DM Senioren I in Kevelaer vom 12. - 14. Juli 2002
DM Mehr- und Blockwettkampf in Illertissen vom 13. - 14. Juli 2002

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Presseinformation vom 11. Juli 2002 (Von Markus Steinbrück)
Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften in Illertissen und Kevelaer
Heiße Kreiseisen im nationalen Fegefeuer
Winsen. Bei zwei nationalen Titelkämpfen sind an diesem Wochenende die Leichtathleten aus dem Winsener Kreisgebiet im Ein-
satz. Während in Illertissen (Bayern) die Schülerklassen A ihre Deutschen Mehrkampf-Meister ermitteln, tun dies die bis zu 49 Jahre alte Seniorinnen und Senioren in den Einzelwettbewerben in Kevelaer (Nordrhein-Westfalen).
Paul Dittmer vom MTV Hanstedt, im Vorjahr immerhin schon Achter im Block Sprint/Sprung, strebt nun als 15-Jähriger nach einer noch besseren Platzierung. Der Landesmeister steht mit seinen 2985 Punkten auf Rang 5 der Meldelisten. Ebenfalls amtierender Landesmeister ist Sören Ludolph (M14/LG Nordheide), der im Block Lauf von seinem 13. Platz aus in Richtung einer einstelligen
Platzierung schielen darf.
Bei den Seniorinnen ist Brigitte Heidrich (TSV Stelle) eine heiße Favoritin auf den 400-Meter-Titel in der W 40. Über 200 Meter
steht die schnelle Mutter auf Rang 3. Mit Medaillen darf auch die gleichfalls 41-jährige Miriam Machill vom TSV Hittfeld bei ihren Starts im 100-Meter-Sprint und im Weitsprung liebäugeln.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 12. Juli 2002
Fünf Ostfriesen dabei
Leichtathleten suchen ihre Meister
Illertissen/Kevelaer (kj). Fünf ostfriesische Leichtathleten aus fünf Vereinen starten an diesem Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften der Schülerinnen und Schüler A im Blockwettkampf sowie der Senioren in den Einzelwettbewerben.
Die Mehrkämpfe der Schülerinnen und Schüler werden in Illertissen bei München ausgetragen. Tineke Rozema vom TuS Hinte
stellt sich der Konkurrenz im Blockwettkampf Lauf (100m, 80m Hürden, Weit, Ball, 2000m) in der Altersklasse W 15. Nach dem
Gewinn der Bronzemedaille bei den Landesmeisterschaften will sie erneut mit einem guten Wettkampf überzeugen. Antje Schmidt
von Germania Leer ist ebenfalls in diesem Wettbewerb dabei. Fortuna Wirdum ist mit Anna Barkhoff (W 15) vertreten. Sie startet
im Block Wurf (100m, 80m Hürden, Weit, Kugel, Diskus).
Die Senioren-Meisterschaften sind im Hülspark-Stadion in Kevelaer. Jörg Valentin (M 40) vom TV Norden geht über 5000 Meter ins
Rennen. Er konnte bereits vor zwei Wochen überlegen den Titel bei den norddeutschen Titelkämpfen gewinnen und rechnet sich erneut gute Chancen aus. Thomas Dresp hat im Diskuswurf seine Meldung abgegeben. Der Athlet vom MTV Aurich startet eben-
falls in der Altersklasse M 40 .

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 12. Juli 2002
Zwei mit Ambitionen
Fruth und Rösler bei Deutschen Meisterschaften der Senioren
Mit viel Selbstvertrauen fahren Wolfenbüttels Vorzeige-Leichtathleten zu den Deutschen Senioren-Meisterschaften. Frauke Fruth und Olaf Rösler machen sich Hoffnungen auf vordere Plätze. Beide lieferten in dieser Saison bereits überzeugende Leistungen ab. Kugelstoßer Rösler gewann die Landesmeisterschaften in seiner Altersklasse. In der offenen Wertung der Männer glänzte er mit einem zweiten Platz. Dabei blieb der MTVer bei den Titelkämpfen sogar noch hinter seinen Bestleitungen zurück. In Salzgitter stieß er bereits mehr als 16 Meter. Bei den Titelkämpfen musste er sich mit Weiten zufrieden geben, bei denen eine 15 vor dem Komma stand.
Das entspricht durchaus seinen Möglichkeiten. "Olaf hat sich als konstanter 15-Meter-Stoßer etabliert", sagt sein Trainer Holger Bickmeier. Mit einer Weite von 15,50 Metern könne er daher auch in Kevelaer zufrieden sein. Das sollte immerhin für die Teilnahme
am Endkampf reichen. Ganz im Vorderfeld könnte er sich damit jedoch nicht platzieren. "Da sind schon einige Kracher dabei", weiß Bickmeier. Das bremst Röslers Ambitionen allerdings kaum. Wenn alles optimal läuft, will der Wolfenbütteler Vierter werden: "Ich stehe mit der viert- oder fünftbesten Weite in der Meldeliste."
Für Fruth dürfte es sogar noch etwas mehr sein. Sie setzt vor allem auf ihre Fähigkeiten im Dreisprung. "Wenn das Training fruchtet, wie erwartet, ist außer Platz eins alles drin." Einen Sieg schließt Fruth allerdings aus. Die Altersklasse W 30 wird souve-
rän von Annett Jokiel beherrscht, die mehr als zwölf Meter weit springt. Fruth ist mit einer Bestleistung von 10,85 Metern gemeldet.
Beim Weitsprung-Wettbewerb tritt Fruth mit dem Titel der Norddeutschen Meisterin an. Dennoch hegt sie keine Hoffnungen auf einen Platz auf dem Treppchen. 5,10 Meter gelangen ihr in dieser Saison. Bei den nationalen Titelkämpfen sei damit bestenfalls
der vierte Rang möglich, schätzt sie. Wenn es schlecht laufe, müsse sie auch mit Platz zehn zufrieden sein.
Für Fruth wird der Samstag ein langer Tag. Der Weitsprung beginnt um 9.30 Uhr. Der Dreisprung steht erst um 16 Uhr auf dem Programm. Um zwischenzeitlich ihren Körper wach zu halten, startet die Wolfenbüttelerin zudem noch beim 100-Meterlauf. Dabei kann sie laut eigener Einschätzung allerdings "keinen Blumentopf gewinnen." (kr)

