LM-Mehrkampf (NLV+BLV) am 28./29. Juni in Papenburg (Fr / Mä / Jun / Jgd)
DM-Einzel (Fr / Mä) und DM-Staffeln (Jgd) am 28./29. Juni in Ulm
DM-Einzel am 4./6. Juli in Fulda (Jugend A+B)
(Presse)-Berichte aus Niedersachsen und Bremen

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(Presse)-Berichte vom 12.7.          Ergebnisse LM Papenburg (28./29.6.)        Ergebnisse DM Ulm (28./29.6.)         Ergebnisse DM Fulda (4./6.7.)
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Presseinformation vom 25. Juni 2003 (Von Markus Steinbrück)
103. Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm – Donaustadion
Verleiht die Erinnerung Flügel?
Winsen. Mit einem Aufgebot von fünf Teilnehmerinnen und fast doppelt so vielen Trainern, Betreuern und Fans starten die Leicht-
athleten der LG Nordheide am Freitagmorgen in Richtung Ulm. Am Sonnabend und Sonntag, 28. und 29. Juni, werden im dortigen
Donaustadion die 103. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften ausgetragen. In deren Rahmen ermitteln auch die Jugendlichen
ihre Titelträger in den Langstaffel-Wettbewerben.
Nach einjähriger, verletzungsbedingter Pause präsentiert sich Sarah Sjögrehn erstmals wieder auf nationalem Parkett. Die 24-
jährige Landesmeisterin vom HSV Stöckte hat sich sowohl über 800 m (2:09,54 min) als auch 1500 m (4:30,56 min) qualifiziert,
wird erst ganz kurzfristig entscheiden, welche Distanz sie in Angriff nimmt. Eine Endlaufteilnahme bedarf aber in beiden Fällen
einer Steigerung um mehrere Sekunden.
Für 800-m-Läuferin Alexandra Hahn ist es die erste Teilnahme an einer Frauen-DM. Die Voraussetzung dafür schuf sich das 25-
jährige Mitglied des TSV Winsen mit der in Bremen erzielten Bestzeit von 2:10,82 min. Dort hatte Hahn ihren alten Hausrekord um
rund zweieinhalb Sekunden verbessert. Sie kennt das Donaustadion gut, war dort bereits 1995 als B-Jugendliche über 1500 m am
Start. Seinerzeit wurde das ehemalige LGN-Mitglied Dennis Griese aus Klecken Deutscher B-Jugend-Meister über 110-m-Hürden.
Ergänzt wird das aktuelle LG-Aufgebot von der 3 x 800-m-Staffel der weiblichen Jugend A. Anna Brummund, Lorina Buhr und
Corinna Hinck, alle gehören noch dem jüngerern B-Jugend-Jahrgang 1987 an, haben bei ihrer ersten DM-Teilnahme vielleicht noch
am ehesten die Chance, in die Nähe des Endlaufes zu kommen. In ihrer Meldezeit von 7:19,0 min (Platz 26 unter 32 Teams) ist
auf der Grundlage der jüngsten Einzelzeiten noch deutlich Luft nach oben enthalten.

GENERAL ANZEIGER vom 25. Juni 2003
Zwei Tage Mehrkampf im Papenburger Waldstadion
Leichtathletik: Landesmeisterschaften im Sieben- und Zehnkampf am Sonnabend und Sonntag
Papenburg. Die LG Papenburg-Aschendorf richtet am kommenden Wochenende im Papenburger Waldstadion die nieder-
sächsischen Landesmeisterschaften im Mehrkampf aus. Rund 170 Athleten aus 40 Vereinen haben ihre Meldungen abgegeben,
davon bestreiten gleich 115 Teilnehmer bei den Frauen und der weiblichen Jugend den Siebenkampf und bei den Männer und der
männlichen Jugend den Zehnkampf. Der "Rest begnügt sich" mit dem Vier- und Fünfkampf.
Mit dabei sind auch die emsländischen Vereine Sparta Werlte, SV Union Meppen und SC Osterbrock mit "Einzelkämpferinnen"
bei der weiblichen Jugend B, sowie die Mehrkampfmannschaften des VfL Lingen (männliche und weibliche Jugend B) und vom
Ausrichter LG Papenburg-Aschendorf (weibliche Jugend B).
Durch die Vielzahl der Klassen hatte die LG Papenburg-Aschendorf schon im Vorfeld viel Arbeit. So müssen am Sonnabend
gleichzeitig fünf Kugelstoßanlagen, vier Weit-, und auch vier Hochsprunganlagen bereit gestellt werden. Einige Anlagen wurden von
der LG Emstal-Dörpen ausgeliehen. Auch eine zusätzliche Stabhochsprunganlage wurde geholt, da am Sonntag allein 36 Zehn-
kämpfer der B-Jugend diese Disziplin bewältigen müssen.
Wettkampfbeginn ist am Sonnabend um 12 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr. Beendet werden die Meisterschaften vermutlich
gegen 19.00 Uhr am Sonnabend und endgültig am Sonntag gegen 16.00 Uhr.

ALLGEMEINE ZEITUNG UELZEN vom 26. Juni 2003
Staffel ist auf Rekordjagd
Uelzen/Ulm (bp). Dem Höhepunkt der bisherigen Saison blicken die jugendlichen Leichtathleten der LG Post SV Uelzen/ MTV
Barum entgegen. Im Ulmer Donaustadion werden sie am Wochenende bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in den
Staffelwettbewerben starten.
Die männliche A-Jugend mit Kersten Jäkel, Torsten Heitmann und Holger Fritze trifft am Sonnabend in den Vorläufen über 3x1000
Meter auf 30 weitere Mitbewerber. Favoriten auf den Titel sind der TV Wattenscheid, die HGL Werningerode, der SC Potsdam und
die LG Bonn. Der Kreisrekord von 7:41,87 Minuten, 1996 aufgestellt von der LG-Staffel Wiebking, Manning, Malchrowicz im DM-
Endlauf von Köln, wird sicherlich halten. Doch hofft das junge LG-Team darauf, in Ulm als zweite Mannschaft die "Schallmauer"
von 8:00 Minuten zu durchbrechen
Isabel Schlagowski, Hanna Winckler und Anja Bodenstedt gehen in der 3x800 Meter-Staffel ebenfalls als Niedersachsenmeister
an den Start. 31 weitere Mannschaften treten hier zu den Vorläufen an. Das Uelzener Trio hat gute Chancen, den vor wenigen
Wochen aufgestellten Kreisrekord von 7:23 Minuten zu unterbieten. Ein Indiz hierfür ist die neue Bestzeit von Anja Bodenstedt von
2:14 Minuten, und auch Hanna Winckler dürfte ihr krankheitsbedingtes Handicap von der Landesmeisterschaft überwunden haben.
Favoritinnen sind die Teams aus Leverkusen, Erfurt, Pinneberg und Waiblingen.

WESER KURIER vom 27. Juni 2003
Werder-Staffel vertritt Bremer Farben
4x100-Meter-Quartett hofft bei deutschen Meisterschaften auf Wiederholung des Vorjahreserfolges
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Im letzten Jahr war Rene Schwarz noch gar nicht mit im Boot, trotzdem kennt er sich mittlerweile ganz gut aus mit
Staffelläufen: “Da kann einfach sehr viel passieren. Sowohl im positiven als auch im negativen Sinn.” Eine Prognose fällt der
4x100-Meter-Staffel des SV Werder, den einzigen Bremer Teilnehmern an der deutschen Meisterschaft, entsprechend schwer:
Werden sie den Vorjahreserfolg an diesem Wochenende in Ulm wiederholen können?
Im letzten Jahr in Wattenscheid wurden Torben Kleine, Henning Staar, Olaf Kelterborn und Andrei Fabrizius Zehnter, in einer Zeit
von 41,61 Sekunden. Das war ziemlich stark und lag nur ganze zehn Hundertstel über dem Landesrekord, den Werders Staffel um
Walter Schumann Anfang der Sechziger Jahre aufgestellt hatte. “Die Bestzeit aus dem letzten Jahr ist wohl nicht machbar”, sagt
Olaf Kelterborn angesichts der Umbesetzung seines Teams.
Ende Mai, beim “Run for help” qualifizierten sich Kleine, Kelterborn, Fabrizius und Schwarz in 42,02 Sekunden. “Wir hoffen, unter
42 Sekunden zu bleiben, alles andere wird man sehen”, sagt Rene Schwarz. Eines hat sich im Gegensatz zum Vorjahr ohnehin
geändert: Die 103. Auflage der Titelkämpfe wurde auf zwei Tage verkürzt. Damit entfallen die Vor- und Endläufe. Stattdessen gibt
es nur Zeitläufe, die Jungs von der Weser müssen also auf den Punkt topfit sein. “Es gibt keine zweite Chance”, meint Kelterborn.
Weil die Staffeln nach der Meldeliste laufen werden, könnten die Bremer zudem auf schwächere Gegner treffen – das ist auch
nicht unbedingt ideal für eine Bestzeit.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 27. Juni 2003
Bunjes hofft auf Medaille und WM-Ticket
Leichtathletik: Ostfriesische Teilnehmer mit guten Aussichten bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm
Ulm (kj). Die 103. Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen bilden am Wochenende im Donaustadion in Ulm den natio-
nalen Höhepunkt der Leichtathletik-Freiluftsaison. Zugleich ist hier eine der entscheidenden Qualifikationen für die Weltmeister-
schaften, die Ende August in Paris stattfinden. Insgesamt kämpfen 1397 Athleten aus 211 Vereinen in 44 Wettbewerben um die
begehrten Medaillen. Darunter sind etwa 60 Aktive, die gute Chancen haben, eines der begehrten Tickets für die WM zu erreichen.
Eine von ihnen ist Andrea Bunjes vom SV Holtland. Sie und Teamgefährtin Christine Nannen vom SV Holtland wollen im Hammer-
wurf überzeugen. Dabei sind die Zielsetzungen der beiden sehr unterschiedlich. “Andrea will auf jeden Fall einen Medaillenplatz.
Damit käme sie dem großen Ziel, der Nominierung für die WM, einen wichtigen Schritt näher” erläutert Heimtrainer Klaus Beyer
die Möglichkeiten. “Christine kann ganz unbeschwert in den Wettkampf gehen, sie hat nichts zu verlieren. Bedingt durch ihr
Studium konnten wir uns nicht wie gewohnt vorbereiten” fügt Beyer hinzu. “Wenn dennoch alles optimal laufen sollte, könnte sie
den Endkampf der besten Acht erreichen, aber mit Platz neun bis zwölf wären wir auch zufrieden”.
Nachdem Andrea Bunjes bereits im vergangenen Jahr einen großen Leistungssprung gemacht hat, konnte sie sich in diesem Jahr
noch einmal erheblich steigern. Mit hervorragenden 69,12 Metern stellte Bunjes vor zwei Wochen in Regensburg einen neuen
Niedersachsenrekord auf, den sie bereits wenige Tage später bei der DLV-Junioren-Gala in Schönau auf 69,33 Meter verbessern
konnte. Neben den beiden einzigen deutschen 70-Meter-Werferinnen, Susanne Keil und Betty Heidler (beide LG Frankfurt), belegt
Bunjes in der aktuellen DLV-Rangliste den dritten Platz.
Roland Isenecker vom TV Norden stellt sich der Konkurrenz im Diskuswurf und ist derzeit gut in Form. “Die letzten beiden Wett-
kämpfe sind für ihn erfreulich verlaufen, er hat dabei einen guten Eindruck hinterlassen” sagt Trainer Hans-Bernd Eilers. Isenecker
möchte an die Leistung des Vorjahres anknüpfen, wo er mit 53,50 Meter Neunter wurde. “Roland fährt zuversichtlich nach Ulm und
will versuchen, den Endkampf zu erreichen. Wir sind uns aber bewusst, dass es schwer wird, da die Konkurrenz stark ist” so
Eilers. “Im Vorkampf muss er durchaus mit etwas Risiko agieren, dann kann ihm auch ein weiter Wurf gelingen.”

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 27. Juni 2003
Nominierungs-Modus des DLV sorgt für Unsicherheit
Leichtathletik Verband vergibt nach der DM zunächst nur zwei WM-Fahrkarten pro Disziplin
Ulm (kj). Bei den nationalen Titelkämpfen in Ulm geht es für die deutschen Spitzen-Leichtathleten an diesem Wochenende neben
der Medaillenvergabe vor allem um die Qualifikation und Nominierung für die Weltmeisterschaften in Paris, die vom 23. bis zum 31.
August in der Seine-Metropole ausgetragen werden. In den vergangenen Jahren erfolgte die endgültige Nominierung stets unmittel-
bar nach der DM durch den Bundesausschuss Leistungssport. In diesem Jahr ändert der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV)
jedoch seinen bisher praktizierten Modus. “Der Weltverband IAAF hat die Normen für die WM in einigen Disziplinen unverständlich
hoch angesetzt. Daher werden wir die Nominierung erstmals in zwei Durchgängen vornehmen” erläutert Cheftrainer Dr. Bernd
Schubert, Vorgesetzter aller DLV-Bundestrainer, die Gründe. “Wir werden nach der DM am 2. Juli erst einmal nur zwei Aktive pro
Disziplin bestimmen. Die zweite Sitzung ist dann am 5. August, wo der dritte mögliche Startplatz vergeben wird” so Schubert.
“Damit soll den Aktiven, die bisher die Norm nicht erreicht haben oder verletzt waren, die Möglichkeit eingeräumt werden, sich
noch zu qualifizieren”.
Diese Regelung trifft jedoch nicht bei allen Beteiligten auf Verständnis. “So ein Vorgehen macht nur in solchen Disziplinen Sinn,
wo es bisher nur wenige oder noch gar keine Normerfüllungen gab” sagt Andrea Bunjes vom SV Holtland. “Bei uns führt dies eher
zur Verunsicherung, den die möglichen Kandidaten haben alle die Norm und sind topfit.” Für die ostfriesische Hammerwerferin
steht aber fest: “Auch wenn ich momentan ein wenig nervös bin, lasse ich mich nicht verrückt machen und gehe konzentriert in
den Wettkampf. Ich will auf jeden Fall eine Medaille, dabei ich die Weite fast zweitrangig”.
Auch Heimtrainer Klaus Beyer sieht die neue Regelung eher skeptisch. “Das ist alles gut und schön, macht aber nur in wenigen
Fällen Sinn. Im Hammerwurf haben beispielsweise vier Athletinnen die Norm erfüllt, aber nur drei zeigen eine beständige Form.
Eine von ihnen ist Andrea.” Nun kann es aber passieren, dass sie noch nicht in der erste Runde nominiert wird. Dann muss sie bis
Anfang August warten, um Gewissheit zu haben. Die WM beginnt aber nur wenigen Wochen später, da ist es schwer, sich ver-
nünftig vorzubereiten.
DLV-Cheftrainer Dr. Schubert traut Bunjes indes einiges zu. “Im Hammerwurf der Frauen hat es in den letzten Jahren eine rasante
Entwicklung gegeben. Nun geht es für uns darum, den Anschluss an die Weltspitze zu halten. Dabei kann Andrea Bunjes sicher-
lich eine entscheidende Rolle spielen. Sie hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert und hat noch viel Potential”.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 27. Juni 2003
LG-Trio startet in Ulm über die 5000 Meter
Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften: Bultmanns Formkurve zeigt nach oben
Mit vier Athletinnen und zwei Athleten – jeweils doppelt so vielen wie im Vorjahr – ist die Leichtathletik-Gemeinschaft Braun-
schweig bei den deutschen Meisterschaften in Ulm vertreten. Gleich ein LG-Trio tritt im Rennen über 5000 Meter der Frauen an.
Bei Birte Bultmann, der Überraschungsdritten des Vorjahres, zeigt die Formkurve nach ausgeheilter Verletzung im Bereich der
Achillessehne wieder nach oben. Umgekehrt ist die Situation bei ihrer Freundin und Konkurrentin Susanne Ritter, die nach ihren
starken DM-Ergebnissen im Winter (Rang zwei im Crosslauf) und Frühjahr (Rang drei auf der Halbmarathonstrecke) von Allergien
geplagt das Training in den letzten Tagen mehrfach abbrechen musste. Sie geht verunsichert in den Wettkampf. Auf einen Platz
im Vorderfeld unter den 17 Teilnehmerinnen im 5000-Meter-Lauf hofft zudem Victoria Willcox-Heidner.
Bei den Männern ist Oliver Dietz für die gleiche Distanz gemeldet. Er hat in dieser Saison auf den kürzeren Bahnstrecken noch
nicht die erwarteten Resultate erzielt und zählt trotz seines dritten Platzes bei den deutschen Meisterschaften über 10 000 Meter
im Mai in München nicht zu den Medaillenkandidaten.
Jüngster LG-Athlet in Ulm ist Dennis Jünemann. Der 21-Jährige tritt über 3000-Meter-Hindernis an. Das ist jene Strecke, auf der
bereits fünf DLV-Athleten die B-Norm (8:30 Minuten) für die Weltmeisterschaften in Paris unterboten haben. Mehr als in allen
anderen Disziplinen. Der LG-Junior mit einer Bestleistung von 8:47 Minuten will sich weiter steigern und unter die besten Zehn
gelangen. In der nach Vorleistungen geordneten Rangliste belegt er Rang zwölf. Für die über 200 Meter gemeldete Sandra König
ist Ulm eine Standortbestimmung. Nach ihrer Verletzung will sie sich weiter steigern.
Erstmalig seit Jahren ist die LG bei den Landesmeisterschaften im Mehrkampf mit einer Männermannschaft im Zehnkampf ver-
treten. Jan Lotze, Holger Suer, Sven Teiwes und Dennis Wittkuhn reisen zu den Titelkämpfen nach Papenburg. Für den Sieben-
kampf der Frauen haben Carolin Dollas, Isabell Dollas, Livia Friedrich, Verena Messerschmidt, Martina Mühleck, Nora Karolina
Leseberg und Jenny Walter gemeldet. (B.B.)

