© NDM-Crosslauf in Heringsdorf/Usedom am 6. November 2004 (W/M 15 - Senioren) ©
 
DM-Crosslauf in Bremen am 27. November 2004 (Jugend B - Senioren)
DLV-Talentcross in Heringsdorf/Usedom am 11. und 12. Dezember 2004 (Schüler-/innen A+B)
Cross-Europameisterschaften in Heringsdorf/Usedom am 12. Dezember 2004
Presseberichte aus Niedersachsen und Bremen

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DER MÜNSTERLÄNDER vom 3. November 2004
Cross-Sextett zur Norddeutschen Meisterschaft
Kreis Cloppenburg (bta). Vor einer großen Aufgabe stehen am kommenden Sonnabend, 6. November, gleich sechs talentierte
Leichtathleten aus dem Landkreis Cloppenburg. Lisa Seeger, Julia Ruhl, Vitali Müller und Paul Ruhl (alle SG Essen-Garthe) so-
wie Jens Nerkamp und Fabian Kühling (beide BV Garrel) nehmen in Heringsdorf auf Usedom an den Norddeutschen Meister-
schaften der Juniorinnen und Junioren im Crosslauf teil. Bei den Titelkämpfen treten Starter aus acht Bundesländern an. Be-
gleitet wird das Sextett vom Trainer der SG Essen-Garthe, Gustav Müller. Seine aktuell gute Form unterstrich der Garreler Ner-
kamp am vergangenen Sonnabend beim Löninger Straßenlauf. Mit seiner dort erzielten Zeit über 5 Km von 16:54,90 Minuten
liegt er bundesweit unter den besten 20 seiner Altersklasse.

WESER KURIER vom 4. November 2004
Menschen statt Pferde
Crossläufer ermitteln auf der Galopprennbahn deutsche Meister
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Pferde sind am vergangenen Wochenende zum letzten Mal in diesem Jahr auf der Bremer Galopprennbahn gelaufen.
Es wird langsam zu kalt, die Vierbeiner beziehen lieber ihr Winterquartier. Stattdessen treten jetzt Menschen auf dem Oval in
der Vahr an. Am 27. November werden dort die deutschen Crosslaufmeisterschaften ausgetragen. Mehr als 1000 Starter erwartet
der Bremer Leichtathletikverband zu den Titelkämpfen, die zum ersten Mal in der Hansestadt ausgetragen werden. Es gibt das
volle Programm zwischen 10 und 16 Uhr, da beim Crosslauf von der Jugend bis zu den Senioren alle zusammen bei einer Ver-
anstaltung antreten.
Thomas Bartling, Mitorganisator vom BLV, erwartet vor allem eine starke Präsenz der einheimischen Läufer: "Es gibt allein 21
Crossläufe in und um Bremen während der Saison zwischen November und Februar, da dürfte das Interesse an diesen Titel-
kämpfen riesig sein." Zumal es keine Qualifikation für diese DM gibt. Jeder ambitionierte Läufer mit Startpass darf an den Start
über die Strecken zwischen 3,9 und 10,5 Kilometer gehe. Bis zum kommenden Dienstag (9. November) muss die Meldung über
den jeweiligen Landesverband erfolgen.
Der Bremer Leichtathletik-Verband ist seit rund sechs Monaten mit der Organisation beschäftigt. Damit es auf der ansonsten
recht flachen Galopprennbahn auch ein bisschen nach Crosslauf aussieht, werden in den kommenden Wochen noch kleine Sand-
wellen und Strohballen platziert. Der Vorteil des Standorts Bremer Vahr liegt für Bartling auf der Hand: "Im Gegensatz zu ander-
en Meisterschaften, die meistens außerhalb der Städte und damit fernab der Öffentlichkeit stattfinden, tragen wir den Wettbe-
werb mitten in der Stadt aus." Eine bessere Infrastruktur, sanitäre Anlagen und die gute Verkehrsanbindung - sie sollen Bremen
zum Erfolg machen. Zudem hat der Deutsche Leichtathletik-Verband festgestellt, dass jeder auswärtige, erwachsene Teilnehmer
durchschnittlich 250 Euro pro Tag ausgibt, die Wirtschaft im Austragungsort also nicht unwesentlich ankurbelt.
Ob und wann Bremen allerdings noch einmal in den Genuss dieser Titelkämpfe kommen wird, ist indes fraglich. Ursprünglich
wollte der DLV den Zuschlag gleich für die Jahre 2004 und 2005 erteilen, die Bremer schwärmten schon von einer kommenden
Crosslauf-Hochburg an der Weser. Doch nun wurde Frankfurt mit den Crossmeisterschaften im kommenden Jahr bedacht - der
große Verband möchte die Austragung jeweils nach regionalen Gesichtspunkten vergeben.
Weitere Informationen gibt es unter
www.leichtathletik-in-bremen.de ==> DMCross'04

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Helmstedt) vom 11. November 2004
Die Führung immer weiter ausgebaut
Peter Arms gewinnt norddeutsche Crossmeisterschaft
Peter Arms feierte einen weiteren Erfolg. In Heringsdorf auf der Insel Usedom lief der Ausdauersportler des TSV Lelm zu seiner
dritten Norddeutschen Meisterschaft in dieser Saison. Der Langstreckler der Altersklasse M 60 sicherte sich in seiner Spezial-
disziplin, dem Crosslauf, den Titel ganz souverän. Auf der rund 6140 Meter langen und abwechslungsreichen Strecke ging er von
Anfang an in Führung und baute diese kontinuierlich aus. Im Ziel hatte er fast eineinhalb Minuten Vorsprung. Die Veranstaltung
galt als Generalprobe für die Europameisterschaften im Cross, die am 12. Dezember am gleichen Ort ausgetragen werden.
Peter Arms bereitete sich auch auf die deutschen Crossmeisterschaften am 27. November in Bremen vor. "Meine Form ist gut.
Sollte nichts dazwischen kommen, gehe ich mit guten Chancen an den Start und könnte meinen Titel aus dem Vorjahr verteidig-
en," blickt Arms optimistisch nach vorn. (uh)

MÜNSTERLÄNDISCHE TAGESZEITUNG vom 11. November 2004
Julia Ruhl mischt an der Spitze mit
Crosslauf: 14-Jährige belegt Rang vier bei Norddeutschen
Heringsdorf (mt). Gleich das erste Rennen der gerade begonnenen Crosslaufsaison führte die Nachwuchselite des Kreises
Cloppenburg zu den Norddeutschen Meisterschaften nach Heringsdorf auf der Ostseeinsel Usedom, kurz vor der polnischen
Grenze. Diese Veranstaltung galt als Probelauf für die Mitte Dezember auf dem gleichen Parcours stattfindenden Crosslauf-
Europameisterschaften. Eine schwere, anspruchsvolle Strecke mit weichem Geläuf, die nicht nur Tempohärte, sondern auch ein
hohes Maß an technischen Fertigkeiten forderte, bot sich den sechs heimischen Läufern. Trotz drei ausgezeichneter Platz-
ierungen bezeichnete Molbergens Trainer Gustav Müller, der die Truppe betreute, das Gesamtergebnis eher als durchwachsen.
Für eine Überraschung sorgte gleich im ersten Lauf der Veranstaltung Julia Ruhl von der SG Essen-Garthe. Auf der 2140 Meter
langen Distanz der Schülerinnen 15 Jahre und jünger mischte die 14-jährige Molbergerin kräftig in der Spitzengruppe mit und
belegte in 7:54 Minuten einen ausgezeichneten vierten Platz. Mit Aenne Tafelski (SC Neubrandenburg) setzte sich nach 7:32
Minuten in dieser Klasse die hohe Favoritin durch.
Mit über 30 Läufern gehörte das Rennen der Schüler M 15 zahlenmäßig zu den am stärksten besetzten Läufen, dieser an-
sonsten mäßig beschickten Veranstaltung. Jens Nerkamp (BV Garrel) zeigte eine Woche nach seinem schnellen Fünf-Kilo-
meter-Lauf in Löningen erneut eine Spitzenleistung und erreichte nach 3140 Metern in 10:13 Minuten das Ziel als Siebter und
schaffte damit seine im Vorfeld angestrebte “Top-Acht-Platzierung”. Mit Daniel Gruber (Concordia Emsbüren/9:47) und Kenneth
Gerschler (LAV Zeven/9:55) setzten sich in dieser Konkurrenz zwei niedersächsische Läufer durch. Platz 22 belegte Paul Ruhl
(SG Essen-Garthe), der mit 11:07 Minuten eine durchaus gute Zeit lief.
Zu den Höhepunkten zählte der Lauf der männlichen Jugend A über 5140 Meter, in dem sich mehrere deutsche Spitzenläufer,
darunter Vitali Müller (SG Essen-Garthe), ein Stelldichein gaben. Der Sieg ging nicht unerwartet an Moritz Waldmann (LG Hann-
over), Deutscher Jugendvizemeister über 1500 Meter, der sich in 15:53 Minuten vor dem überraschend starken Sven Pretorius
(SCC Berlin/16:00) durchsetzte. Hinter dem Deutschen Zehn-Kilometer-Straßenlaufmeister Tom Scharff (Schweriner SC/16:11)
belegte Vitali Müller in diesem Klassefeld in 16:38 Minuten Platz vier. “Ich bin mit meinem Abschneiden zufrieden, das Führungs-
trio war heute zu stark für mich”, ordnet der 18-jährige Molberger seine Leistung durchaus als Erfolg ein.
Keinen guten Tag erwischten die B-Jugendlichen Lisa Seeger (SG Essen-Garthe) und Fabian Kühling (BV Garrel). In guter
Position liegend musste Lisa Seeger auf der 3140-Meter-Distanz plötzlich das Rennen wegen Kreislaufbeschwerden aufgeben.
Fabian Kühling plagten von Beginn an Seitenstiche, so dass am Ende der 4140 Meter langen Strecke nur ein Platz im hinteren
Mittelfeld heraussprang. Durch Cornelia Schwennen (Concordia Emsbüren) und Johannes Raabe (TSV Kirchdorf) gingen die
B-Jugend-Titel ebenfalls nach Niedersachsen.


