© 14. Europameisterschaften der Senioren in Aarhus und Randers vom 22. Juli - 1. August 2004
(Presse)-Berichte aus Niedersachsen und Bremen

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Neuste (Presse)-Berichte vom 16.9.
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newsclick.de (Peine) vom 20. Juli 2004
Das Finale ist das erklärte Ziel
Leichtathletik: 14. Europameisterschaft der Senioren -- Ulla Hornbostel und Dr. Werner Weber dabei
Das Finale der besten Acht ist das Ziel: Mit Ulla Hornbostel (Arminia Vöhrum) und Dr. Werner Weber (LG Edemissen/Peine)
gehen zwei Leichtathleten bei den Europameisterschaften der Senioren in Dänemark an den Start. Schauplatz der 14. Auflage
der Titelkämpfe sind vom 22. Juli bis 1. August die dänischen Städte Aarhus und Randers. Das supermoderne Stadion "Atletion"
in Aarhus gilt mit seinen 21 000 Sitzplätzen und acht Rundbahnen als schönste Sportanlage in Dänemark und bietet ebenso
wie das Langvang-Sportzentrum in Randers optimale Voraussetzungen für die größte Leichtathletik-Veranstaltung, die bisher in
Dänemark stattfand. 3695 Athletinnen und Athleten aus nahezu allen Ländern Europas haben für diese Titelkämpfe gemeldet.
Deutschland bietet allein 997 Aktive auf.
Ulla Hornbostel geht zum zweiten Mal bei internationalen Titelkämpfen an den Start. Die Norddeutsche Vizemeisterin über 800m
der W 40 nimmt ihre Spezialstrecke in Angriff. Gemeldet haben 27 Mittelstrecklerinnen aus 15 Ländern mit Bestzeiten zwischen
2:11 und 3:00 Minuten. Aus zwei Semifinalläufen werden am 30. Juli die Finalteilnehmerinnen ermittelt. Mit ihrer letztjährigen
Bestzeit von 2:25,67 min rangiert die Vöhrumerin auf Platz 13 der Meldeliste. Mit ihrer gewohnt kämpferischen Einstellung und
guten Taktik könnte Ulla Hornbostel durchaus das Finale der besten Acht erreichen.
Das Finale ist auch das erklärte Ziel des Kugelstoßers Werner Weber (M 55; LG Edemissen/Peine). Der Deutsche Vizemeister
bestreitet bereits seine dritte Freiluft-Europameisterschaft. Nach der EM in Cesenatico 1998 (11. Platz) und der EM in Potsdam
2002 (5.) hofft der Jahner jetzt auf eine ähnlich gute Platzierung. In Webers Altersklasse haben 24 Kugelstoßer aus 16 Nationen
gemeldet, darunter Hallenweltmeister Griffin (England) und der Deutsche Meister Krone (SC Magdeburg). Elf der gemeldeten
Athleten haben 2003/2004 bereits mehr als 13,50 m erzielt, Weber liegt mit 13,86 m auf Listenplatz 6. Vorkampf und Finale
finden am 25. Juli im Atletion-Stadion statt. (ww)

HAMBURGER ABENDBLATT vom 20. Juli 2004
Horst Albrecht - mit 81 Jahren noch Zehnkämpfer
Hamburg. Eigentlich könnte Horst Albrecht gemütlich zu Hause sitzen, sich André Rieu im Fernsehen anschauen und ab und
zu an einer Butterfahrt in den Harz teilnehmen. Gestern wurde der pensionierte Diplom-Ingenieur 81 Jahre alt. Doch anstatt das
zu tun, was man von einem Rentner erwartet, fährt Albrecht zu den Leichtathletik-Europameisterschaften der Senioren ins dän-
ischen Aarhus (22. Juli - 1. August). Nicht etwa, um eines seiner vier Enkelkinder anzufeuern, sondern um Europameister zu
werden - im Zehnkampf. Jener Disziplin, die alles andere als seniorengerecht erscheint: Kugelstoßen, Diskuswerfen, Hürdenlauf.
"Glücklicherweise sind die Wurfgeräte bei uns leichter und die Hürden kleiner." Albrechts Angstdisziplin ist der Stabhochsprung,
mehr fürchtet er sich noch vor einer möglichen Dopingkontrolle: "Zwar weiß man ganz genau, dass man nichts genommen hat,
aber trotzdem ist man ungeheuer aufgeregt."
Bis zu sieben Mal in der Woche trainiert der Athlet des TuS Fleestedt. Manchmal ist er zwar schon nach dem Aufwärmen ka-
putt, aber die Schinderei ist nötig, um in Aarhus 5000 Punkte zu erreichen und sich somit den Europameistertitel zu sichern. Es
wäre sein achter. Viermaliger Weltmeister ist er auch noch. Wie die meisten Top-Athleten im Seniorenbereich hat Albrecht spät
begonnen. Erst 1990 entdeckte er seine Begeisterung für den Zehnkampf. "Früher habe ich lediglich das Sportabzeichen ge-
macht." Mit ehemaligen Leistungssportlern wird er sich in Aarhus nicht messen können: "Deren Körper sind meist zu verbraucht,
um im Alter noch aktiv zu sein."
Albrecht ist dafür umso aktiver, hat schon die halbe Erdkugel bereist. Weltmeisterschaften 1993 in Japan, 1997 in Südafrika,
2001 in Australien - egal wo in der Welt ein Seniorenwettkampf stattfindet, Albrecht ist dabei. Gut hat es ihm im Fernen Osten
gefallen. "In Japan werden ältere Menschen mehr geachtet als bei uns," sagt Albrecht, "dort hat der Kaiser die Eröffnungsrede
gehalten. Bei den Weltmeisterschaften in Sindelfingen hingegen nur ein unbekannter Ministerialdirigent." Wer in Aarhus die Rede
halten wird, weiß Albrecht noch nicht, aber er weiß, dass die Chancen auf einen Titelgewinn nicht schlecht stehen. Denn er tritt
in der Altersklasse der 80-84-Jährigen an - dort zählt Albrecht zu den Jüngsten. . . (hpuc)

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 22. Juli 2004
Vier Ostfriesen starten bei Europameisterschaften
Leichtathletik: Senioren-Wettbewerbe im dänischen Aarhus
Von Klaus Jakobs
Aarhus. Das dänische Aarhus ist in diesem Jahr Austragungsort der 14. Leichtathletik-Europameisterschaften für Senioren. Ab
heute bis einschließlich 1. August ermitteln die über 35-Jährigen ihre europäischen Titelträger. Der Deutsche Leichtathletik-
Verband (DLV) ist mit mehr als 930 Aktiven stark vertreten. Darunter sind auch vier Leichtathleten aus drei ostfriesischen Ver-
einen.
Senioren-Weltmeister Jörg Valentin vom TV Norden konnte zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften überzeugen. Im Rennen
über 10 000 Meter sicherte er sich souverän die Silbermedaille in der Altersklasse M 40. In den vergangenen Wochen plagten
den Erfolgsläufer jedoch erhebliche Verletzungsprobleme. Nach einer Untersuchung ist nun auch der Grund dafür bekannt: Der
Innenmeniskus des rechten Knies ist beschädigt. Dennoch plant Valentin einen Start über 5000 und 10 000 Meter. “Ich hoffe,
dass ich trotz der Schmerzen noch einigermaßen über die Runden kommen werde”, erklärt der Journalist verhalten. “Ich wäre
schon zufrieden, wenn ich ohne Schwierigkeiten das Ziel erreiche. Für mich zählt dieses Mal der olympische Gedanke: Dabei-
sein ist alles.”
Ganz anders geht es da Hilde Steinke (Altersklasse W 55) von Concordia Neermoor. Die zurückliegenden Trainingseinheiten für
die Vorbereitung auf den Marathonwettbewerb verliefen zu ihrer vollsten Zufriedenheit. Obwohl Steinke bei der EM vor zwei Jahren
in Potsdam bereits Vizemeisterin wurde, hat sie sich keine festen Ziele gesetzt. “Ich versuche, mein Bestes zu geben und lasse
mich einfach überraschen”, sagt die Läuferin aus Warsingsfehn. “Das Erlebnis steht für mich im Vordergrund.”
Der MTV Aurich ist mit zwei Athleten in Dänemark vertreten. Ingo Kaun startet im Fünf- und Zehnkampf sowie im Speerwurf in
der Altersklasse M 45. Teamkollege Hans-Jürgen Kolbow (M 60) stellt sich der Konkurrenz über 800 Meter und im Zehnkampf.
Während Kaun vor zwei Jahren in Potsdam schon dabei war, ist die EM-Teilnahme für Kolbow eine Premiere.

DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 22. Juli 2004
Naue heute im Nationaltrikot
Bei Senioren-Europameisterschaft einen Podiumsplatz im Visier

Von unserem Mitarbeiter Matthias Thode
Bremen-Nord. Gleich nach der Eröffnungsfeier am heutigen Donnerstag hat Torsten Naue von der LG Bremen-Nord seinen
ersten Auftritt bei den Senioren-Europameisterschaften der Leichtathleten in Aarhus. Zusammen mit Jörg Müller aus Quedling-
burg vertritt Torsten Naue im Nationaltrikot die deutschen Farben über die 10 000 Meter in der Altersklasse M 35. Insgeheim
hofft der Vierte der deutschen Seniorenmeisterschaften auf einen Platz auf dem Podium: "Die Konkurrenz scheint mir nicht
sonderlich stark zu sein." Sollte es über die 25 Runden auf der Bahn noch nicht klappen, bleibt Torsten Naue noch einen zweiter
Versuch am Schlusstag der Europameisterschaften, dem 31. Juli, über 3 000-Meter-Hindernis.

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 22. Juli 2004
Marg auf dem Weg zum EM-Titel
Weltrekordler stößt Sonntag in Aarhus
Von unserem Redakteur Carsten Spöring
Osterholz-Scharmbeck. Am heutigen Donnerstag bricht Kugelstoßer Karl-Heinz Marg zum eigentlichen Höhepunkt dieser
Saison für ihn auf: In Aarhus und Randers (Dänemark) beginnen die 14. Europameisterschaften der Senioren. Der Wettbewerb in
Margs Altersklasse M 65 steht am Sonntag auf dem Programm, allerdings bereits um 9 Uhr.
16 Teilnehmer sind für das Kugelstoßen der M 65 gemeldet, Marg noch mit seinen - bei Meldeschluss aktuellen - 15,05 Metern.
Mittlerweile hat der Athlet vom VSK Osterholz-Scharmbeck, der für die Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten (SOL) aktiv
ist, aber mit 15,23 Metern eine Weltrekordweite in dieser Altersklasse erzielt.
Eine Garantie für den Europameistertitel ist das aber nicht, das weiß auch Marg. In Aarhus ist schließlich ebenso ein Roland
Heiler am Start, der mit 14,83 Metern gemeldet ist und im Vorjahr auf Puerto Rico Weltmeister in der Klasse M 60 geworden ist.
Und nach einer Verletzungspause hat sich ebenfalls Peter Speckens angemeldet, schon mehrfach Welt- und Europameister.
Und trotzdem bleibt Marg optimistisch: "Meine Chancen stehen wohl gut - aber die Kugel ist rund", wandelte er da ein Herberger-
Zitat ganz leicht ab.
Zuversichtlich sein darf der VSK-Athlet dennoch. "Ich habe in den letzten Wochen sehr intensiv trainiert", erläuterte er vor seiner
Abfahrt, "Kraftraining bis 150 Kilogramm beim Bankdrücken und sieben Zentner an der Beinpresse". Daneben habe er für die
Schnelligkeit noch viele Sprint- und Sprungübungen vorgenommen. Der frühe Wettkampfbeginn "ist natürlich nicht so günstig",
stellte Marg fest, versprach aber: "Ich gebe mein Bestes". Von den gemeldeten 16 Kugelstoßern der Altersklasse M 65 kommen
allein zehn aus Deutschland, daneben sind ein Däne, ein Tscheche, ein Pole, ein Norweger, ein Portugiese (als einziger ohne
Bestweite) sowie ein Schwede in der Teilnehmerliste aufgeführt.

ELBE-JEETZEL-ZEITUNG vom 24. Juli 2004
Thiele hofft auf einen Staffelstart
Senioren-Europameisterschaften der Leichtathleten in Dänemark

Woltersdorf (jw). Vor zwei Jahren feierte Senioren-Leichtathlet Rudolf Thiele vom SV Sporting Lüchow bei den Europameister-
schaften einen seiner größten Erfolge. Mit der deutschen Mannschaft wurde er in Potsdam Europameister über 4x400 m.