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 28. Juni 2003
Dietz auf der Suche nach Gründen fürs Formtief
LG-Neuzugang startet in Ulm über 5000 Meter
Von Stefani Franzke
Oliver Dietz steckt seit einigen Wochen in einem Leistungstief. Nun ist er auf der Suche nach Gründen dafür. Verminderte Eisen-
werte entdeckte er zusammen mit seinem Arzt, doch das erklärt den Leistungsabfall des LG-Läufers keinesfalls. "Vielleicht ist es
aber auch der Stress vor den Abschlussprüfungen", sagt der Student der Betriebswirtschaft. Trotz des Formproblems hat sich
Oliver Dietz, der erst zum Jahresbeginn zur LG Braunschweig wechselte, für einen Start bei den deutschen Leichtathletik-
Meisterschaften in Ulm an diesem Wochenende entschieden.
Mit großen Erwartungen wird der 25-Jährige allerdings nicht in das 5000-Meter-Rennen gehen: "Ich habe lange überlegt, mich dann
aber doch für Ulm entschieden. Ich werde mich dem Feld stellen und gucken, was rauskommt", beschreibt Dietz seine einge-
schränkte Erwartungshaltung. Zumal seine Spezialstrecke die 10 000 Meter sind. Und über diese Distanz stand der Bayer, der in
Würzburg studiert, bei den deutschen Meisterschaften im Mai bereits auf dem Treppchen. Dritter wurde er in München.
An seinen ersten Start in Braunschweig erinnert sich Dietz, dessen Vater aus Trinidad und Tobago stammt, gern. Beim Braun-
schweiger Nachtlauf in der vergangenen Woche war der 25-Jährige erstmals dabei: "Die Atmosphäre war super. Leider war ich
etwas müde, und das Feld war ziemlich stark." Im Elitelauf musste sich LG-Neuzugang Dietz starken Straßenläufern aus Kenia
und Osteuropa stellen. Am Ende rannte Dietz als 19. nach zehn Kilometern 30:11 Minuten über die Ziellinie.
Nach der deutschen Meisterschaft in Ulm stehen bei Oliver Dietz die Prüfungen an der Fachhochschule in Würzburg an. "Das hat
dann Priorität", stellt er klar. Mitte Juli ist er damit durch, wenn alles nach Plan läuft. Wie es dann sportlich und beruflich weiter
geht? "Das weiß ich noch nicht ganz genau. Erstmal will ich Ulm und die Prüfungen erledigen", blickt Oliver Dietz zunächst in die
ganz nahe Zukunft. Fest steht jedoch, dass er seinen Wechsel zum Jahresbeginn zur LG nicht bereut. "Das Umfeld ist sehr
familiär. Und alle kommen mir entgegen." Bleibt er der LG treu? "Auch darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Im
nächsten Jahr werde ich eventuell meine Diplomarbeit schreiben." Und wie sich das mit dem Sport vereinbaren lässt, muss sich
zeigen.

Presseinformation vom 29. Juni 2003 (Von Manfred Scholz)
LG Weserbergland-Sprinterinnen werden zweimal Deutscher Vizemeister durch Annette Thimm
und die 4x100 Meterstaffel
Hameln/Ulm. Ihren Triumph von vor zwei Jahren wiederholten die Frauen der LG Weserbergland bei den Deutschen Leichtathletik-
Meisterschaften in Ulm mit der 4x100 Meterstaffel. In der Besetzung Stephanie Thumann, Nicole Marahrens, Annette Thimm und
Schlussläuferin Michaela Halm gelang dem Quartett der zweite Platz mit einer Saisonbestleistung in 45,43 Sekunden, hinter der
LG Olympia Dortmund, die mit Katchi Habel, Gabi Rockmeier, Sandra Möller und Birgit Rockmeier in 44,84 Sekunden triumph-
ierten und vor der Staffel des TSV Bayer Leverkusen, die in 45,60 Sekunden ebenfalls Saisonbestzeit liefen. “Hätten die Mädels
nicht zweimal schlecht gewechselt, wäre in diesem Jahr der totale Triumph möglich gewesen”, so Erfolgstrainer Werner Scharf,
der total glücklich darüber war, dass Schlussläuferin Michaela Halm, die das Staffelholz von Annette Thimm auf Platz Drei liegend
übernahm und mit einem furiosen Endspurt noch die Vizemeisterschaft sicherte.
“Der zweite Platz ist für mich der absolute Traum, ich habe noch nie eine Medaille bei Meisterschaften gewonnen”, waren die
ersten Worte einer überglücklichen Annette Thimm nach ihrem tollen Rennen über 100 Meter Hürden. Im Vorlauf hatte alles ge-
passt, als sie mit 13,14 Sekunden die beste Zeit lief. “Es war für mich eine neue Situation auf der Bahn der Favoritin zu starten.
Ich habe mich ganz auf mich konzentriert”, so Annette Thimms Einschätzung. Absolut synchron gingen Nadine Hentschke (MTG
Mannheim) und Juliane Sprenger (LG Kindelsberg-Kreuztal) über die ersten Hürden. Beim Zieleinlauf hatte dann Nadine Hentschke
mit 13,14 Sekunden die Nase vorn und Annette Thimm holte mit 13,19 Sekunden Juliane Sprenger (13,22 Sekunden) noch ein.
Vierte wurde Annika Meyer von der LG Hannover in 13,50 Sekunden. Für Stephanie Thumann kam im Sprint über 100- und 200
Meter jeweils im Vorlauf mit 11,97- und 24,49 Sekunden jeweils das Aus.
Mit der drittschnellsten Vorlaufzeit von 53,48 Sekunden hinter der Magdeburgerin Grit Breuer (52,68 Sekunden) und Claudia Marx
(52,77 Sekunden) von LG Nike Berlin ging Nicole Marahrens am Sonntag in den 400 Endlauf, wo sie diese klasse Zeit aber nicht
wiederholen konnte. Sensationell siegte Claudia Marx, LG Nike Berlin, in 52,00 Sekunden, vor der ratlosen Grit Breuer, die Zweite
in 52,26 Sekunden wurde. Auf der Zielgeraden hatte sie nicht den sonst üblichen Vorsprung, sondern war gleichauf mit Claudia
Marx, die auf den letzten 10 Metern an ihr vorbeizog. Dritte wurde Birgit Rockmeier 52,49 Sekunden vor Shanta Gosh, 53,06
Sekunden und Nicole Marahrens, die in 53,97 Sekunden als fünfte ins Ziel kam.

Presseinformation vom 30. Juni 2003 (Von Markus Steinbrück)
103. Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften und Jugend-Staffelmeisterschaften in Ulm
Alexandra Hahn rennt erstmals unter 2:10 min
Winsen. Eine überglückliche Alexandra Hahn, eine weitgehend enttäuschte Sarah Sjögrehn sowie eine Jugendstaffel, die ihren
Start unter dem Motto ”Bei den Großen reinschnuppern” betrachtete. So fiel jetzt die Bilanz der Mittelstreckler der LG Nordheide
aus, die sich für die 103. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Ulmer Donaustadion qualifiziert hatten.
Beim Saisonhöhepunkt eine persönliche Bestzeit laufen – das ist sicher das Ziel eines jeden Sportlers. Der 25-jährigen Alexandra
Hahn gelang dies in Ulm in ihrem 800-m-Vorlauf. Mit der erstmaligen Qualifikation für die ”großen” Deutschen Meisterschaften
hatte sich ”Alex” bereits im Vorfeld einen großen Traum erfüllt. Nun steigerte sie sich in einem Vorlauf mit der späteren Deutschen
Meisterin Claudia Gesell (Leverkusen) nochmals um fast eine Sekunde und erzielte mit 2:09,90 min eine abermals als fulminant zu
bezeichnende Zeit.
Diversen Rangeleien konnte das Vereinsmitglied des TSV Winsen immer wieder geschickt aus dem Weg gehen und hatte auf der
Zielgeraden noch die Kraft, einen Gang zuzulegen. ”Vom Laufstil her war sie absolut die sauberste”, machte auch Trainer Gerd
Prüsmann seiner überglücklichen Athletin ein großes Kompliment. In der Endabrechnung belegte Alexandra Hahn mit ihrer Best-
zeit den 14. Platz. Für eine Endlaufteilnahme hätte sie noch zwei Sekunden schneller laufen müssen.
Überhaupt nicht ins Rollen kam in Ulm die über 800 und 1500 Meter qualifizierte Sarah Sjögrehn. Über 1500 Meter bestätigten nur
13 Läuferinnen ihre Teilnahme. Die Vorläufe entfielen, Sjögrehn stand direkt im Finale am Sonntag. Dennoch bestritt sie tags zuvor
den 800-m-Vorlauf. Hier konnte die 24-Jährige zwei Runden lang einen ”krampfhaften, langen Schritt”, so nannte es Gerd Prüs-
mann, nicht ablegen und erreichte noch hinter Alexandra Hahn in für sie insdiskutablen 2:11,86 min das Ziel. Das bedeutete Rang
17 und 19 Starterinnen. Nicht viel besser lief es über 1500 Meter. Hier überholte Sarah Sjögrehn erst auf der Zielgeraden zwei
Läuferinnen und wurde in 4:37,87 min Elfte. Die Zeit ist sieben Sekunden langsamer als bei den Landesmeisterschaften vor vier
Wochen.
Nicht die angestrebte deutliche Steigerung gelang im Donaustadion der 3 x 800-m-Staffel der weiblichen Jugend. Allein Startläufer-
in Anna Brummund konnte ihr Leistungsvermögen zur Gänze abrufen, legte mit 2:23 min eine Zeit hin, die sie in Einzelrennen noch
nicht geschafft hatte. Im Anschluss kam Lorina Buhr total verkrampft nur auf eine 2:31 min, bevor Schlussläuferin Corinna Hinck
noch einmal etwa 2:23 min folgen ließ. Hinck war noch am Vorabend beim lockeren Aufgalopp umgeknickt, konnte nur mit einem
dicken Tapeverband starten. In der Addition der drei Einzelzeiten kam die Nordheide-Jugend auf 7:18,03 min, belegte damit Rang
20 unter 28 Staffeln. Alle drei Mädels gehören noch dem Jahrgang 1987 an, so dass sie noch drei weitere Jahre bei den Jugend-
Staffelmeisterschaften starten können. Die Erfahrungen von Ulm werden dann ganz sicher für lockere Beine sorgen.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 30. Juni 2003
Vizemeisterin Bunjes fährt wohl nach Paris
Leichtathletik: Hammerwerferin des SV Holtland erkämpft Silbermedaille und darf auf WM-Ticket hoffen
Aus Ulm berichtet Klaus Jakobs
Ulm. Die Bilder nach der ersten Entscheidung am ersten Tag der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm glichen denen
des Vorjahres: Nach dem Ende des Hammerwurf-Wettbewerbs der Frauen fielen sich Susanne Keil und Andrea Bunjes in die
Arme. Doch die Begleitumstände waren in diesem Jahr ganz andere. Bei der DM 2002 in Wattenscheid war Bunjes über den un-
glücklichen vierten Platz so enttäuscht, dass sie ihren Tränen freien Lauf ließ. Damals konnte sie dem Druck, den sie sich selber
auferlegt hatte, nicht standhalten. In Ulm aber überzeugte Bunjes mit einem starken Wettkampf und sicherte sich die Silber-
medaille.
“Ich will versuchen, im ersten Durchgang einen weiten Wurf vorzulegen und die Konkurrenz zu schocken” hatte die Ostfriesin vor-
her gesagt. Dieses Vorhaben konnte die 27-Jährige in die Tat umsetzen. Gleich im ersten Versuch schleuderte sie den Hammer
auf 68,21 Meter: ein neuer Meisterschaftsrekord. Susanne Keil, deutsche Rekordhalterin von der LG Frankfurt, war die einzige, die
an der Ostfriesin vorbeikam. Sie verbesserte den DM-Rekord auf 71,15 Meter und konnte ihren Titel damit erfolgreich verteidigen.
Insgesamt landeten drei ihrer Würfe jenseits der 70-Meter-Marke. Bunjes´ ärgste Konkurrentin um dem zweiten Platz war Betty
Heidler (LG Frankfurt), doch sie war nach dem Auftakt von Bunjes stark verunsichert und musste sich mit 67,42 Meter und Bronze
begnügen.
“Es war ein klasse Wettkampf, auch wenn er ein wenig nervenaufreibend war. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die
Betty Heidler weiter wirft. Aber nach dem ersten Versuch war sie doch verunsichert”, so Bunjes. Heimtrainer Klaus Beyer war
begeistert von der Leistung. “Andrea hat einen hervorragenden Wettkampf gemacht und ihre Aufgabe sehr gut gelöst” meint der
Coach. “ Ich freue mich, dass Andrea sich so gut präsentiert hat”. Auch Bundestrainer Michael Deyhle war voll des Lobes. “Andrea
hat einen sehr stabilen Wettkampf absolviert. Für sie ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch sie über 70 Meter wirft.”
Mit diesem Ergebnis ist Andrea Bunjes dem Traumziel, der WM-Teilnahme in Paris, ein großes Stück näher gekommen. Auch
wenn die Nominierung aussteht, es wird bereits spekuliert. “Susanne Keil, Andrea Bunjes und Betty Heidler sind unsere derzeit
stärksten Werferinnen. Ich mache mir keine Gedanken, dass sie zur WM fahren. Aber wir müssen trotzdem die Nominierungs-
sitzung abwarten” so Bundestrainer Deyhle. Zum gleichen Ergebnis kommt auch Rüdiger Nickel, Vizepräsident Leistungssport im
DLV. “Nach den bisherigen Ergebnissen ist eigentlich klar, wer mit nach Paris kommt. Nach der ersten Sitzung am 2. Juli wissen
wir mehr”.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 30. Juni 2003
Roland Isenecker erreicht DM-Endkampf
Leichtathletik: Diskuswerfer des TV Norden wird Achter / Nannen ist unzufrieden
Ulm (kj). Das Finale der besten Acht erreichen und im Kreise der Topathleten mitwerfen. So lautete im Vorfeld der Deutschen
Meisterschaften im Ulmer Donaustadion die Zielsetzung von Roland Isenecker für die Konkurrenz im Diskuswurf. Dieses Vorhaben
konnte der Athlet des TV Norden schließlich auch realisieren. Er schaffte den Sprung in den Endkampf und konnte sich in der
Endabrechnung mit 52,71 Metern Rang acht sichern. “Mit dem Ergebnis bin ich eigentlich sehr zufrieden, auch wenn ich gerne
noch etwas weiter geworfen hätte. Aber es ist schon klasse, so ein Finale zu erreichen” sagt Isenecker hinterher.
Den Titel sicherte sich überlegen Olympiasieger Lars Riedel vom LAC Erdgas Chemnitz, der die Scheibe auf 66,60 Meter schleu-
derte. Damit ließ er dem Zweitplatzierten, Michael Möllenbeck (TV Wattenscheid), keine Chance. Der Beginn des Wettbewerbes
hatte sich bei hochsommerlichen Temperaturen immer wieder verzögert, was den Athleten angesichts der großen Wärme merklich
zu schaffen machte. “Ich bin ziemlich platt. Im Innenraum war es unglaublich heiß und dann auch noch diese Verzögerung. Das
war nicht optimal” erklärt Isenecker. Für ihn war dies trotzdem die beste Platzierung bei einer DM.
Nicht ganz zufrieden mit ihrem Abschneiden war Hammerwerferin Christine Nannen vom SV Holtland. Sie kam nicht über 52,65
Meter hinaus und blieb damit deutlich unter ihren Möglichleiten. “Eigentlich wäre es für Christine heute vergleichsweise leicht
gewesen, den Endkampf zu erreichen” meinte Heimtrainer Klaus Beyer. “Aber sie ist überhaupt nicht richtig in den Wettkampf
gekommen”. “Natürlich bin ich ein wenig enttäuscht, aber ich konnte mich auch nicht gut vorbereiten” erklärte Nannen. “In den
letzten Wochen musste ich viel fürs Studium machen und viele Prüfungen absolvieren, daher konnte ich nicht richtig trainieren.
Aber bei der Junioren-DM will ich auf jeden Fall besser sein”.

