schaf analysierte: "Nina kann mit ihrer Nervosität ganz gut umgehen, sie blockiert nicht."
Auch die Konkurrenz hatte sie in solch einer Qualität noch nicht erlebt. "Beim MTV und bei den Landesmeisterschaften war ich immer die Schnellste." Diesmal musste Giebel mit der Situation klar kommen, dass andere die Nase vorn hatten. "Das war eine ganz neue Erfahrung. Aber die meisten trainieren ja auch noch viel mehr", tröstet sich die Wolfenbüttelerin.
Von Lauf zu Lauf gesteigert
Im Vor- (12,32sek) und Zwischenlauf (12,22sek) über 100 Meter musste Giebel sich am Samstag jeweils der DLV-Kaderathletin Michaela Halm (Weserbergland) beugen und wurde Zweite. Damit gehörte sie zu den 16 besten Sprinterinnen und hatte das B-
Finale erreicht, in dem die "zweiten Acht" um den Sieg kämpften. Hier steigerte sie sich erneut und wurde in 12,20sek Dritte, was insgesamt Platz elf bedeutete. Die Siegerin, Theresa Strecker (Magdeburg), war nach 11,98 sek im Ziel.
"Ich hatte eigentlich nur mit dem Zwischenlauf gerechnet und bin sehr zufrieden", freute sich die MTVerin, die ihre Bestleistung nur um eine Hundertstelsekunde verfehlte. "Toll, dass ich mich diesmal vom Vorlauf bis in den Endlauf immer gesteigert habe, letztes Jahr bin ich immer schlechter geworden."
Intensiv die Starts geübt
Ihre Leistung war auch eine Bestätigung für ihr Training. Nach schwächeren Starts bei den Landestitelkämpfen hatte sie diese
erste und wichtige Rennphase in den letzen Tagen intensiv geübt und dann zumindest im Vor- und Zwischenlauf richtig gute Starts hingelegt.
Über 200 Meter lief es am Sonntag weniger perfekt. "Ich war noch kaputt in den Beinen von den 100 Metern", gab Giebel zu. Ihre 25,29 sek im Vorlauf reichten nicht zur Qualifikation für den Zwischenlauf. Dabei hatte die Wolfenbüttelerin (Bestzeit 25,21sek) allerdings auch Pech: In ihrem Lauf herrschte Gegenwind, die andere Konkurrenz hingegen wurde von Rückenwind angeschoben. Drei Ränge fehlten schließlich zum Weiterkommen.
"Das Talent hat sie"
Für eine Seiteneinsteigerin demonstrierte Giebel, die erst seit einem Jahr ernsthaft trainiert, in Mönchengladbach schon eine er-
staunliche "Wettkamphärte". Schaf war sehr zufrieden. Die Zukunft stehe der Leinderin offen, die noch ein weiteres Jahr in der B-
Jugend starten kann, konstatierte der Landestrainer. "In ihren Läufen waren noch technische Schwächen zu sehen, aber die kann sie abstellen. - Das Talent hat sie!"

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 1. Juli 2002
Hauke im Pech: Bruch des Handgelenks
Für die Leichtathleten von Arminia Vöhrum sollten die Deutschen Jugendmeisterschaften das Highlight der Saison werden. "Doch leider konnten die Mädchen der weiblichen Jugend B nicht zeigen, was sie können", bedauerte Coach Thomas Petermann. Grund: Beim Abschlusstraining trat Katharina Hauke so unglücklich in eine Hürde, dass sie sich dabei einen komplizierten Handgelenk-
bruch zuzog. Folglich war für sie ein Start im 400m-Hürden-Rennen ausgeschlossen. "Für Katharina ist durch die Verletzung eine Welt zusammen gebrochen", so Petermann "denn die für den Endlauf notwendige Zeit von 64,53 Sekunden hätte sie schaffen können." Wichtig sei jetzt aber nur, "dass sie schnell wieder gesund wird".
Wegen des Ausfalls von Hauke musste auch die 4x100m-Staffel passen. "In dieser Disziplin wäre ebenfalls der Einzug in den Finallauf möglich gewesen." Somit war Henning Fischer (männliche Jugend A) einziger Teilnehmer der Arminen. Er lieferte zwar
bei Gegenwind einen sicheren 110m-Hürden-Vorlauf ab, doch aufgrund seiner Zeit (15,27 sec) gelang es ihm nicht, seine Ziele, den
Zwischenlauf zu erreichen sowie unter 15 Sekunden zu bleiben, zu realisieren. "Mir fehlte die letzte Spritzigkeit, um die für den Zwischenlauf nötigen 15,10 Sekunden zu laufen. Ich bin jedoch nicht enttäuscht, sondern freue mich, dass ich starten konnte", so
Fischer. (kb)

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 1. Juli 2002
Lohmann DM-Vize
Verden (vde). Großartiger Erfolg für Martin Lohmann: Der LGKV-Athlet aus Verden wurde bei den Deutschen Jugendtitelkämpfen,
die in Mönchengladbach ausgetragen wurden, Vizemeister über 100 Meter. Nach 11,04 Sekunden im Vorlauf steigerte sich Loh-
mann im Zwischenlauf auf ausgezeichnete 10,78 Sekunden und holte sich schließlich im Finale mit 10,82 Sekunden die Silber-
medaille - ausführlicher Bericht
etwas weiter unten auf dieser Seite.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 1. Juli 2002
In Sturm und Regen zum Titel gesprungen
Nord-Titelkämpfe Leichtathletik: Frauke Fruth siegte
Sie sprang keine fünf Meter weit und holte doch den Titel: Frauke Fruth (W35) zeichnete bei den Norddeutschen Meisterschaften der Senioren-Leichtathleten im entscheidenden Moment Nervenstärke und Anpassungsfähigkeit an das Wetter aus. Der Mehr-
kämpferin des MTV Wolfenbüttel reichte, als bei den Titelkämpfen in Stendal gerade der Regen eingesetzt hatte und ein Sturm aufgezogen war, ihr Satz auf 4,93 Meter, um sich die Meisterehren zu verdienen. Der Rückenwind schwankte während des Wett-
kampfs zwischen 0,2 und 6,6m/s. "Da muss man erstmal so weit springen", lobte Trainer Holger Bickmeier.
Er war auch mit Fruths anderen Ergebnissen an diesem Wochenende zufrieden. Ihre 10,69m im Dreisprung waren ebenso persön-
liche Jahresbestleistung wie die 13,69sek im Vorlauf über 100m. Im Endlauf brauchte sie 13,92sek, was Platz vier bedeutete. Die Dreisprungweite reichte für den Vizetitel.
Silber für Olaf Rösler
Wie erwartet musste Olaf Rösler (M30) Oliver Rowa (17,07 Meter) den Vortritt lassen, durfte sich aber die Silbermedaille um-
hängen. Er stieß die Kugel auf 15,38m und war damit sehr zufrieden, weil auch die anderen Versuche nicht allzu weit entfernt von dieser Marke landeten.
"Es waren nicht nur unsere Platzierungen, sondern auch die Leistungen gemessen an der Konkurrenz sehr gut", lobte Bickmeier seine Schützlingen Fruth und Rösler, die er auf die Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen vorbereitet. "Im Blick auf die DM sind wir auf einem guten Weg, die Leistungen werden von Woche zu Woche besser."
Einen starken Auftritt hatte trotz einer noch nicht 100-prozentig ausgeheilten Zerrung Frank Kindermann (M45). Erst zweimal war
er in seiner Sportkarriere weiter als 5,76m weit gesprungen, die ihm jetzt zur Vizemeisterschaft reichten. Dabei verschenkte der MTVer am Absprungbalken jeweils noch ein ganzes Stückchen Weite. Über 100m bot er dem späteren Sieger lange Paroli, ehe sein Muskel den Dienst versagte. Kindermann rettete sich in 12,59sek als Zweiter ins Ziel, musste den anschließenden Dreisprung
aber absagen. Somit verpasste er auch die angestrebte Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.
Ulrich Zaiß (M50) hatte sich von seinem Tief bei der Mehrkampf-DM erholt und bot seine gewohnte Leistung. Zwar musste er im Stabhochsprung den Frust dreier Fehlversuche und des Ausscheidens verdauen, schaffte aber im Kugelstoßen (10,89m, Platz 5) und über 400m (62,69sek, Platz 5) persönliche Jahresbestleistungen. Rang 5 sprang auch mit 27,69sek über 200m heraus, Vierter
wurde Zaiß mit dem Diskus (32,58m).
Stölting dreimal Zweite
In der Altersklasse M70 wurde Konrad Stölting mit seiner Bestzeit (15,44 min) über 3000m Vierter. Ingrid Stölting, die ihre Wettkämpfe im Schatten einer ehemaligen Mehrkampf-Weltrekordlerin absolvieren musste, holte sich Vizetitel mit dem Diskus (14,94m), der Kugel (6,20m) und im Weitsprung (2,55m). Dritte wurde sie über 100m mit 20,83sek. Günter Mewes wurde Sechster mit Diskus (22,41m) und Kugel (7,81m).
Angela Arendes (Börßum) startete nicht, das 5000-m-Ergebnis Matthias Wilshusens lag bis zum Redaktionsschluss nicht vor. UB