Presseinformation vom 12. Juli 2002 (Von Hans-Hinrich Kahrs)
Alfstedter Leichathletinnen bei den Deutschen Meisterschaften
An diesem Wochenende finden in Illertissen bei Ulm die Deutschen Schülermeisterschaften im Blockwettkampf statt. Mit Anne
Kathrin Kahrs und Thessa Frey (Ebersdorf) vom TuS Alfstedt konnten sich nur zwei Athletinnen aus dem Kreis Rotenburg qualifi-
zieren.
Anne Kahrs, die im Vorjahr Sechste im Block Lauf W 14 (100m, 80m Hürden, Weit, Ball, 2000m) bei den "Deutschen" geworden
war, hat in der Altersklasse W 15 mit einer Meldeleistung von 2509 Punkten im Feld der 41 gemeldeten Starterinnen noch 24 Mäd-
chen mit einer besseren Meldeleistung vor sich. Ein erhebliche Leistungssteigerung ist also erforderlich, um an den Vorjahreserfolg
anknüpfen zu können. Die Favoritin ist die Vorjahresmeisterin Franziska Ende vom Team Erfurt mit einer Qualifikationsleistung von
2832 Punkten.
Thessa Frey nimmt erstmals an den Deutschen Meisterschaften teil. Im Blockwettkampf Wurf (100m, Weit, 80m Hürden, Kugel,
Diskus) der Altersklasse W 14 liegt sie mit einer Qualifikationsleistung von 2410 Punkten an neunzehnter Stelle unter 53 gemelde-
ten Starterinnen. Zu den Favoritinnen in diesem Wettkampf zählt Anna Klimek von der LG Kreis Nord Stade, die mit 2600 Punkten
die zweitbeste Qualifikationsleistung erzielt hat. Am Sonntag zählen jedoch diese Punkte nichts, jede einzelne Disziplin in diesem
Fünfkampf muss erst absolviert sein, bevor die Lorbeeren danach verteilt werden.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 15. Juli 2002
Jörg Valentin holt DM-Titel über 10 000 Meter
Gegner bricht zusammen
Kevelaer (up). Jörg Valentin vom TV Norden hat bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren in Kevelaer den Titel über 10 000 Meter in der Altersklasse M 40 erkämpft. Es war sein erster DM-Sieg in dieser Altersklasse, nachdem er in der
M 35 in den Vorjahren bereits zwei Mal erfolgreich war.
“Es war ein hartes Rennen”, gestand Valentin nach dem dramatischen Finish. Bei 27 Grad hatten die Teilnehmer mit extremer Schwüle zu kämpfen. 1200 Meter vor dem Ziel setzte sich Valentin mit Manuel Fernandez (Düsseldorf) und Titelfavorit Jürgen Theofel (Wallau) ab. Das Trio wechselte sich in der Führungsarbeit ab und holte einen großen Vorsprung heraus.
Einige hundert Meter vor dem Ende fiel auch Theofel dann zurück - Valentin und Fernandez lieferten sich einen packenden Zwei-
kampf. Als der gebürtige Spanier im Dress der LG Düsseldorf sich 120 Meter vor dem Ziel absetzte, schien die Entscheidung ge-
fallen zu sein. Doch Fernandez hatte sich und seinen Körper überschätzt: 20 Meter vor der Ziellinie brach er zusammen. “Er war
völlig übersäuert”, meinte Valentin, der sich die Kräfte besser eingeteilt hatte, am Boden liegenden Spanier vorbeizog und in 32:18,31 Minuten noch den Titel sicherte. Fernandez kam wieder auf die Beine, schleppte sich ins Ziel und schaffte noch die
Silbermedaille vor Theofel, der noch einmal aufgeholt hatte.
Für den letzten Kilometer hatten Valentin und Fernandez etwa 3:28 Minuten gebraucht - “eine unglaubliche Zeit für 40-Jährige”,
fand Valentin, der übrigens schneller war als der Titelträger in der stärken eigeschätzten Altersklasse M35, Torsten Naue von der
LG Bremen-Nord.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 15. Juli 2002
Rozema holt 2533 Punkte
Beste Ostfriesin bei Blockwettkampf-DM
Illertissen (cze). Tineke Rozema (TuS Hinte) belegte bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der A-Schüler im Block-
wettkampf Lauf mit 2533 Punkten Platz 21. Damit war sie in Illertissen beste Ostfriesin.
Rozema zeigte in der Altersklasse W 15 einen ansprechenden Wettkampf und steigerte sich beim Ballwerfen mit einer Weite von 40 m deutlich. Auch 13,15 Sekunden über 100 m konnten sich sehen lassen. Die 80 m Hürden sprintete sie in 12,43 s, die 2000m
bewältigte sie in 8:05,54 Minuten und im Weitsprung landete sie bei 4,71 m. Bei Antje Schmidt von Germania Leer lief es nicht so gut. Sie kam auf 2356 Zähler und Rang 38. Nach vielsprechenden 12,95 s über 80 m Hürden und 44,50 m beim Ballwerfen war ihr erster Weitsprung-Versuch ungültig. Schließlich musste sie sich mit einer Weite von 4,27 m begnügen. Schmidt lief außerdem die
100 m in 14,31 s und die 2000 m in 8:49,91 Minuten.
Anna Barkhoff von Fortuna Wirdum kam im Blockwettkampf Wurf mit 2450 Punkten auf Rang 24. Ihre Leistungen: 100 m und 80 m
Hürden jeweils in 13,55 s, 4,39 m im Weitsprung, 10,74 m mit der Kugel und 26,00 m mit dem Diskus.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 15. Juli 2002
Eigene Vorgaben bestens erfüllt
Deutsche Senioren-Meisterschaften Leichtathletik: Frauke Fruth holte Bronze
Gäbe es einen Preis für die realistischste Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, Frauke Fruth und Olaf Rösler hätten ihn
am Wochenende wohl gewonnen. Die beiden Leichtathleten des MTV Wolfenbüttel sprangen und stießen bei ihrem Saisonhöhe-
punkt, den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Kevelaer, die Weiten, für die sie trainiert hatten und landeten genau auf den Plätzen, die für sie maximal möglich schienen.
Fruth holte Bronze im Dreisprung und wurde Vierte im Weitsprung, Rösler belegte im Kugelstoßen ebenfalls Rang vier. Auch der Abbruch beziehungsweise die Verlegung der Wettkämpfe wegen Regens konnte die beiden Wolfenbütteler nicht von ihrer Linie ab-
bringen. "Wir haben bei den Platzierungen das Maximale rausgeholt", freute sich Trainer Holger Bickmeier, der das Duo gemein-
sam mit Christian Bleschke betreute.
Im Weitsprung am Samstagmorgen konnte Frauke Fruth die Fünfmeter-Marke zwar erneut nicht knacken, mit ihrem 4,95m war sie jedoch auch zufrieden, weil sie sich im Training zuletzt auf den Dreisprung konzentriert hatte. All ihre Sprünge setzte sie knapp an die fünf Meter heran, so dass sich die Serie sehen lassen konnte. 5,06m wären für die Bronzemedaille nötig gewesen - zu viel für die Wolfenbüttelerin mit ihren momentanen Trainingsschwerpunkten. Im Dreisprung ließ sich die 35-Jährige von ihrem ersten un-
gültigen Versuch nicht aus der Ruhe bringen und sprang im zweiten jene 10,34m, die ihr schließlich die Medaille einbrachten.
Nach 10,26 m im dritten Durchgang wurde der Wettkampf wegen eines Wolkenbruchs und überschwemmter Anlaufbahn abge-
brochen. Der Endkampf mit drei weiteren Versuchen sollte auf Sonntag verschoben werden, wurde dann aber gestrichen. "Schade,
dass es nicht weiterging, ich hätte mich bestimmt noch verbessern können", meinte Fruth leicht enttäuscht, war aber mit dem zweiten Teil der Entscheidung zufrieden: "Heute fühlte ich mich kaputt, da hätte ich nicht nochmal antreten wollen."
Zwischendurch war sie am Samstag, um warm zu bleiben, noch über 100 Meter gestartet. 13,68 sek bedeuteten eine neue per-
sönliche Jahresbestleistung und Platz 14.
Olaf Rösler hatte sich am Samstag vergeblich aufgewärmt. Das Kugelstoßen wurde wegen des Regens auf Sonntag verlegt. "Ich
hatte mich gut gefühlt, vielleicht wäre ich Samstag noch weiter gekommen", spekulierte der 31-Jährige. Mit seinen 15,56 m war er
allerdings auch einverstanden, immerhin war es die zweitbeste Weite hinter seinem Ausnahmestoß von 16,08 m, und sie gelang ihm zweimal. "Das beim Saisonhöhepunkt zu schaffen, ist schon positiv." Während in anderen Altersklassen mancher starke-
Athlet nicht bis zum Sonntag warten wollte und abreiste, waren in der Gruppe des MTVers die zehn besten deutschen Kugel-
stoßer am Start. Für Bronze hätte er 16,10 m gebraucht: "Unrealistisch, dass ich das gepackt hätte."
Während Rösler nun erstmal die Beine hochlegt und die schmerzenden Knochen schont, schließt Fruth ihre Saison erst im
August ab. Sie will bei der Senioren-Europameisterschaft in Potsdam starten. (UB)

WESER KURIER vom 15. Juli 2002
DM-Vize mit Landesrekorden
Julian Geißhirt überzeugte bei Blockmehrkampf-Meisterschaften
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Illertissen. Wenn ein Sportler bei einem Mehrkampf gleich vier persönliche Bestleistungen aufstellt und nebenbei noch zwei Landesrekorde bricht, muss ja etwas dabei heraus kommen: Der Bremer Leichtathlet Julian Geißhirt (BLT/Komet) ist gestern als deutscher Vizemeister der M 15 von den Blockmehrkampf-Meisterschaften in Illertissen zurückgekehrt.
"Der Wettkampf ist nahezu optimal gelaufen”, freute sich Trainer Jens Ellrott nach den Titelkämpfen. Dass sein Schützling die Leistungen für eine gute Platzierung drauf hat, war eigentlich schon vorher klar. Sein Coach hatte eine Platzierung unter den Top sechs und damit mindestens die Wiederholung des Vorjahresranges angepeilt. Geißhirt war beim nationalen Vergleich im vergang-
enen Jahr Sechster geworden. Ob Geißhirt aber die angepeilte Leistung in seiner neuen Altersklasse schon bei der deutschen Meisterschaft würde abrufen können, schien fraglich.
Aber der Bremer startete gut: Die erste Disziplin im Blockmehrkampf, den Ballwurf, absolvierte er in neuer persönlicher Bestleist-
ung von 64,50 Meter. Uber die 80 Meter Hürden setzte der Schüler ebenfalls eine neue Bestmarke, als er in 11,36 Sekunden ins Ziel kam.
Nachdem Geißhirt dann allerdings beim Weitsprung zwei nur sehr mäßige Versuche vorzuweisen hatte, drohte er im Wettbewerb weit zurückzufallen. Doch der Bremer nahm noch einmal alle Kraft zusammen und mit einem beherzten dritten Sprung, der auf
5,92 Meter hinaus ging, mischte er weiter in der Spitzengruppe mit.
Ein wenig überraschend steigerte sich Geißhirt - eigentlich ein Freund der Mittelstrecke - auch über die 100 Meter. Seine Zeit von 11,69 Sekunden bedeutete nicht nur persönliche Bestleistung, sondern auch einen neuen Landesrekord. In 6:40,88 Minuten über die 2000 Meter lief er schließlich ganze 15 Punkte hinter dem deutschen Meister ein - seine 2830 Punkte sicherten Julian Geißhirt einen weiteren Bremer Landesrekord.

STADER TAGEBLATT vom 15. Juli 2002
Klimek deutsche Vizemeisterin
Illertissen/Kreis Stade (uhp). Bei den Deutschen Leichtathletik-Mehrkampfmeisterschaften der Schüler in Illertissen wurde Anna Klimek, LG Kreis Nord-Stade (MTV Hammah, MTV Himmelpforten, TuS Oldendorf) Deutsche Vizemeisterin im "Block Wurf”. Anna
startete in der Klasse W14.
Romina Quell vom TSV Wiepenkathen ging in der Altersklasse W15 in den Siebenkampf. Sie zeigte hervorragende Leistungen und
belegte einen ausgezeichneten achten Platz.
Sascha Cordes, ebenfalls vom TSV Wiepenkathen (Altersklasse M15) war bei Redaktionsschluss noch nicht durch mit seinem Achtkampf. Toll aber sein Ergebnis im Speerwurf. Ganze 55 Meter weit konnte er das Gerät werfen.
Katharina Alack vom VfL Stade erreichte eine Platzierung im Mittelfeld.
Mehr über die Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf der Schüler lesen Sie
Dienstag im TAGEBLATT.