WOLFSBURGER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 30. Juni 2003
Figura: Starke Zeit, aber Endlauf knapp verpasst
(apa) Starke Steigerung – aber dennoch war Lars Figura enttäuscht. Der 400-Meter-Läufer des VfL Wolfsburg steigerte bei den
Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm seine Saison-Bestzeit um über eine Sekunde, verpasste aber dennoch denkbar
knapp den Endlauf. Seit dem Genuss von vermutlich verschimmelter Cola im vergangenen Jahr war Figura seiner Form hinterher
gelaufen, lief in dieser Saison nur Zeiten über 48 Sekunden. Eine Zeit um die 47,50 Sekunden hatte sich der 27-Jährige für die DM
vorgenommen – und übertraf sein Ziel deutlich. In 46,97 Sekunden beendete er seinen Vorlauf als Dritter. Aber nur die beiden
Ersten jedes Vorlaufs kamen weiter, dazu die beiden Zeitbesten. Und zu denen hätte Figura gehört, wäre er die Winzigkeit von
sieben Hundertstel Sekunden schneller gewesen.
Sein Nachteil: Er musste auf der ungeliebten Außenbahn starten. Figura: “50 Meter neben deinem Kopf laufen die Zuschauer rum -
das kostet dich schon beim Start ein paar Hundertstel…” Und genau die haben am Ende gefehlt. Die Freude über die enorme
Steigerung (bisherige Saison-Bestmarke: 48,01) hielt sich darum bei dem Jura-Studenten in Grenzen. “Die Enttäuschung über-
wiegt – aber von der Cola bis zu den sieben Hundertstel ist es halt einfach ein Pech-Jahr für mich.” Für den DM-Endlauf hat es
nicht gereicht, aber die Hoffnung auf eine Fahrkarte zur WM als Staffelläufer hat Figura noch nicht aufgegeben: Am 3. August
findet beim Meeting in Leverkusen der Ausscheidungswettbewerb statt. Figura: “Da ist für mich noch was drin.” Allerdings hängen
auch da die Trauben hoch - denn die ersten vier des 400-Meter-Endlaufes gestern in Ulm lagen alle deutlich unter 46,50 Sekunden.
Ordentlich verkaufte sich die ersatzgeschwächte 4-x-400-Meter-Staffel des VfL. André Volkmann, Jens Dautzenberg, Anouar
Jemayai und Schlussläufer Figura kamen nach 3:14,42 Minuten ins Ziel und belegten Platz acht.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 30. Juni 2003
Bei den LG-Athleten lief das Pech mit
Birte Bultmann jubelt über Silber, Susanne Ritter ratlos - Sandra König nicht fit - Dennis Jünemann zufrieden
Von Stefani Franzke
Die 5000-Meter-Läufe der Männer und Frauen bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm waren am Wochenende
Ein-Personen-Shows. Da hatten es die Athleten der LG Braunschweig nicht leicht. Während Oliver Dietz die 5000 Meter im
Schatten Dieter Baumanns bewältigen musste, bekamen es Birte Bultmann, Susanne Ritter und Victoria Willcox-Heidner mit
einer übermächtigen Sabrina Mockenhaupt zu tun.
Am Ende hatte die Athletin von der LG Sieg rund 49 Sekunden Vorsprung,
doch Birte Bultmann erkämpfte sich in einem clever eingeteilten und souverän gelaufenen Rennen in 16:40,09 Minuten die Silber-
medaille. Nach ihrer bisher eher durchwachsenen Saison mit einigen Leistungstiefs nach Verletzungen war die 28-Jährige damit
super zufrieden. Susanne Ritter konnte im letzten Drittel das Tempo der Verfolgergruppe nicht mehr mitgehen und musste sich mit
Rang neun und einer Zeit von 17:07,19 Minuten zufrieden geben. Völlig geschwächt war sie nach dem Rennen und konnte sich ihr
Leistungstief nicht erklären.
Gesundheitliche Probleme
Gesundheitliche Probleme, unter anderem Allergien, hatten sich in den vergangenen Wochen gehäuft. Ein gründlicher medizin-
ischer Check soll nun Klarheit bringen. Einen Platz hinter Susanne Ritter überquerte Victoria Willcox-Heidner in der drückenden
Hitze von Ulm nach 17:08,32 Minuten die Ziellinie.
Ganz zufrieden mit seinem siebten Platz über die 5000 Meter der Männer war Oliver Dietz. Er steckt zurzeit in einem Leistungstief
und hatte lange überlegt, ob er bei den Titelkämpfen in Ulm überhaupt an den Start geht. Deutlich vor dem Feld stürmte Altstar
Dieter Baumann zu seinem 40. Titel bei nationalen Meisterschaften, im Schlepptau das Feld. Mittendrin BWL-Student Dietz, der
nach 14:17,12 Minuten ins Ziel kam, kaum bemerkt vom Publikum, das ausschließlich Baumann huldigte.
Über seine bisher beste Platzierung bei den deutschen Meisterschaften freute sich der 21-jährige Dennis Jünemann. Er lief ein
taktisch sehr gutes 3000-Meter-Hindernisrennen. "Zwischendurch habe ich noch mal richtig zulegen können. Am Ende hat es aber
leider nicht gereicht, um die Lücke zur vorderen Gruppe noch mal zu schließen", berichtete der LG-Athlet. Immerhin bestätigte er
in Ulm seine Vorleistung. Bei 8:47,96 Minuten stoppte die Uhr.
Vorfreude auf 2004
Für Sandra König war im Vorlauf über 200 Meter Schluss. Sie hat die Folgen ihrer Fußverletzung noch immer nicht überwunden,
war aber glücklich, die Qualifikation für die 200 Meter überhaupt geschafft zu haben. 24,42 Sekunden wurden in Ulm für die 29-J
ährige notiert. Eines gilt nun für alle Braunschweiger Athleten: Sie freuen sich auf die deutsche Meisterschaft 2004 im Stadion an
der Hamburger Straße. Das ist ein Ziel.

WOLFSBURGER NACHRICHTEN vom 30. Juni 2003
Bock: Bester Athlet des VfL, aber nicht für WM qualifiziert
Kugelstoßer Detlef Bock hat bei der deutschen Leichtathletik-Meisterschaft in Ulm zwar die einzige Medaille für den VfL geholt,
aber erneut die Weltmeisterschafts-Norm verpasst. Mit 19,30 m belegte er den dritten Platz, blieb aber genau einen Meter unter
der Weite, die erforderlich ist, um in Paris starten zu dürfen. Bis zum 3. August hat Bock noch Zeit, die Vorgabe des Deutschen
Leichtathletik-Verbands zu erfüllen. Seine Bestweite liegt in diesem Jahr bei 20,12 Meter, es fehlen also nur 18 Zentimeter zum
Erfüllen der WM-Norm. Dennoch war Bock der beste Wolfsburger bei der deutschen Meisterschaft und hatte gar noch Pech, dass
ihm im letzten Versuch die Silbermedaille weggeschnappt wurde.
Im letzten Versuch Bronze verpasste Hammerwerfer Stefan Paukner, der mit 71,90 m Vierter wurde. Den undankbaren vierten
Rang gab es auch für 800-Meter-Läuferin Berit Bauer nach 2:05,09 Minuten. Diskuswerfer Matthias Triene belegte mit 51,61 m den
zehnten Platz.
Achter in 41,00 Sekunden wurde die von den Zuschauern mit Argusaugen betrachtete 4x100-Meter-Staffel des VfL, in der John
Johnson, Christoph Stolz, André Volkmann und vor allem Lars Figura liefen. Figura stand im Blickpunkt, weil er den Getränke-
konzern Coca-Cola auf 50 000 Euro Schadenersatz verklagen will wegen des vermeintlichen Genusses eines verdorbenen Ge-
tränks. Im Einzel verpasste Figura die Finalteilnahme, und in der 4x400-Meter-Staffel schaffte er mit den Vereinskameraden
Volkmann, Jens Dautzenberg und Anouar Jemayai den siebten Platz. (mro)

GIFHORNER RUNDSCHAU vom 1. Juli 2003
Titel trotz Magengrimmens
Christoph Weber Landesmeister im Fünfkampf
Christoph Weber vom MTV Jahn Schladen ist neuer Niedersachsenmeister im Fünfkampf der B-Jugend. Der Schladener Leicht-
athlet setzte sich in Papenburg bei den Landesmeisterschaften der Jugendlichen durch. Dabei kam der 16-Jährige auf 3144
Punkte und hatte 137 Zähler Vorsprung gegenüber dem Zweiten. Insgesamt ließ er 62 Athleten hinter sich.
Weber lief die 100 Meter in 11,69 Sekunden, sprang 5,61 Meter weit, wuchtete die Kugel auf 15,22 Meter, übersprang 1,68 Meter
und kam zum Abschluss im 400 m-Lauf nach 55,08 Sekunden ins Ziel. Von seinem Sieg war der junge Athlet selbst überrascht.
Er hatte sich kaum eine Leistung zugetraut, nachem er sich am Tag vor dem Wettbewerb eine Magenverstimmung zugezogen
hatte. "Ich wollte den Wettkampf nur vernünftig durchstehen und mich einigermaßen gut platzieren", erzählte das Mehrkampftalent.
Es ging aber wesentlich mehr. Bereits der 100-Meterlauf zu Beginn stimmte Weber versöhnlich. Beim Weitsprung setzte Regen
ein, so das alle Wettkämpfer unter ihren Möglichkeiten blieben. Dann gelang dem Schladener beim Kugelstoßen ein weiterer
großer Schritt zum Erfolg. Er war als Landesmeister seinen Konkurrenten deutlich überlegen. Nachdem er beim Hochsprung auch
noch 1,68 Meter übersprungen hatte, fehlte Weber jedoch die Kraft für weitere Höhen. "Da ging nichts mehr, und ich hatte auch
noch den harten 400-Meter-Lauf vor mir", beschrieb der 16-Jährige, wie er unter Druck stand. "Außerdem litten wir alle unter der
drückenden Hitze, die nach dem Regen wieder zunahm." Trotzdem ging noch etwas: Die abschließenden 55,08 Sekunden über
400 Meter bedeuteten eine neuen persönliche Bestzeit.
In den Sommerferien wird der Jahner weiter trainieren, weil er am 9. August bei den Norddeutschen Meisterschaften in Wilhelms-
haven über 100 Meter, beim Weitsprung und beim Kugelstoßen starten möchte. (ma)

