DM Senioren II in Weinstadt vom 26. - 28. Juli 2002
Presseberichte aus Niedersachsen

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BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 26. Juli 2002
Starke Konkurrenz für die LG-Werfer
Peine.
Vom Freitag an bis Sonntag wird Weinstadt (Württemberg) ganz im Zeichen der Leichtathletik stehen, denn dort finden die Deutschen Meisterschaften der Senioren II statt. Insgesamt werden 283 Frauen sowie 861 Männer aus 492 Vereinen an den Start gehen, darunter auch drei Werfer der LG Edemissen/Peine. Und das Trio muss sich starker Konkurrenz erwehren.
Ziel ist der Finaleinzug
Adelheid Rosenberg, Norddeutsche Meisterin im Kugelstoß der W 65, muss sich mit so bekannten früheren Spitzenathletinnen
wie Sigrun Kofink, Anne Chatrine Rühlow und Almut Brömmel auseinandersetzen. Sollte die Jahnerin jedoch ihre Qualifikations-
leistung von 9,25 Metern wiederholen können, wäre für sie durchaus ein Platz in Medaillennähe möglich. Im Speerwurf-Wettbewerb
der M 60 muss sich Gerd Meise gegen 21 Konkurrenten behaupten. Zwar hat der Stederdorfer gerade einen Infekt überstanden, trotzdem hat sich der Routinier den Einzug in das Finale der besten Acht zum Ziel gesetzt.
Kugelstoßer Werner Weber wird in der M 55 versuchen, sein Vorjahresergebnis (Rang sechs in Potsdam) zu wiederholen. Klarer Favorit ist allerdings der Titelverteidiger und amtierende Europameister Reinhard Krone aus Magdeburg, der das 15-köpfige Teil-
nehmerfeld mit 14,17 Metern anführt. (ww)

Presseinformation (Von Manfred Scholz)
Peitzmeier Deutscher Seniorenmeister über 400 Meter
Sigrid Meyer wird Deutsche Vizemeisterin im 1500 Meter-Lauf
Seiner Favoritenrolle gerecht wurde Volker Peitzmeier von der LG Weserbergland (LGW) im 400 Meter Lauf bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Weinstadt, Württemberg. Er siegte in der Klassezeit von 54,96 Sekunden über die Stadionrunde.
Sigrid Meyer (LGW) wiederholte über 1500 Meter ihren großen Erfolg vom Vorjahr und belegte in 5:58,21 Minuten Platz Zwei.
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Zwei Titel für Christian Bard
Christian Bard (SG Osterholzer Leichtathleten) hat bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Weinstadt beide Mittelstrecken
gewonnen. Nach dem Titelgewinn am Freitag über die 800 Meter (2:20,33 Minuten) setzte er am Sonntag noch einen drauf.
Der M 60-Läufer gewann überlegen mit knapp 10 Sekunden Vorsprung in 4:45,91 Minuten auch den 1500-Meter-Lauf
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Zevener 4x400m-Staffel holt Bronze
Mehr dazu gibt es auf der Home-Page der LAV Zeven
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Presseinformation vom 29. Juli 2002 (Von Markus Steinbrück)
Horst Albrecht im Verfolgerfeld
Fleestedt. Nicht mit den gewohnt guten Ergebnissen kehrte Horst Albrecht (TuS Fleestedt) jetzt von den Deutschen Leichtath-
letik-Meisterschaften der Senioren II zurück. In Weinstadt bei Stuttgart gelang dem 79-Jährigen mit dem 6. Platz im 100-Meter-
Lauf die beste Platzierung. Nach guten 15,38 sec im Vorlauf kam er im Endlauf lediglich auf 16,02 sec. Auch im Weitsprung (3,55
m) und dem 200-Meter-Lauf (34,03 sec) blieben dem in der Altersklasse M 75 startenden Albrecht nur die Ränge 7 beziehungs-
weise 9.
Nicht zu vergessen ist aber die Tatsache, dass der Seevetaler in diesen Disziplinen jeweils der älteste Starter war. Im kommenden
Jahr rückt Horst Albrecht dann in die M 80 auf.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 30. Juli 2002
Zweimal Silber für Stölting
Deutsche Meisterschaften Senioren II : Poley wurde Vierter
Wolfenbüttel. Zwei Silbermedaillen und drei Kreisrekorde waren die unerwartete Ausbeute Ingrid Stöltings bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften der Senioren II. Vom MTV Wolfenbüttel waren am Wochenende bei den Wettkämpfen in Weinstadt außerdem Dieter Poley, der Vierter wurde, und Monika Ohm am Start.