Presseinformation vom 15. Juli 2002 (Von Markus Steinbrück)
Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren I in Kevelaer
Deutscher Meistertitel für Brigitte Heidrich
Stelle/Hittfeld. Dekoriert mit jeweils einer Gold-, Silber- und Bronzemedaille kehrten die Leichtathletik-Seniorinnen aus dem Winsener Kreisgebiet jetzt von den Deutschen Meisterschaften in den Einzeldisziplinen zurück. In Kevelaer am Niederrhein er-
mittelten die 30- bis 49-jährigen Läufer, Werfer und Springer ihre nationalen Titelträger.
Auf dem Weg zu den Senioren-Europameisterschaften, die vom 15. bis 25. August in Potsdam stattfinden, stellte Brigitte Heidrich vom TSV Stelle eine erneute Formsteigerung unter Beweis. Über 400 Meter der Seniorinnen W 40 wurde sie ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht, erzielte trotz verhaltener Anfangsphase mit 58,68 sec eine neue Saisonbestzeit. Weder Vorjahresmeisterin Martina
Kröner (60,56 sec/LG Hohenlohe) noch ihre langjährige Konkurrentin Irena Gazda-Sagolla (60,78 sec/LG Remsfeld/Wabern) konnten die zweifache Mutter dabei von der Spitze verdrängen.
Im Ziel hatte Heidrich einen deutlichen Vorsprung von rund 15 Metern. "Sie muss einfach schneller angehen", sah Trainer Ekhard
Küster im Hinblick auf die Europameisterschaften noch Steigerungsmöglichkeiten.
Auf der halben Stadionrunde hatte die mehrfache Deutsche Seniorenmeisterin tags darauf dann das Glück auf ihrer Seite.
Mit einem Vorsprung von nur einer Hundertstelsekunde gewann die 41-Jährige in 26,47 sec den Vizetitel. Nicht vom Thron zu stoßen war hier Ulrike Görling (TG Worms), für die die Uhren nach 25,98 sec stehen blieben.
Im gleichen Wettbewerb, den 200 Metern der W 40, landete Miriam Machill vom TSV Hittfeld auf dem 5. Platz. Die von ihr erzielten
27,11 sec stellten zwar keine Saisonbestzeit dar, die Grundschullehrerin war mit ihrem Abschneiden aber dennoch zufrieden.
Die dritte Landkreis-Medaille von Kevelaer befand sich nämlich in der Sporttasche von Miriam Machill und entsprang dem Weit-
sprungwettbewerb. Hier kam die 41-Jährige Hittfelderin auf exakt 5,00 Meter und behauptete sich mit einer Differenz von einem Zentimeter vor Annegret Nanz (LG Büdelsdorf) auf dem Bronzerang.
In dieser Saison bestritt Machill aufgrund anhaltender Probleme im Absprungbein nur wenige Weitsprungkonkurrenzen. Umso er-
staunlicher ist jetzt diese Leistung.
Weitere Ergebnisse: Seniorinnen W 40: 100 Meter: 5. Miriam Machill 12,91 sec; Hochsprung: 7. Susanne Clausen (TSV Stelle) 1,43 m. Senioren M 40: 1500 Meter: 9. Detlef Peters (TSV Hittfeld) 4:18,27 min; Stabhochsprung: 5. Thomas Clausen (TSV Stelle)
3,60 m.

Bericht von den erfolgreichen Bremern bei der Senioren-DM Quelle: www.fittie.de
Von Marc Gogol
Voller Überraschungen steckten die Deutschen Seniorenmeisterschaften I in Kevelaer (Nordrhein) - vor allem aus Sicht der Bremer Teilnehmer. Weil am Sonnabendnachmittag ein Wolkenbruch über den Westen Deutschlands niederging und danach das Stadion unter Wasser stand, wurden viele Wettbewerbe auf den Sonntag verlegt, der dann zwei Medaillen für die Hansestädter brachte.
Allen voran Torsten Naue von der LG Bremen-Nord, der völlig überraschend Deutscher Meister über 10.000 Meter wurde (32:27,98 Min.). Ihm zugute kam natürlich, daß sein Lauf der M35 mit der M30 zusammengelegt wurde und er so mit einer dreiköpfigen Spitzengruppe der jüngeren Klasse mitgehen konnte. Seine Verfolger bissen sich an dem Tempo der vier Führenden förmlich die Zähne aus. Das Hochsprung-Duo der Nordbremer verzeichnete mit dem 7. Rang von Marc Gogol in der M30 (1,75 m) einen weiter-
en Treppchenplatz, der Silvia Janke in der W40 (1,28 m) als 12. verwehrt blieb.
D er TuS Huchting schickte gleich vier Athleten in die Wettkämpfe, von denen Jens Arkenau in der M35 am häufigsten jubeln durfte.
Bronze im Kugelstoßen (13,73 m) und Rang fünf im Diskuswurf (41,79 m), weitengleich mit dem Vierten, führten den Huchtinger aufs Treppchen. Nicole Arkenau holte sich ihre Urkunde mit dem vierten Platz über 100 Meter Hürden der W35 (18,10 Sek.), und
über 100 Meter flach lief sie als Dritte in ihrem Vorlauf 13,42 Sekunden. Manfred Hiller bekam seine Siegerehrung schneller als gedacht - und eigentlich gar nicht. Über 400 Meter der M40 fiel der Endlauf wegen des Unwetters aus, und die Vorlaufzeiten
wurden gewertet. Der Huchtinger fand sich auf Platz vier (53,18 Sek.) wieder, seine Siegerehrung fiel allerdings buchstäblich ins Wasser. Nicht jedoch die für Rang sechs über 200 Meter (24,07 Sek.). Ilona Thomas kam in den Würfen den W40 im Kugelstoßen
(13./ 9,00 m) und Diskuswurf (10./26,84 m) nicht ganz an ihre gewohnten Weiten heran.
(16.7.)

DIEPHOLZER KREISBLATT vom 16. Juli 2002
Bestleistungen trotz Fußbruchs
Ann-Kristin Westermann und Ben Rehn starteten bei Deutschen Meisterschaften
Illertissen (kni) · Kaum wieder zu Hause, musste Ann-Kristin Westermann gleich zum Arzt. Die Diagnose: Ermüdungsbruch im
linken Fuß. Die 15-jährige Leichtathletin aus Syke war ziemlich überrascht, schließlich hatte sie am Wochenende bei den Deutschen Schüler-Mehrkampf-Meisterschaften in Illertissen noch eine persönliche Bestleistung nach der anderen aufgestellt - und
das trotz dieser Verletzung. "Klar, ich wusste, dass der Fuß nicht ganz in Ordnung ist. Es hat auch ganz schön weh getan. Aber mit einem Bruch habe ich nicht gerechnet", meinte die Siebenkämpferin.
Zwei Wochen muss Ann-Kristin Westermann mit dem Training aussetzen. Die Pause hat sie sich allerdings auch verdient. Mit ihren beiden Teamkolleginnen von der LG TK Hannover belegte die Sykerin in der Mannschaftswertung einen guten vierten Platz. Als Beste ihres Teams kam sie in der Einzelwertung auf Rang 18. Über 80 Meter Hürden (11,92 sek.), im Kugelstoßen (10,12 m), im Speerwerfen (33,70 m) und über 800 Meter (2:47,11 min.) erzielte sie jeweils persönliche Bestleistung. Mit den 1,40 m im Hoch-
sprung, den 13,21 sek. über 100 m und den 4,99 m im Weitsprung war die 15-Jährige auch zufrieden. Allerdings gab sie auch zu, dass durchaus eine bessere Einzelplatzierung möglich gewesen wäre, "doch im Hochsprung und über 800 Meter bin ich einfach noch nicht gut genug. Daran muss ich noch arbeiten." Aber bei aller Selbstkritik überwog die Zufriedenheit: "Vier persönliche Best-
leistungen - das ist natürlich spitze."
Nicht so zufrieden mit seinen Leistungen war Ben Rehn. Der 15-jährige Leichtathlet vom LC Hansa Stuhr belegte im Block "Wurf" den 23. Platz von 31 Startern. "Dafür, dass ich als Vorletzter gemeldet war, habe ich mich ganz ordentlich nach vorne gekämpft. Aber meine Einzelergebnisse waren nicht so toll", meinte der Schüler aus Dünsen bei Harpstedt. Dabei begann sein Wettkampf
mit einem Paukenschlag. Beim Diskuswerfen warf er mit 39,68 m fast drei Meter weiter als bislang. Mit den 12,31 sek. über die 80
Meter Hürden und den 5,30 m im Weitsprung war er schon nicht mehr so ganz zufrieden. Beim 100-Meter-Lauf unterlief ihm dann auch noch ein Fehlstart. Beim zweiten Start wollte er keine Disqualifikation riskieren und verlor zu Beginn viel Zeit, so dass am
Ende nur 12,53 sek. zu Buche standen. "Dann war die Luft raus", kommentierte Ben Rehn die für ihn enttäuschenden 13,06 m im Kugelstoßen.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 16. Juli 2002
Bronze für Hornbostel
Für eine Riesenüberraschung sorgte Ulla Hornbostel (W 40, Arminia Vöhrum) bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Kevelaer. Denn die 800-Meter-Distanz absolvierte sie in hervorragenden 2:22,25 Minuten und sicherte sich damit wie schon im Jahre 2000 hinter Vizeweltmeisterin Irena Gazda-Sagolla die Bronzemedaille.
Zugleich verbesserte die Vöhrumerin ihren diesjährigen persönlichen Rekord um fast vier Sekunden und knüpfte an ihre vor zwei Jahren - ebenfalls bei den Deutschen Meisterschaften - erzielte Bestleistung an. Aufgrund der enormen Steigerung in Kevelaer hat die erfolgreiche Mittelstrecklerin nun sogar den Sprung in die Top Ten der Senioren-Weltrangliste geschafft. Fazit: Nach diesem Rennen ergeben sich für Ulla Hornbostel sehr gute Chancen, bei den Europa-Meisterschaften im August in Potsdam den Finallauf zu erreichen.
Auch Johann Steinert gelang es, seine diesjährige Bestzeit über 800 m zu verbessern. In einem sehr leistungsstarken Feld der M
45 landete der Vöhrumer schließlich auf Platz 13 (2:11,29 min).
Zufrieden sein durfte auch die dritte Vöhrumer Starterin, Elke Ostwald (W 40). Sie kam im Speerwurf-Wettbewerb fast an ihre Jahresbestleistung heran und qualifizierte sich für das Finale der besten Acht. Dort zeigte sich die Seniorensportlerin ebenfalls in guter Verfassung und warf sich auf Rang sechs (30,15 m).
Die technischen Disziplinen wurden durch Gewitterschauer dermaßen stark beeinträchtigt, dass am zweiten Tag die Wettkämpfe sogar vorzeitig abgebrochen werden mussten.
In zwei Wochen finden in Weinstadt die Seniorenmeisterschaften II ab Klasse M/W50 statt. Hier werden drei Werfer der LG Ede-
missen/Peine starten. (ww)