Ab Montag ist der Mittelstreckler wieder bei einer EM dabei. Im dänischen Aarhus kämpfen knapp 2000 Athleten um die Titel.
Thiele startet in der Altersklasse M55 in einem von fünf Vorläufen über 400 m und will den Sprung in die Zwischenrunde schaffen.
Dort will sich der Woltersdorfer dann mit einer guten Zeit für die deutsche Staffel qualifizieren und bei den Finalläufen am Sonn-
tag vor großem Publikum dabei sein. “Eine 58er-Zeit muss wohl schon her”, vermutet Thiele, der jüngst bei den norddeutschen
Meisterschaften in 59,85 Sek. Erster wurde. Am kommenden Donnerstag stehen für Thiele aber zunächst die 800-m-Vorläufe
an. Die Qualifikation für die Zwischenläufe sei Pflicht. Thieles Ziel ist es, am Freitag im Finale der jeweils zwei Sieger der zwei
Zwischenrunden und der vier Zeitschnellsten zu starten.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 26. Juli 2004
Valentin läuft mit angerissenem Meniskus in Dänemark
Leichtathletik: Norder wird bei der Senioren-EM in Aarhus Neunter über 10 000 Meter in der M 40

Aarhus (up). Jörg Valentin vom TV Norden hat eines der härtesten Rennen seiner Karriere hinter sich: Der Wahl-Ostfriese er-
kämpfte im dänischen Aarhus bei der Leichtathletik-Europameisterschaft der Senioren im Lauf über 10 000 Meter den neunten
Platz in seiner Altersklasse M 40. “Das war ein erfrischendes Erlebnis”, flachste Valentin, der froh war, überhaupt das Ziel er-
reicht zu haben. Wochenlange Knieprobleme waren nicht abgeklungen, der Norder startete trotzdem, obwohl Ärzte kurz zuvor
einen angerissenen Meniskus diagnostiziert hatten. Angesichts dieser schweren Verletzung war die Zeit von 32:47 Minuten be-
eindruckend.
Auch die beiden Zehnkämpfer des MTV Aurich (siehe auch den nachfolgenden Bericht aus den Ostfriesischen Nachrichten)
bissen sich durch und absolvierten den kompletten Wettkampf. Ingo Kaun wurde mit 5408 Punkten unter 21 Teilnehmern Elfter
in der Altersklasse M 45. Im abschließenden 1500-Meter-Lauf erreichte der Ostfriese mit 5:41:98 Minuten sogar die zweitbeste
Zeit und machte noch reichlich Boden gut.
Die Einzel-Ergebnisse: Kugelstoßen 8,90 Meter, Weitsprung 5,32 Meter, Hochsprung 1,50 Meter, 100 Meter 12:89 Sekunden,
400 Meter 1:01:05 Minuten, 110 Meter Hürden 19:58 Sekunden, Diskuswurf 26,21 Meter, Stabhochsprung 2,50 Meter, Speer-
wurf 41,92 Meter, 1500 Meter 5:41:98.
Sein Vereinsgefährte Hans-Jürgen Kolbow beendete seinen ersten EM-Start mit Rang fünf in der Altersklasse M 60 - und einer
tollen Platzierung unter 14 Startern. Sieger Rolf Geese stellte mit imposanten 8382 Punkten einen neuen Senioren-Weltrekord
auf, Kolbow kam auf 6174 Zähler.
Die Einzel-Ergebnisse: Kugelstoßen 9,75 Meter, Weitsprung 4,23 Meter, Hochsprung 1,36 Meter, 100 Meter 14:09 Sekunden,
400 Meter 1:04:48 Minuten, 110 Meter Hürden 20:11 Sekunden, Diskuswurf 31,58 Meter, Stabhochsprung 2,30 Meter, Speer-
wurf 33,24 Meter, 1500 Meter 5:42:04.
Die vierte EM-Teilnehmerin aus Ostfriesland hat noch einige Tage Zeit: Hilde Steinke von Concordia Neermoor startet am Sonn-
tag (1. August) über 10 000-Meter.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 26. Juli 2004
Leichtathletik: Kolbow bei Senioren-EM Fünfter im Zehnkampf
Ingo Kaun (M45) Elfter
Aarhus (sm). Bei den Leichtathletik-Seniorenmeisterschaften im dänischen Aarhus belegte Hans-Jürgen Kolbow (MTV Aurich)
im Zehnkampf unter 14 Teilnehmern in der Altersklasse M 60 mit 6174 Punkten Platz fünf. Sein Vereinskollege Ingo Kaun kam
in der Altersklasse M 45 unter 21 Startern mit 5408 Punkten auf Rang 11.
Kolbow startete mit 14,09 Sek. über die 100 m in den Wettbewerb, die in dieser Disziplin Platz sechs bedeuteten. Im anschließ-
enden Weitsprung war er mit 4,23 m Achter. Im Kugelstoßen wurde er mit 9,75 m Elfter. Im Hochsprung überwand er 1,36 m
und kam damit auf Platz sechs. Die den ersten Wettkampftag abschließenden 400 m beendete er in 1:04,48 min als Vierter.
Den zweiten Tag begann Kolbow mit Rang sieben über die 100 m Hürden in 20:11 Sek. 31,58 m im Diskuswurf bedeuteten Rang
neun. Im Stabhochsprung standen für ihn übersprungene 2,30 Meter und Platz acht zu Buche. Im Speerwurf wurde er mit
33,24 m Siebter. In der letzten Disziplin sammelte Kolbow noch einmal kräftig Punkte. Die 1500 m beendete er in 5:42,04 min
als Gesamtzweiter. Den Zehnkampf gewann mit Dr. Rolf Geese ein Teilnehmer aus Deutschland mit 8382 Punkten. Damit stellte
er nicht nur einen neuen deutschen Senioren-Rekord auf, sondern verbesserte auch den Senioren-Weltrekord, der bis dahin bei
7995 Punkten stand.
Kaun begann seinen Wettkampf mit 12,89 Sek.über die 100 m als Siebter, wurde mit 5,32 m Achter im Weitsprung, stieß die
Kugel auf 8,90 m (Platz sechs), wurde mit 1,50 m Zwölfter im Hochsprung und beendete den ersten Wettkampftag als Elfter
über die 400m (1:01,05 min).
Zum Auftakt des zweiten Tages sprintete Kaun in 19.58 Sek. über die 110 m Hürden, kam im Diskuswurf mit 26,91 m auf Rang
14, wurde im Stabhochsprung mit 2,50 m 16., machte in der Gesamtwertung als Drittplatzierter im Speerwurf (41,92 m) einen
Sprung nach vorn und beendete den 1500-m-Lauf in 5:41,98 min als Elfter. Den Zehnkampf der Altersklasse M45 gewann mit
Manfred Knipper (6460 Punkte) ebenfalls ein Teilnehmer aus Deutschland.

DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 26. Juli 2004
Für Bronze acht Sekunden zu spät
Bremen-Nord. Als Vierter lief Torsten Naue bei seinem ersten Start bei den Senioren-Europameisterschaften in Aarhus nur
knapp an einer Medaille vorbei. Über 10 000 Meter auf der Bahn verfehlte er um acht Sekunden hinter dem Rumänen Stefan
Oprina den erhofften Podestplatz in der Altersklasse M 35. Europameister wurde der Däne Flemming Bjerre in 30:30,10 Minuten
vor dem Briten Ian Johnston (32:49,13). Mit 33:20,09 Minuten verbesserte Torsten Naue immerhin seine Jahresbestzeit um fünf
Sekunden und kam noch vor seinem deutschen Mitstreiter Jörg Müller (33:24,61) aus Sachsen-Anhalt ins Ziel. Einen zweiten
Versuch zum Sprung auf das Podium unternimmt der Langstreckler der LG Bremen-Nord am kommenden Sonnabend über die
3000 Meter Hindernis. (Matthias Thode)


OSTERHOLZER KREISBLATT vom 26. Juli 2004
Karl-Heinz Marg wird Europameister
Osterholz-Scharmbeck (spö). Karl-Heinz Marg hat es geschafft - und er hat es eigentlich locker geschafft, gestern Morgen in
Aarhus/Dänemark Kugelstoß-Europameister in der Altersklasse M 65 zu werden. 14,96 Meter reichten dem Aktiven von der
Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten/VSK Osterholz-Scharmbeck, um den Titel zu holen. Der von Marg selbst ge-
haltene Weltrekord (15,23) war nie in Gefahr, dafür lagen die beiden Nächstplatzierten Johann Hansen (12,87) und Peter
Speckens (12,78/beide Deutschland) doch zu weit zurück (ein ausführlicher Bericht folgt).


Presseinformation vom 26. Juli 2004 (Von Markus Steinbrück)
Horst Albrecht wird Zehnkampf-Europameister
Silber und Bronze für Miriam Machill
Fleestedt/Hittfeld. Mit einem kompletten Medaillensatz starteten die Leichtathleten aus dem Winsener Kreisgebiet erfolgreich
in die 14. Senioren-Europameisterschaften im dänischen Aarhus und Randers. Erwartungsgemäß war Horst Albrecht vom TuS
Fleestedt im Zehnkampf der Senioren M 80 nicht von der Spitze zu verdrängen. Überraschender kam da schon der doppelte
Medaillengewinn für Miriam Machill vom TSV Eintracht Hittfeld zustande. Neben der Bronzemedaille im Weitsprung ersprintete
sich die 42-jährige Grundschullehrerin den zweiten Platz über 100 Meter. Die europäische Elite ab 30 Jahren kämpft an der
Nordseeküste noch bis zum kommenden Sonntag um Edelmetall.
Lediglich mit einem weiteren Konkurrenten musste sich Horst Albrecht, der vor wenigen Tagen seinen 81. Geburtstag feierte, in
Aarhus auseinandersetzen. Pentti Koski aus Finnland lag neun Disziplinen lang deutlich hinter dem Fleestedter zurück. Zum
abschließenden 1500-Meter-Lauf trat der Mann aus dem hohen Norden nicht mehr an. So oder so: Albrecht setzte sich mit 4867
Punkten die europäische Zehnkampfkrone auf. Sein selbst gesetztes Ziel, die 5000er-Marke zu knacken, verpasste er dagegen
knapp. Die meisten Zähler sammelte der 81-Jährige mit 15,90 sec über 100 Meter und 18,25 sec über 80-Meter-Hürden.
Gleich zweimal stellte Miriam Machill vom TSV Eintracht Hittfeld ihre aktuelle 100-Meter-Jahresbestzeit ein. Sowohl im Vorlauf
als auch im Halbfinale rannte die 42-Jährige 12,84 sec. Im Finale kam die Hittfelderin bei absoluter Windstille auf 12,99 sec,
gewann damit die Silbermedaille. Den W-40-Europameistertitel sicherte sich Ulrike Görling (12,89 sec). Dritte wurde Kirsten
Kallmeier-Schröder (13,10 sec/alle Deutschland). Diese Drei sollten gemeinsam mit der viertplatzierten Angelika Grißmer am
Schlusstag glänzende Aussichten auf den EM-Titel mit der bundesdeutschen 4 x 100-Meter-Staffel haben.
Im Weitsprung-Wettbewerb musste Miriam Machill zunächst die ungewohnte Qualifikation überstehen. Eher mäßige 4,92 m ge-
nügten ihr, um sich für das Finale der besten Zwölf zu qualifizierten. Hier zeigte die sympathische Grundschullehrerin dann, was
in ihr steckt. Mit starken 5,29 m kam sie bis auf 14 Zentimeter an ihren eigenen Niedersachsenrekord heran und gewann die
Bronzemedaille. Lediglich ein Zentimeter fehlte Machill auf die zweitplatzierte Marianna Biskup aus Polen. Europameisterin
wurde die bereits erwähnte Kirsten Kallmeier-Schröder, die 5,40 m sprang.
Erfreuliches gibt es auch aus den Vorläufen zu vermelden: Brigitte Heidrich vom TSV Stelle qualifizierte sich in Saisonbestzeit
von 58,71 sec für das 400-Meter-Finale der Seniorinnen W 40. Die 43-Jährige blieb als Einzige unterhalb der 60-Sekunden-
Grenze und gilt damit im Endlauf am Mittwoch als klare Favoritin. Über 1500 Meter der Senioren M 40 behaupteten sich die
Hittfelder Detlef Peters (4:16,94 min) und Rolf Helmboldt (4:18,53 min) in den Vorläufen. Für beide steht noch am heutigen
Montag der Endlauf auf dem Programm.
Weitere Ergebnisse: Seniorinnen W 40: 100 Meter: 8. Brigitte Heidrich (TSV Stelle) 13,33 sec (Halbfinale: 13,07 sec);
Hammerwurf: 5. Astrid Jobmann (TSV Stelle) 37,78 m. Seniorinnen W 45: 100 Meter: 4. Silke Heitmann (TSV Stelle) 13,46 sec
(Vorlauf: 13,40 sec). Senioren M 80: 100 Meter: 5. Horst Albrecht (TuS Fleestedt) 16,39 sec.

DEWEZET (Hameln) vom 27. Juli 2004
Peitzmeier gewinnt die Goldmedaille
Aarhus/Hameln (hjk). Bei den noch bis kommenden Sonntag im dänischen Aarhus stattfindenden 14. Senioren-Europameister-
schaften der Leichtathleten sorgte der Hamelner VfL-Sportler Volker Peitzmeier für eine große Überraschung: Der 60 Jahre alte
Routinier gewann über 100 m bei starkem Gegenwind die Goldmedaille. Mit 12,58 Sekunden lag er im Ziel deutlich vor dem
Finnen Jorma Manninen, der in 12,72 Sekunden den Kroaten Branko Tepsio (12,75) knapp auf den dritten Platz verwies. Vierter
wurde Peitzmeiers Mannschaftskamerad Sepp Bolsinger (12,76). Insgesamt hatten fünf DLV-Läufer das Finale erreicht. “Mit
diesem Erfolg habe ich nie und nimmer gerechnet”, freute sich Peitzmeier, der sich auch über 400 m für den Endlauf am Mitt-
woch qualifizierte. An der EM nehmen rund 4000 Senioren teil.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 27. Juli 2004
Kolbow rennt auf Platz elf
Aarhus (kj). Hans-Jürgen Kolbow vom MTV Aurich belegte bei den Europameisterschaften der Senioren im dänischen Aarhus
den elften Rang über 300 Meter Hürden. Für den Auricher, der in der Altersklasse M 60 startete, wurden 52,44 Sekunden ge-
stoppt. Den Titel sicherte sich überlegen der Deutsche Klaus-Eggert Bahr. Er lief nach 46,79 s durchs Ziel und ließ der Kon-
kurrenz keine Chance.

