© DM-Einzel (Jugend) / DM-Staffeln (Frauen+Männer) in Jena vom 2.-4. Juli 2004
NDM-Einzel (Seniorinnen+Senioren) in Berlin am 3./4. Juli 2004
Presseberichte aus Niedersachsen und Bremen

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Presseinformation vom 30. Juni (Von Markus Steinbrück)
Sechs Kreistalente zur Jugend-DM nach Jena
Winsen/Hanstedt. Mit einem beachtlichen Aufgebot von sechs Nachwuchsathleten ist der Kreisleichtathletikverband Harburg-
Land vom kommenden Freitag bis einschließlich Sonntag bei den Deutschen Einzel-Meisterschaften der A- und B-Jugendlichen
in Jena vertreten. Neben den Aushängeschildern Paul Dittmer (MTV Hanstedt), Sören Ludolph und Jala Gangnus (beide LG
Nordheide), die in jeweils drei Disziplinen die Qualifikationsnorm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) erfüllten, lösten
auch die ebenfalls für die LG Nordheide startenden 800-Meter-Läufer Christian Bernau, Nils Lasse Gutzeit und Corinna Hinck
das Ticket für die Reise zum nationalen Saisonhöhepunkt der Jugendlichen im Ernst-Abbe-Sportfeld.
Ähnlich verteilt stellen sich die Erfolgsaussichten dar. Die drei Letztgenannten werden in erster Linie auf eine Steigerung ihrer
persönlichen Bestmarken hoffen, werden aller Voraussicht nach aber keine Chance auf einen der begehrten Endlaufplätze
haben. Für den 15-jährigen Gutzeit aus Over, seine 800-Meter-Bestzeit steht bei 1:58,65 min, und die 16-jährige Hinck aus
Winsen (2:17,9 min) stellt Jena die erstmalige Teilnahme an einer Deutschen Einzel-Meisterschaft dar. Der A-Jugendliche
Bernau aus Buchholz (1:56,18 min) kann die Erfahrungen aus dem Vorjahr sowie von der Hallen-DM aus Neubrandenburg in die
Waagschale werfen.
“Endlauf- bzw. Endkampfteilnahme”, lautet dagegen das klare Ziel von Paul Dittmer, Sören Ludolph und Jala Gangnus. Der B-
Jugendliche Dittmer ist mit der drittbesten Zeit über 110-Meter-Hürden (14,13 sec) gemeldet. Für Trainer Wolfgang Striezel
würde schon der Einzug in das Finale der besten Acht einen guten Erfolg darstellen: “Paul muss drei harte Runden überstehen.
Da werden im wahrsten Sinne des Wortes die Hände fliegen.” Kurzfristig wird das Erfolgsduo entscheiden, ob Paul am zweiten
Meisterschaftstag zum Dreisprung, hier nimmt Dittmer mit 13,87 m Platz fünf des Meldetableaus ein, antreten wird. Die im
Herbst operierten Knie bereiten nach wir vor Probleme. Mehr als Zugabe ist der 100-Meter-Sprint (11,14 sec) zu betrachten.
Mehrere Optionen hat auch Sören Ludolph von der LG Nordheide. Der 16-Jährige aus Amelinghausen versucht am Freitag zu-
nächst, den Einzug in den 800-Meter-Endlauf perfekt zu machen. Gemeldet ist er mit einer Bestzeit von 1:55,80 min, was Rang
neun bedeutet. Sollte ihm dieser Sprung wie im Vorjahr, als er bereits als A-Schüler die DM-Norm geschafft hatte, nicht ge-
lingen, wird Ludolph am Abend des zweiten Tages über 2000-Meter-Hindernis (6:18,58 min/Rang 15) antreten.
Die 17-jährige Jala Gangnus aus Winsen wird sich im Feld der weiblichen Jugend A voraussichtlich einen Doppelstart über 200
und 400 Meter zumuten. Sollte sie in den samstäglichen Vorläufen das 400-Meter-Finale (Meldezeit: 56,51 sec/Platz 12) ver-
passen, so wird sie nur zweieinhalb Stunden später ihr Glück auf der 200-Meter-Distanz probieren. Reicht die Kraft der Nord-
heide-Sprinterin für eine Bestätigung der Qualifikationszeit von 24,65 sec (8. Meldeplatz), dann darf sie am gleichen Tage noch
einmal im 200-Meter-Endlauf ran. Vor zwei Jahren erreichte Gangnus als B-Jugendliche sowohl den Endlauf über 100 (8. Platz)
als auch 200 Meter (6. Platz).

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 2. Juli 2004
Vier Talente aus Ostfriesland fahren zur DM
Leichtathletik: Deutsche Jugendmeisterschaften sind am Wochenende in Jena

Ostfriesland/Jena (kj). Eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in Braunschweig ermitteln die
Jugendlichen an diesem Wochenende in Jena ihre nationalen Titelträger. Im Ernst-Abbe-Sportfeld stellen sich auch vier Nach-
wuchstalente aus drei ostfriesischen Vereinen der Konkurrenz. Neben Medaillen und Platzierungen geht es für die besten
Jugendlichen um die begehrten Tickets, die zum Start bei den U-20-Weltmeisterschaften Mitte Juli im italienischen Grosseto
berechtigen.
Daniela Pohl, Landesmeisterin vom SV Holtland, stellt sich der Konkurrenz im Hammerwurf. Die B-Jugendliche hat in den letz-
ten Wochen gut trainiert und sich vor allem technisch stark verbessert. “Daniela hat ein hohes Leistungspotenzial und geht gut
vorbereitet in den Wettkampf”, erklärt Trainer Klaus Beyer. “Wenn alles nach Plan läuft, kann sie nach Platz drei im Vorjahr auch
diesmal wieder eine Medaille gewinnen.”
Sprinttalent Siewert André vom TV Norden präsentiert sich derzeit in Bestform. Er holte bei den Landesmeisterschaften mit dem
Sieg über 100 und 200 Meter gleich zwei Titel nach Ostfriesland. Vor allem im Rennen über 100 Meter wusste der A-Jugendliche
zu begeistern. Mit 10,79 Sekunden stellte André seinen eigenen Ostfriesland-Rekord ein. In Jena startet der Ostfriese erneut
über 100 und 200 Meter. Teamgefährte Nik Alberding hat sich über 400 Meter Hürden bei der A-Jugend qualifiziert. Nachdem er
im letzten Jahr verletzungsbedingt auf den DM-Start verzichten musste, ist der 18-Jährige besonders motiviert. Mit dem Gewinn
der Niedersachsenmeisterschaft, bei der er in 55,72 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit aufstellte, machte Alberding
wieder auf sich aufmerksam. Wiebke Bültena vom MTV Aurich geht über 800 Meter bei der B-Jugend ins Rennen. Sie will ihre
gute Form bestätigen.

ACHIMER KURIER vom 2. Juli 2004
Jugend-DM ohne Martin Lohmann
Verletzt: Sprinter erklärt Startverzicht
Verden (msö). Der Verdener 100-Meter-Läufer Martin Lohmann wird bei den Jugendmeisterschaften des deutschen Leicht-
athletik-Verbandes, die am heutigen Freitag in Jena beginnen, nicht an den Start gehen. "Es gibt Komplikationen mit der Ver-
narbung. Ich habe am Montag einen Sprintversuch unternommen und einsehen müssen, dass es keinen Zweck hat", berichtete
der sichtlich enttäuschte Domgymnasiast, der über 100 und 200 Meter deutschlandweit zu den besten A-Jugendlichen gehört
und ein ernsthafter Anwärter für die Junioren-Weltmeisterschaft im italienischen Grosseto war. "Das werde ich nun wohl alles
knicken können . . . " Lohmann, der sich bei den Landesmeisterschaften in Wilhelmshaven einen Muskelfaserriss im Ober-
schenkel zugezogen hat und deshalb auch bei den "Niedersächsischen" der Jugend in Verden fehlte, muss nun auch vor den
wichtigsten WM-Qualifikationsrennen passen. Dabei hatte er nach zunächst zufriedenstellend verlaufenem Heilungsprozess zu-
mindest noch mit einem Staffelplatz geliebäugelt. Die von ihm vor seiner Verletzung in Zeven erzielten 10,67 schienen ent-
sprechende Hoffnungen zu rechtfertigen. Nun hofft Lohmann wenigstens die B-Kader-Norm (10,64) noch erfüllen zu können. "Ich
mache Krafttraining und auch läuferisch alles, was geht." Die "Deutschen" der Männer, die eine Woche nach denen der Jugend
an der Reihe sind, kommen für Lohmann wohl zu früh, aber die U-23-Titelkämpfe und die Norddeutschen wären realistische
Ziele. In Jena sind noch jede Menge Grosseto-Fahrkarten zu vergeben. "Wir haben über 100 Kandidaten", schätzt Bundestrainer
Wolf Ruth, "um die 70 werden es wohl schaffen."

