Europameisterschaften der Senioren vom 15.-25. August in Potsdam
Presseberichte aus Niedersachsen und Bremen

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Presseinformation vom 8. August 2002 (Von Joachim Hickisch)
13. Europameisterschaften der Senioren in Potsdam
LAV Zeven mit starkem Quartett vertreten
Zeven/Potsdam. Während noch die Mehrzahl der Leichtathletikenthusiasten die EM der Frauen und Männer in München verfolgt, fiebern viele Senioren “ihrem” Saisonhöhepunkt entgegen. Zum ersten Male ist Deutschland Austragungsort für die europäischen Seniorenmeisterschaften ab den Altersklassen W35/M40. In Potsdam werden in der Zeit vom 15. – 25. August rund 4.400 Aktive aus 39 Ländern, von Andorra über Armenien bis Ukraine und Yugoslawien erwartet. Insgesamt stehen den Sportlern vier hochmo-
derne Sportanlagen für die unterschiedlichen Disziplinen zur Verfügung. Mit dabei auch das Zevener Quartett Joachim Hickisch, Helmut Meier, Hans-Georg Müller und Jürgen Umann.
“Wenn wir bei den Europameisterschaften als Vereinsstaffel an den Start gehen dürften, so wäre ein Start im Finallauf  über die 4x
100 Meter bzw. über die 4 x 400 Meter nicht unrealistisch”, so Jürgen Umann, der zusammen mit seinen Zevener Vereinskamera-
den bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften gleich drei Staffelmedaillen gewann, darunter die Goldmedaille über die 4x100
Meter der M40/45. Aber, und hier sind die Einschätzungen durchaus realistisch, in Potsdam ist die gesamte Top Ten der jeweili-
gen Deutschen Bestenliste am Start, so dass das erreichen eines Finales fast unmöglich erscheint. Denn knallhart sind die Be-
dingungen des DLV für einen der begehrten Staffelplätze. Nur die vier Zeitschnellsten werden nominiert, völlig unabhängig von et-
waigen Saisonbestzeiten oder anderen Meriten.
Der 51-jährige Heeslinger Helmut Meier startet in der M 50 über die 100, 200 und 400 Meter. Der diesjährige Landes- und Nord-
deutsche Meister über die 100 Meter erreichte auch bei den DM das Finale und gewann im Vorjahr in Potsdam Bronze. Ein Über-
raschungserfolg erscheint nicht unmöglich. 1999, bei den Weltmeisterschaften in England gewann Meier mit der DLV-Staffel der M45 über die 4x100 Meter die Bronzemedaille, über die 4x400 Meter fehlte ihm als fünfschnellster Deutscher 1/100 Sekunde.
Eine Oberschenkelverletzung bei den Mehrkampfmeisterschaften Anfang Juni in Baunatal hatte Hans-Georg Müller (46), Zevens Neuzugang, weit zurückgeworfen. Zuletzt überraschte er aber als starker Startläufer der erfolgreichen 4 x 400 Meterstaffel der LAV.
Der Gifhorner, Norddeutscher Meister über die Viertelmeile 1996, hat für die 400 Meter Hürden, die 400 Meter und den Fünfkampf gemeldet. 1997 erreichte der exzellente Mehrkämpfer in Durban/Südafrika bei den WM einen beachtlichen 10. Platz im Zehn-
kampf, bei den Hallen-EM in Birmingham im Jahre 2000 qualifiziert er sich für die 4x200 Meterstaffel des DLV, die aber ohne Me-
daille blieb.
Glänzend in die Saison startete Jürgen Umann (48) als dreifacher Landes- und zweifacher Norddeutscher Meister. Zudem erreichte er bei den DM über die 100 Meter Platz fünf. Für ihn, der über die 100, 200 und 400 Meter gemeldet hat, ist es die dritte Europa-
meisterschaft. 1994 gewann er Silber und Bronze über die 4x100 bzw. 4x400 Meter, wurde Fünfter über die 100 Meter und zog
über die 100 und 200 Meter ins Halbfinale ein. In Malmö (1996) erreichte er über die 100 Meter das Halbfinale und sicherte sich mit
dem DLV-Team über die 4x100 Meter den Titel eines Europameisters.
Schwer einzuschätzen ist dieses Jahr der Rotenburger Joachim Hickisch (47), nachdem er mit einem Muskelfaserriss, erlitten An-
fang Juni bei den Landesmeisterschaften, vier Wochen völlig pausieren musste. Allerdings lief er bei den Deutschen Staffel-
meisterschaften in Weinstadt vor zwei Wochen die schnellste 400 Meterzeit des Quartetts. Er hat in Potsdam über die 100 und 400 Meter gemeldet, zudem für den Weitsprung und Fünfkampf. In Malmö (1996) erreichte er über die 100 und 400 Meter das Halbfinale, wurde Achter im Fünfkampf und gewann über die 4x400 Meter Silber mit der DLV-Staffel. Bei den EM in Cesenatico /
Italien 1998 stieß er ebenfalls über 100 und 400 Meter ins Halbfinale vor, gewann mit der 4x100 Meterstaffel des DLV Silber und wurde Sechster im Fünfkampf. 1999 qualifizierte er sich bei der WM in England sowohl für die 4x100 als auch die 4x400 Meter-
staffel des DLV, die jeweils Bronze gewann.
Egal, wie die Resultate der einzelnen Aktiven ausfallen werden, das Quartett freut sich bereits heute auf das Aufeinandertreffen mit
den vielen ausländischen Sportlern. Denn, und das darf man nicht vergessen, trotz des sicherlich erbitterten Kampfes um Plätze
und Medaillen stehen bei internationalen Seniorenwettkämpfen die Festigung von Freundschaften und die Völkerverständigung im
Vordergrund.
Ergänzung vom 11. August 2002
Barbara Mertins und Franz-Josef Mersch feiern internationales Debüt
Mit Franz-Josef Mersch, Barbara Mertins und Berthold Neumann sind drei weitere Aktive aus dem Südkreis Rotenburg in Potsdam
am Start.
Neben seinen 69 nationalen Titeln hat Berthold Neumann (PSG Rotenburg) auch bei Europa- und Weltmeisterschaften
der Senioren viele Medaillen gewinnen können. In Potsdam startet der 72.-jährige über die 800 Meter. In dieser Disziplin qualifizier-
te er sich auch im letzten Jahr bei den Weltmeisterschaften in Brisbane/Australien für das Finale.
Für den 42.-jährigen Franz-Josef Mersch (TV Sottrum) bedeutet der Start in Potsdam der erste internationale Auftritt überhaupt.
Der Newcomer, der erst seit drei Jahren wettkampfmäßig aktiv ist, startet dabei über die 10.000 Meter Distanz. Im vergangenen
Jahr wurde er in dieser Disziplin Deutscher Vizemeister der M40. Aber mit seinen Leistungen taucht der Sottrumer auch noch weit
vorne in der niedersächsischen Bestenliste der Männer auf.
Ihr internationales Debüt feiert auch die TuS Rotenburg-Athletin Bärbel Mertins (52), obwohl sie schon seit Jahrzehnten im Kugel-
stoßen und Diskuswerfen exzellente Leistungen abliefert. Die Bezirksschulsportbeauftrage kommt aus einer sportbegeisterten Familie. Ihre Mutter, Karin Sonneck, war mehrmalige Deutsche Meisterin und Olympiateilnehmerin im Diskuswurf, Vater Dr. Alfons
Sonneck ein Spitzenhammerwerfer. Aber auch ihre Söhne Björn und Lasse (eher den Fußballern geläufig) und Tochter Imke zeig-
ten in der Leichtathletik Spitzenleistungen.
Aber, und hier sind die Einschätzungen durchaus realistisch, ob den Startern in Potsdam der Einzug in ein Finale gelingt, er-
scheint mit einem Blick auf die Teilnehmerfelder kaum möglich. Nahezu die gesamte Top Ten der jeweiligen Deutschen Besten-
liste hat gemeldet, abgesehen von den starken ausländischen, zum Teil ehemaligen Spitzensportlern aus 38 europäischen Ländern.

Presseinformation vom 14. August 2002 (Von Manfred Scholz)
Europameisterschaften der Senioren in Potsdam
LG Weserbergland mit starker Truppe am Start
Hameln/Potsdam. Zum ersten Mal ist Deutschland Ausrichter der Europameisterschaften der Senioren ab den Altersklassen 35
bei den Frauen und 40 bei den Männern. In Potsdam treffen sich vom 15. bis zum 25. August rund 4400 Aktive Leichtathleten aus
39 Ländern von Andorra über Armenien bis Ukraine und Yugoslavien. Vier hochmoderne Sportanlagen stehen den Sportlern für die
unterschiedlichen Disziplinen zur Verfügung.
Mit dabei für Deutschland von der heimischen LG Weserbergland sind der VfLer
Volker Peitzmeier und die ESVer Manfred Bublitz,
Klaus-Dieter Holz, Wolfgang Pinkenburg und Oldie Walter Gernikeitis. Ebenfalls auf die Reise gehen als Kampfrichter, denn ohne
sie geht nichts, der Kreisvorsitzende Manfred Schäfer und Peter Nitschke, der 1994 selbst schon mal Europameister in der deut-
schen 4x400 Meter-Staffel war.
Volker Peitzmeier, der amtierende Deutsche Seniorenmeister über die Stadionrunde, wird am Samstag bei seinem ersten Wett-
kampf, dem 100 Meter-Vorlauf alles geben müssen, da er sich einen der begehrten Staffelplätze in der deutschen 4x100 Meter-
Staffel erkämpfen will. Der Deutsche Leichtathletikverband nominiert rigoros die vier Zeitschnellsten, völlig unabhängig von erreich-
ten Saisonbestzeiten. Außerdem ist Peitzmeier noch über 200 und 400 Meter am Start, der Platz in der 4x400 Meter-Staffel dürfte
ihm sicher sein.
Sigrid Meyer, deutsche Vizemeisterin über 1500 Meter geht außer über diese Strecke noch im 800 Meter-Lauf an den Start.
Mannschaftsweltmeister Bublitz und die anderen Langstreckler Holz, Pinkenburg und Gernikeitis messen sich im 5.000- u. 10.000
Meter-Lauf mit der europäischen Langlauf-Elite.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 15. August 2002
13. Europameisterschaften der Senioren
Gute Chancen für Hornbostel
Für jeweils drei Leichtathleten der LG Edemissen/Peine und von Arminia Vöhrum beginnt am Donnerstag der Höhepunkt des
Jahres, denn in Potsdam werden die 13. Senioren-Europameisterschaften eröffnet. 4384 Sportlerinnen (ab W 35) und Sportler (ab
M 40) aus 39 Nationen sind am Start.
Gute Chancen, das Finale der besten Acht zu erreichen, besitzt Ulla Hornbostel (W 40), die über 800 m und 1500 m gemeldet ist.
Voraussetzung: Die Vöhrumerin muss eine ähnlich gute Leistung wie bei der Deutschen Meisterschaft zeigen. Im Speerwerfen (W
40) trifft Elke Ostwald (Vöhrum) auf 13 Konkurrentinnen, ihr Ziel ist der Final-Einzug.
Johann Steinert startet über 800 m und 1500 m der M 40. Angesichts der starken Teilnehmerfelder wird der Vöhrumer versuchen,
in den Vorläufen gegen die fast übermächtige Konkurrenz seine diesjährigen Bestzeiten zu bestätigen.
Adelheid Rosenberg (LG) kann im Kugelstoßen der W 65 aufgrund ihrer bisher erzielten Leistung auf eine Finalteilnahme hoffen.
Um eben jenes zu schaffen, wird sicherlich eine Weite von deutlich über neun Metern vonnöten sein. Gerd Meise (LG) hat sich im
Speerwurf-Wettbewerb der M 60 vorgenommen, eine gute Platzierung und eine Weite im Bereich seiner Jahresbestleistung (43,32
m) zu erzielen.
Für den Peiner Kugelstoßer Werner Weber (LG) ist dies bereits der dritte internationale Einsatz. Nach der EM in Cesenatico vor
vier Jahren (11. Platz) und der WM in Gateshead (13.) vor zwei Jahren, hofft der Jahner nun, sich in Potsdam für das Finale zu
qualifizieren. (ww)

Bremervörder Zeitung vom 16. August 2002
Jürgen Siems erfüllt sich Traum
Bremervörder Leichtathlet startet bei den Senioren-Europameisterschaften
Bremervörde (mib). Für Jürgen Siems geht ein kleiner Traum in Erfüllung. Der Bremervörder nimmt zum ersten Mal an der Leicht-
athletik-Europameisterschaft für Senioren statt. Vom 15. bis 25. August gehört der Rechtsanwalt zu den 4400 Athleten aus 39
Ländern, die in Potsdam um Medaillen laufen, werfen und springen.
Auf die Eröffnungsfeier musste Jürgen Siems gestern aus beruflichen Gründen noch verzichten. Aber ab heute ist der Bremervörder
Leichtathlet -, begleitet von seiner Ehefrau - bei der 13. Europa-Seniorenmeisterschaft voll dabei. "Ich freue mich riesig, da einmal
mitzumachen", sagte der 58-jährige TSV-Sportler am Mittwoch im BZ-Gespräch. Jürgen Siems wird in der Altersklasse M55 in den
Disziplinen 100 Meter, 200 Meter und 400 Meter an den Start gehen und sich mit jeweils mehr als 40 Teilnehmern messen.
Medaillenchancen? "Auf keinen Fall", sagt der ehemalige 2. Vorsitzende des TSV Bremervörde. Die Konkurrenz sei viel zu stark.
Mehr als die Vorlauf-Teilnahme sei nicht drin. "Ich möchte einfach gute Zeiten laufen, vielleicht reicht es für eine persönliche Sai-
sonbestleistung", erklärt er seine Motivation. Bei den Deutschen Meisterschaften, die Ende Juli in Weinstadt bei Stuttgart statt-
fanden und für die sich Jürgen Siems wie in den vergangenen Jahren wieder qualifiziert hatte, verfehlte er seine Jahresbestmarke
mit 13,63 Sekunden nur ganz knapp. Für den Endlauf reichte diese Zeit allerdings nicht. Nur 11,67 Sekunden benötigte der neue
Deutsche M55-Meister Manfred Koch. Allein diese Zeit macht deutlich, wie stark das Teilnehmerfeld bei der Europameisterschaft
sein wird. Das gilt auch für die 400 und 200 Meter, die der Bremervörder am kommenden Montag und Donnerstag laufen wird.
In Niedersachsen gehört Jürgen Siems, der erst 1990 zum Wettkampfsport kam, seither dreimal in der Woche trainiert und über
400 Meter immerhin Platz 19 in der Deutschen Bestenliste belegt, nach wie vor zu den Topsprintern seiner Altersklasse. So beleg-
te er bei den Landesmeisterschaften jeweils den zweiten Platz hinter seinem "ewigen Konkurrenten" Volker Peitzmeier von der LG
Weserbergland, der die 400 Meter unter 55 Sekunden laufen kann und der sich in Potsdam Chancen auf den Europameister-Titel
machen darf.
"Ich bin froh, dass ich fit und gesund zu diesen Meisterschaften fahren kann und Sportler aus ganz Europa treffe", freut sich Jürgen
Siems auf die zehn Tage vor den Toren Berlins.