Vielstarterin Stölting gewann ihr Edelmetall im Hochsprung und beim Weitsprung in der Altersklasse W 70. Dabei verbesserte sie den Kreisrekord im Hochsprung auf 1,06 Meter, beim Weitsprung kam sie auf 2,68 m. Die Wolfenbüttelerin, neuerdings auch Landesrekordlerin im Fünfkampf der W 70, startete noch in drei weiteren Disziplinen und kam dabei auf Urkundenränge. Über 100m
lief sie in 21,01 sek auf den fünften Platz. Anschließend verbesserte sie die Kreisrekorde im Kugelstoßen und beim Diskuswurf auf
6,55 m und 16,23 m, was die Ränge sieben und acht bedeutete.
"Ich habe erst vor einem Jahr wieder mit der Leichtathletik begonnen", wunderte sie sich ein bisschen über ihre starken Leistungen.
Lediglich mit Platz drei im Hochsprung hatte sie geliebäugelt. Über die Steigerungen im Diskuswurf und beim Kugelstoßen freute sich Stölting besonders. "Die waren im Wettkampf nicht unbedingt zu erwarten."
Dieter Poley startete bei den Männern M 60 über 5000 m und 10000 m. Als Ziel hatte er sich, gegen die starke Konkurrenz in sei-
ner Altersklasse mit mehreren deutschen Seniorenmeistern und dem ehemaligen Olympiateilnehmer Manfred Steffny, Platz acht
gesetzt. Für den hitzefesten Langstreckler sollte es noch besser kommen: Bei Temperaturen um 30 Grad lief er am ersten Tag über 10 000 m in 39:06,57min als Vierter durch Ziel. Nach kluger Renneinteilung bewältigte er die zweite Hälfte der Strecke 20 Se-
kunden schneller und machte noch einige Plätze gut.
Den 5000-m-Lauf beendete der MTVer nach 19:06,22 min als Achter. Auch hier lief Poley gegen Ende des Rennens noch an ei-
nigen Gegnern vorbei. "Mit dem Abschneiden bin ich sehr zufrieden. Gegenüber dem Vorjahr habe ich mich jeweils um zwei Plätze
gesteigert", freute er sich.
Für Monika Ohm lief es in der W 60 am ersten Tag nicht so gut. Bei der Hitze musste sie den Lauf über 5000m nach 6 Runden
aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beenden. Am zweiten Wettkampftag war sie wieder fit für die 1500m. Dort kam sie nach
6:27,95 min als Zwölfte ins Ziel und stellte einen neuen Kreisrekord auf. (ma)

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 30. Juli 2002
Doppelter Triumph für Christian Bard
61-jähriger holt DM-Titel über 800 und 1500 Meter
Von unserem Mitarbeiter Reinhard Bohling
Lilienthal. “Es hat mal wieder gut geklappt”, freute sich der zweifache aktuelle deutsche Seniorenmeister (M 60), Christian Bard, mitten im Sommer wie ein “Schneekönig". In Weinstadt (15 Kilometer östlich von Stuttgart) schlug für den erfahrenen Miittel-
streckler der Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten (SOL) gleich zweimal die große Stunde. Der Lilienthaler verteidigte
seinen Titel über die 1500 Meter und ließ am ersten Wettkampftag die drei Erstplatzierten der Deutschen Meisterschaften des Vorjahres im 800-Meter-Lauf hinter sich. War der Routinier 2001 in Potsdam noch Vierter, so gelang diesmal der ganz große Wurf:
Der 61-Jährige holte sich mit 2:20,33 Minuten diesmal die Goldmedaille.
Es war vom Start weg ein von der Taktik geprägtes Rennen. Das Tempo wurde verschleppt, und die 69 Sekunden für die erste Runde kamen dem späteren Champion total entgegen. Am Ende bewies Christian Bard die bessere Wettkampfhärte und über-
querte mit knappem Vorsprung jubelnd den Zielstrich. “Etwas hatte ich mir auf der kurzen Mittelstrecke schon ausgerechnet, ob-
wohl die Erfolgschancen hinsichtlich des 1500-Meter-Laufes für mich höher einzustufen waren”, sprudelte es aus dem souveränen Oldie hervor.
Der Sonnabend war für den Routinier ein Ruhetag. Massage und relaxen standen im Vordergrund. “Auf kräftezehrende Besichti-
gungstouren haben wir daher ganz bewusst verzichtet, obwohl die schöne Landschaft samt der Weinberge eigentlich dazu einlud”, erzählte der Senioren-Crack zurückblickend.