Presseinformation vom 1. Juli 2002 (Von Markus Steinbrück)
Deutsche Jugend-Meisterschaften in Mönchengladbach
Wie ein Märchen mit Happy End
Winsen. Sie war im wahrsten Sinne des Wortes am Boden zerstört, arbeitete drei Wochen lang an der Wiederherstellung der kör-
perlichen Fitness und feierte am vergangenen Wochenende fast schon sensationell den mit Abstand größten Erfolg ihrer sport-
lichen Laufbahn:
Jala Gangnus 15-jähriges Sprinttalent der Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Nordheide. Die Winsener Schülerin
erreichte bei den Deutschen B-Jugend-Meisterschaften in Mönchengladbach nach herausragenden Bestzeiten fast schon sensatio-
nell sowohl über 100 als auch 200 Meter den Endlauf. Am Ende standen für die noch dem jüngeren Jahrgang 1986 angehörende B-Jugendliche die Plätze 8 und 6 zu Buche.
Rückblende: Vor besagten drei Wochen hatte sich Gangnus bei den Landesmeisterschaften in Hameln auf den letzten Metern des 100-m-Endlaufes am rechten Oberschenkel verletzt, lag minutenlang mit schmerzverzerrtem Gesicht im Auslauf. An einen Start
bei der Jugend-DM war zu diesem Zeitpunkt nicht im entferntesten zu denken. Die folgenden Tage und Trainingseinheiten ließen zwar Hoffnung aufkommen, dennoch konnte die bei Markus Steinbrück in Winsen Trainierende im Vorfeld nicht einen einzigen maximalen Lauf absolvieren.
Die letzten Zweifel an ihrer Fitness räumte Jala Gangnus dann gleich im100-Meter-Vorlauf aus: Steigerung der persönlichen Best-
zeit von 12,28 sec auf 12,17 sec und souveräner Einzug in die nächste Runde. "Ziel erreicht: Bestzeit gelaufen und Zwischenlauf erreicht", lautete ihr spontanes Fazit. Doch es sollte noch besser kommen. In dieser 2. Runde bestätigte Jala in 12,18 sec ihren
neuen Bestwert und hatte nach gespanntem Warten das Glück auf ihrer Seite. Mit einem Vorsprung von nur einer Hundertstel-
sekunde zog sie als Siebte in den Endlauf ein. Mehr als "Oh Gott, oh Gott, ich bin im Endlauf" brachte die sichtlich überraschte Gymnasiastin allerdings nicht heraus. Mit nachlassender Spannung und eher mäßigem Start belegte sie im Endlauf in 12,35 sec den 8. Platz unter ursprünglich 68 angetretenen Sprinterinnen.
Wieder voll unter Strom stand die
Norddeutsche Schülermeisterin des Vorjahres am nächsten Morgen aber im Vorlauf über 200 Meter. Trotz vorsichtiger Anfangs-
phase, für Jala war es erst der vierte 200-Meter-Lauf überhaupt, gewann sie den Vorlauf sicher in 25,09 sec und zog nach Steiger-
ung der persönlichen Bestzeit um vier Zehntelsekunden erneut in den Endlauf ein. Dort rundete sie ihr herausragendes Abschnei-
den mit Platz 6 und einer Zeit von 25,22 sec ab.
Einen Doppelsieg für Niedersachsen errangen hier Maren Schwerdtner (24,78 sec/ LG TK Hannover 96) und Michaela Halm (24,89
sec/LG Weserbergland).
Nicht ganz so glücklich verliefen die Tage von Mönchengladbach für Jan Martin Gutzeit, den zweiten Starter des Winsener Kreis-
gebietes. Der 18-jährige Overaner kam über 1500 Meter der männlichen Jugend A in 4:01,39 min in seinem Vorlauf auf den 7. Platz
und endete in der Gesamtwertung trotz persönlicher Bestzeit auf Rang 13. In den Endlauf zogen die zwölf Zeitschnellsten ein.
Ein Qualifizierter trat zum Finale nicht an, gab seinen Verzicht aber nicht rechtzeitig bekannt. Ansonsten hätte Gutzeit nachrücken
können.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 1. Juli 2002
Medaille um einen Meter verpasst
Deutsche Leichtathletik-Titelkämpfe der Jugend: Sven Bergmann im Speerwerfen Vierter
Die Staffel des TV Norden über 4 x 100 m qualifizierte sich für den B-Endlauf und landete in der Gesamtwertung
auf Rang 10
Ostfriesland/Mönchengladbach (kj/cze). Als achter Teilnehmer rutschte Speerwerfer Sven Bergmann am Sonntag bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend in Mönchengladbach mit 59,91 m noch so gerade in den Endkampf. Der A-Jugendliche des SV Georgsheil steigerte sich im vierten Versuch auf 63,16 m und beendete den Wettkampf auf Rang vier.
Mit dieser Leistung erreichte er die beste Platzierung aller ostfriesischen Teilnehmer, auch wenn er die Bronzemedaille um einen
Meter verpasste. Sein Georgsheiler Vereinskamerad Carsten Fahnster schleuderte den Diskus 50,98 m weit. Damit verbesserte
der B-Jugendliche, der als Niedersachsen-Meister angereist war, seine persönliche Bestleistung um 98 cm und landete in seiner
Altersklasse auf dem sechsten Platz. Fahnster lieferte eine ansprechende Leistung ab. Den Titel holte sich Stefan Keller vom TuS
Kirn mit 57,50 m.
Die 4 x 100-Meter-Staffel des TV Norden zeigte eine starke Leistung und qualifizierte sich in 43,50 Sekunden für das B-Finale. Hier
steigerten sich Johannes Peters, Steffen Weber, Thomas Christians und Nik Alberding noch einmal und erreichten nach 43,39 s das Ziel. Lohn waren der zweite Platz im B-Finale und Rang zehn in der Gesamtwertung bei der A-Jugend.
Der B-Jugendliche Nik Albering bewältigte die 400 m Hürden in 56,68 Sekunden und kam auf Rang 13. Obwohl er mit dieser Zeit ebenfalls eine neue persönliche Bestleistung aufstellte, war der Norder hinterher nicht ganz zufrieden, da er sich nach dem Wett-
kampf “nicht kaputt” fühlte. Johannes Peters beendete sein Rennen über 400 m Hürden nicht. Der Norder A-Jugendliche ging zu schnell an und stieg deshalb nach der neunten Hürde aus.
In 14,70 Sekunden qualifizierte sich Steffen Weber über 110 m Hürden für den Zwischenlauf. Hier steigerte sich der Norder A-Jugendliche auf 14,68 s und landete in der Gesamtwertung auf Rang 16.
Gleich mehrere persönliche Bestleistungen stellte Mareike Peters auf. Die B-Jugendliche des SV Georgsheil sprintete die 100 m
im Vorlauf in 12,49 Sekunden. Im Zwischenlauf steigerte Peters ihre Bestleistung auf 12,41 Sekunden und verpasste den Einzug in
den B-Endlauf um vier Hundertstel Sekunden. Über 200 m verbesserte sie ihre Bestmarke auf 25,58 Sekunden.
Konrad Christ (LAV Tübingen) gewann bei der A-Jugend das Speerwerfen mit 65,50 m vor Oliver Robens vom TV Königstädten
(64,92 m) und Julian Vieten vom TV Erkelenz (64,15 m). Hinter Bergmann, der in dieser Saison schon 64,91 m erzielte hatte, kam
der Potsdamer Sascha Schlesier mit 63,16 m auf Rang fünf.

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 2. Juli 2002
Martin Lohmann: Bronze als Zugabe
Verdener Sprinter wird bei B-Jugend-DM nach seinem Silberlauf über 100 m noch Dritter über 200 m
Verden. Zwei Medaillenränge über 100 m und 200 m erkämpfte sich LGKV-Sprinttalent Martin Lohmann am Wochenende bei der Deutschen B-Jugend-Meisterschaft, die zugleich mit der A-Jugend-Meisterschaft in Mönchengladbach ausgetragen wurde. Er belegte am Sonnabend mit 10,82 Sekunden Platz zwei über 100 m - wir berichteten exklusiv in unserer gestrigen Ausgabe - und war am Sonntag Dritter über die doppelte Distanz mit 21,92 Sekunden.
Nach dem bisherigen Saisonverlauf musste Martin Lohmann in beiden Endläufen erwartet werden. Dass es über 100 m sogar fast zum Sieg gereicht hätte, war aber nicht vorhergesagt. Nach einem lockeren Vorlaufsieg in 11,04 Sek. steigerte Lohmann seine bisherigen Bestzeit von 10,88 Sek. im Zwischenlauf bei 1,1 m/Sek. Rückenwind auf 10,78 Sek. Das war die beste Zeit aller drei
Läufe, die mit Stefan Matterns handgestopptem Männer-Kreisrekord von 10,5 Sekunden gleichgesetzt werden kann, und mehr schien möglich.
Diesen Eindruck bestätigte Martin auch im bei Windstille ausgetragenen Endlauf, als er am besten aus dem Startblock kam und bis 80 m in Führung lag. Doch dann kam Patrick Sihler von der LG Filstal mit starkem Finish noch vorbei und siegte mit 10,77 zu 10,82 Sek. vor Martin, der seinerseits den Wattenscheider Mario Vona (10,90) noch sicher auf Distanz hielt.
Mit Spannung wurden am Sonntag die 200 m erwartet, wo wiederum Sihler und der Berliner Florian Rentz, am Freitag schon Meister über 110 m Hürden, und Martin Lohmann als Favoriten galten. Als verhalten laufender Vorlaufsieger lieferte Martin mit
22,27 Sek. die zweitbeste Zeit ab, auch Rentz (22,02 Sek.) und Sihler mit 22,41 Sek. ließen die wahre Stärke noch nicht er-
kennen. Dies tat dann aber der Berliner im Endlauf als sicherer Sieger mit 21,42 Sek., während Martin Lohmann, der zunächst einen Fehlstart verursacht hatte, sich erst auf den letzten 30 Metern im Kampf um Platz zwei mit 21,92 Sek. wiederum Sihler, der auf 21,85 Sek. kam, beugen musste.
Martin Lohmann hat mit diesen beiden Erfolgen zum Saisonhöhepunkt eine starke Leistungsentwicklung vorläufig abgeschlossen, die ihn von 11,31 Sek. über 100 m und 23,30 Sek. über 200 m im Vorjahr auf 10,78 Sek. und 21,70 Sek. gebracht hat. An dieser Entwicklung ist maßgeblich Landestrainer Joachim Witt beteiligt, der im Winter Trainings- und Wettkampfplanung für Lohmann übernahm, und zu dem Martin so oft wie möglich zum Training nach Hannover fährt. Bei der Umsetzung der Vorgaben aus Hannover hilft ihm als Heimtrainer Lutz Wikner. Als nächster Höhepunkt wartet auf Martin ein Jugend-Länderkampf-Einsatz kurz
vor der Eröffnung der Europameisterschaften Anfang August in München.