Drei Ostfriesen bei der Senioren EM dabei Quelle: www.germania-leer.de
Vom 15. bis 25 August finden in Potsdam die Leichtathletik Europameisterschaften der Senioren statt. Erstmals ist eine solche
Großveranstaltung für Senioren in Deutschland. Mit dabei sind auch drei ostfriesische Sportler. Hilde Steinke vom SV Concordia
Neermorr geht in der Altersklasse W55 im Marathon an den Start. Der MTV Aurich ist gleich mit zwei Athleten vertreten. Diskus-
werfer Thomas Dresp geht in seiner Spezialdisziplin an den Start. Vereinskamerad Ingo Kaun stellt sich gleich mehrfach den Geg-
nern. Er wird über 100m, dem Weitsprung und dem Fünfkampf an den Start gehen. Im Fünfkampf ist ihm die beste Platzierung zuzutrauen.


BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 16. August 2002
Vor allem zählt das Erlebnis
12 Wolfenbütteler bei Leichtathletik-EM in Potsdam
Erstmals seit 1979 finden für die Senioren-Leichtathleten wieder internationale Meisterschaften in Deutschland statt. Von Freitag
bis zum 25. August treffen sich die besten "Oldies" Europas zu ihren Titelkämpfen in Potsdam. Die Wettkämpfe im eigenen Land
sind auch Motivation für insgesamt zwölf Leichtathleten und Läufer aus dem Kreis Wolfenbüttel, an den Start zu gehen.
"Wenn man die Europameisterschaften quasi direkt vor der Tür hat, dann möchte man die Gelegenheit auch nutzen, an solch einer
Veranstaltung teilzunehmen", erläutert die national für Börßum startende Angela Arendes. "Im Ausland hätte ich das sicherlich
nicht gemacht. Für mich als Mutter wäre das vom Aufwand her gar nicht so einfach zu machen."
Fruth will in den Endkampf
Im Diskuswerfen der Klasse W35 geht Arendes an den Start, obwohl sie eigentlich lieber den Sprint oder Mehrkampf bestreiten
würde. Aber das lassen der Trainingsumfang und ihre Achillessehne nicht zu. Über 31 m möchte Arendes in Potsdam gerne wer-
fen, und wenn das für den Endkampf reichen sollte, dann wäre das Optimum erreicht.
Berechtigte Endkampfhoffnungen kann sich die ebenfalls in der Klasse W35 startende Frauke Fruth vom MTV Wolfenbüttel im
Dreisprung machen. Favoritinnen vom Papier her sind die Deutsche Meisterin Anett Jokiel und Valentyna Krepkina aus der Ukraine
die beide über 12 Meter springen können. "Es gibt aber auch viele Starterinnen, die mit Weiten um die 10,50 m gemeldet haben,
und das kann ich auch springen", weiß Fruth. Bei der EM stehe für sie aber vor allem das Erlebnis im Vordergrund. "Denn an
solch einer großen Meisterschaft habe ich noch nie teilgenommen."
Frank Kindermann vom MTV ist schon bei Hallen-Europameisterschaften gestartet und wird in Potsdam den Weitsprung und Drei-
sprung bestreiten. "National habe ich mich schon durchaus erfolgreich mit der Konkurrenz gemessen. Jetzt möchte ich die inter-
nationale Herausforderung annehmen."
Ziel DM-Qualifikation
Allerdings ist Kindermann nach einer Muskelverletzung noch nicht wieder zu 100 Prozent fit, weshalb er auch auf die 100 m ver-
zichtet. "Über 5,70m möchte ich aber schon springen. Wie weit man damit bei 37 gemeldeten Startern kommt, das bleibt dann
abzuwarten." Den Dreisprung in der Klasse M45 will Kindermann nur nutzen, um Erfahrungen zu sammeln, im Wettkampf hat er
ihn noch nie bestritten. "Vielleicht kann ich ja die Qualifikationsweite für die nächsten Deutschen Meisterschaften springen," setzt
er sich ein Ziel.
Mewes musste umschulen
Dabei sein ist alles, lautet das Motto für den in der Klasse M70 startenden Günter Mewes vom MTV. Er war gesundheitlich lange
außer Gefecht und hat erst dieses Jahr wieder angefangen zu trainieren. "Laufen, meine eigentliche Leidenschaft, geht aber nicht
mehr leistungsmäßig. Deshalb musste ich auf Diskuswerfen und Kugelstoßen umsteigen", bedauert Mewes. Mit den Spezialisten,
die noch über 40m werfen und 14m stoßen, kann er sich somit nicht messen. "Ich möchte aber schon meine Leistungen von den
Norddeutschen Meisterschaften steigern und über 25m werfen und 8,30m stoßen."
Ebenfalls nicht ganz optimal läuft die Vorbereitung für den Winnigstedter Udo Lippoldes, der in der Klasse M55 im Weitsprung und
Hochsprung starten wird. Lippoldes ist statt im Training zur Zeit auf Klassenfahrt und startet von dort aus direkt durch zur EM.
Auch in seiner Altersklasse hat er es mit großen Teilnehmerfeldern zu tun. 37 Weitspringer und 23 Hochspringer wollen den Titel
des Europameisters. Lippoldes liegt mit seinen gemeldeten Leistungen jeweils in einem breiten Mittelfeld. Da entscheiden auch
häufig die Tagesform und ein wenig Glück über die Platzierung. (hob)

DELMENHORSTER KREISBLATT vom 19. August 2002
Gabriele Rost erläuft bei der EM Bronze
Bei brütender Hitze in Potsdam 10 000 m
Delmenhorst (fr). Die für LG Bremen Nord startende Läuferin Gabriele Rost verbuchte nach Mannschafts-Gold und Silber im
Straßenlauf bei der Weltmeisterschaft in Italien einen weiteren internationalen Erfolg. Bei der Europameisterschaft der Senioren in
Potsdam errang sie über 10 000 m auf der Bahn bei brütender Hitze in 43:31 Minuten die Bronzemedaille. Nach einer schnellen
Durchgangzeit von 21:16 Minuten nach 5000 Metern mussten fast alle Athletinnen der Hitze Tribut zollen. Bis zu diesem Zeitpunkt
lag Rost noch gleichauf mit der späteren Silbermedaillengewinnerin Roswitha Schäffler. Im Ziel fehlten 16 Sekunden.
Mitte nächste Woche fährt die Lehrerin erneut nach Potsdam, wo die 5000 m auf der Bahn auf dem Plan steht. Nur vier Tage spä-
ter will Rost bei der Europameisterschaft Marathon laufen.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 19. August 2002
"Wie im Treibhaus"
Bleschke und Pfeuffers quälten sich - Poley krank
Pech mit dem Wetter hatten die Langstreckler zum Auftakt der Senioren-Europameisterschaften in der Leichtathletik. Den Läufern
aus Wolfenbüttel und Schladen machte in Potsdam die große Hitze, verbunden mit drückender Schwüle das Rennen schwer. Über
10 000m starteten Winfried Bleschke und das Ehepaar Pfeuffer, Dieter Poley erkrankte und musste passen.
Winfried Bleschke vom MTV Wolfenbüttel belegte in der Klasse M55 den 19. Platz nach 41:47,86 min, damit lag er in der zweiten
Hälfte des Teilnehmerfeldes. An eine bessere Endzeit war bei den Witterungsverhältnissen nicht zu denken, rund zwei Minuten
lagen die Läufer hinter ihren Bestzeiten zurück. Durch das hohe Anfangstempo des späteren Siegers riss das Läuferfeld sofort
auseinander und es konnten sich keine Gruppen bilden. Bleschke bekam nach etwa 3.000m Kreislaufprobleme. Er lief sofort etwas
langsamer, um das Rennen unbeschadet zu überstehen.
"Im zweiten Zeitlauf hätte ich bessere Bedingungen gehabt", bedauerte der Wolfenbütteler. "Da sind sie nicht so schnell angelauf-
en und das Hauptfeld blieb bis 6000 m zusammen." Es war auch schon etwas kühler. "Bei unserem Lauf war es wie im Treibhaus,
das Hemd klebte mir schon vor dem Start am Körper", schilderte Bleschke. "Natürlich hätte ich mich gern etwas besser platziert."
Von den Wettkampfanlagen in Potsdam war er enttäuscht. "Da war vieles im Umbau."
Erika Pfeuffer vom MTV Jahn Schladen und Bodo Pfeuffer (LG Kreis Gifhorn) litten genauso unter der Witterung und lagen wie
Bleschke im hinteren Teil ihrer Läufe. Erika Pfeuffer kam nach 52:57,93 min als Neunte in der W60 ins Ziel. Bis zum letzten Kilo-
meter lag sie noch an achter Stelle, brach dann aber ein und verlor noch einen Platz.
Bodo Pfeuffer lief nach 45:43,40 min auf Rang 37 in der M60 ein. Mit dem Erreichten waren beide zufrieden, mit der Wettkampf-
organisation nicht ganz. So könne man sich in der letzten halben Stunde vor dem Rennen nicht mehr einlaufen und gehe wieder
kalt an den Start, bemängelte Bodo Pfeuffer.
Für Dieter Poley, der sich am meisten vorgenommen hatte, zerplatzte der Traum von der EM-Teilnahme 24 Stunden vor dem Wett-
kampf. Plötzlich auftretende Schmerzen im Brust- und Rippenbereich stellten sich als Rippenfellentzündung heraus. "Ich bin total
geschockt und weiß nicht, wie es zu der Entzündung gekommen ist", meinte er enttäuscht. Auch den Marathon am Sonntag kann
ich nicht bestreiten, ich muss erst wieder vollkommen gesund werden." (ma)

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 20. August 2002
Schwers holt Bronze in Potsdam
Erhebliche Steigerung nach dem Vorlauf - in 4:44 Minuten Dritte
Von Christopher Buhl
Verden. Sensationelles Ergebnis für die Leichtathletin der LG Kreis Verden, Birgit Schwers, bei den 13. Europameisterschaften
der Senioren in Potsdam: Beim gestrigen Finale über die 1500 Meter der Altersklasse W40 belegte die 40-Jährige den dritten Rang
und holte sich somit die Bronzemedaille. Gestern Abend - zwischen dem Rennen und vor der Siegerehrung - stand Birgit Schwers
unserer Zeitung für ein kurzes Gespräch zur Verfügung.
"Im Vorlauf ging es eigentlich nur ums Ankommen", scherzt Schwers, und ihre Aussage bestätigt sich bei einem Blick auf die Er-
gebnislisten der Vorläufe: Hier hatte Schwers im zweiten Vorlauf mit einer Zeit von 5:24,74 Minuten den vierten, in der Gesamtab-
rechnung nur den 12. Rang belegt. Zum Vergleich: Ihre Vorjahresbestzeit war um gut 45 Sekunden besser. Auch bei den Bezirks-
meisterschaften in Suderburg war sie als bester Verdener Starterin mit 4:50,3 Minuten ins Ziel gelaufen.
Doch im Finale wusste sie sich, angefeuert von Trainern und Zuschauern, zu steigern. Schwers, die bei vorangegangenen Wett-
kämpfen Testläufe über 800 Meter absolviert hatte, überquerte zwar nicht mit persönlicher Bestzeit die Ziellinie, blieb aber jetzt
deutlich unter fünf Minuten, was auch aufgrund der Ausfälle zahlreicher Gegnerinnen zum dritten Platz reichte. Eine Zeit von 4:44
Minuten löste großen Jubel bei der LGKV aus.
Und wer eine derartige Leistungssteigerung vollbringt, der verbraucht auch ordentlich Kräfte, und deshalb ging es nach dem Wett-
kampf und vor der Siegerehrung erst einmal zum gemeinsamen Abendessen mit ihrer Mutter. Ein rundum gelungener Tag also für
Birgit Schwers, doch etwas hatte sie dann doch noch auszusetzen: "Das Umfeld bei dieser Veranstaltung war nicht so schön. Im
Moment wird die Wettkampfstätte umgebaut, das ist alles eine Riesen-Baustelle. Außerdem wurde der Wettkampf auf 2 Stadien
verlegt, was bedeutet, dass sich auch die Zuschauer ein wenig verteilt haben. Trotzdem sind wir nicht vor gähnend leeren Rängen
gelaufen", so die glückliche Siegerin nach dem Rennen.

DELMENHORSTER KREISBLATT vom 20. August 2002
Bronze für Geherin Eliana Müller
Nach Platz vier in Finnland diesmal bei der Europameisterschaft in Potsdam Dritte
Delmenhorst (kf). Die für Werder Bremen startende Delmenhorsterin Eliana Müller brachte von der Senioren-Europameisterschaft
eine Bronzemedaille aus Potsdam mit. In der Altersklasse W50 über 5000 m Gehen musste sie nur der Titelverteidigerin und viel-
fachen Weltmeisterin Waltraud Seiler aus Stuttgart sowie Ursula Herrendörfer den Vortritt lassen. Dafür brachte sie in 31:05 Min.
die Bronzemedaille mit 39 Sekunden Vorsprung gegenüber der Norwegerin Halldis Dahl unter Dach und Fach. Insgesamt waren 13
Geherinnen am Start. Damit tauschte sie mit Dahl die Ränge gegenüber der Titelkämpfe vor zwei Jahren in Finnland, als Müller
Platz vier belegte.
Die hohen Temperaturen erforderten ein Höchstmaß an Fitness und Disziplin. Ohne hilfreiche Hände, die die Athleten aus Spanien
Italien, Russland, Lettland, Norwegen und Deutschland mit viel Wasser erfreuten, wäre mancher Kollpas entstanden.
Eliana wurde wieder vom vielfachen deutschen Ex-Meister im Gehen, ihrem Mann Julius, betreut. Am 11. September steht Eliana
im Offenen Fernseh-Kanal in Bremen Rede und Antwort.


Presseinformation vom 20. August 2002 (Von Markus Steinbrück)
Senioren-Europameisterschaften in Potsdam
Gibt's Mittwoch Gold für Brigitte Heidrich?
Stelle. Einen ersten Zwischenbericht übermittelte TSV-Stelle-Trainer Eckhard Küster am späten Montagabend von den Leichtath-
letik-Europameisterschaften der Senioren aus Potsdam. W-35-Athletin Astrid Jobmann war in den ersten Tagen der insgesamt
zehntägigen Veranstaltung bereits zweimal im Einsatz und beendete ihr Engagement trotz einer leichten Verletzung am linken
Fuß auf den Rängen 6 und 7. So landete der 4-kg-Hammer der 39-Jährigen nach zwei ungültigen Versuchen zu Beginn noch bei
exakt 38 Meter, was ihr in einem 16-köpfigen Teilnehmerfeld den 6. Platz bescherte. Auch im Diskuswerfen blieb Astrid Jobmann
leicht hinter ihrer Saisonbestleistung zurück und kam mit einer Weite von 38,70 m auf den 7. Platz. Der Wettkampf verzögerte sich
gegenüber den ursprünglichen Planungen derart stark, dass die letzten Versuche am Montagabend kurz vor 22 Uhr unter Flutlicht
absolviert werden mussten.
Einen erfolgreichen Auftakt ihrer EM-Mission verbuchte Brigitte Heidrich (Seniorinnen W 40) über 400 Meter für sich. In den Vor-
läufen blieb die 41-jährige Stellerin als einzige Teilnehmerin unter der 60-Sekunden-Grenze und stellte in 58,67 sec sogar einen
neuen Meisterschaftsrekord auf. Da die Zwischenläufe bei 19 angetretenen Läuferinnen abgesagt wurden, gilt die ganze Konzen-
tration nun dem 400-Meter-Endlauf, der am Mittwoch um 11.45 Uhr gestartet wird. "Brigitte hat nicht allzu harte Konkurrenz zu
fürchten", liebäugelte Trainer Eckhard Küster insgeheim mit der Goldmedaille für seinen Schützling.