Am Sonntag war der Niedersachse über die 1500-Meter-Distanz ganz hervorragend im Bilde. Auch die Temperaturen um die 30 Grad kamen ihm entgegen: “Dabei fühle ich mich pudelwohl”. Beim Start stand Christian Bard ganz außen in der Reihe und lief das
Rennen für seine Verhältnisse ganz besonders flott an. Der Grund: “Ich wollte das Rempeln und die damit verbundene Sturzgefahr
ausschließen”.
Die Position ganz vorne war ein wenig ungewohnt für Christian Bard. “Ich bin normalerweise nicht der Typ, der die Führungsarbeit macht”, staunte der erfolgsverwöhnte Läufer ein wenig über sich selbst. Sämtliche taktischen Planungen wurden schnell über den
Haufen geworfen. Die zwangsläufige Flucht nach vorn bedeutete eine enorme Tempoverschärfung und die stark eingeschätzte Kon-
kurrenz vermochte dem Meister des Vorjahres nicht zu folgen.
Durch Zurufe von befreundeten Sportlern war der SOL-Akteur stets bestens informiert. Ständig baute Christian Bard - “ich fühlte
mich jederzeit gut" - seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Ungefährdet rannte der Dauerleister 50 Meter vor dem ärgsten Wider-
sacher nach 4:45,91 Minuten ins Ziel. Lokalmatador Werner Mey (4:55,04) von der TSG Balingen holte sich die Silbermedaille.
Nicht nur der oberste Platz auf dem Siegerpodest, sondern auch die Zeit (fast neun Sekunden schneller als bei der DM 2001) stellte den mehrfachen deutschen Seniorenmeister über alle Maßen zufrieden.

LANDESZEITUNG FÜR DIE LÜNEBURGER HEIDE vom 30. Juli 2002
Cordes Dritter bei DM
Lüneburg. Langstreckenläufer Heinz-Dieter Cordes war der erfolgreichste Athlet des Trios von der LG Lüneburg, das bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren II in Weinstadt bei Stuttgart teilnahm. Mit einem dritten Platz über 10 000 m schaffte Cordes sogar den Sprung aufs Siegertreppchen, über die 1500 m wurde er Vierter. Otto Vick erreichte im Hochsprung den fünften und im Diskuswerfen den elften Rang. Heino Meyer verpasste über 400 m den Endlauf.
Über die 10 000 m ging Cordes (M 55) lange das hohe Tempo des späteren Siegers Wolfgang Ahrens (LC Aichach) mit und unter-
bot seine Jahresbestleistung in 36:13,29 Minuten gleich um 42 Sekunden. Über die 1500 m kam Cordes nach 4:43,85 Minuten ins
Ziel.
Unter keinem guten Stern stand der Wettkampf für Heino Meyer (M 60). Wegen einer Muskelverletzung, die ihn dann auch zum Verzicht über die 100 und 200 m zwang, konnte er seinen 400-m-Vorlauf nur verhalten angehen und verfehlte in 64,38 Sekunden das Finale. Mit 1,23 m lag Otto Vick (M 70) im Hochsprung 18 cm hinter dem Sieger. Den Diskurs warf er, gehandicapt durch eine
Schulterverletzung, auf 29,42 m.

Presseinformation vom 31. Juli 2002 (Von Joachim Hickisch)
LAV-Senioren gewinnen nach spannendem Finish Bronze mit der Staffel
Helmut Meier erneut im Sprinterfinale der M50 / Berthold Neumann von der PSG Rotenburg mit
Platz fünf bei Come-back
Weinstadt/Zeven. Mehr als 1100 Seniorensportler und Sportlerinnen ab den Altersklassen M/W 50 sowie rund fünfzig Langstaffeln
der  Klassen M/W 30 und M/W 40 traten im schwäbischen Weinstadt an, um in den verschiedensten Disziplinen ihre Deutschen Meister zu ermitteln. Mit einem furiosen Finish sicherte sich dabei das Zevener Quartett Hans-Georg Müller, Joachim Hickisch, Helmut Meier und Jürgen Umann als mit Abstand älteste Staffel die Bronzemedaille über die 4x400-Meter der M40/45.