MÜNSTERLÄNDISCHE TAGESZEITUNG vom 2. Juli 2002
Stolperer kostet Timm Jäger die Bronzemedaille
Dennoch Spitzenleistung bei Deutscher Jugendmeisterschaft
Mönchengladbach (bw) – Riesenerfolg für Timm Jäger: Mit einer Galavorstellung holte sich der Nachwuchsläufer der SG Essen /
Garthe bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Mönchengladbacher Grenzlandstadion über die 2000-Meter-Hindernisstrecke
Platz vier. Dabei kostete ihn nur ein Stolperer beim letzten Passieren des Wassergrabens einen Platz auf dem Siegerpodest.
Der aktuelle Vorzeigeläufer der Leichtathletikszene im Landkreis Cloppenburg landete damit einen seiner größten Erfolge. Ange-
spornt durch eine imposante Kulisse zeigte sich der Sögeler von seiner besten Seite. Trainer Harald Prepens hatte seinen Schütz-
ling auf diesen Wettkampf bestens eingestellt. In den vergangenen anderthalb Jahren hatte das Gespann systematisch auf dieses große Ziel hingearbeitet.
Und Timm Jäger ging das B-Jugendrennen (16 bis 17 Jahre) über 2000 Meter Hindernis mutig an. Vom Start weg lag er ständig in der Spitzengruppe. Schon nach der ersten Runde hatte der Schüler den meisten seiner Konkurrenten die Hacken gezeigt und fand
sich auf dem fünften Rang wieder. In der dritten Runde machte Jäger einen weiteren Platz gut, um dann auf der Schlussschleife
mit einem vehementen Zwischenspurt gar noch auf die Bronzeposition vorzustoßen.
Kurz vor Schluss dann das Malheur. Als Timm Jäger zum letzten Mal den Wassergraben überqueren wollte, geriet er ins Strauch-
eln. Nur mühsam vermied er einen Sturz, doch die schon sicher geglaubte Medaille war futsch. David Wenzelsburger von der LG Badenova Nordschwarzwald war der Nutznießer von Jägers Missgeschick und preschte noch auf den dritten Rang vor. Mit einer finalen Energieleistung aber verteidigte der Läufer der SG Essen/Garthe den vierten Platz und rettete diese exzellente Position. Nicht minder herausragend die Zeit: Nach 6:13,85 Minuten blieb die Stoppuhr stehen, eine phantastische Zeit. Damit unterbot er seinen eigenen Kreisrekord, den er erst 14 Tage zuvor bei den Landesmeisterschaften aufgestellt hatte, um mehr als 9 Sekunden.

DELMENHORSTER KREISBLATT vom 2. Juli 2002
Leichtathletik: Bei den Norddeutschen Meisterschaften in Stendal in der Altmark
Zwei Titel an kleines LGG-Team
Delmenhorst. Mit Bernd Logemann und Ulrich und Diana Garde war nur eine kleine Abordnung der LGG Ganderkesee bei den
Norddeutschen Senioren-Meisterschaften der Leichtathleten in Stendal vertreten.
Aber sie holten zwei Titel und weitere gute Plätze. Alles hätte so schön sein können, nur das Wetter spielte nicht mit.
Am Samstag war es zunächst noch trocken, aber der kräftige Wind und die kühlen Temperaturen machte es den Sportlern schwer
sich warm zu halten. Diana Garde kam über 100 m trotz mäßigen Starts mit dennoch ordentlichen 13,33 sec. als Fünfte ins Ziel.
Beim Weitsprung kam sie bei einsetzendem Regen überhaupt nicht zurecht und musste sich schließlich mit nur 4,80 m und Platz
vier zufrieden geben.
Am zweiten Tag jedoch sollte alles besser werden, das Wetter ausgenommen. Ulrich Garde, wegen einer Fußverletzung zwei Wochen ohne Training, erwartete im Kugelstoßen eigentlich nichts, doch schließlich konnte er sich über eine gute Weite von
14,21 m und den Vizetitel freuen. Danach startete Diana Garde im 200-m-Sprint, den sie mit weitem Abstand in 27,92 sec gewann.
Jetzt stand nur noch der Start für Bernd Logemann aus, der hier seinen Titel im Speerwerfen zu verteidigen hatte. Auch für ihn standen die Zeichen im Vorfeld nicht optimal, gesundheitliche Probleme ließen Trainingsdefizite aufkommen. Beim Wettkampf selbst herrschten extrem ungünstige Windbedingungen, und trotzdem warf er den Speer auf die Siegesweite von 52,07 m, was Saisonbestleistung bedeutete und natürlich auch die Verteidigung seines Titels als Norddeutscher Seniorenmeister.

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 2. Juli 2002
Martin Husen nah dran am ganz großen Triumph
Mönchengladbach/Hildesheim (wgk). Ganze 21 Hundertstelsekunden haben Martin Husen von der SV Alfeld am ganz großen Triumph seiner bisherigen Läuferkarriere gefehlt. Bei den deutschen Leichtathletik-Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach musste er sich im 3000-m-Rennen der A-Jugend lediglich dem Rehlinger Christian Klein geschlagen geben, der um den Bruchteil einer Sekunde vor dem Alfelder im Ziel war. Silbermedaillengewinner Husen verbesserte mit seiner Zeit von 8:30,06 Minuten seinen erst kürzlich aufgestellten eigenen Bezirksrekord um acht Sekunden. Die letzten 400 m legten die beiden Führenden in 56 Sekun-
den zurück. Auf der Zielgeraden hatte dann Klein ein paar Reserven mehr als Husen.
Der schnellen 4x100-m-Staffel der weiblichen Jugend B des VfV Hildesheim klebt in dieser Saison das Pech an den Füßen. In Mönchengladbach bedeutete ein individueller Wechselfehler für das Quartett Stefanie Meyer, Johanna Bloch, Lisa Hübner, Isabelle Steindor das frühe Aus im Vorlauf. "Es ist wie verhext", so ein enttäuschter Trainer Marek Polcar, der sich Hoffnungen auf einen vorderen Platz im Finale gemacht hatte. "Das Pech läuft uns geradezu hinterher", meinte er.
Was war passiert? Nach den gelungenen ersten beiden Wechseln startete Schlussläuferin Steindor perfekt, aber Lisa Hübner schaffte es nicht, ihr den Staffelstab in die ausgestreckte Hand zu schieben. "Ein Blackout mit tragischen Folgen", kommentierte der Coach den Vorfall.
Erwartungen nicht erfüllt
Die deutschen Titelkämpfe wurden für den VfV-Trainer ohnehin "zu einem Wettkampf von nicht erfüllten Erwartungen" (Polcar). Die Landesmeisterin im Hochsprung, Stefanie Meyer, begann ihren Wettbewerb zwar glänzend und meisterte jede Höhe bis 1,71 m bereits im ersten Versuch. An 1,74 m scheiterte sie aber dreimal äußerst knapp.
So blieb ihr gemeinsam mit zwei Konkurrentinnen der fünfte Platz unter 18 Teilnehmerinnen. Die neue deutsche B-Jugendmeisterin
Barbara Sprenger (LG Lippe-Süd) überquerte 1,77 m.
Gewohnt konstant sauste Johanna Bloch über die 100 m Hürden. Gleich im Vorlauf verbesserte sie ihren eigenen Kreisrekord auf die neue Bestmarke von 13,97 Sekunden und war damit schnellste Läuferin des Jahrgangs 1986. Im Zwischenlauf aber kam sie schlecht aus dem Startblock, sodass es ihr über den Hürden an der üblichen Lockerheit fehlte. Mit ihrer Zeit von 14,22 verpasste sie das Finale um sieben hundertstel Sekunden und belegte insgesamt Rang zehn.
Zwölfte im Hammerwerfen der Jugend B wurde Berit Schiffke vom VfV Hildesheim. In Mönchengladbach gelang ihr das Kunststück,
den Hammer sowohl im ersten als auch im dritten Versuch auf exakt 42,88 m zu werfen. Auch sie verbesserte mit dieser Weite ihren eigenen Kreisrekord. Einsame Klasse war die neue deutsche Meisterin Anke Schwertner (Hallesche LA-Freunde), die den Hammer auf die Weite von 57,47 m schleuderte. Julian Dobbrunz von der FSV Sarstedt nahm am Kugelstoßen teil. Nach zwei
Versuchen brach er den Wettkampf ab. Mit 14,69 m belegte er den letzten Rang.

DEISTER-LEINE-ZEITUNG vom 2. Juli 2002
Helge Schwarzer riskiert zu viel und stürzt
Mönchengladbach/Wennigsen. Viel Pech hatte Helge Schwarzer von der LG Wennigsen/Egestorf bei den Deutschen Jugend-
meisterschaften. In aussichtsreicher Position stürzte er im Finale über 110 Meter Hürden. Für Helge Schwarzer ist es sicher ein schwacher Trost, immer noch der zweitschnellste 110 Meter-Hürdenläufer der männlichen Jugend B in Deutschland zu sein.
Bei den Titelkämpfen im Mönchengladbacher Grenzlandstadion war er im Vorlauf (14,13 Sekunden) und im Zwischenlauf (14,06
Sekunden) jeweils Schnellster der insgesamt 57 Teilnehmer gewesen. Im Finale der besten Acht wagte er jedoch zu viel. Vor der letzten Hürde zog der Berliner Florian Rentz gleichauf. Schwarzer überlief die Hürde zu knapp und stürzte.
“Einen Klassemann wie Helge Schwarzer wirft dieses Missgeschick aber nicht um”, urteilte LG-Sprecher Eckhard Marten. Schon bei den Norddeutschen Meisterschaften Anfang August im Berliner Mommsenstadion wolle Schwarzer wieder angreifen. Der achte Platz war für ihn jedenfalls kaum der Rede wert.
Vereinskollegin Sarah Piesker (weibliche Jugend B) sprang sich im Finale der besten acht Weitspringerinnen Deutschlands mit 5,73 Metern auf den siebten Platz. Auch sie blieb hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Dagegen konnte die 15-jährige Isabell Garling mit ihren 25,98 Sekunden über die 200 Meter zufrieden sein. Sie schied allerdings im Vorlauf aus. “Bei ihrem Talent gehört ihr aber die Zukunft”, bekräftigte Marten. Unter den 2000 angetretenen Athletinnen und Athleten überragten einmal mehr die
Sportler aus Mitteldeutschland.