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 3. Juli 2004
Tränen nach drei ungültigen Würfen
Jena/Holtland (joc). Vielleicht lag es am Regen, der gestern auf die Teilnehmer der Deutschen Leichtathletik-Jugendmeister-
schaften in Jena niederprasselte: Daniela Pohl, die Hammerwerferin vom SV Holtland, hat ihre Chancen auf eine Medaille ver-
geben. Mit drei ungültigen Versuchen schied sie aus dem Wettkampf aus. Es siegte Tiffany Newton vom UAC Kulmbach mit
54,23 Metern vor Kristin Steiner (Berlin, 52,20). Pohls Trainer Klaus Beyer war nach dem Wettkampf geknickt - und auch seiner
Athletin ging es nicht gut: “Die Tränen laufen nur so”, sagte Beyer. Denn Daniela Pohls Chancen auf eine Medaille waren nicht
schlecht: Bereits im ersten Versuch flog der Hammer 55 Meter weit. “Leider landete er zehn Zentimeter außerhalb der Begrenz-
ung”, sagte Beyer. Beim zweiten Versuch landete der Hammer im Netz. “Den dritten Versuch sollte Daniela deshalb vorsichtiger
angehen”, sagte Beyer. Doch auch diesmal landete der Hammer außerhalb der Begrenzungslinie. “Es ist wirklich schade”, sagte
Beyer. “In den vergangenen Wochen hat Daniela konstant geworfen und nur gültige Versuche hingelegt.”

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 3. Juli 2004
Leichtathletik: Für Wiebke Bültena ist nach dem Vorlauf Schluss
Deutsche Meisterschaft
Jena (sm). Für 800-m-Läuferin Wiebke Bültena (MTV Aurich) waren die Deutschen Meisterschaften nach dem Vorlauf beendet.
2:16,87 Minuten wurden für sie gestoppt. Um sich für den Endlauf zu qualifizieren, hätte sie noch zwei Sekunden schneller
laufen müssen. Obwohl für die Auricherin nach dem Vorlauf das Aus kam, war sie mit dem Erreichten zufrieden. Zumindest unter
den gegebenen Voraussetzungen. Dreieinhalb Wochen hatte sie nicht richtig trainieren können. Sie war nicht fit. Und keiner
konnte ihr sagen, warum. Gestern Mittag musste Bültena im zweiten Vorlauf ran. Es war der langsamere Lauf. Auf der Zielge-
raden machte sie noch zwei Positionen gut und überquerte schließlich als Achte im 13-köpfigen Teilnehmerfeld die Ziellinie.
iana Dienel (LG Asics Pirna) gewann den Vorlauf souverän in 2:09,41 min. Für Bültena bedeuteten die 2:16,87 min. im 25-
köpfigen Gesamtklassement Rang 18.

ELBE-JEETZEL-ZEITUNG vom 3. Juli 2004
Thiele will aufs Treppchen
Lüchow (jw). Als zweifacher Titelverteidiger tritt Mittelstreckler Rudolf Thiele vom SV Sporting Lüchow an diesem Wochenende
bei den norddeutschen Meisterschaften der Senioren-Leichtathleten in Berlin an. Ob er in der M55 seine beiden Titel verteidigen
kann, ist aber fraglich.
Heute stehen für Titelverteidiger Thiele zunächst die 400 m an. Acht Starter haben gemeldet, berichtet
Thiele, der noch immer mit muskulären Problemen in der Wade zu kämpfen hat. Mit dabei sind zwei neue Starter in dieser
Altersklasse, die stark einzuschätzen sind. “Der Sprung auf das Siegertreppchen wäre schon eine Erfolg”, hofft Thiele auf eine
Top-3-Platzierung. Ob er anschließend auch über die 800 m an den Start geht, für die nur drei Läufer gemeldet haben, will der
Sporting-Läufer kurzfristig entscheiden. Auch ein Start am Sonntag über die 1500-m-Distanz, die er im vergangenen Jahr ge-
wonnen hatte, ist noch offen. “Das kommt darauf an, wie meine Verfassung nach dem ersten Wettkampftag ist”, erklärt Rudolf
Thiele.


WESER KURIER vom 3. Juli 2004
Mit guten Chancen zur Jugend-DM
Bremer Leichtathleten üppig vertreten
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Nicht immer sind Statistiken eindeutig. Beim Abschneiden der Bremer Leichtathleten bei deutschen Jugendmeister-
schaften ist dagegen ein eindeutiger Trend nach oben zu verzeichnen: Mittlerweile haben sich die Bremer in 20 Disziplinen quali-
fiziert. Die größten Chancen auf eine vordere Platzierung sollten Julian Geißhirt (BLT-Komet) und Kaja Tokarska (SV Werder)
besitzen. Sie könnten bis in die Endläufe vorstoßen. Mit den 4x100-Meter-Staffeln ihrer Klubs haben Kaja Tokarska und Julian
Geißhirt immerhin eine weitere Chance auf gute Platzierungen. Während die Jugend A neben Tokarska nur noch durch Catharina
Reppin (BLT-Komet/100 Meter Hürden) und Tim Schwarzmeier (SVW/400 und 800 Meter) vertreten ist, tummelt sich eine ganze
Reihe von weiteren B-Jugendlichen in der Bremer Reisegruppe nach Jena. Ausgehend von ihren Platzierungen in der Meldeliste
sollten vor allem Paul Kass (LG Bremen-Nord) und Eugen Wisotzki (BLT-Komet) etwas zuzutrauen sein. Die weibliche B-Jugend
wird ausnahmslos besetzt von Startern des SV Werder. Hier geht Janina Geils über die 100 Meter (36. Meldeliste) als auch 100
Meter Hürden ins Rennen. Natalie Steinemann hat sich für die 1500 und 1500 Meter Hindernis qualifiziert.

Presseinformation vom 4. Juli 2004 (Von Manfred Scholz)
Nina Giebel zweimal im Endlauf bei der DM
Jena. Für Nina Giebel, Michaela Halm und ihrem Trainer Werner Scharf von der heimischen LG Weserbergland waren die
Deutschen Jugend-Meisterschaften in Jena der bisherige Saisonhöhepunkt. In Thüringen trafen sich die deutschen Nachwuchs-
asse am vergangenen Wochenende von Freitag bis Sonntag. Beide Sprintasse gingen im 100 Meter-Sprint bereits am Freitag an
den Start der Veranstaltung, die durch viele Regenschauer leider nicht vom Wetter begünstigt war. Nina Giebel konnte nicht un-
bedingt mit einer Teilnahme am Endlauf, um den sich immerhin 39 deutsche Nachwuchssprinterinnen bewarben, rechnen, den
sie aber doch nach 12,27 Sekunden  im Vorlauf und 12,25 Sekunden im Zwischenlauf glücklich erreichte. Mit einer weiteren
Steigerung auf 12,19 Sekunden belegte sie den sechsten Platz, was für sie ein Top-Ergebnis ist. Den ersten Platz belegte
Verena Sailer von der LAC Quelle/Führt in 11,61 Sekunden. Ihre Vereinskameradin Michaela Halm schied nach 12,37 Sekunden
im Vorlauf im Zwischenlauf mit 12,27 Sekunden aus.
Nina Giebel erreichte auch über die 200 Meter-Distanz nach 25,06 Sekunden im Vorlauf den Endlauf, in dem sie dann in 25,15
Sekunden Siebente wurde. Es siegte Sara Battke von ART Düsseldorf in 24,11 Sekunden. Ein weiterer Saisonhöhepunkt steht
am nächsten Wochenende bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig an, bei dem Nina Giebel und
Michaela Halm in den zwei qualifizierten 4x100 Meter-Staffeln der Frauen an den Start gehen.