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 28. Juli 2004
"Gut drauf" gewesen und 14,96 gestoßen
Marg genießt auch das Völkerverbindende bei der EM
Von unserem Redakteur Carsten Spöring
Osterholz-Scharmbeck. "Ich war heiß auf die Kugel", sagte Karl-Heinz Marg einen Tag nach seinem Gewinn des Europa-
meistertitels im Kugelstoßen der Altersklasse M 65. Nach einer Trainingspause sei er "gut drauf" gewesen. Die Kugel flog dann
auch gleich im ersten Durchgang dieses Wettbewerbs bei den 14. Senioren-Europameisterschaften in Aarhus/Dänemark auf
14,96 Meter. Mit dieser Weite stellte Marg, der für die Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten (SOL) antritt und im VSK
Osterholz-Scharmbeck beheimatet ist, auch einen neuen Meisterschaftsrekord auf. Zudem lagen alle seine Versuche in Aarhus
über 14 Metern, der letzte wieder bei 14,50. Mehr an Weite war an diesem Tag aber auch nicht drin: Zum einen regnete es, der
Ring war nass; daneben begann der Wettkampf bereits um 9 Uhr. "Da musste ich schon ein bisschen mehr machen, um den
Kreislauf in Schwung zu bringen", führte Marg aus, der dann auch um 6 Uhr aufgestanden war. Zugute kam Marg, dass der ver-
meintliche Hauptkonkurrent, Roland Heiler, nicht antrat. Dafür war ein früherer ewiger Kontrahent, Peter Speckens, nach langer
Verletzungspause wieder dabei und wurde auf Anhieb Dritter (12,78 Meter).
Insgesamt genoss der Osterholz-Scharmbecker wieder die Teilnahme an diesen Titelkämpfen. "Es war schon ein Erlebnis", be-
richtete Marg jetzt nach seiner Rückkehr, und hinzu kam: "Die Dänen sind gastfreundlich". Besonders haften geblieben sind
dem SOL-Athleten aber die Begegnungen mit Sportlern aus dem früheren Ostblock und insbesondere aus der Ukraine. Aber
auch Aarhus an sich sei eine "interessante Stadt".
Solch eine internationale Meisterschaft "hat wirklich etwas Völkerverbindendes", erkannte Marg da wieder einmal. Und "da falle
es dann immer schwerer zu sagen: Das war’s". Erst einmal will der VSKer bei zwei noch ausstehenden Titelkämpfen in diesem
Jahr versuchen, seinen eigenen Weltrekord mit der 5-Kilogramm-Kugel für die Altersklasse M 65 (15,23 Meter) vielleicht doch
zu verbessern. Die erste Möglichkeit bietet sich bei den Deutschen Meisterschaften der älteren Leichtathletik-Senioren am
14. August in Zittau, eine Woche später stehen im Emsland (Sportpark Dörpen) die Landesmeisterschaften auf dem Programm.

DELMENHORSTER KURIER vom 28. Juli 2004
Ulbrich taktisch klug, Lersch disqualifiziert
EM: Sechster über 10 000 Meter / Geher verletzt
Von unserem Redakteur Rainer Jüttner
Delmenhorst. Er musste gleich als einer der Ersten ran und erfüllte diese Aufgabe mit Bravour. Bei den Senioren-Europa-
meisterschaften in den dänischen Städten Aarhus und Randers belegte der Delmenhorster Horst Ulbrich auf der 10 000-Meter-
Strecke den ausgezeichneten sechsten Rang. Gar nicht so gut lief es dagegen für Heiko Lersch. Der Delmenhorster Geher
wurde auf der Fünf-Kilometer-Distanz 800 Meter vor dem Ziel disqualifiziert.
Fast 3700 weibliche und männliche Athleten aus 40 Ländern ermitteln noch bis zum 1. August ihre neuen Titelträger. Nach der
Eröffnung im Stadion "Atleticon" in Aarhus, das als schönste Sportanlage Dänemarks bezeichnet wird und 21 000 Zuschauern
Platz bietet, musste der für den LC 93 startende Delmenhorster gleich am ersten Wettkampftag antreten. In der M 45 standen
für ihn die 25 Stadionrunden an. Die Konkurrenz um den mehrfachen Senioren-Welt- und Europameister Johann Hopfner aus
Deutschland, zwei starken Italienern sowie Kontrahenten aus acht weiteren europäischen Staaten war nach den gemeldeten
Bestzeiten bereits im Vorfeld hoch einzuschätzen. Bei ausgezeichneten Wettkampfbedingungen setzten sich Hopfner und die
beiden Italiener gleich nach dem Start ab. Doch Ulbrich präsentierte sich in hervorragender Form. Taktisch klug nahm er die
erste Position einer starken sechsköpfigen Verfolgergruppe ein und konnte sein geplantes Tempo gut einhalten. Nach hervor-
ragenden 35:16 Minuten beendete der Delmenhorster das Rennen als Sechster und verbesserte damit sein Ergebnis von den
Europameisterschaften vor zwei Jahren deutlich. In Potsdam landete Ulbrich 2002 noch auf Platz 16.
Enttäuschung dagegen bei Heiko Lersch. Der für den SV Brake startende Delmenhorster Geher musste sich in der M 60 gegen
überaus starke Konkurrenz durchsetzen. 26 Teilnehmer aus zwölf Nationen gingen an den Start. In den Wochen vor dem Wett-
kampf plagte Lersch, der im Oktober 65 Jahre alt wird, eine Muskelzerrung. Damit war nur leichtes Training möglich. Dennoch
stellte sich der Delmenhorster der Konkurrenz, musste seinem Ehrgeiz aber Tribut zollen, denn die Verletzung, die er meinte
auskuriert zu haben, machte sich wieder bemerkbar. "Damit konnte ich nicht mehr richtig mit gestrecktem Bein auftreten", so
Lersch. Die Folge war eine zumindest für die Kampfrichter unsaubere Technik, was Folgen hatte: Nach drei Kilometern wurde er
verwarnt. "Da habe ich dann schon etliche an mir vorbei ziehen lassen", erklärte Lersch. Doch es kam noch dicker. Ganze 800
Meter waren noch zu gehen , als für Heiko Lersch das engültige Aus kam. "Dabei lag ich da sogar noch im Mittelfeld", ärgerte
sich der Delmenhorster.

LANDESZEITUNG für die Lüneburger Heide vom 28. Juli 2004
Neubüser nimmt Hürden zum EM-Gold
Hohnstorfer trumpft in Aarhus groß auf
Hohnstorf (lüb). Er kam, lief und siegte. Dabei hatte er vor dem Start noch kräftig Muffensausen. Der Puls hämmerte "und ich
hatte so schwere Beine, dass ich dachte, ich schaffe es gar nicht bis ins Ziel". Dazu schlechte äußere Bedingungen, Niesel-
regen, kühle 15 Grad. Doch mit dem Startschuss war alles wie weggeblasen. Peter Neubüser flog über die zehn Hürden und
konnte sein Glück im Ziel kaum fassen. Bei 56,21 Sekunden stoppte die Uhr - der Hohnstorfer war mit mehr als einer Sekunde
Vorsprung neuer Europameister über die 400 m Hürden in der Senioren-Altersklasse M 35. Ein Erfolg, mit dem der 35-Jährige
selbst kaum gerechnet hatte. Denn seine Karriere als Leichtathlet hatte er in den vergangenen Jahren eigentlich schon aus-
klingen lassen, nachdem er 1996 der Liebe wegen von Hannover nach Hohnstorf gezogen war. Zwar startet er nach wie vor für
seinen langjährigen Klub Hannover 96, doch Training betreibt er nur noch sporadisch für sich in Hohnstorf. In diesem Jahr wollte
er es aber nochmal wissen, meldete für die Deutschen Meisterschaften der Senioren in Kevelaer und wurde in 55,92 Sekunden
Zweiter hinter Thomas Riegraf (LG Neckar-Enz). Der ging bei der EM im dänischen Aarhus nicht an den Start - und Neubüser
nutzte die Chance und ließ vier Deutsche, einen Dänen und einen Italiener hinter sich.
Seine Bestzeit lief der Hohnstorfer vor 15 Jahren: 52,37 Sekunden. "Damals war ich 30. in der deutschen Männerbestenliste." Im
Jahr 2004 wäre er mit dieser Zeit Siebter bei der Männer-DM geworden - ein Beleg für den Abwärtstrend der deutschen Leicht-
athletik. "Die Konkurrenz war damals wesentlich größer und stärker als heute", sagt Neubüser, der noch Ausnahmekönner wie
Harald Schmid, dreifacher Europameister über die 400 m Hürden, auf der Bahn erlebte.
Fit hielt sich Neubüser in den vergangenen Jahren hauptsächlich durch Fußball. Beim Kreisligisten TuS Hohnstorf war er stets
eine beliebte Anspielstation. Sprinter Neubüser den Ball in den Lauf zu spielen - immer eine gute Idee. Selbst im fortgeschritt-
enen Fußballer-Alter ist er mit Ball noch schneller als die meisten Gegenspieler ohne. Doch jetzt will der gebürtige Berliner die
Fußballstiefel wieder verstärkt gegen die Laufschuhe eintauschen. "Ich habe wieder Blut geleckt", sagt der Europameister, der
sich ein neues Ziel gesteckt hat: bei der Weltmeisterschaft 2005 im spanischen San Sebastian dabei zu sein. Dafür will er das
Training intensivieren.
In Hohnstorf allerdings nicht so einfach. Denn beim TuS dominieren die Langstreckenläufer. Hürdensprinter gibt es nicht und so-
mit auch keine Hürden. "Ich würde schon gern mal mit ein paar Hürden trainieren", sagt Neubüser. Vielleicht lässt sich ja ein
Deal einfädeln. Der Klub kauft ein paar Hürden und der Europameister läuft in Zukunft im Dress des TuS . . .

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 29. Juli 2004
Kaun landet auf Platz sechs
Leichtathletik: Auricher erzielt bei Senioren-EM 2882 Punkte
Aarhus/Randers (kj). Nach dem elften Platz im Zehnkampf (wir berichteten) sicherte sich Ingo Kaun vom MTV Aurich gestern
bei den Europameisterschaften der Senioren Rang sechs im Fünfkampf (Weit, Speer, 200m, Diskus, 1500 Meter). Neben dem
dänischen Aarhus, wo unter anderem der Zehnkampf stattfand, ist auch das etwas nördlicher gelegene Randers Schauplatz der
Titelkämpfe. Dort konnte der Ostfriese überzeugen. In der Altersklasse M 45 sammelte er insgesamt 2882 Punkte.
Die Einzelergebnisse des Aurichers: Weitsprung 5,05 Meter; Speerwurf 41,81 Meter; 200 Meter 26,18 Sekunden; Diskuswurf
25,78 Meter; 1500 Meter 5:38,79 Minuten. Europameister wurde der Österreicher Dr. Georg Werthner, der auf 3607 Zähler kam.
Morgen Nachmittag geht Ingo Kaun erneut an den Start. Um 16.45 Uhr stellt er sich dann der Konkurrenz im Speerwurf. Auch
Teamgefährte Hans-Jürgen Kolbow (M 60) greift morgen wieder ins Geschehen ein. Der Lehrer geht bereits um 9.15 Uhr über
800 Meter ins Rennen.

Presseinformation vom 29. Juli 2004 (Von Markus Steinbrück)
Brigitte Heidrich bleibt Nummer eins in Europa   
Stelle. Sechs Jahre nach dem Erfolg in Cesenatico (Italien) und zwei Jahre nach jenem in Potsdam gewann Brigitte Heidrich
vom TSV Stelle am Mittwoch zum dritten Mal in ihrer Karriere einen europäischen 400-Meter-Einzeltitel. Bei den Senioren-
Europameisterschaften im dänischen Aarhus setzte sich Heidrich im Feld der Seniorinnen W 40 im Finale in 57,92 sec durch.
Mit der schnellsten Zeit seit ihrem EM-Triumph in Potsdam, damals war sie 57,54 sec gelaufen, verwies die zweifache Mutter
Virginia Mitchell (Großbritannien/58,81 sec) und Carina Palmquist (Schweden/59,69 sec) auf die Plätze zwei und drei.
In den Vorläufen war Brigitte Heidrich, die im März in Sindelfingen auch Hallen-Weltmeisterin auf dieser Strecke geworden war,
noch als einzige Teilnehmerin unter der 60-Sekunden-Grenze geblieben. Trainer Ekhard “Eddi” Küster kommentierte den Erfolg
seines Aushängeschildes eher nüchtern. Per SMS übermittelte er: “Brigitte Europameisterin 57,92 i.O. Gruß Eddi”.
Freuen durfte sich Trainer Küster auch über die Saisonbestmarke von Astrid Jobmann im Diskuswurf. Die ebenfalls für den TSV
Stelle startende 41-Jährige schleuderte das 1-kg-Gerät auf 37,97 m und belegte damit den sechsten Platz im 13-köpfigen
Starterfeld der Seniorinnen W 40.
Nachfolgend der Kommentar von Detlef Peters (TSV Eintracht Hittfeld) zu seinem 1500-Meter-Auftritt sowie jenem von Vereins-
kamerad Rolf Helmboldt (beide Senioren M 40): “Mit dem 1500-Meter-Ergebnis war ich super zufrieden. Die 4:16,94 min im Vor-
lauf und die Steigerung auf 4:16,52 min zwei Tage später im Endlauf (12. Platz) haben mich selber überrascht. 1998 war ich das
letzte Mal schneller. Rolf Helmboldt war trotz seiner Verbesserung auf 4:16,16 min (11. Platz) mit dem Endlaufergebnis nicht
ganz zufrieden. Bei der Hallen-WM in Sindelfingen war er drei Sekunden schneller. Rolf war allerdings lange verletzt und konnte
daher kein spezifisches Mittelstreckentraining absolvieren. Das Radtraining während der Verletzung hat lediglich positive Aus-
wirkungen auf die längeren Laufstrecken gehabt.”
Weniger gut lief es für Helmboldt und Peters im 5000-Meter-Lauf. Noch einmal Detlef Peters: “Das war ein reines Fiasko. Drei
Rennen in fünf Tagen war wohl etwas zu viel.” So blieben die beiden Hittfelder nach enorm schnellem Anfangstempo (2000 m in
etwa 6:14 min) um 20 bis 30 Sekunden hinter ihren Bestzeiten des Jahres 2004 zurück. Rolf Helmboldt belegte in 16:03,33 min
letztlich den 17. Platz. Detlef Peters kam mit 16:36,65 min in der Gesamtwertung zweier Zeitläufe auf Rang 21.