GENERAL ANZEIGER vom 1. Juli 2003
Im Waldstadion fallen zwei Landesrekorde
Leichtatheltik Gute Bedingungen bei den Mehrkampf-Landesmeisterschaften in Papenburg
Papenburg. Nach mehrjähriger Pause fand am vergangenen Wochenende wieder eine Leichtathletik-Niedersachsenmeisterschaft
im Papenburger Waldstadion statt. Und für die Mehrkämpfer wurde es eine tolle, rundum gelungene Veranstaltung. Sowohl die
Stadt Papenburg als auch der örtlicher Ausrichter, die LG Papenburg-Aschendorf, hatten sich alle Mühe gegeben, das inzwischen
nun doch schon etwas "in die Jahre" kommende Waldstadion in einen meisterschaftswürdigen Zustand zu versetzen. Auch wenn
selbst an den beiden Wettkampftagen noch gelegentlich geschraubt und gebohrt werden musste - letztendlich gab es keine
Pannen und Probleme, sondern Lob von allen Seiten für eine gut vorbereitete und durchgeführte Meisterschaft. Außerdem wurde
der Wunsch geäußert, künftig regelmäßig wieder Landesmeisterschaften in Papenburg auszutragen.
Die 170 Männer, Frauen und Jugendlichen aus 41 Vereinen nutzen die guten Rahmenbedingungen zu vielen neuen Bestleistungen,
die durch zwei neue Niedersachsenrekorde gekrönt wurden. Am Ende des ersten Tages erzielte die männliche Jugend B- Mann-
schaft der LG Osnabrück mit 13.779 Punkten einen neuen Fünfkampfrekord, der bisher von der LG Emstal-Dörpen gehalten wurde.
In der gleichen Klasse, die im übrigen auch mit Abstand das stärkste Teilnehmerfeld stellte, verbesserten die B-Jugendlichen des
SV Friedrichsfehn am zweiten Tag den bisherigen Zehnkampf-Mannschaftsrekord des TV Norden auf 16.020 Punkte.
Leider traten einige gemeldete emsländische Vereine nicht zum Wettkampf an, doch der VfL Lingen und die ausrichtende LG
Papenburg-Aschendorf und der SC Osterbrock retteten die emsländische Bilanz. Allen voran die VfL-Mannschaft der weiblichen
Jugend B, die sich im abschließenden Lauf über 800 m durch starke Leistungen von Simone Hohenberger, Anne Dallherm und
Janne Brink noch die Mannschaftsmeisterschaft im Siebenkampf sicherte. Simone, Anne und Janne holten sich zudem die Plätze
3, 4 und 9 in der Einzelwertung. Friederike und Dorothea Schwerdt (auch beide VfL Lingen) wurden 12. und 14.
Die Mannschaft der LG Papenburg-Aschendorf kam mit Ruth Krause, Martina Schmitz und Carolin Pielage auf Rang 3, in der
Einzelwertung belegten sie die Plätze 8, 11 und 16 sowie Platz 17 für Carolin Hermes (ebenfalls LG). Schon am ersten Tag hatte
sich die nur im Vierkampf startende Christina Penning vom SC Osterbrock mit 2.653 Punkten die Vizemeisterschaft bei der weib-
lichen Jugend B geholt, gefolgt von Ruth Krause mit 2.462 Punkten auf Platz 3, sowie S. Hohenberg (7.), Martina Schmitz (9.),
Anne Dallherm (11.), Janne Brink (12.), Carolin Hermes (14.), Carolin Pielage (16.) und F. Schwerdt (18.) und D. Schwerdt (20.). In
der vierkampf-Mannschaftwertung sicherten sich die Lingener Mädchen ebenfalls die Vizemeisterschaft mit 10.007 Punkten hinter
der LG Göttingen.

WALSRODER ZEITUNG vom 1. Juli 2003
Annette Thimm überglücklich
Zweimal Silber bei Leichtathletik-DM in Ulm / Benzerin mit Glücksbringer
Benzen. An das vergangene Wochenende wird Annette Thimm aus Benzen noch lange zurückdenken: Bei den Deutschen Leicht-
athletik-Meisterschaften im Donaustadion in Ulm holte sie gleich zweimal Silber. Neben der Deutschen Vize-Meisterschaft über
100 Meter Hürden sprang zudem noch mit dem Sprint-Quartett der LG Weserbergland der zweite Rang bei der 4 x 100m Staffel
heraus. “Das ist der allergrößte Erfolg in meiner bisherigen Laufbahn!” jubelte die 26-Jährige, die übrigens während der Fernseh-
Live-Übertragung als “Seniorin” tituliert wurde.
Im Vorlauf gelang Thimm mit neuer persönlicher Bestzeit von 13,14 sec. die schnellste Zeit vor Nadine Hentschke (13,27) und
Juliane Sprenger (13,29). So stand sie im Finale in der Favoritenposition auf Bahn drei. “Hätte ich diese Zeit im Endlauf wieder-
holen können, wäre das der absolute Traum gewesen: der Deutsche Titel”, grübelt sie. Das Finale schildert die angehende Lehrerin
selbst: ,,Ich hatte leider einen schlechten Start. Kam schlecht aus den Blöcken, blieb aber trotzdem locker und räumte das Feld
von hinten auf. Die Aufholjagd begann. Am Ende habe ich hinten heraus ein super Rennen hingelegt und in 13,19 die Silber-
medaille gewonnen.” In diesem Krimi siegte letztlich Nadine Hentscke (die Annette Thimm in dieser Saison sogar schon mehr-
mals besiegt hatte) in 13,14 sec. Platz drei ging an Juliane Sprenger in 13,22.
Thimms Eltern und Geschwister waren im Stadion in Ulm und standen direkt hinter der Ziellinie. Sie hatten womöglich auch einen
kleinen Anteil am DM-Silber, denn ,,normalerweise trage ich beim Rennen nie eine Uhr oder Schmuck, aber in Ulm hatte ich das
Armband, das mir meine Eltern zum Examen geschenkt hatten um: als Glücksbringer”, berichtet die Läuferin.
Der einstige Nachwuchsstar aus der “Fallingbosteler Mädel-Macht” fühlt sich “absolut glücklich mit dem zweiten Platz. Schließlich
dachte ich kurz vor dem Finale noch an meinen Sturz bei den letzten Deutschen Meisterschaften in der Halle.” Bei der Sieger-
ehrung war es dann um die ansonsten so “coole Blonde” geschehen: “Ich war total gerührt. Es lief mir eiskalt den Rücken her-
unter.” Danach stand das Handy nicht mehr still. Viele Freunde, Bekannte und Verwandte, die das Rennen vor dem Fernseher
verfolgt hatten, wollten sofort gratulierten.
Eine Stunde nach der Siegerehrung musste Annette Thimm noch einmal antreten im Finale der 4x100m Staffel. Als kleines
Sahnehäubchen gewann die LG Weserbergland hier in 45,43 nochmal Silber hinter der LG Olympia Dortmund (44,84). Wenn die
Wechsel besser geklappt hätten, wäre sogar der Titel möglich gewesen.
“Abends hatte ich also allen Grund zu feiern und stieß erst mal mit meinem Trainer Edgar Eisenkolb (zgl. Bundestrainer, Red.) an
– auch wenn der meinte, es wäre noch mehr drin gewesen im Hürdenfinale. Auch mein alter Heimtrainer Dieter Rupalla rief übrig-
ens gleich an.” Jetzt folgen für Annette Thimm noch mehrere internationale Meetings, unter anderem in Cuxhaven und Hamburg
und ein Vorhersage: “Ich habe so im Gefühl die 13,14 waren noch nicht mein letztes Wort für diese Saison.”


Presseinformation vom 1. Juli 2003 (Von Hans-Hinrich Kahrs)
Zwei Landestitel für Maren Heusmann
Alfstedterin siegt im Vier- und Siebenkampf
Alfstedt. Die “Könige der Athleten” trugen am Wochenende in Papenburg ihre Landesmeisterschaften im Vier- und Siebenkampf
bei der weiblichen Jugend/Frauen und im Fünf- und Zehnkampf der Männer/männlichen Jugend aus. Für Maren Heusmann vom
TuS Alfstedt endete diese Veranstaltung mit dem größten Erfolg ihrer bisherigen Wettkampfkarriere. Bei der weiblichen Jugend A
wurde sie sowohl im Vierkampf als auch im Siebenkampf überraschend Landesmeisterin.
Nachdem mit Maren Schwertner (LG Hannover) die stärksten Mehrkämpferin verletzungsbedingt absagen musste und Svenja
Geese (LG Göttingen) für eine gute Mannschaftswertung bei den Juniorinnen startete, war der Weg frei für die Athletin aus der
Geestequelle. In der ersten Disziplin, dem 100m-Hürdensprint, war die Alfstedterin in 15,69 sec eine halbe Sekunde schneller als
die schnellste der übrigen16 Starterinnen. Im Hochsprung stellte sie anschließend mit übersprungenen 1,60 m ihre persönliche
Bestleistung ein und sprang vier Zentimeter höher als die Zweitplatzierte, Romy Wollstein vom DSC Oldenburg. Im Kugelstoß
konnte Maren Heusmann sich im dritten Versuch auf 8,81 m steigern und baute ihren Vorsprung aus. Den abschließenden 200m-
Lauf beendete sie als Zweitschnellste in guten 27,39 sec. Mit 2621 Punkten hatte sie in der Vierkampfwertung einen deutlichen
Vorsprung vor Romy Wollstein (2479).
Der zweite Wettkampftag begann mit dem Weitsprung. Leider konnte die Alfstedterin keinen der vorher gezeigten Sprünge über die
5m-Marke im Wettkampf erreichen. Mit 4,97 m hielt sie ihren Vorsprung von 250 Punkte trotzdem. In der sechsten Disziplin, dem
Speerwurf, kam sie nur auf eine Weite von 21,23 m. Der Vorsprung vor dem abschließenden 800m-Lauf betrug 120 Punkte. In
einem taktisch klugen Rennen heftete sich Maren Heusmann an die Fersen ihrer ärgsten Verfolgerin und kam nach 2:43,09 min
ins Ziel. Kurze Zeit später konnte sie als Siegerin mit der Urkunde, dem Meisterwimpel und einem Buchpreis der Stadt Papenburg
den verdienten Lohn für die zweitägigen Strapazen in Empfang nehmen.
Mit 4022 Punkten überbot Maren Heusmann ihre bisherige
Bestleistung um 230 Punkte.

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 1. Juli 2003
Svenja Geese löst DM-Ticket
Mehrkampf-Landesmeisterschaften: Drei Titel für LGG
Göttingen (frs). Wieder niedersächsische Spitze sind in diesem Jahr die Mehrkämpferinnen der LG Göttingen (LGG). Bei den
NLV-Mehrkampfmeisterschaften in Papenburg zeigten die Jugendlichen und Juniorinnen starke Leistungen und wurden mit mehr-
eren Titeln und Podestplätzen belohnt.
Einen überzeugenden Wettkampf zeigte einmal mehr Svenja Geese. Im Siebenkampf siegte sie in der Juniorinnenklasse mit
starken 4961 Punkten und löste gleichzeitig das Ticket für die Deutschen Meisterschaften im August. Die in die höhere Klasse
gemeldete Jugendliche legte vor allem mit 15,18 Sekunden über 100m Hürden und 25,64 über 200m den Grundstein zum Erfolg.
Auch auf dem zweiten Rang stand mit Jutta Freisen (4737) eine LGGerin. Die 21jährige beeindruckte in ihrer Paradedisziplin, dem
Kugelstoßen, mit erstklassigen 12,96 m und über 800 m,  wo die Uhren sie bei 2:22,64 Minuten stoppten. Schnellste Mehrkämpf-
erin auf der Mittelstrecke war die LGGerin Antje Bock in 2:22,16. Sie kam am Ende mit 3961 Zählern auf den sechsten Rang. Zu-
sammen war das Trio im Mannschaftswettbewerb nicht zu schlagen, 13 661 Punkte bedeuteten klar Platz eins.
Ebenfalls auf Platz eins stand die Vierkampf-Mannschaft der LGG in der weiblichen Jugend B. Vor allem die Plätze fünf und sechs
von Elisa Oldendorf (2277) und Annika Haschke (2252) bildeten die Grundlage für den Erfolg. Die siegreiche Mannschaft wurde
komplettiert von Pia Bömeke (2004), Amelie Röhling (1903) und Carina Skotnik (1879). Noch weiter nach vorn ging es für Elisa
Oldendorf im Siebenkampf. Aufbauend auf ihre guten Leistungen des Vierkampfes steigert sie sich mit 3928 Zählern auf den
zweiten Rang. Ebenfalls Vizemeister wurde die Siebenkampf-Mannschaft mit Elisa Oldendorf, Annika Haschke (3616) und Pia
Bömeke (3415). Am Ende standen für das Trio 10 959 Zählern zu Buche, lediglich 115 weniger als beim siegreichen VfL Lingen.
Amelie Röhling (3137) und Carina Skotnik (3025) rundete mit den Plätzen 13 und 15 das erfolgreiche Ergebnis der LGG ab.

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 1. Juli 2003
Berndt Zehnte im “Bummelrennen”
Leichtathletik: Müller über 5000m hinter Sieger Baumann auf Platz 11
Göttingen (frs). Die Plätze 10 und 11 stehen jetzt in der nationalen Erfolgsbilanz 2003 der LG Göttingen (LGG). Christine Berndt
und Ingo Müller kämpften sich bei den 103. Deutschen Meisterschaften mit starken Leistungen weit nach vorn – auch wenn der
Verlauf ihrer Starts alles andere als erwartungsgemäß verlief.
Für Berndt begann die DM-Premiere bei den Frauen mit einem zusätzlichen Ruhetag. Da viele gemeldete Teilnehmerinnen ver-
zichteten, fielen die 1500-m-Vorläufe aus. Auch im Finale lief alles ein wenig anders als geplant. Die 21-Jährige hatte sich eine
Zeit unter 4:30 Minuten als Ziel gesteckt. Aber bereits nach wenigen Metern wurde klar, dass die Entscheidungen in einem
meisterschaftstypischen Rennen fallen sollten.
Das Feld um die spätere Siegerin Kathleen Friedrich (4:21,86) machte überhaupt keine Anstalten, Tempo zu machen. Erst nach
zwei verbummelten Runden kam Bewegung ins Feld. Trotz des plötzlichen Tempowechsels konnte die LGGerin als jüngste Teil-
nehmerin mithalten und kam in guten 4:35,32 als Zehnte ins Ziel. “Bei 30 Grad und dem Rennverlauf kann man nur zufrieden sein”,
erklärte sie.
Mit einem ebenfalls nicht geplanten Verlauf sah sich Ingo Müller über 5000 m konfrontiert. Um einen Platz unter den besten Zwölf
zu erreichen, musste er sofort den Kontakt zur Spitzengruppe suchen. Das Feld jagte gleich zu Beginn zu einer sehr schnellen
1000-m-Durchgangszeit: 2:42. Infolgedessen bildeten sich mehrere Gruppen. Eine gute dachte Müller gefunden zu haben, aber
“kaum hatte ich mich an den nächsten Konkurrenten rangekämpft, ist der Läufer vor mir ausgestiegen. Das war schon etwas
nervig”, resümierte Müller. Fünfmal geschah es so.
Obwohl auf den letzten beiden Kilometern auf sich allein gestellt, kämpfte sich der 25-Jährige in 14:42,02 auf den 11. Platz. “Die
Zeit hatte ich mir etwas anders vorgestellt”, so der LGGer. Angesichts der verletzungsbedingt nur lückenhaften Vorbereitung und
der hohen Temperaturen, bei denen auch der Sieger Dieter Baumann (13:41,22) nur eine durchschnittliche Zeit lief, zeigte sich
Müller zufrieden.
Mit ihren Leistungen konnten die beiden Göttinger ein Ausrufezeichen hinter ihre bisherigen Saisonerfolge setzen. So sahen das
auch einige Zuschauer, denn nach dem Zieleinlauf sahen sich die überraschten Schwarz-Gelben mit Autogrammwünschen kon-
frontiert.