ZEVENER ZEITUNG vom 13. November 2004
Zevener A-Schüler starten auf Usedom bei Norddeutscher
Kenneth Gerschler läuft in der Spitzengruppe und wird Vizemeister
Usedom/Zeven (nb). Am vergangenen Wochenende reisten die Zevener A-Schüler Kenneth Gerschler, Ingmar Fröhlich und
Hannes Maxin mit ihrem Trainer Hans-Hermann Neblung zu den Norddeutschen Cross-Meisterschaften nach Usedom. Diese
Meisterschaft wurde auf dem Gelände ausgetragen, auf dem im Dezember die Crosslauf-Europameisterschaften stattfinden.
Nachdem die Zevener Mittelstreckenläufer in diesem Jahr zwei Landesmeistertitel errungen hatten, sahen sie auch hier die
Chance, einen Treppchenplatz zu erringen.
Schon früh am Morgen inspizierten die Zevener Läufer die Strecke. Im Gegensatz zu den meisten bisherigen Crossläufen, die
durch Wälder führten, ging die Crosslaufstrecke hier auf Usedom über offenes Gelände. Dieses offene Gelände hat den Vorteil,
dass sowohl die Veranstalter als auch die Zuschauer die Läufer über weite Strecken beobachten können. Für die Läufer hat es
den Nachteil, dass sie keinerlei Windschutz haben. Das Laufgelände wies viele anspruchsvolle Steigungen auf. Da es am Vortag
und auch am Beginn der Veranstaltung stark geregnet hatte, waren viele Anstiege so glitschig, dass man die Strecke kaum mit
normalen Schuhen abgehen konnte, ohne auszurutschen. Die Zevener Läufer schraubten sich also ihre langen Domen in die
Spikes.
Obwohl es vom Gelände her möglich gewesen wäre, einen breiten Startbereich anzubieten, war die Startlinie etwas kurz, so
dass die Läufer dichtgedrängt und hintereinander am Start standen. 35 Läufer der Altersklasse M 15 aus sieben norddeutschen
Bundesländern gingen an den Start. Äußerst dynamisch, für die Trainer und Betreuer aber unerwartet aggressiv, gingen die A-
Schüler in das Rennen. Da die Läufer so dicht gedrängt starteten, kam es hier zu Problemen. Ingmar Fröhlich wurde an der
Ferse so von dem Spike eines anderen Läufers getroffen, dass er einen Schuh verlor. 2000 m lief er noch mit einem Schuh
weiter, dann war klar, dass dieses rutschige, bergige Gelände so nicht auf Socken zu bezwingen ist. Der Ausstieg war für
Ingmar eine logische Folge. Hannes Maxin gelang ein Start ohne Probleme. Er setzte auf den zu laufenden drei Crossrunden auf
der 3140 m langen Strecke seine ganze Routine ein und konnte mit einer Zeit von 11:21 Minuten sehr zufrieden sein.
Kenneth Gerschler lief erwartungsgemäß in der Spitzengruppe. Am Ende des letzten Anstiegs führte er sogar das Läuferfeld an,
musste dann aber auf der 300 m langen abschüssigen Zielstrecke seinem ständigen Konkurrenten Daniel Gruber vom SV Con-
cordia Emsbüren den Sieg überlassen. Dieser Vizemeistertitel gibt Kenneth die Chance, eventuell im Dezember an gleicher
Stelle im Rahmen der Cross-Europameisterschaften am Deutschen Talentcross teilzunehmen.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 20. November 2004
Susanne Ritter verlässt LG Richtung Saarbrücken
Abschied nach Cross-DM und -EM – Startet Bultmann?
Sie ist gerade auf Platz drei der deutschen Jahresbestenliste über 10 000 Meter gelaufen (33:19,82 min) und wurde zum DLV-
Ass des Monats
Oktober gewählt. Am nächsten Wochenende startet Susanne Ritter aussichtsreich bei den deutschen Cross-
Meisterschaften auf der Galopprennbahn in Bremen und wird sich, wenn nichts schief geht, für die Europameisterschaften im
Dezember auf Usedom qualifizieren.
Das Trikot der LG Braunschweig wird die 25-jährige Hildesheimerin dort wohl zum letzten Mal tragen. Sie wechselt zum SV Saar
05. "Wir gehen nicht im Unfrieden auseinander – das ist der Markt", bedauert LG-Organisator Bernd Bröger den Verlust seiner
Cross-Spezialistin, die auch ein wichtiger Baustein des LG-Frauenteams war. Ritter, die zur Zeit in Bonn studiert, folgt ihrem
Freund und Trainer Frank Hahn nach Saarbrücken, wo der Verein dem Duo ein lukratives Angebot unterbreitet haben soll.
In der
Meldeliste für die Cross-DM ist im achtköpfigen Team der LG auch Birte Bultmann aufgeführt – "unter Vorbehalt". Nächste
Woche soll entschieden werden, ob die im August ausgesprochene Suspendierung der 30-Jährigen wegen eines angeblichen
und von ihr bestrittenen Dopingvergehens aufgehoben wird. "Wir gehen davon aus, aufgrund der Faktenlage", sagt Bröger und
hat die Mittelstrecklerin erst einmal gemeldet. (ub)

WESER KURIER vom 24. November 2004
Querfeldein auf der Galopprennbahn
Am Sonnabend finden in der Bremer Vahr die deutschen Crosslaufmeisterschaften statt
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Auf der Bremer Galopprennbahn ist an diesem Wochenende alles ein wenig anders als sonst. Freitag bis um zehn Uhr
gehört sie noch den Pferden. Aber wenn der letzte Vierbeiner das Areal verlassen hat, ist es fest in der Hand der menschlichen
Läufer: Am Sonnabend ab 10 Uhr starten die deutschen Crosslaufmeisterschaften in der Bremer Vahr. Bereits einen Tag zuvor
steht die Generalprobe auf dem Programm, jedenfalls auf der kleinen, rund einen Kilometer langen Runde. Am Freitag um 11 Uhr
weihen rund 280 Schüler und Schülerinnen diesen Abschnitt des Parcours mit einem
Schulcross ein. "Ein Probelauf für die
Organisation und Zeitnahme", so Herwig Renkwitz vom Veranstalter Bremer Leichtathletik Verband.
Der Vizepräsident des BLV verbringt dieser Tage einige Zeit auf der Rennbahn, überwacht dabei vor allem die aufwendige Umge-
staltung der Strecke. Das ist notwendig, wenn man eine Laufveranstaltung auf einem Areal austrägt, das ansonsten Rennpferden
vorbehalten ist. Denn die Zweibeiner laufen schließlich querfeldein, über Stock und Stein. Sie sind mit einer einfachen, flachen
Galopperstrecke schlicht unterfordert.
Die auf der Rennbahn befindlichen Barrieren der Hindernisstrecke sind dagegen ein bisschen zu hoch für die Läufer. Besser ge-
sagt: Für einen Teil der Läufer. Schließlich treten am Sonnabend zwischen der B-Jugend und den Senioren alle möglichen
Altersklassen an. "Wir streben einen Kompromiss an zwischen Senioren- und Spitzensport", erklärt Renkwitz. Was bedeutet,
dass rund 40 Strohballen verteilt und einige Sandwellen (1,5 Meter hoch, 3 Meter lang) aufgeschüttet werden, um für die richtige
Cross-Atmosphäre zu sorgen. Rund 90 Helfer sollen für den reibungslosen Ablauf sorgen. Immerhin haben sich 1100 Teilnehmer
aus rund 250 Vereinen angemeldet. "Von Flensburg bis Regensburg, vom Emsland bis Dresden", berichtet Renkwitz stolz. Dass
auch die deutsche Spitzenklasse dabei sein wird, ist allein deshalb sichergestellt, weil am 12. Dezember in Heringsdorf auf
Usedom die Europameisterschaften ausgetragen werden. Die Titelkämpfe in Bremen gelten als Generalprobe für den internatio-
nalen Wettbewerb.
Lange Zeit planten die Macher der Crossmeisterschaften sogar ein Novum in der Zeitmessung. Zum ersten Mal bei einer über-
regionalen Meisterschaft sollten die Läufer per Chip erfasst werden. Renkwitz hatte das Vorgehen bereits mit einem Hersteller
besprochen, bevor der deutsche Leichtathletik Verband sein Veto einlegte. Am Ziel werden nun ganz gewöhnlich eine Licht-
schranke sowie eine Kamera aufgebaut, zudem werden die Einläufe von den Zeitmessern erfasst. Für eine genaue Erfassung ist
also gesorgt. Fehlen nur noch die Zuschauer. Renkwitz hofft, dass sie zahlreich kommen - und dafür hat er auch gute Gründe:
"Sie haben
kostenlosen Eintritt." An diesem Wochenende ist auf der Rennbahn eben alles anders als sonst.
Den Zeitplan und alle weiteren Informationen zu Cross-DM finden Sie auf der
Home-Page des Bremer LV ==>DMCross’04

Presseinformation vom 24. November 2004 (Von Markus Steinbrück)
Cross-Asse im gestreckten Galopp
Winsen/Hittfeld/Tostedt. Ein Großaufgebot von 18 Läuferinnen und Läufern vertritt den Kreis-Leichtathletik-Verband Harburg-
Land am kommenden Samstag, 27. November, bei den Deutschen Crosslauf-Meisterschaften in Bremen. Neben 15 Einzel-
startern und vier Mannschaften aus der LG-Nordheide-Trainingsgruppe von Gerd und André Prüsmann in Winsen schicken TSV
Eintracht Hittfeld (Rolf Helmboldt und Thomas Eggert) sowie MTV Tostedt (Lena Voß) jeweils Einzelstarter ins Rennen. Ausge-
tragen werden die nationalen Titelkämpfe zwischen 10 und 16 Uhr auf der Galopprennbahn in Bremen.
Die Teilnehmer aus dem Winsener Kreisgebiet müssen sich in wahrlich riesigen Starterfeldern behaupten. So haben für die 3,9
Kilometer lange Strecke in der männlichen Jugend B allein 129 Crossläufer ihre Meldung abgegeben. Darunter befinden sich 23
Mannschaften. So wäre für die vier Starter der LG Nordheide mit den Kaderathleten Sören Ludolph und Nils Lasse Gutzeit an der
Spitze eine Teamplatzierung unter den besten Acht bereits ein großer Erfolg. Etwas weiter nach oben schielen die LG-Junioren
mit Tim Tomczak, Jan Martin Gutzeit und Robert Supplieth. Hoffnung gibt dem Trio nicht nur die Tatsache, dass das Feld auf der
5,7-Kilometer-Distanz mit 89 Läufern und 15 Mannschaften etwas kleiner ist. Hoffnung gibt ihnen auch die Tatsache, dass sie
als Jugendliche vor einigen Jahren schon einmal den vierten Platz bei Deutschen Crosslauf-Meisterschaften belegten.
Die besten Aussichten auf eine absoluten Top-Platzierung in der Einzelwertung hat ohne Zweifel Rolf Helmboldt vom TSV Ein-
tracht Hittfeld. Der 42-Jährige aus Ashausen muss sich bei den Senioren M 40 mit 41 weiteren Startern auseinandersetzen.
Auch wenn die Distanz in Bremen mit 6,7 Kilometern nur zwei Drittel der Deutschen 10-Kilometer-Meisterschaften beträgt, so
wird Helmboldt nach dem sechsten Platz bei diesen Titelkämpfen vor zwei Monaten ganz sicher mit einer gehörigen Portion
Selbstvertrauen an den Start gehen.

DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 26. November 2004
LGBN-Quintett beim Cross-Event in der Vahr
Langstreckler hoffen auf der Galopp-Rennbahn auf vordere Platzierungen
Von unserem Mitarbeiter Matthias Thode
Bremen-Nord. Mit fünf Langstrecklern ist die LG Bremen-Nord bei den deutschen Crosslauf-Meisterschaften am Sonnabend ab
10 Uhr auf der Galopp-Rennbahn in der Vahr, dem größten Leichtathletik-Event in Bremen seit dem Europacup 2001, vertreten.
Das LGN-As Andreas Oberschilp trifft dabei gegen 15.10 Uhr über die Distanz von 10,5 Kilometer auf die deutsche Spitzen-
klasse, wie dem Hindernis-Europameister von 1998 Damian Kallabis. Während Andreas Oberschilp bei der starken Konkurrenz
nur einen Platz im vorderen Mittelfeld anstrebt, besitzen die Seniorinnen der LG Nord gleich zum Auftakt um 10 Uhr über 5700
Meter gute Möglichkeiten auf eine vordere Teamplatzierung. Angeführt wird das Trio von Rebecka Weise-Jung, mit der auch in
der Altersklasse W 45 zurechnen ist. Dazu kommen Waltraud Bayer und Christine Fuchs aus der W 60.
Komplettiert wird das Quintett durch Michael Reich über die Männer-Mittelstrecke von 3,9 Kilometer.

REGIONALE RUNDSCHAU / SYKER KURIER vom 26. November 2004
Harte Konkurrenz für Hansa-Athleten
Cross-DM auf der Galopprennbahn
Von unserem Redakteur Marc Hagedorn
Stuhr. Auf die Freunde des Crosslaufens wartet an diesem Wochenende ein Highlight: Am Sonnabend werden auf der Galopp-
rennbahn in Bremen-Vahr die Deutschen Crossmeisterschaften ausgetragen. Unter den 1100 gemeldeten Läufern ist mit Gerrit
Meyer vom MTV Barnstorf sowie mit Aktiven des LC Hansa Stuhr auch eine kleine Vertretung aus dem NLV-Kreis Diepholz am
Start. Medaillenchancen räumen sich die Kreisvertreter durchweg nicht ein.
Im Rennen der A-Jugend über 5,7 Kilometer wird Gerrit Meyer in einem großen Feld von 130 Läufern starten. Entsprechend ge-
dämpft sind die Erwartungen des 18-Jährigen, der zuletzt beim Waldkater-Crosslauf zwei starke Rennen lief: "Ein Platz im
Mittelfeld, so um Rang 60, das wäre schon in Ordnung", hofft Meyer.
Ebenfalls über 5,7 Kilometer führt das Rennen der Senioren ab Klasse M 60 sowie der Seniorinnen. Harte Konkurrenz erwartet
Bernhard Barjenbruch. Der Stuhrer trifft unter den 33 Startern in der M 60 auf etliche deutsche Seniorenmeister. Fraglich ist noch
der Start des zur Zeit erkrankten Hartmut Selz. Falls der Stuhrer an seine zuletzt bei Straßenläufen gezeigten Leistungen an-
knüpfen kann, dürfte für ihn in der M 55 ein Platz auf dem Treppchen möglich sein.
In der W 40 hofft der LC Hansa Stuhr vor allem durch Angela Welp auf eine gute Einzelplatzierung. Für die Mannschaftswertung
werden Sigrid Kuchinke und Christiane Golenia in der für sie jüngeren Startklasse antreten.

Birte Bultmann darf bei Cross-DM starten (vom 26. November 2004)
Das Landgericht Darmstadt hat im einstweiligen Verfügungsverfahren die vom DLV-Disziplinarausschuss ausgesprochene Sus-
pendierung von Birte Bultmann (LG Braunschweig) für die Deutsche Crossmeisterschaften am 27. November 2004 in Bremen
aufgehoben.
Die komplette DLV-Pressemitteilung vom 26. November 2004 mit ergänzenden Infos finden Sie auf der Extraseite 

WESER KURIER vom 27. November 2004
Startrecht vom Gericht
Cross-DM: Dopingverdächtige Bultmann erwirkt Einstweilige Verfügung
Bremen (sfy). Heute zwischen 10 und 16 Uhr gibt die deutsche Crosslauf-Elite ihre Visitenkarte auf der Bremer Galopprennbahn
ab. Einer der bekanntesten Namen bei der Cross-DM wird jedoch fehlen: Gestern Vormittag sagte Irina Mikitenko (Frankfurt) ihre
Teilnahme ab.
Dagegen hat die wegen Dopings (Dopingverdacht !!) suspendierte Langstreckenläuferin Birte Bultmann (LG Braunschweig) ihr
Startrecht für die DM per Einstweiliger Verfügung erwirkt. Das Landgericht Darmstadt hat die vom Deutschen Leichtathletik-
Verband ausgesprochene Suspendierung für diesen einen Wettkampf aufgehoben. Bultmann war im Mai bei der deutschen
10 000-Meter-Meisterschaft in Borna positiv auf das anabole Nandrolon getestet worden.
Ohne die erkrankte Mikitenko, Olympia-Siebte über 10 000 Meter von Athen, gilt auf den 5,7 Kilometern der Frauen Sabrina
Mockenhaupt (LG Sieg) als Favoritin. Die Titelverteidigerin war in Athen 15. über 10 000 Meter und wird vom DLV-Teamtrainer
vorn erwartet. "Sie ist eindeutig favorisiert", sagt Detlef Uhlemann.
Bei den Männern kämpft ein Trio um den Titel: Oliver Dietz (Braunschweig), deutscher Meister über die 5000 und 10 000 Meter,
Sebastian Hallmann (Fürth) und Alexander Lubina (Wattenscheid) dürften sich ein enges Rennen auf der Langstrecke (10,5 km)
liefern. Der Bundestrainer wird nach der DM die Nominierungsvorschläge für die EM in zwei Wochen auf Usedom abgeben. Ein
Bremer dürfte nicht dabei sein.
So ganz ohne Chancen auf eine gute Platzierung treten die Läufer aus der Hansestadt allerdings nicht an. Vor allem die Mann-
schaft des SV Werder darf sich auf der Mittelstrecke (3,9 km) etwas ausrechnen. "Ein Platz unter den ersten Zehn wäre schon
okay", sagt Jan Oude-Aost, der mit Moritz Höft, Christian Geib und Andreas Wellbroch das Team bildet.
Oude-Aost blickt auf eine durchaus erfolgreiche Cross-Saison zurück: Er gewann in Melchiorshausen (8,2 km), den Hansa-Cross
in Stuhr (9,3 km) sowie den ersten Lauf der Serie in Syke/Weyhe (8,2 km). "Ich denke, damit kann ich auch überregional mit-
halten", so Oude-Aost. Sein Kollege Moritz Höft gibt dagegen seine Abschiedsvorstellung im Werder-Trikot. Er studiert seit
einigen Jahren in Berlin und schließt sich nun der LG Berlin Nord an.

KURIER am SONNTAG (Weser Kurier) vom 28. November 2004
Sogar Willi Lemke hatte glänzende Augen
Organisatoren zufrieden mit Crosslaufmeisterschaften / Lubina und Mockenhaupt siegen auf Langstrecke
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Das einzige, was nicht so richtig klappte, war die Sache mit den Sandwellen. Statt wie geplant 1,5 Meter waren die
drei Hügel bei der deutschen Crosslaufmeisterschaft auf der Bremer Galopprennbahn nur etwa 50 Zentimeter hoch. "Am Freitag
war der Sand gefroren, da konnten wir nicht höher bauen", erklärte Herwig Renkwitz. Enttäuscht oder gar schuldbewusst gab
sich der Mitorganisator vom Bremer Leichtathletik Verband allerdings nicht. Warum auch - alles andere gelang ja schließlich
ziemlich gut.
Der DLV-Teamtrainer Cross hatte jedenfalls keinen Grund zur Klage. "Ganz toll, eine Premiere mit viel Liebe. Das habe ich auch
jedem vom Veranstalter gesagt." Detlef Uhlemann war geradezu begeistert von Ablauf und Organisation. Weil auch die Strecke
trotz der zu klein geratenen Sandwellen ein durchaus ordentliches Profil bot, fiel seine sportliche Betrachtung ebenfalls positiv
aus: "Ich war von der Einstellung unserer Läufer sehr angetan. Man hat gemerkt, dass alle zur Europameisterschaft wollen."
Das galt wohl ganz besonders für Alexander Lubina und Sabrina Mockenhaupt, die Sieger der Langstrecken bei Männern und
Frauen. Ihr Sieg war keine Überraschung, da beide vor der Veranstaltung zu den heißesten Favoriten gezählt worden waren. Als
Mitläufer reist der DLV dagegen zur EM auf Usedom in zwei Wochen. Uhlemann: "Mit der Männermannschaft unter die ersten
acht und mit den Frauen besser als Platz sechs - das wäre ein Erfolg."
Nicht kommentieren wollte der Bundestrainer die Geschehnisse um
Birte Bultmann. Im einstweiligen Verfügungsverfahren hatte
die wegen Dopings (Dopingverdacht !!) suspendierte Läuferin der LG Braunschweig ihren Start erzwungen. Sie wurde Fünfte bei
den Frauen und gewann mit den Kolleginnen Zaituc und Ritter die Mannschaftsmeisterschaft. Ein Titel mit einem bitteren Beige-
schmack. Während Uhlemann schwieg, wurde auf der Galopprennbahn also diskutiert. Der Tenor war ziemlich eindeutig: Wie
kann man in dieser Situation überhaupt an den Titelkämpfen teilnehmen? Allerdings gaben einige auch zu bedenken, dass
Verein und Mannschaftskolleginnen Druck auf Bultmann ausgeübt haben dürften. "Besonders wohl fühlt sie sich bestimmt nicht
in ihrer Haut", meinte Renkwitz.
Ganz im Gegensatz zum Bremer Bildungssenator: Willi Lemke, selbst leidenschaftlicher Freizeitläufer, stand mit glänzenden
Augen mitten auf der Rennbahn und verfolgte die Wettkämpfe. "Für Bremen ist das wunderbar, hier laufen schließlich über 1000
Leute und die Stadt gibt eine gute Visitenkarte ab", sagte er. Neben dem rundum gelungenen Meisterschaften dachte der
Senator dabei auch an das traumhafte, weil sonnige Wetter in den Vormittagsstunden. Das sollte sich im Laufe der Veranstalt-
ung allerdings ändern: Als am Nachmittag die Entscheidungen bei Männern und Frauen fielen, ging ein stetiger Nieselregen
nieder. Aber zu diesem Zeitpunkt fand ein paar Kilometer südlich ja auch die zweite große Sportveranstaltung des Tages statt.
Und da verhalf das typische Werder-Wetter eben zu drei Punkten in der Fußballbundesliga. Was will man mehr.