STADER TAGEBLATT vom 16. Juli 2002
Eine Party für Anna Klimek
Zweiter Platz bei den Deutschen Meisterschaften - Romina Quell auf Platz acht
Kreis Stade (uhp). Heute knallen beim MTV Himmelpforten die Sektkorken. Die Macher des Clubs haben in Windeseile eine Party
auf die Beine gestellt. Grund ist die tolle Leistung von Anna Klimek bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Leicht-
athletik-Schüler in Illertissen (bei Ulm). Anna, die für die LG Kreis Nord-Stade (MTV Hammah, MTV Himmelpforten und TuS Olden-
dorf) gestartet ist, wurde mit 2683 Punkten Vizemeisterin bei den A-Schülerinnen (W14) im Block Wurf. Das muss gefeiert werden.
Fast wäre sogar noch mehr drin gewesen. Klimek war in drei Disziplinen die Beste. Beim Weitsprung, über die Hürden und im Sprint sprang und lief sie allen davon. Deutsche Meisterin wurde aber Nadine Dellhofen vom TSV Bayer Leverkusen (2739 Punkte). Durch eine herausragende Leistung im Diskuswurf sicherte sie sich den Titel.
Im Siebenkampf bei den A-Schülerinnen (W15) ging Romina Quell vom TSV Wiepenkathen mit großen Hoffnungen in den Wettbe-
werb. Sie erzielte durchweg gute Leistungen (3779 Punkte), doch die Konkurrenz war stark. Am Ende sprang ein achter Platz her-
aus. Auf Rang neun landete Katharina Alack vom VfL Stade. Im Block Lauf bei den Schülerinnen A (W15) holte sie 2611 Punkte.
Total frustriert war Kristin Wiebusch (ebenfalls VfL Stade). Die hatte sich für die "Deutschen" einiges vorgenommen, wollte zusam-
men mit Alack am Wettbewerb teilnehmen. Kristin weilte vor dem Saison-Höhepunkt im Urlaub in Kroatien. Beim Baden verletzte sie sich am Zeh. Die Blessur heilte nicht richtig aus. Trotzdem ging Wiebusch an den Start. Der Pechvogel musste aber nach drei
Disziplinen aufgeben.
Als einziger Schüler aus dem Landkreis ging Sascha Cordes vom TSV Wiepenkathen ins Rennen. Im Achtkampf (M15) landetet er
auf dem 15. Platz (4515 Punkte).
Für Illertissen qualifiziert hatten sich auch zwei Athletinnen vom BSV Buxtehude. Nadine Böttcher (W15) erreichte im Block Wurf den 17. Platz, Lena Tobaben schaffte im Block Sprint/Sprung (W14) trotz Grippe Platz 47.

Presseinformation vom 16. Juli 2002 (Von Markus Steinbrück)
Deutsche Schüler-Mehrkampf-Meisterschaften in Illertissen (Bayern)
Ohne Blockade in die nationale Spitze
Hanstedt/Winsen. Einen weiteren eindrucksvollen Beweis seiner Leistungsstärke lieferte der Leichtathletiknachwuchs aus dem Winsener Kreisgebiet jetzt bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Schüler A im bayerischen Illertissen ab. Nur zwei Wochen nach den Plätzen sechs und acht für die jugendliche Sprinterin Jala Gangnus gab es nun auf nationaler Ebene für Paul Dittmer (MTV Hanstedt) und Sören Ludolph (LG Nordheide) sogar noch bessere Platzierungen. Die Nachwuchsmehrkämpfer kehrten mit einem 4. und 5. Platz sowie einem neuen niedersächsischen Landesrekord aus dem Süden Deutschlands zurück.
Dabei verpasste der 15-jährige Paul Dittmer im Blockwettkampf Sprint/Sprung nur um Winzigkeiten den Gewinn der Bronzemedail-
le, belegte in der Endabrechnung den mehr als undankbaren 4. Platz.
Vier von fünf Disziplinen hatte "Paule" stets auf einem Medaillenrang gelegen, büßte erst im abschließenden 100-Meter-Lauf (12,40
sec bei kräftigem Gegenwind) die entscheidenden Punkte auf die Konkurrenz ein. Mit seinen 2982 Punkten blieb der Hanstedter am Ende lediglich fünf Punkte hinter dem Zweitplatzierten Nils Müller (TSV Friedberg-Feuerbach) zurück, lag sogar punktgleich mit
dem Dritten Thomas Wellenhöfer (Wiesbadener LV). Bei Punktgleichheit entscheidet als nächstes Kriterium die Anzahl der bess-
eren Einzelleistungen über die Reihenfolge der Athleten. Hier setzt sich der Hesse mit 3:2 gegen den Schüler aus der Nordheide durch. Als Zünglein an der Waage erwies sich der Weitsprung, in dem Dittmer mit 6,03 m zu 6,05 m unterlag.
So überwog nach dem Wettkampf beim Athleten wie auch Trainer Wolfgang Striezel zunächst die Enttäuschung über die entgang-
ene Medaille.
Mit gebührendem Abstand betrachtet, gilt es aber, eine herausragende Leistung zu feiern. Über 80-Meter-Hürden hatte der Han-
stedter in 11,42 sec eine persönliche Bestleistung aufgestellt und mit den 600-Gramm-Speer (49,64 m) die zweitgrößte Weite aller
Mehrkämpfer erzielt. Lediglich im Hochsprung blieb er im strömenden Regen mit 1,76 m hinter den bisherigen Saisonleistungen zurück, durfte aber froh sein, überhaupt springen zu können. Nach dem Hürdenlauf hatte sich nämlich eine Blockade der Rücken-
muskulatur offenbart, die erst nach längerer physiotherapeutischer Behandlung gelöst wurde. So kam Dittmer sehr spät an die
Hochsprunganlage, musste ohne Einspringen bei 1,68 m in den Wettbewerb einsteigen.
Allseits strahlende Gesichter sah man bei der Familie Ludolph aus Amelinghausen. Mit der 13-besten Punktzahl (2564) im Block-
wettkampf Lauf war Sören (14 Jahre) nach Illertissen gereist, wo im Jahre 1995 bereits Schwester Birte an Deutschen Schüler-
Meisterschaften teilgenommen hatte. Das familieninterne Duell entschied der für die LG Nordheide startende Sören dann klar zu
seinen Gunsten. Die heute 21-Jährige hatte seinerzeit den 18. Platz belegt, jetzt kam der jüngste Spross der Familie auf den her-
vorragenden 5. Platz. Der aktuelle Bezirks- und Landesmeister, der überwiegend in der Mittelstreckengruppe von Gerd Prüsmann
in Winsen trainiert, steigerte dabei seine Bestpunktzahl von den Landesmeisterschaften um 67 Zähler und markierte mit 2631 Pkt.
einen neuen niedersächsischen Landesrekord. Dieser stand bisher bei 2575 Punkten und stammte aus dem Jahre 2001.
Das 14-jährige Mitglied des TSV Winsen legt gleich mit zwei persönlichen Bestleistungen los. In seiner Wackeldisziplin, dem Wurf
mit dem 200-Gramm-Ball, steigerte er sich um vier Meter auf 52,50 m, um im Anschluss über die 80-Meter-Hürden gleich einen Sprung um mehr als vier Zehntelsekunden hinzulegen. In 11,97 sec blieben die Uhren für Sören Ludolph erstmals unterhalb der
Zwölf-Sekunden-Grenze stehen. Es folgten gute Durchschnittswerte von 5,36 m im Weitsprung und 12,47 sec bei leichtem Gegen-
wind über 100 Meter, bevor der Mittelstreckenspezialist im abschließenden 2000-Meter-Lauf die drittbeste Zeit aller 38 Teilnehmer
hinlegte. Im strömenden Regen lief Sören 6:24,37 min und verbesserte sich in dieser Disziplin noch einmal um zwei Ränge.