HAMBURGER ABENDBLATT vom 20. August 2002
Hittfelderin holt Bronze
Hittfeld. Miriam Machill vom TSV Eintracht Hittfeld hat bei den Senioren-Leichtathletik-Europameisterschaften in Potsdam eine
Bronzemedaille im Weitsprung errungen. Mit 5,24 Meter landete die Athletin in der Altersklasse W40 auf Rang drei. Im Sprint über
100 Meter wurde die Hittfelderin in 12,91 Sekunden Vierte von 50 Startern.
Mit dieser Leistung hat sich Miriam Machill für die deutsche 4 x 100-Meter-Staffel qualifiziert, die am Sonntag den Höhepunkt der
Titelkämpfe in Potsdam darstellen.
Detlef Peters aus Hittfeld verbesserte in der AK M40 zwar seine Bestzeit über 1500 Meter (4:18,11 Minuten), konnte sich damit
aber nicht für den Endlauf qualifizieren. Insgesamt sind in Potsdam 4300 Athleten am Start, davon 2500 aus dem Ausland. (hr)

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 21. August 2002
Bussmann läuft tapfer zu Platz drei
Dammerin bei EM über 10 000 m erfolgreich
Potsdam/Damme (sl) - Eine glanzvolle Premiere glückte Elke Bussmann bei der 13. Europameisterschaft der Leichtathletik-
Senioren in Potsdam: Die Langläuferin des OSC Damme gewann im 10 000-m-Lauf der Frauenklasse W 35 die Bronzemedaille.
Schneller als Elke Bussmann (38:48,80 min) liefen nur die spanische Europameisterin Maria Soledad Castro Souna (36:29,15) und
Inara Luse aus Lettland (37:50,33). An der diesjährigen Senioren-EM vor den Toren Berlins nahmen insgesamt 4385 Leichtathleten
aus 39 Nationen teil, darunter befanden sich rund 1245 Frauen.
Mit einer Medaille hatte die Dammerin im Vorfeld selbst nicht gerechnet, da sie nur die sechstschnellste gemeldete Zeit von den
13 gemeldeten Läuferinnen vorweisen konnte. "Außerdem lief es im Training in den letzten Wochen nicht besonders gut", äußerte
sie sich vor dem Start recht skeptisch. Auf der Bahn in Potsdam bewies sie dann aber richtige Steherqualitäten. Angesichts der
heißen Temperaturen in der Mittagszeit wurden einige Läuferinnen ein Opfer der Gluthitze und stiegen daraufhin vorzeitig aus. Aber
auch jene, die wie Elke Bussmann tapfer durchhielten, mussten den verschärften Anforderungen Tribut zollen, denn alle blieben bis
zu anderthalb Minuten über ihren sonstigen Laufzeiten.
Für die strahlende Bronze-Gewinnerin vom OSC Damme stand nach ihrem Wettkampf aber fest: "Dies wird nicht meine letzte Eu-
ropameisterschaft bleiben. Ich fasse schon die EM der Senioren in der Halle ins Auge, die Anfang März 2003 in San Sebastian in
Spanien stattfindet." Vorher hat die Dauerläuferin noch zwei andere größere Wettbewerbe ins Auge gefasst:
Die Deutsche Straßen-Meisterschaft über 10 km (7. September) und den Berlin-Marathon (29. September).

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 21. August 2002
Besondere Atmosphäre mit Flutlicht genossen
Lippoldes und Arendes bei Leichtathletik-Senioren-EM
Zufrieden mit ihren Leistungen, beeindruckt von der Atmosphäre und motiviert für zukünftige Aufgaben kehrten Angela Arendes
(MTV Bürßum) und Udo Lippoldes (TSV Winningstedt) von den Leichtathletik Europameisterschaften der Senioren aus Potsdam
zurück.
"Das war schon eine besondere Atmosphäre im Stadion, zumal, wenn man seit zehn Jahren erst wieder seinen vierten Wettkampf
bestreitet", resümierte Arendes. Die Börßumerin war sichtlich beeindruckt von ihrem Wettkampf im Diskuswerfen der Klasse W35.
"Weil unser Start erst um 20 Uhr war, haben wir bei Flutlicht geworfen. Außerdem wurde jede Werferin bei ihren Versuchen
namentlich vom Stadionsprecher erwähnt. Das war schon ein ganz tolles Gefühl."
Zu verdanken hatte das Starterfeld die große Aufmerksamkeit der ehemaligen Weltklassewerferin und Lokalmatadorin Diana
Ganski aus Potsdam, die mit 43,86m auch den Titel errang. Arendes war mit ihren 29,86 m und dem 16. Platz zufrieden. Für eine
Weite über 30 m fehlten ihr ein wenig Gegenwind und die sonst gewohnten drei Versuche aus dem Endkampf.
So erging es auch dem Winnigstedter Udo Lippoldes (M55) im Weitsprung. "Wenn man nur drei Versuche hat, muss alles passen.
Das ist auch vom Kopf her etwas ganz anderes, als sicher zu sein, dass man sechs Versuche hat." Lippoldes steigerte sich von
4,75m über 4,99m auf 5,05m im dritten Versuch. "Drei weitere Versuche, und ich wäre sicher noch weiter gesprungen, aber für den
Endkampf musste man 5,25 m springen", berichtete Lippoldes. Dennoch war er sehr zufrieden mit seiner Weite. Die 5,05m bedeu-
teten Jahresbestleistung und einen neuen Kreisrekord für ihn.
Mit dem Hochsprung war der Winnigstedter dann überhaupt nicht zufrieden, was organisatorische Gründe hatte. Zuvor waren die
Siebenkämpferinnen auf der Anlage, die so gut sprangen, dass sich der Start der Hochspringer über zwei Stunden verzögerte. "Da
war die Spannung raus, und meine Beine habe ich schon nicht mehr gespürt", klagte Lippoldes. "So bin ich dann auch gesprung-
en”. Die Höhe von 1,40m und Platz 19 entsprechen nicht seinem Leistungsvermögen.
Dennoch war auch Lippoldes von der Atmosphäre bei den Titelkämpfen begeistert. "Man trifft ein paar alte Bekannte wieder, aber
knüpft auch neue Kontakte zu anderen Aktiven. Und jeder hilft jedem. Der Schweizer Starter hat mir Tipps gegeben, und der Euro-
pameister aus der Ukraine (Siegeshöhe 1,70 m) hat erst einmal den Siegersekt bei uns allen kreisen lassen." (hob)

Presseinformation vom 21. August 2002 (Von Markus Steinbrück)
Leichtathletik-Europameisterschaften der Senioren in Potsdam
Brigitte Heidrich macht ihren Titeltraum wahr
Stelle. Vier Jahre nach ihrem ersten Einzeltitel bei einer Senioren-Europameisterschaft hat sich Brigitte Heidrich vom TSV Stelle
am Mittwoch einen weiteren ganz großen Traum verwirklicht. Bei den Senioren-Europameisterschaften im Stadion Luftschiffhafen
von Potsdam gewann die 41-Jährige den kontinentalen Titel im 400-Meter-Lauf der Seniorinnen W 40. Und das mit einer Zeit, die
selbst Trainer Ekhard Küster noch vor wenigen Wochen nicht für erreichbar gehalten hatte.
Heidrichs 57,54 sec bedeuteten nicht nur einen Meisterschaftsrekord, sondern auch die Steigerung ihres niedersächsischen
Landesrekordes um annähernd eine halbe Sekunde. Die eigene Bestzeit des Jahres 2002 drückte sie sogar um fast eine ganze
Sekunde. Ganz so leicht, wie es nach den Vorläufen ausgesehen hatte, machten es die weiteren Endlaufteilnehmerinnen der zwei-
fachen Mutter das Siegen dann aber doch nicht. Bis auf die Zielgerade dauerte es, bevor Brigitte Heidrich ihre langjährige Konkur-
rentin Irena Gazda-Sagolla (LG Remsfeld-Wabern) abschütteln konnte.
Diese war über ihre herausragende Steigerung auf 58,30 sec aber genau so glücklich wie die Drittplatzierte, Martina Seidel vom
Ahrensburger TSV. Seidel erreichte das Ziel nach 59,67 sec.
Nur wenige Stunden später folgte für Brigitte Heidrich bei optimalen äußeren Bedingungen bereits der nächste Einsatz. Vor den
Augen ihrer Eltern sowie TSV-Abteilungsleiter Hans-Heinrich Harms überstand sie die 200-Meter-Vorläufe in der Zeit von 26,75 sec
problemlos.
Nach einem Ruhetag am Donnerstag stehen am Freitag die 200-Meter-Halbfinals, am Sonnabend das Finale auf der halben
Stadionrunde auf dem Programm. Am Sonntag soll es zum Abschluss am Sonntag dann mit der bundesdeutschen 4x400 -Meter-
Staffel noch einmal Gold geben.

Presseinformation vom 22. August 2002 (Von Manfred Scholz)
Peitzmeier Europameister
Am Ziel seiner Träume war am Mittwoch bei den Europameisterschaften der Senioren in Potsdam der VfLer Volker Peitzmeier,
der für die LG Weserbergland und bei diesem Event für Deutschland startet. Im 400 Meter-Sprint musste er nach Vorlaufsieg in
lockeren 58,64 Sekunden im Semifinale schon ordentliche 56,78 Sekunden laufen, um den bis dahin Schnellsten aller vier Vorläufe
Aldo del Rio aus Italien niederzuhalten. Im Endlauf zeigte er seine ganze Klasse und gewann diesen in 55,51 Sekunden vor del Rio
(56,73 Sekunden) und Wim Scholtes aus den Niederlanden (56,75 Sekunden).
Peitzmeier hatte verletzungsbedingt auf einen Start über 100 Meter verzichtet, um einen Start über 400 Meter nicht zu gefährden.
Da die leichte Verletzung, die er sich bei den Deutschen Meisterschaften vor drei Wochen zugezogen hatte nun nicht wieder auf-
brach, will er in Potsdam nun auch die 200 Meter angehen, denn auch hier gehört er zum Favoritenkreis.

Bronze für Waltraud Bayer Quelle www.fittie.de
Sensationell auf Platz drei lief Waltraud Bayer bei den Senioren-Europameisterschaften über die 5000 Meter der W 60. In einem
couragierten Lauf ging Waltraud Bayer gleich zu anfang an die Spitze. Ihr folgten nur die großen Favoriten Barbara Wolf und Rona
Frederiks. Diese beiden Deutschen konnte sie dann gegen Ende des Rennens nicht mehr halten, aber ihr Vorsprung zu den wei-
teren Verfolgerinnen reichte um Platz drei zu sichern. Waltrauds Endzeit: Sehr schnelle 21:12,25 Minuten. Die Europameisterin
Wolf ging bei 20:40 über die Ziellinie.
Nach
Rang drei von Gabriele Rost über die 10.000 Meter der W 55 sprang somit schon die zweite Medaille für die schnellen LG
Nord-Frauen heraus. Mit etwas Glück ist sogar noch mehr drin. Waltraud Bayer lief über die 400 Meter in den Endlauf. Als achte
und fünftbeste Deutsche in 78,35 Sekunden ist die 62-jährige noch Ersatzläuferin der 4x400-Meter-Staffel. Und Gabriele Rost hat
nach ihren Auftritt über die 5000 Meter der W 55 mit Rang acht in 21:22,50 Minuten am Schlußtag noch die Chance auf eine wei-
tere Überraschung im Marathon.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 23. August 2002
Hitze kostete Athleten 60 bis 90 Sekunden
Erika Pfeuffer wurde über 5000m Elfte, ihr Mann 39.
Die drückende Hitze macht den Langstrecklern bei den Senioren-Europameisterschaften der Leichtathleten in Potsdam weiterhin
das Leben schwer. Aus dem Kreis Wolfenbüttel traten über 5000 Meter Erika Pfeuffer vom MTV Jahn Schladen und ihr Ehemann
Bodo Pfeuffer (LG Kreis Gifhorn) in der Altersklasse der 60-Jährigen an. Erika Pfeuffer bewältigte die Strecke in 25:17,46 Minuten
und wurde Elfte, Bodo Pfeuffer war in seinem Lauf nach 21:33,61 Minuten im Ziel und landete auf Platz 39.
Die beiden Schladener äußerten sich zufrieden über ihre Leistungen, obwohl sie bei dem Wetter rund 60 bis 90 Sekunden hinter
ihren Erwartungen zurückblieben. Das war bei den Spitzenläufern nicht anders.
"Gegenüber regionalen Sportfesten ist die Beteiligung bei einer EM riesig. In der M60 waren 63 Läufer gemeldet, auch wenn einige
dann nicht angetreten sind", berichtete Bodo Pfeuffer. "Es waren Top-Leute dabei und die Atmosphäre war großartig - einfach ein
tolles Erlebnis." Am Sonntag starten fünf Athleten aus dem Kreis beim Marathonlauf. "Hoffentlich ist es dann etwas kühler",
wünscht sich Pfeuffer.