Presseinformation vom 30. Juli 2004
Volker Peitzmeier gewinnt zweite EM-Goldmedaille
Titel über die Stadionrunde
Aarhus/Hameln. Mit dem Sieg in der Klassezeit von 57,15 Sekunden über die Stadionrunde fügte der inzwischen 60-jährige
Hamelner Ausnahme-Leichtathlet Volker Peitzmeier, der für die LG Weserbergland startet, bei den im dänischen Aarhus statt-
findenden 14. Senioren-Europameisterschaften der Leichtathleten seiner bereits über die 100 Meter-Sprintdistanz gewonnenen
Goldmedaille
(wir berichteten) einen weiteren Titel hinzu. Er wiederholte damit seinen Erfolg von vor zwei Jahren bei den euro-
päischen Titelkämpfen in Potsdam, allerdings musste er damals, noch in der Altersklasse M 55 startend, 55,51 Sekunden für
den Sieg hinlegen. Anfang dieser Woche hatte er sich im zweiten von drei Vorläufen mit einem kontrollierten Sieg in 1:00,83
Minuten für das Finale am Mittwoch Abend direkt qualifiziert. Im Finale musste er dann schon alles geben, um sich dann in
57,15 Sekunden gegen den Engländer Laurence Oldfield, der mit 57,60 Sekunden als Zweiter ins Ziel kam, durchzusetzen.
Dritter wurde der Deutsche Klaus-Eggert Bahr in 1:00,62 Minuten. “ Im Gegensatz zu dem unerwarteten Sieg über die 100 Meter
hatte ich diesen Sieg einkalkuliert, obwohl ich 120 Meter vor dem Ziel leichte Probleme mit meiner alten Oberschenkelverletzung
hatte”, zeigte sich Volker Peitzmeier im Ziel überglücklich. Ob es zu einer Nominierung für die am Sonntag als Abschluss der
11-tägigen Mammut-Veranstaltung stattfindenden 4x100- und 4x400 Meter-Staffeln kommt, stand bei Redaktionsschluss noch
nicht fest, obwohl der Einsatz in der 4x400 Meter-Staffel für Peitzmeier sicher sein sollte. Aber auch wenn den beiden Gold-
medaillen keine weitere folgen sollte, werden ihm seine Freunde, Sportkameraden und Offizielle aus Sport und Politik am Mon-
tag um 19.00 Uhr im Vereinsheim seines Stammvereines, dem VfL Hameln, einen würdigen Empfang bereiten.

DEISTER-LEINE-ZEITUNG vom 30. Juli 2004
Zweites EM-Silber für Markus Pingpank
Kirchdorfer Läufer überzeugt in Aarhus
Aarhus/Kirchdorf (fk). Der Kirchdorfer Markus Pingpank sicherte sich bei den 14. Leichtathletik-Europameisterschaften der
Senioren im dänischen Aarhus seine zweite Medaille. Nach dem zweiten Platz hinter dem Spanier Jose Torres Peanilla über
10 000 Meter sicherte sich der 40-Jährige auch über 5000 Meter der Altersklasse M 40 Silber. Insgesamt nahmen 3760 Sportler
aus 45 Ländern teil. Sieger über 5 000 Meter wurde der britische Topathlet David Taylor. Der Dritte der Commonwealth-Spiele
1997 im Marathon spielte seine Überlegenheit über 5000 Meter aus und gewann das Rennen in 14:26,95 Minuten. Pingpank
fehlte fünf Tage nach seinem starken 10 000 Meter-Lauf noch die nötige Regeneration und lief mit 14:42,51 Minuten zum zweiten
Vizetitel dieser EM. Dritter wurde wie schon über 10 000 Meter der Däne Peder Troldberg, ein ehemaliger Spitzenläufer im
Hindernisrennen, in 14:47,86 Minuten. Über 10 000 Meter hatte Pingpank mit starken 30:42,28 Minuten seine Saisonbestzeit
um 30 Sekunden verbessert und einen neuen niedersächsischen Rekord aufgestellt. Mit dieser Zeit belegt Markus Pingpank
auch den 16. Platz in der aktuellen deutschen Bestenliste der Männer.

PEINER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 31. Juli 2004
Leichtathletik: Saisonbestleistung für Weber
Bei den 14. Leichtathletik-Senioren-Europameisterschaften im dänischen Aarhus qualifizierte sich der für die LG Edemissen/
Peine startende Kugelstoßer Dr. Werner Weber mit 13,46 m zunächst für das Finale der besten Acht und wurde am Ende mit
neuer Saisonbestleistung von 13,78m Fünfter. Der Kugelstoßwettbewerb der Klasse M55 fand im Innenraum des wunderschönen
Atletion-Stadions im Jütländischen Aarhus unmittelbar vor der Haupttribüne statt. Während die Wettkämpfer sich noch im Call-
room zur Registrierung und Kontrolle der Wettkampfkleidung aufhielten, ging ein heftiger Platzregen nieder. Dadurch verzögerte
sich zunächst der Beginn des Wettkampfes. Dann zeigte sich schon beim Einstoßen, wie problematisch die Bedingungen im
inzwischen klitschnassen Ring waren. Von den gemeldeten vierundzwanzig Teilnehmern traten schließlich 17 Wettkämpfer aus
zwölf Nationen, darunter vier Deutsche, zum Vorkampf an. Zunächst galt es sich für das Finale der besten Acht zu qualifizieren.
Weber stieß konzentriert, aber mit vollem Risiko. Mit der erzielten Weite von 13,46m im ersten Versuch kam der Jahner bis auf
fünf Zentimeter an seine diesjährige Saisonbestleistung heran, die er im dritten Versuch des Vorkampfes auf 13,69m verbess-
erte. Im Finale steigerte sich der Deutsche Vizemeister noch einmal auf 13,78m und belegte damit in der Endabrechnung den
fünften Rang hinter dem Schweizer Marti, der gleich im ersten Versuch 13,91m stieß.
Der Titel ging, wie schon bei der Hallen-WM der Senioren in Sindelfingen, an den nervenstarken Briten Neil Griffin, der bei den
äußerst widrigen Bedingungen 14,47m erzielte. Silber holte der Deutsche Meister und Vizeweltmeister in der Halle, Helmut
Krone (SC Magdeburg) mit 14,42m. Die Bronzemedaille erhielt mit 14,39m der Norwegische Drehstoßtechniker Arild Busterud,
der außerdem das Hammer- und Gewichtwerfen gewann. Nach Cesenatico 1998 (Elfter mit 13,12m) und Potsdam 2002 (Fünfter
mit 13,34m) war Aarhus (Fünfter mit 13,78m) die bisher erfolgreichste internationale Bewährungsprobe für den LG Athleten bei
einer Freiluft-Europameisterschaft der Senioren. In drei Wochen werden in Zittau/Sachsen die nationalen Titelkämpfe der Seni-
oren ab M/W50 stattfinden, dabeisein werden dann auch Adelheid Rosenberg und Gerd Meise (alle LG Edemissen/ Peine).

ACHIMER KURIER vom 31. Juli 004
EM-Gold mit dem Team
Karin Dygas feiert ein gelungenes Comeback als Geherin
Cluvenhagen (fr). Ein erfolgreiches Comeback nach 14-jähriger Pause hat die Cluvenhagener Leichtathletin Karin Dygas ge-
feiert. Im dänischen Aarhus erreichte sie in der Einzelwertung des 10-Kilometer-Gehens bei der Senioren-Europameisterschaft
Rang vier bei den über 50-Jährigen in 61:20 Minuten. In der Teamwertung holte sie mit der deutschen Mannschaft Gold.
Vor einem Jahr hatte die dem TSV Etelsen angehörige Athletin wieder mit dem Leistungssport begonnen. 1984 war sie, damals
noch im Dress des MTV Soltau, Deutsche Seniorenmeisterin im 10-km-Straßenlauf gewesen, 1990 gewann sie für die LG Kreis
Verden den Titel im 10-km-Gehen. Jetzt hatte sie sich gezielt auf das Event in Dänemark vorbereitet. Ziel war eine Zeit um die
60 Minuten und ein Rang unter den ersten Zehn. Die Hitze machte den Sportlerinnen ebenso zu schaffen wie ein Berg kurz vor
dem Ziel. So war Karin Dygas mit den erreichten 61:20 Minuten hoch zufrieden, überglücklich über den damit verbundenen
vierten Platz. Es siegte die Portugiesin Alice Fernandes vor Eira Kalermo (Finnland) und Kerstin Malm (Schweden).
In der Mannschaftswertung wurden die Klassen der über 45- und über 50-jährigen Athletinnen zusammengefasst. Unter Führung
der Cluvenhagenerin kam Deutschland mit seinen drei Besten, Dygas (61:20), der Groß-Gerauerin Jutta Gärtner (65:45) und
Yoshiko Teufert-Shibata (Garbsen, 65:59), in 3:13:04 zu Gold. Nächste Aufgabe für die 54-Jährige im Dress der LGKV ist das
5000-m-Bahngehen am 7. August in Großburgwedel.

Presseinformation vom 2. August 2004 (Von Manfred Scholz)
Unternehmen Europameisterschaften erfolgreich beendet
Volker Peitzmeier zweimal Gold -- Andrea Holzschuh Gold und Silber
Aarhus/Dänemark. Mit dem Gewinn einer Silber- und einer Goldmedaille durch die 41-jährige Andrea Holzschuh war das
“Unternehmen Europameisterschaft” für das Quartett der LG Weserbergland, zu dem noch der zweifache Europameister Volker
Peitzmeier, Sigrid Meyer und Helmut Nothdurft gehören, ein ganz toller Erfolg, brachte man doch drei Gold- und eine Silber-
medaille mit nach Hameln. Ebenso wie bei der letzten Hallen-Weltmeisterschaft am Anfang des Jahres in Sindelfingen hatte
Andrea Holzschuh im Endlauf über die zwei Stadionrunden (800 Meter) gegen ihre britische Konkurrentin Sarah Heath, die das
Rennen souverain von vorn kontrollierte und in 2:14,16 Minuten sicher vor ihr in 2:15,99 Minuten gewann, keine Siegschance, war
aber mit der Vize-Europameisterschaft sehr zufrieden. Weniger zufrieden war Andrea Holzschuh mit ihrem sechsten Platz in
1:01,98 Minuten im 400 Meter-Finale am Anfang des 11-tägigen Events, hatte sie doch vor ihrer Abreise noch eine Woche mit
einer Virusinfektion das Bett hüten müssen.
Das änderte sich allerdings, als sie erfuhr, dass sie sich mit dieser Zeit für einen Platz in der deutschen 4 x 400 Meter-Staffel
qualifiziert hatte, denn das Staffelrennen wurde zu einem furiosen Zweikampf zwischen der britischen und der deutschen Mann-
schaft, bei dem Holzschuh als dritte Läuferin gestartet den Atem der Britin Sarah Heath ständig im Nacken spürte, aber erfolg-
reich gegenhalten konnte. Die deutsche Schlussläuferin Brigitte Heidrich ließ dann auch nichts mehr anbrennen auf der Schluss-
runde zum umjubelten Sieg in 3:59,65 Minuten vor Großbritannien (4:00,58 Minuten) und den Schwedinnen (4:16,72 Minuten).
“Es ist schon erstaunlich, dass ich mit dem Staffelstab in der Hand zwei Sekunden schneller laufen konnte als im Einzelrennen”
erzählt eine glückliche Andrea Holzschuh am Ziel ihrer Träume, dass die zweifache Mutter nur durch die logistische Meister-
leistung ihrer ganzen Familie in der monatelangen Vorbereitungszeit erreichen konnte.
Ebenfalls zufrieden mit ihren Ergebnissen war Sigrid Meyer, die in der Altersklasse W 55 im 1500 Meter-Lauf in 6:02,20 Minuten
als Sechste ins Ziel kam. Ein tolles Rennen lief sie über die 800 Meter, wo sie allerdings in 2:55,21 Minuten, als Neunt-
Schnellste, den Einzug ins Finale denkbar knapp verpasste.
Traurig war Volker Peitzmeier, dass er auf Grund seiner Oberschenkelverletzung die Teilnahme an den Staffelrennen über 4x100-
und 4x400 Meter absagen und damit auf zwei weitere sichere Medaillen verzichten musste.
Helmut Nothdurft, Altersklasse M 40, erreichte im 5000 Meter-Lauf in 16:40,79 Minuten Platz 22 und fünf Tage später im Rennen
über 10.000 Meter in 33:16,06 Minuten einen guten siebten Rang. In beiden Rennen errang der in Hameln bestens bekannte
Stadtlaufsieger Markus Pingpank vom TSV Kirchdorf, jeweils die Vize-Europameisterschaft. Zusammen mit den Hamelnern an-
gereist, erreichte der Ex-Hamelner Lokalmatador Jochen Strube, AK M 60, über 5000 Meter in 17:49,93 Minuten den fünften- und
über 10.000 Meter in 37:34,84 Minuten den vierten Platz.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 2. August 2004
Steinke läuft auf Rang drei
Aarhus (kj). Am gestrigen Abschlusstag der Europäischen Seniorenmeisterschaften im dänischen Aarhus belegte Hilde Steinke
von Concordia Neermoor den dritten Platz im Marathonlauf. Die Leichtathletin aus Warsingsfehn kam bei tropischen Temperatur-
en in der Altersklasse W 55 nach 3:26:52 Stunden ins Ziel. Eine Belgierin brach bei diesem Rennen kurz vor dem Ziel zusamm-
en. Steinke dagegen machte die Hitze auf der anspruchsvollen Strecke nichts aus.
Nach dem guten Abschneiden im Fünf- und Zehnkampf schaffte Ingo Kaun vom MTV Aurich bei seinem letzten Start in Däne-
mark Rang zwölf. Der Auricher stellte sich in der Altersklasse M 45 der Konkurrenz im Speerwurf. Sein weitester Versuch
landete bei 39,24 Metern. Den Titel holte sich mit ausgezeichneten 64,60 Metern überlegen der Ungar József Belák.