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 2. Juli 2003
Für Kristin Ringel läuft es zu unrund
Kreis Osterholz (spö). Die mehr als zwei Meter Gegenwind pro Sekunde waren für Kristin Ringel von der Startgemeinschaft
Osterholzer Leichtathleten (SOL) nicht der Grund, dass sie ihre Zeit von 14,05 Sekunden über die 100 m Hürden bei den Deutsch-
en Leichtathletikmeisterschaften in Ulm als nicht befriedigend bezeichnete. Nach einem vielversprechenden Auftakt im Kurzsprint
über die 40 Meter Distanz am Vortag des Wettkampfes spielten wohl Ringels Nerven bei ihrem ersten deutschen Titelkampf seit
mehreren Jahren noch nicht wieder mit.
Die Osterholz-Scharmbeckerin kam nie so richtig in den Hürdenrhythmus und sagte selbst, ihr Rennen sei vermutlich so “unrund”
wie noch nie in dieser Saison gelaufen. Andererseits muss ihre reine Endzeit bei diesen Bedingungen mit dem heftigen Gegenwind
eigentlich noch als relativ gut bezeichnet werden, kam Kristin Ringel doch im Vorjahr nur auf eine Bestzeit von 14,32 Sekunden.
Nun richtet Kristin Ringel ihr Augenmerk auf die deutschen Hochschulmeisterschaften in zwei Wochen in Tübingen. Anschließend
plant sie einen Start beim Meeting "Weltklasse hinterm Deich" am Sonnabend, 19. Juli, in Cuxhaven, wo sie auf zahlreiche Unter-
stützung aus Osterholz-Scharmbeck und Umgebung hofft.

WESER KURIER vom 2. Juli 2003
Ziel knapp verpasst:
Werderstaffel wurde 17.
Ulm (sfy). Nur knapp ist die 4x100 MeterStaffel des SV Werder an ihrem erklärten Ziel gescheitert, die 42 Sekunden-Marke zu
unterbieten: Bei den deutschen Meisterschaften in Ulm kamen Torben Kleine, Rene Schwarz, Olaf Kelterbom und Andrei Fabrizius
in 42,04 sek. ins Ziel. Während sie damit nur zwei Hundertstel unter ihrer Bestleistung blieben, nimmt sich die Plazierung eher
enttäuschend aus. Denn die Bremer belegten im Feld der Bewerber lediglich Platz 17. Im Vergleich zum Vorjahr, als Werder vom
Fehlen einiger Konkurrenten profitierte und Zehnter wurde, gingen diesmal jedoch fast alle gemeldeten Staffeln an den Start.
Übrigens: Die siegreiche Staffel von Wattenscheid kam in 39,23 sek. ins Ziel.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 2. Juli 2003
Carolin Dollas überzeugte mit Bestmarke im Hochsprung
Leichtathletik: LG-Teams holten Landestitel
Mit zwei Mannschaftssiegen kehrte die Leichtathletik-Gemeinschaft Braunschweig von den niedersächsischen Meisterschaften im
Mehrkampf aus Papenburg zurück. Im Zehnkampf der Männer bewies der in der Talentförderung eingesetzte Nachwuchstrainer
Dennis Wittkuhn (PSV) seine Vielseitigkeit. Er belegte mit 5037 Punkten in der Einzelwertung Rang drei. Zusammen mit seinem
Clubkollegen Holger Suer (Rang 7/4499 Punkte) und Jan Lotze (Eintracht, 8./4152 P.) holte er in der Teamwertung den Meister-
wimpel nach Braunschweig. Nachdem er sich bereits in der ersten Disziplin verletzt hatte, fungierte Sven Teiwes als Betreuer.
Auch bei den Frauen ging der Teamsieg nach Braunschweig. Die LG verteidigte in der Besetzung Carolin Dollas (Waggum, Einzel-
wertung Platz 2 mit 4146 Punkten), Jenny Walter (MTV, 3./3801 P) und Martina Mühleck (Eintracht, 4./3717 P) ihren Vorjahres-
titel. Die beste Einzelleistung gelang dabei Carolin Dollas mit der persönlichen Saisonbestmarke von 1,72 Metern im Hochsprung.
Verena Messerschmidt (MTV) sicherte die Mannschaft als Fünfte mit 3630 Punkten ab. Im stärker besetzten Siebenkampf der
Juniorinnen wurde Isabell Dollas (Waggum) mit 4390 Zählern Dritte. (B.B.)

ALLGEMEINE ZEITUNG UELZEN vom 2. Juli 2003
Eine völlig neue Welt
Uelzener Leichtathletik-Staffeln starteten bei der DM in Ulm
Uelzen/Ulm (pb). Für Anja Bodenstedt, Hanna Winckler und Isabel Schlagowski öffnete sich eine völlig neue Leichtathletikwelt.
Sammeln im Call-Room. Und dann in das weite Rund geführt und über eine überdimensionale Leinwand mit Kamerabild vorgestellt
zu werden, das waren für sie bisher einmalige Erlebnisse. Bis zu 13 000 Zuschauer füllten bei den Deutschen Meisterschaften das
Donau-Stadion in Ulm. Die Tickets hatten die Staffeln der LG Post SV Uelzen/MTV Barum mit Anja Bodenstedt, Hanna Winckler,
Isabel Schlagowski, Torsten Heitmann, Holger Fritze und Kersten Jäkel in Hameln vor vier Wochen gebucht. Doch schon seit dem
Winter hatte es für sie nur ein Saisonziel gegeben: ”Wir wollen bei den Deutschen Meisterschaften dabei sein.”
Die 3x800-m-Staffel der weiblichen Jugend eröffnete die Mega-Veranstaltung. In drei Zeitläufen wurden zehn Teams fürs Finale
gesucht. Es war allen im Uelzener Lager klar, dass gegen die Elite-Teams nur geringe Endlauf-Chancen bestanden. Eine coura-
giert laufende Isabel Schlagowski übergab das Holz im Mittelfeld liegend an Hanna Winckler, die sich deutlich erholt zu ihrem
Auftritt in Hameln zeigte und sich um fünf Sekunden verbesserte. Anja Bodenstedt hatte aber bereits keine Chance mehr, ent-
scheidend in das Geschehen einzugreifen. Sie lief dennoch ein starkes Rennen und wurde noch mit einer Verbesserung auf Platz
sieben belohnt. In 7:13,94 Minuten hatte das Trio - allesamt mit verbesserten Zeiten - den vier Wochen alten Kreisrekord nochmals
um 10 Sekunden gesteigert.
Auch die männliche A-Jugend rechnete sich nicht viel aus, wollte sich mit einer guten Zeit aber beweisen. Im ersten von drei Vor-
läufen lief Torsten Heitmann im Bereich seiner Bestleistung, hatte aber gegen unglaublich starke Konkurrenten zu kämpfen. Mit
einer Energieleistung auf den letzten Metern schickte er Kersten Jäkel nur mit geringem Rückstand zum Feld auf die Stadion-
runden. Unbekümmert holte Jäkel auf und hielt den Kontakt. Schlussläufer Holger Fritze lief ein kluges Rennen und ließ über-
fallartig auch noch die LG Bonn hinter sich. Mit einer Bestzeit von 8:03,96 Minuten und Platz sieben im Vorlauf wurde das Trio
belohnt.
Die frühen Starts und das Ausscheiden hatte für die Uelzener auch Vorteile. Sie konnten den Rest der Titelkämpfe entspannt ver-
folgen. Ebenso erlebten sie die Uelzenerin Victoria Willcox (LG Braunschweig), die lange das Verfolgerfeld über 5000 Meter der
Frauen hinter der enteilten Sabrina Mockenhaupt anführte. Für diesen Mut musste sie auf den letzten Runden büßen und wurde
auf Rang zehn durchgereicht. Die Uelzener Jungen-Staffel wird altersbedingt im nächsten Jahr auseinander fallen. Das Mädchen-
Trio aber will 2004 noch einmal - dann in Braunschweig - den Angriff auf einen DM-Endlauf wagen.

ZEVENER ZEITUNG vom 3. Juli 2003
Birte Bultmann bei DM Zweite über 5000 Meter
Vizetitel für Zevenerin in taktischem Rennen
Zeven/Ulm. Die für die LG Braunschweig startende Zevener Leichtathletin Birte Bultmann kehrte jetzt mit einem Vizemeistertitel
über 5000 Meter von den Deutschen Meisterschaften in Ulm zurück. In einem sehr taktischen Rennen nutzte die Zevenerin ihre
Stärke im Schlussspurt, um sich in 16:40,09 Minuten den zweiten Platz vor Nicole Güldemeister vom SC Potsdam (16:43,77
Minuten) zu sichern. Neue deutsche Meisterin wurde mit großem Vorsprung Profi-Läuferin Sabrina Mockenhaupt von der LG Sieg
(15:51,73 Minuten). "Die läuft in einer anderen Liga", erkannte Bultmann neidlos die Überlegenheit der Gewinnerin an. Für die
Zevenerin war daher Platz zwei von Anfang an das Ziel.
Dennoch hatte Birte Bultmann eigentlich nicht wirklich damit gerechnet, dass ihre Taktik bei der DM gleich so erfolgreich aufgeht.
Nach ihrer zweimonatigen Verletzungspause Anfang des Jahres, während der sie nur im Wasser und auf dem Fahrrad trainieren
konnte, war sie nicht davon ausgegangen, schon jetzt die richtige Form zu finden.
"Ich konnte erst ab dem Trainingslager im April wieder regelmäßig laufen", so die Athletin, bei der allerdings die sehr guten Zeiten
über 800 und 1000 Meter beim Zevener Pfingstsportfest schon für leichten Optimismus gesorgt hatten. Doch erst in Ulm - wo sie
leicht erkältet ins Rennen startete - musste sich über die 5000-Meter-Distanz zeigen, ob sie auch über die längere Strecke würde
mithalten können. Dass sie sich dabei nach wie vor auf ihre exzellenten Schlussspurt-Qualitäten verlassen kann, zeigten die
letzten 500 Meter, auf denen sie Nicole Güldemeister noch hinter sich ließ.
Heute fliegt Birte Bultmann nach Irland. Dort wird sie am Sonnabend beim internationalen Leichtathletik-Meeting in Cork über 3000
Meter starten. (olm)

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 3. Juli 2003
Verletzungen bremsen die SOL
Osterholzer Leichtathleten Paul Felgner und Patrick Poppe müssen vorzeitig passen
Von unserem Redakteur Carsten Spöring
Kreis Osterholz. Am ersten Tag der Jugend-Mehrkampfmeisterschaften des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes in
Papenburg hatte die Vertretung der Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten (SOL) viel Mannschafts-Pech. Im B-Jugend-
Team, mit dem die SOL im Fünfkampf antrat, mussten mit Paul Felgner und Patrick Poppe gleich zwei der sechs Athleten den
Wettkampf wegen Verletzungen vorzeitig abbrechen. Sonst wäre sicherlich Rang drei in der Mannschaftswertung möglich ge-
wesen. Neun Teams kamen letztlich in die Wertung. Sebastian Stelljes verfehlte seine Vorjahresbestleistung um 23 Punkte und
belegte nach einem für ihn enttäuschenden Hochsprung (nur 1,68 m) mit lediglich 31 Punkten Rückstand auf Rang drei den
siebten Platz (2921 Punkte), Bei insgesamt 63 Teilnehmern erreichten die weiteren SOL-Teilnehmer folgende Platzierungen:
23. Sebastian Dirlam, 2455; 32. Lukas Szymanski, 2378; 44. Benjamin Baak, 2200.
Am nächsten Tag, an dem die zweiten fünf Disziplinen für den Zehnkampf folgten, verbuchten die Osterholzer hingegen einen vollen
Erfolg: Sie verteidigten Platz zwei auf Landesebene aus dem Vorjahr gegen insgesamt sieben Mannschaften. Alle drei Athleten
stellten dabei eine persönliche Bestleistung auf. Außerdem steigerten die SOL-Aktiven ihren Mannschaftsrekord gegenüber dem
Vorjahr um mehr als 800 Punkte auf jetzt 15 053 Zähler und erreichten damit zugleich einen neuen Bezirksrekord.
Zur Freude im SOL-Lager trug zudem bei, dass Sebastian Stelljes die Bronzemedaille gewann. 5544 Punkte hatte er an den bei-
den Tagen gesammelt. Sebastian Dirlam folgte auf Rang sieben (4975 Punkte) und durfte mit aufs "Treppchen". Lukas Szymanski
schließlich kam mit seinen 4534 Punkten immerhin auf Rang elf unter den 31 Teilnehmern.