Presseinformation vom 24. August 2002 (Von Dr. Werner Weber)
Werner Weber Fünfter im Kugelstoßfinale der M 55
Vom 15. bis 25. August fanden im Potsdamer Stadion am Luftschiffhafen die 13. Senioren-Europameisterschaften der Leichtath-
leten statt. 4384 Sportlerinnen aus 39 Nationen kämpften um Titel, Medaillen und gute Platzierungen. Die LG Edemissen/Peine
und der TSV Arminia Vöhrum waren durch jeweils drei Aktive vertreten.
Am Vormittag des ersten Wettkampftages trat Adelheid Rosenberg (LG Edemissen/Peine) mit siebzehn Konkurrentinnen aus
sieben Nationen zum Kugelstoßen der W65 an. Bei ihrem ersten internationalen Wettkampf blieb Adelheid Rosenberg deutlich
unter ihrer gewohnten Leistung und konnte sich mit 8,33m als Elfte nicht für das Finale der ersten Acht qualifizieren. Es siegte
Anne Chatrine Rühlow mit 11,35m vor Sigrun Kofink mit 11,14m. Zur Finalteilnahme waren 9,13m gefordert.
Am dritten Wettkampftag fanden die Vorläufe über 1500m statt. Johann Steinert (Arminia Vöhrum) startete im zweiten von drei
Vorläufen der M45 mit je zwölf Läufern. In einem couragierten Rennen verbesserte der routinierte Mittelstreckler seine diesjährige
Jahresbestzeit auf 4:31,71min, konnte sich aber als Zweiundzwanzigster dennoch nicht für das Finale qualifizieren.
Mehr Glück hatte Ulla Hornbostel (Voe). Nach einem langsamen, taktisch bestimmtem Vorlauf,  qualifizierte sie sich zusammen
mit vierzehn weiteren Läuferinnen für den 1500m Endlauf der W40. Im Finale sorgten die Favoritinnen für eine sehr schnelles
Rennen, es siegte Bettina Treibert-Wiesner in 4:42,28min vor Heilig-Duvenäster in 4:44,06min knapp vor der Verdenerin Birgit
Schwers in 4:44,93min. Ulla Hornbostel , durch eine Achillessehnenreizung gehandikapt, verbesserte ihre Jahresbestzeit auf
5:03,13min und landete auf dem undankbaren neunten Platz.
Nach einem Ruhetag fanden am fünften und sechsten Wettkampftag die Kugelstoß- und Speerwurfwettbewerbe statt. Elke Ost-
wald (Voe) konnte krankheitsbedingt am Speerwerfen der W40 nicht teilnehmen.
Bei nachmittäglicher Hitze traten zum Kugelstoßen der M55 dreiundzwanzig Sportler aus dreizehn Nationen an. Gleich im ersten
Versuch qualifizierte sich der für die LG Edemissen/Peine startende Dr. Werner Weber mit 13,15m für das Finale der besten Acht.
Nach einer Serie von zwei weiteren Stößen über dreizehn Meter gelang dem Jahner im letzten Versuch noch einmal eine Verbess-
erung auf 13,34m. In der Endabrechnung fehlten zur Bronzemedaille ganze zehn, zu Silber einunddreißig Zentimeter. Nach Platz
Elf bei der EM vor vier Jahren in Cesenatico war der Peiner Kugelstoßer mit Platz Fünf dennoch hochzufrieden. Europameister
wurde überraschend der Russe Alexei Zenkin mit 14,09m vor dem favorisierten Deutschen Axel Hermanns mit 13,65m. Bronze
ging an den Ungarn Dr. Jeremias Attila mit 13,44m.
Gerd Meise (LG) war einer von dreißig Speerwerfern der M60. Mit einer soliden Leistung von 40,40m wurde der Stederdorfer
Zwölfter. Europameister mit dem 600g Speer wurde Axel Jelten aus Deutschland, der mit 60,07m (!) einen neuen Weltrekord für
Senioren der M60 aufstellte. Silber ging an den Polen Sakow mit 54,38m , Bronze an den Altmeister Peter Mörbel aus Mainz mit
50,34m.
Zu den Vorläufen über 800m traten Johann Steinert und Ulla Hornbostel noch einmal an. Johann Steinert lief auch über 800m per-
sönliche Jahresbestzeit, konnte sich aber trotz guter 4:31,71min als Siebzehnter nicht für das Finale qualifizieren. Ähnlich erging
es Ulla Hornbostel. Ihre Zeit von 2:29,80min reichte nicht zur Finalteilnahme. Verletzungsbedingt konnte die Vöhrumerin ihre bei
den Deutschen Meisterschaften in Kevelaer erzielte Leistung nicht wiederholen und wurde Elfte.
Resümierend mussten die Peiner Seniorensportler erfahren, dass die Teilnahme an einer internationalen Meisterschaft mit beson-
deren psychischen und physischen Belastungen verbunden ist und eine optimale Leistungsentfaltung unter diesen Bedingungen
äußerst schwierig ist.
Die 14. Senioren-Europameisterschaften finden laut Beschluss der EVAA in zwei Jahren in Aarhus (Dänemark) statt.

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 24. August 2002
Behrens springt auf Platz zwei in Europa
Potsdam/Hildesheim (wgk). Renate Behrens von Eintracht Hildesheim ist bei den Leichtathletik-Europameisterschaften der Seni-
oren in Potsdam Vize-Europameisterin im Dreisprung der Altersklasse W 45 geworden. Da sie außerdem im Weitsprung eine
Bronzemedaille gewann, sind die europäischen Titelkämpfe für sie zum erfolgreichsten Wettkampf in ihrer langen Karriere als
Leichtathletin geworden. Nur die Niederländerin Janine Kortbeek sprang in Potsdam mit 10,89 m weiter als die ehrgeizige Hildes-
heimerin. Behrens verpasste mit ihrem besten Satz auf 10,53 m den deutschen Rekord nur um drei Zentimeter. Im Weitsprung
lagen die Britin Carole Filer (5,24 m) und die Deutsche Inge Dech (5,20 m) vor Renate Behrens, die sich in Potsdam, nachdem sie
vor kurzem mit 5,21 m einen neuen Landesrekord aufgestellt hatte, mit 4,97 m begnügen musste.
Auch Rudolf Held vom TSV Gronau, im Jahr 2000 schon einmal deutscher Seniorenmeister im Dreisprung der M 65, wurde in
Potsdam Zweiter in seiner Lieblingsdisziplin. Inzwischen in der M 70 startend, wurde als beste Weite mit 9,55 m gemessen. Der
Russe Wladimir Popow gewann mit 9,95 m Gold.
Siegfried Ritter (Eintracht Hildesheim) hatte sich über Vor- und Zwischenlauf für das 400-m-Finale der M 60 qualifiziert und belegte
den sechsten Platz (61,60 Sekunden). Europameister wurde Guido Müller in 58,08 sek. vor dem Litauer Vyntautas Kasparaitis
(59,52 sek.). Da der Hildesheimer viertschnellster Deutscher war, nominierte ihn der Deutsche Leichtathletik-Verband auch für den
Einsatz in der deutschen 4x400-m-Staffel am Sonntag.
Ein Bericht über die Leistungen und Platzierungen der weiteren bei den Europameisterschaften gestarteten Leichtathletik-Senioren
aus dem Sportkreis Hildesheim folgt.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 24. August 2002
Zweifach Glücksgefühle
Senioren-EM: Muskelfaserriss - Fruths Karrierehöhepunkt fiel aus
Die Senioren-Europameisterschaften der Leichtathleten in Potsdam endeten für die Athleten der technischen Disziplinen aus dem
Kreis Wolfenbüttel mit Glücksgefühlen bei Frank Kindermann und Günter Mewes und einer riesigen Enttäuschung bei Frauke
Fruth. Frank Kindermann (M45) vom MTV Wolfenbüttel gab sein Debüt im Dreisprung. "Ich wollte gerne die Qualifikationsweite für
die Deutschen Meisterschaften springen, die liegt bei 9,80m", berichtete Kindermann. "Dass es dann so super geklappt hat, darü-
ber habe ich mich riesig gefreut."
War der erste Versuch noch ungültig, so konnte er im zweiten seine Zielweite mit 10,65m schon deutlich überbieten. Im dritten
Versuch sprang der Wolfenbütteler dann sogar noch 10,97m. "Das hat nicht nur Spaß, sondern auch Mut für die Zukunft gemacht.
Jetzt möchte ich natürlich demnächst mal über 11 Meter springen." Angetan war Kindermann auch bei seinem zweiten Auftritt von
der Stimmung solch einer EM. "Das ganze Drumherum, internationale Teilnehmer, ein höheres Niveau - das war ein ganz anderer
Wettkampfverlauf für mich. Bei einer EM kann ich nicht davon ausgehen, dass ich in den Endkampf komme und mehr als drei Ver-
suche habe."
Ähnlich äußerte sich Günter Mewes. "Das war ja meine erste ganz große Meisterschaft, und ich bin froh, dass ich teilgenommen
habe. Solch eine tolle Erfahrung hat mir Motivation für weitere Aufgaben gegeben." Auch sportlich klappte es bei Mewes. Im Kugel-
stoßen (M70) wollte er gerne Bestweite stoßen, möglichst um die 8,30m. Mit 8,29m und dem 16. Platz erzielte er dabei fast eine
Punktlandung und war sehr erfeut. "Eigentlich brauche ich so um die zehn Stöße, um richtig warm zu werden. Bei der EM hat man
aber nur zwei Probeversuche, deshalb bin ich mit dem Ergebnis auch so zufrieden."
Große Enttäuschung herrschte dagegen bei Frauke Fruth. Im Vorfeld mit den größten Chancen auf eine gute Platzierung aller
Starter aus dem Kreis gehandelt, musste sie gänzlich auf ihre Teilnahme im Dreisprung verzichten. "Ich hatte Beschwerden in der
linken Wade, habe aber gehofft, dass es vielleicht nur eine Reizung ist", berichtete sie. Vorsichtshalber ging sie dann einen Tag
vor dem Start noch zum Arzt. Die ernüchternde Diagnose: Muskelfaserriss. "Ich bin schon ziemlich deprimiert, denn die EM sollte
mein Karrierehöhepunkt werden", meinte Fruth. "Jetzt mache ich erst einmal Urlaub und dann mal sehen, wie es weitergeht.
Momentan bin ich ziemlich frustriert." (hob)

Marathon-Gold für Gabriele Rost Quelle www.fittie.de
Mit Gold besserte Gabriele Rost die tolle Ausbeute der LG Bremen-Nord bei den Senioren-Europameisterschaften noch weiter auf.
In einer wahren Hitzeschlacht gegen Ende des Rennens mit über 30 Grad im Schatten war Gabriele Rost die stärkste W 55-
Läuferin. Mit 3:27:02 Stunden lies sie die Verfolgerinnen Hilde Steinke (3:37:14 Std.) aus Deutschland und die Österreicherin
Edeltraud Schneider (3:38:14 Std.) weit hinter sich. Gesamtbilanz der LGN-Athletinnen: Gold und Bronze für Gabriele Rost und
einmal Bronze für Waltraud Bayer.

OLDENBURGER KREISZEITUNG vom 26. August 2002
Bischof und de Groot siegen
Ganderkesee (mc). Auf eine erfolgreiche Europameisterschaft der Senioren können die Leichtathleten der LGG Ganderkesee zu-
rückblicken: Zwei Einzeltitel, einen zweiten und einen dritten Platz sowie Positionen zwei in der 4 x 100-m-Staffel brachten sie mit
nach Hause.
Europameister wurde Inge de Groot, die im Weitsprung auf 4,45 m kam. Ihr gleich machte es Birgit Bischof, die in 13,52 Sekunden
als erste Läuferin ins Ziel über 80-m-Hürden kam. Die beiden anderen Einzelmedaillen gingen an Inge Breithaupt, die mit dem Dis-
kus Dritte und mit dem Speer Zweite wurde. In der Staffel langte es für Birgit Bischof noch zum zweiten Platz, obwohl hier der Stab
verloren worden war. Ausführlich wird demnächst von den Titelkämpfen berichtet werden.

Presseinformation vom 27. August 2002 (Von Manfred Scholz)
Zweiter Europameisterschafts-Titel für Peitzmeier
Potsdam. Bei  den Europameisterschaften der Senioren in Potsdam gelang dem Hamelner Volker Peitzmeier (LG Weserbergland)
nach dem überzeugenden Sieg im 400 Meter-Einzelrennen am Abschlusstag als Schlussläufer der deutschen 4x400 Meter-Staffel
der Altersklasse M55 ein weiterer sensationeller Erfolg in seiner bisher beispiellosen Karriere. Die deutsche Staffel siegte in der
Besetzung Horst Beige, Peter Scholz, Rudolf Thiele und Volker Peitzmeier in 3:52,27 Minuten vor den Mannschaften aus Groß-
britannien (3:54,63 Minuten), Polen und Russland. Dabei sah der Rennverlauf nicht von Anfang an nach einem klaren deutschen
Sieg aus. Die ersten beiden Läufer aus Großbritannien dominierte das Rennen und erst der vorletzte Läufer der deutschen Staffel,
Rudolf Thiele, übergab den Staffelstab mit einem Meter Vorsprung an Volker Peitzmeier, der auf seiner Stadionrunde vom Briten
Charlton stark attackiert wurde. Der Hamelner, der nun schon vier Rennen in den Beinen hatte, musste noch einmal alles geben,
um den vielumjubelten deutschen Sieg unter Dach und Fach zu bringen.
Aber auch taktisch hat der VfLer eine absolute Meisterleistung vollbracht, war er doch mit muskulären Problemen nach Potsdam
gefahren und wäre er dort wie geplant auch über 100- und 200 Meter an den Start gegangen, das wären mit Vor- Zwischen- und
Endläufen noch weitere sechs Rennen gewesen, hätte er die Rückreise unter Umständen mit leeren Händen angetreten. Wie bei
den Deutschen Meisterschaften vor vier Wochen, als er auf einen Start über 200 Meter verzichtete, hat er auch in Potsdam mit
dem Gewinn von zwei kontinentalen Titeln alles richtig gemacht.

WINSENER ANZEIGER vom 27. August 2002
Mit Miriam Machill zum Europarekord
Hittfeld. Miriam Machill vom TSV Hittfeld (W 40) hat allen Grund zur Freude. Zum Abschluss der Leichtathletik-Europameister-
schaften der Senioren in Potsdam verhalf sie der deutschen 4x100-m-Staffel als Schlussläuferin zur Goldmedaille. Zudem stellte
das überglückliche Quartett in einer Zeit von 49,18 sec einen neuen Europarekord auf.
In dem vollbesetzten Stadion und unter Beobachtung versierter Leichtathleten machten die Läuferinnen mit der Besetzung Nanz
(Büdelsdorf), Görling (Worms), Heitmann (Büdelstorf) und Machill (Hittfeld) alles richtig. Vor allem der flüssige Wechsel klappte
vorzüglich. Nachdem die Hittfelderin die Ziellinie passiert hatte, lagen sich die Goldmedaillengewinnerinnen freudestrahlend in den
Armen. Platz 2 nahm übrigens das Team aus Großbritannien ein. Die Titelkämpfe
begannen für Miriam Machill vielversprechend.
Sie erkämpfte sich im Weitsprung eine Bronzemedaille und belegte Platz 4 im 100-m-Sprint.
Gestern Morgen begann für Miriam Machill wieder der Alltag als Lehrerin der 1. Klasse an der Grundschule in Jesteburg.
Die Schulleitung kann sicher sein, dass Miriam Machill ihre Sportbegeisterung den Schulkindern vermitteln wird. Am morgien Mitt-
woch nach dem Training auf der Hittfelder Sportanlage Peperdieksberg soll auf jeden Fall gefeiert werden. Denn schließlich kann
der TSV Hittfeld nicht jedes Jahr eine Europameisterin ehren.
Äußerst zufrieden sind auch die Aktiven des TSV Stelle mit dem Erreichten in Potsdam. Allen voran Brigitte Heidrich (W 40), die
mit der deutschen 4x400-m-Staffel mit einer Zeit von 3:56,02 min ebenfalls einen neuen Europarekord aufstellte. Außerdem gab es
für sie eine Bronzemedaille über 200 Meter in einer Zeit von 26,22 sec. Siegerin des Wettbewerbs wurde Ulrike Grüling
(TG Worms) in 25,50 sec vor der Britin Aueril Mc Clellan in 25,71 sec. Der Steller Thomas Clausen (M 40) belegte im Dreisprung
mit 12,43 m den 8. Platz. Rang 15 nahm er im Stabhochsprung mit 3,60 m ein.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 27. August 2002
Erika Pfeuffer lief auf Rang sechs
In Potsdam gingen die Europa Meisterschaften der Senioren mit dem Marathonlauf zu Ende. Erika Pfeuffer erreichte als Sechste
der Klasse W60 die beste Platzierung für den MTV "Jahn" Schladen. Peter Hanke lief mit 3:08:34 Stunden die schnellste Zeit für
die Schladener. Die Läufer waren von der schwierigen, aber landschaftlich schönen Strecke angetan. Richtig Probleme bereitete
vielen die Hitze. Von den 630 gemeldeten Startern blieben lediglich 470 unter dem Zeitlimit. Mit seiner Zeit kam Peter Hanke auf
Platz 104 im Gesamteinlauf, in der Klasse M55 belegte er Rang 14 von 97 gemeldeten Läufern. "Ich bin rundum zufrieden. Das Er-
gebnis werte ich als persönlichen Erfolg für mich, auch wenn ich bei der Laufzeit leichte Abstriche machen musste", kommentierte
Hanke. Er hatte gehofft, unter drei Stunden zu bleiben. Nachdem er für die erste Hälfte 1:29 Stunden benötigt hatte, änderte der
Hornburger allerdings seinen Zeitplan und peilte nun 3:10 Stunden als Zielzeit an.
Erika Pfeuffer kam nach 4:13:18 Stunden ins Ziel. Für sie war es ein gelungener Wettkampf, obwohl sie nach einem Insektenstich
mit einem geschwollenen Fuß antreten musste. Der Schladener Peter Müller, M50, zollte der Hitze Tribut, reduzierte in der zwei-
ten Hälfte des Rennens sein Tempo und kam nach 4:11,06 Stunden ins Ziel.
Bodo Pfeuffer wurde mit eine Zeit von 3:50,05 Stunden 25. der Altersklasse M60. (ma)