Presseinformation vom 5. Juli 2004 (Von Markus Steinbrück)
Paul Dittmer stürmt über die Hürden zum Deutschen Meistertitel
Jala Gangnus in zwei Sprintendläufen
Hanstedt/Winsen. “Paule ist Deutscher Meister!” Diese Nachricht verbreitetet sich am vergangenen Wochenende wie ein Lauf-
feuer unter den Leichtathletik begeisterten Fans im Winsener Kreisgebiet. “Paule”, das ist natürlich Paul Dittmer, das 17-jährige Megatalent des MTV Hanstedt. Der überaus sympathische Sportler setzte sich bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im
Ernst-Abbe-Sportfeld von Jena die Krone im 110-Meter-Hürdenlauf der männlichen Jugend B auf. Mit seiner Siegerzeit von 14,10
sec stellte Dittmer nicht nur eine neue persönliche Bestmarke auf, sondern überwand, so Trainer Wolfgang Striezel, auch seine
DM-Psychose. Bei den bisherigen Teilnahmen hatte es mit den Rängen vier, sieben und neun nie nach ganz oben gereicht.
Umso größer war jetzt die Freude, als der Sprung nach ganz oben gelang. Auch wenn der Hanstedter sein Glück unmittelbar
nach dem Zieldurchlauf noch gar nicht richtig fassen konnte. Nach den besten Zeiten im Vor- (14,19 sec) und Zwischenlauf
(14,14 sec) war “Paule” nicht gerade verheißungsvoll ins Finale gestartet. Ein heftiger Kontakt mit der ersten Hürde, das blutige
Knie des Nachziehbeins konnte davon erzählen, warf ihn ans Ende des Feldes zurück. Dann begann die Aufholjagd, die den Computerfreak bis zur achten Hürde an den führenden Steven Deja (Team Erfurt) heranbrachte. Bis zur letzten, der zehnten
Hürde, kämpften die beiden gleichauf, bevor sich Dittmer mit einigen schnellen Schritten im Auslauf den Deutschen Meistertitel
griff. Mit 14,10 sec für Dittmer zu 14,16 sec für Deja musste nicht einmal das Zielfoto bemüht werden.
Neben einer Goldmedaille und Urkunde erhielt Paul Dittmer auch eine Einladung zum U18-Länderkampf am 7. August in Bres-
lau. Der DLV-Nachwuchs trifft dann auf Gastgeber Polen. Bis dahin muss ich der neue Deutsche-B-Jugend-Meister allerdings
mit den rund sieben Zentimeter höheren A-Jugend-Hürden anfreunden, die internationalen Standard darstellen. Paul Dittmer tritt
mit seinem Sieg in Jena auch die Nachfolge von Dennis Griese (LG Nordheide/SC Klecken) an, der sich vor zehn Jahren in Ulm
den nationalen B-Jugend-Titel auf der gleichen Strecke gesichert hatte. Seit diesem Lauf hält Griese mit 13,95 sec auch den
Bezirksrekord.
Wie bereits vor zwei Jahren als B-Jugendliche stand Jala Gangnus (LG Nordheide) jetzt in Jena gleich zweimal in den Endläufen
auf den kürzesten Sprintstrecken. Entgegen ihrer ursprünglichen Absicht hatte sich die 17-Jährige kurzfristig gegen einen 400-
Meter-Start und für einen Auftritt über 100 Meter entscheiden. “Alles richtig gemacht”, lautete das Fazit, als sich die Winsenerin
mit einer Zwischenlaufzeit von 12,21 sec (Saisonbestmarke) für das Finale der besten Acht qualifiziert hatte. Dort war die Luft
dann etwas raus, und es reichte in 12,32 sec zum achten Platz.
Quasi doppelt so gut lief es am folgenden Tag über 200 Meter. Trotz ständigen Gegenwinds lief sich die Nordheide-Sprinterin mit
der viertbesten Vorlaufzeit von 24,75 sec auch in das Finale über 200 Meter. Hier lag sie bis zum Anfang der Zielgeraden aus-
sichtsreich im Rennen, um dann den Kräfte raubenden Auftritten etwas Tribut zollen zu müssen. Drei Konkurrentinnen sprinteten
noch an Jala Gangnus vorbei, die das Ziel in 24,81 sec erreichte. Dennoch durfte die Gymnasistin einen ausgezeichneten vierten
Platz feiern.
“Das war richtig Klasse”, war LG-Nordheide-Trainer Gerd Prüsmann mit der Vorstellung seines 800-Meter-Läufers Christian
Bernau (fast) rundherum zufrieden. Nur ein kleiner Makel drückte ein wenig auf die Stimmung. Der A-Jugendliche verpasste mit
seiner herausragenden Zeit von 1:53,77 min den Endlauf der besten Zehn um die Winzigkeit von fünf Hundertstelsekunden. Eine
kleinere Rempelei eingangs der Zielgeraden kostete Bernau die Verwirklichung seines großen Traumes. Wie eng es in dem
hochklassig besetzten Feld zuging, zeigt die Tatsache, dass der Buchholzer nur acht Zehntelsekunden hinter dem Vorlaufsieger
den sechsten Platz im dritten Vorlauf belegte. Im Gesamtklassement reichte die neue Bestmarke, die alte war satte zweieinhalb
Sekunden langsamer, zum elften Platz. Gleichzeitig darf sich Christian Bernau mit seinen 1:53,77 min über einen neuen 800-
Meter-Kreisrekord freuen, der nicht nur für die männliche Jugend A sondern auch für den Bereich der Männer Gültigkeit besitzt.
Trainingskamerad Jan Martin Gutzeit war vor fünf Wochen beim Pfingstsportfest in Zeven 1:54,07 min gelaufen. Lautstark unter-
stützt wurde Christian Bernau in Jena von einem eigenen kleinen Fanclub. Sein Vater und ein Vewandter aus Süddeutschland
hatten extra ein Plakat für ihren Favoriten gefertigt und machten bei dessen Lauf gehörigen Lärm.
Alle weiteren Ergebnisse der Landkreisstarter:
Weibliche Jugend B: 800 Meter: 18. Corinna Hinck (LG Nordheide/HSV Stöckte) 2:16,87 min (persönliche Bestzeit). Männliche
Jugend B: 100 Meter: Paul Dittmer (MTV Hanstedt) 11,48 sec (im Vorlauf ausgeschieden); 800 Meter: 13. Sören Ludolph
1:57,19 min; 22. Nils Lasse Gutzeit (beide LG Nordheide/TSV Winsen) 1:59,27 min; 2000-Meter-Hindernis: 12. Sören Ludolph
6:13,92 min (persönliche Bestzeit/zweitbester Teilnehmer des Jahrgangs 1988); Dreisprung: 11. Paul Dittmer 13,31 m.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 5. Juli 2004
André wird DM-Achter
Jena (kj). Siewert André vom TV Norden ist der achtschnellste Nachwuchssprinter in Deutschland. Mit Rang acht im Finale über
100 Meter erreichte er bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Jena die beste Platzierung der ost-
friesischen Athleten. Im Vorlauf lief der A-Jugendliche Siewert André bei 3,1 Metern Gegenwind pro Sekunde über 100 Meter
eine Zeit von 11,22 Sekunden. Im Zwischenlauf sprintete er bei 2,0 Metern Gegenwind nach 11,07 Sekunden ins Ziel. Der End-
lauf fand bei Windstille statt. Hier belegte André mit 11,03 Sekunden Rang acht. m Vorlauf über 200 Meter erreichte Siewert
André nach 22,48 Sekunden das Ziel. Der Norder verpasste dabei den Endlauf um 14 hundertstel Sekunden und wurde Zwölfter.
Teamgefährte Nik Alberding (A-Jugend) lief über 400 Meter Hürden nach 56,17 Sekunden ins Ziel und verpasste den Einzug ins
Finale. Für den Endlauf hätte der 18-Jährige, der immerhin Platz zwölf belegte, seine Bestzeit von 55,72 Sekunden auf 55,31
Sekunden steigern müssen.
Wiebke Bültena (MTV Aurich) ging über 800 Meter bei der B-Jugend ins Rennen. Sie erreichte im Vorlauf eine Zeit von 2:16,87
Minuten. Damit wurde sie in ihrem Durchgang Achte und verpasste das Finale um knapp zwei Sekunden. Mit ihrer Leistung war
sie aber zufrieden, da sie in den vergangenen Wochen nicht optimal trainieren konnte.

Presseinformation vom 6. Juli 2004 (Von Markus Steinbrück)
Norddeutsche Senioren-Einzel-Meisterschaften in Berlin - Mommsenstadion
Vier Nordtitel für schnelle Leichtathletik-Senioren
Stelle/Hittfeld. Vier Norddeutsche Meistertitel und drei zweite Plätze heimsten die Senioren-Leichtathleten aus dem Landkreis
Harburg jetzt bei den Norddeutschen Senioren-Meisterschaften im Berliner Mommsenstadion ein. Erfolgreichste Teilnehmerin
aus hiesiger Sicht war Brigitte Heidrich vom TSV Stelle, die sich bei den Seniorinnen W 40 sowohl über 200 Meter als auch 400
Meter schadlos hielt. Jeweils einmal ganz oben auf dem Siegerpodest standen Rolf Helmboldt (TSV Hittfeld) und Thomas
Clausen (TSV Stelle).
Immer besser in Form kommt im Hinblick auf die Senioren-Europameisterschaften, die vom 22. Juli bis 1. August, im dänischen
Arhus stattfinden, Brigitte Heidrich. Besonders die bei wahrlich nicht idealen Bedingungen erzielte Saisonbestzeit von 26,58 sec
über 200 Meter gibt der zweifacher Mutter Zuversicht, beim Saisonhöhepunkt in absoluter Topform zu sein. Noch klarer dominier-
te die 43-Jährige auf der kompletten Stadionrunde. Hier siegte Brigitte Heidrich in 59,60 sec und einem Vorsprung von annähernd
drei Sekunden vor Martina Seidel (VfL Oldesloe).
Auch Rolf Helmboldt vom TSV Hittfeld scheint nach langer Verletzungspause wieder voll da zu sein. In Berlin setzte sich der in
Ashausen wohnende Mittelstreckler in 4:18,70 min im 1500-Meter-Lauf der Senioren M 40 durch. Hatte sich Helmboldt diesen
Titel mit einem Vorsprung von rund eineinhalb Sekunden erkämpft, musste er sich tags darauf mit der gleichen Differenz über
5000 Meter geschlagen geben. Klaus Prieske von der LG Wedel-Pinneberg siegte in 15:42,69 min knapp vor Helmboldt, der
15:44,18 min benötigte.
Der vierte Norddeutsche Meistertitel für die Kreisstarter ging schließlich an Thomas Clausen. Der M-40-Senior des TSV Stelle
setzte sich selbst gegen die jüngere Konkurrenz der Senioren M 35 durch. Mangels Masse war in seiner eigentlichen Alters-
klasse M 40 kein Wettkampf zustande gekommen. So musste sich Clausen der bis zu sieben Jahre jüngeren Konkurrenz
stellen. Mit guten 12,01 m und einem Vorsprung von 68 Zentimetern vor Roman Knapik (VfL Spremberg) war er dennoch nicht
zu besiegen.
Weitere Ergebnisse: Seniorinnen W 40: 100 Meter: 8. Susanne Clausen (TSV Stelle) 14,44 sec; 80-Meter-Hürden: 2. Susanne
Clausen 14,62 sec; Weitsprung: 3. Susanne Clausen 4,75 m; Diskuswurf: 7. Sabine Sauer (TSV Stelle) 25,24 m. Senioren
M 50: Speerwurf: 2. Dr. Jochen Schuchart (TSV Eintracht Hittfeld) 47,85 m.