Nach einjähriger Wettkampfpause erreichte der für die PSG Rotenburg startende Syker Berthold Neumann (72) Platz fünf über die
800 Meter.
Nach rund 700 Kilometern Anreise staunten die Athleten aus dem Kreis NLV-Kreis Rotenburg nicht schlecht. Weinstadt, an der
Peripherie von Stuttgart gelegen und von der Größe mit der Stadt am Walde (Zeven) zu vergleichen, präsentierte sich mit feschem Leichtathletikstadion und vielen großzügig angelegten Nebenanlagen. Keine Frage, dass unter diesen Möglichkeiten die Abwick-
lung einer gut organisierten Meisterschaft kaum Probleme aufwies.
Im letzten Jahr hatte Berthold Neumann, mit 69 Deutschen Meistertiteln und unzähligen Rekorden der erfolgreichste deutsche Leichtathlet, eigentlich seinen Rücktritt vom Wettkampfsport erklärt. In diesem Jahr wagte der nun bereits seit 25 Jahren für die PSG Rotenburg startende Syker einen Neuanfang. Im Finale der M 70 erreichte er bei seinem Come-back in 2:49,64 Minuten
einen akzeptablen fünften Platz.
Eigentlich besaß das Zevener Quartett, (Altersdurchschnitt 48 Jahre) trotz des Erfolges über die 4 x 100 Meter in Kevelaer und der Bronzemedaille über die 4 x 200 Meter bei den Hallen-DM in Erfurt, wenig Chancen auf eine vordere Platzierung. Alle neun anderen gemeldeten Mannschaften traten mit wesentlich jüngeren und vermeintlich schnelleren Läufern über die Viertelmeile an. Bereits vor dem Finale schien ein Erfolg des MTV Ingolstadt (Meister von 1998 und 1999) oder der LG München (Meister 2001) beschlossene Sache. Zudem handelte sich der letztjährige Dritte aus Todtenhausen (Westfalen) bereits als sicherer Bronzemedaillegewinner.
Beim Startschuss des Staffelfinales der M 40 hatten  hochsommerliche Temperaturen um 35 Grad  die Stadionrundbahn in eine Gluthölle verwandelt. Zevens Startläufer Hans-Georg Müller (46) ging nach langer Verletzungsphase sofort mit scharfen Tempo in Führung und wurde erst auf der Zielgeraden vom favorisierten Läufer aus Ingolstadt abgefangen. Mit handgestoppten 56,7 Sekunden
erreichte er damit fast wieder seine Vorjahresbestzeit. Völlig überraschend kämpfte dann der Rotenburger Hickisch (47) fast 300 Meter mit dem nächsten Ingolstädter Läufer um die Führung und übergab in rund 55,6 Sekunden Rundenzeit an Helmut Meier (51).
Dieser konnte zwar dem Angriff des Münchner Spitzenläufers nicht standhalten, hielt aber mit einem gut eingeteilten Lauf mit rund 20 Metern Vorsprung den überraschenden dritten Platz.
Bis 200 Meter vor dem Ziel sahen die Zuschauer die Zevener mit Jürgen Umann (48) als Schlussläufer als sichere Drittplazierte. Aber mit einem wahnsinnigen Zwischenspurt schloss der Todtenhauser Sender, im letzten Jahr 9. der Deutschen Bestenliste der M40, auf der Zielgerade bis auf zwei Meter auf den Zevener auf. Unter Aufbietung aller Reserven bis zur absoluten Erschöpfung rettete Umann auf den letzten einhundert Metern den knappen Vorsprung bis ins Ziel. In 3:48,81 Minuten wurde so “nebenbei” noch
ein neuer Kreisrekord aufgestellt.
Mit dem unerwarteten Gewinn der Bronzemedaille als reines M45 Team erreichte das Seniorenquartett nicht nur die beste Jahres-
bilanz der LAV Zeven im Staffelbereich insgesamt, sie wurde damit auch das erfolgreichste Staffelteam im deutschen Senioren-
bereich des Jahres 2002.
Einen weiteren, nicht hoch genug zu bewertenden Erfolg verbuchte zudem Helmut Meier. Nur 40 Minuten nach dem Staffelfinale
trat der Heeslinger im Endlauf über die 100 Meter der M50 an, nachdem er in 12,59 Sekunden locker die Vorläufe überstanden hatte. In einem sehr schnellen Lauf steigerte sich Meier auf 12,45 Sekunden und belegte damit Platz sechs. Im Vorjahr erreichte
er mit dieser Zeit Platz drei bei den Deutschen Meisterschaften in Potsdam.
Potsdam ist auch der nächste Saisonhöhepunkt des Zevener Quartetts. In der Zeit vom 15. – 25. August werden hier auf gleich vier
Sportanlagen die Europameisterschaften der Senioren ausgetragen, wobei die Veranstalter von rund 5.000 Teilnehmern ausgehen.