STADER TAGEBLATT vom 2. Juli 2002
Ira im Endlauf
Staderin überzeugt bei den Deutschen Meisterschaften
Stade/Mönchengladbach (sir). Ira Sierwald vom VfL Stade bleibt weiter im Aufwärtstrend. Die frisch gebackene Landesmeisterin über 400 m Hürden der A-Jugend feierte bei den Deutschen Jugend-Titelkämpfen in Mönchengladbach ihren nächsten Erfolg. Sie schaffte den Einzug ins Finale – und Platz sieben. Der Weg ins 400-m-Hürden-Finale war indes nicht einfach. Auf der ungünstigen Außenbahn musste Ira nicht nur gegen sich selbst kämpfen. Starke Windböen forderten ihre volle Konzentration. Sie behielt den-
noch den Rhythmus zwischen den Hürden. Die Staderin verbesserte ihre bisherige Bestzeit um 1,2 Sekunden auf 63,23 Sekunden.
Damit sicherte sie sich erstmals die Endlauf-Teilnahme bei Deutschen Meisterschaften. Auch im Finale erwischte Ira Bahn acht. “Die ersten 200 Meter bin ich einfach zu langsam gewesen. Sonst hätte ich sicherlich meine Bestzeit unterboten”, meinte die Stader Athletin. “Aber es ist ein tolles Gefühl, zu den schnellsten acht in Deutschland zu gehören.”
Iras nächste Station ist nun die Deutsche Junioren-Meisterschaft Mitte August in Hamburg. Vater und Trainer Frank Sierwald ist sicher: “Da kann Ira noch zulegen.”
Imke Schmidt vom TSV Wiepenkathen konnte in Mönchengladbach ihr Ziel, die Finalteilnahme über 1500 m, nicht erreichen. Sie scheiterte im Vorlauf.

NEUE PRESSE HANNOVER vom 2. Juli 2002
3 x Gold für Hannover
Hannover/Mönchengladbach. Bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend gabs in Mönchengladbach drei Goldmedaillen für Hannoveraner. Maren Schwerdtner (LG TKH/96) gewann die 200 Meter der Jugend B in 24,78 Sekunden. Über 100 Meter Hürden wurde Schwerdtner in 13,85 Sekunden Fünfte, mit der 4x100-Meterstaffel in 48,61 Sekunden Sechste.
Gold sicherte sich auch Dennis Roloff (LG TKH/96) über 800 Meter. Seine Zeit: 1:51,63 Minuten. Jubeln konnte ebenfalls Moritz Waldmann (LG Hannover), er gewann die 3000 Meter in 8:39, 51 Minuten.
Einen vierten Platz schaffte Stefan Küter (LG TKH/96) im Dreisprung – 13,87 Meter.

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 2. Juli 2002
Fenner holt zum Doppelschlag aus
Göttingen (frs). Vom Winde verweht war am Wochenende so manch ein Ergebnis bei den Norddeutschen Seniorenmeisterschaf-
ten der Leichathleten. In Stendal machten starke Böen den Teilnehmern zu schaffen. Ziemlich unbeeindruckt zeigten sich davon
die Aktiven der LG Göttingen. Sie kehrten mit fünf Titeln im Gepäck zurück.
Zu einem Doppelschlag holte dabei Antje Fenner aus. In der Altersklasse W 35 stand sie innerhalb weniger Stunden zwei Mal
ganz oben auf dem Podest. Nach ihrem Sieg über 800 Meter (2:21,88 Minuten) am Sonntagvormittag überquerte sie am Nachmit-
tag auch über 3000 Meter (10:37,54) mit deutlichem Vorsprung als Erste die Ziellinie. Ebenfalls deutlich fiel der Sieg von Wilhelm
Graeber in der AK M 45 über 5000 Meter aus. Zwar blieb er in 16:26,16 Minuten aufgrund der äußeren Bedingungen hinter seinen Möglichkeiten zurück, jedoch distanzierte er die Konkurrenz deutlich.
Seinen Titel verteidigen konnte Horst Weitemeier im Weitsprung der Klasse M 65. Nach einer Serie starker Sprünge sicherte er
sich souverän den ersten Platz mit der Weite von 4,90 Metern. Erwartungsgemäß deutlich fiel auch der Sieg von Jochen Funke aus. Der amtierende Deutsche Meister der Klasse M 55 gewann den Speerwurf mit 49,34 Meter.
Zwei weitere Podestplätze erlief sich Hannelore Bezold (W 50). Mit Platz zwei über die Stadionrunde (74,96 Sekunden) und einem
Bronzerang auf 800-Meter-Distanz (2:42,48 Minuten) rundete sie das erfolgreiche Ergebnis der LG Göttingen ab.

Presseinformation vom 2. Juli 2002 (Von Markus Steinbrück)
Norddeutsche Einzel-Meisterschaften Senioren und Seniorinnen in Stendal
Sechs Nordtitel an den TSV Stelle
Stelle/Hittfeld. Die Leichtathleten des TSV Stelle sahnten am Wochenende bei den Norddeutschen Senioren-Meisterschaften in Stendal ganz groß ab. Fünf Teilnehmer des Vereins erkämpften sich sechs Titel.
An vorderster Linie ist Brigitte Heidrich (W40) zu nennen, die ihrer erfolgreichen Laufbahn zwei weitere Nordtitel hinzufügte. Die 41-
Jährige gewann trotz kräftigen Gegenwindes von 1,4 m/sec die 200 Meter in 26,45 sec sowie die 400 Meter in 58,97 sec.
Ebenfalls zweimal stand Astrid Jobmann (W 35) auf der obersten Stufe des Siegertreppchens. Sie entschied den Wettbewerb im Hammerwerfen mit 38,00 m klar zu ihren Gunsten.
Eine ganz enge Entscheidung gab es im Diskuswerfen. Die Stellerin behauptete sich mit einer Weite von 38,40 m. Mit einem
Rückstand von nur 21 Zentimetern folgte ihr Corinna Minge (LG Altmark) auf Platz 2.
Thomas Clausen (M 40) vervollständigte die Erfolgsbilanz der Steller Leichtathleten mit seinen Siegen im Dreisprung (11,50 m) und im Stabhochsprung (3,70 m). Seine überzeugende Siegeshöhe im Stabhochsprung bedeutet gleichzeitig einen neuen Kreisrekord für diese Altersklasse.
Neben den sehr erfolgreichen Leichtathleten des TSV Stelle durften auch die weiteren Teilnehmer aus dem Winsener Kreisgebiet mit ihrem Abschneiden bei diesen Norddeutschen Senioren-Meisterschaften sehr zufrieden sein. Die Titelsammlung der Land-
kreissportler komplettierte Detlef Peters (TSV Hittfeld) im 1500-Meter-Lauf der Senioren M 40. In einem echten Bummelrennen zog Peters 500 Meter vor Schluss den langen Spurt an und sah sich zu seiner eigenen Verwunderung bald allein auf weiter Flur. Erst als dem 40-Jährigen auf der Zielgeraden etwas die Puste ausging, kam die Konkurrenz näher. Detlef Peters rettete bei seiner Siegerzeit von 4:20,21 min aber letztlich exakt eine Sekunde Vorsprung ins Ziel.
Gleich zwei Vizemeisterschaften feierte Peters' Vereinskameradin Miriam Machill. Die Sprintspezialistin der Altersklasse W 40 belegte sowohl über 100 Meter (12,87 sec) als auch 200 Meter (27,37 sec) den 2. Rang. Dabei musste sie sich auf der kurzen Strecke nur um zwei Hundertstelsekunden Annett Krehn (LG Wedel-Pinneberg) geschlagen geben. Deutlicher fiel dagegen die 200-Meter-Niederlage gegen Landkreiskonkurrentin Brigitte Heidrich (TSV Stelle/26,45 sec) aus.
Weitere Medaillengewinner: Senioren M 30: Hochsprung: 2. Björn Umland (LG Nordheide) 1,60 m; Senioren M 75: 100 Meter: 2.
Horst Albrecht (TuS Fleestedt) 15,92 sec; Weitsprung: 2. Albrecht 3,62 m; Seniorinnen W 35: Diskuswurf: 3. Sabine Sauer 30,55 m; Seniorinnen W 40: Hochsprung: 3. Susanne Clausen (beide TSV Stelle) 1,38 m.

WESER KURIER vom 2. Juli 2002
Fabrizius sprintet auf Platz vier
Litvinov und Reppin zeigen Nerven bei der deutschen Meisterschaft
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Mönchengladbach. Eine herausragende Leistung, erwartete Platzierungen, aber auch ein wenig Lehrgeld - so lautet die Bilanz des Bremer Leichtathletik Nachwuchs bei den deutschen Meisterschaften in Mönchengladbach.
Einmal mehr war es Andrei Fabrizius vom SV Werder, der mit dem vierten Platz über die 200 Meter nachhaltig auf sich aufmerk-
sam machen konnte. Mit der fünftbesten Vorlaufzeit in den Endlauf gelangt, konnte sich der A-Jugendliche noch einmal steigern
und kam nach 21,81 Sekunden ins Ziel. Logisch, dass sich Andrei “mehr als zufrieden" zeigte. Der Werderaner hatte sich gegen einen Start über die 100 und 400 Meter entschieden, um sich auf seine Paradestrecke zu konzentrieren.
Die B-Jugendlichen Sergej Litvinov und Catharina Reppin von Bremer Leichtathletik Team zeigten Nerven vor der großen Kulisse: Zwar stellte Catharina über die 100 Meter Hürden eine neue persönliche Bestzeit auf (14,93 Sek., Rang 29). In ihrer Spezial-
disziplin, dem Weitsprung, blieb sie jedoch ohne gültigen Versuch. Deutlich hinter den Erwartungen platzierte sich auch Sergej Litvinow: Mit 52,25 Metern im Hammerwurf blieb er rund 10 Meter hinter seiner Bestweite zurück, belegte aber immerhin noch
einen respektablen 14. Platz.
Die übrigen Bremer Starter kehrten zufrieden nach Bremen zurück. Kaja Tokarska (SV Werder) wurde 17. über 100 Meter Hürden,
Torben Kleine (SV Werder) kam auf Rang 14 über die 200 Meter und der A-Jugendliche Alexander Minich (LG Bremen Nord) wurde
ebenfalls 17. im Hürdensprint.