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 6. Juli 2004
Renate Behrens erneut mit 4,98 Nord-Meisterin
Berlin/Hildesheim (wgk). Das nennt man gutes Timing: Mit einer auf den Zentimeter gleichen Weite wie im Vorjahr hat Renate
Behrens (Eintracht Hildesheim) bei den norddeutschen Meisterschaften der Leichtathletik-Senioren in Berlin ihren Titel im Weit-
sprung der Altersklasse W 45 erfolgreich verteidigt. 4,98 m, im allerersten Versuch des Wettkampfs erzielt, bedeuteten für die
Hildesheimerin Platz eins. Der Vorsprung vor der Zweiten, Andrea Nebelung von der LG Altmark, betrug allerdings nur zwei
Zentimeter. Dritte wurde Elke Racz (USV Halle/4,50 m). Ihre zweite Medaille errang Renate Behrens in Berlin als Siegerin des
100-m-Laufes in 13,60 Sekunden. Hier war der Abstand zur Zweitplatzierten deutlicher, denn Claudia Kadler (LG Altmark) er-
reichte erst nach 14,69 den Zielstrich.
Mit einer überraschenden Silbermedaille kehrte die 4x100-m-Seniorenstaffel von Eintracht Hildesheim aus der Hauptstadt zu-
rück. In der Altersklasse M 30 wurde das Quartett Marc-Alexander Mayer, Michael Wittschieber, Christian Bauckholt und
Joachim Przywara nur von der LAV Zeven bezwungen. Die Sieger liefen 48,59 Sekunden. Die Hildesheimer Staffel konnte ihre
Zeit von 48,97, mit der sie in Gronau die Bezirksmeisterschaft errungen hatte, nicht ganz bestätigen, schaffte aber trotz nicht
optimaler Wechsel 49,64.

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 6. Juli 2004
Gold und Silber für Ostendorf und Seelhorst
Vechta/Damme (sl). Einen erfolgreichen Auftritt bei den Norddeutschen Senioren-Meisterschaften im bekannten Berliner
Mommsenstadion legten zwei Leichtathleten aus dem Kreis Vechta hin: Langläufer Manfred Ostendorf aus Vechta verteidigte
dabei seinen Vorjahrestitel im 5000 m Lauf, während Gerd Seelhorst vom OSC Damme eine Silbermedaille im 200 m Lauf seiner
Altersklasse gewann.
Manfred Ostendorf ließ in seinem Lauf der M 60 nichts anbrennen. Im Ziel hatte er bei einer Zeit von 18:30,57 Minuten einen
souveränen Vorsprung von knapp zwei Minuten auf Achim Hoffmann (LG Berlin/20:26,19). Platz drei belegte Dieter Poley (MTV
Wolfenbüttel/20:37,56). Der für den OSC Damme startende Lohner Gerd Seelhorst absolvierte bei den "Norddeutschen" gleich
drei Starts in der M 45. Im 200 m Lauf (26,47 sec) war nur Frank Kindermann aus Wolfenbüttel (25,68) schneller. Neben diesem
Vizetitel belegte Seelhorst zwei Mal den undankbaren vierten Rang im Weitsprung (5,08 m) und im 100 m Lauf (12,91 sec).

ALLGEMEINE ZEITUNG UELZEN vom 6. Juli 2004
Holger Fritze lief auf den 12. Platz
Leichtathletik-DM: 5000 Meter im Regen
Uelzen/Jena. Der Himmel öffnete die Schleusen, als Holger Fritze von der LG Post SV Uelzen/MTV Barum bei den Deutschen
Leichtathletik-Jugendmeisterschaften über 5000 Meter der A-Jugend an den Start ging. Die Wolken hatten sich in den umgeben-
den Höhen der Saalestadt Jena regelrecht festgebissen.
Trotz der überfluteten Bahn legten die Athleten ein schnelles Rennen
vor. Holger Fritze durchlief den ersten Kilometer in 3:01 Minuten. Dieses Tempo konnte er erwartungsgemäß aber nicht halten,
zumal er in der Verfolgung einer zehnköpfigen Spitzengruppe viel Führungsarbeit leistete. Über 9:27 Minuten für 3000 Meter blieb
die Uhr schließlich bei 15:52,23 Minuten für den Uelzener Mittelstreckler stehen. Angesichts der miserablen Bedingungen
werteten die Experten dies als eine “ordentliche Zeit”, mit der Holger Fritze Platz 12 in diesem Feld der deutschen Jugend-Elite
belegte. Es siegte Frederik Töpel (LG Olympia Dortmund) vor Tom Scharff vom Schweriner SC.

PEINER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 6. Juli 2004
Leichtathletik: Olaf Rosenberg gewinnt die Goldmedaille mit dem Diskus
Erwartungen erfüllt: Bei den Norddeutschen Meisterschaften der Senioren im Berliner Mommsenstadion haben die sechs ge-
starteten Peiner Leichtathleten insgesamt zwei Gold-, zwei Silber und drei Bronzemedaillen gewonnen.
Zum Auftakt holte Ulla Hornbostel (Arminia Vöhrum) Silber. Im 800m Lauf der W40 verbesserte die Vöhrumerin ihre Saisonbest-
leistung um fünf Sekunden und wurde in 2:30,58min Norddeutsche Vizemeisterin hinter der Potsdamerin Angelika Engelbrecht
(2:28,00min).
Unmittelbar nach einem Gewitterregen fanden die Wettbewerbe im Speerwurf der M60 und im Kugelstoß der M55 statt. Alt-
meister Gerd Meise (LG) erzielte im Vorkampf 39,94m mit dem 600g Speer, konnte sich im Endkampf, wie alle anderen Wett-
kämpfer, nicht mehr verbessern. Hinter dem Wolfsburger Jürgen Bargmann, der den Bezirksrekord der M60 auf 46,35m ver-
besserte, wurde der bisherige Bezirksrekordler aus Stederdorf Dritter.
Probleme mit den Witterungsbedingungen hatte auch Titelverteidiger Werner Weber (LG) im Kugelstoßwettbewerb der M55. Mit
dem glatten Kugelstoßring kam der Jahner nicht zurecht und wurde Dritter mit 12,91m hinter dem mit 15,03m Weltjahresbest-
leistung stoßenden Reinhard Krone (Magdeburg) und dem schleswig-holsteinischen Meister Helmut Smarsch, der Weber mit
13,37m im fünften Versuch noch vom Silberrang verdrängte. Adelheid Rosenberg (LG) setzte sich nach einem spannenden Wett-
kampf gegen die Göttingerin Elisabeth Dwenger durch und wurde im letzten Versuch mit 8,51m Norddeutsche Seniorenmeisterin
im Kugelstoß der W70. Im parallel auf der Nebenanlage durchgeführten Diskuswettbewerb setzte sich Olaf Rosenberg (LG)
knapp gegen Michael Mischke (VfL Wolfsburg) durch. Mit 41,79m wurde der Jahner erstmals Norddeutsche Seniorenmeister.
Am zweiten Wettkampftag hatte Olaf Rosenberg Pech. Da ein Kugelstoßer im Wettbewerb der M35 nicht antrat, musste er in
der jüngeren Klasse M30 starten. Mit 13,77m wurde aus der sicheren Goldmedaille schließlich “nur” eine Bronzemedaille für den
erfolgreichsten Peiner Athleten dieser Meisterschaft.
Sehr gut in Szene setzte sich Andrea Eckardt vom VfL Woltorf. Im 3000m Lauf verbesserte die 5000m-Landesmeisterin der W40
ihre persönliche Bestleistung um mehr als fünf Sekunden auf 11:32,50min. Hinter der Spitzenläuferin Manuela Edler (OSC Berlin)
wurde die Woltorferin Norddeutsche Vizemeisterin im 3000m Lauf der W40.
Weiteres Ergebnis: Ulla Hornbostel (Vöhrum): 7. über 400m (W40) in 67,59sek. (ww)

DELMENHORSTER KREISBLATT vom 6. Juli 2004
Kurz notiert:
Torsten Husak, Delmenhorster TV, belegte bei der deutschen Jugendmeisterschaft A in Jena im Diskuswerfen mit 47,32m im
Endkampf Rang sieben und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um einen Platz.
Ulrich Garde, LGG Ganderkesee, glänzte bei den norddeutschen Meisterschaften in Berlin. Mit 14,31m wurde er im Kugel-
stoßen der M 40 hinter Hallenweltmeister Pyritz aus Zinnowitz (16,42m) Vizemeister und startet Ende des Monats bei der
Europameisterschaft in Aarhus.