KURIER am SONNTAG (Weser Kurier) vom 28. November 2004
Erschöpft, aber zufrieden
Bremer zeigen bei der Cross-Meisterschaft respektable Leistungen
Bremen (sfy). Ihr Mannschaftskollege Moritz Höft war quasi von der Ziellinie durchgelaufen bis zum Bahnhof, um den Zug nach
Berlin zu bekommen. Aber Jan Oude-Aost und Christian Geib hatten Zeit und konnten sich in aller Ruhe den letzten Lauf der
Crossmeisterschaften anschauen - erschöpft, aber glücklich.
Rund eine Stunde zuvor waren sie selbst noch auf der Bahn gewesen, über die 3,9 Kilometer auf der Mittelstrecke. Nach Höft
(Platz 13, 13:22 Minuten) kamen auch die beiden anderen Bremer mit respektablen Ergebnissen ins Ziel: Jan Oude-Aost wurde
20. (13:33) und Geib lief nach 13:59 Minuten als 41. ein. "Auf jeden Fall zufrieden", waren die beiden mit ihrem Ergebnis. Kein
Kunststück, schließlich erreichten sie mit der Mannschaft des SV Werder ja auch einen guten fünften Platz. Der musste aller-
dings sehr viel härter erkämpft werden als erwartet. "Als ich auf der Tribüne stand, dachte ich, das sind die deutschen Wiesen-
laufmeisterschaften", verriet Jan Oude-Aost. Von wegen: Der tiefe Boden, die vielen Kurven und auch die aufgebauten Hinder-
nisse machten den Läufern das Leben schwer. "Je länger das Rennen dauert, desto höher werden die Strohballen. Das ist echt
hart", musste Oude-Aost nach dem Rennen kleinlaut feststellen. Doch immerhin blieb er im Gegensatz zum Mannschaftskolleg-
en ohne Sturz. Denn einer dieser stetig wachsenden Strohballen wurde Christian Geib zum Verhängnis: "Ich bin mit einem
anderen Läufer auf den Ballen und dann gefallen", berichtete er. Ein Unfallhergang, der den Kollegen zur Schadenfreude heraus-
forderte. "Das war beinahe synchron, er ist eben der Ästhet bei uns", meinte Jan Oude-Aost. Ein Flachs, der ankam in der
lockeren Atmosphäre.
Neben den Dreien vom SV Werder hatte Rebecka Weise-Jung (LG Bremen Nord) zuvor auch noch einen Titel für den Bremer
Verband errungen. In 25:24 Minten sicherte sich die Grand Dame des Langstreckenlaufs die Meisterschaft in der Klasse W 45.
Dabei lief sie die 5,7 Kilometer lange Strecke um vier Sekunden schneller als die Vizemeisterin. Auch Waltraud Bayer (LGN) als
Vierte in der Klasse W60 sowie Heiko Gode (Roadrunners, 10. Platz in der Klasse M50) und Bernhard Memering (BLT, 6. Platz
in der Klasse M45) sorgten für gute Ergebnisse aus Bremer Sicht.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 29. November 2004
Team-Gold, Silber für Zaituc, Bronze an Ritter
Schnelle LG-Frauen bei Cross-DM: Dietz nur Siebter
Mit einem kompletten Medaillensatz kehrten die Aktiven der Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Braunschweig von den auf der
Pferderennbahn Bremen-Vahr ausgetragenen deutschen Meisterschaften im Crosslauf zurück. Luminita Zaituc zeigte sich von
den Anstrengungen des New York-Marathons vor drei Wochen schon wieder gut erholt. Sie belegte auf der 5,7 Kilometer langen
Frauenstrecke hinter Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg/21:15 Min.) in 21:31 Minuten Rang zwei vor ihrer Clubkameradin Susanne
Ritter (21:49 Min). "Eigentlich hätte ich nach den beiden schweren Marathons von Athen und New York schon seit drei Wochen
Trainingspause. Für den DLV mache ich jetzt noch die Cross-EM auf Usedom mit. Auf den Urlaub danach freue ich mich schon
jetzt", erläuterte Braunschweigs Vorzeigeathletin ihre Planung.
Gespannt war man in der LG auf das Abschneiden
Birte Bultmanns. Die vom DLV wegen angeblichen und von ihr heftig bestritt-
enen Dopings seit Juli suspendierte Läuferin hatte ihren Start in Bremen per Gerichtsbeschluss bewirkt und zeigte sich in starker
Verfassung. Sie belegte in 22:21 Minuten mit Rang fünf ihre bislang beste Einzelplatzierung bei einer Cross-DM.
Das Laufteam aus Braunschweig mit Luminita Zaituc, Susanne Ritter und Birte Bultmann kam in 1:05:31 Stunden zu einem
überlegenen Mannschaftssieg vor LG Bayer Leverkusen und LG Regensburg. Abgesichert wurde der erste Platz durch Birgit
Bröger. Die vor Jahren zu den Triathleten gewechselte 29-Jährige belegte im Feld der 90 Teilnehmerinnen Rang 34 (24:32 Min.)
und hätte beim Ausfall einer der drei Topläuferinnen der LG das Mannschaftsgold gesichert.
Am Ende einer für ihn sehr langen und ebenso erfolgreichen Saison fehlte Oliver Dietz im Männerrennen über 10,7 Kilometer die
nötige Frische. Er belegte Rang sieben in 35:37 Minuten, verpasste die Nominierung für die EM und stellte sofort nach dem Lauf
weitere Wettkämpfpläne zugunsten einer Trainingspause zurück. (B.B.)

DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 29. November 2004
Deutsche Meisterin vom Titelgewinn überrascht
Rebecka Weise-Jung erfährt erst im Ziel, dass sie die schnellste Cross-Frau in der Altersklasse W 45 ist
Von unserem Mitarbeiter Matthias Thode
Bremen-Nord. Rebecka Weise-Jung gewann mit einer starken Vorstellung den deutschen Meistertitel in der Altersklasse W 45
bei den nationalen Crosslaufmeisterschaften. Damit sorgte die Läuferin der LG Bremen-Nord dafür, dass der Bremer Leichtath-
letik-Verband bei den sehr gut durchgeführten Meisterschaften auf der Bremer Galopprennbahn in der Vahr auch ein sportliches
Erfolgserlebnis feiern konnte -
wir berichteten im Kurier am Sonntag
Zusammen mit ihrer Vereinskameradin Waltraud Bayer musste Rebecka Weise-Jung gleich zum Auftakt der Veranstaltung um
zehn Uhr beim Lauf der weiblichen Altersklassen (ab W 35) an den Start. Die Nordbremerin teilte sich das Rennen über drei
Runden, insgesamt 5,7 Kilometer, sehr geschickt ein. Nach einer kontrollierten Anfangsrunde machte Rebecka Weise-Jung in
der zweiten acht Plätze gut und sicherte in der dritten Runde den neunten Gesamtplatz. Mit ihrer Zeit von 25:24 Minuten distanz-
ierte sie ihre schärfste Konkurrentin aus der W 45, Renate Grimm vom SC Roth in Bayern, um knapp vier Sekunden. Rebecka
Weise-Jung war im Ziel von ihrem Sieg völlig überrascht: "Da die Nummern nicht gekennzeichnet waren, hatte ich keinen Über-
blick über die Altersklassenkonkurrenten. Und von den Namen her waren mir die auch unbekannt." Dabei gilt die Nordbremerin
auch nicht gerade als große Freundin von Crossläufen. Ihr letzter Cross liegt schon so lange zurück, dass ihr gar nicht mehr das
Jahr einfiel. Allerdings kam ihr die Strecke auf der Rennbahn entgegen: "Es sind keine Berge drin, aber den tiefen Boden hat
man in der dritten Runde schon gemerkt. Solche Kurse werden auch bei Europa- und Weltmeisterschaften gelaufen."
In Person von Waltraud Bayer gab es für das kleine LG Nord-Aufgebot sogar noch einen weiteren Platz bei der Siegerehrung.
Aufgrund fehlender Konkurrenz in der W 65 musste sie in der W 60 starten, wo die Altmeisterin sich mit 30:41 Minuten den
dritten Platz sicherte. Pech war für die beiden starken LGN-Frauen allerdings der gesundheitsbedingte Ausfall von Christel Gebel
und Christine Fuchs. Somit war eine anvisierte gute Mannschaftsplatzierung schon vor dem Startschuss gescheitert.
Ebenfalls kurzfristig, jedoch aus beruflichen Gründen passen musste Michael Reich über die Mittelstrecke der Männer. Somit
war Andreas Oberschilp der einzige Läufer der großen Nordbremer Laufabteilung, der sich an den Start gegen die schwere Kon-
kurrenz wagte. Für die Langdistanz von 10,5 Kilometern zum Abschluss der Titelkämpfe musste er eine kleine und fünf große
Runden über die aufgeweichte Laufbahn absolvieren. Nach angesichts der schwierigen Verhältnisse zu schnellem Beginn
musste er in der zweiten Runde sein Tempo etwas zurück nehmen und kam am Ende nach 38:32 Minuten auf den dennoch zu-
friedenstellenden 30. Rang.