DELMENHORSTER KREISBLATT vom 31. Juli 2002
Eine Inge wirft am weitesten, die andere springt am weitesten
Leichtathletik-DM: Breithaupt und de Groot
Delmenhorst. Ausgesprochen erfolgreich, nämlich mit zwei Titeln und weiteren Platzierungen, kehrten “die beiden Inges” (Breit-
haupt/de Groot) der LGG Ganderkesee von den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren in Weinstadt zurück. Bei
schönem Wetter gelang dem Ausrichter eine ausgesprochen gute Abwicklung dieser Meisterschaft und er erhielt von den Athleten
viel Lob.
Favoritin im Speerwurf der Altersklasse W 50 war Inge Breithaupt. Sie trat mit der besten Qualifikationsleistung an, und gleich mit ihrem ersten Wurf von 33,56 m übernahm sie die Führung des Wettbewerbes. Ihr zweiter Versuch war dann der Beste und mit 34,90 m wurde sie neue Meisterin vor Angelika Rümpler von der SSC Vellmar mit 34,38 m. Damit warf sie auch Landesrekord für
Niedersachsen. Beim Kugelstoßen blieb sie mit ihrer Weite von 10,81 m hinter ihrer Bestleistung von 11,44 m. Technisch kam sie
hier nicht so gut zurecht, konnte aber trotzdem Platz fünf erringen. Um hier Vierte zu werden, hätte sie über 11,31 stoßen müssen
was ihr an diesem Tag nicht möglich war.
Nerven zeigte sie beim Diskuswerfen. Hier kam sie hinter Inge de Groot als Vierte in den Endkampf. Erst im sechsten und letzten Versuch warf sie 31,94 m und wurde damit noch Vizemeisterin, während Inge de Groot mit 29,00 m auf Platz vier landete.
Ihren ersten deutschen Meistertitel in ihrer langen LA-Laufbahn holte sich dann Inge de Groot (W 50) im Weitsprung. Obwohl sie
nach dem Hürdenlauf mit dem Fuß Probleme hatte, sprang sie gleich im ersten Versuch die gute Weite von 4,41m und führte
damit den Wettbewerb an. Auf weitere Sprünge verzichtete sie aufgrund der Fußverletzung. Nun musste sie hoffen, dass keine der
Konkurrentinnen diese Weite übertreffen würde. Nach banger Wartezeit stand am Ende fest, dass der eine Sprung zum Titelgewinn
reichte. Überglücklich nahm sie bei der Siegerehrung die Goldmedaille entgegen.
Im 80-m-Hürdenlauf erreichte sie mit 14,61 sec. Platz drei und verbesserte damit auch den Bezirksrekord. Am letzten Tag stand
noch der Hammerwurf auf dem Programm. Hier erzielte sie 31,66 m und errang ebenfalls den vierten Platz.


PEINER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 31. Juli 2002
Leichtathletik: Deutsche Meisterschaft der Senioren II
Unter den 1144 Athletinnen und Athleten (283 Frauen und 861 Männer) aus 492 Vereinen waren aus dem Kreis Peine mit Adelheid
Rosenberg (Kugel W 65), Gerd Meise (Speer M 60) und Dr. Werner Weber (Kugel M 55) drei Werfer der LG Edemissen/Peine am Start bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren II im württembergischen Weinstadt.
Bei brütender Mittagshitze gelang dem Norddeutschen Vizemeister Werner Weber nach anfänglicher Nervosität im dritten und
letzten Versuch des Vorkampfes die Qualifikation für das Finale der besten Acht in der M 55. Mit 13,39 m verbesserte der Jahner seine bisherige Meisterschaftsbestleistung und wurde Vierter, nur 14 Zentimeter hinter dem Bronzemedaillengewinner und erfolg-
reichen früheren Weltklassehammerwerfer Lutz Caspers (LG Alzey). Sieger wurde der mehrfache Welt- und Europameister Rein-
hard Krone (SC Magdeburg) mit 15,26 m, vor dem amtierenden Europameister der M 55 Axel Hermanns (LAV Bayer Uerdingen /
Dormagen) mit 13,96 m.
Ebenfalls mit dem undankbaren vierten Platz musste Adelheid Rosenberg vorlieb nehmen. Am Ende fehlten der Jahnerin mit 9,13m
nur fünf Zentimeter zum Bronzeplatz, den sich Elisabeth Dwenger (LG Göttingen) überraschend holte. “Schade, dass es doch
nicht ganz zu einer Medaille gereicht hat. Die Hitzewettkämpfe liegen mir nicht, dazu die lange Anreise und die Staus, ich war
einfach zu müde, um im entscheidenden Moment noch zu kontern”, meinte die doch etwas enttäuschte Norddeutsche Meisterin.