WESER KURIER vom 7. Juli 2004
Natalie Steinemann mit Landesrekord
Bremerin bei Jugend-DM topfit
Von unserem Mitarbeiter Philipp Mehrtens
Bremen. Vier neue Landesrekorde und insgesamt sechs Platzierungen unter den Top Ten Deutschlands - so lautet die hervor-
ragende Bilanz des Bremer Leichtathletik-Verbandes bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Jena. Nachhaltig auf sich
aufmerksam machte dabei vor allem Natalie Steinemann (SV Werder Bremen), die in der weiblichen Jugend-B (WBJ) gleich zwei
neue Landesrekorde aufstellte.
"Wir hatten den Vorlauf über die 1500 Meter am Freitag eigentlich nur als Auftaktrennen für die 1500-Meter-Hindernis am Sonn-
tag betrachtet", erklärte Trainer Holger Loock nach dem Rennen, in dem Natalie Steinemann mit 4:42,75 Minuten nicht nur den
Endlauf erreichte, sondern ihren eigenen Landesrekord um sage und schreibe acht Sekunden verbesserte. "Das Natalie aber
den Endlauf erreichen würde, damit habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet", so Loock weiter. "Das ist für ein Wochenende
eigentlich ein Rennen zuviel." Nach dem Endlauf über die 1500 Meter, in dem Steinemann einen guten neunten Rang belegte,
folgte der dritte Lauf über die 1500-Meter-Distanz, diesmal über die Hindernisse. Mit einer phantastischen Energieleistung
heftete sich Steinemann an die Führungsgruppe und belegte mit einer Zeit von 5:07,58 Minuten einen hervorragenden fünften
Platz. Nebenbei unterbot sie auch auf dieser Distanz ihren eigenen Landesrekord um nicht weniger als vierzehn Sekunden.
Ebenfalls mit einem neuen Bremer Landesrekord konnte Eugen Wisotzki (Bremer LT/VfB Komet) im Dreisprung der männlichen
Jugend B (MJB) aufwarten. Trotz heftigen Dauerregens und starken Winden sprang er auf starke 13,67 Meter und verpasste als
Neunter den Endkampf der besten acht nur um einen Zentimeter. Über die 400 m der MJB schaffte Julian Geißhirt (Bremer
LT/VfB Komet) mit 49,52 Sekunden im Vorlauf den Sprung in den Endlauf. Hier konnte er sich nochmals auf 49,44 Sekunden
steigern und belegte Rang acht.
Für einen weiteren Höhepunkt sorgten die 4x100-Meter-Staffeln des Bremer Leichtathletik-Verbandes. Die WJA-Staffel des SV
Werder verbesserte in der Besetzung Hamann, Westermann, Tokarska und Geils den Bremer Landesrekord um mehr als eine
halbe Sekunde auf 48,21 Sekunden und belegte Rang elf. Die MJB-Staffel des Bremer LT mit Wedekämper, Rehn, Wisotzki und
Thyme vepasste zwar in 44,19 Sekunden den Landesrekord um lediglich zwei Hundertstelsekunden, kam aber am Ende mit
dieser starken Leistung auf Platz zehn.

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 7. Juli 2004
Johanna Bloch gewinnt Silbermedaille
Leichtathletik-DM der Jugend: Stefanie Meyer holt Bronze - Platz vier für Julian Dobbrunz

Jena/Hildesheim (wgk). Zwei Medaillen sind die stolze Ausbeute der beiden für die LG Hannover startenden Leichtathletinnen
aus Hildesheim, Johanna Bloch und Stefanie Meyer, bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Jena gewesen. Silber gewann
Johanna Bloch im 100-m-Hürdenendlauf. Stefanie Meyer, A-Jugendliche wie ihre Klubkameradin, belegte den dritten Rang im
Hochsprung ihrer Altersklasse. Auch Kugelstoßer Julian Dobbrunz von der FSV Sarstedt war rundum zufrieden: Er wurde viert-
bester Deutscher in seiner Spezialdisziplin.
Souverän gewann die 18-jährige Johanna Bloch ihren Vorlauf in 14,28 Sekunden. 14,56 benötigte sie, um auch ihren Zwischen-
lauf zu gewinnen. Im Finale spielte dann ihre große Konkurrentin Carolin Nytra von der LG HNF Hamburg ihre technische Über-
legenheit aus und siegte in 13,59 Sekunden vor der Hildesheimerin, die bei einem Gegenwind von 1,7 Meter pro Sekunde in
14,41 gestoppt wurde. Der Deutsche Leichtathletik-Verband nominierte anschließend Carolin Nytra für die Teilnahme an der
U-20-Weltmeisterschaft Mitte Juli im italienischen Grosseto. Johanna Bloch trainiert in Hannover in der Trainingsgruppe von
Edgar Eisenkolb, dem Leitenden Landestrainer des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes.
Gemeinsam mit Julia Hartmann (LAV Bayer Uerdingen) platzierte sich die 18-jährige Stefanie Meyer auf Rang drei im Hoch-
sprung-Wettbewerb. Die Höhe von 1,73 m meisterten beide im ersten Anlauf. Nur hauchdünn patzte die Hildesheimerin bei ihrem
ersten Versuch über 1,76 m. Die neue Jugendmeisterin Aileen Herrmann (Berliner SC) übersprang 1,79 m. Maßgeblichen Anteil
an den Erfolgen der Hildesheimerinnen auf der höchsten deutschen Leistungsebene hat ihr Heimtrainer Marek Polcar, der die
beiden seit Jahren mit viel Engagement betreut.
Wenige Tage vor den Titelkämpfen in Jena hatte der Sarstedter Julian Dobbrunz bei einem Abendsportfest in Greene seine per-
sönliche Bestleistung im Kugelstoßen um über einen Meter auf 17,79 m gesteigert. Mit dieser erstaunlichen Leistungsexplosion
hievte er sich auf den vierten Platz in der aktuellen deutschen Bestenliste. In Jena klappte es nicht ganz so gut. Die Nervosität,
bei einer deutschen Meisterschaft um die Medaillen zu stoßen, beeinträchtigte nicht nur die Leistungen von Dobbrunz. Auch die
Konkurrenten litten unter der Nervenanspannung. Seine Traummarke von 17 m übertraf der mehrfache Niedersachsenmeister mit
seinem weitesten Stoß auf 17,05 m aber erneut. Damit stieß er als Vierter des Wettkampfes knapp an Edelmetall vorbei. Stefan
Keller (TuS 1862 Kirn) siegte mit 18,35 m.
In der Diskuswurf-Disziplin langten 43,00 m nicht für das Erreichen des Endkampfs. Dobbrunz musste sich mit dem 17. Rang
zufrieden geben. Erstaunlich in dieser schwierigen technischen Disziplin war die Leistung des neuen deutschen Meisters: Martin
Wierig vom SC Magdeburg, der noch der B-Jugendklasse angehört, schleuderte die schwerere Diskusscheibe der A-Jugend auf
stattliche 59,95 m. Steffen Sander (CJD Elze) belegte im Speerwerfen mit seiner Weite von 53,02 m den 18. Platz.
Für die 400-m-Konkurrenz hatte sich Natalie Mutig (Eintracht Hildesheim) qualifiziert. Sie verbesserte sich auf dieser schwierigen
Distanz erneut, drückte in ihrem Vorlauf ihre persönliche Bestzeit auf 57,50 Sekunden, schaffte damit aber nicht den Einzug ins
Finale. 39 Läufer stellten sich dem Starter in zwei Zeitläufen im 2000-m-Hindernisrennen. Mit dabei Thomas Dreißigacker von
der FSV Sarstedt, der ein mutiges Rennen lief und im Gesamtklassement mit seiner Zeit von 6:28,70 Minuten 29. wurde. Er
blieb nur zwei Sekunden hinter seiner Bestzeit zurück.