GRAFSCHAFTER NACHRICHTEN vom 27. August 2002
Glänzende EM-Bilanz krönt Gnoths Karriere
Leichtathletik-Senior des TuS Gildehaus gewinnt in Potsdam Silber und Bronze
Gildehaus/Potsdam (ha). Dekoriert mit einer Silber- und einer Bronzemedaille - so kehrte der Gildehauser Siegbert Gnoth von den
13. Europameisterschaften der Veteranen aus Potsdam zurück. Das war für den erfolgreichen Leichtathletik-Senior der Alters-
klasse M 60 die Krönung seiner sportlichen Laufbahn. Zwei Wochen vor den europäischen Titelkämpfen war noch fraglich gewe-
sen, ob Siegbert Gnoth in der brandenburgischen Hauptstadt überhaupt an den Start gehen kann, da sein Ischiasnerv entzündet
war.
Im ersten Wettbewerb, dem Hochsprung, stieg er bei 1,45 Meter ein und meisterte alle Höhen bis 1,55 Meter fehlerlos. Bei der
Sprunghöhe von 1,60 Meter touchierte er leicht mit dem Ellenbogen, obwohl er die Latte schon sicher überquert hatte. Dadurch
stellte sich bei dem wettkampferfahrenen Athleten eine leichte Unsicherheit beim Anlauf zu den nächsten beiden Versuchen ein,
zumal er keinen Betreuer dabei hatte, der korrigierend eingreifen konnte.
So war der Sieg für Wulf-Dieter Scheer (SU Annen-Witten) frei, der nach Fehlversuchen bei 1,55 Meter im zweiten Versuch 1,60
Meter übersprang. Dritter wurde Antti Hautamäki, der Finnland repräsentativ in den 60er Jahren vertreten hatte, mit ebenfalls 1,55
Meter im Straddle.
Im Dreisprung gelang dem Gildehauser mit dem Gewinn der Bronzemedaille ein weiterer Erfolg. Zwar konnte er nicht an seine Vor-
jahresweite von 11,18 Metern anknüpfen, als er damit deutscher Seniorenmeister geworden war, aber unter seinen Voraussetz-
ungen hatte er mit 10,85 Metern das Maximum erreicht. Sieger dieses Wettbewerbs wurde mit Udo Speck (Altenholz) ebenfalls
ein deutscher Teilnehmer. Er sprang 11,47 Meter weit. Auf dem vierten Platz landete der Italiener Sergio Valente mit 10,30 Meter.
Insgesamt nahmen an den Titelkämpfen 4500 Teilnehmer aus 39 Nationen teil. Die Vorderseite der Urkunden und der Medaillen
schmückt das Schloss Sanssouci.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 27. August 2002
Eriksen überzeugte bei Senioren-EM
Braunschweig. Auf den Punkt topfit. Mit Gold und Silber kehrte Anne-Kathrin Eriksen von den Leichtathletik-EM der Senioren in
Potsdam zurück. Mit der 4 x 100-Meter-Staffel holte sich die Einträchtlerin als Schlussläuferin den Sieg vor Großbritannien und
Schweden. Zuvor hatte sich die Pädagogin mit 4,27 Meter im Weitsprung Platz zwei erkämpft und mit 14,74 Sekunden Rang sie-
ben im Endlauf über 100 Meter belegt. "Zwei Jahresbestleistungen, ich war auf den Punkt topfit", meinte die sehr zufriedene Ath-
letin. Gerd Flachowsky freute sich über sechste Plätze im 800-Meter-Finale in 2:19,99 Minuten sowie im 400-Meter-Hürdenlauf mit
68,08 Sekunden. Gute Leistungen boten auch Maria Struckmann und Ulrike Radczwill beim Kugelstoßen und Hammerwerfen so-
wie Walter Stoltz in den Gehwettbewerben. (JüH)

OLDENBURGER KREISZEITUNG vom 28. August 2002
Verlorener Stab kostet Staffelsieg
Ganderkeseer Leichtathleten überzeugen bei der Europameisterschaft der Senioren
Ganderkesee (mc). Zwei Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille sowie weitere gute Platzierung ist die Ausbeute der Leicht-
athleten der LGG Ganderkesee bei der Europameisterschaft der Senioren. So war es nur verständlich, dass die Aktiven die zehn-
tägige Veranstaltung in Potsdam in bester Erinnerung behalten werden.
Titel Nummer eins holte sich unerwartet Inge de Groot im Weitsprung W 50. Mit ihrem ersten Sprung von 4,24 m führte sie das
Feld bereits an. Da sie sich in den folgenden Durchgängen noch über 4,37 m auf 4,45 m steigerte, gab sie die Führung nicht mehr
ab. Allerdings kam ihr die Konkurrenz mit 4,43 bzw. 4,44 m noch gefährlich nahe. Nach diesem Erfolg verzichtete die leicht ange-
schlagene de Groot auf einem Start im Fünfkampf.
Angeschlagen war auch Birgit Bischof, die mit 13,63 Sekunden über 100 m angereist war. Da sie in der Staffel starten wollte,
musste sie sich im Einzel qualifizieren. Der Sprung in den Endlauf gelang ihr. Jetzt musste nur noch Platz vier her. Bischof arbei-
tete nach Maß. Mit 13,30 Sekunden blieb sie nur denkbar knapp hinter den Medaillenrängen, denn die drei erstplatzierten Läufer-
innen waren mit 13,27 - 13,26 - 13,24 nur unwesentlich besser.Wäre Bischof etwas besser gestartet, hätte sie sich weiter vorne
qualifiziert. Ihr Ziel, die Staffelteilnahme, hatte sie allerdings erreicht.
Über 80 m Hürden lieferte sie dann einen tollen Wettkampf ab. Voll konzentriert ging sie an den Start. Zwar touchierte sie die dritte
Hürde mit ihrem Nachziehbein. Da sie aber den Rhythmus nicht verlor, kam sie nach 13,52 Sekunden als erste und als Europa-
meisterin ins Ziel. Damit lag sie deutlich vor der Zweitplatzierten (13.78):
Pech hatte sie in der 4 x 100 m Staffel, denn die zweite Läuferin des Duos verlor nicht nur das Staffelholz, sondern dadurch auch
wertvolle Zeit. Der Rückstand wurde auf den verbleibenden Metern zwar auf vier Hunderstel reduziert. Es blieb aber nur die Silber-
medaille.
Die beiden andere Medaillen der Ganderkeseer Mannschaft gehen auf das Konto von Inge Breithaupt. Obwohl sie im Vorfeld beim
Speerwurf mit technischen Probleme zu kämpfen hatte, war sie zum Zeitpunkt des Wettkampfes topfit und voll konzentriert. Schon
mit dem ersten Wurf gelang ihr mit 35,20 m nicht nur eine persönliche Bestleistung, sondern auch ein neuer Landesrekord. Damit
hatte sie sich auf den zweiten Platz katapultiert, den sie nicht mehr abgeben musste. Nur einen Platz schlechter schnitt sie im
Diskuswurf ab. Im Vorkampf hatten ihr 29,95 m zum Einzug ins Finale gereicht. Hier setzte sie noch einen drauf: Ihre 31,87 m
reichten zum umjubelten dritten Platz.
Beim Werfer-Fünfkampf wurde Inge Breithaupt mit 3495 Punkten Vierte, Inge de Groot kam auf 3433 Punkte. Das waren gerade
mal acht Zähler zu wenig, um sich Platz fünf zu sichern. Bernd Logemann kam bei den Männern 40 mit erzielten 52,35 m ins Fina-
le der Speerwurfkonkurrenz. Hier konnte er sich nicht mehr steigern, was den achten Platz zur Folge hatte.


WALSRODER ZEITUNG vom 28. August 2002
Eisfeld holt Hindernis-Gold bei Senioren-EM in Potsdam
Walsroder überrascht in AK 70 / Kossel und Reinhardt vorn dabei
Potsdam. Der Älteste der Leichtathletik-Senioren der LG Fallingbostel, der Walsroder Siegfried Eisfeld, kehrte als Vielstarter und
neuer Europameister der Altersklasse M 70 von den Senioren-Europameisterschaften in Potsdam zurück. Vordere Plätze belegten
auch Harmut Kossel (Vierter) und Eugen Reinhardt (Sechster) in der AK60.
In dem spannenden Rennen über 2000 Meter Hindernis gewann der Walsroder in 9:16,33 Minuten vor dem amtierenden Vize-
europameister und dem Titelverteidiger. Diesem krönende Abschluss eines langen Wettkampfzeitraumes ging schon der gute vier-
te Platz über 300 m Hürden in 57,91 s, der fünfte Rang im Fünfkampf (Weitsprung 3,58 m, Speerwurf 26,40 m, 200 m in 33,60 s
und 1.500 m in 5:57,03 Minuten) mit 3.092 Punkten sowie der sechste Platz über 800 m in 2:52,44 Minuten voraus.
Hartmut Kossel, TSV Dorfmark, M 60, wurde im Speerwurf mit 49,02 m in einem starken Teilnehmerfeld Vierter. Verblüfft wurden
alle, selbst der Titelverteidiger, durch die starke Leistung von Axel Jelten, der mit 60,07 m einen neuen Weltrekord in unserer
Altersklasse erzielte.
Eugen Reinhardt, TVJ Walsrode, M 60, hatte sich beim Kugelstoß und Diskuswurf nicht nur mit seinen Konkurrenten (31 bzw. 33
Teilnehmer) auseinanderzusetzen, auch das heiße Wetter machte ihm schwer zu schaffen. Seine Kugel landete bei 13,84 m (neue
pers. Bestleistung). Mit dem sechsten Platz war Reinhardt angesichts der Umstände zufrieden. Sein Diskus landete in einer
schönen Serie immer jenseits der 43 m – 43,87 m brachten ihm den siebten Platz ein.

DEISTER-LEINE-ZEITUNG vom 28. August 2002
Raabe und Lutz gehören zu den Top 20 in Europa
Kirchdorf (red). Beachtliche Leistungen zeigten die Kirchdorfer TSV-Senioren bei den Europameisterschaften (EM) in Potsdam.
Gemeldet über 1 500 bis 10 000 Meter liefen sowohl Herbert Raabe als auch Wolfgang Lutz unter Europas Top 20 ein.
Bei brütender Hitze spulte ein glänzend aufgelegter Herbert Raabe über 10 000 Meter die 25 Bahnrunden in 36:47,61 Minuten her-
unter und belegte in der Gesamtwertung einen glänzenden 13. Platz. Erstaunlich sein Leistungsvermögen einen Tag später, als er
mit 4:35,79 Minuten im Vorlauf über 1 500 Meter eine Saisonbestzeit erzielte.
Wolfgang Lutz lief 4:40,03 Minuten im Vorlauf und stellte damit seine Saisonbestzeit ein. Im Endlauf lief Herbert Raabe schließlich
in 4:40,02 Minuten auf den 14. Platz. In der Paradedisziplin der beiden Langstreckenläufer über 5 000 Meter erzielten Raabe und
Lutz ihre besten Leistungen und Platzierungen. So gelang Wolfgang Lutz im B-Endlauf in guten 17:32,18 Minuten ein Sieg. Im A-
Endlauf mussten die Läufer nun diese schnelle vorgelegte Zeit unterbieten. Mit viel Mühe schafften es nur zehn Läufer, eine etwas
schnellere Zeit zu erzielen - darunter auch Herbert Raabe, der in 17:23,51 Minuten auf dem 10. Platz landete.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 28. August 2002
Senioren-EM: Platz sieben für Böhm
Helmstedt. Die Senioren-Leichtathletik-Europameisterschaften (EM) wurden eine Woche lang in Potsdam ausgetragen. Renate
Ritter (Germania Helmstedt) sowie Thomas Böhm und Bernd Brennecke (beide MTV Schöningen) nahmen die Gelegenheit zum
Start vor der Haustür wahr.
Über 110 Meter Hürden sprintete Böhm diesjährige Bestzeit und landete in 16,64 Sekunden auf einem hervorragenden siebten
Rang in der Altersklasse M 40. Ritter (W 50) belegte über 5000 Meter und über 10000 Meter jeweils den 15. Platz. Bei schwül
warmen Wetter lief sie über 5000 Meter in 22:38,59 Minuten persönliche Bestzeit. Mit der 10 000-Meter-Zeit von 48:42,02 Minuten
war sie nicht zufrieden. Brennecke (M 40) erreichte über die 5000 Meter Platz 22. (Uh)

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 28. August 2002
Weitemeier beweist seine Qualitäten
Göttingen/Potsdam (frs). Das Schwarz-Gelbe Vereinstrikot ablegen und dafür im National-Dress an den Start gehen - für die Ath-
leten der LG Göttingen bildete die Teilnahme bei den Senioren-Europameisterschaften den Saisonhöhepunkt. Umso größer wurde
auch die Anspannung, je näher die zehntägigen Titelkämpfe in Potsdam rückten. Doch scheinbar ohne Grund, denn gegen starke
Konkurrenz konnte sich das Sextett auch international behaupten.
Im wahrsten Sinne des Wortes Flügel verliehen bekam Horst Weitemeier im Nationaltrikot. Hatte sich der Weitspringer in der
Altersklasse M 65 vorab lediglich Hoffnungen auf den Endkampf der besten acht gemacht, übertraf er am Wettkampftag alle Er-
wartungen. Nach einem verhaltenen Vorkampf zeigte er im Finale eine beachtlichen Steigerung. Mit dem besten Sprung landete er
nicht nur bei 4,80 Meter im Sand, sondern bei der Siegerehrung auch auf dem dritten Platz. Beflügelt durch die Bronzemedaille
verlief auch der Dreisprung äußerst erfreulich. Angefeuert durch ein begeistertes Publikum sprang Horst Weitemeier erstklassige
10,12 Meter und sicherte sich damit Rang fünf. Mit Platz sieben und 3412 Punkten im Fünfkampf  unterstrich er zudem seine
Mehrkampfqualitäten.
Verweht wurden hingegen die Medaillenambitionen von Speerspezialist Jochen Funke (M 55). Der deutsche Rekordhalter hatte mit
heftigen Böen zu kämpfen und fand nicht ganz zu seiner gewohnten Stärke. Mit 50,20 Meter blieb er zwar deutlich hinter seiner
Rekordmarke, konnte sich aber dennoch einen ausgezeichneten vierten Platz erkämpfen.
Des einen Freud, des anderen Leid, denn über ein wenig Wind hätte sich Wilhelm Graeber (M 45) bei seinem 10.000-Meter-Renn-
en wohl gefreut. Bei fast 30 Grad musste der LGGer seine Runden drehen. Mit einer taktisch klugen Renneinteilung und einem ful-
minanten Finish erlief er sich in 33:59,20 Minuten den siebten Platz.
Ebenfalls zur Hitzeschlacht wurde der Lauf über 5000 Meter bei Hannelore Bezold. Mit 20:29,84 Minuten erkämpfte sie sich Platz
acht. Noch besser lief es über 800 Meter, wo sie sich mit ausgezeichneten 2:40,15 den siebten Rang im Endlauf sicherte. Auch
im 1500-Meter-Rennen konnte sich die W 55-Athletin gegen die Konkurrenz behaupten und lief ebenfalls auf Rang sieben in
5:27,37. Obwohl nach dem kräftezehrenden Programm der Einzug in das 400-Meter-Finale nicht mehr klappte, zeigte sich Hanne-
lore Bezold sehr zufrieden.
Höhen und kleine Tiefen erlebte Elisabeth Dwenger in der Altersklasse W 65. Im Hammerwurf konnte sie mit 23,19 den siebten
Platz erwerfen. Auch mit dem Diskus knüpfte sie mit 23,50 Meter und Rang acht an ihre gewohnte Leistungen an. Nicht ganz zu-
friedenstellend verlief hingegen das Kugelstoßen. Mit 8,57 Meter blieb sie hinter ihren Möglichkeiten und verpasste den Endkampf.
Den erreichte sie dann aber wieder im Speerwurf. 20,09 Meter bedeuteten ein weiteres Mal Platz acht für Elisabeth Dwenger.
Die beste Platzierung erreichte die Göttingerin im Werfer-5-Kampf, wo Rang fünf und 3679 Punkte am Ende in der Ergebnisliste
standen.
Bei ihrer internationalen Premiere griff Birgit Brohr (W 50) zweimal in das Wettkampfgeschehen ein. Sowohl beim Hammerwurf mit
22,50 Meter als auch im Werfer-5-Kampf  mit 1905 Punkten erreichte sie jeweils den 13. Platz.