GIFHORNER RUNDSCHAU vom 3. Juli 2003
Zehnkämpfer eine starke Einheit
Gute Leistungen der Starter des MTV Schöningen bei den Landesmeisterschaften
Zwei neue Kreisrekorde stellten die B-Jugendlichen Julien Karn, Arne und Sören Felgenträger vom MTV Schöningen bei den
Landesmeisterschaften im Zehnkampf in Papenburg auf. Überraschend große Teilnehmerfelder gingen an den Start. So beendeten
30 Aktive den Zehnkampf. Mit neuer Rekordpunktzahl von 5284 Zählern (bisher 5080) nach dem abschließenden 1500 m-Lauf
belegte Julien Karn den sechsten Rang. Mit Arne Felgenträger (3981) und Bruder Sören (3063) verbesserten die Schöninger ihren
eigenen Kreisrekord auf 12 328 Punkte in der Mannschaftswertung. Herausragende Leistungen waren von Julien Karn die 6,02
Meter im Weitsprung, die beste Weite aller Jugendlichen, und die 53,95 Sekunden über 400 Meter. (Uh)

GIFHORNER RUNDSCHAU vom 3. Juli 2003
Meister Christian Gustedt hat 450 Punkte Vorsprung
Vöhrumer holt den Landestitel im Zehnkampf
"Es war ein sehr turbulentes Wochenende, das Spaß machte und viele neue Erfahrungen gebracht hat": so fasste Thomas Peter-
mann, Coach der Leichtathleten des TSV Arminia Vöhrum, die Tage der Mehrkampf-Landesmeisterschaften der Jugend und Er-
wachsenen in Papenburg zusammen.
Der Vöhrumer Christian Gustedt gewann den Zehnkampf der Männer mit 450 Punkten Vorsprung – er wurde Meister mit 5973
Zählern. Das Peiner Duell in der A-Jugend entschied Jens Thierse (LG Edemissen/Peine; 7.) mit 2800 Punkten gegen Mario Müller
(Vöhrum; 2796; 8.) für sich. Müller lief die 400 Meter in 54,44 Sekunden.
"Leider lief der erste Tag meines Siebenkampfs nicht nach Wunsch, aber am Sonntag konnte ich noch gut aufholen", meinte die
Vöhrumerin Katharina Hauke, die Vierte wurde. Mit dem besten Speerwurf-Ergebnis der A-Jugend (31,80 m) gewann sie einige
Plätze. Mit der Mannschaft holte Vöhrum sogar Bronze – Katharina Hauke, Katharina Bublitz und Ulrike Klose sammelten 9 160
Punkte. Viel Pech hatte Steffen Ludwig, der nach einem Fahrradunfall gehandicapt war. Nach einem Sturz über 110 m Hürden
begann für ihn der zweite Tag mit einer Nullrunde. Er beendete den Zehnkampf, kam auf 3 897 Punkte. (kb)

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 4. Juli 2003
Daniela Pohl will ins Finale einziehen
Leichtathletik: Alberding im Pech
Ostfriesland/Fulda (kj).m Eine Woche nach den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in Ulm trägt die Jugend an
diesem Wochenende in Fulda ihre nationalen Titelkämpfe aus. Im Sportpark Johannisau sind vier ostfriesische Nachwuchstalente
aus drei Vereinen vertreten. Fast 2000 Talente aus über 500 Vereinen haben sich für die Teilnahme an dieser Meisterschaft quali-
fiziert.
Daniela Pohl vom SV Holtland stellt sich der Konkurrenz im Hammerwurf. Die B-Jugendliche will auf jeden Fall das Finale erreich-
en und dort mit einer guten Leistung überzeugen. “Das Erreichen des Finales ist das Hauptziel. Und dies nach Möglichkeit im
ersten Versuch”, erklärt Trainer Klaus Beyer. “Wie es dann weitergeht, muss sich zeigen. Wenn Daniela ihre Unbekümmertheit
bewahren kann, ist alles möglich. Die Konkurrenz ist in diesem Jahr allerdings sehr stark” meint Beyer.
Germania Leer schickt Ino Geisemeyer über 1500 Meter bei der A-Jugend ins Rennen. Er möchte seine derzeit gute Form be-
stätigen und versuchen, den Endlauf zu erreichen. “Ino ist sehr gut vorbereitet und die letzten Testläufe verliefen so, wie wir uns
das vorgestellt hatten”, sagt Trainer Werner Ostermeyer. “Wir wollen auf jeden Fall versuchen, den Endlauf zu erreichen, auch
wenn das sehr schwer sein wird. Schließlich sind die anderen Jungs auch ziemlich gut.”
Sören Vöhrs vom TV Norden startet über 400 Meter bei der A-Jugend. Er blieb bei den Landesmeisterschaften in neuer persön-
licher Bestzeit von 49,91 Sekunden erstmals unter der 50-Sekunden-Marke. “Sören hat sehr gut mit Hans-Albin Jacob trainiert und
einen guten Eindruck hinterlassen. Mal sehen, was für ihn möglich ist” sagt Trainer Edzard Alberding. Teamgefährte Siewert André
geht über 100 und 200 Meter bei der B-Jugend an den Start. Besonders im Sprint über 100 Meter kann man dem Talent einiges
zutrauen. Die Konkurrenz ist jedoch groß. Insgesamt kämpfen 57 Aktive um die begehrten Medaillen. “Bereits im Vorlauf muss
Siewert alles geben und diesen Lauf wie einen Endlauf sehen”, weiß Alberding.
Besonderes Pech hatte Nik Alberding vom TV Norden. Er stürzte beim Training schwer und brach sich das Kahnbein der rechten
Hand. Noch schlimmer allerdings ist die Verletzung am linken Knie, wo der Verdacht auf einen Kreuzbandriss besteht. Für ihn ist
die Saison damit vorbei.

MÜNSTERLÄNDISCHE TAGESZEITUNG vom 4. Juli 2003
Wiebke Niemann Vierkampf-Sechste bei Landesmeisterschaften
Gleich drei persönliche Bestleistungen
Papenburg/Essen/Garthe. Mit Wiebke Niemann und Astrid Sperveslage nahmen zwei B-Jugendliche der SG Essen/Garthe an
den zuletzt in Papenburg ausgetragenen Leichtathletik-Landesmeisterschaften im Vier- und Siebenkampf teil. Da sich mit Yvira
Haiduk eine dritte Sportlerin verletzt hatte, konnte die SG Essen/Garthe keine Mannschaft stellen. Bei schönstem Sommerwetter
stand am ersten Veranstaltungstag der Vierkampf auf dem Programm. Im Hochsprung brachte es Wiebke Niemann auf gute 1,48
Meter. Als zweite Disziplin folgte der Hürdenlauf über 100 Meter. Die sehr ansprechende Zeit von 16,03 Sekunden bedeutete neue
persönliche Bestleistung. Weiter ging es mit dem Kugelstoßen (7,68 Meter) und dem 100-Meter-Lauf, in dem Wiebke Niemann mit
13,92 Sekunden etwas hinter den Erwartungen zurückblieb. Trotzdem standen zum Ende des ersten Tages 2304 Punkte und der
hervorragende vierte Platz zu Buche.
Am nächsten Tag waren die restlichen drei Anforderungen zu bewältigen. Durch ihre Leistungen im Weitsprung (4,94 Meter) und
Speerwerfen (26,81 Meter) – jeweils persönliche Bestleistungen – verbesserte sich Wiebke Niemann zwischenzeitlich auf den
zweiten Rang in der Gesamtwertung. Erst die eher dürftige Zeit von 2:56 Minuten im abschließenden Lauf über 800 Meter ließ die
junge Sportlerin wieder zurückfallen. 3661 Zähler bedeuteten im Schlussklassement den freilich noch immer sehr ordentlichen
sechsten Platz.
Trotz einer Verletzung, die sie sich am ersten Tag beim Hürdenlauf zugezogen hatte, zog Wiebke Niemanns Teamkollegin Astrid
Sperveslage ihren Siebenkampf voll durch. 2582 Punkte war am Ende gleichbedeutend mit Rang 18 in der Gesamtwertung.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 4. Juli 2003
Endlaufchancen für Claudia Wehrsen in Fulda
Deutsche Leichtathletik-Jugendmeisterschaften
Mit je einer Athletin der A- und B-Jugend und einem Mittelstreckler der älteren Altersklasse (18 und 19 Jahre) ist die LG Braun-
schweig am Wochenende in Fulda vertreten, wo die Leichtathletik-Jugend Deutschlands ihre nationalen Titelträger ermittelt.
Teresa Emmrich (LG Waggum) ist für die 100 Meter und den Hürdensprint der weiblichen Jugend B qualifiziert. Mit ihren Steiger-
ungen auf 12,34 Sekunden (100 m) und 14,70 Sekunden (100-m-Hürden) nimmt sie in den nach Vorleistungen geordneten großen
Teilnehmerfeldern Mittelplätze ein. Das Vordringen in einen der Zwischenläufe wäre für das von Wolfgang Riedel trainierte Talent
bei der ersten Teilnahme an einer großen Meisterschaft ein schöner Erfolg.
Ebenfalls seine erste Jugend-DM bestreitet Maximilian Wessel. Der 18-Jährige Mittelstreckler von LG/MTV hat für die 800 und
1500 Meter das Teilnahmerecht erworben und wird voraussichtlich der längeren Mittelstrecke den Vorzug geben. Um das Finale
der besten Zwölf zu erreichen, müsste er seine bisherige Bestzeit von 4:02,00 Minuten weiter steigern. Der Trainer des in der LG
als Rohdiamant bezeichneten Seiteneinsteigers ist Volker Thies.
Für die 19-Jährige Claudia Wehrsen (LG/MTV) zeichnet sich in ihrem letzten A-Jugendjahr über 400-Meter-Hürden eine Endlauf-
chance ab. Mit den bisher erzielten 62,36 Sekunden steht die seit Jahren vom LG-Frauentrainer Andreas Schwanbeck aufgebaute
Langsprinterin auf Rang neun der DLV-Jugendbestenliste. Sollte der erhoffte Sprung in das Finale nicht gelingen, wird sie auch die
400 m flach bestreiten.

GIFHORNER RUNDSCHAU vom 4. Juli 2003
Große Konkurrenz für die Sprinterinnen
Leichtathletik: Deutsche Jugendmeisterschaften
Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Fulda stehen Nina Giebel und ihre Staffelkameradinnen vom MTV
Wolfenbüttel vor schwierigen Aufgaben. Besonders bei den Sprinterinnen und in den Staffelrennen sind große Teilnehmerfelder ge-
meldet. Giebel wird in den Einzelwettbewerben über 100 und 200 Meter der B-Jugendlichen starten. Nach Meinung ihrer Trainerin
Heike Schlesinger hat sie über 100 Meter ihre besten Möglichkeiten. Lediglich zehn der gemeldeten 58 Sprinterinnen waren bisher
schneller als die Crammerin. Über 200 Meter rangiert sie im Mittelfeld der 48 Teilnehmerinnen.
Zu den Staffelläufen über 4x100 Meter der weiblichen B-Jugend haben 50 Vereine ihre Meldung abgegeben. Die Wolfenbütteler-
innen um Nina Giebel sind auf Rang 33 zu finden. "Wir fahren nach Fulda, um Erfahrung zu sammeln und stehen nicht unter Er-
folgsdruck", steckt Schlesinger die Ziele vorsichtig ab. Ohne die verletzte Lina König fehlt ihr eine wichtige Läuferin. Für Lindiwe
Ncube, Nina Hartwich, Janine Schmerse und Ersatzläuferin Katharina Schmitz hat die Teilnahme an den Deutschen Meister-
schaften einen hohen Erlebniswert. (ma)

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 4. Juli 2003
Vizetitel für Seelhorst
Bei Landesmeisterschaften im Mehrkampf
Damme (aha). Der Dammer Leichtathlet Christian Seelhorst ist für die Deutschen Jugendmeisterschaften am kommenden
Wochenende in Fulda gerüstet. Bei den Landesmeisterschaften im Mehrkampf in Papenburg belegte der OSC-Athlet jetzt einen
starken zweiten Platz im Fünfkampf der A-Jugend.
Nach dem 100-m-Lauf (11,98 sec), dem Weitsprung (6,15 m) und dem Kugelstoßen (10,69 m) lag Christian Seelhorst auf Rang
fünf. Doch mit erneut übersprungenen 2,00 Metern in seiner Spezialdisziplin Hochsprung machte er den Wettkampf noch einmal
spannend und kam bis auf acht Punkte an den führenden Maximilian Pasenau (Hannover) heran. Im abschließenden 400- m-Lauf
ließ der erfahrene Mehrkämpfer Pasenau (52,66 sec) seinen Verfolger Christian Seelhorst (53,88 sec) dann aber hinter sich. Am
Ende holte sich der Hannoveraner mit 3249 Punkten den Landestitel im Fünfkampf und mit 6549 Punkten auch noch den Titel im
Zehnkampf. Christian Seelhorst wurde im Fünfkampf mit seiner neuen Bestmarke von 3307 Punkten Zweiter.

WESER KURIER vom 5. Juli 2003
Reppin startet als Favoritin in Fulda
B-Jugendliche hat beste Aussichten auf DM-Titel im Weitsprung / Geißhirt mit guten Chancen über 400 Meter
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Dass eine verpasste WM-Teilnahme nicht immer von Nachteil sein muss, stellt Catharina Reppin gerade fest: Weil ihre
Konkurrentin in Kanada weilt, um die deutschen Farben zu vertreten, ist die Athletin des BLT/Komet Favoritin auf die deutsche
Meisterschaft im Weitsprung der B-Jugendlichen. Die Meldeliste sieht sie mit 6,07 Metern jedenfalls klar vorn. Aber Reppin ist
nicht die einzige Bremerin, die an diesem Wochenende aussichtsreich nach Fulda fährt. Mit ihrem Vereinskollegen Julian Geißhirt
könnte sich ein zweiter Bremer Starter ganz vorn einreihen. Und zwar über die 400 Meter. Auf diese Strecke will sich der B-
Jugendliche konzentrieren und dabei zumindest den Endlauf erreichen. Ein realistisches Ziel, schließlich tritt Julian als vierter der
Meldeliste an.
Dagegen verzichtet er auf einen Start über die 200 Meter und mit der 4x100-Meter-Staffel des BLT. Pech für Wedekämpfer, Thyme,
Gerka, Kollhoff und Rhen – ohne Julian dürften die Jungs es schwer haben. Im Gegensatz zu Geißhirt ist Kaja Tokarska doppelt
belastet: Die A-Jugendliche des SV Werder geht über die 100 Meter Hürden und mit der 4x100-Meter-Staffel (Grothe, Kelterborn,
Geils, Preusche) an den Start. Während als Einzelstarterin der Zwischenlauf winkt (12. der Meldeliste/14,58 Sek.), geht es mit der
unerfahrenen, weil jungen Staffel vor allem darum, Erfahrungen bei einem großen Wettkampf zu sammeln.
Ebenfalls zweimal am Start: Torben Kleine (SV Werder), der über 100 und 200 Meter der A-Jugendlichen jeweils um das Erreichen
des Zwischenlaufes kämpft. Die Mittelstrecken werden derweil von Moritz Puschmann (BLT/Komet) und Natalie Steinemann (SV
Werder) bedient. Während der A-Jugendliche Puschmann sich noch entscheiden will, ob er über 800 oder 1500 Meter an den Start
geht, konnte sich Natalie Steinemann lediglich über die 1500 Meter qualifizieren. Sollte ihr eine persönliche Bestleistung gelingen,
winkt zumindest ein neuer Landesrekord. Davon dürfte die 4x100-Meter-Staffel des SV Werder wohl nur träumen. Aber die Be-
setzung Hofer, Abendroth, Fabre de la Ripelle, Kosznick und Hamann gehört überwiegend noch der Altersgruppe Schüler an. Auch
für sie geht es deshalb in erster Linie um das Sammeln von Erfahrungen.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 5. Juli 2003
Pohl gewinnt Bronzemedaille
Leichtathletik: Hammerwerferin erzielt eine Weite von 49,35 m
Fulda (kj). Das Finale erreichen und dort mit einer guten Leistung überzeugen. So lautete die Zielsetzung von Daniela Pohl,
Hammerwerferin des SV Holtland, im Vorfeld der Deutschen Jugend-Leichtathletikmeisterschaften in Fulda (
OZ berichtete). Dieses
Vorhaben setzte das Nachwuchstalent im Sportpark Johannisau gestern auch in die Tat um. Dabei durfte sich Pohl in der End-
abrechnung sogar über die Bronzemedaille freuen, auch wenn sie mit ihrer Weite von 49,39 Metern nicht ganz zufrieden war.
Der B-Jugendlichen hätte eigentlich auch der ganz große Wurf und damit der Titelgewinn gelingen können, obwohl die nationale
Konkurrenz in diesem Jahr besonders stark war. “Nachdem sie beim Einwerfen eigentlich einen sehr guten Eindruck hinterlassen
hatte, war Daniela im Wettkampf ziemlich nervös. Daher unterliefen ihr leider auch einige Fehler”, sagte Klaus Beyer nach dem
Wettkampf.
“In den letzten Trainingseinheiten hat Daniela noch sehr gut geworfen. Das konnte sie aber nicht in den heutigen Wettkampf über-
tragen. Dabei war der Titelgewinn heute zum Greifen nahe”, meinte Beyer. Daniela Pohl erzielte im Vorfeld der Meisterschaften
eine persönliche Bestweite von 52,37 Meter. Den Titel in Fulda gewann Tiffany Newton (UAC Kulmbach), für die 51,74 Meter ge-
messen wurden. Die Silbermedaille sicherte sich Katrin Falter von der LG Frankfurt, deren weitester Wurf bei 51,45 Meter landete.
“Auch wenn wir heute nicht wirklich zufrieden waren, freuen wir uns natürlich über die Medaille. Das ist schließlich immer etwas
Besonders. Vielleicht kann sich Daniela bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften noch einmal steigern”, hofft Beyer.