DEISTER-LEINE-ZEITUNG vom 7. Juli 2004
Dreisprung: Sarah Piesker holt Deutschen Jugendtitel
Außerdem Bronze im Weitsprung / Vizetitel Schwarzer
Jena (red). Für die jugendlichen Athleten der LG Wennigsen/Egestorf gingen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im
Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld fast alle Hoffnungen in Erfüllung. Am Samstagnachmittag flog Helge Schwarzer mit neuer Best-
leistung von 13,99 Sekunden im Vorlauf über die 110 m Hürdenstrecke. Mit Bravour meisterte er zwei Stunden später den
Zwischenlauf und lief im Finale vor seinem stärksten Widersacher, Jens Werrmann (l. FC Kaiserslautern, Zeit: 14,20 Sek.), in
14,12 Sek. zur Deutschen Vizemeisterschaft.
Sarah Piesker hatte im Weitsprungvorkampf erst im dritten Versuch einen gültigen Sprung. Mit viel Risiko versuchte sie im
Finale der besten acht den Titel zu gewinnen, dies gelang jedoch nicht. Ihre 6,08 m reichten aber immerhin für die Bronzeme-
daille. Am Sonntagmorgen wollte sie es dann aber wissen. Mit sechs gültigen Sprüngen von 12,47 m, 12,51 m, 12,71 m,
12,83 m, 13,03 m und 13,19 m (zu starker Rückenwind) holte sie die Deutsche Jugendtitel im Dreisprung nach Wennigsen. Ein
Blick in die Weltrangliste der 18-Jährigen zeigt, dass diese Leistung auf Platz 5 verbucht wird. Auch die dritte Wennigser
Starterin der LG schlug sich tapfer. Isabell Garling schaffte über 100 m in 12,59 Sek. den Zwischenlauf. Hier war allerdings mit
12,73 Sek. Endstation. Über 200 m schied sie allerdings mit 25,43 Sek. schon im Vorlauf aus. Trainer Edgar Eisenkolb ist sich
allerdings sicher, dass “Isabells Zeit noch kommt”.

DIE HARKE (Nienburg) vom 7. Juli 2004
Mit Armverletzung: Götz bei den "Deutschen" in Jena auf Platz 24
Zehnkampfspezialist Florian Götz vom TuS Hoya kam bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Jena auf
Platz 24 im Speerwurf. Wegen der Zerrung seines Wurfarmes stand der Start bis zur letzten Minute auf der Kippe. Am Ende
reizte den B-Jugendlichen der Auftritt im traditionsbehafteten Carl-Zeiss-Stadion, in dem 1996 der Tscheche Jan Zelezny mit
98,48 Metter den immer noch gültigen Speerwurf-Weltrekord aufstellte.
Ohne sich wegen seines lädierten Armes vorher einwerfen zu können, erzielte Florian bei strömendem Regen bereits mit dem
zweiten Wurf sein Top-Resultat von 52,54 m. Der Sieger David Klaus aus Wetzlar erreichte 70,15 m. Florian war von seinem
Ergebnis nicht enttäuscht, da er einer von wenigen Mehrkämpfern in diesem Feld von Speer-Spezialisten war.

Presseinformation vom 7. Juli 2004 (Von Joachim Hickisch)
Das Wunder von Berlin
Zevener M45/M50 Staffel wird Norddeutscher Meister über die 4 x 100 Meter - Viele erstklassige Leistungen
des zehnköpfigen Starterteams
Berlin/Zeven. Was für eine Überraschung! Bei Blitz und Donner sicherten sich die insgesamt 200 Lebensjahre auf sich verein-
enden Hans Georg Müller (48), Jürgen Umann (50), Joachim Hickisch (49)  und Helmut Meier (53) den Staffelsieg in der Alters-
klasse M 30 über die 4 x 100 Meter. Ein weiterer Titel durch Meier, sieben zweite und drei dritte Plätze rundeten das tolle Er-
gebnis der Zevener Senioren bei den 13. Norddeutschen Meisterschaften im Berliner Mommsen-Stadion ab.
Im Vorjahr sicherten sich die Zevener “Jungsenioren” überraschend den Titel über die 4x100 Meter der M30/35. Und auch dieses
Jahr wurde fleißig trainiert, wobei Klaus Krieglsteiner (38) Rainer Dohrmann ersetzte. Beim diesjährigen Endlauf traf man aber
neben drei weiteren Teams auch auf die eigenen M45/M50 Senioren, die mangels anderer Staffeln ebenfalls in der M30 starteten.
Bei Regen, Blitz und Donner sicherten sich diese durch Routine und gute Wechsel in 48,59 sec. überraschend den Titel eines
norddeutschen Meisters, während die mit leichten Blessuren geplagten Thomas Zschiesche (39), Jens Dohrmann (31), Klaus
Krieglsteiner und Mark Kölzow (35) in 50,84 sec. Platz vier erreichten.
Aber auch in den Einzelwettbewerben trumpften die Zevener auf. Mark Kölzow sicherte sich über die 100 Meter der M 35 (6.
Thomas Zschiesche, 7. Klaus Krieglsteiner) und auch über 200 Meter den zweiten Platz. Platz fünf für Rainer Dohrmann (M35)
im Diskuswurf. Ganz stark die reaktivierte Michaela Detjen (41), die in der W 40 Dritte im Kugelstoßen und, ganz knapp ge-
schlagen, mit 34,69 Metern im Diskuswurf (neuer Kreisrekord) Vierte wurde.
Die Überlegenheit des Ahrensburgers Muschinski mussten Helmut Meier und Jürgen Umann in der M50 anerkennen. Sie be-
legten hier Platz zwei und drei über die 200 Meter, Helmut Meier wurde zudem 2. über die 400 Meter. In einem packenden End-
lauf über die 100 Meter sicherte sich der Heeslinger Meier knapp den Titel vor Jürgen Umann.
Erstmals norddeutscher Vizemeister im Diskuswurf wurde der Rotenburger Joachim Hickisch in der M45. Gleich vier ehemalige
Meister waren bei Endlauf über die 400 Meter am Start. Hier gewann am Ende hauchdünn Norbert Futterlieb aus Magdeburg, der
Rotenburger erreichte Platz drei, Hans-Georg Müller belegte Rang fünf. Nicht auf sich sitzen lassen wollen die Zevener “Jung-
senioren” ihre überraschende Staffelniederlage. Eine Möglichkeit zur Revanche ergibt sich bei den Landesmeisterschaften im
August in Dörpen.

ACHIMER KURIER vom 8. Juli 2004
Nordtitel und Bronzemedaille mitgebracht
Dieter Watzlawick dominiert mit dem Diskus auch bei den Leichtathletik-Titelkämpfen in Berlin
Von unserem Redakteur Jürgen Juschkat
Achim/Verden. Dieter Watzlawick, der Wurfspezialist der LG Kreis Verden, trumpfte erneut groß auf: Der Senioren-Athlet
kehrte mit dem norddeutschen Meistertitel sowie einer Bronzemedaille aus Berlin zurück. Pech hatten andere LGKV-Athleten,
die zwar gewannen, doch mangels Masse keinen Titel zugesprochen bekamen. Mit 36,81 m ließ Dieter Watzlawick die Kon-
kurrenz in der Altersklasse M 70 beim Diskuswurf klar hinter sich und belegte Rang eins. Beim Kugelstoßen übertraf er im
letzten Versuch seinen Konkurrenten um 27 cm und rückte so in letzter Konsequenz noch auf Rang drei vor.
Hauptsächlich für die Wurfdisziplinen hatten die Verdener Athleten im Berliner Mommsenstadion gemeldet. Wechselhaftes
Wetter und eine in einigen Wettbewerben sehr geringe Teilnehmerzahl sorgten für negative Begleiterscheinungen. Sven Suhling
von der LG Kreis Verden ging dreimal an den Start. Während er in seiner Altersklasse M 35 beim Diskuswurf mit 33,73 m Rang
vier erreichte, musste er mangels Teilnehmerbeteiligung und der daraus resultierenden Klassenzusammenlegung beim Speer-
und Hammerwurf im jüngeren Jahrgang M 30 antreten. Der 7,26 kg schwere Hammer flog 43,20 m weit und brachte ihm Platz
zwei.
Ein Sieg ohne Titel
Sven Suhling schleuderte den Speer auf 42,16 m und gewann damit. Da ein Meistertitel nur vergeben wird, wenn mindestens drei
Athleten am Start sind, hatte Suhling hier das Nachsehen, denn es waren nur zwei Werfer zur Meisterschaft angetreten. Das
gleiche galt für Silke Meier. Sie wurde im Hammerwurfwettbewerb der AK 35 Erste mit guten 29,74 m. Ursula Schmidt (W 50)
freute sich über eine persönliche Bestleistung im Kugelstoßen (7,81 m). Das brachte ihr Rang drei in der Gesamtwertung. Sie
ließ sich vom schlechten Wetter nicht beeindrucken und startete im Diskuswettbewerb allein in ihrer Altersklasse, wo für sie
21,46 m notiert wurden.
Marion Parchmann (W45) musste sich mit den Damen der W 40 messen. Mit 9,58 m verbesserte sie ihre erst kürzlich aufge-
stellte persönliche Bestleistung nochmals um 44 cm und belegte hier ebenso Platz fünf wie auch beim Diskuswurf (30,26 m).
Helke Schunk (W70) beförderte die 3 kg schwere Kugel auf 6,39 m. Das bedeutete Platz fünf. Bei strömendem Regen war ein
optimaler Diskuswettbewerb kaum möglich, und so musste sie sich hier mit 12,64 m und Platz sechs zufrieden geben.
Während Ingrid Wagneter (W 50) wegen einer wieder aufgetretenen Achillessehnenverletzung beim Einlaufen auf ihren Start
verzichten musste, sorgte die Riederin Katrin Göstemeier (W 45) für ein spannendes 200-m-Rennen in der Klasse W 40. Sie
freute sich über die gute Zeit von 30,04 Sekunden und Rang sieben. Im Hochsprungwettbewerb war die Arzt-Ehefrau mit 1,28 m
ebenfalls zufrieden, zumal ihr diese Höhe den sechsten Platz einbrachte.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 8. Juli 2004
Bronze für Imke Schmidt
Über 3000 Meter lief ATSCerin Bestzeit bei "DM"
cn/dz. Mit einem schönen Erfolg kehrte die Mittelstrecklerin Imke Schmidt vom ATS Cuxhaven von den Deutschen Leicht-
athletikmeisterschaften der Jugend aus Jena zurück. Sie konnte sich im 3000-m-Lauf der weiblichen Jugend A den 3. Platz und
damit die Bronzemedaille erkämpfen. Unter den 14 qualifizierten Teilnehmerinnen waren in dieser Saison über diese Strecke vier
Mädchen schon eine schnellere Zeit gelaufen als Imke. Bald nach dem Start entwickelte sich ein flottes Tempo, das eine gute
Zeit möglich machen sollte. Im Verlauf des weiteren Rennens hielt sich die ATSCerin immer in der fünfköpfigen Spitzengruppe
auf, um ihre Chance auf einen der vorderen Plätze zu wahren. Selbst als zwei Läuferinnen aus dieser Gruppe zurückfielen,
konnte Imke noch den Anschluss halten. Erst 300 Meter vor dem Ziel verlor sie den Kontakt zu den beiden Ersten, um dann
schließlich als Drittplatzierte das Ziel zu erreichen.
In Kürze der zweite Saison-Höhepunkt
Mit 9:49,26 min. lief sie auch eine neue persönliche Bestzeit. Nach dem bestandenen Abitur und diesem ersten sportlichen
Saisonhöhepunkt wird sich Imke nun mit ihrer Trainerin Hilde Knoop aus Leer intensiv auf den zweiten Saisonhöhepunkt, die
Deutschen Juniorenmeisterschaften Anfang August in Heilbronn, vorbereiten.