Deutsche Meisterin wurde ebenso überraschend die frühere Diskuswerferin Anne Chatrin Rühlow (LG Ratio Münster) mit 11,61m
vor der enttäuschten Favoritin Sigrun Kofink (LAV Tübingen) mit 10,92m.
Erwartungsgemäß schwer war der Wettkampf für Gerd Meise. Nach gerade überstandenem Infekt war der Trainingsrückstand doch
noch zu groß, um sich im großen Starterfeld der M 60 schon wieder behaupten zu können. “Die Weite von 39,87 m und der 14.
Platz im Feld der 19 Starter entspricht nicht meinem Leistungsvermögen. Mir fehlten einfach ein paar Trainingseinheiten, um
wieder im Vollbesitz meiner Kräfte zu sein”, meinte der routinierte Speerwerfer nach dem Wettkampf.

Göttinger Tageblatt vom 31. Juli 2002
Jochen Funke wirft deutschen Rekord
Fünf Medaillen für die LG Göttingen bei deutschen Titelkämpfen
Göttingen (frs). Potsdam kann kommen – drei Wochen vor Beginn der Senioren-Europameisterschaften präsentierten sich die Göttinger Leichtathleten am Wochenende bei den deutschen Titelkämpfen in blendender Verfassung. Drei Medaillen sowie einen Titelgewinn gab es am Ende für die LGG. Vor allem Jochen Funke untermauerte im württembergischen Weinstadt seine Ambi-
tionen, in Potsdam bei der Vergabe der Medaillen im Speerwurf mitzumischen. In der Altersklasse M 55 beeindruckte er in einem bis zum letzten Versuch spannenden Wettkampf mit neuem deutschen Rekord. 55,71 Meter zeigten nach dem sechsten Wurf die
Anzeigetafeln und bedeuteten somit wie schon im vergangenen Jahr den deutschen Meistertitel für Jochen Funke.
Sprungspezialist Horst Weitemeier konnte hingegen in der Altersklasse M 65 überzeugen. Mit 4,86 Meter sprang der amtierende Norddeutsche Meister auf den Bronze-Platz. Noch weiter ging es für ihn im anschließenden Dreisprung. Mit 9,94 Meter sicherte sich Horst Weitemeier in einem hart umkämpften Wettbewerb die Silbermedaille.
Zwei weitere Medaillen bescherte Elisabeth Dwenger (W 65) der LG Göttingen. In der Diskuskonkurrenz sicherten ihr 24,52 Meter den Bronzerang. Ebenfalls den dritten Platz belegte sie mit 9,18 Meter im Kugelstoßen und überzeugte auch beim Hammerwurf
mit dem vierten Platz nach einer Wurf über 24,23 Meter.
Ein wahres Mammut-Programm hatte sich Hannelore Bezold für die deutschen Meisterschaften auferlegt. Gleich in vier Disziplinen startete die LGerin. In ihrer Paradedisziplin konnte sie sich in einem starken Feld behaupten und erkämpfte sich in ausgezeichne-
ten 20:28 Minuten Rang sieben. Zwei achte Plätze gab es für Hannelore Bezold auf den Mittelstrecken. Über 1500 Meter stoppten
die Uhren für sie 5:29,05 Minuten, nach 800 Meter zeigten sie 2:42,17. Nach ihrem kräftezehrenden Programm startete die LGerin
noch über die Stadionrunde und belegte in 73,79 Sekunden den elften Rang.
In der Altersklasse M 55 ging zudem Robert Stromburg vom DSC Dransfeld an den Start. Im Weitsprung sicherte er sich mit 4,80
Meter Rang acht.

DEWEZET Hameln vom 2. August 2002
Peitzmeier bestätigt Favoritenrolle
Weinstadt/Württemberg (olz). Gelohnt hat sich der lange Weg nach Weinstadt in der Nähe von Stuttgart für Sigrid Meyer, Volker
Peitzmeier und Klaus-Dieter Holz, die Senioren der LG Weserbergland allemal. Die 1144 Athleten aus 492 Vereinen zeigten den
Zuschauern, das die Leichtathletik bei den Senioren boomt und das mit guten Leistungen.