Presseinformation vom 17. Juli 2002 (Von Joachim Hickisch)
Sensationeller Staffelsieg für Zevener Senioren bei der DM in Kevelaer
Czeslaw Pradzynski in Topform - Franz-Josef Mersch (TV Sottrum) Achter über 10.000 Meter
Kevelaer/Zeven. Einen märchenhaften Abschluss der Deutschen Seniorenmeisterschaften der Altersklassen M/W30 – M/W 45 verschaffte sich die 4 x 100 Meter-Staffel der LAV Zeven. Als  ältestes Team in der Klasse M40/45 am Start, sicherten sich Jürgen
Umann (48), Czeslaw Pradzynski (42), Joachim Hickisch (47) und Helmut Meier (51) völlig überraschend den Meistertitel. Fast schon eine Randnotiz, die guten Ergebnisse bei den Einzelstarts.
Bei 1268 Teilnehmern mit 1695 Einzelmeldungen, dazu 73 gemeldete Staffeln, platzte das kleine Hülspark-Stadion im niederrhein-
ischen Wallfahrtsort Kevelaer fast aus allen Nähten. Aber eine in dieser Art und Weise bisher noch nie erlebte Toporganisation der
Veranstalter sorgte für eine völlig reibungslose Abwicklung der Meisterschaften. Selbst sintflutartige Regenfälle, die am Samstag-
nachmittag das gesamte Stadion überschwemmten und zu einem zeitweisen Abbruch führten, ließen den Wettkampfverlauf kaum ins Stocken kommen. Kein Wunder, dass sich die kleine Kommission aus Celle (Ausrichter der DM in 2003) um NLV-Präsidentin Rita Girschikofski eifrig Notizen machte.
Bereits am Freitagabend trat der 42-j. Sottrumer Franz-Josef Mersch in der M40 über die 10.000 Meter an. Bereits nach gut 2.000
Metern hatte sich im Topteilnehmerfeld eine Spitzengruppe weit abgesetzt, so dass Mersch nicht mehr in den Titelkampf eingreifen
konnte. In 34:18,10 Minuten blieb der beste Langläufer des Südkreises rund eine Minute unter seiner Vorjahreszeit und sicherte sich damit Platz acht.
Mit Hans-Georg Müller und Joachim Hickisch traten über die 400 Meter der M45 zwei Langzeitverletzte zu ihrem ersten Start nach mehreren Wochen an. Noch etwas verhalten laufend (beide hatten an einer Oberschenkelverletzung laboriert) landeten sie im 17-
köpfigen Starterfeld in 58,07 bzw. 57,30 Sekunden auf Platz 14 bzw. 12.
Über die 100 Meterstrecke hatte Jürgen Umann in diesem Jahr bereits erstklassige Ergebnisse abgeliefert. Aber, für ihn selbst überraschend, in 12,42 Sekunden zog der diesjährige Landes- und Norddeutsche Meister erstmals in ein Finale bei den Deutschen
Meisterschaften ein. Im Endlauf der M45 (bei nur sechs Bahnen!) verbesserte sich der Zevener sogar auf 12,38 Sekunden und er-
reichte einen bemerkenswerten fünften Platz. Nicht ganz an die Leistungen seines Mannschaftskameraden kam der Heeslinger Meier heran. Seine 12,72 Sekunden bedeuteten die zehnschnellste Vorlaufzeit.
Hart trainiert in diesem Jahr hatte aber auch Zevens Sprintertrainer Czeslaw Pradzynski, dessen letzter Start bei einer DM bereits fünf Jahre zurücklag. In guten 11,74 Sekunden bei einen topbesetzten Teilnehmerfeld zog der Bremervörder Ex-Olympia- und Welt-
meisterschaftsteilnehmer als Fünfter in den Endlauf ein. Hier verfehlte er in 11,60 Sekunden (gleichzeitig neuer Kreisrekord der M40) als Vierter nur hauchdünn einen Medaillenrang.
Am Samstagabend sollten dann die Vorläufe der 4x100-Meterstaffeln der M40/45 ausgetragen werden. Aufgrund der sintflutartigen
Regenfälle einigten sich Veranstalter und Aktive dann auf Zeitendläufe zur geplanten Finalzeit am Sonntagnachmittag. Mit der siebt-
schnellsten gemeldeten Vorlaufzeit von 48,42 Sekunden  sahen die Zevener sich eher als krasser Außenseiter. Ein Erfolg war ei-
gentlich nur durch den Zuschnitt der Wechsel eins und zwei auf ihren schnellsten Läufer Czeslaw Pradzynski und durch problem-
lose Stabübergaben möglich.
Traditionell bedeuteten auch in Kevelaer die Staffelwettbewerbe den Abschluss jeder Deutschen Meisterschaft. Bei letztendlich
acht angetretenen Teams bekamen die Zevener die Bahn fünf im zweiten Zeitendlauf zugewiesen. Bereits im ersten Lauf legte die LG Olympia Dortmund  mit 48,51 Sekunden eine gute Zeit vor, so dass es für die Zevener nur um alles oder nichts gehen konnte.
Pfeilschnell löste sich dann Startläufer Jürgen Umann aus dem Block und übergab, wie mehrfach eingeübt, unmittel zu Beginn des ersten Wechselbereiches auf Czeslaw Pradzynski. Der Bremervörder überlief auf der Gegengerade dann die gesamte Konkurrenz und reichte unmittelbar vor Ende der Wechselzone zwei den Stab auf Joachim Hickisch weiter. Auch der Rotenburger, der in die-
sem Moment seine Oberschenkelprobleme völlig vergaß, hielt den Vorsprung und übergab sicher auf Helmut Meier. Angefeuert von
einem Großteil des Publikums wehrte der Heeslinger auch den Schlussangriff des ABC Ludwigshafen ab und verteidigte seinen zwei Meter Vorsprung bis ins Ziel.
Jubel dann bei den Zevener beim Erscheinen der Endzeit. Die 46,76 Sekunden bedeuteten vor ABC Ludwigshafen (47,17) und Olympia Dortmund (48,51) den völlig überraschenden Sieg des mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren deutlich ältesten Teams. Überglücklich schlossen die Zevener Czeslaw Pradzynski in die Arme, hatte er doch durch seinen grandiosen Lauf auf der Gegengeraden den Grundstein für den Staffelerfolg gelegt.
Während Czeslaw Pradzynski nach 1990, 1995 und 1996 (100 bzw. 200 Meter) bereits seinen 5. Deutschen Titel feiern durfte, war es für Jürgen Umann und Joachim Hickisch die zweite Deutsche Meisterschaft, die sie nach Zeven holten. Aus dem Lachen und der Freude über den ersten Titelgewinn kam dagegen der Heeslinger Helmut Meier, mit 51 Jahren Senior des erfolgreichen Teams, kaum hinaus.
Bereits in der kommenden Woche startet das Quartett (Hans-Georg Müller ersetzt dann Czeslaw Pradzynski) bei den Deutschen Meisterschaften II in Weinstadt über die 4 x 400 Meter der M40. Auch hier dürften die Zevener (ihr letzter Meisterschaftsstart sich-
erte ihnen in dieser Disziplin 1995 die Meisterschaft) eher eine Außenseiterrolle einnehmen. Aber, nach Kevelaer, nichts scheint unmöglich.

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 17. Juli 2002
Bronze für Bussmann bei Senioren-DM
Damme (aha). Die Dammer Ausdauerläuferin Elke Bussmann gehört in ihrer Altersklasse W 35 auch in diesem Jahr zu Deutsch-
lands Besten. Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Kevelaer gewann die Läuferin vom OSC Damme in 18:04,35 min wie im Vorjahr die Bronzemedaille über 5000 Meter.
Die Dammerin musste sich nur Dr. Elisabeth Hanner (Moers/17:57,64) und Birgit Brauckmann (Mönchengladbach/18:02,17) ge-
schlagen geben. Ihr Ziel, unter der 18-Minuten-Marke zu bleiben, verfehlte die Dammerin allerdings. Möglicherweise eine Spätfolge eines grippalen Infektes, der ihren Trainingsplan vor zwei Wochen durcheinander gebracht hatte.
Ordentlich durcheinander geriet auch der Ablauf der Titelkämpfe in Kevelaer. Nach einem heftigen Gewitter stand das Hülspark-
Stadion unter Wasser, so dass die Wettkämpfe um einen Tag verschoben werden mussten. Die Feuerwehr und viele Helfer arbei-
teten fast die ganze Nacht hindurch, um das Stadion trockenzulegen - mit Erfolg.
Der Dammer Dreispringer Wolfgang Knabe konnte seinen Deutschen Meistertitel aus dem Vorjahr in Kevelaer nicht verteidigen. Er
trat wegen einer Verletzung nicht an.

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 17. Juli 2002
Renate Behrens holt Silber trotz Regenflut
Kevelaer/Hildesheim (wgk). Trotz sintflutartiger Regenfälle hat Weitspringerin Renate Behrens von Eintracht Hildesheim bei den deutschen Meisterschaften der Leichtathletik-Senioren (Teil I) in Kevelaer die Silbermedaille gewonnen. Sie war, wie viele andere Athletinnen, Leidtragende der widrigen Platzverhältnisse im Hülspark-Stadion. Sie musste ihren Wettkampf nach einer Entscheid-
ung des Kampfgerichts schon nach einem einzigen Sicherheitssprung auf die Weite von 4,87 m beenden. Denn dann kam der große und nicht enden wollende Regen. Das Wasser stand zentimeterhoch auf den Wettkampfanlagen.
Nach Befragen der Teilnehmerinnen sollte der Weitsprungwettbewerb der Damen (Altersklasse W 45) am nächsten Tag fortgesetzt
werden, doch nicht alle fanden in Kevelaer eine Unterkunft. Bei diesen Athletinnen wurde zumindest der erste und einzige Sprung gewertet. So bedeuteten die nur auf Sicherheit gesprungenen 4,87 m für Renate Behrens am Ende doch noch die deutsche Vize-
meisterschaft. "Ich war so gut drauf", meinte die deutsche Senioren-Hallenmeisterin dieses Jahres etwas enttäuscht. "Da wäre in Kevelaer sicher noch mehr drin gewesen für mich." So gewann Inge Dech vom Büdelsdorfer TSV den Titel mit ihrem Sprung von 5,11 m. Am Start beim Weitsprung der W 45 waren 17 Teilnehmerinnen.