Presseinformation vom 2. August 2004 (Von Markus Steinbrück)
Kreis-Leichtathleten im ultimativen Goldrausch
Stelle/Fleestedt/Hittfeld. Eine überaus reiche Medaillenernte fuhren die Leichtathleten aus dem Landkreis Harburg am letzten
Wochenende der 14. Senioren-Europameisterschaften im dänischen Aarhus ein. Nach den Einzelmedaillen Nummer fünf bis
sieben durch Horst Albrecht vom TuS Fleestedt (Gold über 80-Meter-Hürden) sowie Brigitte Heidrich und Silke Heitmann vom
TSV Stelle (jeweils Bronze über 200 Meter) erreichte die Stimmung mit fünf weiteren Goldmedaillen am Schlusstag ihren Höhe-
punkt. Alle in den bundesdeutschen 4 x 100- und 4 x 400-Meter-Staffeln eingesetzten Kreisstarter stürmten zum EM-Titel.
Nach der Goldmedaille im Zehnkampf fügte der 81-jährige Horst Albrecht seiner schier endlosen Titelsammlung einen weiteren
Erfolg hinzu. Über 80-Meter-Hürden war der Fleestedter eine Klasse für sich. In 16,97 sec verwies Albrecht die vierköpfige Kon-
kurrenz der Senioren M 80 mit einem Vorsprung von 1,3 Sekunden auf die Plätze. Gleichzeitig verbesserte der Hallen-Welt-
meister über 60-Meter-Hürden seinen eigenen Niedersachsenrekord. Diesen hatte Albrecht erst eine Woche zuvor im Zehnkampf
auf 18,25 sec gedrückt. Nun unterbot er also sogar die 17-Sekunden-Grenze.
Zweimal Bronze gab es für die Sprinterinnen des TSV Stelle über 200 Meter. Brigitte Heidrich blieb bei den Seniorinnen W 40 in
26,07 sec nur um eine Hundertstelsekunde hinter der Silbermedaillengewinnerin Angelika Grißmer zurück. Gleichzeitig ver-
besserte die 400-Meter-Europameisterin ihren eigenen W-40-Niedersachsenrekord aus dem Jahre 2002, der bislang bei 26,13
sec gestanden hatte. Wies Heidrich nur einen geringen Rückstand auf Silber auf, so sicherte sich Silke Heitmann mit knappem
Vorsprung die Bronzemedaille. In Saisonbestzeit von 27,45 sec behauptete sich die W-45-Sprinterin vom TSV Stelle ganz knapp
vor der viertplatzierten Sonja Oost aus den Niederlanden (27,48 sec).
In einen regelrechten Goldrausch gerieten die Kreisstarter dann am Schlusstag im Rahmen der Staffelentscheidungen. Miriam
Machill (TSV Eintracht Hittfeld) siegte bei den Seniorinnen W 40 über 4 x 100 Meter (49,68 sec) ebenso vor Großbritannien und
Schweden wie Silke Heitmann (TSV Stelle) mit der deutschen 4 x 100-Meter-Staffel der Seniorinnen W 45 (52,17 sec). Die aller-
letzten Kräfte mobilisierte auch Horst Albrecht. Er verhalf sowohl der 4 x 100-Meter- als auch der 4 x 400-Meter-Staffel der
Senioren M 80 zum EM-Sieg. Die Goldmedaillen Nummer drei und vier für den Fleestedter bei diesen Europameisterschaften!
Die knappste Entscheidung gab es schließlich über 4 x 400 Meter der Seniorinnen W 40. Hier lieferte sich Brigitte Heidrich
(TSV Stelle) als deutsche Schlussläuferin einen erbitterten Fight mit Virginia Mitchell aus Großbritannien. Mitchell war schon im
Einzelrennen die härteste Konkurrentin der 43-jährigen zweifachen Mutter gewesen. Letztlich setzte sich Heidrich durch und
führte die DLV-Staffel in 3:59,65 min mit einer knappen Sekunde Vorsprung zum Sieg. Trainer Ekhard Küster stoppte für seinen
Schützling eine fulminante 400-Meter-Abschnittszeit von 56,6 sec heraus.
Weitere Ergebnisse: Seniorinnen W 40: 200 Meter: 5. Miriam Machill (TSV Eintracht Hittfeld) 26,62 sec (Vorlauf: 26,60 sec).
Senioren M 40: Stabhochsprung: 9. Thomas Clausen (TSV Stelle) 3,20 m. Senioren M 50: Speerwurf: 11. Dr. Jochen Schuchart
(TSV Eintracht Hittfeld) 43,22 m.
Hier noch einmal alle Medaillengewinner aus dem NLV Kreis Harburg-Land auf einen Blick:
(Gesamtausbeute: 8 Gold-, 1 Silber- und 3 Bronzemedaillen)
Horst Albrecht (TuS Fleestedt/Senioren M 80): Gold im Zehnkampf; Gold über 80-Meter-Hürden; Gold mit der 4 x 100-Meter-
Staffel; Gold mit der 4 x 400-Meter-Staffel
Brigitte Heidrich (TSV Stelle/Seniorinnen W 40): Gold über 400 Meter; Gold mit der 4 x 400-Meter-Staffel; Bronze über 200
Meter
Miriam Machill (TSV Eintracht Hittfeld/Seniorinnen W 40): Gold mit der 4 x 100-Meter-Staffel; Silber über 100 Meter; Bronze im
Weitsprung
Silke Heitmann (TSV Stelle/Seniorinnen W 45): Gold mit der 4 x 100-Meter-Staffel; Bronze über 200 Meter

Presseinformation vom 3. August 2004 (Von Markus Steinbrück)
Horst Albrecht rennt Welt- und Europarekord
Fleestedt. Rundherum zufrieden äußerte sich der vierfache Goldmedaillengewinner Horst Albrecht (TuS Fleestedt/Senioren M80)
nach seiner Rückkehr von den 14. Senioren-Europameisterschaften der Leichtathleten aus dem dänischen Aarhus. Quasi als
Krönung der erfolgreichen Tage stellte der 81-jährige Albrecht zum Abschluss jeweils einen Welt- und Europarekord auf.
Der Weltrekord geht auf das Konto der deutschen 4 x 100-Meter-Staffel. Hier wurde Horst Albrecht als Startläufer eingesetzt und
übergab unmittelbar an Gerhard Herbst. Kurt Schumacher und Rudolf Breder trugen das Staffelholz auf den weiteren 100-Meter-
Abschnitten und hatten das Ziel nach beachtlichen 61,83 sec erreicht. Das zweitplatzierte Sprintquartett aus Finnland folgte in
68,63 sec mit deutlichem Abstand.
Fast noch mehr freute sich Albrecht über seine enorme Steigerung im 80-Meter-Hürdenlauf. Bereits im Zehnkampf eine Woche
zuvor hatte er seinen alten Hausrekord um eine Sekunde auf 18,25 sec verbessert. Im Einzelrennen gelang dem 81-Jährigen
dann ein weiterer Quantensprung. Er überwand die acht Hindernisse im eher ungewöhnlichen Vierer-Rhythmus - hier wechseln
sich Schwung- und Nachziehbein von Hürde zu Hürde ab - und ließ die Uhren bereits nach 16,97 sec einfrieren. Dem amtieren-
den Weltmeister Bruno Sobrero blieb nur das Nachsehen. Der Italiener gewann mit einem Rückstand von 1,3 Sekunden die
Silbermedaille. Später erfuhr Horst Albrecht, dass er mit seiner Siegerzeit einen neuen Europarekord aufgestellt hatte. Selbst
der Weltrekord war nur einen Wimpernschlag entfernt. Diesen verpasste der rüstige Senior aus Fleestedt um lediglich eine
Hundertstelsekunde. Das größte Kompliment machte ihm aber eine Mitstreiterin: “Horst, bei Dir hat das richtig nach Hürden-
laufen ausgesehen!”
Unterdessen richtete Albrecht den Blick sofort wieder nach vorne. Vom 13. bis 15. August finden die Deutschen Einzel-
Meisterschaften der Senioren II in Zittau statt. Nach sechs Weltmeister- und zwölf Europameistertiteln will Albrecht dann erst-
mals auch Deutscher Meister werden. “Dieser Titel fehlt noch in meiner Sammlung, da auf nationaler Ebene weder die Hürden
noch der Zehnkampf auf dem Wettkampfprogramm der Senioren M 70 und älter stehen”, so Albrecht. Sein größter Konkurrent,
100-Meter- und 200-Meter-Europameister Rudolf Breder, wird in Sachsen nicht am Start sein. So könnte sich Albrechts inniger
Wunsch vom Deutschen 100-Meter-Meistertitel durchaus verwirklichen.
Ans Aufhören denkt das Leichtathletik-Phänomen aus dem Landkreis Harburg noch lange nicht: “Ich habe bisher 43 internatio-
nale Medaillen gewonnen. 50 sollen es schon noch werden. Eher ist nicht Schluss.” Und so zählt er alle internationalen Hallen-
und Freiluft-Meisterschaften der kommenden drei Jahre quasi in einem Atemzug auf. Bleibt zu hoffen, dass Horst Albrecht noch
viele Jahre einen solch langen Atem hat.

VERDENER ALLER-ZEITUNG vom 3. August 2004
Bronze für Sven Suhling bei Senioren-Europameisterschaften
Oytener verfehlt im Hammerwurf nur knapp eine zweite Medaille / Verletzung beendet Träume von Helke
Schunk

Verden (hbm). Mit einer Bronzemedaille im Gepäck kehrte der LGKV-Athlet Sven Suhling von den Europameisterschaften der
Senioren aus Dänemark zurück. Am Eröffnungstag wuchtete der Oytener das 15,88 kg schwere Wurfgewicht auf die neue
persönliche Bestweite von 13,41 Meter und belegte damit in der Altersklasse der M-35-Werfer den dritten Platz. Vierter wurde
Suhling mit dem Hammer (47,28m) und den fünften Platz belegte er im Werferfünfkampf, bei dem er mit 2888 Punkten (nach
Altersklassenfaktoren 2936 Punkte) einen neuen M-35-Landesrekord aufstellte.
Sechste Plätze gab es für die Verdener Helke Schunk (Kugelstoß W70), Dieter Watzlawick (Diskus M70) und Silke Meier im
Gewichtswurf der W35. Über die 100m verhinderte eine Oberschenkelverletzung die Bronzemedaille für Helke Schunk. Mit 37,92
stellte Watzlawick zwar eine neue persönliche Jahresbestleitung auf, doch zu Bronze fehlten ihm zwei Meter im stark besetzten
Wettkampf. Im Hammerwurf belegte Silke Meier mit 28,45 Metern den elften Platz.

WOLFSBURGER NACHRICHTEN vom 3. August 2004
Rolf Schwabe holt EM-Silber
Marathon: Riesenerfolg für Gifhorner Eduard Weinert
Aarhus war eine Reise wert für drei Gifhorner und zwei Wolfsburger Marathonläufer, die in der dänischen Stadt an den Senioren-
Europameisterschaften teilnahmen. Und das galt vor allem für Rolf Schwabe (VfB Fallersleben) und den Gifhorner Eduard
Weinert. Rolf Schwabe lief vom Start an in der Spitzengruppe mit hohem Tempo, belegte auf der hügeligen Küstenstrecke lange
Zeit den zweiten Rang. Doch bei Kilometer 36 zog noch ein Läufer aus San Marino am Vorsfelder vorbei. Dennoch: In einer her-
vorragenden Zeit von 2:34:42 Stunden erreichte Schwabe als Gesamtdritter das Ziel und wurde Vize-Europameister der Alters-
klasse M 40. "Nach vielen Landesmeistertiteln ist das mein größter Erfolg", freute sich Schwabe.
Doch damit nicht genug: Gemeinsam mit Eduard Weinert (2:53:54 Std. – 9. der M 40) wurde Schwabe noch Vize-Europameister
in der Mannschaftswertung. "Damit hätte ich nie gerechnet", jubelte Weinert. Dieter Hennig (Fallersleben) wurde in 2:58:21 Std.
Zwölfter der M 50. Die Gifhorner Otto Liedtke als 13. (2:58:21) und Christoph Wenzel als 21. der M 40 (3:20,57) landeten eben-
falls im ersten Drittel.

GRAFSCHAFTER NACHRICHTEN vom 3. August 2004
Siegbert Gnoth holt Bronze mit dem Speer
Leichtathletik: Gildehauser erfolgreich bei 14. Europäischer Veteranenmeisterschaft in Dänemark
Aarhus (ha). Mit einer Bronzemedaille im Speerwerfen kehrte der Gildehauser Leichtathletik-Senior Siegbert Gnoth von der 14.
Europäischen Veteranenmeisterschaft in Aarhus (Dänemark) zurück. Dieser dritte Platz kam für den erfolgreichen Gildehauser
unerwartet. Da er sich im Vorjahr bei dem Versuch, seinen deutschen Rekord im Hochsprung in der Klasse M 60 zu verbessern,
verletzt hatte, musste er auf seine beiden Paradedisziplinen, den Hoch- und den Dreisprung, verzichten und konnte nur im Stab-
hochsprung und im Speerwerfen antreten.
Im Stabhochsprung sicherte er sich mit 3,10 Metern den sechsten Rang. Bereits im ersten Versuch über diese Höhe bereitete
ihm seine Verletzung Schwierigkeiten, sodass er nicht an seine diesjährige Bestleistung von 3,30 Metern anknüpfen konnte, die
zur Silbermedaille gereicht hätte.
Um so größer war seine Freude, dass Speerwerfen mit 44,50 Metern, die zugleich Jahresbestleistung bedeuteten, zu eröffnen.
Im fünften Versuch steigerte sich Siegbert Gnoth auf 46,76 m und verdrängte den Finnen Esko Kutti vom dritten Rang. "Nach der
Frustration im Stabhochsprung war das ein unerwarteter Erfolg im fünften Versuch", so Gnoth. Überlegener Sieger des Wett-
bewerbs war der mehrfache tschechische Olympiateilnehmer Josef Kolar mit 54,21 Metern.
Auch der Nordhorner Christoph Müller (M 40), der für den Osnabrücker TB startet, war bei den europäischen Titelkämpfen vom
22. Juli bis 1. August mit dabei. Im Dreisprung konnte er sein gestecktes Ziel, sich für den Endkampf zu qualifizieren, mit 12,84
Metern erreichen. Seine persönliche Bestleistung bedeutete Rang sieben. Damit war er zugleich bester deutscher Teilnehmer.
Insgesamt hatten sich über 4000 Teilnehmer bei den Wettkämpfen eingefunden.