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 29. November 2004
Feuerwerk auf der Mittelstrecke gezündet
LGG-Erfolgsstorie bei Crosslauf-DM
Göttingen (frs). Für Spitzenresultate im Crosslauf ist die LG Göttingen (LGG) seit jeher bekannt. Aber die Ergebnisse bei den
Deutschen Crossmeisterschaften am Sonnabend übertrafen selbst die kühnsten Erwartungen der Schwarz-Gelben. Mit einer
Silbermedaille sowie drei Platzierungen unter den besten acht wurden die Titelkämpfe in Bremen der größte Göttinger Erfolg auf
nationaler Crossebene seit langem. Dabei wartete in der Hansestadt auf die LGGer alles andere als eine leichte Aufgabe. Unter
den rund 1100 Startern aus 250 Vereinen war die komplette deutsche Laufelite versammelt. Auch die von den Organisatoren auf
der Bremer Galopprennbahn ausgetüftelte Strecke forderte den Läufern alles ab. Zwar gab es auf dem 1,8 Kilometer langen Kurs
keine Steigungen, allerdings wurde das Laufen durch Sandpassagen, matschigen Untergrund und zahlreiche scharfen Kurven
kräftezerrend.
Die LGGer zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt. Denn bereits das erste Rennen mit Göttinger Beteiligung endete mit einem
Paukenschlag. In der Alterklasse W 55 sicherte sich Hannelore Bezold über 6,7 Kilometer in 30:45 Minuten den zweiten Platz.
Nach Rang vier im vergangenen Jahr konnte sie mit der Silbermedaille ihre Erfolgsserie im Crosslauf fortsetzen.
Ein wahres Feuerwerk zündeten die Männer anschließend auf der Mittelstrecke. Erwartungsgemäß schlug die Spitze ein äuß-
erst hohes Tempo an. Die Göttinger behielten in der unübersichtlichen Anfangsphase jedoch den Überblick und konnten sich gut
positionieren. Bei einer erneuten Tempoverschärfung des Führenden setzte sich Ingo Müller an das Ende der zehnköpfigen
Spitzengruppe. Eingangs der letzten Runde sah es plötzlich so aus, als müsste der LGGer abreißen lassen. Jedoch mobilisierte
er wenig später noch einmal Kräfte für einen fulminanten Endspurt. Unter dem Jubel der Göttinger Anhänger kämpfte sich der
26-jährige in der Schlussphase noch an drei Konkurrenten vorbei und sicherte sich nach 3,7 Kilometern den sechsten Platz. In
13:12 Minuten blieb er nur sechzehn Sekunden hinter dem Sieger Jonas Stiefel aus Berlin. „Das war mit Abstand meine beste
Deutsche Meisterschaft“, freute sich Müller, der mit seiner Entscheidung für die Mittelstrecke richtig gelegen hatte.
Noch mehr Grund zur Freude hatte Müller, als sein Teamkollege Till Manning nur wenig später in die Zielgasse einlief. Zwar hatte
Manning bereits im Vorfeld mit guten Trainingsresultaten aufhorchen lassen. Mit seinem 23. Rang in 13:36 überraschte er jedoch
Konkurrenz und Teamkollegen gleichermaßen. Belohnt wurde die Leistung, als mit Sascha Dessi (57./14:29) der dritte Göttinger
ins Ziel kam und Platz sieben in der Mannschaftswertung perfekt machte. Auf Rang 67. kam Michael Höffker (14:47), Dietmar
Weber wurde 74. (15:09).
Mit einer Überraschung warteten auch die Langstreckler auf. In dem 10,5-Kilometer-Rennen war Frerk Schenker schnellster
Göttinger. Bei seinem Debüt bei einer nationalen Crossmeisterschaft belegte er in 38:15 den 28. Rang. Zusammen mit seinen
Teamkollegen Christian Giesler (36. / 39:23) und Ulf Narloch (39. / 39:30) sicherte er sich in der Mannschaftswertung über-
raschend den vierten Platz. Thorsten Wienecke wurde 50. in 41:46. Auch die Frauenmannschaft hatte Grund zur Freude.
Stephanie Hartmann, Tanja Nemecek und Iris Giesler-Petersen kamen in der Teamwertung auf den zehnten Rang.

Presseinformation vom 29. November 2004 (Von Markus Steinbrück)
Rolf Helmboldt feiert tollen sechsten Platz
Hittfeld/Tostedt/Winsen. Strahlende Gesichter auf der einen, eher lange Gesichter auf der anderen Seite. So lassen sich in
einem Satz die Eindrücke der Kreisstarter bei den Deutschen Crosslauf-Meisterschaften auf der Galopprennbahn in Bremen zu-
sammenfassen. Die langen Gesichter sind dem zwar zahlenmäßig, leistungsmäßig aber nicht sonderlich starken Aufgebot der
LG Nordheide zuzuordnen. Fast grenzenlose Zufriedenheit herrschte dagegen bei Rolf Helmboldt (TSV Eintracht Hittfeld) und
Lena Voß (MTV Tostedt).
Der 42-jährige Helmboldt wiederholte auf der von vielen Startern unterschätzten Strecke auf der Bremer Galopprennbahn seinen
sechsten Platz von den nationalen Titelkämpfen im 10-Kilometer-Straßenlauf vor zwei Monaten. Von Anfang an hielt sich der
zweifache Familienvater aus Ashausen in einer vierköpfigen Verfolgergruppe auf, ließ sich über alle Strohballen und durch tiefe
Sandpassagen nicht aus dem Rhythmus bringen. Am Ende der 6,7 Kilometer zog Helmboldt noch einmal das Tempo an und
sicherte sich in 24:38 min den hervorragenden sechsten Platz. Deutscher Meister wurde der haushoch überlegene Markus
Pingpank (TSV Kirchdorf/23:34 min). Nach der Siegerehrung genoss Rolf Helmboldt seinen Erfolg ausgiebig mit der gesamten
Familie und vielen Vereinskollegen vom TSV Eintracht Hittfeld.
„Sie hat alles das umgesetzt, was wir gestern besprochen haben“, freute sich Tostedts Trainerin Angela Schirner fast euphorisch
über das gute Abschneiden ihres Schützlings Lena Voß. Die 16-jährige B-Jugendliche, die noch dem jüngeren Jahrgang 1988
angehört, erlief sich über 3,9 Kilometer den 29. Platz unter 59 Startern. Die Kreis- und Bezirksmeisterin, die erst seit Anfang
dieses Jahres Wettkämpfe bestreitet, präsentierte sich bei ihrer ersten DM-Teilnahme ganz und gar nicht zurückhaltend und war
in der Endabrechnung drittbeste Niedersachsin. Die beste Läuferin aus dem Bereich des Niedersächsischen Leichtathletik-
Verbandes (NLV) gewann den Deutschen Meistertitel. Dafür wurde Cornelia Schwennen (SV Concordia Emsbüren) vom DLV mit
einer Nominierung für die Cross-Europameisterschaften in zwei Wochen auf Usedom belohnt.
Vor den Augen von Lauflegende Dieter Baumann (Tübingen) sowie Bremens Bildungssenator und Ex-Werder-Manager Willi
Lemke blieben die Crossläufer der LG Nordheide durch die Bank unter ihren Möglichkeiten. Der 16-jährige Sören Ludolph er-
reichte mit Rang 30 im 112-köpfigen Feld der männlichen Jugend B noch die beste Einzelplatzierung. Gemessen an seinen
eigenen Ansprüchen konnte dieses Abschneiden den jungen Mann aus Amelinghausen aber nicht ansatzweise zufrieden stellen.
Auf der 5,7 Kilometer langen Mittelstrecke der Frauen bewegte sich Alexandra Hahn in 25:09 min im Rahmen ihrer Möglich-
keiten. Die 26-jährige belegte den 37. Platz unter 68 Starterinnen. Die LG-Mannschaft der weiblichen Jugend A mit Lorina Buhr,
Kim Lütjens und Inka Husmeier kam auf den sechsten Platz und durfte damit als einziges Team aus dem Kreisgebiet an einer
Siegerehrung teilnehmen. Allerdings kamen bei den bis zu 19 Jahre alten Nachwuchsläuferinnen auch nur sechs Mannschaften
in die Wertung. Weitere Teamergebnisse:
Junioren: 12. LG Nordheide (Tim Tomczak, Jan Martin Gutzeit, Robert Supplieth); Männliche Jugend B: 12. LG Nordheide (Sören
Ludolph, Nils Lasse Gutzeit, Oliver Tödter).

REGIONALE RUNDSCHAU / SYKER KURIER vom 30. November 2004
Cross-DM: Erwartungen allesamt erfüllt
Hansa-Frauen werden Siebte in der Vahr / Gerrit Meyer erreicht angepeilten Platz im Mittelfeld
Von unserem Redakteur Marc Hagedorn
S tuhr. Das nennt man wohl eine ziemlich gute Selbsteinschätzung. "So um Platz 60" wollte Gerrit Meyer vom MTV Barnstorf
bei den Deutschen Meisterschaften der Crossläufer in der Bremer Vahr das Ziel erreichen. Auf Platz 64 landete der 18-Jährige
am Ende tatsächlich, nachdem er für den 5,7 Kilometer langen Kurs auf der Galopprennbahn 22 Minuten und neun Sekunden
benötigt hatte. "Damit bin ich sehr zufrieden", meinte Meyer, der das Rennen eher defensiv angegangen war. "Bei 130 Startern
wollte ich erstmal gucken, wie sich das Rennen so entwickelt." Der Barnstorfer stellte früh fest, dass er mit dem Gros mithalten
konnte und kämpfte sich schließlich bis ins Mittelfeld vor. Auf einem schwierigen, sehr tiefen Geläuf keine einfache Sache.
Ungewohntes Terrain
"Ich hatte mir das Rennen nicht so hart vorgestellt", gestand Meyer, der es sonst wie alle Crosser gewohnt ist, durch Wälder
sowie über Feldwege und nicht auf einer Galopprennbahn zu laufen. "Das war schon ein großer Unterschied", urteilte der Schüler
über die künstlich angelegte Streckenführung, die kräftezehrende Sandpassagen und viele Spitzkehren vorsah, die den Lauf-
rhythmus immer wieder unterbrachen. Weniger Probleme machte Meyer die Tatsache, dass er erstmals bei einer DM dabei war.
"Nervös war ich nicht." Meyer war einer von insgesamt fünf Kreis-Diepholzer Startern bei den deutschen Titelkämpfen. Teil-
nehmer Nummer sechs, Hartmut Selz vom LC Hansa Stuhr, hatte kurzfristig wegen einer Erkrankung absagen müssen. Dafür
legten sich die anderen Hansa-Athleten offenbar umso mehr ins Zeug. Bei den Männern 60 wurde Bernhard Barjenbruch in einer
Zeit von 26:46 Minuten Zwölfter und erfüllte damit die Erwartungen.
Gleiches galt für das Damen-Trio des LC Hansa Stuhr. Die Diepholzerin Angela Welp kam in der W 40 auf Platz elf (27:07 Min.),
zwei Ränge vor Teamkollegin Christiane Golenia (28:21) und Sigrid Kuchinke, die in 31:08 Minuten 19. wurde. Diese geschloss-
ene Leistung wurde in der Mannschaftswertung mit einem Platz auf dem Treppchen belohnt. Platz sieben stand am Ende für den
LC Hansa Stuhr zu Buche, eine bemerkenswerte Leistung, wenn man bedenkt, dass es das Trio Welp, Golenia und Kuchinke
auf ein Gesamtalter von 134 Jahren bringt - es war das älteste Team in der Wertung.