WOLFSBURGER NACHRICHTEN vom 17. Juli 2002
Sabine Rahn siegte im Hochsprung
Wolfsburg. Deutsche Meisterin bei den Leichtathletik-Titelkämpfen der Senioren in Kevelaer wurde Sabine Rahn vom VfL Wolfs-
burg am Wochenende. Mit einer Höhe von 1,72 Meter gewann sie in der Altersklasse W 35.
Da der Stabhochsprung-Wettbewerb der M 35 um einen Tag verschoben worden war, konnte Vereinskollege Ebbo Borm nicht an-
treten. Grund: Sein Hotelzimmer war bereits wieder vergeben, und im Wallfahrtsort gab es keine Alternative.
Mit zwei 13. Plätzen kehrte der VfL unterdessen von den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften der Schüler in Illertissen bei Ulm zurück. Im Achtkampf kam Alexander Krenz (M 15) auf 4543 Punkte. Seine beste Einzelleistung vollbrachte er mit einer Weite von
40,06 Meter im Diskuswerfen. Und: Alan Preuß (M 14) holte 2729 Zähler im Block-Mehrkampf Sprint/Sprung. Sein herausragendes
Ergebnis waren 1,68 Meter im Hochsprung. (cb)

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 17. Juli 2002
Fenner knapp an Silber, Graeber knapp an Bronze vorbei
LG-Athleten laufen bei Senioren-DM in der Spitze mit
Göttingen (frs). Sieg und Niederlage liegen im Sport oft dicht beieinander, so auch bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften
der Leichtathleten in Kevelaer. Nach Spitzenleistungen durch die LGG-Starter Antje Fenner und Wilhelm Graeber am ersten Wett-
kampftag, stand der Sonntag unter keinem guten Stern. Mit großen Erwartungen waren Antje Fenner und Wilhelm Graeber nach Kevelaer gereist, und am Freitag sollten diese auch erfüllt werden.
Im 800-Meter-Rennen der Altersklasse W 35 zeigte Antje Fenner eine eindrucksvolle Leistung. Nach verhaltenen Beginn spielte die
amtierende Norddeutsche Meisterin auf der zweiten Runde ihre Erfahrung aus und entschied den Kampf um Platz drei für sich.
In 2:19,17 Minuten verpasste sie die Silbermedaille sogar nur um zwölf Hundertstel.
Wenig später gab Wilhelm Graeber (M 45) über 10 000 Meter in beeindruckender Manier seine Visitenkarte ab. Der Vorjahresdritte hielt sich lange in der Spitzengruppe, musste jedoch in der zweiten Hälfte des Rennens ein paar Meter abreißen lassen. Gegen Ende konnte Wilhlelm Graeber nochmals das Tempo verschärfen und lief  in starken 33:21,34 Minuten auf den vierten Rang, ledig-
lich zehn Sekunden hinter dem Sieger. Ein wenig Pech hatte er, als ihm der Rundenzähler in der letzten Runde “noch zwei” entge-
genrief. Zwar bemerkte der LGer den Irrtum des Wettkampfrichters, allerdings zu spät, um noch näher an das Spitzentrio heran-
laufen zu können.
Am Sonntag musste Doppelstarterin Antje Fenner noch einmal an den Start. Allerdings war sie über 5000 Meter vom Pech verfolgt. Zwei Minuten vor Rennbeginn bemerkte Antje Fenner, dass ihre Spikes defekt waren, konnte sich jedoch noch schnell neue aus-
leihen. In ihrem ersten 5000-Meter-Rennen lief sie von dem Missgeschick relativ unbeeindruckt und hielt sich in der Spitzengruppe. In aussichtsreicher Position stürzte Antje Fenner jedoch drei Runden vor Schluss und gab das Rennen auf.

WESER KURIER vom 17. Juli 2002
Triumph für Torsten Naue
Deutscher Meister über 10 000 Meter
Kevelaer (sfy). Das Unwetter vom Wochenende war auf seiner Seite: Torsten Naue (LG Bremen-Nord) hat die deutsche Alters-
klassen-Meisterschaft der M 35 über 10 000 Meter gewonnen. Naue hängte sich an die jüngeren Starter der M 30 und damit die Konkurrenz seiner Altersklasse ab.
"Die anderen hatten sich viel vorgenommen und waren wohl übermotiviert und etwas verkrampft", blickt der Titelträger zurück. Zu-
dem liefen die M-30-Starter viele Tempowechsel, und auch Torsten Naue setzte sich kurz an die Spitze, um zu verschärfen. Er weiß: "Das mögen viele nicht." Der Lohn seiner Führungsarbeit deutete sich bei etwa 7000 Metern an, als sich Naue mit den jüngeren Läufern abgesetzt hatte. "Mein bisher größter Erfolg", freut sich der Nordbremer nun - bislang stand eine Vizemeister-
schaft in der M 30 als Top-Resultat.
Neben Naue waren in Kevelaer noch weitere Bremer am Start. Seine Vereinskameradin Silvia Janke (W 40/Hochsprung) wurde Zwölfte, Teamkollege Marc Gogol belegte, den siebten Rang im Hochsprung der M 30.
Mit gleich vier Startern war der TuS Huchting ins Rennen gegangen. Dabei gelangen auch Manfred Hiller (Vierter 400 und Siebter 200 Meter/M 40), Jens Arkenau (Dritter Kugel und Fünfter Diskus/M 35), Nicole Arkenau (Vierte 100 Meter Hürden/W 35) und Ilona
Thomas (13. Kugel[W 40) ansprechende Leistungen.

WALSRODER ZEITUNG vom 18. Juli 2002
Glänzende DM: Kronfeldt schafft Sprung in Landeskader
Leichtathletik: Schily kam per Hubschrauber / Nationalhymne
Illertissen. Mit tollen Ergebnissen kehrten vier junge Leichtathletik-Talente aus dem Kreis von den deutschen Schülermeister-
schaften im Mehrkampf aus Illertissen (Bayern) zurück. Herausragend dabei die Leistung von Alexandra Kronfeldt (SG Bomlitz),
die im Siebenkampf als eine von zwei Niedersachsinnen den Sprung in den Landeskader schaffte.
Mit Dominik Fester (MTV Schwarmstedt), der sein DM-Debüt im Blockmehrkampf Wurf gab, stellte die LG Fallingbostel ein weiter-
es erfolgreiches Talent. Zudem war der Nordkreis mit Alexander Cohrs ( SV Munster) und Enrico Belz (MTV Soltau) glänzend vertreten. Sogar Bundesinnenminister Otto Schily ließ sich per Hubschrauber einfliegen, um persönlich einige Worte an den Nach-
wuchs zu richten. Bei der Eröffnungsfeier wurde die Nationalhymne gespielt
Mit etlichen persönlichen neuen Bestleistungen überzeugten auch die vier Talente aus dem Kreis. So belegte Dominik Fester im Blockwettkampf Wurf der Altersklasse M 14 mit 2688 Punkten Rang 12, ebenso wie Alexander Cohrs mit 2910 Punkten im Block Wurf der AK M 15. Für beide bedeutete diese Leistung gleichzeitig die Aufstellung eines neuen Bezirksrekordes. Im Blockwett-
kampf Lauf der AK M 15 belegte Enrico Belz mit neuem Kreisrekord von 2650 Punkten Rang 21.
Alexandra Kronfeldt meisterte den schwierigsten Part, den Siebenkampf der AK W 15. Für die junge Hodenhagenerin, aktiv für die SG Bomlitz, ging es in erster Linie darum, die Punktvorgabe des NLV zur Teilnahme am Landeskadertraining fürs nächste Jahr zu erreichen. Mit 3260 Punkten belegte sie Rang 16 (von fast 40 Teilnehmern) und avancierte damit zur zweitbesten Niedersachsin.

Presseinformation vom 18. Juli (Von Hans-Hinrich Kahrs)
Alfstedter Leichtathletinnen starteten bei den Deutschen Meisterschaften
Am vergangenen Wochenende fanden in Illertissen/Ulm in Bayern die Deutschen Schülermehrkamfpmeisterschaften statt. Anne Kathrin Kahrs und Thessa Frey (Ebersdorf) vom TuS Alfstedt hatten sich als einzige Teilnehmerinnen aus dem Landkreis Roten-
burg unter den 651 Teilnehmer/innen aus 315 Vereinen für diesen Wettkampf qualifiziert.
Mit einer Qualifikationsleistung von von 2509 Punkten ging Anne Kahrs im Block Lauf (100m, 80m Hürden, Ball, Weit, 2000m) der Altersklasse W 15 als Fünfundzwanzigste unter 42 gemeldeten Athleten an den Start. Mit 56,50m im Ballwurf und 12,86sec im 80m-Hürden-Lauf konnte die Alfstedterin ihre eigenen Bestleistungen verbessern und zunächst den vierten Platz belegen. Im Weit-
sprung begann das “Flattern”. Nach einem ungültigen 1. Versuch war ein “Sicherheitssprung” auf 4,52m zu wenig, um auf den vor-
deren Plätzen mithalten zu können. Nach einer weiteren persönlichen Bestzeit im 100-m-Lauf auf 13,41sec bedeuteten 8:25,15min
im abschließenden 2000m-Lauf in der Endabrechnung 2547 Punkte und Platz siebzehn.
Den Wettewerb gewann die Vorjahrssiegerin Franziska Ende vom Team Erfurt überlegen mit 2954 Punkten vor Jasmin Leuthner (ESV Jahn Offenburg/2799) und Susann Reuter (Team Erfurt/2702).
Thessa Frey war im Block Wurf (100m, 80m Hürden, Weit, Kugel, Diskus) der Altersklasse W 14 erstmals bei den “Deutschen”
am Start und konnte mit 4,57m im Weitsprung und 9,26m im Kugelstoß zwei persönliche Bestleistung erzielen. Im Hürdenlauf (12,80sec) und im Diskuswurf (24,17m) kam sie ihren Bestleistungen sehr nahe und hatte lediglich im 100m-Lauf (13,83sec) ein für
sie durchschnittliches Ergebnis. Mit 2413 Punkten kam Thessa Frey unter 53 gemeldeten Starterinnen auf den fünfundzwanzigsten
Platz.
Deutsche Schülermeisterin wurde Nadien von Dellhofen (Bayer Leverkusen/2739Punkte) vor Anna Klimek (LG Kreis Nord Stade /
2683) und Mona Keb (LG Bonn/Troisdorf/2576).
Die beiden Leichtathletinnen vom TuS Alfstedt verbesserten beide ihre bisherigen Bestleistungen deutlich und stellten jeweils einen
neuen Kreisrekord auf. Für die Nachwuchsathletinnen aus der Geestequelle war der Ausflug nach Bayern ein erfreuliches Erlebnis.
Die gemachten Erfahrungen werden sich bei den Bezirks- und Landesmeisterschaften im August sicherlich auszahlen.