Presseinformation vom 4. August 2004 (Von Joachim Hickisch)
Staffel-Silber für Joachim Hickisch -- Rang Fünf im Fünfkampf beste Einzelplatzierung
Aarhus/Randers. 3.700 Sportler aus 40 Ländern sorgten anlässlich der 14. Europäischen Seniorenmeisterschaften zwölf Tage
lang für die größte je in Dänemark ausgerichtete Leichtathletikveranstaltung. Und der Veranstalter überzeugte die internationalen
Gäste vor allem durch Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft. Organisatorische Mängel - es gelang den Ausrichtern nahezu nie, den
Zeitplan einzuhalten - wurden dann auch ohne große Aufregung in Kauf genommen. Überall in Aarhus, mit 300.000 Einwohnern
zweitgrößte Stadt Dänemarks, waren die Sportler an ihrer blauen Akkreditierungskarte zu erkennen, garantierten diese doch die
kostenlose Fahrt mit allen Nahverkehrsmitteln der Großregion.
Unter den Teilnehmern auch der 49-jährige Rotenburger Joachim Hickisch (LAV Zeven), der nicht nur einen starken Fünfkampf
absolvierte, er gewann zum Abschluss der Meisterschaften auch die Silbermedaille mit der 4 x 400-Meterstaffel des DLV.
Nach einer perfekt gestalteten Eröffnungszeremonie wurden am zweiten Tag die ersten sportlichen Entscheidungen ausgetragen.
Nicht richtig einschätzen konnte Hickisch seinen derzeitigen Leistungsstand, hatte er sich doch Anfang Juni einen Muskel-
faserriss zugezogen und nur wenige Trainingseinheiten absolvieren können. Aber über die 100 Meter lief er gute 12,72 Sekunden,
verfehlte jedoch als 19. knapp den Einzug ins Halbfinale. Zwei Tage später dann der Start über seine Paradedisziplin, die 400
Meter, die er aber erst einmal in diesem Jahr gelaufen war. Hier ging Hickisch viel zu schnell an und verlor seine klare Führung
auf der Zielgeraden. Platz vier im Vorlauf war zu wenig für den Einzug ins Halbfinale, aber die Zeit von 56,77 Sekunden war
gleichzeitig die viertschnellste Zeit aller deutschen M 45-Starter, so das, sofern keine erneute Verletzung eintrat, ein Staffelplatz
sicher war.
Einen Tagesausflug nach Kopenhagen noch in den Knochen, trat der Rotenburger dann am siebten Wettkampftag zum Fünf-
kampf im 30 Kilometer entfernten Randers an. Unter schwierigen äußeren Bedingungen - es regnete bis in den Diskuswettbe-
werb hinein - traten 16 Aktive aus 13 Ländern zum Mehrkampf an. Obwohl Joachim Hickisch nicht seine Ergebnisse von den
Deutschen Meisterschaften erreichte, lag er nach dem Diskuswurf auf Rang acht. Erst nach drei Stunden Wartezeit folgte der
Startschuss über die abschließenden 1.500 Meter. Hier lief der Rotenburger ein ausgezeichnetes taktisches Rennen und er-
reichte mit 4:55,79 Minuten die zweitschnellste Zeit aller verbliebenen Starter. Im Endresultat belegte er mit 3.021 Punkten Rang
Fünf, seine beste Einzelplatzierung bei einer Europameisterschaft. Überlegener Sieger wurde einmal mehr der vierfache öster-
reichische Olympiateilnehmer Dr. Georg Werthner.
Hochspannung dann am letzten Wettkampftag im Aarhuser Athletion-Stadion. Vor rund 2.000 Zuschauern bildeten traditionell die
4x100 und 4x400-Meterstaffeln den Abschluss der Europameisterschaft. Für Nervosität sorgten einmal mehr die Veranstalter,
waren doch alle Wettbewerbe über zwei Stunden im Verzug. Überraschender Sieger über die 4x100 Meter der M 45 (Joachim
Hickisch war hier als Ersatzläufer nominiert) das DLV-Team vor den Briten. Ganz anders die Situation bei den 4x400 Metern,
gleich acht starke europäische Teams kämpften hier um den Titel. Hinter dem Favoriten Großbritannien lagen Spanien, Russland
und das DLV-Team nach der Addition der Einzellaufzeiten nahezu gleichauf, so dass eine Medaille keinesfalls sicher war.
Auf Bahn zwei ging Joachim Hickisch für den DLV an den Start und mit diesmal guter Zeiteinteilung gab er den Stab mit einer
Rundenzeit von 55,7 Sekunden an den Sindelfinger Bernhard Grißmer (48) weiter. Dieser setzte sich in einem fulminanten Lauf
hinter Großbritannien auf Platz zwei fest. Verbissen wehrte dann der Straubinger Matthias Konopka (46) die Angriffe des russ-
ischen und spanischen Läufers ab und übergab mit hauchdünnem Vorsprung als Zweiter auf Schlussläufer Jörg Ziegler (47). Der
Thüringer lief mit geschätzten 52,5 Sekunden eine phantastische Zeit und sicherte dem DLV-Team knapp den zweiten Rang vor
Russland und hinter Großbritannien. Glanzvoll die Endzeit des deutschen Quartetts, unterboten sie doch ihre vorher gelaufenen
Einzelzeiten um insgesamt mehr fünf Sekunden. Ihre 3:38,45 Minuten waren die drittschnellste Zeit, die je eine M45-Mannschaft
des DLV bei internationalen Meisterschaften erzielt hatte. Überglücklich auch Joachim Hickisch. Als ältester Starter im Team
sicherte er sich nach Malmö, (1996, 4x400) und Cesenatico (1998, 4x100) die dritte Silbermedaille bei einer EM. 1999 hatte er
bei der WM in Gateshead mit beiden Staffeln Bronze gewonnen

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 4. August 2004
EM-Gold und Weltrekord für Rolf Geese
Göttingen (frs). Damit hätten die Leichtathleten der LG Göttingen selbst in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet. Bei den
Senioren-Europameisterschaften ging auf sie ein wahrer Medaillenregen nieder. Neunmal Edelmetall, darunter viermal Gold, das
war die stolze Ausbeute der heimischen Starter.
Bereits am ersten Wettkamptag brachte Rolf Geese im dänischen Aarhus die
Göttinger auf die Erfolgsspur. Mit Beginn des Zehnkampfes machte der 60-jährige deutlich, dass nur über ihn die Titelvergabe in
der M 60 gehen würde. Bereits nach dem 100-m-Lauf (13,30) übernahm Geese die Führung und baute sie mit erstklassigen
Leistungen im Weitsprung (5,24m) und Kugelstoß (12,02) souverän aus. Mit einem Paukenschlag eröffnete er auch den zweiten
Wettkamptag - nach 15,61 Sekunden über 100m Hürden und 3,50m mit dem Stab war ihm der Titel nicht mehr zu nehmen.
Nach dem abschließenden 1500m-Lauf (5:36,77) standen 8382 Punkte in der Ergebnisliste. Neben seiner ersten Goldmedaille
stellte Geese zu seiner Überraschung auch noch einen neuen Weltrekord auf.
Seine Erfolgsserie setzte der Göttinger über 100m Hürden fort. Bereits im Vorlauf hatte er mit 14,97 Sekunden die Konkurrenz
in die Schranken gewiesen, im Finallauf begnügte er sich mit 15,24 und gewann unangefochten seinen zweiten Europameister-
Titel. Lediglich im Stabhochsprung kam Göttingens Vorzeige-Senior ein wenig aus der Erfolgsspur. Er überquerte “lediglich”
3,20 m. Den Titel sicherte sich der Schwede Hans Lagerqvist, Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 1972, mit
3,55 m. Geese wurde Vierter.
Auch die weiteren Göttinger Teilnehmer wurden durch das Nationaltrikot beflügelt. Nachdem Elisabeth Dwenger (W 70) bei den
Titelkämpfen vor zwei Jahren in Potsdam bereits mehrere siebte und achte Plätze erreichen konnte, entwickelte sich die Werfer-
in nun zur eifrigen Medaillensammlerin. Gleich zwei Bronzene erwarf sich Dwenger bei der diesjährigen Meisterschaft. Im Kugel-
stoß wuchtete sie das Wettkampfgerät auf 8,61m, im Werfer-Fünfkampf sicherte sie sich mit 4003 Zählern den dritten Platz.
Noch weiter nach oben ging es für die Göttingerin im Speerwurf. Der Speer bohrte sich erst nach 23,21m in den Rasen, was für
Dwenger Gold und damit ihren ersten internationalen Titel überhaupt bedeutete. Auch in den weiteren Wurfdisziplinen konnte die
Vielstarterin ihre Stärken unter Beweis stellen. Im Gewichtswurf (10,20) sowie mit dem Hammer (21,75) und mit dem Diskus
(21,94) belegte sich jeweils die vierten Plätze. Für die zweite Göttingerin gestalteten sich die europäischen Titelkämpfe ebenfalls
erfolgreich. In der Alterklasse W 50 gewann Karin Geese im Hochsprung die Bronzemedaille mit 1,35m.
Für den Debütanten in den Reihen der Göttinger, Dietmar Weber, war bei den Titelkämpfen alles andere als lediglich das
Schnuppern von internationaler Wettkampfluft angesagt. Der M 35-Athlet zählte bereits im Vorfeld über 400m Hürden zum enger-
en Kreis der Podestanwärter. Mit 57,29 Sekunden übertraf er jedoch alle Erwartungen und sprintete auf den silbernen Rang.
Auch über 400m flach zeigte sich Weber in guter Verfassung. 52,79 Sekunden bedeuten für ihn den dritten Rang. Dank seiner
starken Vorstellung wurde Weber am letzten Wettkampftag noch eine besondere Ehre zuteil. Der DLV nominierte ihn für das
deutsche Quartett über 4x400m. Zusammen mit seinen Staffelkollegen sprintete er in 3:31,02 Minuten vor der polnischen Aus-
wahl zu Gold. Auch Rolf Geese wurde vom DLV in die 4x400m-Auswahl der M 60 berufen. Nach 4:04,30 Minuten und nur zwei
Sekunden Rückstand landete das deutsche Quartett auf dem zweiten Rang, so dass Geese seine insgesamt dritte Medaille
entgegennehmen konnte.

WESER KURIER vom 4. August 2004
Hinter Skandinavien-Trio
Torsten Naue über 3000 Meter Hindernis EM-Vierter
Von unserem Mitarbeiter Matthias Thode
Bremen-Nord. Auch bei seinem zweiten Auftritt bei den Senioren-Europameisterschaften im dänischen Aarhus kam Torsten
Naue nicht über den vierten Platz hinaus. Wie schon beim Auftakt der Titelkämpfe am 22. Juli über die 10 000 Meter, verfehlte
das Lauf-As der LG Bremen-Nord auch am Schlusstag über die 3000 Meter Hindernis der Altersklasse M 35 einen Medaillen-
rang. "Es war einfach nicht mehr drin", resümierte Torsten Naue etwas enttäuscht: "In der Hindernistechnik habe ich mich zwar
deutlich verbessert, aber mir fehlt einfach die Schnelligkeit aus dem letzten Jahr. Die Skandinavier waren dagegen technisch
stark und schnell."
Nach 3000 Metern mit 28 Hindernis- und sieben Wassergrabenüberquerungen stoppte die Uhr für den Nordbremer bei 10:23,17
Minuten. Den Sieg machten die beiden Dänen Jacob Jörgensen (9:45,04 Min.) Poul Grenaa (9:52,59) und der Schwede Mikael
Forsline (10:00,09) unter sich aus.

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 5. August 2004
Renate Behrens zweimal Dritte
Fünf Hildesheimer bei Leichtathletik-EM der Senioren in Dänemark

Hildesheim (wgk). 938 Frauen und Männer aus Deutschland haben an den zehntägigen 14. Leichtathletik-Europameister-
schaften der Senioren in Aarhus und Randers (Dänemark) teilgenommen, darunter fünf Athleten aus dem Kreisverband Hildes-
heim. Insgesamt waren rund 4000 Leichtathletik-Oldies am Start. Zu den vielen deutschen Medaillengewinnern zählte erneut
Renate Behrens (Eintracht Hildesheim), die mit zwei dritten Plätzen in ihren beiden Lieblingsdisziplinen, dem Drei- und dem
Weitsprung, auch in Dänemark eine der erfolgreichsten Frauen in der Altersklasse W 45 war. Ihr Vereinskamerad Heidmar
Michel kam mit zwei neunten Rängen nach Hause.
Im Dreisprung-Wettbewerb schlitterte die mehrfache deutsche Meisterin und Vize-Weltmeisterin (Halle) um einen einzigen Zenti-
meter an der Silbermedaille vorbei. Gold gewann die Spanierin Maria Rosa Escribano (10,80 m) vor Jenny Brown aus Groß-
britannien (10,61 m) und Renate Behrens, die nach einer guten Serie mit 10,60 m Jahresbestweite sprang. Im Weitsprung hatte
Behrens sich nicht viel ausgerechnet. Die zwei vor ihr platzierten Seniorinnen waren nicht zu packen. Die Norwegerin Anny
Undheim wurde neue Europameisterin mit 5,30 m vor Ruth Raaflaub-Minnig aus der Schweiz (5,27 m), Dritte dann Renate
Behrens mit einer Weite von 4,98 m.
Drittbester Deutscher
Neunter im Kugelstoßen der M 65, Neunter im Gewichts-Fünfkampf - Heidmar Michel blickte mit Stolz auf seine Leistungen in
Dänemark zurück. Drittbester Deutscher war er im Gewichts-Fünfkampf, in dem er sich besonders im Speerwerfen (35,03 m)
und im Gewichtswurf (12,81 m) steigerte. Den Hammer schleuderte er auf 26,66 m, den Diskus auf 32,09 m, die Kugel stieß er
10,81 m weit. In den Einzelwettbewerben bedeutete für ihn seine beste Kugelstoßleistung von 11,13 m Rang neun. Zwölfter war
Michel im Speerwerfen (34,09 m), 15. im Diskuswurf (32,23 m).
Jürgen Hoyer (Eintracht Hildesheim) belegte im Fünfkampf der Altersklasse M 60 den 15. Rang. Schwächen im Diskus- und
Speerwerfen verhinderten eine bessere Platzierung. Hans Bohmann vom TKJ Sarstedt absolvierte bei den Titelkämpfen mit
4,00 m nur den Vorkampf im Weitsprung der Altersklasse M 65. Siegfried Ritter (Eintracht Hildesheim) hatte sich als potent-
ielles Mitglied der deutschen 4x400-m-Staffel (M 65) wieder berechtigte Hoffnungen auf eine Goldmedaille gemacht, stieg aber
im Vorlauf über 400 m verletzungsbedingt aus.