WESER KURIER vom 2. Juli 2002
Leichtathletik in Kürze
Stendal. Mit drei norddeutschen Meisterschaften kehrten die Athleten des Bremer Leichtathletik Verbandes von den Titelkämpfen der Senioren in Stendal zurück. Marc Gogol (LG Bremen Nord) siegte mit 1,65 Meter im Hochsprung der M30. Jens Arkenau (TuS Huchting) entschied den Diskuswurf der M35 mit 41,04 Metern für sich und Vereinskollege Jürgen Seifert gewann das Kugelstoßen
der M 65 mit 12,04 Meter. (sfy)

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 3. Juli 2002
Norddeutscher Titel für Jörg Valentin
Drei Medaillen für Ingo Kaun bei Senioren-Meisterschaften in Stendal
Stendal (kj). Mit sieben Medaillen und zahlreichen guten Leistungen kehrten die ostfriesischen Leichtathleten von den nord-
deutschen Meisterschaften der Senioren aus Stendal zurück.
Jörg Valentin vom TV Norden sicherte sich in 15:51,34 Minuten überlegen den Titel über 5000 Meter in der Altersklasse M 40. Er absolvierte ein überzeugendes Rennen und lag am Ende deutlich vor dem Zweitplatzierten, Roland Moritz (LC Dübener Heide), für den 16:23,44 Minuten gestoppt wurden. Ebenso deutlich blieb Valentin erneut unter der DM-Norm (16:25,00).
Die meisten ostfriesischen Erfolge konnte Ingo Kaun vom MTV Aurich für sich verbuchen. Er sicherte sich in der Altersklasse M 45
gleich drei Medaillen. Im Speerwurf belegte Kaun den zweiten Rang. Hier wurden 40,74 Meter für ihn gemessen. Die zweite Silber-
medaille gewann er in 26,48 Sekunden über 200 Meter. Auch im Sprint über 100 Meter wusste Kaun zu überzeugen. In einem spannenden Finish verpasste er den zweiten Platz um ganze drei Hundertstel, sicherte sich in 12,62 Sekunden jedoch Bronze. Außerdem bedeutet diese Leistung gleichzeitig die Qualifikation (12,65) für die Deutschen Seniorenmeisterschafften. Im Weit-
sprung belegte Kaun mit 5,48 Metern zudem Platz vier.
Franz Albers (M 60) von Germania Leer stellte sich der Konkurrenz über 3000 Meter. Er kam nach 11:09,49 Minuten ins Ziel, was ihm in der Endabrechnung Platz zwei einbrachte. Diese Platzierung schaffte auch Teamgefährte Gerhard Onken (M 50) über 800 Meter. Für ihn wurden am Ende 2:21,06 Minuten notiert. Außerdem belegte Onken in 61,13 Sekunden Rang drei über 400 Meter.

CELLESCHE ZEITUNG vom 3. Juli 2002
Celler Staffel schafft Endlauf und neuen Rekord
Mönchengladbach. Großer Erfolg für die 4x100-Meter-Staffel der LAZ Celle: Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach lief sie einen neuen Bezirksrekord und wurde im Endlauf Vierter.
Die bisherige Bestzeit (44,0 Sekunden) wurde 1961 vom Cuxhavener SV aufgestellt. Drei Wochen nach ihrem Landesmeistertitel unterboten die Celler B-Jugendlichen Benjamin Dantz, Fabian Kohrs, Oliver Maiß, Holger Kunz und Ersatzläufer Christian Dantz diese Zeit bereits im Vorlauf und qualifizierten sich mit 43,66 Sekunden für das Finale. In diesem Endlauf verbesserten sich die Celler noch einmal auf 43,55 Sekunden. Mit so einem Ergebnis hatten weder die Athleten noch Trainer Roland Elsner gerechnet.
Fabian Kohrs und Oliver Maiß gingen in Mönchengladbach außerdem über die 110 Meter Hürden an den Start. Maiß erreichte den Zwischenlauf in 14,96 Sekunden, Kohrs in 14,40 Sekunden. Fabian Kohrs verbesserte damit den von ihm selbst aufgestellten Kreisrekord um fast fünf Zehntelsekunden. Die Qualifikation für den Endlauf verpasste er allerdings um eine Zehntelsekunde.

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 3. Juli 2002
Viermal Gold für die Hildesheimer Senioren
Norddeutsche Leichtathletik-Titelkämpfe
Stendal/Hildesheim (wgk). Eine sehr erfolgreiche Bilanz können die Leichtathletik-Senioren aus dem Sportkreis Hildesheim nach
den Titelkämpfen der acht norddeutschen Landesverbände in Stendal (Sachsen-Anhalt) ziehen: Vier norddeutsche Meister stellten
allein die Senioren von Eintracht Hildesheim.
Renate Behrens gewann die 100 m und den Weitsprung der W 45, Siegfried Ritter und Karl Scheide siegten in den 800-m-Läufen ihrer Altersklassen M 60 und M 65. Zweimal Silber ging außerdem noch an Vielstarter Karl Scheide für seine zweiten Plätze über 400 m und im Hochsprung. Auch Günter Meyer (SC Barienrode/M 75) wurde Zweiter im Weitsprung. Jeweils dritte Ränge belegten Hans Bohmann (TKJ Sarstedt) im Weitsprung der M 65, Jürgen Hoyer (Eintracht Hildesheim) über 400 m der M 60 und Wolf-Gerhard Kind (Eintracht Hildesheim) über 1500 m der M 60.
Wegen der nasskalten Witterung und des ständig wechselnden Windes im Stadion "Am Galgenberg", aber nicht zuletzt wohl wegen der Fernsehübertragungen der beiden Fußballspiele aus Daegu und Yokohama hatten etliche Oldies der Leichtathletik kurzfristig auf einen Start bei den norddeutschen Meisterschaften verzichtet, so dass die Teilnehmerfelder in einigen Wettbewerben
und Altersklassen dünner ausfielen, als es die Meldungen versprochen hatten.
Im Weitsprung der W 45 notierten die Kampfrichter dieselbe Platzierung auf den Plätzen eins und zwei wie bei den nieder-
sächsischen Landesmeisterschaften in Wilhelmshaven. Norddeutsche Seniorenmeisterin wurde Renate Behrens mit ihrem besten Sprung von 5,05 m vor Marion Parchmann (LG Kreis Verden/4,61 m). Größere Schwierigkeiten hatte die Hildesheimerin bei ihrem Sieg über 100 m. Das Finale gewann sie in 13,61 Sekunden knapp vor Bettina Göricke vom USV Halle (13,71).
Der 65-jährige Karl Scheide, norddeutscher Titelverteidiger im Hochsprung, musste sich in Stendal mit Silber zufrieden geben (1,37
m). Der neue Meister Dieter Smolka (LG Nordwest/Polizei Hamburg) sprang drei Zentimeter höher. Dafür holte sich Scheide die Goldmedaille im 800-m-Rennen (2:37,14). Über 400 m musste sich der Hildesheimer in 65,62 nur dem Celler Horst Schrader (64,06) beugen. Schrader gewann im übrigen auch die 100-m- und 200-m-Finals der M 65.
Abonnementsmeister Siegfried Ritter hatte sich in Stendal für einen Start über 800 m entschieden und siegte in 2:26,65 Minuten
vor Joachim Engelhardt (HSV Medizin Magdeburg/2:28,14). Vierter wurde Ritters Vereinskamerad Jürgen Hoyer in 2:42,04. Hoyer
freute sich über eine Bronzemedaille über 400 m (67,87). Ebenfalls Bronze gab es für Hans Bohmann aus Sarstedt im Weitsprung der M 65 (4,36 m). Überlegener neuer Meister wurde Horst Weitemeyer (LG Göttingen), der bei 4,90 m im nassen Sand landete. Für den Barienroder Günter Meyer bedeuteten 3,68 m im Weitsprung der M 75 Silber und 16,98 Sekunden über 100 m
(bei starkem Gegenwind) Bronze.
Weitere Ergebnisse - M 60, 1500 m: 3. Wolf-Gerhard Kind (Eintracht Hildesheim) 5:39,89; M 65, 100 m: 4. Hans Bohmann (TKJ
Sarstedt) 14,20; W 60, Speer: 4. Oda Saling (MTV 48 Bockenem) 22,02 m; Diskus: 5. Saling 18,09 m.