ACHIMER KURIER / VERDENER NACHRICHTEN vom 30. November 2004
Siewert und Hold nutzen DM-Heimspiel
Senioren der LG Kreis Verden gewinnen Medaillen
Von unserem Mitarbeiter Helmut Behrmann
Verden/Achim. Die Seniorinnen und Senioren der LGK Verden haben das "Heimspiel" Deutsche Crosslauf-Meisterschaft auf
der Bremer Galopprennbahn mit starken Platzierungen gut genutzt. W-50-Läuferin Ursula Siewert (Bassen) gewann Silber, M-50-
Senior Jürgen Hold (Verden) ragte als Dritter heraus. Bei den W-40-Seniorinnen imponierte Birgit Schwers als Sechste ebenfalls.
Bei den W-50-Läuferinnen trumpften neben der Vizemeisterin Ursula Siewert auch Sigrid Bracht (Oyten) als Fünfte und Christa
Liebscher (Verden) als Sechste auf.
Im Lauf der B-Jugend über 3,9 km auf der nicht leicht zu laufenden Rennbahn konnte jedoch Geronimo von Wartburg den
Spitzenläufern nur eine Runde lang folgen, dann zeigte sich, dass er nach der Trainingspause im Oktober mit nur drei Wochen
Vorbereitungszeit nicht mithalten kann. Eine Woche nach dem guten Rennen in Darmstadt wurden die Beine bald schwer. So
reichte es nach 14:09 Minuten mit 28 Sekunden Rückstand zur Spitze nur zu Rang 22, nur 16 Sekunden trennten den Verdener
jedoch vom sechsten Platz. Gut präsentierte sich im Feld der 112 das Ziel erreichenden Teilnehmer der Oytener Thiemo Klein
als 35. mit 14:25 Minuten als sechstbester Niedersachse. Auf den Plätzen 98 und 100 hielten sich Sven Niederkrome (Oyten)
mit 16:05 Minuten und der Verdener Christian Müller mit 16:10 Minuten ihren Möglichkeiten entsprechend. In der Mannschafts-
wertung, die erstmals seit vielen Jahren nicht nach Platzierungen sondern durch Zeitaddition ermittelt wurde, reichte es unter 20
gewerteten Mannschaften für von Wartburg, Klein und Niederkrome zu Rang zehn.
Im gemeinsamen Lauf der Senioren ab 60 und aller Seniorinnenklassen ab 35 über 5,7 km war W-40-Läuferin Birgit Schwers als
Sechste mit 26:11 Minuten schnellste LGKV-Läuferin. Als 14. benötigte Heike Rippe (Magelsen) 28:46 Minuten, 22 Läuferinnen
kamen in dieser Altersklasse in die Wertung. 30:17 Minuten benötigte bei den W-45-Läuferinnen die Achimerin Cäcilia Apel-
Kranz, die sich auf den längeren Straßenlaufstrecken viel wohler als beim Crosslauf fühlt. Für sie sprang Rang 15 bei 17 ange-
tretenen Läuferinnen heraus.
Schwach war dagegen die Beteiligung in den älteren Seniorinnenklassen. Nur 16 Seniorinnen W 50, 55 und 60 kämpften um die
Titel. Mit flotten 28:27 Minuten war Ursula Siewert zweitbeste W-50-Läuferin, 32:23 Minuten brachten die in diesem Jahr stark
verbesserte Sigrid Bracht auf Rang fünf und 32:38 Minuten Christa Liebscher auf Platz sechs dieser Altersklasse. Somit wurden
bei der Siegerehrung drei LGKV-Aktive ausgezeichnet. In der Mannschaftswertung der Seniorinnen ab 45 kamen Siewert, Apel-
Kranz und Bracht auf Rang vier.
M-40-Senior Michael Trense (Thedinghausen) benötigte für die 6,7-km-Strecke 28:04 Minuten und war damit 29. dieser Wertung.
Im Rennen der M 50 und 55 über die gleiche Distanz mit einer kleinen und drei großen Runden setzte sich der Verdener Jürgen
Hold gleich in der Spitzengruppe fest und war am Ende nach 26:15 Minuten Gesamtvierter und Dritter seiner Altersklasse. Damit
verbuchte er im zu Ende gehenden Jahr nach starken Leistungen auf den Straßenlaufstrecken über 10 km, im Halbmarathon und
auf der Marathonstrecke einen weiterer beachtlichen Erfolg. Seine Altersklassenkameraden Harm-Jürgen Willenbrock (Etelsen)
und die Magelser Hilmar Mügge und Dieter Rippe belegten die Plätze 31 bis 33. Das reichte der Mannschaft M 50/55 mit Hold,
Willenbrock und Mügge immerhin zu Platz fünf.

ZEVENER ZEITUNG vom 30. November 2004
Fünfter Platz nach langer Pause
Birte Bultmann mit gelungenem Comeback
Zeven (mk). Einen beachtlichen fünften Platz belegte Birte Bultmann bei den Deutschen Cross-Meisterschaften auf der Galopp-
rennbahn in Bremen. Damit schaffte die für die LG Braunschweig startende Zevenerin nach einer fünfmonatigen Wettkampfpause
ein beeindruckendes Comeback über die 5700 Meter lange Strecke. "Die ganze Aufregung der letzten Monate hat Birte erstaun-
lich gut weggesteckt und ohne jegliche Wettkampfpraxis eine Topp-Platzierung erreicht", sagte Bernd Bröger, Organisations-
Chef der LG Braunschweig, der sich zudem über den Gesamtsieg der Deutschen Meisterschaft seiner Frauen mit Luminita
Zaituc, Susanne Ritter und Birte Bultmann, freute.
Aus den Möglichkeiten, die eine Galopprennbahn hergibt, hatte der Veranstalter das Beste gemacht. Viele Richtungswechsel
und eine Streckenführung, die teilweise durch Sand führte, machten eine an sich flache Strecke doch anspruchsvoll. Die über
1000 Zuschauer hatten durch die vielen Schleifen die Möglichkeit von einem Teil des Parcours zum anderen zu laufen und die
Athleten anzufeuern.
Und das Rennen ging Birte Bultmann, bei guten äußeren Bedingungen, recht selbstbewusst an. In einer kleinen Verfolgergruppe
hinter der führenden und späteren Siegerin Sabrina Mockenhaupt (21:15 Minuten/LG Sieg), bestimmte sie abwechselnd das
Tempo. "Ich wusste, dass ich intensiv trainiert hatte und fühlte mich auch während des Laufes in einer guten Verfassung", sagte
Birte. Beim Zieleinlauf, erreichte die 30-Jährige im 60-köpfigen Teilnehmerfeld mit einer sehr guten Zeit von 22:21 Minuten Platz
fünf. Mit dem Gewinn der Mannschaftsmeisterschaft der Damen der LG Braunschweig hätte sich die Zevenerin für die
Europa-
Cross-Meisterschaften
auf Usedom (12. Dezember) qualifiziert. "Am Sonntag habe ich mit dem Bundestrainer Crosslauf, Detlef
Uhlemann, telefoniert. Leider hat er Birte nicht für Usedom nominiert. Ich vermute, dass das mit der
Suspendierung zusammen-
hängt, sportlich hätte sie es allemal verdient", so Bernd Bröger.
Damit bricht für Birte Bultmann bestimmt keine Welt zusammen, die sich auch nach dem Rennen dem Dopingtest stellte. "Da
bin ich ganz locker hingegangen", so Birte Bultmann. Und die Athletin weiter: "Der Bundestrainer hat mit mir vor dem Rennen
gesprochen und mir Glück gewünscht. Natürlich hätte ich gerne im eigenen Land an den Euro-Cross-Meisterschaften teilge-
nommen."

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Helmstedt) vom 30. November 2004
Erfolg durch Offensive
Peter Arms verteidigte in Bremen seinen Titel eines Deutschen Meisters
Zum Abschluss der Leichtathletiksaison feierte Peter Arms einen besonderen Triumph. Der Langstreckenläufer des TSV Lelm
gewann die deutschen Meisterschaft im Crosslauf in der Klasse M 60 und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr. Bei
dem Rennen auf der Galopprennbahn in Bremen-Vahr siegte Arms überlegen. Er bewältigte die 5700 Meter lange Strecke in
23:54 Minuten - 48 Sekunden vor seinem ärgsten Verfolger.
Im Vorfeld der Meisterschaften war der Lelmer skeptisch gewesen. Schließlich war die Konkurrenz stark. Der Oldenburger
Ostendorf und Strube aus Detmold hatten ihn auf der Bahn bereits mehrmals besiegt. Beim Cross geht es aber härter zur Sache.
Abseits der Tartanbahnen muss man viel Kraft haben, wenn man um den Titel mitzulaufen will. Peter Arms gilt als Spezialist für
solche Wettkämpfe. Er liebt die Tempojagd in welligem Gelände. "Ich hoffe, dass die Strecke morastig und hügelig ist, dann bin
ich im Vorteil" erklärte das Leichtgewicht im Vorfeld. Die Hoffnungen erfüllten sich nicht ganz. Eine fast trockene und ebene
Strecke mit einigen Sandpassagen erwartete die Läufer. 34 Teilnehmer machten sich auf, die rund 5700 Meter lange Distanz zu
bewältigen.
Arms suchte seine Chance in der Offensive. Er machte sofort Tempo und schaffte es bereits nach einem Kilometer, sich von
seinen hartnäckigsten Konkurrenten abzusetzen. Auf dem kurvenreichen Parcour lief er ein starkes Rennen und vergrößerte
seinen Vorsprung stetig. "Ich wusste immer über die Rennsituation Bescheid und war mir auf dem letzten Kilometer sicher, dass
nichts mehr anbrennen konnte", resümierte er glücklich nach dem Lauf. 48 Sekunden Vorsprung waren mehr, als er selbst für
möglich gehalten hatte. Arms bewies damit ein weiteres Mal seine überragenden Crossqualitäten. Platz zwei ging an einen
Läufer aus Süddeutschland, dann folgten die stärker eingeschätzten Ostendorf und Strube. Für Peter Arms war es der vierte
Titel im Crosslauf seit 1998. (uh/kr)