OSTERHOLZER KREISBLATT vom 18. Juli 2002
4,45 Meter reichen zum deutschen Titel
Holger Finke überrascht die Osterholzer Leichtathleten
Von unserem Mitarbeiter Reinhard Bohling
Osterholz-Scharmbeck. “Ich bin zufrieden und angenehm überrascht, dass solche Erfolge nach dem Karriereende der Cracks Karl-Heinz Marg und Klaus Albers im hiesigen Seniorenbereich keine große Lücke hinterlassen haben", freute sich der KLV-Vor-
sitzende und “Chef" der Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten (SOL), Reinhard Wagner, über das Abschneiden seiner Athleten bei den deutschen Meisterschaften im niederrheintischen Kevelaer.
Während das Hülspark-Stadion am zweiten Tag der Titelkämpfe aufgrund teilweiser wolkenbruchartiger Regenfälle kaum Wettbe-
werbe zuließ, holte der 33-jährige Stabhochspringer Holger Finke 24 Stunden später in der Altersklasse M30 zum erhofften Coup aus. Der in Kiel wohnende und im Bundesliga-Geschehen für die SOL springende Akteur gewann bei trockenen Bedingungen mit persönlicher Bestleistung (Kreisrekord) von 4,45 Metern die Goldmedaille.
In der Halle schon top
Bereits in der Hallensaison hatte der frühere Leistungsturner von 1860 Bremen beachtliche 4,50 Meter gemeistert und seine Ambi-
tionen angedeutet. Das Mitglied der SG Platjenwerbe hatte sich im Feld der Hirnmelsstürmer für die DM durchaus etwas ausge-
rechnet und beherrschte den Wettbewerb recht souverän.
Erst spät hatte der aktuelle Champion seine Neigung für den Stabhochsprung entdeckt. "Es ist wie beim Wein - je älter, desto besser", zog ReinhardWagner ein überaus positives Fazit.
Der Ritterhuder Frank Neuhaus trat in der Altersklasse M 35 über die 110m-Hürdendistanz an. Die Zeit von 16,73 Sekunden be-
scherte Rang fünf. Im Weitsprung bedeutete die Weite von 6,08 Metern den achten Platz. Mit beiden Resultaten erreichte der SOL-
Akteur persönliche Jahresbestleistungen. Weitere Aktivitäten im Speerwurf und Stabhochsprung fielen den gewaltigen Wasser-
massen zum Opfer.
Regen verhindert viele Starts
Unter diesen unwirklichen feuchten Bedingungen musste sich ebenfalls Thorsten Pulskamp im Hochsprung der M 30 mit der ent-
täuschenden Touristenrolle in Kevelaer begnügen.
Von einer hartnäckigen Erkältung geplagt blieb Mittelstreckler Jan Petermann um fünf Sekunden hinter seiner Bestleistung dieser
Saison zurück. Dennoch reichten 4:16,24 Minuten über die 1500-m-Strecke immerhin noch zum 14. Platz der Altersklasse M 35
bei diesen deutschen Meisterschaften.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 19. Juli 2002
Weber Vierter der Schüler-DM - Anweisungen per Telefon
Der Beste in Niedersachsen
Christoph Weber raste auch bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Schüler weiter auf der Erfolgsspur. Im "Block-
mehrkampf - Lauf" wurde er Vierter, zudem gelangen dem Schladener ein Landesrekord und ein Kreisrekord. Weber überraschte
im bayerischen Illertissen nach fünf Disziplinen mit 2778 Punkten und war damit auch bester Niedersachse.
"Damit habe ich nie gerechnet", freute sich der 15-Jährige. Sein Ziel hatte er vor den Wettkämpfen in den Disziplinen 100m, 80m-
Hürden, Weitsprung, Ballwurf und 2000 m deutlich niedriger gesteckt. Mit seiner Bestleistung lag er lediglich auf Rang 16 der 38
Starter.
Realistisch zu erreichen schien für das Talent des MTV Jahn Schladen ein Platz zwischen 10 und 15. Er selbst war optimistischer:
"Ich möchte Achter werden und zur Siegerehrung. Eine Urkunde von den Deutschen Meisterschaften - das wäre schon was."
Neben dem Landesrekord stellte Weber drei weitere persönliche Bestleistungen auf, eine davon ist zusätzlich noch Kreisrekord. "Es kommt nicht oft vor, dass sich ein Mehrkämpfer im wichtigsten Wettkampf seiner bisherigen Laufbahn in mehreren Disziplinen verbessert. Das zeugt von Wettkampfhärte, Nervenstärke und guter Vorbereitung", lobte Trainer Hartmut Mahnkopf seinen Schütz-
ling. Dabei konnte er Weber nicht einmal optimal betreuen. Mahnkopf absolvierte zeitgleich in Uslar seine Prüfung zum lizensierten
Leichtathletiktrainer und stand dem Talent nur als Ratgeber per Handy zur Verfügung. Erwischte er Weber nicht gerade in einer Wettkampfpause, gab er die Anweisungen per Telefon an dessen mitgereiste Eltern weiter.
Die DM forderte auch Webers Konzentration und Kondition. Der Wettbewerb zog sich über acht Stunden hin. Gegen Ende litten
die Athleten mehr und mehr unter heftigem Regen. Der Schladener ließ sich aber nicht beirren. Zum Auftakt stellte er mit 11,76
Sekunden im Hürdensprint gleich einen neuen Kreisrekord auf. Beim Ballwurf (78,5 Meter) verfehlte er seine Bestleistung nur um einen Meter und wurde Dritter. Beim Weitsprung verbesserte er sich anschließend auf 5,82 Meter.
Viele Kilometer entfernt hatte Mahnkopf mitgerechnet: "Du liegst auf Rekordkurs und bist vorne dabei", teilte er seinem Schützling mit, warnte ihn aber vor Überheblichkeit. Den achten Platz hatte Weber noch längst nicht sicher, und die abschließenden 2000 Meter waren seine schwächste Disziplin. Über 100 Meter sprintete der Schladener auf regennasser Bahn in 11,84 Sekunden nur um fünf Hundertstel an seiner Bestzeit vorbei. Im 2000-Meter-Lauf, hielt er sich an Mahnkopfs vorgegebene Zwischenzeiten und verausgabte sich in der Schlussrunde mit einem langgezogenen Spurt völlig. Eine Steigerung auf 7:17,19 Minuten war der Lohn.
Wäre er nur drei Zehntel langsamer gelaufen, hätte das Rang sieben bedeutet. 23 Punkte fehlten Weber schließlich zur Bronze-
medaille, hinter ihm lagen gleich drei Konkurrenten mit nur zwei Punkten weniger. Der Abstand zum achten Platz betrug nur sechs
Punkte.
Der Schladener war glücklich: "Ich habe alles gegeben und bin mit meiner Leistung total zufrieden. Immer wenn die Zwischen-
stände durchgesagt wurden und ich noch vorne dabei war, hat mich das richtig aufgebaut."

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 19. Juli 2002
Silbermedaille für Thomas Böhm
Mit Thomas Böhm und Günter Sievert starteten bei den deutschen Senioren-Meisterschaften in Kavelaer (Nordrhein-Westfalen) zwei Leichtathleten des MTV Schöningen. In seiner Spezialdisziplin, den 110 Meter Hürden, lief Thomas Böhm ein famoses Rennen und sicherte sich in 16,80 Sekunden den zweiten Platz in der Altersklasse M 40. Sein Mannschaftskamerad Günter Sievert erreichte über 400 Meter den Endlauf nicht. Er lieb mit 56,20 Sekunden im Vorlauf hängen.