Presseinformation vom 3. Juli 2002 (Von Joachim Hickisch)
Jürgen Umann zweifacher erfolgreicher Titelverteidiger
11. Norddeutsche Meisterschaften der Senioren in Stendal
Zeven/Stendal. Zum zweiten Mal nach 1997 war Stendal in Sachsen-Anhalt Austragungsort für die Titelkämpfe der besten Seni-
oren der acht norddeutschen Landesverbände. Trotz ausgesprochenem “Mistwetter” zeigten die rund 500 Aktiven gute Leistungen, galt doch diese Veranstaltung als wichtiger Test für die kommenden Deutschen Meisterschaften und Europameisterschaften im
Juli bzw. August. Gute Erfolgsaussichten bei einem Start besitzen demnach sowohl Jürgen Umann als auch Helmut Meier (beide
LAV Zeven),  sie sicherten sich über die 100 Meter in ihren Altersklassen überlegen die Titel.
Bei stürmischen und regnerischen Witterungsbedingungen am ersten Wettkampftag trat zunächst der Zevener Umann in der M45 über die 100 Meter an. In neuer Saisonbestzeit von 12,14 Sekunden, vor dem Wolfenbütteler Kindermann, wiederholte er überlegen seinen Titelgewinn aus dem Vorjahr in Rostock.
Gerade die 200 Meter waren in den letzten zwei Jahren so etwas wie eine Paradestrecke für den 51-j. Heeslinger Helmut Meier. Aber, körperlich nicht 100%-tig fit, fiel er in Stendal, ebenso wie bei den Landesmeisterschaften in Wilhelmshaven, auf den letzten
30 Metern hinter dem führenden Berliner Lutz Ihrke zurück und landete auf dem undankbaren vierten Platz in 26,89  Sekunden.
Nicht wirklich besser dann die Witterungsbedingungen am Sonntag, sanken doch die Temperaturen deutlich unter die 18 Grad-
Grenze. Unbeeindruckt davon lief Jürgen Umann über die 200 Meter allen Konkurrenten deutlich davon und sicherte sich so in
25,41 Sek. seinen zweiten norddeutschen Meistertitel. Gut erholt präsentierte sich dann Helmut Meier über die 100 Meter. In 12,63
Sekunden (Saisonbestleistung) lag er deutlich vorn und verteidigte so seinen Titel aus dem Vorjahr.
Nach vier Wochen Rehabilitation aufgrund einer Muskelverletzung bei den Landesmeisterschaften in Wilhelmshaven startete der Rotenburger Joachim Hickisch erstmals seit Jahren wieder über die 800 Meter. Obwohl am Ende die Kräfte fehlten, war er mit
Platz sechs in 2:19,97 Minuten durchaus zufrieden. Das sich Kraftraumarbeit auszahlt, zeigte sich im Diskuswurf, hier platzierte
er sich überraschend auf Platz drei.
Richtig ernst wird er für die Zevener Senioren in gut 1 ½ Wochen bei den Deutschen Meisterschaften in Kevelaer. Zusammen mit Czeslaw Pradzynski wollen sie im Kampf um die Medaillen im 4x100-Meter Staffelwettbewerb der M40/45 eingreifen, wobei auch der Neuzugang Hans-Georg Müller wieder zur Verfügung steht.

DEISTER-LEINE-ZEITUNG vom 4. Juli 2002
Johannes Raabe überzeugt bei den "Deutschen"
Kirchdorf (red). Johannes Raabe, Nachwuchsläufer des Turn- und Sportverein Kirchdorf, überraschte bei den Deutschen Jugend-
meisterschaften in Mönchengladbach.
Der 15-jährige Schüler überzeugte über die 1500-Meter-Strecke auf der ganzen Linie. Im Feld der B-Jugendlichen gewann er den ersten Vorlauf der insgesamt 30 Starter in 4:05,65 Minuten. Im Endlauf rannte Raabe schon wie ein alter Fuchs und spurtete 150 Meter vor dem Ziel an den zwei Jahre älteren Konkurrenten vorbei. Erst auf den letzten zehn Metern holten ihn die eigentlichen Favoriten wieder ein und verdrängten ihn auf den undankbaren vierten Platz. Dennoch setzte Johannes Raabe ein Achtungszeichen
und dokumentierte erstmals auf Bundesebene seine Klasse. Dabei versetzte er manche Kritiker ins Staunen.
Seine Zeit von 4:02,52 Minuten bedeuteten zudem Bezirksrekord für die Altersklasse der B Jugend.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 4. Juli 2002
Vier vordere Plätze für Kaun auf norddeutscher Ebene
Auricher in Stendal am Start / Jetzt EM im Blick
Stendal. Mit zwei zweiten, einem dritten und einem vierten Platz kehrte Ingo Kaun (MTV Aurich) von den Norddeutschen Leicht-
athletik-Meisterschaften der Senioren aus Stendal (Sachsen-Anhalt) zurück. In vier Disziplinen war er in der Altersklasse M 45 an den Start gegangen.
Im Weitsprung erzielte er eine persönliche Bestleistung mit 5,48 m, die wegen zu starkem Rückenwind aber keine Berücksichti-
gung in den Bestenlisten finden wird. Er belegte damit Rang vier. Im 100-m-Endlauf erzielte er bei zu starkem Rückenwind eben-
falls eine Bestleistung, die ihn auf Rang drei brachte.
Im Speerwurf gelang ihm mit 40,70 m zwar eine gute Weite, aber hier musste er sich mit Platz zwei begnügen. In dieser Disziplin war er in Wilhelmshaven Anfang des Monats Niedersachsenmeister mit 40,92 m geworden. Ebenfalls den Vizemeistertitel holte er
sich über 200 m mit persönlicher Bestzeit von 26,48 sec bei starkem Gegenwind.
Bis Mitte August bereitet sich Ingo Kaun nun auf die Senioren-Europameisterschaften in Potsdam vor, bei denen er im Fünfkampf starten wird.

DEWEZET (Hameln) vom 4. Juli 2002
Peitzmeier rennt allen davon
Stendal (ro). Die Senioren-Leichtathleten der LG Weserbergland überzeugten bei den norddeutschen Meisterschaften in Stendal mit sechs Titeln.
Den Vogel schoss einmal mehr Volker Peitzmeier ab. In der Altersklasse Männer 55 gewann der Hamelner Sprinter Gold über 100
m (12,52 Sekunden), 200 m (25,33 Sekunden) und 400 m (57,58 Sekunden).
Ebenfalls zu norddeutschen Titelehren kamen Sigrid Meier (W 55) über 3000 m (12:41,57 Minuten), Walter Gosmann (M 60) über
100 m (13,23 Sekunden) und Joachim Lopatta (M 70) über 3000 m (12:20,80 Minuten). Gosmann wurde zudem über 200 m (28,43
Sekunden) noch Dritter.
Ebenso Bronze holte Klaus Dieter Holz (M 60) über 3000 m in 11:11,66 Minuten. Monika Mersmann (W 40) landete in Stendal
über 200 m in 30,60 Sekunden auf dem sechsten Platz.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 4. Juli 2002
LG-Senioren viermal Spitze im Norden
Viele gute Ergebnisse bei Meisterschaften in Stendal
Braunschweig. Trotz der teilweise sehr schwierigen Windverhältnisse bei allen Disziplinen kehrten die Leichathletik-Senioren der
LG Braunschweig mit vier Titeln und bemerkenswerten Ergebnissen von den norddeutschen Meisterschaften aus Stendal zurück.
Bei den Frauen gewann Anne-Kathrin Eriksen die 100 Meter in 15,13 Sekunden und den Weitsprung noch mit ihrem letzten Ver-
such mit 4,15 Meter. Vizemeisterin wurde die Einträchtlerin mit der Kugel (8,87 m) und dem Diskus (24,88 m) hinter Spitzen-
athletinnen aus Lübeck. Ulrike Radczwill wurde Zweite mit dem Hammer und erreichte Platz sechs im Kugelstoßen.
Zwei Titelgewinne feierte Dirk Hoffmeister bei den Männern in der Klasse M 35 mit 12,90 Meter im Dreisprung sowie 1,76 Meter im
Hochsprung. Gerd Flachowski freute sich über seine zweiten Ränge über 800 Meter mit 2:20,66 Minuten sowie auf der 1500-Meter-
Strecke mit 4:48,12 Minuten.
"Klasse gelaufen", lobte ihn dafür LG-Kollege Siegfried Winkler, der Platz vier über 1500 Meter (5:20,62) und Rang sechs über 800
Meter (2:37,42) erzielte. Ebenfalls Sechster wurde Peter Krause über 1500 Meter der Klasse M 40 in 4:26,86 Minuten. (JüH)

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 4. Juli 2002
Ostendorf holt Nordtitel in Stendal
Stendal (acr) - Bei den Norddeutschen Meisterschaften in Stendal hat sich Lauf-Oldie Manfred Ostendorf von SFN Vechta in der Altersklasse M55 den Titel im 5000-m-Lauf geholt. Dabei setzte Ostendorf sich bei kräftigen Regenschauern und Sturmböen gegen
seinen größten Mitfavoriten Wilfried Sieckmann (DJK Sparta Langenhagen) durch, der sich im Anschluß an das Rennen über die Leistung des Siegers respektvoll äußerte:
"Der Manni hat ein starkes Rennen abgeliefert und mich förmlich alt aussehen lassen." In der letzten Runde hatte Ostendorf den
Vizemeister sogar noch überrundet und sich mit einer Zeit von 18:05 min den Meistertitel gesichert. Es waren Aktive aus allen norddeutschen Ländern sowie Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt am Start.

ACHIMER KURIER / Verdener Nachrichten vom 4. Juli 2002
Vier Medaillen an Parchmann
LGKV-Athleten bei der Norddeutschen Seniorenmeisterschaft äußerst erfolgreich
Von unserem Mitarbeiter Carl Christian
Achim/Verden. Die Senioren der LG Kreis Verden kehrten von den Norddeutschen Meisterschaften in Stendal sehr erfolg-
reich zurück: Drei Titel durch die 4 x 100 m-Staffel der Frauen W 40, 3000 m-Läuferin Ursula Siewert und Diskuswerfer Dieter Watzlawik sowie elf Medaillenplätze waren die beachtliche Ausbeute der 16 nach Sachsen-Anhalt gereisten Verdener Athleten.
Als eifrigste Sammlerin zeichnete sich Marion Parchmann aus, die neben dem Sieg mit der Staffel noch zwei zweite und einen dritten Platz einheimste. Sie ließ in der W 45 gleich zu Beginn der Titelkämpfe ihrem dritten Platz über 100 m in 14,26 Sekun-
den einen zweiten Rang im Weitsprung mit 4,61 m folgen.(Und das schaffte die Verdenerin, obwohl sie nur drei gültige Versuche hatte und nach dem fünften als Startläuferin der Staffel antreten musste.) Sie gewann mit ihren Teamge-
fährtinnen Birgit Schwers (Verden), Doris von Salzen und Bärbel Schmidt (beide Oyten) die 4 x 100 m in 56,69 Sekunden klar (vor der LG Altmark).
Von Salzen (W 40) wurde über die 100 m, nachdem sie sich in persönlicher Bestzeit von 14,34 qualifiziete, in 14,61 Sek.
Achte. Pech hatte Heike Schunk (Verden), die in ihrer Altersklasse W 65 die einzige war und so keinen Titel holen konnte,
aber mit älteren und jüngeren die 100 m lief und diesen Sprint in 17,20 Sekunden absolvierte ( sie musse sich als Geburts-
tagskind mit
einem Blumenstrauß trösten).
Der Oytener Bernd Kunze (M 40) rannte über 200 m in 26,01 Sekunden auf Rang Fünf, kam jedoch über 400 m auf den zweiten Platz in 57,08 Sekunden (und er bekam an seinem Geburtstag ebenfalls einen Blumenstrauß).
Über diese Stadionrunde wurde M 50-Läufer Dieter Rippe (Wechold-Magelsen) in persönlicher Bestzeit von 63,90 Sek.
Siebter, kam jedoch über 800 m hinter dem Verdener Rüdiger Ullrich (3. in 2:23,62) in 2:27,73 Minuten auf Rang Vier.
Über 3000 m holte sich die Bassenerin Ursula Siewert (W 45) etwas überraschend in 11:54,08 Minuten den Titel vor der
Hannoveranerin Monika Dreyer. Die Oytenerin Birgit Kunze (W 35) wurde Dritte in 11:57,24 und Sigrid Bracht (Bassen /
W 50) lief als Fünfte in 13:48,32 Minuten persönliche Bestzeit.
Die Werfer schlugen sich gut: Die Verdenerin Silke Meier (W 35) warf den Hammer als Dritte auf 26,72 Meter, der Oytener Sven Suhling (M 35) erreichte die gleiche Platzierung mit starken 47,38 m, ihm folgte als Vierter der Verdener
Cord Husmann mit 44,50 Metern. Marion Parchmann wurde mit dem Diskus mit 31,30 Metern Zweite der W 45, der Ver-
dener Dieter Watzlawik (M 70) mit 38,50 Metern Norddeutscher Meister - die Kugel stieß er als Dritter 10,72 m weit.
Der Verdener Wolfram Kowalzik (M 60) wurde mit der Kugel mit 11,96 m Fünfter, holte mit dem Speer mit 45,38 Metern
die Vizemeisterschaft.  ( ) = Ergänzungen des Autors