OLDENBURGER NACHRICHTEN vom 30. November 2004
VfL-Langstreckler holen Titel
Crosslauf: M 60-Team deutscher Meister- Paetzke läuft auf den achten Platz
Bremen. Ganz am Ende der Leichtathletiksaison 2004 gab es für die Oldenburger Leichtathleten noch einmal reichlich Erfolgs-
erlebnisse. Bei den deutschen Crosslaufmeisterschaften auf der Galopprennbahn Bremen-Vahr gewannen die M-60-Langstreckler
des VfL Oldenburg den Mannschaftstitel. Die Junioren des DSC belegten in der Teamwertung den angestrebten vierten Platz. Zu-
dem wurden auch in der Einzelwertung zahlreiche gute Platzierungen erreicht.
Völlig ungefährdet war der Mannschaftssieg der VfL-“Oldies”: Manfred Ostendorf, Horst Frense und Klaus Mohnsame wiesen in
der Addition ihrer Einzelzeiten, die sie auf der 5700 m langen Strecke erreichten, die Konkurrenz deutlich in die Schranken. Die
Oldenburger kamen auf 1:16:23 Stunden, die LG Olympia Dortmund lag mit 1:21:35 Std. schon über fünf Minuten zurück. Die
zweite Besetzung des VfL (Wilhelm Sprick, Helmut Fuchs, Bernhard Sager) wurde noch Siebter. In der Einzelwertung war
Ostendorf mit Rang drei erwartungsgemäß bester Oldenburger, hatte aber in Frense als Fünftem und Mohnsame als Siebtem
seine Teamkameraden dicht auf den Fersen.
Die Juniorenmannschaft des DSC teilte sich den vierten Rang in der Teamwertung mit den zeitgleichen Läufern von der LG
Wedel/Pinneberg. An der Dominanz der starken Langstreckler aus Berlin und Wattenscheid auf den Plätzen eins bis drei war
nicht zu rütteln. Zufrieden gab sich Christoph Paetzke, der mit seinem achten Platz in 21:05 Min. auf der 5700 m langen Strecke
bewies, dass er mit seiner Leistungsentwicklung ein ganzes Stück nach vorn gekommen ist. Er schloss in Bremen ein rundher-
um erfolgreiches Jahr ab. Eike Pupkes lief 21:07 Min. und Daniel Hackl erreichte 21:25 Minuten.
Für Yvonne Reinmold bei den Frauen über 5700 m und Kathrin Hoffmann (beide DSC) im Lauf der weiblichen Jugend A über
3900 m ging es darum, einmal Wettkampfluft bei einer “großen” Meisterschaft zu schnuppern. Beide schlugen sich achtbar.
Timo Schumann (DSC) landete nach einer Verletzungspause über 5700 m der männlichen Jugend A in 22:20 Min. im Mittelfeld,
sein Clubkamerad Daniel Domeracki lag in 23:43 Min. einige Plätze hinter ihm.

DER MÜNSTERLÄNDER vom 30. November 2004
Lisa Seeger Siebte bei Cross-DM
Bremen/Elsten (cam). Die für die SG Essen/Garthe startende Elstener Läuferin Lisa Seeger hat jetzt bei den Deutschen Cross-
meisterschaften in Bremen einen hervorragenden siebten Platz geholt. Insgesamt waren in ihrer Altersklasse (Jahrgang 88) 34
Teilnehmerinnen an den Start gegangen. Die 16-Jährige benötigte für den vier Kilometer langen Kurs auf der Galopprennbahn in
Bremen 16:50 Minuten und war damit beste Niedersächsin.

ALLGEMEINE ZEITUNG UELZEN vom 1. Dezember 2004
Cross auf der Galopprennbahn
MTV Bad Bevensen und LG Uelzen / Barum waren bei der DM dabei
Bremen. Zum Jahresende stand für die deutsche Leichtathletik noch ein Höhepunkt auf dem Programm. Auf der Galopprenn-
rennbahn in Bremen blieben die Vierbeiner diesmal im Stall. Dafür spürten die Läufer bei den Deutschen Crosslauf-Meister-
schaften am eigenen Leibe, dass eine Rennbahn auch ohne Steigungen anspruchsvoll ist. Aus Uelzen waren Aktive der LG Post
SV / MTV Barum und des MTV Bad Bevensen am Start. Der ebene Kurs täuschte zunächst über seinen Schwierigkeitsgrad
hinweg. Sumpfiger Boden und wechselnde, schwer zu belaufene Gras- und Sandpassagen zerrten den Aktiven die Kraft aus den
Beinen.
Die Frauen des MTV Bad Bevensen starteten in der W 35. Pia Wiegel erreichte das Ziel als sechste Läuferin. Manuela Haver-
kamp-Roisch als 17. und Claudia Barenscheer als 19. dieser Altersklasse vervollständigten das Trio. In der Mannschaftswertung
konnte Platz fünf erlaufen werden. Es siegte Anke Härtl (Coburg). In der W 40 ging Kerstin Wiethake von der LG an den Start.
Sie hatte zu Beginn Pech, dass eine Läuferin ihr in die Hacken trat, so dass der Schuh halb ausgezogen wurde und später ganz
abhanden kam. Trotzdem holte sie viele Plätze auf. Zu Buche stand schließlich ein barfuß erlaufener fünfter Platz. Es siegte
Ksenia Yermakowa aus Süddeutschland.
Kersten Jäkel (LG) startete in der Klasse der Junioren. In dem riesigen Feld überquerte er als 64. die Ziellinie. Ebenfalls im
Mittelfeld erreichten seine Vereinskameraden Holger Fritze (61.) und Torsten Heitmann (82) bei der A-Jugend das Ziel. (bp)

BREMERVÖRDER ZEITUNG vom 4. Dezember 2004
Läufer auf der Galopprennbahn
Gnarrenburger starteten bei der Deutschen Crossmeisterschaft in Bremen
Gnarrenburg (es). Auf der Galopprennbahn in Bremen, dort wo sonst Rennpferde ihre Runden drehen, da trafen sich jetzt die
Leichtathleten, um ihre Meister im Crosslauf zu ermitteln. Werner Stelljes, Dieter Sethmann und Christian Hilbers vertraten in
Bremen die Farben des TSV Gnarrenburg. Nachdem Werner Stelljes und Dieter Sethmann im Mai bei den Deutschen Meister-
schaften den Sprung unter den "Top Ten" verpassten, hatten die beiden Gnarrenburger sich diesmal etwas vorgenommen. Die
Wettkämpfe in Bremen bildeten gleichzeitig die Qualifikation zur EM, die auf Usedom ausgetragen wird.
In der M-60-Klasse mussten die beiden Gnarrenburger gleich zu Beginn der Meisterschaften an den Start. Werner Stelljes teilte
sich das Rennen über die 5,7-Kilometer-Distanz gut ein. Nach einer kontrollierten Anfangsrunde machte Werner Stelljes in der
zweiten Runde einen Platz gut und sicherte sich in der dritten Runde nach 25:23 Minuten den achten Platz in seiner Alters-
klasse. Nicht ganz so gut lief es für Dieter Sethmann, der gleich nach dem Start in einem Pulk hängen blieb und den Anschluss
zu seinem Vereinskameraden verlor. Er kämpfte sich auf dem tiefen Boden heran und lief nach 26:05 Minuten als Neunter ins
Ziel. Christian Hilbers ging in der M-50-Klasse an den Start. In einem starken Teilnehmerfeld bildete sich sogleich eine Führungs-
gruppe, zu der der Gnarrenburger keinen Anschluss fand. Am Ende belegte er nach 6,7 Kilometer den 29. Platz, mit dem Hilbers
zufrieden war.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 10. Dezember 2004
Braunschweiger Duo startet bei Cross-EM
Luminita Zaituc und Susanne Ritter wollen am Sonntag auf Usedom Team-Medaille holen
Von Ute Berndt
Braunschweig. Bei der LG Braunschweig hatte man auf vier Starter gehofft, nun sind es immerhin zwei: Luminita Zaituc und
Susanne Ritter bilden ein Drittel der deutschen Nationalmannschaft, die Sonntag erstmals im eigenen Land bei einer Cross-EM
startet. Die beiden hatten sich vor zwei Wochen bei den deutschen Meisterschaften in Bremen als Zweite und Dritte ihren Platz
in der sechsköpfigen DLV-Auswahl erkämpft. Auch
Birte Bultmann war als Fünfte schnell genug. Doch die 30-Jährige steht beim
DLV noch unter Dopingverdacht, durfte in Bremen nur per einstweiliger Verfügung starten und bleibt suspendiert. LG-Kollege
Oliver Dietz verpasste als Siebter den Sprung ins Nationalteam hauchdünn. Ihm fehlten acht Sekunden, woraufhin er seine
Saison beendete.
Das Männer-Team hat sich zum Ziel gesetzt, in heimischen Gefilden seinen neunten Platz aus dem Vorjahr zu verbessern. In
der Einzelwertung wäre der DLV-Team-Trainer für Crosslauf, Detlef Uhlemann, schon froh, wenn sich einer seiner Schützlinge auf
der 9640 Meter langen Strecke unter den besten 20 platziert. Favorit ist der vierfache Titelträger Sergej Lebed (Ukraine).
Mehr wird den deutschen Frauen zugetraut, auch wenn Aushängeschild Irina Mikitenko wegen einer Erkrankung abgesagt hat.
Eine Medaille mit der Mannschaft ist das große Ziel von Zaituc und Ritter, Letztere hat ihren letzten Auftritt für die LG. In der
Einzelwertung hoffen zumindest Zaituc und die deutsche Meisterin Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) auf ein einstelliges Ergebnis.
Zaituc will sich zwei weitere Wochen nach dem New York-Marathon noch spritziger als zuletzt in Bremen präsentieren. Zwei
starke Konkurrentinnen fehlen. Paula Radcliffe (Großbritannien) und Elvan Abeylegesse (Türkei), die Erstplatzierten des Vor-
jahres, werden nicht auf die 5640-Meter-Strecke gehen.
Den Rundkurs im Seebad Heringsdorf schätzt Uhlemann als "sehr anspruchsvoll und selektiv" ein. Mehr als 400 Athleten aus 27
Nationen haben für die Titelkämpfe gemeldet, bei denen auch zwei Juniorenkonkurrenzen ausgetragen werden.
Website der Veranstaltung
Fernseh-Tipp: Der NDR berichtet am Sonntag, 12. Dezember, von 13:00 Uhr bis 14:30 Uhr live aus Heringsdorf