WOLFSBURGER NACHRICHTEN vom 9. Juli 2004
Dill und Mauer holten sich die Titel
Zwei norddeutsche Meistertitel brachten Athleten des Kreises von den Seniorenmeisterschaften in Berlin mit. Thorsten Dill vom
TSV Lelm verteidigte seinen Titel aus dem vorigen Jahr. Er bestimmte den 1500-Meter-Lauf in der Altersklasse M35 von Beginn
an und gewann in 4:16,21 Minuten. Dirk Mauer vom MTV Schöningen siegte mit einer Weite von 46,21 Metern im Hammer-
werfen der M55. Beim Diskuswerfen wurde er Zweiter mit einer Weite von 34,53 Metern. Im Diskuswerfen schaffte er Rang vier
mit 12,51 Metern.
Für Dill kam der Erfolg selbst etwas überraschend. Er wusste um die Stärken der Konkurrenz. Vor allem einen Läufer aus Halle
fürchtete er. Der hatte ihn bei den Deutschen Meisterschaften im Spurtfinale besiegt. In Berlin ließ es der Lelmer daher gar nicht
auf einen Schluss-Spurt ankommen. Er folgte früh dem Wolfenbütteler Matthias Wilshusen, der sich gleich zu Beginn des
Rennens nach vorne abgesetzt hatte, und zog sogar an dem M-30-Läufer vorbei. Dills härteste Konkurrenten blieben zurück.
"Als ich an Matthias vorbei bin, habe ich noch einmal richtig Tempo gemacht", berichtet Dill. "Das entmutigte die anderen."
Die Taktik ging auf. "Auf der Zielgeraden stand ich zwar fast, aber das war egal; die anderen kamen nicht mehr heran."
Angesichts der Taktik trat die gelaufene Zeit in den Hintergrund. "Ich bin schon wesentlich schneller gelaufen" kommentiert Dill
die 4:16,21 Minuten. "Das war eben ein echtes Meisterschaftsrennen." (kr/uh)

ELBE-JEETZEL-ZEITUNG vom 9. Juli 2004
DM-Sieger bezwungen
Rudolf Thiele dreifacher Norddeutscher Meister
Lüchow (jw). Weitaus besser als erwartet ist es für den Senioren-Leichtathleten Rudolf Thiele bei den Norddeutschen Meister-
schaften in Berlin gelaufen. Mit dem Ziel, bei drei Starts zumindest einmal aufs Treppchen zu laufen, war der Mittelstreckler
angereist. Mit drei Siegen in der Altersklasse M55 ist er wieder zurückgekehrt. “Es ist optimal gelaufen”, freute sich der Läufer
des SV Sporting Lüchow über eine gelungene Premiere für die Europameisterschaft in knapp drei Wochen in Dänemark.
Zum Auftakt standen am Sonnabend die 800 m gegen sechs Konkurrenten an, gelaufen wurde gemeinsam mit der M50-Kon-
kurrenz. Zwei der jüngeren Starter machten Tempo, “da hab ich mich rangehängt”, berichtete Thiele. Zunächst blieb auch der
Deutsche Meister Rainer Gabius aus Ahrensburg dran, doch in der Schlussphase konnte Thiele noch zulegen und hängte den
Verfolger ab. In guten 2:16,87 Min. sicherte er sich den Titel. Eine Stunde später standen die 400 m mit nur drei Läufern an, die
Thiele in ebenfalls guten 59,85 Sek. gewann. In der letzten Kurve hatte er das Tempo angezogen und hielt seinen knappen Vor-
sprung bis ins Ziel.
Weils es am Vortag so gut gelaufen war, startete der Sporting-Läufer auch am Sonntag über 1500 m. Nach verhaltenem Start
wurde das Rennen nach rund 800 m schneller. 250 m vor dem Ziel trat Thiele an und setzte sich klar ab. In 4:48,02 Min. lag er
im Ziel deutlich vor Dieter Cordes (4:52,27 Min.), der unlängst den 1. Lüchower Sparkassenlauf gewonnen hatte.

DER MÜNSTERLÄNDER vom 9. Juli 2004
Sturz am Wassergraben hält Müller auf
Aufholjagd: Leichtathlet belegt bei der Junioren-DM in Jena über 2000 Meter Hindernis Platz acht
Von Heiner Göttke
Jena/Essen. Drei Leichtathleten der SG Essen-Garthe haben jetzt an den Deutschen Jugendmeisterschaften in Jena teilge-
nommen. Für die Nachwuchstalente war die DM der Saisonhöhepunkt. Während Langstreckler Vitali Müller schon einige Starts
bei nationalen Titelkämpfen absolviert hatte, gaben Jan Hentel und Lisa Seeger in der Stadt an der Saale ihr Debüt. Insgesamt
nahmen 2200 junge Athleten aus 535 Vereinen teil. “Wir können uns nicht beklagen. Die Olympiakandidaten für 2008 und 2012
waren hier. Die jungen Leute müssen nur selbst dran glauben”, zog Nachwuchsbundestrainer Wolfram Ruth ein positives Fazit.
Vitali Müller startete im 16-köpfigen Feld über 2000 Meter Hindernis der Jugend A. Der amtierende Niedersachsenmeister er-
wischte einen schlechten Start und lag zunächst hinten. Zwar hatte er sich rasch weiter nach vorne gearbeitet, wurde aber in der
zweiten Runde am Wassergraben in einen Sturz verwickelt. Dennoch lief es fortan besser. Nach einem couragierten Rennen
erreichte er nach 6:09,58 Minuten als Achter das Ziel. “Der achte Platz entspricht in etwa meinen Vorstellungen, doch ohne die
Handicaps am Anfang wäre vielleicht Rang vier möglich gewesen”, zeigte sich der 18-jährige Molberger keineswegs enttäuscht
mit dem Ausgang des Rennens. Deutscher Meister wurde der Favorit Erkan Kara (Thüringen Gas Erfurt). In 5:58,66 Minuten
blieb der Schüler des Pierre-de-Coubertin Sportgymnasiums Erfurt als einziger Läufer unter sechs Minuten.
Jan Hentel erzielte im Hochsprung der Altersklasse Jugend B zum wiederholten Male seine Standardhöhe von 1,90 Meter, die er
im dritten Versuch meisterte und ihm Platz elf einbrachte. Die dann aufgelegte Höhe von 1,95 Meter - zugleich Hentels Best-
leistung - war für den talentierten Garther jedoch die Endstation. Hätte er sie übersprungen, wäre er unter die besten acht
Athleten gekommen. Überlegener Deutscher Meister wurde Benjamin Lauckner (Erzgebirge Aue) mit 2,12 Metern, vor Steve
Schuldt (SV Halle) und Marc Dittmann (LAV Uerdingen/Dormagen) mit jeweils 2,05 Meter. Jan Hentel gehört jedoch noch zum
jüngeren B-Jugend-Jahrgang und wird im nächsten Jahr erneut in dieser Altersklasse um den Meistertitel kämpfen.
Ausgesprochen hoch war das Niveau auf den Mittelstrecken der weiblichen Jugend B. Lisa Seeger, die in überzeugender Manier
die Niedersachsenmeisterschaft über 800 Meter gewonnen hatte, erwischte in Jena einen enorm starken Vorlauf. In 2:18,22
Minuten lief sie zwar ihr bisher zweitbestes Rennen. Die junge Elstenerin erreichte damit allerdings nicht den Endlauf. Auch sie
gehört dem jüngeren B-Jugend-Jahrgang an und ist sicherlich weiterhin die hoffnungsvollste Mittelstrecklerin im Kreis Cloppen-
burg. Überlegene Deutsche Meisterin wurde Diana Dienel (LG Pirna) in phantastischen 2:05,93 Minuten. Die erst 15-jährige
Sächsin war eine der auffälligsten Athletinnen der Wettkämpfe in Jena. Eine Stunde nach ihrem 800-Meter-Titel gewann sie über
400 Meter in 54,13 Sekunden ihre zweite Meisterschaft. Beide Leistungen bedeuten die Qualifikation zur Junioren-WM in
 Grosseto/Italien (13. bis 18. Juli).