WALSRODER ZEITUNG vom 5. August 2004
Siegfried Eisfeld und Eugen Reinhardt Dritte
Bad Fallingbostel. Kürzlich fanden in Aarhus (Dänemark) die Europameisterschaften der Leichtathletik-Senioren statt. Über 3700
Teilnehmer aus 40 Nationen maßen sich in vielen Wettkämpfen. Siegfried Eisfeld vom TV Jahn Walsrode, hatte sich als ältester
Teilnehmer (Altersklasse M 70) ein volles Programm vorgenommen: Als erstes fand für ihn der Zehnkampf statt. Hier konnte Eis-
feld durch gute Einzelleistungen den sechsten Platz (4828 Punkte) erreichen. Ausschlaggebend war der 1500-m-Lauf, den er in
6:10,26 Minuten überlegen gewann. Sehr gut verlief einige Tage später sein Fünfkampf. In allen Disziplinen erzielte Eisfeld
Jahresbestleistungen, erhielt 2833 Punkte und wurde dafür mit der Bronzemedaille belohnt. In seiner Spezialdisziplin, den
2000 m Hindernis, waren die zwei Jahre jüngeren mehrfachen Welt- bzw. Vizeweltmeister besser. Eisfeld blieb der vierte Platz in
9:27.18 m.
Bronze gab es auch für Eugen Reinhardt (TVJ Walsrode). Beim Kugelstoßen seiner Altersklasse M 60 überzeugte er mit
14,20 m - nur einen Zentimeter unter seiner diesjährigen Bestleistung. Pech hatte er dagegen mit dem Diskus. Sein bester Ver-
such, der normalerweise etwa bei 45 m gelandet wäre, wurde von einer stürmischen Windböe erfasst und landete außerhalb des
Sektors. Er musste sich mit 42,09 m und dem zwölften Platz im sehr starken Teilnehmerfeld zufrieden geben. Auch Dieter
Lange (SVE Fallingbostel, Altersklasse M 65) und Hartmut Kossel (TSV Dorfmark, Altersklasse M 60) waren am Start und
platzierten sich im Vorderfeld.

WESER KURIER vom 5. August 2004
Lohnender Trip
Leichtathlet Hiller gewinnt Staffel-Bronze bei Senioren-EM
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Aarhus. Für die Dänen war es die größte Leichtathletikveranstaltung, die jemals in ihrem Land stattgefunden hat. Bei der
Senioren-EM in Aarhus kämpften 3675 Athleten aus 40 Nationen elf Tage lang um Medaillen und Titel. Für die vier Starter von
der Weser war es ein lohnender Trip in den nördlichen Nachbarstaat, sogar eine Medaille brachten die Bremer mit.
Genauer: Es war Manfred Hiller, der mit Bronze heimkehrte. Der Sprinter des TuS Huchting lief mit der 4x400-Meter-Staffel des
DLV in 3:27,62 Minuten auf den dritten Platz. Seine Teilnahme an diesem Teamwettbewerb hatte der Bremer erst in Aarhus
gesichert. Über die 400 Meter der M 40 belegte Hiller den 14. Platz von 57 Teilnehmern, als er in 53,28 Sekunden Vierter des
Halbfinales wurde. Im Vorlauf hatte der Bremer die Stadionrunde sogar noch in 53,09 Sekunden hinter sich gebracht.
Um gerade 40 Punkte verpasste Hillers Vereinskollege Jens Arkenau Edelmetall. Nach 35,12 Meter im Hammerwurf, 13,66
Meter im Kugelstoßen, 39,15 Meter im Diskuswurf sowie 46,61 Meter mit dem Speer und 12,18 Meter im Gewichtwurf reichte
es zum vierten Platz. Mit der Leistung, die ihm beim Werfertag seines Vereins vor rund drei Wochen noch den Landesrekord
eingebracht hatte, hätte es für den amtierenden deutschen Meister zu einer Medaille gereicht.
Neben Arkenaus Frau Nicole, die in 17,42 Sekunden einen ebenfalls beachtlichen sechsten Rang über die 100 Meter Hürden
der W 35 belegte, wusste auch Torsten Naue (LG Bremen Nord) zu überzeugen. In der M 35 lief Naue sowohl über die 10 000
Meter (33:20,09) als auch über die 3000 Meter Hindernis (10:23,17) auf Platz vier.

ELBE-JEETZEL-ZEITUNG vom 6. August 2004
Stolz über Platz Vier
Rudolf Thiele gewinnt Silber mit der 4x400-m-Staffel bei Senioren-Leichtathletik-EM / Spannung über 800 m
Lüchow (koo). Eine Viertelstunde lang habe er sich geärgert, "15 Minuten war ich enttäuscht", gab Rudolf Thiele vom SV Sport-
ing Lüchow nach seinem vierten Platz im 800-m-Rennen der M 55 bei der Senioren-Leichtathletik-Europameis-terschaft im dän-
ischen Arhus zu. Um drei Hundertstelsekunden hatte der Titelverteidiger die Bronzemedaille verpasst, das ist nur ein Wimpern-
schlag. Doch nach kurzer Zeit überwogen beim 57-Jährigen Freude und Stolz über eine starke Leistung in einem schnellen
Rennen. Konkurrenten und Betreuer anderer Nationen gratulierten Thiele nach einem couragierten Lauf. Für ihn hat dieser vierte
Platz daher den gleichen Stellenwert wie der EM-Sieg in Potsdam vor zwei Jahren.
Das 800-m-Finale war der Höhepunkt dieser EM für Thiele, der über 400 m zudem den Zwischenlauf erreichte und mit der
deutschen 4x400-m-Staffel Silber gewann. Pech hatte Herbert Hanke vom MTV Dannenberg, der nach Platz neun im Weitsprung
den Fünfkampf abbrechen musste. Thieles EM-Start verlief noch nicht nach Wunsch. Im Vorlauf über 400 m erreichte er mit
60,36 Sek. gerade noch so als 15. das Semifinale. "Mit dem Platz war ich zufrieden, mit der Zeit nicht, das war eine Sekunde
langsamer als sonst", ärgerte er sich. Auch seine Halbfinalzeit von 60,12 Sek. einen Tag später war für ihn enttäuschend. Mit
59,94 Sek. hätte er das Finale erreicht, so belegte er insgesamt Rang zwölf unter 30 Startern. Aber: Er hatte sich damit für die
4x400-m-Staffel qualifiziert.
Zwei Tage lang bereitete sich Thiele dann auf die 800-m-Rennen vor. Im Vorlauf lief er als Zweiter in 2:22,01 Min. locker ins Halb-
finale. Den zweiten Semifinallauf einen Tag später gewann er in 2:17,49 Min. sogar. "Das lief gut", freute er sich. Im Endlauf vor
5000 Zuschauern im Stadion von Aarhus sah Thiele in einem Belgier, einem Engländer und einem Finnen drei Favoriten, rech-
nete sich selbst trotz seiner Stellung als Titelverteidiger nicht viel aus. "Die drei sind in diesem Jahr Zeiten gelaufen, an die ich
eigentlich nicht herankomme", schilderte er. Doch das Rennen entwickelte sich spannend. Ein Schwede übernahm die Führung,
Thiele hängte sich an ihn dran. Nach einer 68er-Runde ging Thiele nach vorne - von den drei Favoriten war noch nichts zu sehen.
Nach 700 m zogen der Englänger und Belgier an Thiele vorbei. Und der Finne Heikki Vakkuri überholte Thiele noch auf den
letzten Metern, obwohl sich der Woltersdorfer noch ins Ziel schmiss. "Der war auf einmal neben mir", war Thiele überrascht.
Seine 2:15,59 Min. machten ihn dennoch stolz. Vakkuri als Dritter lief 2:15,56 Min, der Sieger Mike Erith aus England 2:14,17
Minuten.
Eine Entschädigung war das Staffelrennen. Die deutsche Mannschaft mit Thiele lief hinter den starken Briten, die in 3:53 Min.
siegten, erwartungsgemäß unangefochten auf Platz zwei und sicherte sich damit Silber. Mit 4:04,59 Min. lief Thieles Team, der
als Schlussläufer eine 59-er-Runde ablieferte, satte 24 Sekunden Vorsprung auf die französiche Staffel heraus, die Dritter wurde.
Nicht nur wegen der Medaille und der spannenden Rennen wird Thiele diese EM gut in Erinnerung behalten. Seine Familie mit
Enkeln begleitete den Opa nach Aarhus und unterstützte ihn lautstark sowie mit selbstgefertigten T-Shirts. "Das war Stadion-
gespräch", so Thiele. Er nahm während der EM wegen der Hitze drei Kilo ab. Einziger Kritikpunkt für ihn: Die Organisatoren
hatten Schwierigkeiten mit den Zeitplänen.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 6. August 2004
Leichtathletik-EM: Silbermedaille für Elfriede Willerts
Wilhelmshaven (ar). Mit einer Silbermedaille und zwei sechsten Plätzen kehrte Elfriede Willerts von den 14. Leichtathletik-
Senioren-Europameisterschaften aus Dänemark zurück. In Aarhus und Randers starteten dabei innerhalb von zehn Tagen 3695
Athletinnen und Athleten. Die Jadestädterin absolvierte dabei ein strapaziöses Programm mit drei Langläufen bei der W 65. Zum
Auftakt ging es über die 10 000 m. Hier haderte die 68-Jährige mit der Organisation: “Der Start verschob sich wegen Hürden-
läufen um 90 Minuten, da war die Spannung weg!” Mit 52:37,84 Min. langte es jedoch noch zum guten sechsten Rang als zweit-
schnellste Deutsche. Drei Tage später gab es einen weiteren sechsten Rang. Diesmal über 5000 m in 25:40,47 Min. als dritt-
beste deutsche Starterin. Beim bereits zwei Tage späteren Marathon musste die amtierende Mannschafts-Weltmeisterin die
Hoffnung auf den Europa-Teamtitel wegen Erkrankung der dritten Läuferin begraben. Die LG/TSR-Läuferin bewältigte dann am
wärmsten Tag der Meisterschaften die 42,195 km als strahlende Silbermedaillen-Gewinnern in 4:21:40 Stunden.