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 13. Dezember 2004
Zweimal Bronze für Braunschweig
Luminita Zaituc und Susanne Ritter Dritte mit der deutschen Mannschaft bei der Cross-Europameisterschaft
Von Ute Berndt
Braunschweig. Als sie sich ihr großes Ziel gesetzt hatten, war noch Irina Mikitenko mit in der Rechnung. Doch trotz der Ab-
sage der Frankfurterin holten die deutschen Crossläuferinnen gestern auf Usedom die erträumte EM-Bronzemedaille. Die für die
LG Braunschweig startenden Luminita Zaituc und Susanne Ritter hatten als Zweit- und Drittschnellste im DLV-Team großen An-
teil daran.
"Insgeheim haben wir uns das wirklich gewünscht", erzählt Zaituc, wie sich das Team für die 5640 anspruchsvollen Meter auf
schwerem Boden im Seebad Heringsdorf motivierte. Kurz vor dem Start schwor sich die Mannschaft unter der Regie ihrer
Spitzenläuferin Sabrina Mockenhaupt (Siegen) ein. "Mocki hat gesagt, wir machen eine Medaille", erzählt die Braunschweigerin.
"Und ich habe gesagt, ja, lasst es uns schaffen - dann sind wir los." Schließlich war jede Sekunde wichtig, die Mockenhaupt,
Zaituc und Co. ihrem Körper abtrotzten, obwohl die Strecke mit 220 Metern Steigung nicht nach ihrem Geschmack war. Denn
das DLV-Team (97 Punkte) hatte in der Endabrechnung nur einen Punkt Vorsprung vor Frankreich. Den Titel holte Portugal (38)
vor Großbritannien (43).
Für Zaituc hatte sich somit die Quälerei gelohnt. Als Straßenspezialistin und "Frostbeule" fand sie in der Kälte und auf dem
weichen Untergrund nicht gerade Bedingungen vor, die sie zu schnellen Zeiten treiben. Außerdem fühlte sie sich nach dem New
York Marathon noch nicht hundertprozentig erholt und verzichtete wegen der EM-Vorbereitung sogar auf die geplante zweiwöch-
ige Saisonpause. "Ich bin gestartet, um der Mannschaft zu helfen", meinte die 36-Jährige. Der DLV hatte sich bemüht, zur
ersten Europameisterschaft im eigenen Land das schnellstmögliche Team aufzubieten. Bewusst ließ sie es auf dem ungewohnt-
en Untergrund langsam angehen. "Man kann auch sagen, die anderen waren zu schnell für mich." Doch nach der ersten 1000-m-
Runde startete sie von Platz 60 aus eine Aufholjagd. "Mir war klar, dass viele ihr Anfangstempo nicht halten können." Schließ-
lich lief Zaituc als 23. durchs Ziel (18:36 Minuten) und war zufrieden mit sich. Susanne Ritter wurde bei ihrem letzen Auftritt für
die LG Braunschweig 28. (18:43).
In der Einzelwertung schaffte Mockenhaupt (18:12) mit sechs Sekunden Rückstand auf die Siegerin Hayley Yelling (18:06, Groß-
britannien) als Fünfte das beste deutsche Ergebnis in der Geschichte. Bei den Männern siegte zum fünften Mal der Ukrainer
Sergej Lebed.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 14. Dezember 2004
Bei den Deutschen auf einem guten 6. Platz
Reinhard Roloff überzeugte bei Cross-Titelkämpfen
cn/hwi. Von der kürzlich in Bremen ausgetragenen Deutschen Meisterschaft im Crosslauf ist Reinhard Roloff mit einem groß-
artigen Ergebnis heimgekehrt. Der für den MTV Lüdingworth startende Nordholzer belegte in seiner Altersklasse M 55 den aus-
gezeichneten sechsten Rang.
Die rund 800 Athleten aller Altersklassen fanden auf der Galopprennbahn in Bremen Bedingungen
vor, die dem Begriff "Cross" wirklich alle Ehren machten. Schweres Geläuf durch den von tagelangem Regen aufgeweichten
Boden, gespickt mit einigen leichten Hindernissen verlangte den Läufern alles ab.,
Reinhard Roloff, der in diesem Jahr durch eine hartnäckige Verletzung lange außer Gefecht war und dementsprechend erst seit
kurzer Zeit wieder geregeltem Training nachgehen kann, lief vom Start weg ein taktisch kluges Rennen und schaffte es, mit
seinen Kräften optimal zu haushalten. Während er sich auf dem 6,7 Kilometer langen Kurs anfangs im Mittelfeld aufhielt, liefen
viele seiner Konkurrenten weit vorne und verpulverten förmlich ihre gesamte Energie in der ersten Streckenhälfte.
Am Ende fehlten Roloff nur 30 Sekunden zu Bronze
Je länger das Rennen wurde, umso mehr Läufer wurden von Roloff wieder "eingefangen". Mit einer viel schnelleren zweiten Hälfte
kämpfte sich der MTVer letztendlich bis auf den 6. Platz vor. Vom "Bronzerang" trennten ihn am Ende lediglich ganze 30 Se-
kunden.

Presseinformation vom 15. Dezember 2004 (Von Markus Steinbrück)
Sussmann-Zwillinge im oberen Mittelfeld
Tönnhausen. Der ganz große Wurf blieb den Zwillingsschwestern Kim Elisa und Jana Sussmann beim 15. Talentcross des
Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Heringsdorf auf Usedom verwehrt. Die 14-jährigen Schülerinnen von der LG Nord-
heide erreichten beim Aufeinandertreffen der größten deutschen Crosstalente mit den Rängen 16 (Kim Elisa) und 20 (Jana) in
einem 43-köpfigen Teilnehmerfeld beachtliche Einzelplatzierungen. Der Sprung in die erste Mannschaft des Niedersächsischen
Leichtathletik-Verbandes (NLV), die den Wettbewerb mit 22 Punkten vor Nordrhein (29) und Westfalen (43) gewann, verpassten
die beiden allerdings um etwa 15 Sekunden.
So bildeten die Sussmann-Zwillinge gemeinsam mit Alina Koop (LG Osnabrück) das Team Niedersachsen II, das unter 13 teil-
nehmenden Landesverbänden immerhin den siebten Platz belegte. Die schnellste niedersächsische Läuferin, Maren Kock von
der LG Emstal-Dörpen, erwies sich bei diesem im Rahmen der Crosslauf-Europameisterschaften ausgetragenen Nachwuchs-
event als schnellste 14-jährige Crossläuferin ganz Deutschlands. Sie siegte mit einem beeindruckenden Vorsprung von 22 Se-
kunden vor Schoami Bieser aus Bremen.

WESER KURIER vom 16. Dezember 2004
Geschwister laufen Konkurrenz davon
Schnell: Sarischa und Schoami Bieser
Bremen (sfy). In den ersten Ergebnislisten haben Sarischa und Schoami Bieser die Plätze eins und zwei beim DLV-Talentcross
in Heringsdorf auf Usedom belegt. Die zwölfjährige Sarischa wurde demnach inoffizielle deutsche Meisterin in der Altersklasse
W12 (9:49 Minuten), ihre Schwester (W14) holte immerhin den Vizetitel (8:51). Doch weil die Läufer aus Sachsen-Anhalt nicht
gewertet wurden, waren die ersten Listen falsch. Es fehlte jeweils eine besser platzierte Läuferin. Weshalb die einzigen Bremer
Teilnehmerinnen als Zweite und Dritte ins Ziel kamen.
Das ist allerdings immer noch gut. Außerdem steht die Platzierung ohnehin nicht im Vordergrund. "Für uns ist das völlig egal",
sagt Mutter Silke Dettmer. Für Sarischa, die ja nun eigentlich inoffizielle deutsche Vizemeisterin ist, kam der Erfolg über die
2600 Meter also ziemlich überraschend: "Ich habe nicht gerade damit gerechnet."
Wer die beiden Talente des TvdB Bremen allerdings mal bei der Bremer Winterlaufserie beobachtet hat, dürfte nicht eben er-
staunt sein. Selten haben so junge Läuferinnen derart erfolgreich abgeschnitten. "Sie laufen entspannt und locker ins Ziel, darauf
kommt es an", weiß die Mutter. Ohne die Jagd nach Minuten und Sekunden dürften die beiden Biesers auch bei der Bremer
Veranstaltung im nächsten Jahr eine gute Rolle spielen.

DEISTER-LEINE--ZEITUNG vom 17. Dezember 2004 (Auszug)
LG-Athleten auf überregionaler Bühne
Erfolgreicher Auftritt auf Usedom
Wennigsen (eb). Usedom hieß einer der jüngsten Auftrittsorte für die Aktiven der Leichtathletikgemeinschaft Wennigsen/Eges-
torf. LG-Leiter Eckhard Marten zog eine zufrieden stellende Bilanz.
Beim Deutschen Talente-Cross auf Usedom standen Miriam Schwan und Anne Forgber von der hiesigen LG im Team des NLV.
Nach der Einlaufrunde hatten beide noch gehörigen Respekt vor der anspruchsvollen Strecke. Im Rennen jedoch teilten sie sich
auf der 2600 Meter langen Strecke ihre Kräfte sehr gut ein und erreichten in ihrer Altersklasse jeweils einen hervorragenden 10.
Platz. Bemerkenswert war der große Kampfgeist an zwei schweren Bergen, wo sie zahlreiche Konkurrentinnen überholten.
Sichtlich angetan von ihrer Leistung war auch der Landestrainer Jörg Voigt. Anne Forgber kam in der Altersklasse W 14 in 9:35
Minuten ins Ziel. Die trotz Erkältung startende Miriam Schwan (W 13) erreichte 10:02 Minuten.
Im Anschluss an den Talent-Cross stand auf derselben Strecke noch die Cross-Europameisterschaften der Männer und Frauen
auf dem Programm. Als Zuschauer beobachteten die beiden LG-Läuferinnen, wie sogar Olympioniken die Strecke bewältigten.
Als dann die vorläufigen Endergebnisse bekannt gegeben wurden, konnten sich Miriam und Anne noch über einen Sieg des
NLV-Teams in der Gesamtwertung freuen, zu dem sie selbst einen Teil beigesteuert hatten. Kritisch zu bewerten war, dass auf-
grund eines Computerfehlers beim Veranstalter anfänglich keine zeitnahen Ergebnisse vorlagen.
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