Sigrid Meyer vom ESV Eintracht Hameln, die für die LG Weserbergland startet, konnte im 1500 Meter-Lauf ihren Erfolg vom Vor-
jahr wiederholen. Hinter der überlegen laufenden Roswitha Schäffer von Marathon Rheinfelden (5:41,07 Minuten) wurde sie in guten
5:58,21 Minuten ungefährdet Deutsche Vizemeisterin in der Altersklasse W 55. Im zwei Tage vorher gelaufenen Rennen über 800
Meter reichten 2:56,41 Minuten zum vierten Platz.
Seiner Favoritenrolle gerecht wurde der VfLer Volker Peitzmeier AK M 55 im 400 Meter-Lauf. Den Vorlauf war er wie immer recht
forsch angegangen, er kam mit erheblichem Vorsprung auf die Zielgerade und lief das Rennen in 56,93 Sekunden als Erster nach
Hause. Als Vorlaufschnellster ging damit die Taktik, im Endlauf auf Bahn 3 zu starten, auf. Im Endlauf ließ Peitzmeier dann nichts
mehr anbrennen und lief die Stadionrunde in der Klassezeit von 54,96 Sekunden. Das war der erhoffte Titel vor Roland Wolf vom FC
Schweinfurt (56:67 Sekunden). Allerdings hatte sich bei ihm auf den letzten hundert Metern eine leichte Muskelverletzung einge-
stellt, sodass er mit Rücksicht auf die in 14 Tagen stattfindenden Europameisterschaften in Potsdam auf den Start im 200 Meter-
Sprint, wo er gerne seinen Triumph vom Vorjahr wiederholt hätte, verzichtete. Dass diese Entscheidung gut war, zeigt sich in Form
einer schnellen Heilung.
Klaus Dieter Holz hatte die schwere Aufgabe, in drei Tagen ein 5000- und ein 10 000 m-Rennen zu absolvieren. Er belegte in
19:22,65 Minuten den zehnten und in 39:54 Minuten eine guten siebten Platz. Im 1 0000 m-Lauf traf er dabei auf den Ex-Hamelner
Joachim Strube (LG Lage/Detmold), der in 38:05 Minuten Vizemeister wurde.

AMMERLÄNDER NACHRICHTEN vom 2. August 2002
Enno Borchers belegt Platz sechs
Rastede. Einen großen Erfolg verbuchte der 58-jährige Leichtathlet Enno Borchers vom FC Rastede bei den Deutschen Meister-
schaften der Senioren in Weinstadt/Baden-Württemberg. Mit einer Weite von 5,05 Meter belegte der Rasteder im Weitsprung Platz
sechs in seiner Altersklasse. Bei seiner erstmaligen Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft war es sein erklärtes Ziel, den
Endkampf zu erreichen, was ihm dann auch eindrucksvoll gelang.
Schon bei den Norddeutschen Meisterschaften zuvor in Stendal/Sachsen-Anhalt, konnte sich Borchers über einen schönen Erfolg
freuen. Hier wurde er mit 5,14 Meter sogar Zweiter in seiner Klasse. Als nächstes Großereignis warten auf Borchers die Senioren-
Europameisterschaften Mitte August in Potsdam.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 3. August 2002
Zerrung ließ den Traum zerplatzen
Sprinter Horst Schrader humpelte als Vierter ins Ziel
Auf den letzten 15 Metern platzte noch der Traum von der Deutschen Meisterschaft über die 100-Meter-Strecke. "Ich war so nah dran", sagte Horst Schrader mit enttäuschter Stimme. Doch nach 85 Metern zerrte sich der in Führung liegende 67-jährige Sprinter des SV Abbesbüttel noch, kam bei den Deutschen Titelkämpfen der M 65 in Weinstadt bei Stuttgart "nur" in 13,09 Sekunden ins Ziel.
"Es hat in meinem Oberschenkel gezuckt, ich habe mich total erschreckt", resümierte Schrader. Erst nach der Auswertung des Zielfotos stand fest, dass der Abbesbütteler auch hauchdünn an einer Medaille vorbeigeschrammt war. Er lief zwar zeitgleich mit dem Dritten ein, hatte beim Finish jedoch seine Brust nicht weit genug nach vorn gestreckt. Deutscher Meister der M 65 wurde schließlich Bruno Kimmel vom SV Speyer (12,84 Sekunden). Mit 12,92 Sekunden war Schrader noch im Vorlauf die beste Zeit
aller Teilnehmer gespurtet und hatte sich deshalb berechtigte Hoffnungen auf einen Platz auf dem Treppchen gemacht. Auf Grund seiner Verletzung konnte der SV-Athlet in seiner Paradedisziplin, dem 200-Meter-Sprint, nicht mehr an den Start gehen.