BREMERVÖRDER ZEITUNG vom 10. August 2004 (Auszug)
Jürgen Siems holt sich in Aarhus neue Motivation
Bremervörder Leichtathlet startete bei der Senioren-Europameisterschaft
Bremervörde/Aarhus (mib). Für eine Medaille hat es zwar nicht gereicht, dennoch war Jürgen Siems mit seinem Abschneiden
zufrieden. Der Leichtathlet vom TSV Bremervörde startete kürzlich über 200 und 400 Meter bei den Europameisterschaften der
Senioren im dänischen Aarhus und war wieder einmal begeistert von der Atmosphäre bei diesen Titelkämpfen. "Die Europa-
meisterschaft hat mir genügend Motivation gegeben, um doch noch weiterzumachen", sagte der 60-Jährige nach seiner Rück-
kehr. Jürgen Siems hatte lange überlegt, seine Teilnahme abzusagen und die Laufschuhe eventuell sogar an den berühmten
Nagel zu hängen. Der Grund: Seit Mai zwickt es immer wieder in der linken Achillessehne. Eine entsprechende Vorbereitung auf
die EM gestaltete sich schwierig.
In Aarhus lief es für den Rechtsanwalt aus Bremervörde dann allerdings den Umständen entsprechend überraschend gut. So
belegte er über 400 Meter in 67,84 Sekunden den 16. Platz von 36 Teilnehmern in der Altersklasse M 60. Das hätte fürs Semi-
finale gereicht. Dieser Lauf wurde aber kurzfristig gestrichen, so dass die besten Acht direkt im Endlauf standen. Europameister
wurde schließlich Siems' langjähriger "Laufgefährte" Volker Peitzmeier (LG Weserbergland) in 57,16 Sekunden.
Zufrieden war Jürgen Siems auch mit seiner Zeit über 200 Meter. Nach 30,02 sec überquerte er die Ziellinie und belegte den 19.
Platz bei 33 Teilnehmern. "Ich wollte gesund nach Hause kommen. Das hat geklappt", freut sich der TSV-Senioren-Leichtathlet,
der sich als nächsten Wettkampf die Landesmeisterschaften vorgenommen hat - falls die Achillessehne bis dahin nicht mehr
schmerzt.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 11. August 2004
Mannschafts-Silbermedaille für ATSCerin Anne Fischer
Cuxhavenerin startet bei Europatitelkämpfen in Aarhus über die 10 000-Meter-Distanz und im Marathonlauf
Bei den 14. Europameisterschaften der Senioren, die kürzlich über mehrere Tage in Aarhus und Randers (Dänemark) statt-
fanden, hatten sich fast 4000 Teilnehmer aus 16 Nationen angemeldet, die meisten stellte der Deutsche Leichtathletik-Verband
(DLV). Die Cuxhavenerin Anne Fischer (ATS Cuxhaven) konnte mit der DLV-Mannschaft die Silbermedaille gewinnen. Die Er-
öffnungsfeier am Abend vor dem Beginn der Wettkämpfe war sehr fröhlich, pro Nation konnten rund 20 Athleten hinter einem
Fahnenträger einmarschieren. Anne Fischer (W45) hatte sich für den 10 000-m-Lauf und den Marathon angemeldet. Beide Läufe
fanden in Aarhus statt.
Beim ersten Wettkampf über die 10 000-m-Distanz gab es etwas Unruhe, als der Start zweimal verschoben wurde - insgesamt
um eine Stunde. Das Wetter war recht kühl, der Himmel bedeckt, also günstige Bedingungen. Nur der Wind störte etwas. Von
den 16 angemeldeten Läuferinnen liefen elf mit, darunter die für die dänische Nationalmannschaft bei den olympischen Spielen in
Athen startende Gitte Karlshoj, die gerade 45 Jahre alt geworden ist. Diese lief auf und davon, dahinter lagen eine Norwegerin,
Regina Dietz, die deutsche Vizemeisterin über 5000 m, und Anne Fischer. Der Rest des Feldes fiel zurück.
Vierter Rang im 10 000-m-Lauf
Fischer blieb für ca. vier Runden hinter den beiden, weil sie genau das Tempo anschlugen, das sie zu laufen sich vorgenommen
hatte. Als sie schneller wurden, hat die Cuxhavenerin ihr Tempo beibehalten, um nicht zu riskieren, zum Schluss des Rennens
nicht mehr genügend Kraft zu haben. Schließlich gewann die Dänin in 34:48 Minuten, zweite wurde die Norwegerin Anna
Magrethe Trave in 38:20, dritte die Deutsche Regina Dietz in 38:36 und Anne Fischer wurde Vierte in 39:13 vor der nächsten
Deutschen Dagmar Kleinemeyer in 43:22.
Vor dem Marathonlauf (42,195 km) fand eine Mannschaftsbesprechung für die Läufer statt, weil es neben der Einzelwertung eine
Mannschaftswertung gab. Die Mannschaften wurden in 10-Jahres-Gruppen zusammengefasst: W35-44, W45-54, W55-64 etc.
Die ersten drei Läuferinnen und Läufer einer Nation und der jeweiligen Altersgruppe wurden jeweils als Mannschaft gezählt. Jede
Nation konnte pro Altersgruppe ein Team anmelden. In der Altersgruppe von Anne Fischer gab es 16 DLV-Läuferinnen, die sich
um einen Platz in der deutschen Mannschaft bewarben. Es gab insgesamt fünf Nationen, die ein Team aufstellten. Dabei
startete in der dänischen Mannschaft die Superläuferin Gitte Karlshoj, so dass die Goldmedaille für das deutsche Team uner-
reichbar war.
Der Lauf wurde pünktlich gestartet. Die erste Hälfte der Strecke war sehr hügelig, dafür waren die ersten zwölf Kilometer schön
schattig, weil die Strecke durch einen Wald führte, der sich an der Küste entlangzog. Danach machte sich die Sonne immer
stärker bemerkbar, die Temperaturen stiegen schnell an, viel zu trinken war angeraten worden. Die Verpflegung durch die Orga-
nisatoren war sehr gut. Die zweite Hälfte der Strecke war etwas flacher, dafür in sich wellig. Auch hier gab es bei Kilometer 29
eine Steigung zu bewältigen und zwischen Kilometer 40 und 41 einen starken Anstieg. Danach ging es bergab zum Ziel. Die-
jenigen, die hofften, eine Mannschaftsmedaille zu erlaufen, hielten so gut es ging Kontakt zueinander. Das Betreuerteam vom
DLV und alle anderen Deutschen, die vor Ort waren, machten den Läuferinnen Mut und feuerten sie an.
In der Einzelwertung Platz sechs belegt
Bis zur Halbmarathonmarke lief Anne Fischer mit der deutschen Marathonmeisterin der W 45, Angelika Hofmann, zusammen.
Dann konnte sie ihr Tempo nicht mehr mitgehen, überholte jedoch noch zahlreiche Läufer, die sich zu Beginn zu viel zugemutet
hatten. Hofmann erreichte das Ziel in 3:09:20 Stunden, Edith Knobeloch (Deutsche Marathonmeisterin W 50) in 3:13:29 Stunden
und Anne Fischer in 3:13:45 Stunden. Der Jubel im Zielraum war groß. Die drei hatten sich die Silbermedaille erkämpft. In der
Einzelwertung wurde die ATSCerin sechste.
Bei der Siegerehrung, die im Freilichttheater im Tivoli von Aarhus stattfand, wurden alle Sieger auf die Bühne gebeten und be-
kamen ihre Medaillen umgehängt. Die drei Deutschen wollen versuchen, in zwei Jahren diesen Erfolg zu wiederholen, da sie
dann immer noch in einer Altersgruppe sind.

NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 11. August 2004
Keller und Deppe happy
Mit hervorragenden Platzierungen kehrten die Osnabrücker Teilnehmer von den Europameisterschaften der Senioren im dän-
ischen Aarhus zurück.
Bei den Seniorinnen W 40 feierte Renate Keller (LG Osnabrück) nach langer, krankheitsbedingter Wett-
kampfpause ein gelungenes Wettkampf-Comeback und sicherte sich mit 10,43 m im Dreisprung überraschend eine Silber-
medaille. Die LG-Starterin konnte bei ihrem Erfolg noch vier Starterinnen hinter sich lassen.
Bei den Männern sicherte sich Gert Deppe vom OTB als Mitglied der deutschen Nationalstaffel über 4x 400 m mit den Läufern
Hiller, Oppe und Bartsch in der Klasse M 40 eine weitere überraschende Bronzemedaille. Das Teilnahmerecht an der Staffel
hatte sich Deppe durch Einzelstarts in drei 400-m-Läufen erkämpfen müssen, wobei er sich nach Vorlauf (53,69 Sek.) und
Zwischenlauf (52,25) im Endlauf auf eine neue persönliche Bestleistung von 51,99 Sek. steigerte und als bester Deutscher den
sechsten Platz erzielte. "Ich bin total happy, das ist international meine bisher beste Platzierung", freute sich der Journalist über
den großen Erfolg. Herausragend war die Siegerzeit des Italieners Enrico Saraceni mit 47,82 Sekunden; dies bedeutete zugleich
einen neuen Senioren-Weltrekord.
Die beste Platzierung in einer Einzeldisziplin bei den Männern erreichte Helmut Grüning im Fünfkampf der Wettkampfklasse
M 60. Der OTB-Athlet stellte mit 4,37 m im Weitsprung, 30,44 Sek. über 200 m und 6:22,16 Minuten über 1500 m gleich drei
neue Bestleistungen auf und landete mit 3343 Punkten mit nur 11 Punkten Rückstand auf den Russen Lesachenko auf dem
vierten Rang. Seine gute Form stellte Grüning auch bei seinen weiteren Einzelstarts unter Beweis, wo er im Diskuswerfen mit
40,41 m (Platz 18) und im Speerwerfen mit 40,21 m (Platz 8) zwei weitere persönliche Bestleistungen erzielte. Christian Breeck
vom SC Melle 03 belegte über 3000 m Hindernis (AK 45) in 10:22 Min. den fünften Platz. Bronze verfehlte er nur um drei Se-
kunden. Im Endspurt musste sich Breeck dem Polen Lancucki und dem Litauer Dinda geschlagen geben. Gold holte erwart-
ungsgemäß der Spanier Rodrigues.
Glück und Pech hatte Christoph Müller. Zunächst überzeugte der Athlet aus dem Bundesligateam des OTB im Dreisprung der
Senioren der Klasse M 40 und erzielte eine neue persönliche Bestleitung mit 12,84 m. Mit dieser Leistung erreichte Müller den
siebten Rang. Seinen ursprünglich geplanten Start im Zehnkampf musste Müller allerdings wegen einer fiebrigen Erkältung
absagen. Im Dreisprung der W 35 erzielte Kirsten Repking von der LGO in der Klasse W 35 mit 10,13 m ebenfalls einen guten
siebten Rang, während ihre Vereinskameradin Andrea Vormoor im Weitsprung der W 40 mit 4,85 m auf dem neunten Platz
landete. Ihre Medaillenchancen im Fünfkampf der W 40 musste Andrea Vormoor nach einer Verletzung beim Hürdenlauf aller-
dings begraben. Stark in Form präsentierte sich auch Dieter Allnoch in der Klasse M 50. Der OTB-Starter, der erst seit zwei
Jahren Leichtathletik betreibt, erreichte über 100 m mit 12,93 Sek. locker den Zwischenlauf, den er bei über 4 Meter/Sekunde
Gegenwind zu absolvieren hatte. Mit 13,03 Sek. landete er schließlich auf dem 13. Rang. Über 200 m in 26,00 Sek. und im
Weitsprung mit genau 5,00 m (jeweils Rang 12) bestätigte er seine gute Form.

OLDENBURGER KREISZEITUNG vom 13. August 2004
Kurt Riep wirft Diskus auf Rang vier bei EM
Leichtathletik: Senior nach Unfall stark
Hude (eb/mc). Mit einem stolzen vierten Platz im Diskuswurf der AK M 65 kehrte der Huder Leichtathlet Kurt Riep von den 14.
Europameisterschaften der Senioren in Aarhus/Dänemark zurück. Gleich im ersten Versuch warf er 43,65 m weit und qualifi-
zierte sich damit für den Endkampf der besten acht Werfer. Am Ende verpasste er nur knapp den Platz auf dem Treppchen.
Nach seinem fünften Platz vor zwei Jahren in Potsdam war das für ihn die beste Platzierung bei Europameisterschaften.
Dabei schien sechs Wochen vor den Meisterschaften seine Teilnahme nach einer Ellenbogenverletzung durch einen Fahrradun-
fall sehr fraglich. Glücklicherweise konnte er die letzten Wochen bereits wieder trainieren. Trotz dieses Handicaps klappte es
dann am Wettkampftag überraschend gut.
In Aarhus wetteiferten vom 22. Juli bis 1. August 2004 weit über 3700 Seniorensportler aus 40 Nationen um Medaillen und Platz-
ierungen. In den Altersgruppen von 35 bis 90 Jahren wurden erstaunlich gute Leistungen erzielt, weiß Kurt Riep zu berichten. Er
sieht dies als einen Beweis dafür, dass regelmäßiges Training bis ins hohe Alter fit hält. Es erscheint fast unglaublich, dass
auch 70-jährige Athleten noch alle Disziplinen des Zehnkampfes absolvieren können.

SALZGITTER ZEITUNG vom 18. August 2004
Dreimal EM-Gold für Weidner in Dänemark
Aarhus/Randers. Gerhard Weidner und Karl-Heinz Mildenberger vom TSV Salzgitter starteten bei den Senioren-Europameister-
schaften der Leichtathleten im dänischen in Aarhus/Randers. Weidner kehrte mit drei Goldmedaillen heim. Insgesamt gingen
3703 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 40 Ländern an den Start. Der Deutsche Leichtathletik-Verband war allein mit 938
Aktiven vertreten. Dabei sammelte Gerhard Weidner drei weitere Europameister-Titel in der Klasse M 70. Im 5000-Meter-Bahn-
gehen siegte Weidner in der Zeit von 27:44,41 Minuten vor den Polen Mieczyslaw Rutyna (30:03,17) und Douglas Fotheringham
(Großbritannien) in 30:11,52 Minuten.
Den gleichen Einlauf auf den ersten drei Plätzen gab es auch im 20-Kilometer-Straßengehen, wo Weidner in der Zeit von 1:59:05
Stunden vor dem Polen in 2:09:52 und dem britischen Sportler in 2:14:05 Stunden gewann. Die Mannschaftswertung sicherte
sich Deutschland mit Gerhard Weidner (Salzgitter), Hans Pollmeier und Karl-Heinz Hartwig (beide Bielefeld) in der Zeit von
6:40:09 Stunden. Im 5000-Meter-Lauf kam Karl-Heinz Mildenberger in 23:13,09 Minuten auf Platz 15. (hh)

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 16. September 2004
Goldmedaille kommt per Post
Marathon Hilde Steinke ist Europameisterin der Senioren
Warsingsfehn (kj). Große Freude herrscht bei Hilde Steinke von Concordia Neermoor. Sie war Anfang August bei den Europa-
meisterschaften der Senioren im dänischen Aarhus an den Start gegangen und gewann die Bronzemedaille im Marathonlauf.
Knapp sechs Wochen später ist die Läuferin nun auch offiziell Europameisterin mit der Mannschaft. Die Goldmedaille samt Ur-
kunde kam mit der Post.
“Damit habe ich wirklich nicht mehr gerechnet”, erklärt Steinke überglücklich. “Das ist eine schöne Überraschung.” Denn obwohl
bei den Titelkämpfen für die Ostfriesin klar schien, dass sie mit Karin Risch (Mannheim) und Ingrid Nachtmann (Salzkotten) in
der Addition der Einzelzeiten (10:16:09 Stunden) den Sieg mit der Mannschaft geschafft hatte, wurde das Trio nur als Vize-
meister geehrt. Bei der Siegerehrung erhielten zunächst die dänischen Gastgeber Gold umgehängt. Beim Wettkampfgericht
muss offenbar eine falsche Zeit der Dänen vorgelegen haben. “Das war schon reichlich merkwürdig”, erzählt Steinke. “Vor Ort
konnten wir dann aber nichts mehr ändern.”
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) kümmerte sich aber um den Vorgang. Und so stellte sich im Nachhinein heraus,
dass die Gesamtzeit der Dänen 11:08:13 Stunden betrug und somit deutlich schlechter war als die Zeit der Deutschen.
Deshalb erhielt nun Hilde Steinke das Paket mit Urkunde und Goldmedaille. “Ich freue mich sehr”, sagt die frisch gebackene
Europameisterin.
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Neuste (Presse)-Berichte vom 16.9.          Nach oben             Zurück zur vorherigen Seite            Zur Startseite
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