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 28. August 2002
Bei EM auf Rang sechs
Werner Glandien kann es nicht lassen
Von unserem Mitarbeiter Reinhard Bohling
Borgfeld. Der Oldie des SV Borgfeld, Werner Glandien, kann es einfach nicht lassen. Sein sportlicher Ehrgeiz war wieder größer
als dem strapazierten Körper einmal die nötige Ruhe zu gönnen, aber der Reiz, bei den 13. Senioren-Europameisterschaften wohl
letztmals die internationale Leichtathletik-Atmosphäre noch einmal zu genießenm überwog.
Im Potsdamer Luftschiffhafen-Stadion war der M 65-Starter einer der 4385 Teilnehmer (3140 Männer und 1245 Frauen) aus 39 Na-
tionen. Im Weitsprungwettbewerb erreichte der Borgfelder Akteur mit beachtlichen 4,49 Metern unter 17 Akteuren einen sechsten
Rang. Mit sehenswerten fünf Metern gewann der Portugiese Pinto in Potsdam die Goldmedaille - vor dem Tschechen Vonasek
(4,87) sowie dem Göttinger Horst Weitemeier (4,80).
Werner Glandien: "Als älterer Aktiver in der Altersklasse M 65 gibt es kaum noch einen Blumentopf zu gewinnen. In der Alters-
klasse M 70 - da müsste ich noch zwei Jahre warten - sähe es schon wieder anders aus. Mal sehen, was die Realität beschert."
Auch in der Speerwurf- und Dreisprungkonkurrenz war der Borgfelder Leichtathlet Werner Glandien präsent. Aber auch nicht mehr.
So dass über seine sportlichen Leistungen - im Gegensatz zum Weitsprung - in diesen beiden Wettkämpfen gegen starke Kon-
kurrenz nach selbstkritischem Bekunden der Mantel des Schweigens gebreitet werden muss.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 29. August 2002
Steinke EM-Zweite
Leichtathletik-Senioren ermitteln Titelträger
Potsdam (ls). Drei ostfriesische Leichtathleten gingen in Potsdam bei den Senioren-Europameisterschaften an den Start. Am er-
folgreichsten schnitt Hilde Steinke von Concordia Neermoor ab. Sie belegte in der Altersklasse W 55 im Marathon den zweiten
Platz. Nach 3:37:14 Stunden erreichte sie das Ziel. Erste wurde Gabriele Rost aus Deutschland. Sie schaffte die 42,195 Kilometer
lange Strecke in 3:27:02 Stunden.
Thomas Dresp (M 40) vom MTV Aurich qualifizierte sich im Diskuswerfen mit 41,97 Metern im Vorkampf als Siebter für den End-
kampf. Dort verbesserte er sich im fünften Durchgang auf 42,98 m, blieb allerdings mit dieser Leistung auf dem siebten Rang. Es
gewann der Pole Szpak deutlich mit 51,21m.
Zweiter MTV-Athlet war der Fünfkämpfer Ingo Kaun (M 45). Mit 5,33 m im Weitsprung begann er vielversprechend. Es folgten 40,11
m mit dem Speer und eine neue persönliche Bestleistung über 200 m in 25,44 Sekunden. Mit dem Diskus schaffte er allerdings
nur 25,90m und fiel mit dieser Leistung in der Gesamtwertung etwas zurück. Im abschließenden 1500-m-Lauf kam er nach 5:25,03
Minuten ins Ziel. Am Ende belegte er mit 3064 Punkten Platz 14. Ein Punkt mehr hätte Rang 13 bedeutet. Der Österreicher Georg
Werthner gewann klar mit 3816 Punkten.

WESER KURIER vom 29. August 2002
2400 Kilometer für den Europa-Titel
Rost gewinnt Marathon-EM der W 55
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Delmenhorst. Gleich drei Mal ist Gabriele Rost die Strecke Bremen-Potsdam-Bremen in der vergangenen Woche gefahren. Rund
2400 Kilometer legte sie dabei zurück. Gabriele Rost ist keine Kurierdienstfahrerin, sie ist Lehrerin an einer Realschule - und Euro-
pameisterin. Denn die letzte ihrer Fahrten diente der Teilnahme am Marathonlauf der Senioren-EM in Potsdam. In 3:27:02 Stunden
gewann die Athletin der LG Bremen-Nord den Lauf der W 55.
Weil sie zuvor Platz zwei über 10 000 Meter und Rang acht über 5000 Meter belegte, hat sich das Pendeln zwischen Brandenburg
und Bremen mehr als gelohnt. "Es war zwar sehr anstrengend, aber wenn schon mal eine Europameisterschaft in Deutschland ist,
wollte ich auch dabei sein ", sagt Rost.
Sie hatte ihr Hauptaugenmerk von Anfang an auf den Marathon gelegt und sich dort die größten Chancen ausgerechnet. Schließ-
lich war sie erst beim Hamburg-Marathon in rund 3:20 Stunden Bremer Landesmeisterin geworden. Allerdings verhinderten in Pots-
dam die Hitze und eine schwere Strecke, dass sie mit der Vorgabe von der Elbe etwas anfangen konnte. "Irgendwann ließ ich
Marschtabelle Marschtabelle sein und lief einfach." Es reichte auch ohne die Zeit aus Hamburg zu einem klaren Erfolg, die Vize-
Europameisterin kam zehn Minuten nach Gabriele Rost ins Ziel.
Das Gefühl deklassiert zu werden, ist allerdings auch der Sportlehrerin nicht ganz unbekannt: Vor etwa 15 Jahren kam sie im
Rahmen einer Kur zum ersten Mal mit dem Laufen in Verbindung. Wieder daheim, wurde sie von Bekannten zu einem Lauftreff ge-
schleppt, der vier Wochen später zu einem 5000-Meter-Lauf einlud. Die sportlich ambitionierte Rost machte mit - und wurde Letzte.
"Hinter einem Vater mit seinen kleinen Kindern", wie sie heute mit einem Lachen verrät. Ihr Ehrgeiz war geweckt, und mit ver-
schärftem Training ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Doch "so richtig konsequent" betreibt sie das Laufen erst seit etwa
drei Jahren. Im vergangenen Jahr gewann Gabriele Rost bereits die deutsche Meisterschaft im 10 000-Meter-Straßenlauf.

LANDESZEITUNG FÜR DIE LÜNEBURGER HEIDE vom 29. August 2002
Lüneburger haben Pech in Potsdam
Leichtathleten bei der EM nicht in Bestform
Lüneburg (lüb). Nicht ganz nach Wunsch verliefen die Europameisterschaften der Senioren in Potsdam für die vier Leichtathleten
von der LG Lüneburg. Sowohl Weitspringerin Birgit Trenker (TSV Adendorf) als auch die Läufer Heino Meyer, Heinz-Dieter Cordes
und Ulrich Beyer (alle MTV Treubund) verpassten ihre selbst gesteckten Ziele. Allerdings war dabei viel Pech im Spiel.
So verfehlte Birgit Trenker den Endkampf um winzige drei Zentimeter, Meyer den Zwischenlauf über 400 m um drei Hundertstel Se-
kunden. Langstreckenläufer Cordes war aus gesundheitlichen Gründen weit von seiner Bestform entfernt.
Nur zwei gültige Sprünge (4,88 m und 4,92 m) hatte Birgit Trenker (Altersklasse W 40) in der Qualifikation - 4,95 m hätten für den
Einzug in den Endkampf gereicht. In der Gesamtwertung landete sie auf Rang 12.
Geschwächt durch eine Infektion konnte Cordes (M 55) nicht in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen. Immerhin reichte es
über die 10 000 m zum angestrebten Platz unter den ersten 15. In 37:50 Minuten wurde Cordes Achter. Über die 5000 m stand in
19:02 Min. Platz 18 zu Buche.
Heino Meyer (M 60) verpasste sowohl über die 400 m als Vorlauf-Fünfter (65,08 Sekunden, Gesamtplatz 17) als auch über die 200
m als Vorlauf-Sechster (29,37 Sek., Gesamtplatz 25) die Zwischenrunde. Ulrich Beyer (M 55) musste dem hohen Tempo in sei-
nem 800-m-Vorlauf Tribut zollen und wurde in 2:33,70 Minuten Siebter. In der Gesamtwertung bedeutete das Rang 21. Der Hammerwerfer Horst Baumgarten (M 65) vom TSV Radbruch belegte mit 35,34 m den 17. Platz.

Presseinformation vom 30. August 2002 (Von Manfred Scholz)
Potsdam-Fahrer würdig empfangen
Hameln/Potsdam.   Einen würdigen Empfang bereiteten die Verantwortlichen der LG Weserbergland den heimischen Teilnehmern
an den Europameisterschaften der Senioren, die zum ersten Mal in Deutschland stattgefunden haben. In Potsdam trafen sich vom
15. bis zum 25. August rund 4400 Aktive Leichtathleten aus 39 Ländern, darunter 1900 deutsche Männer und Frauen.
Im Hamelner Weserberglandstadion gab es viel Applaus für den Doppel-Europameister Volker Peitzmeier vom VfL Hameln und die
ESVer Sigrid Meyer, Manfred Bublitz, Klaus-Dieter Holz und Oldie Walter Gernikeitis. Als Kampfrichter waren mit dabei der Kreis-
vorsitzende Manfred Schäfer und Peter Nitschke, die zehn Tage Schwerstarbeit in Potsdam geleistet haben.
Sigrid Meyer ging bei einer Wahnsinnshitze über 1500 Meter an den Start und belegte unter 15 Teilnehmern einen guten siebten
Platz in 5:57,64 Minuten. Im 800 Meter-Lauf schied sie im Vorlauf - nach heftigen Regenschauern völlig unterkühlt am Start - in
3:01,41 Minuten aus.
Im 10.000 Meter-Lauf der Altersklasse M60, in dem 46 Teilnehmer am Start waren, wurde Manfred Bublitz in 39:04 Minuten Elfter
und Klaus-Dieter Holz kam bei der großen Hitze überhaupt nicht zurecht, lief aber das Rennen, bei dem einige Läufer hitzebedingt
aufgaben, in 44:16,70 Minuten zu Ende. Einige Tage später war Oldie Walter Gernikeitis bei den über 70-jährigen über 5000 Meter
am Start. Er, der eine Muskelverletzung gerade ausgeheilt hatte, war mit dem 11. Platz in 23:15,21 Minuten zufrieden. Manfred
Bublitz lief auf dieser Distanz in ordentlichen 18:26,53 Minuten als Siebter, nur zwei Plätze hinter seinem ehemaligen Vereins-
kameraden Joachim Strube, der jetzt für die LG Lage-Detmold startet und 18:17,23 Minuten benötigte, ins Ziel. Klaus-Dieter Holz
siegte im B-Endlauf in 19:13,64 Minuten und wurde Achtzehnter im Gesamtklassement.
Das Fazit der LG Athleten
”Wir hatten zehn unvergessliche Wettkampftage in großartiger Atmosphäre”. Kritisch betrachten muss man die nicht unerheblich-
en Kosten des 10-Tage-Trips, den die Athleten, obwohl sie für Deutschland starten, selbst finanzieren müssen. Besonders maka-
ber ist, das der Deutsche Leichtathletikverband, dem 1900 deutsche Starter 19.000 Euro Startgeld in die Kasse bringen, die ei-
gentliche Arbeit dem Landesverband Brandenburg überlässt, sich wie toll über die Erfolge der deutschen Athleten freut, aber kei-
nen Cent herausrückt. So musste sich Europameister Peitzmeier für den Start in der 4x400 Meter-Staffel das Nationalmann-
schafts-Trikot für 49,50 Euro selber kaufen. Dafür durfte er allerdings kostenlos für ‘adidas’ Reklame laufen. Peitzmeier: ”Hätte ich
mir das Trikot nicht gekauft, dann hätte der DLV sicherlich den nächst besseren 400 Meter-Läufer eingesetzt”.
Anmerkung des Autors: Aus dem Fazit könnte man auch einen Kommentar machen.