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 20. Juli 2002
Silke Meier und Uwe Cordes holen Bronze in ihren Paradedisziplinen
Zwölf LGKV-Athleten am Start / Birgit Schwers stark gehandikapt
Verden. An den Deutschen Senioren Leichtathletikmeisterschaften im westfälischen Kevelaer nahmen auch zwölf Sportler und Sportlerinnen der LG Kreis Verden teil. Jeweils eine Bronzemedaille für Uwe Cordes im 5000 m-Lauf (15:37,99) und für Silke Meier im Stabhochsprung (2,40 m), sowie ein knapp verpasster Sprung aufs Bronzetreppchen für Marion Parchmann im Diskuswurf (32,06 m) waren die drei besten Platzierungen der Verdener Athleten. Bestzeiten für die 4x100 m Staffel der Herren M 40 (49,73
sek) und für Bernd Kunze über 400 m (56,27 sek) rundeten den Erfolg ab.
Schon im Vorfeld war die Teilnahme von Birgit Schwers an ihren 10. Deutschen Meisterschaften fraglich, da sie seit längerem ver-
letzungsbedingt nicht trainieren konnte. Erst am Freitag entschied sie, nur in der 4x100 m-Staffel zu laufen und verzichtete auf ihre Einzelstarts über 800 und 1500 m und eine mögliche Titelverteidigung.
Bernd Reiser startete am Freitag als erster Verdener in der AK M 30. Seine Paradedisziplin 400 m Hürden absolvierte er in guten 59,67 sek. Er wurde mit dieser Zeit Zweiter in seinem Vorlauf und Fünfter in der Gesamtwertung. Bernd Kunze startete über die gleiche Distanz in der AK M 40, fand jedoch nicht den optimalen Rhythmus und beendete das Rennen in 67,04 sek.
Mit 2,40 m im Stabhochsprung der Frauen W35 bestätigte Silke Meier ihre derzeitige Form und nahm glücklich die Bronzemedaille
in Empfang. Das nächste Highlight war an diesem Tag der dritte Platz von Uwe Cordes im 5000 m Lauf der Männer M 35. In einem
taktischen Rennen mit schneller Schlussrunde lief Cordes in 15:37,99 min über die Ziellinie und nahm später dafür die Bronze-
medaille entgegen.
Ihre beste Einzelplatzierung bei einer Deutschen Meisterschaft erreichte am Samstag Vormittag Marion Parchmann im Diskuswurf der AK W45. Mit der zweitbesten Weite ging sie in den Endkampf. Sie musste sich am Ende um nur 34 cm von der Drittplazierten geschlagen geben, freute sich trotzdem über 32,06 und Platz vier. Bernd Kunze lief als Vierter im zweiten Vorlauf kurz darauf die 400 m in persönlicher Jahresbestleistung mit 56,27 sek. Nicht an ihre eigentliche Sprintform anknüpfen konnten Marion Parchmann
und Katrin Göstemeyer im 100 m-Lauf der W 45. In ihren jeweiligen Vorläufen erreichten sie 14,52 bzw. 14,62 sek. Obwohl das
Gerät in diesem Jahr schon über 47 m flog, warf Sven Suhling (AK M 35) den Hammer diesmal auf 46,21 m und belegte damit
Rang fünf in der Gesamtwertung.
Dann setzte der große Regen ein und ließ eine Fortführung der Wettkämpfe nicht zu. (Nachfolgender Bericht)
Das Hammerwerfen von Silke Meier, der Staffellauf der Frauen sowie der Vorlauf der Männerstaffel und der 5000 m Lauf für Birgit Kunze wurden auf Sonntag gelegt.
Während Birgit Kunze wegen starker Kopfschmerzen auf den Start verzichten musste, schleuderte Silke Meier den Hammer am nächsten Tag auf 25,54 m belegte damit Platz sechs. Uwe Cordes machte es beim 1500 m-Rennen noch einmal spannend. Doch der Lauf vom Freitag steckten noch in den Beinen. Mit 4:07,31 min erlief er sich Rang sieben und blieb nur wenig über seiner Best-
zeit von 4:05,77min. Die zweitbeste Meldezeit von 55,85 sek und damit vielleicht Chancen auf einen Medaillenrang hatte die 4x100 m- Staffel der Frauen W40. Schon beim Einlaufen war aber abzusehen, dass Birgit Schwers nicht voll einsatzfähig war. Trotzdem stellte sie sich dem Team zur Verfügung. Die Wechsel von Martina Senkler, Katrin Göstemeyer und Marion Parchmann klappten gut und Platz zwei wurde bis dahin gehalten. Ein Sicherheitswechsel von Parchmann auf Birgit Schwers folgte und diese konnte den Lauf nur unter Schmerzen beenden. Die Zeit von 57,25 sek und Platz vier sind unter diesen Umständen wenig aussagekräftig. Etwas betrübt, aber mit dem Ziel, die eigentliche Sprintstärke der Frauenstaffel zu einem anderen Zeitpunkt unter Beweis zu stellen, wurde dieser Wettkampf beendet.
Die 4x100 m-Staffel der Herren zeigte mit Gerd Luttmann, Gerhard Schwers, Thomas Flasinski und Bernd Kunze ein schönes Rennen mit guten Wechseln. Das angestrebte Ziel, unter 50 sek zu laufen, wurde erreicht: 49,73 sek bedeuteten neue Bestleist-
ung und Platz sieben in der Gesamtwertung.

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 20. Juli 2002
Veranstaltung gebührt eine Goldmedaille
Nach Regen: Orga-Team mit Glanzleistung
Verden. Würden Medaillen für ungewöhnliche Wettkämpfe vergeben, gebührt der Deutschen Leichtathletik-Seniorenmeisterschaft durchaus eine Goldmedaille. Die Wettkämpfe stachen durch eine hervorragende, unkomplizierte Organisation, Durchführung und Athletenbetreuung hervor.
Die Veranstalter wurden am Samstag Nachmittag auf eine harte Probe gestellt. Sintflutartige Regenfälle unterbrachen das Sport-
fest für gut eine Stunde. Als dann 10 cm Wasser auf der gesamten Laufbahn stand und die Weitsprunggrube kaum noch vom Wattenmeer bei aufkommender Flut zu unterscheiden war, mussten die Wettkämpfe abgebrochen werden. Die Verantwortlichen reagierten umgehend. Bei einer kurzfristig anberaumten Athletenversammlung in der nahen Turnhalle wurde mitgeteilt, dass die unterbrochenen Wettkämpfe am Sonntag wieder aufgenommen werden sollten und ein neuer Zeitplan ausgearbeitet wird.
Vorläufe sollten als Zeitendläufe gewertet und verschiedene Altersklassen zusammengefasst werden, um diese eingesparte Zeit für
andere Disziplinen frei zu machen. Die Sportler konnten sich auf schnellstens vorbereitete Listen abhaken lassen, ob eine Teil-
nahme am nächsten Tag noch möglich ist. Etliche mussten sich allerdings streichen lassen, da ein weiterer Tag für sie nicht ein-
zurichten war.
Für die, die bleiben wollten, wurde für Übernachtungsmöglichkeiten im Ort und Umgebung gesorgt. Da der Wallfahrtsort Kevelaer
zu dieser Zeit gut besucht war, ist diese Anstrengung besonders hervorzuheben. Der neue Zeitplan konnte am späten Abend
schon aus dem Internet abgefragt werden. Die Änderungen und sich dadurch ergebenen Situationen wurde zum großen Teil von
den Athleten toleriert und mitgetragen. Dadurch verlief die Veranstaltung am Sonntag wie "am Schnürchen" und die glänzenden Wettkampfmoderatoren gönnten ihren Mikrofonen keine Pause und kommentierten ununterbrochen die kurz aufeinanderfolgenden Wettkämpfe und Siegerehrungen. Durch die Abreise einiger Athleten reduzierten sich einige Teilnehmerfelder und ein Platz auf
dem Treppchen wurde für den einen oder anderen wahr.

OLDENBURGER KREISZEITUNG vom 26. Juli 2002
Birgit Bischof verteidigt DM-Titel
Sieg über 100 m Hürden – Ulrich Garde reist kampflos wieder ab
Ganderkesee (hef). Mit Birgit Bischof (W 45), Bernd Logemann (M 40) sowie Ulrich Garde (M 35) und Diana Garde (W 30) waren
es vier Athleten der Leichtathletik Gemeinschafts Gemeinde (LGG) Ganderkesee, die bei den Deutschen Meisterschaften der
Senioren an den Start gingen. Dabei verteidigte bei sonnigem Wetter und leichtem Gegenwind Birgit Bischof ihren Titel im Hürden-
lauf erfolgreich.
Obwohl sie wegen einer Verletzung ein paar Wochen nicht trainieren konnte, schaffte sie es, aufgrund ihrer guten Hürdentechnik
den Deutschen Meistertitel mit nach Hause zu nehmen. Sie benötigte nur 13,70 Sekunden (sec) und kam eindeutig vor der Zweit-
platzierten Dr. Carmen Karg vom SV Olympia Wilkau-Haßlau (14,26 sec) ins Ziel.
Am zweiten Tag standen die 100 m Sprintdisziplinen auf dem Plan. Hier kam Bischof bei leichtem Gegenwind in 13,86 sec als Zweite ins Ziel. Da nur sechs statt üblicherweise acht Laufbahnen zur Verfügung standen, wartete man dann gespannt, ob diese Zeit für den Endlauf reichen würde, da nur die Erstplatzierten und weitere Zeitschnellste weiterkamen. Aber das Glück war auf ihrer
Seite. Im Endlauf kam sie als Sechste in 13,63 sec ins Ziel und verbesserte ihre Vorlaufleistung erheblich.
Birgit Bischof hat jetzt noch vier Wochen Zeit, um den entstandenen Trainingsrückstand für die Europameisterschaft (EM) in Pots-
dam, die von Donnerstag, 15. August, bis Sonntag, 25. August, stattfindet, wettzumachen. Bei der EM startet sie im 80 m Hürden-
lauf sowie über 100 m und 200 m.
Bernd Logemann hatte zu Beginn des Speerwurfwettkampfes Schwierigkeiten mit dem Anlauf. Die Probleme konnte er aber noch
rechtzeitig abstellen und warf dann neue Jahresbestleistung mit 52,95 m. Damit war er hochzufrieden, denn er kam auf Platz vier.
Auch Logemann wird bei der EM in Potsdam im Speerwurf starten.
Diana Garde erwischte bei leichtem Gegenwind im 100 m Lauf einen guten Start und kam nach 13,40 sec ins Ziel. Damit wurde sie
Achte und verpasste den Endlauf sehr knapp. Viel vorgenommen hatte sie sich dann für den Dreisprung. Sie hatte die Absicht, die
“10-m-Marke” zu überspringen. Nach dem Vorkampf standen für sie 9,79 m zu Buche, das bedeutete den fünften Platz. Als der
Endkampf beginnen sollte, brach am Nachmittag ein einstündiger Wolkenbruch über die Stadt Kevelaer und das Turniergelände
herein. Der Wettkampf wurde erst unter- und dann abgebrochen, denn Bahn und Grube standen mehr als 30 Zentimeter unter Wasser.
Kurzfristig wurde beschlossen, die noch nicht angefangenen Disziplinen des zweiten Tages auf den dritten Tag zu verlegen. Dage-
gen wurden bei den 400 m Vorläufen und beim Dreisprung die erreichten Zeiten und Weiten als Endkampfleistung gewertet.
Pech hatte der Kugelstoßer Ulrich Garde aus Ganderkesee. Der Kugelstoßwettbewerb wurde auf den folgenden Tag verlegt. Da er
kein Zimmer reserviert hatte, verzichtete er auf die Teilnahme.
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