Presseinformation vom 6. Juli 2003
62. Deutsche Jugendmeisterschaften in Fulda
Michaela Halm wird Dritte über 100 Meter, 4x100 Meter-Staffel Fünfte, Katinka Nowag Siebente im Kugel-
stoßen
Fulda. Früh anreisen, schon am Donnerstag, mussten die Trainer und die fünf Aktiven der LG Weserbergland zu den diesjährigen
Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Fulda im Sportpark Johannisau. Hervorragend der dritte Platz im 100-
Meter-Lauf durch Michaela Halm, die sich nach 11,97 Sekunden im Vorlauf, über 11,92 Sekunden im Zwischenlauf, im Endlauf
noch einmal auf 11,91 Sekunden steigern konnte. Es siegte Verena Sailer vom TV Kempten in 11,58 Sekunden vor Karoline König
vom Team Erfurt, die 11,69 Sekunden benötigte. Über einen dritten Platz im Vorlauf in 24,98 Sekunden gelang ihr ebenfalls der
Vorstoß in den Endlauf über 200 Meter, wo sie mit einer deutlichen Steigerung auf 24,83 Sekunden den sechsten Platz erreichte.
Mit einem Sieg im Vorlauf in 47,78 Sekunden qualifizierte sich die 4x100 Meterstaffel der LG Weserbergland direkt für die End-
laufteilnahme. Dem Quartett, das in der Besetzung Silke Rauchberger, Michaela Halm, Ricarda Fierenz und Schlußläuferin Annika
Laing an den Start gegangen war, gelang nach einer weiteren Steigerung im Endlauf auf 47,52 Sekunden der hervorragende fünfte
Platz hinter der Mannschaft vom TSV Bayer Leverkusen, die mit 47,40 Sekunden knapp vor dem LG-Team einkam. Sieger wurde
die Staffel des TuS Jena in 46,40 Sekunden vor dem Team Erfurt in 46,60 Sekunden und der LG Staufen in 47,27 Sekunden.
Für die Teilnahme am Wettbewerb im Kugelstoßen hatte sich die B-Jugendliche Katinka Nowag vom VfL Hameln mit einer Weite
von 12,37 Metern, die Kreisrekord bedeutete, bereits im Mai in Garbsen qualifiziert. In Fulda konnte sie diese Leistung aber nicht
steigern, mit ihrem ersten Stoß von 12,18 Meter gelang ihr die Teilnahme am Endkampf der besten Acht, wo sie aber mit einem
besten Stoß von 11,79 Metern keine Verbesserung, aber den zufriedenstellenden siebten Platz in der Endabrechnung erreichte.
Die Siegerweite in dieser Klasse betrug 13,59 Meter, aufgestellt von Josephine Terlecki aus Weimar.
Im 400 Meter-Lauf schied Annika Laing mit einer Zeit von 59,04 Sekunden im Vorlauf erwartungsgemäß aus. “Wir sind mit den
erreichten Ergebnissen hochzufrieden”, so unisono die beiden Trainer Trainer Anton Ruscheinsky und Werner Scharf.

Presseinformation vom 7. Juli 2003 (Von Markus Steinbrück)
Deutsche Jugend-Einzel-Meisterschaften und Staffelmeisterschaften der Erwachsenen in Fulda
Kammermeier und Frauenstaffel top – Dittmer gehandicapt
Winsen/Hanstedt. Mit gleich vier Platzierungen unter den Top-12 machten die jugendlichen Leichtathleten aus dem Winsener
Kreisgebiet jetzt auch beim Saisonhöhepunkt, den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Fulda, nachhaltig auf sich aufmerksam.
Erfreulich war vor allem, dass alle Resultate von B-Jugendlichen des Jahrgangs 1987 erzielt wurden, die auch in der Saison 2004
noch in dieser Altersklasse startberechtigt sind. Bei den parallel ausgetragenen Deutschen Staffel-Meisterschaften der Erwachs-
enen sorgte die 3 x 800-Meter-Frauenstaffel der LG Nordheide mit Platz 5 für die herausragende Platzierung. Alexandra Hahn,
Birte Ludolph und Sarah Sjögrehn steigerten ihren eigenen Kreisrekord auf 6:46,58 min.
Wenn Vorzeigeathlet Paul Dittmer vom MTV Hanstedt auch für die besten Plätze der Kreis-Jugendlichen sorgte, musste sich der
16-Jährige dennoch weit unter Wert geschlagen geben. Verantwortlich hierfür waren erhebliche Knieprobleme, die dem Sprung-
spezialisten einen energischen Absprung fast unmöglich machten. Nur mit ständiger Eis-Behandlung der gereizten Patellasehnen
war eine Teilnahme am Wettkampf überhaupt möglich. Bei der Siegerehrung sei ”Paul dann aber wie ein alter Mann aufs Sieger-
treppchen gestiegen.” So Hanstedts Trainer Wolfgang Striezel.
So erklärte sich auch die vergleichsweise geringe Höhe, die Dittmer im Hochsprung überwand. Für den Zwei-Meter-Springer waren
unter den genannten Voraussetzung 1,95 m diesmal zu hoch. Mit 1,90 m belegte der Schüler des Winsener Gymnasiums Rang 9.
Auch ein Großteil der weiteren Favoriten strauchelte an diesem Tag, so dass der Deutsche Meistertitel mit übersprungenen 1,98 m
wegging. Etwas besser lief es für Dittmer im Dreisprung, den er mit 13,36 m, und damit nur zwölf Zentimeter unter seiner Best-
leistung, auf dem 7. Platz beendete. Bei diesem Versuch verschenkte der Schützling von Trainer Wolfgang Striezel annähernd
einen halben Meter, so dass in dieser Disziplin durchaus auch Rang 4 (13,66 m) machbar gewesen wäre.
Vielmehr als der 8. Platz in neuer persönlicher Bestzeit von 1:57,58 min war dagegen für 800-m-Läufer Alexander Kammermeier
von der LG Nordheide nicht machbar. Bereits im Vorlauf hatte der 16-Jährige seine bestehende Bestmarke um sechs Zehntel-
sekunden auf 1:57,85 min gesteigert, feierte mit dem Einzug in den Endlauf seinen bisher größten Erfolg. Dort konnte das Vereins-
mitglied des TSV Winsen dann zwei Läufer in Schach halten und sich als Achter die begehrte Urkunde sichern. Gleichzeitig war
Kammermeier drittbester Läufer des jüngeren Jahrgangs 1987.
Nicht so gut lief es in der gleichen Konkurrenz für Sören Ludolph (LG Nordheide) und Christian Bernau (Blau-Weiß Buchholz).
Beide blieben rund zwei Sekunden über ihren Bestzeit und schieden in den Vorläufen aus. Ludolph, der als 15-Jähriger noch zwei
Jahre in der B-Jugend startberechtigt ist, belegte in 1:59,57 min den 16. Platz, Bernau kam nach 2:01,26 min auf Rang 23 von 28
Startern ins Ziel.
Über 400 Meter hatte die Marschachterin Klaudia Neubauer (LG Nordheide) auf der Zielgerade neben der aufkommenden Konkurr-
enz auch mit Gegenwind zu kämpfen. Im Vorlauf rannte die 15-Jährige in 57,63 sec ihre zweitschnellste je erzielte Zeit, qualifi-
zierte sich damit für den B-Endlauf am folgenden Tag. Hier lag Klaudia Neubauer dann bis auf die Zielgerade in Front, ehe sie noch
zwei Kontrahentinnen passieren lassen musste und in 57,93 sec den 11. Gesamtplatz belegte.
Die 3 x 800-Meter-Frauenstaffel der LG Nordheide steigerte ihren eigenen, aus dem Jahre 2001 stammenden Kreisrekord um eine
halbe Sekunde auf 6:46,58 min. Seinerzeit hatte man in gleicher Besetzung den 4. Platz bei den Deutschen Meisterschaften
belegt, nun sprang mit Platz 5 erneut ein erstklassiges Resultat heraus. Die Differenzen zu den viert- und sechstplatzierten Trios
der LSG Aalen waren dabei mit zehn beziehungsweise sechs Sekunden deutlich. Neben den gewohnt schnellen Alexandra Hahn
(2:13 min) und Sarah Sjögrehn (2:10 min) gefiel in Fulda auch wieder Birte Ludolph, die ihren 800-m-Abschnitt in etwa 2:23 min
hinter sich brachte. In dieser Saison hatte die 22-Jährige aus Amelinghausen bisher stets mit der 2:30-min-Grenze zu kämpfen
gehabt.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 7. Juli 2003
Bronze für Claudia Wehrsen
Überraschung bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend
Mit Bestzeit den Endlauf über 400 Meter Hürden erreicht und dort unerwartet die Bronzemedaille gewonnen: Claudia Wehrsen von
der Leichtathletik-Gemeinschaft Braunschweig hat sich mit ihrem überraschenden Ergebnis bei den in Fulda ausgetragenen
deutschen Jugendmeisterschaften eine bleibende Erinnerung geschaffen. Im Vorlauf gelang der 18-Jährigen in 61,72 Sekunden die
zweitbeste Leistung aller Teilnehmerinnen. Einige Konkurrentinnen aber hatten sich hier offensichtlich noch bedeckt gehalten. Bei
kühler Witterung und böigem Wind erreichte Claudia Wehrsen tags darauf hinter der hohen Favoritin Eva-Maria Erwes aus Koblenz
(60,46 Sekunden) und der Vorjahreszweiten Rostockerin Jonna Tilgner (61,99) in 62,36 Sekunden Rang drei. Auf den letzten
Metern hatte sie die Wattenscheiderin Katharina Grallmann (62,39) noch abgefangen.
"Nach 200 Metern habe ich schon meine Beine gespürt, und die Hürden standen auch nie da, wo ich sie gerne gehabt hätte. Mal
war ich zu nah dran, mal etwas zu weit weg. Die letzten 100 Meter waren nur noch Kampf. Mit einer Medaille habe ich nie gerech-
net", sprudelte es nach dem Finale aus der NO-Schülerin heraus.
Ebenfalls Bestzeit gelang ihrem Schulkameraden Maximilian Wessel über 1500 Meter. Mit 3:59,54 Minuten blieb er als Fünfter
des zweiten und letzten Vorlaufs erstmals unter 4 Minuten. Sein Pech aber war, dass das Tempo in seinem Lauf durch die beiden
Top-Athleten und späteren Erst- und Zweitplatzierten Stefan Eberhard aus Erfurt und Patrick Schulz (Potsdam) zwischenzeitlich
verschleppt wurde. Im deutlich zügigeren ersten Vorlauf kam der Achtplatzierte mit 3:59,42 Minuten über die Zeitregel noch in das
Finale, für das dem auch im nächsten Jahr noch der Jugendklasse angehörenden jungen Braunschweiger zwölf Hundertstel fehlten.
Für ihn stand der Wettkampf ebenso unter dem Motto "Erfahrungen sammeln" wie für Teresa Emmrich. Die jüngste des LG-Trios
verpasste über 100-Meter-Hürden und 100 Meter flach mit 14,97 und 12,56 Sekunden das Weiterkommen in die Zwischenläufe um
eine beziehungsweise zwei zehntel Sekunden. (B.B.)

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 7. Juli 2003
Ostfriesische Talente sind in Fulda vom Pech verfolgt
Leichtathletik-DM: Geisemeyer verpasst Endlauf über 1500 Meter knapp / Auch André nicht im Finale
Von Klaus Jakobs
Fulda. Die Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Fulda hatten mit Rang drei der Holtlander Hammerwerferin
Daniela Pohl (49,39 Meter) verheißungsvoll begonnen (
die OZ berichtete). Doch die anderen ostfriesischen Talente waren im Sport-
park Johannisau vom Pech verfolgt. Ino Geisemeyer (A-Jugend) von Germania Leer kam über 1500 Meter nach 3:59,65 Minuten ins
Ziel. Damit lief er seine zweitbeste Zeit überhaupt, verpasste aber das Finale um 23 Hundertstel Sekunden. Am Ende belegte er
Platz 15. “Ino hat das Rennen ganz gut begonnen und bis zur zweiten Runde lief auch alles nach Plan” erklärt Trainer Werner
Ostermeyer. “Doch dann kam eine größere Gruppe von hinten und hat die führenden Läufer überholt. Aber statt weiter Tempo zu
machen, hat sich ein riesiger Pulk mit kleinen Rangeleien gebildet. So war es für die guten Läufer sehr schwer, den Lauf noch
vernünftig zu gestalten” meint der Coach.
Einen schlechten Tag erwischte der B-Jugendliche Siewert André vom TV Norden. Das Sprinttalent gewann den Vorlauf in 11,22
Sekunden, erwischte im Zwischenlauf jedoch einen schlechten Start. Mit 11,37 Sekunden verpasste er den Endlauf. “Nach der
tollen Vorstellung im Vorlauf wäre mehr möglich gewesen. Es hat leider nicht ganz gereicht” sagt Trainer Edzard Alberding. Im
Vorlauf über 200 Meter lief André dann noch 22,98 Sekunden, was ebenfalls nicht zur Finalteilnahme reichte.
Teamgefährte Sören Vöhrs lief im Vorlauf über 400 Meter der A-Jugend 50,08 Sekunden und verpasste damit den Endlauf. Er blieb
jedoch nur knapp über seiner Bestzeit und belegte in der Endabrechnung Rang 14. “Sören hätte noch besser sein können, ist das
Rennen aber zu verhalten angegangen. Er hatte zu viel Respekt vor der Konkurrenz” glaubt Alberding