NEUE DEISTER-ZEITUNG vom 13. Juli 2004
Medaillenregen für Athleten vom Deister
Berlin. Die Leichtathletik-Senioren des LAV Springe und der TuSpo Bad Münder durften sich bei den Norddeutschen Meister-
schaften in Berlin über eine Reihe guter Platzierungen freuen. Klaus-Dieter Nolte von der TuSpo Bad Münder fehlten beim Speer-
werfen der M 40-Senioren lediglich 62 Zentimeter zum Titelgewinn. Mit seinen 49,07 Metern nach vier Versuchen musste er
letztlich nur Karl-Heinz Brink (Blankenburg) den Vortritt lassen.
Der Springer Manfred Meier (LAV) ging bei den M 60-Oldies gleich dreimal an den Start. Im Hammerwerfen konnte er seine
Saisonbestmarke auf 49,64 Meter schrauben und holte Silber. Die Kugel stieß Meier erstmals in diesem Jahr auf 12,38 Meter,
was ihm die Bronzemedaille einbrachte. Lediglich beim Diskuswerfen blieb dem Springer eine Medaille verwehrt. Hier landete er
mit 41,50 Metern auf dem vierten Platz. Sein Vereinskollege Erwin Gewetzki (M65) durfte sich auch über Silber und Bronze
freuen: Seine 35,68 Meter mit dem Hammer bescherten ihm Platz zwei und 10,92 Meter im Kugelstoßen reichten für Bronze.
Beim Diskuswerfen wurde er Sechster.

WESER KURIER vom 13. Juli 2004
Spitzenplätze für Bremer Leichtathleten
Berlin (sfy). Gleich 14 Mal gelang den Bremer Athleten bei den norddeutschen Seniorenmeisterschaften der Sprung auf das
Treppchen. Allein dreimal kamen Jens Arkenau und Manfred Hiller vom TuS Huchting unter die ersten Drei. Manfred Hiller kam
über die 400 Meter der M40 (53,48 Sek.) sogar zu Meisterehren, jeweils auf Rang zwei platzierte er sich über die 100 Meter
(12,01 Sek.) und 200 Meter (24,44 Sek.). Sein Vereinskollege Jens Arkenau gewann den norddeutschen Titel im Diskuswurf der
M40 (37,70 Meter), wurde Zweiter im Kugelstoßen (13,46 Meter) und Dritter im Hammerwurf (35,23 Meter).
Arkenaus Frau Nicole steuerte drei weitere Medaillen zum guten Familienergebnis bei: Sie wurde Zweite über die 100 Meter
Hürden der W30 (17,68 Sek.) und die 200 Meter der W35 (28,46 Sek.), die 100 Meter der W30 beendete sie als Dritte (13,83
Sek.). Gerd Wille (jeweils Dritter über 100 und 200 Meter der M60) und Jürgen Seifert (Zweiter Kugelstoßen der M65) komplett-
ierten die guten Ergebnisse der Huchtinger. Mit Jan Petermann (BLT, Zweiter 1500 Meter der M35) und Marc Gogol (LG Bremen-
Nord, Dritter Dreisprung der M35) konnten sich zudem zwei Athleten aus anderen Vereinen einen Platz unter den Top drei
sichern.

EINBECKER MORGENPOST vom 14. Juli 2004
Johanna Hoppe fährt zur Jugend-WM U 20
Einbeck (oh). Mit außerordentlichem Erfolg haben die Hammerwerferinnen der LG Einbeck am vorletzten Wochenende an den Deutschen Jugendmeisterschaften in Jena teilgenommen. Johanna Hoppe, weibliche Jugend A (18 und 19 Jahre) konnte erst-
mals den Meistertitel gewinnen und qualifizierte sich für die Jugendweltmeisterschaft U 20 im italienischen Grosseto, die vom 13.
bis 17. Juli ausgetragen wird. Theresa Müller (15 Jahre) startete bei diesen Meisterschaften in der Altersklasse der weiblichen
Jugend B (16 und 17 Jahre) und musste daher mit dem 4-kg-Gerät werfen. Als eine der jüngsten Werferinnen belegte sie sen-
sationell den hervorragenden dritten Platz.
Diese Meisterschaften hatten mit über 1000 Aktiven aus zirka 500 Vereinen ein sehr gutes Meldeergebnis. Johanna beherrschte
auch diesen Wettkampf souverän. Sie gewann den Wettkampf mit 59,13 Meter. Als besonders anstrengend empfand sie das
große Teilnehmerfeld von nahezu 20 Aktiven. Am vergangenen Wochenende wollte sie eigentlich bei den Deutschen Meister-
schaften der Erwachsenen in Braunschweig starten. Durch die Nominierung für die WM musste sie auf die Teilnahme an der
Deutschen Meisterschaft verzichten. Ihr Ziel bei der Jugend-WM ist, den Endkampf der besten acht Athletinnen zu erreichen. Da
sie gegen ein Jahr Ältere und sehr starke Werferinnen aus China, Kuba, Russland unter anderem antreten muss, wäre eine
bessere Platzierung eine große Überraschung.
Theresa hat den Wettkampf mit ihrem besten Ergebnis, 47,20 Meter begonnen. Bald nach Beginn fing es an, stark zu regnen,
so dass alle Aktiven vorsichtiger wurden. In dem starken Teilnehmerfeld hat sie sich ausgezeichnet geschlagen. Sie hat die
Möglichkeit, in den nächsten beiden Jahren noch in dieser Altersklasse zu starten, und sich für die Berufung in die National-
mannschaft U 18 zu qualifizieren.

newsclick.de (Wolfenbüttel) vom 16. Juli 200
Zwei Titel für Frank Kindermann
Leichtathletik: Norddeutsche Seniorenmeisterschaft in Berlin -- Zwei Kreisrekorde
Bei den Norddeutschen Seniorenmeisterschaften in Berlin sicherten sich die Starter des MTV Wolfenbüttel fünf Titel. Frank
Kindermann und Matthias Wilshusen waren jeweils zwei Mal erfolgreich. Manfred Löhr siegte ebenfalls. Kindermann war in der
Klasse M 45 Titelverteidiger auf beiden Sprintstrecken und setzte sich erneut durch. Über 100 Meter siegte er nach einem Foto-
finish in 12,57 Sekunden. Auf der 200 Meter-Strecke war er deutlich überlegener und gewann mit 25,68 Sekunden. Beim Weit-
sprung holte Kindermann mit 5,40 Meter Platz drei.
Matthias Wilshusen stellte zusätzlich zwei neue Kreisrekorde für die M 30 auf. Zunächst lag er über 1500 Meter nach 4:26,66
Minuten vorn, ebenso über 5000 Meter mit 15:47,42 Minuten. Dabei steigerte seine Bestleistung um 9 Sekunden. Manfred Löhr
warf in der M 50 den Speer auf 48,46 Meter und verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr.
Monika Ohm (W 60) und Dieter Poley (M 60) liefen jeweils auf den dritten Rang. Ohm über 3000 Meter mit 14:22,79 Minuten und
Poley über 5000 Meter mit 20:37,56 Minuten. Ingrid Stölting wurde in der W 70 beim Speerwerfen mit 13,08 Metern Dritte und
beim Diskuswurf mit 14,94 Metern Fünfte. Konrad Stölting erreichte über 200 Meter in der M 70 mit 41,54 Sekunden Platz drei.
Ulrich Zaiß hatte in der M 55 beim Diskuswurf mit 32,02 Meter sein bestes Ergebnis. Damit kam er auf den vierten Rang. Mit
10,18 Metern wurde Zaiß beim Kugelstoßen Siebter. (ma)
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