Gefährdet ist auch die Teilnahme an den Leichtathletik-Europameisterschaften der Senioren am 15. August in Potsdam. "Dabei
hat mir der Deutsche Leichtathletik-Verband doch schon das Nationaltrikot für die Staffel geschickt", hofft Schrader auf eine
schnelle Genesung.
Mit einem weinenden Auge verfolgte der Abbesbütteler auch den Wettbewerb über die 400-Meter-Distanz. Der Sieger überquerte nach 63,41 Sekunden den Zielstrich. "Ich bin in meiner Vorbereitung bereits eine 64,06 gelaufen", verglich Schrader. Da zwischen den Kurzsprintstrecken und dem 400-Meter-Lauf kaum Zeit für Erholung blieb, hatte er im Vorfeld bereits seine Teilnahme abge-
sagt. (cm)

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 14. August 2002
Karl Scheide stillt Hunger mit Silber und Bronze
Weinstadt/Hildesheim (wgk). Er ist zwar schon 65 Jahre alt, aber sein Hunger nach Medaillen bleibt weiterhin ungestillt: Leicht-
athletik-Senior Karl Scheide von Eintracht Hildesheim. Ihm baumelten am Ende der deutschen Seniorenmeisterschaften (Teil II) im
bayerischen Weinstadt zwei weitere Medaillen vor der stolzgeschwellten Brust. Im Hochsprung gewann er Silber, im 400-m-Finale
holte er Bronze. Außerdem belegte der Hildesheimer über 800 m seiner Altersklasse M65 den vierten Platz.
Nachdem Karl Scheide schon bei den ersten deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren in Erfurt die Silbermedaille im Hoch-
sprung errungen hatte, gab es nun auch beim Freiluftwettkampf der besten Leichtathletik-Oldies in Weinstadt die Reihenfolge:
1. Gerhard Böhm (DJK Ellwangen) mit 1,60 m, 2. Karl Scheide 1,48 m. Der Rest des Teilnehmerfeldes hatte keine Chance gegen
diese beiden.
Nach seinem letzten Hochsprung blieben dem Hildesheimer ganze 25 Minuten Vorbereitungszeit, um zu seinem Zeitlauf über 800
m an der Startlinie zu stehen. Erst auf den letzten 150 m wurde es ernst, als die Läufer heftig um die Positionen rangen. Am Ende
erreichte der Einträchtler als Vierter in 2:30,68 Minuten das Ziel. Den Titel teilte sich Helgo Staack (IGL Reutlingen) mit dem Mis-
burger Horst Schlecht. Für beide blieb die elektronische Zeit bei 2:28,33 stehen.
Am zweiten Wettkampftag standen vormittags drei 400-m-Vorläufe der M 65 auf dem Programm. Karl Scheide gewann seinen Lauf
in 65,33 Sekunden und qualifizierte sich damit für das Finale am Abend. Karl-Heinz Buss (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) wurde
deutscher Meister in 63,00 vor dem Wuppertaler Rolf Brauch (64,76) und dem Hildesheimer, der sich mit 65,29 noch einmal ver-
besserte. "Pokern ging hier nicht mehr", kommentierte Karl Scheide den Endlauf. "Irgendwie bin ich ins Ziel gekommen." Nach
dem Hochsprung-Wettbewerb, dem 800-m-Lauf und einem 400-m-Vorlauf tat das 400-m-Finale dem Vielstarter besonders weh.
Siegfried Ritter mischt mutig mit
Der 64-jährige Siegfried Ritter (Eintracht Hildesheim) hatte in Weinstadt für das 800-m-Rennen der M 60 gemeldet. Obwohl er we-
gen einer drei Wochen vor den Titelkämpfen erlitteten Zerrung nicht mehr ernsthaft trainieren konnte, mischte Siegfried Ritter bei
der Vergabe der vorderen Plätze wie gewohnt mutig mit. In 2:22,96 Minuten belegte er einen vierten Rang. Der Sieger Christian
Bard von der SG Osterholzer LA, niedersächsischer Landesmeister, wurde in Weinstadt zweifacher deutscher Meister, da er
neben den 800 m auch die 1500 m für sich entschied.
Der Einträchtler Jürgen Hoyer stieg in seinem 800-m-Rennen der M 60 verletzungsbedingt aus. Weitere Senioren aus dem Sport-
kreis Hildesheim waren in Weinstadt nicht am Start.
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