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 5. Juli 2002
Ulla Hornbostel in Topform: Gold und Silber für die Arminin
Norddeutsche Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren: Peiner holen insgesamt elfmal Edel-
metall
Die Erwartungen übertroffen haben die Peiner bei den Norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren in Stendal. Neun Starter brachten insgesamt dreimal Gold, viermal Silber und viermal Bronze mit nach Hause.
Den Grundstein für diese tolle Bilanz legte Adelheid Rosenberg (LG Edemissen/Peine), die ihren Titel im Kugelstoßen der W 65 verteidigte. Im zweiten Versuch gelangen der Jahnerin 9,28 m. Sohn Olaf Rosenberg (LG) steigerte seine Jahresbestleistung im Diskuswurf der M 30 auf 41,64 m - Lohn war Silber. Bronze gab es für seine Verbesserung der diesjährigen persönlichen Best-
leistung im Kugelstoßen auf 13,96 m.
Sein Trainingskamerad und Titelverteidiger Werner Weber (M 55) stieß die Kugel 13,19 m weit, war damit aber dem Deutschen
und Europameister Krone (SC Magdeburg) um knapp einen Meter unterlegen. Dennoch war er zufrieden. Der dritte LG-Starter,
Gerd Meise (M 60), holte wie im Vorjahr Bronze (41,83 m).
Noch erfolgreicher war Frank Weisgerber (Bülten). Er gewann die 1500 m der M 30 in 4:31,67 min und verzichtete daraufhin auf einen Start über die längere Distanz. Gleich zweimal Edelmetall holte Johann Steinert (Vöhrum, M 45): Am ersten Wettkampftag sicherte er sich über die 1500 m Rang drei (4:35,31 min), tags darauf sprang für ihn auf der 800m-Distanz Platz zwei heraus (2:14,07min).
In Topform war auch Ulla Hornbostel (W 40), die erneut zur erfolgreichsten Seniorensportlerin der Vöhrumer Arminen avancierte. Zunächst entschied sie die 800 m für sich (2:28,21 min), danach gab es für sie noch Silber über 400 m (65,79 sek).
Zufrieden sein durfte auch Vereinskollegin Elke Ostwald (W 40), wurde sie doch im Speerwurf Dritte (30,74 m) und mit dem Diskus
Vierte (21,89 m). Zudem erzielte sie im 100m-Endlauf mit 14,20 sek eine neue Kreisrekordzeit (6. Platz). Auf der langen Sprint-
strecke landete Ostwald ebenfalls auf Rang sechs (30,31 sek). Doris Künnemann (W 45) schaffte sowohl über die 100 m (15,25
sek), als auch im Weitsprung Platz fünf. Vierte wurde die Vöhrumerin über 200 m (33,11) und im Kugelstoßen (7,25).
Fazit: Die Peiner sind bestens gerüstet für die im Juli stattfindenden Deutschen Meisterschaften. (ww)

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 5. Juli 2002
Ursula Siewert läuft über 3000 Meter allen davon
Vier Titel und zahlreiche vordere Platzierungen für LG Kreis Verden
Verden. Die Norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren fanden kürzlich in Stendal statt. Am Samstag war es zunächst noch trocken, aber der kräftige Wind und die kühlen Temperaturen mit Regenschauern machte es den Athleten schwer, sich warm zu halten.
Nach Platz drei über 100 m in 14,26 sec. folgte für Marion Parchmann (TSV Verden) in der Altersklasse W 45 mit 4,61 m Platz zwei im Weitsprung. Bei wechselnden Winden von 2,5 m pro Sekunde Gegenwind bis 6,6 m pro Sekunde Rückenwind war es
nicht leicht, den Absprungbalken zu treffen. Direkt nach dem fünften Versuch ging sie an den Start zur 4 x 100 m-Staffel. Gemein-
sam mit Birgit Schwers (TSV Verden), Doris von Salzen und Bärbel Schmidt (beide TV Oyten) konnte in der Zeit von 56,69 sec die
Norddeutsche Meisterschaft errungen werden.
Doris von Salzen, W40, (TV Oyten) qualifizierte sich mit persönlicher Bestleistung in 14,34 sec für den Endlauf über 100 m und belegte hier in der Zeit von 14,61 sec den achten Platz. Dieter Watzlawik (TSV Verden) konnte seine gute Form bestätigen und wurde mit guten 38,50 m Norddeutscher Meister der Altersklasse M 70. Das Kugelstoßen am Sonntag schloss er mit Platz drei und einer Weite von 10,72 m ab. Wolfram Kowalzik (TSV Verden) belegte in der Altersklasse M 60 im Kugelstoßen mit 11,96 m den fünften Platz, 45,38 m im Speerwerfen bedeuteten die Norddeutsche Vizemeisterschaft.
Rüdiger Ulrich (TSV Verden) und Dieter Rippe, beide Altersklasse M 50. (Magelsen) gingen bei strömendem Regen an den Start zum 800-m-Lauf, 2:23,62 min beziehungsweise 2:27,73 min bedeuteten am Ende die Plätze drei und vier. Nur zwei Stunden später und unter den Augen der ehemaligen Handballnationalspielerin Christine Lindemann belegte Dieter Rippe in persönlicher Bestzeit von 63,90 sec den siebten Platz.
Der zweite Tag begann gut, sieht man vom Wetter einmal ab. Helke Schunk, W 65, (TSV Verden) gewann an ihrem Geburtstag
den Lauf über 100 m in 17,20 sec. Ein Blumenstrauß vom ausrichtenden Leichtathletik Verband anlässlich der Siegerehrung rundeten den Morgen ab. Danach war wieder Marion Parchmann beim Diskuswerfen im Einsatz. Bei strömendem Regen gelangen ihr 31,30 m und damit belegte sie einen hervorragenden zweiten Platz, die vierte Medaille dokumentiert ihre Vielseitigkeit.
Während im Fernsehen das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft übertragen wurde, belegte Bernd Kunze, Alterklasse M 40, (TSV 0yten) im 200-m-Lauf in 26,01 sec den fünften Platz. Nach kurzer Pause lief er die 400 m in 57,08 sec und erreichte damit den zweiten Platz.
Ursula Siewert, Altersklasse W 45, (TSV Bassen) lief mit 11:54,08 min ein gutes Rennen und wurde Norddeutsche Meisterin über
die 3000 m, 11:57,24 min bedeuteten in der Altersklasse W 35 für Birgit Kunze vom TV Oyten den dritten Platz. Persönliche Best-
zeit lief Sigrid Bracht (TV Oyten) in der Altersklasse W 50, 13:48,32 min wurde beim Zieleinlauf mit dem fünften Platz belohnt.
Wie so oft mussten die Hammerwerfer fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit ihren Wettkampf absolvieren. Während Silke Meier am Morgen um 9 Uhr mit der Weite von 26,72 m den dritten Platz belegte, mussten sich die Herren bis zum späten Nachmittag gedulden. Starke 47,38 m für Sven Suhling (TV Oyten) brachten den dritten Platz in der Altersklasse M 35, Cord Husmann (TSV Verden) in der gleichen Altersklasse startend, belegte mit einer Weite von 44,50 m den vierten Platz.

Presseinformation vom 5. Juli 2002 (Von Joachim Hickisch)
Meike Lürßen mit Landesrekord auf Platz neun
Mönchengladbach. Mit guten Leistungen und Platzierungen kehrten die Kreisaktiven von den Deutschen Jugend-Meisterschaften
zurück. Absolute Spitzenleistung dabei die 43,68 Meter der B-Jugendlichen Meike Lürßen (LAV Zeven) im Speerwurf.
Hochklassige Leistungen und starke Teilnehmerfelder prägten die diesjährigen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach. Zumindestens an diesem Wochenende war wenig von Leichtathletikmüdigkeit und Krisenstimmung zu bemerken. Topfit vorbereitet startete die Gnarrenburgerin Meike Lürßen (LAV Zeven) als frischgebackene Landesmeisterin in den Speerwurfwettbewerb mit 19 Teilnehmerinnen. Gleich im zweiten Versuch warf die 17-jährige den Speer auf 43,68 Meter. Diese persönliche Bestleistung war zugleich neuer Landesrekord für die weibliche Jugend B in Niedersachsen. Am Ende verfehlte sie als Neunte nur knapp das Finale,
aber aufgrund der diesjährigen Leistungssteigerung ( mehr als 6 Meter im Vorjahresvergleich) darf Meike unwidersprochen als neue Speerwurfhoffnung bezeichnet werden.
Die unangefochtene Nummer 1 im Diskuswurf der weiblichen Jugend A in Niedersachsens ist in diesem Jahr die 18-jährige Catharina Mangels vom TuS Alfstedt. Aber in Mönchengladbach war einmal mehr das schwache Nervenkostüm das Manko der in Zeven trainierenden Athletin. Mit 39,88 Metern, 3 Meter unter ihrer diesjährigen Bestleistung reichte es für sie nur zu Platz 11.
Großes Pech dagegen für Timm Müller (18, Jugend A), der beim Pfingstsportfest in Zeven mit 49,32 Sekunden einen neuen Kreis-
rekord über die 400 Meterdistanz im Männerbereich aufgestellt hatte. Ausgestattet mit den Qualifikationsnormen über 100, 200
und 400 Meter musste er kurzfristig wegen einer Oberschenkelverletzung seine Starts in Mönchengladbach absagen.