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 30. August 2002
Christian Bard auch in Europa top
Mittelstreckler des VSK Osterholz-Scharmbeck sackt bei der EM zweimal Bronze ein
Von unserem Mitarbeiter Reinhard Wagner
Potsdam. Die Senioren-Europameisterschaften der Leichtathletik im eigenen Land, da ließen sich auch die Spitzenläufer Christian
Bard und Jürgen Wrieden vom VSK Osterholz-Scharmbeck nicht lange bitten, um an diesem insgesamt neun Tage dauernden
Großereignis mit etwa 4400 Teilnehmern aus 39 Ländern teilzunehmen. Nach seinem Doppelerfolg bei den Deutschen Meister-
schaften nahm Christian Bard erstmals die Chance wahr, sich mit Europas Spitzenläufern zu messen. Auch Jürgen Wrieden hatte
sich auf seinen ersten internationalen Einsatz gut vorbereitet, bevor er gleich am zweiten Tag dieser 13. Europäischen Titelkämpfe
über 10 000 Meter der Senioren M 45 an den Start ging. Trotz brütender Hitze ließ er sich nicht aus dem Konzept bringen und
steigerte wie erhofft seine Bestzeit auf ausgezeichnete 35:30,58 Minuten. Damit belegte er am Ende den 13. Rang der fünfzig an-
getretenen Läufer in der Klasse M 45.
In dieser Klasse musste Jürgen Wrieden in Potsdam aufgrund der international geltenden Altersklasseneinteilung (maßgebend ist
hier der Geburtstag) an den Start gehen, während er nach deutschen Wettkampfregeln bereits in der M 50-Klasse hätte starten
dürfen. Dennoch zeigte sich der VSK-Allround-Läufer zufrieden mit dem Abschneiden bei seiner ersten internationalen Meister-
schaft und genoss die Atmosphäre in Potsdam auch nach Beendigung seines Wettkampfes.
Christian Bard hatte sich ein wahres Mammutprogramm vorgenommen, denn sowohl über 1500 als auch über 800 Meter der Seni-
oren M 60 standen zunächst Vorläufe auf dem Programm. Christian Bard hatte insgesamt vier Rennen innerhalb einer Woche zu
bestreiten. Über 1500 Meter erreichte er den Endlauf sicher. In 4:58,97 Minuten kontrollierte der Routinier im zweiten der beiden
Vorläufe das Tempo jederzeit und zog als Dritter seines Vorlaufes ins Finale ein.
Hier ging es dann zwei Tage später allerdings richtig zur Sache. Mit dem aus vielen Rennen bekannten Konkurrenten und mehr-
fachen deutschen Meister Erich Aschenbrenner und dem Finnen Jaakko Heikkinen setzte sich Christian Bard deutlich vom weite-
ren Feld ab, um in neuer Bestzeit von 4:44,48 Minuten das Ziel als Dritter zu erreichen. Europameister in 4:42,70 Minuten wurde
Erich Aschenbrenner vor dem Finnen (4:43,21). Mit der Bronzemedaille hatte sich Christian Bard schon seinen Traum erfüllt. So
konnte er drei Tage später recht locker in die Vorläufe über 800 Meter gehen.
Hier waren bereits die Vorläufe sehr anstrengend, da der VSK-Senior gleich im ersten Vorlauf antreten musste, also noch keine
Informationen über das Leistungsvermögen der nachfolgenden Konkurrenten hatte. So war es kein Wunder, dass sich bereits in
diesem Vorlauf alle drei späteren Medaillengewinner auf den ersten drei Rängen mit Superzeiten den Finaleinzug sicherten.
Der Ire James O’Neill (2:15,99 Minuten), wiederum Erich Aschenbrenner (2:17,95) und Christian Bard (2:18,71) konnten ihre Vor-
laufzeiten später nicht mehr steigern. So ging der Sieg im zwei Tage später anberaumten Finale an den Iren in 2:19,05 Minuten,
während Christian Bard völlig überraschend in 2:20,48 Minuten eine weitere Bronzemedaille mit nach Hause nahm. Da war die
Frage, ob bei einem leichteren Vorlauf im Finale vielleicht sogar mehr drin gewesen wäre, rein hypothetisch, denn mit Bronze auf
der 800 m-Strecke hatte der deutsche 1500 Meter-Meister dieses Jahres nun wirklich überhaupt nicht gerechnet.

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 31. August 2002
Silke Meyer glänzt beim Stabhochsprung - sechster EM-Platz
Kontinentale Titelkämpfe der Seniorenklassen in Potsdam: Dieter Watzlawick zeigt Nerven und
wird nur Diskus-Fünfter

Verden. Europa-Meisterschaften der Leichtathletik für Seninoren/innen (alle zwei Jahre ausgetragen) - vier Aktive der LGKV waren
im Potsdamer Stadion Luftschiffhafen dabei. An neun Wettkampftagen gab es 9500 Meldungen aus über 35 Nationen. Stadion-
bedingungen und Organisation waren optimal, von einigen Störfaktoren durch Umbauarbeiten abgesehen. 4500 Starter kämpften
bei guten Wetterbedingungen in den Fünf-Jahres-Altersklassen Frauen W 35 bis W 85 und Männer M 40 bis M 90 um Ehren und
nahezu 600 Medaillen in allen üblichen Laufwettbewerben über Kurz-, Mittel- und Langdistanzen, in technischen Sprung- und Wurf-
disziplinen und in verschiedenen Mehrkämpfen. Neben den Medaillen wurden Platzierungen bis zu Rang acht mit Urkunden hono-
riert. In einigen Disziplinen lagen bis zu 100 Meldungen vor, in denen durch Vor- und Zwischenkämpfe für den Endkampf aussortiert
werden musste.
Zwar überstrahlte die Bronzemedaille für Birgit Schwers über 1500 m alles, aber auch die Leistungen der weiteren drei LGKV-
Starter konnten sich sehen lassen. Als erster der Verdener Akteure trat Dieter Watzlawick in seiner Paradedisziplin an, dem Dis-
kuswurf, in dem er vor einigen Wochen bei den Deutschen Meisterschaften in der Klasse M 70 den dritten Platz belegen konnte.
Mit 19 Meldungen gab es mächtig Konkurrenz, auch aus dem Ausland. Im Vorkampf zeigte Watzlawick Nerven und konnte nur 80
Prozent seiner Leistungsnorm abrufen, schaffte aber hauchdünn die Qualifikation zum Endkampf der besten Acht. Hohe Tempera-
turen und die übernormale Luftfeuchtigkeit hatten ihm bei der Griffigkeit seines Wurfgerätes arg zugesetzt. Im Endkampf konnte er
sich zwar steigern, doch seine beste Leistung von 36,84 m, mehr als zwei Meter unter seiner Bestmarke bei der kürzlichen DM,
reichte nur zu einem für ihn enttäuschenden fünften Platz, dennoch Grund zur Freude in diesem europäischen Vergleich.
Silke Meyer (W 35), eine vielseitige Athletin, auch schon einschlägig überregional erfolgreich in ihren schwierigen technischen
Disziplinen Hammerwurf und Stabhochsprung (dritter Platz DM 2002), traf auf hochkarätige in- und ausländische Konkurrenz. Sie
verpasste mit 26,60 m beim Hammerwurf leider den Einzug ins Finale der besten Acht und erzielte einen hervorragenden sechsten
Platz im Stabhochsprung mit 2,40 m.
Heike Schunk (W 65), diesjährige Deutsche Vizemeisterin über 100m Sprint in ihrer Altersklasse, bestätigte als Drittplatzierte
ihres Vorlaufs mit 16,67 Sekunden ihre Endlaufzeit der kürzlichen DM und erreichte damit die viertschnellste Zeit aller 16 Teil-
nehmerinnen in diesem internationalen Feld, qualifizierte sich so für den Endlauf der besten acht Läuferinnen. Dieser verlief leider
weniger gut für sie, da sie, anfangs noch in aussichtsreicher Position liegend, dann mit einer Oberschenkelzerrung ihren Lauf
drosseln musste und kaum überstehen konnte. Leider konnte sie dadurch auch ihre Nominierung für die Deutschlandstaffel der
W 65 nicht wahrnehmen.

HILDESHEIMR ALLGEMEINE ZEITUNG vom 31. August 2002
Fünf EM-Medaillen für Hildesheims Senioren
Potsdam (wgk). Die Leichtathletik-Europameisterschaften der Senioren in Potsdam sind Geschichte. 3140 Männer und 1245
Frauen aus 39 Nationen haben in den verschiedenen Altersklassen ab M/W 40 um Titel und Platzierungen gekämpft. Überrasch-
ende Erfolge feierten Sportler aus Hildesheim, Sarstedt und Gronau. Sie kehrten mit fünf Medaillen und zahlreichen Spitzenplätzen
in den teilweise sehr großen Feldern zurück.
Bereits seine dritte Goldmedaille bei Senioren-Europameisterschaften gewann Viertelmeiler Siegfried Ritter von Eintracht Hildes-
heim, der auch in Potsdam wieder zur siegreichen deutschen 4x400-m-Staffel der M 60 gehörte. Das deutsche Quartett mit Ritter
als Startläufer, Hans Schuck (LAZ Bruchköbel), Willi Klaus (ESV Lok Potsdam) und Guido Müller (LG Kreis Ebersberg) holte sich
in 4:05,05 Minuten mit sicherem Vorsprung den Titel vor Großbritannien (4:14,06), Russland (4:25,84) und der Ukraine (4:50,02).
Auch Renate Behrens (Eintracht Hildesheim) war mit zwei Medaillen äußerst erfolgreich. Sie verpasste als neue Vize-Europa-
meisterin mit 10,53 m den deutschen Dreisprung-Rekord der W 45 nur um drei Zentimeter und wurde im Weitsprung mit 4,97 m
Dritte. Der deutsche 5000-m-Meister des Vorjahres, Bruno Sweryd vom TKJ Sarstedt, holte unerwartet Silber. In der M 70 war nur
der Italiener Luciano Acquarone mit 19:12,75 Minuten schneller als der Sarstedter (20:37,54). Mit Georg Willnecker wurde ein wei-
terer Deutscher Dritter (20:39,75).
Die fünfte Medaille der Aktiven aus dem Kreis Hildesheim sicherte sich Rudolf Held vom TSV Gronau. Der Gronauer war im Jahr
2000 deutscher Meister im Dreisprung und lieferte in Potsdam erneut einen tollen Wettkampf in der M 70 ab. Seine Weite von 9,55
m bedeutete für ihn Silber hinter dem Russen Wladimir Popow (9,95 m).
Der mehrfache Landesmeister Karl Scheide (Eintracht Hildesheim) belegte im Fünfkampf der M 60 unter 33 Teilnehmern den elften
Platz (3098 Punkte). Außerdem ging er über 300 m Hürden in die Startblöcke, verfehlte aber (als ältester Läufer in dieser Disziplin)
mit seiner Zeit von 52,49 Sekunden den Einzug ins Finale.
Der für den TKJ Sarstedt startende Alfelder Gerhard Rüsing (M 65) wurde Achter im Hochsprung (1,36 m). Der neue Europameister
Lambert Vandebosch aus Belgien überquerte 1,51 m. Neben seinem Silber-Lauf über 5000 m startete Bruno Sweryd in Potsdam
auch über 1500 m und kam als Sechster in 5:45,94 Minuten ins Ziel. Sieger Unto Mattson (Finnland) benötigte 5:33,39. Mit Hans
Bohmann (M 65) wurde ein weiterer Sarstedter mit 4,22 m Zwölfter im Weitsprung.
Ein volles Programm hatte sich Heidmar Michel von Eintracht Hildesheim (M 65) auferlegt. Seine beste Platzierung gelang ihm im
Werfer-Fünfkampf (Hammer, Kugel, Diskus, Speer, Gewichtwerfen). Mit 3371 Punkten landete er auf Platz 14. Mit dieser Punkt-
zahl blieb er nur wenige Zähler unter seinem Ergebnis bei der WM in Brisbane im Vorjahr. Seine Leistungen in den Einzelwett-
bewerben: Kugelstoßen 17. mit 10,07 m, Diskus 26. mit 31,47 m, Speer 21. mit 32,56 m.
Michels Vereinskamerad Jürgen Hoyer wurde 25. im Fünfkampf der M 60 (2374 Punkte). Harald Dörger (TKJ Sarstedt) belegte im
Hammerwurf der M 65 Rang 21 (29,90 m).

Presseinformation vom 2. September 2002 (Von Joachim Hickisch)
Helmut Meier gewinnt Silbermedaille mit der 4 x 400-Meter Staffel
Potsdam/Zeven. Ausgesprochenes Bilderbuchwetter herrschte bei den über einen Zeitraum von 11 Tagen ausgetragenen Senio-
renmeisterschaften in Potsdam vor. Mehr als 3.800 Sportler und Sportlerinnen aus 38 Ländern ab den Altersklassen W 35 / M 40
sorgten dabei für internationales Flair und erstklassige Leistungen. Ein besonderes Happyend bereitete sich dabei der Heeslinger
Helmut Meier. Am letzten Veranstaltungstag gewann er mit dem DLV-Team der M 50 über die 4x400 Meter die Silbermedaille.
Gleich als Quartett gingen die LAV Zeven Senioren mit Joachim Hickisch, Hans-Georg Müller, Jürgen Umann (alle M 45) und Hel-
mut Meier (M 50) am zweiten Wettkampftag über die 100 Meter-Vorläufe an den Start. Aber weder die favorisierten Helmut Meier
(12,71 Sek.) noch Jürgen Umann (12,54 Sek.), beide noch bei den Deutschen Meisterschaften im Endlauf, qualifizierten sich für
das Halbfinale. Auch Hans-Georg Müller blieb mit 12,92 Sek. unter seinen Möglichkeiten. Knapp am direkten Einzug ins Halbfinale
scheiterte als Vorlaufdritter nach Saisonbestzeit Joachim Hickisch in 12,63 Sek. Mit einer Hiobsbotschaft wartete dann unmittel-
bar nach den Vorläufen Jürgen Umann auf. Mit akuten Achillessehnenbeschwerden musste der 48-j. seine geplanten 200 und 400
Meterläufe absagen und trat vorzeitig die Heimreise an.
Hoch motiviert, nach einem Tag Wettkampfpause, gingen Joachim Hickisch und Hans-Georg Müller zusammen mit 40 anderen
Aktiven aus 18 Ländern an den Start zum Internationalen Fünfkampf. Nach zwei lockeren Sprüngen über die fünf Meter dann das
Aus für den 47-jährigen Hickisch. Eine schwere Oberschenkelverletzung machte die monatelangen Vorbereitungen für die EM zu-
nichte. Noch offen ist, ob dies der allerletzte Wettkampf des Rotenburgers war.
Mit konstant guten Leistungen, lediglich beim Diskuswurf sorgten zwei Fehlversuche für einen Rückschlag, platzierte sich Zevens
Neuzugang Müller mit 2.992 Punkten auf einem guten 17. Platz im hochklassigen Starterfeld. Kurzfristig zurückgezogen wegen
Rückenproblemen hatte der 46-j. Gifhorner dagegen seinen Start über die 400 Meter Hürden. In dieser Disziplin zog dafür sein für
Osterode startender Bruder Friedrich Müller ins Finale der M50 ein.
Gespannt war nun der kleine Zevener Fan-Club auf ihren letzten verbliebenen Starter, den 51-j. Helmut Meier. Und dieser sorgte im
wahrsten Sinne des Wortes für einige dicke Überraschungen. Rund 50 Aktive der M50 kämpften in sechs Vorläufen um den Einzug
in das 400-Meter-Halbfnale. Während der Heeslinger ansonsten eher zurückhaltend seine Viertelmeiler anging, machte er diesmal
von Anfang an Tempo. Und diese Taktik wurde belohnt. Mit sehr guten 58,25 Sekunden qualifizierte er sich als Zehntschnellster für
das Halbfinale. Spannung pur dann am späten Abend desselben Tages. Mit einem unglaublichen Endspurt überlief Helmut Meier,
“Deutschlands schnellster Arbeitsamtsberater” auf den letzten Metern noch zwei Konkurrenten und zog mit 58,25 Sekunden als
Vierter seines Laufes völlig unerwartet ins Finale der besten europäischen Vierhundertmeterläufer ein.
Im Finale auf Bahn acht startend, hielt der Heeslinger mit der Konkurrenz wieder gut mit und steigerte seine persönliche Bestleis-
tung (insgesamt 8. Platz) auf 57,90 Sekunden. Diese Leistungssteigerung führte auch dazu, dass sich Meier, nach den strengen
Regeln des DLV, als viertbester Deutscher für die 4x400-Meter Staffel der M50 qualifiziert hatte.
Gelassen absolvierte er danach noch seine Starts über die 200 Meter: 25,35 Sekunden, Saisonbestzeit, ließen ihn dabei auch auf
dieser Strecke ins Halbfinale einziehen. Hier fehlte dann allerdings merklich die Kraft nach den vielen Start. Die 25,37 Sekunden
reichten hier nur zum 13. Platz.
Eine drückende Spannung war dann am letzten Tag im vollbesetzten Potsdamer Stadion Luftschiffhafen zu spüren. Traditionell
bilden schließlich die Staffelwettbewerbe über die 4x100- bzw. 4x400-Meter den Abschluss einer jeden Europameisterschaft. An
erster Position startend, ließ der Heeslinger nur den starken englischen Läufer passieren. Während sich das englische Team wei-
ter absetzen konnte, egalisierte die italienische Staffel den Vorsprung der Deutschen und lag vor den letzten 400 Metern deutlich
auf Platz zwei. Aber der überragende deutsche Schlussläufer Josef Muschinski, bereits im Einzelwettbewerb Europameister, zog
im umjubelten Schlussspurt dann doch noch deutlich am Italiener vorbei und sicherte so dem Team Platz zwei.

SCHAUMBURGER ZEITUNG vom 3. September 2002
Horst Schäfer Fünfter der EM
(peb). Für 4500 Sportlerinnen und Sportler aus fast allen europäischen Ländern waren die diesjährigen Titelkämpfe vom 15. bis 25.
August in der brandenburgischen Hauptstadt Potsdam das wichtigste sportliche Ereignis im Jahr des Sports 2002. Die Potsdam-
erinnen und Potsdamer waren mit großer Begeisterung Gastgeber der XIII. Leichtathletik-Europameisterschaften der Senioren der
Altersklassen Männer ab 40 Jahre und Frauen ab 35 Jahre. In seiner Altersklasse (M60) startete Horst Schäfer (VT Rinteln) für den
Deutschen Leichtathletik-Verband im Hürdensprint und im Fünfkampf.
Bereits am ersten Wettkampftag musste er zu den Vorläufen über die 300-m-Hürdenstrecken antreten und konnte sich bei 28 Teil-
nehmern als Zweiter seines Vorlaufes direkt für das am nächsten Tag stattfindende Finale qualifizieren. Hier lief er mit 49,81 Se-
kunden persönliche Bestzeit und belegte damit Rang sieben. Europameister wurde der mehrfache Welt- und amtierende Europa-
meister Guido Müller aus Deutschland.
Nach einem Ruhetag fand dann bei nahezu tropischen Temperaturen von über 30 Grad der Fünfkampf statt, der sich von morgens
um 10 Uhr bis spät in die Abendstunden hinzog. Bei der Aufteilung der 33 Teilnehmer in zwei Gruppen begann Schäfer nach der
ersten Disziplin (Weitsprung) mit einer Platzierung im vorderen Drittel und konnte sich dann kontinuierlich über das Speerwerfen
(40,76 m), den 200-m-Lauf (29,47 sec.) und das Diskuswerfen (33,05 m) vor dem abschließenden 1500-m-Lauf auf Platz sechs vor-
schieben. Durch die fünftbeste Laufzeit mit 5:49,10 Minuten erkämpfte er sich mit insgesamt 3474 Punkten dann noch den Platz
als fünftbester Mehrkämpfer in seiner Altersklasse.

BREMERVÖRDER ZEITUNG vom 3. September 2002
EM in Potsdam ein Erlebnis
Jürgen Siems nahm an den Europameisterschaften der Senioren teil
Bremervörde/Potsdam (mib). "Das war ein tolles Erlebnis. Und ich freue mich, dass ich das mal mitgemacht habe. Und die Zei-
ten, die dort gelaufen werden, sind wirklich beeindruckend", ist Jürgen Siems einige Tage nach seiner Rückkehr von den Leicht-
athletik-Europameisterschaften in Potsdam immer noch ganz begeistert. Der Bremervörder nahm zum ersten Mal an diesen Titel-
kämpfen teil. Zu einer Medaille reichte es für den Bremervörder Sprinter, der in der Altersklasse M 55 über 100, 200 und 400 Meter
an den Start ging, zwar nicht, doch allein das Dabeisein lohnte sich schon. Mehrere tausend ältere Leichtathleten aus ganz Euro-
pa trafen sich vor den Toren Berlins zu ihren Meisterschaften, die zum 13. Mal ausgetragen wurden. "Das Sprachengewirr war fas-
zinierend", erzählt Jürgen Siems, der für den TSV Bremervörde läuft.
Ihm sei von vornherein klar gewesen, dass er mit den Spitzenleuten, von denen viele ehemalige Leistungssportler sind, nicht würde
mithalten können. Doch das störte überhaupt nicht. Für den Rechtsanwalt ging's in Potsdam ums Dabeisein und Erleben. Und so
ganz nebenbei konnte Siems auch noch mit seinen Zeiten zufrieden sein. So verbesserte er seine Saisonbestzeit über 100 Meter
um 2/100 Sekunden auf 13,57 Sekunden und wurde 22. von 46 gemeldeten Läufern in seiner Altersklasse. Der Sieger, der Slowa-
ke Vladimir Vybostok (55 Jahre), überquerte im Finale die Ziellinie nach herausragenden 11,82 Sek.bei 1,6 Meter Gegenwind.
Im Rahmen meiner Möglichkeiten", so Jürgen Siems, lief der TSV-Athlet über die 200 Meter. Seine Zeit im Vorlauf: 28,20 Sekun-
den. Die reichte allerdings nicht für das Semifinale. Sieger über 200 Meter wurde ebenfalls der Slowake Vybostok in 24,73 Sek.
Mit dem Lauf über 400 Meter konnte Jürgen Siems ebenfalls zufrieden sein. Mit 62,83 Sekunden erreichte er seine Bestzeit aus
dem Jahr 2001 und damit Platz 21 von 43 gemeldeten EM-Sprintern. "Und je älter man wird, desto schwieriger wird das natürlich",
meinte der 58-jährige, der erst spät zur Leichtathletik kam. Europameister 2002 der Senioren 55 und älter wurde sein langjähriger
Begleiter bei vielen Landes- und Deutschen Meisterschaften, Volker Peitzmeier von der LG Weserbergland, in 55,51 Sekunden.

BREMERVÖRDER ZEITUNG vom 4. September 2002
Werner Stelljes: Achter in Europa
Gnarrenburger lief Marathon bei Seniorenmeisterschaften in Potsdam
Gnarrenburg (es). Mit einem hervorragenden achten Platz kehrte Werner Stelljes vom TSV Gnarrenburg von den Europa-Meister-
schaften der Senioren in Potsdam zurück. Der Gnarrenburger hielt im Marathonlauf in seiner Altersklasse gegen die europäische
Konkurrenz glänzend mit und verbuchte einen weiteren großartigen Erfolg für sich und für seinen Verein. Alle zwei Jahre finden die
Europa-Meisterschaften für Senioren statt. Vor zwei Jahren fanden die Meisterschaften in Finnland statt und Werner Stelljes hatte
daran gedacht, den Weg nach Finnland anzutreten, um gegen europäische Konkurrenz zu laufen. "Aber die Überlegungen haben
sich zerschlagen, da es aus beruflichen Gründen nicht möglich war", erzählt der Gnarrenburger.
Aber nun, wo die Europa-Meisterschaften förmlich vor der Haustür stattfanden, da gab es für Werner Stelljes kein Halten mehr. Er
trainierte wie ein Wahnsinniger, lief wöchentlich bis zu 100 Kilometern, um topfit zu sein. Hervorragend unterstützt wurde er in der
Vorbereitungsphase von den Kollegen aus der Lauftreffsparte des TSV Gnarrenburg. Werner Stelljes: "Aber es waren auch viele
Kilometer dabei, die ich allein absolviert habe."
Mit Hans Hildebrandt als Betreuer trat Werner Stelljes die Reise nach Potsdam an. Der 60-Jährige hatte sich einiges vorgenomm-
en, er fühlte sich fit und wollte seine persönliche Bestzeit von 3:16:33 Stunden unterbieten. "Nach der intensiven Vorbereitung, ha-
be ich insgeheim mit einer Zeit von 3:10 Stunden gerechnet", erzählt Werner Stelljes. Doch daraus wurde nichts. Nach 3:17:56
erreichte Werner Stelljes die Ziellinie und war zunächst einmal enttäuscht. Aber nachdem er die Zeiten seiner Mitkonkurrenten
sah, verflog die Enttäuschung. Die schwere Strecke mit vielen kleinen Steigungen, hatte bei allen Marathonis ihre Wirkung hinter-
lassen, auch sie waren keine Superzeiten gelaufen. "Viele Läufer sind eingebrochen, das zeigt, dass der Lauf viel Kraft gekostet
hat", so der Gnarrenburger in seiner Analyse. Auch er habe zwischen Kilometer 30 bis 35 die Zähne zusammenbeißen müssen,
um das Ziel zu erreichen. Aber nicht ins Ziel zu kommen, das hätte bedeutet, dass sich Trainingsaufwand und die Fahrt nach
Potsdam nicht gelohnt hätten. Ab Kilometer 38 sei er dann sicher gewesen, die Ziellinie nach 42,195 Kilometer zu erreichen.
Werner Stelljes war am Ende froh und auch ein wenig stolz über den guten achten Platz, den er in der M-60-Klasse belegte.
Sieger wurde der Norweger Per Magne Siraas in einer Zeit von 2:52:37 Stunden. Bester deutscher Läufer wurde Günther Giesbert,
der mit 3:08:29 Stunden auf dem vierten Platz landete.
Für Werner Stelljes ist mit der Teilnahme an den Europa-Meisterschaften ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen. "Es hat sich
gelohnt daran teilzunehmen und war ein tolles Erlebnis", stellt Werner Stelljes begeistert fest. Der Gnarrenburger, der 1999 seinen
ersten Marathon lief, ging in Potsdam im übrigen zum sechsten Mal über die 42,195-km-Distanz.

CUXHAVENER NACHRICHTEN vom 5. September 2002 (Leicht gekürzter Bericht der Online-Ausgabe)
Anne Fischer belegte bei der EM überragenden 4. Platz
ATSCerin trat in Potsdam über die 1500- und 5000-Meter-Distanz an
cn. Die Senioren-Europameisterschaften der Leichtathleten fanden kürzlich in Potsdam statt. Mit dabei war auch die Anne Fischer
(ATS Cuxhaven/W 45), die über die 1500 Meter den 6. und über die 5000 Meter einen hervorragenden 4. Platz belegen konnte.
Während dieser Mammutveranstaltung wetteiferten in verschiedenen Altersklassen rund 4000 Seniorinnen und Senioren aus vielen
europäischen Ländern im Olympiastützpunkt Potsdam.
Am ersten Tag fand der 1500-m-Lauf statt. Noch in der größten Mittagshitze mussten die Läuferinnen starten. Die Favoritinnen
liefen sehr schnell an, Anne Fischer konnte sich auf den 6. Platz einreihen. Auch bei diesem relativ kurzen Lauf wurden glücklich-
erweise den Athletinnen Schwämme gereicht. Fischer hatte sich vorgenommen, bei dieser Hitze langsamer als ihr gewohntes
Wettkampftempo zu laufen. Allerdings wollte sie ihr Ziel unter den ersten Acht erreichen, was die Voraussetzung für eine Urkunde
war. Sie konnte den 6. Platz halten und kam sogar der Fünftplatzierten, die anfangs länger geführt hatte, immer näher. Die Deut-
sche Lidia Zentner gewann den Lauf in 5:02:24 Minuten. Anne Fischer erreichte die Zeit von 5:17:49 Minuten und belegte Rang 6.
Da sie zwischen den beiden Wettkämpfen nur einen Tag Erholung hatte, musste sie alles tun, um sich möglichst schnell zu rege-
nerieren.
Nachdem sie sich vor dem Startschuss für den 5000m-Lauf möglichst lange im Schatten aufgehalten hatte, wurden die Athletinnen
in gleißender Sonne auf die Strecke geschickt. Fischer nahm nach jeder Runde zur Erfrischung Wasserbecher und Schwamm, die
ihr gereicht wurden, dankbar entgegen. Die spätere Siegerin, eine Irin, lief gleich auf und davon, nur mit einer Norwegerin im
Schlepptau. Die Cuxhavenerin wurde bald von einigen Läuferinnen überholt und lief zuerst im Windschutz einer ihr bekannten deut-
schen Läuferin. Nach der fünften Runde trat ihre Vorläuferin plötzlich zur Seite und gab auf, wie Fischer später feststellte.
Die ATSCerin schloss zur nächsten Läuferin auf, die ihr nach rund zwei Runden den Vortritt ließ. Die Läuferin hängte sich an sie
ran. Doch die Cuxhavenerin konnte sie bald abschütteln. Durch das Überrunden einiger Athletinnen wurde Fischer motiviert, ihr
Tempo beizubehalten. Auf der vorletzten Runde bemerkte sie die spätere Drittplatzierte rund eine halbe Runde vor ihr.
Anne Fischer versuchte, diese Distanz noch möglichst zu verkürzen, was ihr auch gelang, wobei sie 17 Sekunden nach dieser
Läuferin über die Ziellinie lief. Fischer konnte es zuerst nicht glauben, dass sie es tatsächlich geschafft hatte, den 4. Platz bei der
EM zu erlangen. Unter diesen schwierigen Bedingungen war ihre Zeit von 19:21:08 Minuten für sie hervorragend, da die eigene
Bestzeit nur 13 Sekunden besser war.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 5. September 2002
Gold und Silbermedaille für Weidner
Geher führte erfolgreiches Salzgitter-Trio bei Leichtathletik-Europameisterschaften in Potsdam an
Von Heinz Hache
Salzgitter. Mit Gerhard Weidner im 5- und 20-Kilometer-Gehen, Heinz Deutsch im Kugelstoßen und dem Hochspringer Dieter
Krüger starteten bei den 13. Europäischen Seniorenmeisterschaften in Potsdam, drei Teilnehmer aus Salzgitter. Alle drei belegten
in ihren Altersklassen ausgezeichnete Plätze. Europameister im Fünf-Kilometer-Gehen wurde in der Klasse M65 Gerhard Weidner
(LG Salzgitter) in 27:02,07 Minuten vor dem Letten Zigurds Irbe (27:17,39) und dem Franzosen Alexis Jordana (27:47,46).
Auf der 20-Kilometer-Strecke musste sich Gerhard Weidner in 1:56 Stunden als Vize-Europameister allein dem Italiener Romola
Pellicia, der nur 1:53 Stunden benötigte, geschlagen geben. Dritter wurde der Franzose Alexia Jordana (2:02). In beiden Wettbe-
werben gingen jeweils 24 Teilnehmer an den Start. Für Gerhard Weidner waren diese Meisterschaften der letzte Start in der Klasse
M65, weil er im kommenden Jahr in der Klasse M70 antritt.
Im Kugelstoßen belegte der Norddeutsche Seniorenmeister der M70-Klasse, Heinz Deutsch (MTV Salzgitter) bei seiner ersten
Teilnahme an Europameisterschaften mit 11,02 Metern unter 26 Teilnehmern den beachtlichen zehnten Platz. Im Hochsprung kam
der norddeutsche Vizemeister Dieter Krüger (MTV Salzgitter) in dem 23-köpfigen Starterfeld der Klasse M55 mit der Höhe von 1,45
Metern auf Platz 13.
Als Vizepräsident des Niedersächsischen Leichathletikverbandes war Dieter Krüger (Salzgitter) besonders von der großen Teil-
nehmerzahl mit insgesamt 4385 Athleten aus 39 Ländern überrascht. "Die junggebliebenen Athleten, die in mehr als 100 Wettbe-
werben um Gold-, Silber- oder Bronze kämpften, zeigten, dass man auch noch im fortgeschrittenen Alter gute Leistungen erbring-
en kann", lobte Krüger.
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Website der Veranstaltung     Direkt zu den Ergebnissen     Bilder aus Potsdam (bei Rüdiger Hasse)     Neuste (Presse)-Berichte vom 05.09.
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