WALSRODER ZEITUNG vom 6. Juli 2002
Der große Wurf: Kossel und Reinhardt Norddeutsche Meister
LG Fallingbostel-Senioren in Stendal Spitze
Stendal. Bei den Norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften in den Einzeldisziplinen am Wochenende in Stendal hatten Eugen
Reinhardt (TVJ Walsrode), Hartmut Kossel (TSV Dorfmark), sowie die Fallingbosteler Dieter Lange und Harald Dexheimer nicht nur
gegen eine hochkarätige Konkurrenz sondern auch gegen die sehr wechselhaften Wetterverhältnisse, vor allem mit den kalten, oft sehr böigen Wind zu kämpfen. In Stendal waren Teilnehmer/innen aus 69 Vereinen aus acht Bundesländern am Start.
In der Altersklasse M 60 bewies Eugen Reinhardt wieder einmal, dass auch ein “alter Hase" nicht nur in eingefahrenen Bahnen läuft. Er hatte Anfang der Saison seine Kugelstoßtechnik umgestellt und beherrscht die neue Technik mittlerweile so gut, dass er mit Jahresbestleistung glänzte. Seine 5 kg Kugel landete bei 13,78 m, damit wurde er mit über einem halben Meter Vorsprung Norddeutscher Meister. Auch im Diskuswurf (1 kg Diskus) konnten sich seine 46,76 m sehen lassen, die ihm den dritten Platz einbrachten.
Hartmut Kossel, ebenfalls M 60, war im Speerwurf wieder einmal nicht zu besiegen. Sein 600 g schwerer Speer landete bei 48,56 m, der zweitbesten Weite dieses Jahres. Mit dieser Weite gewann er trotz Regen diese Disziplin überlegen und konnte den Meistertitel mit nach Hause nehmen. Ein volles Programm hatte Dieter Lange, Altersklasse M 65: Im Hochsprung wurde er mit übersprungenen 1,31 m Dritter, mit 4,13 m im Weitsprung erreichte er den vierten Platz. Die 100 m lief Lange in 15,73 s, Rang 5. Diesen Platz erzielte er ebenfalls im Speerwurf mit 31,10 m.
Zwei vierte Plätze kann auch der “Youngster" Harald Dexheimer, Altersklasse M 55, vorweisen: Mit 4,77 m im Weitsprung, seinem
bisher weitesten Satz, sowie über 100 m in 14,30 Sekunden.

ZEVENER ZEITUNG vom 6. Juli 2002
Meike Lürßen mit neuem Landesrekord
Zevener Speerwerferin bei Deutscher Jugendmeisterschaft mit 43,68 m
Von Hans-Hermann Neblung
Mönchengladbach/Zeven. Am vergangenen Wochenende fanden im Grenzlandstadion in Mönchengladbach die Deutschen Meisterschaften der B- und A- Jugendlichen statt. Durch die verletzungsbedingte Absage von Timm Müller ruhten nun alle Hoff-
nungen der LAV Zeven auf Meike Lürßen, die im Speerwurf bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft antrat.
Sehr nervös machte sich Meike am Donnerstag in Begleitung ihres Trainers Hans-Hermann Neblung auf den Weg nach Mönchen-
gladbach. Die Atmosphäre einer Deutschen Meisterschaft, die Meike im vergangenen Jahr noch als Zuschauerin spürte, ist als aktive Teilnehmerin noch beeindruckender. Aber Meike überzeugte sowohl durch ihre Leistung als auch durch die Souveränität, mit der sie ihre erste nationale Meisterschaft anging.
Am Freitag um 17 Uhr stand ihr Wettbewerb, der Speerwurf der 16- und 17-Jährigen, auf dem Zeitplan. Körperlich und mental gut vorbereitet, konnte Meike ihre Nervosität beim Start zwar nicht ganz verbergen, doch führte ihre Anspannung und ihre ungemein gute Konzentration zu dem überaus erfolgreichen Resultat.
Gleich in ihrem ersten Wurf landete der Speer mit 40,59m jenseits der 40-m-Linie, womit sie bewies, dass sie im Feld der 16 Speerwerferinnen gut mithalten kann. Der zweite Durchgang zeigte, dass sich Meike unter Wettkampfbedingungen zu steigern vermag. Mit 43,68 m verfehlte sie den Endkampf der besten Acht zwar ganz knapp, doch verbesserte sie mit dieser Weite den seit 1999 bestehenden Niedersächsischen Landesrekord um 5 cm. Mit Platz 9 konnte Meike mehr als zufrieden sein.
Vielleicht wirkte auch motivierend, dass zu ihrem Wettkampf fünf Trainingspartner überraschend nach Mönchengladbach gereist waren, um bei ihren Speerwürfen dabei zu sein. Zusammen mit Timm Müller feuerten sie Meike an und freuten sich mit ihr über
den Erfolg. Das zeigt, dass der Kontakt und die Stimmung innerhalb der Trainingsgruppe sehr gut sind, was eine Grundlage für immer wiederkehrende gute Leistungen der Aktiven bildet. Nachzutragen bleibt, dass den Wettbewerb die Berlinerin Franziska Krebs mit 53,44 m gewann vor Susann Wünsche vom Dresdner SC ( 51,19m) und Vivian Zimmer vom SC Magdeburg, deren Speer bei 48,68 m landete.
Am Sonntag stand der Wettbewerb im Diskuswerfen für die weibliche Jugend A an. Vom TuS Alfstedt war Catharina Mangels am Start, die in Zeven trainiert und in Mönchengladbach von Hans-Hermann Neblung betreut wurde. Mit 39,88m belegte sie am Ende unter 15 Werferinnen Platz 11 und war ein bisschen enttäuscht, hatte sie doch gehofft in den Endkampf zu kommen.

SALZGITTER ZEITUNG vom 11. Juli 2002
MTV-Senioren sammelten vier Medaillen
Salzgitter. Mit zwei Titeln und zwei weiteren Medaillenplätzen kehrte ein salzgittersches Trio von den norddeutschen Meister-
schaften der Leichtathletik-Senioren in Stendal zurück. Zwei davon, Heinz Deutsch und Dieter Krüger, schafften zugleich die Quali-
fikation für die deutschen Meisterschaften am 26. bis 28. Juli in Weinstadt.
Heinz Deutsch (MTV Salzgitter) wurde beim ersten Start in der Altersklasse M70 im Kugelstoßen mit 12,37 Metern norddeutscher
Meister. Im Diskuswurf belegte er mit 35,11 Metern den Bronzeplatz.
Johannes Kleiner (MTV Salzgitter) startete erstmals bei einer Meisterschaft. Er siegte in der Klasse M40 mit 11,90 Metern im Kugelstoßen. Vizemeister im Hochsprung wurde Dieter Krüger (MTV Salzgitter) mit übersprungenen 1,45 Metern.
Die Leistungen aller Aktiven verdienen besondere Anerkennung, weil Kälte, Sturm und Regen die Titelkämpfe begleiteten. (fr)

WOLFSBURGER NACHRICHTEN vom 12. Juli 2002
Triple: Schrader dreifacher norddeutscher Meister
Abbesbütteler siegte in den Sprints
Weiter in der Erfolgsspur: Trotz der teilweise sehr schwierigen Windverhältnisse holte Horst Schrader vom SV Abbesbüttel bei den norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren in Stendal alle drei Titel über die Sprintstrecken.
Bei böigem Wind gewann er überlegen den Titel über die 200 Meter in der M 65 mit der Klassezeit von 27,38 Sekunden vor Hans-
Jürgen Runge vom ESV Lok Potsdam, der für die Strecke 28,91 Sekunden benötigte. Dritter wurde Dr. Horst Hufnagel von der LG Alsternord.
Knapp zwei Stunden später stellte sich Schrader der Herausforderung über die 400 Meter. Und auch hier holte er den Meistertitel
in der guten Zeit von 64,06 Sekunden. Zweiter wurde Karl Scheide von Eintracht Hildesheim (65,62), den dritten Platz belegte Dr. Horst Hufnagel in 66,82 Sekunden, der im vorigen Jahr noch Mitglied der deutschen Weltmeisterschafts-Staffel über 4 x 400 Meter
war. Gegenüber den Bezirksmeisterschaften im Mai hat sich Horst Schrader damit über die 400-Meter-Strecke um 3,08 Sekunden
verbessert.
Doch genug hatte der Abbesbütteler damit noch lange nicht und machte über die 100 Meter das Triple perfekt. Schrader siegte in 13,32 Sekunden, Zweiter wurde wiederum Hans-Jürgen Runge (13,64). Eigentlich hatte Horst Schrader sich vorgenommen, die
100-Meter-Zeit von den Landesmeisterschaften zu toppen. Dort war er 13,18 Sekunden gelaufen.
Nun bleibt ihm aber immer noch die Möglichkeit, bei den deutschen Meisterschaften in Weinstadt am 27. Juli diese Leistung zu verbessern. Bei den nationalen Titelkämpfen wird Horst Schrader jedoch nur über 100 und 200 Meter an den Start gehen. Der Zeit-
plan lässt die Teilnahme über die 400 Meter wegen der schnellen Wettkampffolge nicht zu - Pech für den schnellen Abbesbütteler
Senior.

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