WESER KURIER vom 8. Juli 2003
Rare Lichtblicke
Bremer Leichtathleten enttäuschen bei Jugend-DM in Fulda / Puschmann überrascht
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Fulda. Von Platz 22 auf den siebten Rang - das kann sich sehen lassen. Moritz Puschmann gelang diese Verbesserung ausge-
rechnet bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Fulda. Als 22. der Meldeliste war der A-Jugendliche ins Rennen über die
1500 Meter gegangen - und qualifizierte sich überraschend für den Endlauf. Es war einer der wenigen Lichtblicke für die Bremer
Leichtathleten bei der DM. Dank der persönlichen Bestleistung von 3:55:48 Minuten war Puschmann der Einzug ins Finale ge-
glückt. Dort überzeugte der Athlet des Bremer Leichtathletik Teams (VfB Komet) abermals und erreichte das Ziel in 3:57:03 Min.
als Siebter.
Andere Bremer allerdings hatten Pech, die Nerven nicht im Griff oder waren schlichtweg zu unerfahren für einen großen Wettkampf
dieser Art. So wird Kaja Tokarska (SV Werder) Fulda zweifellos in unangenehmer Erinnerung behalten: Die A-Jugendliche lief über
die 100 Meter Hürden zwar ein gutes Rennen (14,68), verpasste den Endlauf aber denkbar knapp um 14 Hundertstelsekunden.
Einen Zwischenlauf, Tokarskas erklärtes Ziel, gab es nicht, weil nur drei Vorläufe gestartet wurden. Mit Werders 4x100-Meter-
Staffel (Tokarska, Grothe, Kelterborn, Geils) glückteTokarska sogar eine neue Saisonbestleistung (49,30). Doch Platz 17 nach den
Vorläufen bedeutete ebenfalls das Aus - nur die 16 schnellsten Quartette qualifizierten sich für die Endläufe.
Der A-Jugendliche Torben Kleine (Werder) blieb über die 100 Meter (11,13/Platz 29) und 200 Meter (22,86 Sek./23.) im Bereich
seiner Möglichkeiten. Im Falle von Catharina Reppin (BLT/Komet) kann davon keine Rede sein: Erneut gelang es der B-Jugend-
lichen nicht, ihre Leistung in einem großen Wettkampf abzurufen. Mit einer Weite von 5,52 Metern belegte sie zwar einen respekt-
ablen siebten Rang im Weitsprung - die 5,88 Meter jedoch, die der Siegerin in Fulda zum Titel reichten, hatte Reppin in dieser
Saison bereits mehrfach überboten. Ihre Bestleistung liegt bei 6,07 Metern. Ein Trostpflaster hielten jedoch die 100 Meter Hürden
bereit: Im Zwischenlauf verbesserte Reppin ihre persönliche Bestleistung auf 14,61 Sekunden und kam auf den 16. Platz.
Etwas besser lief es für ihren Vereinskollegen Julian Geißhirt. Zwar knüpfte auch der B-Jugendliche im Vorlauf der 400 Meter nicht
an die bisher gezeigten Leistungenan. Dafür steigerte er sich im B-Endlauf, siegte und belegte den achten Rang (50,11).
Auf den 23. Platz lief Natalie Steinemann (Werder) über die 1500 Meter (4:57:92). Sie dürfte die Titelkämpfe damit ebenso als
nützliche Erfahrung verbuchen wie Werders weibliche 4x100-Meter-Staffel (Abendroth, Fabre de la Ripelle, Hofer, Kozsnik), die auf
Rang 33 lief (50,43). Pech hatte dagegen die männliche 4x100-Meter-Staffel des BLT/Komet (Kollhoff, Rhen, Thyme, Wede-
kämpfer): Die B-Jugendlichen gaben auf.

STADER TAGEBLATT vom 8. Juli 2003
Persönliche Bestzeiten statt Siegermedaillen
Deutsche Jugendmeisterschaften in Fulda: Leichtathleten des TSV Wiepenkathen sammeln Wettkampferfahrung
Fulda (Ig). "So eine Meisterschaft ist etwas ganz besonderes", darin waren sich die vier Leichtathleten des TSV Wiepenkathen
einig. Imke Schmidt, Sascha Cordes, Romina Quell und Katharina Alack waren bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in
Fulda an den Start gegangen. Imke Schmidt startete über die 3000 m-Distanz der weiblichen Jugend. Sie lief ein taktisches
Rennen im vorderen Mittelfeld, konnte gegen Ende noch einmal angreifen und freute sich über ihre Bestzeit von 10:00,20 min, die
ihr Platz vier einbrachte.
Sascha Cordes (mJB) trudelte sprichwörtlich in der letzten Minute im Stadion ein. Er musste nach seiner Schulabschlussfeier am
Morgen noch die weite Anfahrt mit der Bahn hinter sich bringen. Beherzt griff er in den Wettkampf ein, warf den Speer 58,10m weit
und holte mit persönlicher Bestleistung Platz acht.
Romina Quell und Katharina Alack (weibliche Jugend B) gingen ausgeruht an ihre Sache heran. Mehrkämpferin Romina Quell er-
reichte im 100 m-Hürdenlauf den Zwischenlauf. Hier konnte sie ihre Zeit noch einmal toppen und war mit 14,37 sec. und damit
persönlicher Bestzeit mit Platz 13 überaus zufrieden. Über 400 m kam Katharina Alack bis auf 13 Hundertstel an ihre Bestzeit
heran, musste sich aber der großen Konkurrenz geschlagen geben.
Außer vielen positiven Eindrücken nahmen die Athleten auch eine gute Portion Wettkampferfahrung mit nach Hause. "Alles in
allem ein gelungenes Wochenende", freut sich denn auch Trainer Gerd Prinzler, der seine Schützlinge an allen drei Wettkampf-
tagen betreute.

ACHIMER KURIER / Verdener Nachrichten vom 8. Juli 2003
Bezirksrekord nur knapp verfehlt
Überzeugender Diskuswerfer Thorben Bock Sechster bei den Deutschen Meisterschaften
Von unserem Mitarbeiter Carl Christian
Kirchlinteln. Eine starke Leistung zeigte Thorben Bock (TSV Kirchlinteln) bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Fulda:
Der B-Jugendliche warf mit dem Diskus eine glänzende Serie und belegte mit 51,21 Metern den sechsten Platz. Mit diesem guten
Abschneiden bewies Bock, dass er nach seinen Patzern bei den Landesmeisterschaften die aufgetretenen Fehler beseitigen und
seine Wurftechnik erfolgreich verbessern konnte. Bei seinem Betreuer und der mitgereisten Fangemeinde waren die Erwartungen
(aber) nicht zu hoch geschraubt, da der Kirchlintelner nur mit dem neuntbesten Ergebnis gemeldet war.
Schon beim Einwerfen zeigte sich, dass die Konkurrenten auch nur mit Wasser kochen würden. Thorben Bock begann seinen
Wettkampf mit einem Sicherheitswurf von 46,47 Metern, steigerte sich aber im zweiten Versuch auf 50,36 m und machte damit
schon seine Teilnahme am Endkampf klar. Im dritten Durchgang legte er nochmals zu und blieb mit 51,21 Metern nur 47 Zenti-
meter unter seinem Bezirksrekord. Im Endkampf konnte er sich nicht weiter steigern, bewies aber mit zwei Würfen klar über 50
Metern - 50,72 m und 51,19 m - eindrucksvoll seine wiedergewonnene Wurfkraft. 
Der Sieger des Titelkampfes, Daniel Bernhardt (LG Erlangen), warf den Diskus auf 54,74 m. Mit Landesmeister Thorsten Husak
(Delmenhorster TV) war ein weiterer niedersächsischer Werfer im Endkampf vertreten, der aber mit für ihn enttäuschenden 48,42 m
Platz acht belegte. (Vizelandesmeister Simon Holstein (TSV Burgdorf) schied mit 43,67 m bereits im Vorkampf aus.)

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 8. Juli 2003
Thorben Bock Sechster
Kirchlintler Diskuswerfer überzeugt bei Jugend-DM in Fulda
Kirchlinteln (cd). Mit einem großartigen sechsten Platz, einer starken Leistung und einer glänzenden Serie überraschte Thorben
Bock vom TSV Kirchlinteln sowohl Betreuer als auch die mitgereiste Fangemeinde bei den deutschen Jugendmeisterschaften in
Fulda. Nach der verpatzten Leistung bei den Landesmeisterschaften hatte der Kirchlintler mit gutem Erfolg an der Beseitigung der
zutage getretenen Fehler in seiner Wurftechnik gearbeitet. Gleichwohl waren die Erwartungen diesmal etwas verhaltener, zumal er
nur mit dem neuntbesten Ergebnis gemeldet war. Aber bereits beim Einwerfen zeigte sich, dass die Konkurrenz auch nur mit Wasser kocht.
Thorben Bock begann seinen Wettkampf mit einem Sicherheitswurf von 46,47 m, sicherte sich aber schon beim zweiten Wurf mit
50,36 m seine Endkampfteilnahme. Im dritten Durchgang steigerte er sich nochmals auf 51,21 m und blieb damit nur 47 Zenti-
meter unter seinem Bezirksrekord. Im Endkampf konnte er zwar nicht mehr zulegen, stellte aber mit Würfen von 50,72 m und
51,19 m seine Wurfkraft eindrucksvoll unter Beweis.
Der Sieger des Wettkampfes, Daniel Bernhardt von der LG Erlangen, warf 54,74 m weit und war damit durchaus nicht unerreichbar
weit entfernt. Mit Thorsten Husak (Delmenhorst) war ein weiterer Werfer aus dem Bereich des NLV im Endkampf vertreten. Er be-
legte mit für ihn enttäuschenden 48,42 m Platz acht. Simon Holstein (Burgdorf) schied mit 43,67 m im Vorkampf aus.

DELMENHORSTER KREISBLATT vom 9. Juli 2003
Im Endkampf nur noch unter 48 Metern
Leichtathletik: Torsten Husak Achter
Delmenhorst (fr). Mit dem achten Platz bei der deutschen Jugendmeisterschaft in Fulda blieb der B-Jugendliche Torsten Husak
unter den Erwartungen. Sein Diskus landete bei 48,42 Meter – knapp vier Meter unter seiner Bestmarke. Zwar entspricht die Platz-
ierung genau der in der deutschen Rangliste, in der der DTVer mit einer Bestmarke von 52,36 Meter notiert ist und mit der er in
Fulda Fünfter geworden wäre, etwas mehr hatten sich Husak und sein Trainer Dr. Albrecht Günther aber schon ausgerechnet.
Die Bestweite gelang im ersten Versuch und mit ihr kam er als Sechstbester in den Endkampf. Dort blieben alle weiteren Würfe
aber unter 48 Metern. Der Coup gelang dem Sieger Daniel Bernhardt (Erlangen). Mit 47,21 Metern gerade noch in den Endkampf
geschlittert, schleuderte er seinen letzten Wurf auf 54,75 Meter.

DIE HARKE (Nienburg) vom 9. Juli 2003
Gezieltes Training zahlt sich aus für Florian Götz
Papenburg (hhg). Florian Götz vom TuS Hoya überraschte in Papenburg mit der Landesvizemeisterschaft im Zehnkampf der B-
Jugend nicht nur Trainer und Anhänger, sondern auch seine 17 Gegner, die eine solche Leistungsexplosion des 16-jährigen Real-
schülers nicht erwartet hatten. Noch im vergangenen Jahr hatte Florian die Aufnahme in den Zehnkampfkader am Bundesleist-
ungszentrum in Hannover wegen fehlender Qualifikationsleistungen knapp verpasst.
Daraufhin bereitete sich der Nordkreisler im
zurückliegenden Winter konsequent unter Obhut von Trainer Olaf Heye auf seinen ersten Zehnkampf vor. Mit diesem Ziel vor Augen
wurde sogar die komplette Hallenwettkampfsaison ausgelassen.
Dieses Vorgehen zahlte sich aus. Nach dem ersten Tag in Papenburg mit den 100- und 400-Meter-Läufen, Hoch- und Weitsprung
sowie dem Kugelstoß lag Florian an der Spitze des Feldes, zeigte aber dann am zweiten Durchgang in der Favoritenrolle Nerven
beim Stabhochsprung und fiel auf den dritten Rang zurück. Eine weitere Position kostete der Hürdenlauf, bei dem der Hoyaer vor
dem ersten Hindernis ins Straucheln geriet und wertvolle Zeit verlor. Mit einem Speerwurf von über 50 m eroberte er den zweiten
Platz zurück, den er auch im abschließenden 1500-m-Lauf konzentriert verteidigte.
Am Ende hatte der Landesmeister Tim Heemsoth vom SV Friedrichsfehn 6040 Punkte, während es der ein Jahr jüngere Florian
Götz auf 5637 Zähler brachte. Ihm gehört bei kontinuierlicher Aufbauarbeit zweifellos die Zukunft, für die eine Stabhochsprungan-
lage in Hoya bestimmt vorteilhaft wäre.

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 9. Juli 2003
Stefanie Meyer schrammt an Medaille vorbei
Fulda/Hildesheim (wgk). Die Hildesheimer Hochspringerin im Trikot der LG Hannover, Stefanie Meyer, hat bei den deutschen
Meisterschaften der Leichtathletik-Jugend in Fulda nur knapp eine Medaille verpasst. Trotz einer persönlichen Bestleistung von
1,79 m musste sie mit dem vierten Platz vorlieb nehmen. Deutsche Jugendmeisterin wurde die Frankfurterin Ariane Friedrich, die
die Latte bei 1,86 m überquerte. Mehr als ein Trost für Steffi Meyer war die Mitteilung des Bundestrainers nach dem Wettkampf, er
habe sie in den C-Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes aufgenommen.
Für zwei Teilnehmer aus Vereinen des Sportkreises Hildesheim sprangen bei den Titelkämpfen siebte Plätze heraus. Im Hammer-
werfen der weiblichen Jugend A landete Berit Schiffke von Eintracht Hildesheim mit einer Weite von 43,43 m auf Rang sieben. Vier
ihrer sechs Versuche waren ungültig. Die neue Meisterin Kathrin Klaas (TV Haiger) von der LG Eintracht Frankfurt schleuderte den
Hammer auf 59,18 m.
Swen Sander springt 4,15 m hoch
B-Jugend-Landesmeister Swen Sander (CJD Elze) belegte im Stabhochsprung mit seiner übersprungenen Höhe von 4,15 m eben-
falls den siebten Platz. Er musste diesen Rang allerdings mit nicht weniger als fünf anderen Wettkämpfern teilen, die alle mit der
gleichen Anzahl von Versuchen die Leistung von 4,15 m erreicht hatten. Malte Mohr vom USC Bochum wurde neuer Stabhoch-
sprung-Meister mit 4,70 m.
Der amtierende Niedersachsenmeister der A-Jugend im Kugelstoßen, Julian Dobbrunz von der FSV Sarstedt, belegte in seiner
Spezialdisziplin den 13. Platz. Mit einer Weite von 14,71 m hatte er sich in Oldendorf den Landesmeistertitel geholt. In Fulda
wehte bei schwerer Konkurrenz ein anderer Wind. Zwar stieß Dobbrunz dort die Kugel zwei Zentimeter weiter als bei den nieder-
sächsischen Titelkämpfen, hatte am Ende des Wettbewerbs aber zwölf Konkurrenten vor sich. Immerhin war der Sarstedter damit
aber auch in Fulda wieder bester Kugelstoßer aus Niedersachsen. Die 4x100-m-Staffel der LG Hannover, in der mit Lisa Hübner
und Isabelle Steindor zwei Hildesheimerinnen liefen, kam im B-Finale der weiblichen Jugend B in 48,60 Sekunden auf den dritten
Platz. Als Sieger ihres Vorlaufes war das Quartett 48,63 gelaufen, konnte sich damit aber nicht für den A-Endlauf qualifizieren.

DEISTER-LEINE-ZEITUNG vom 9. Juli 2003
Sarah Piesker holt Bronze im Weitsprung
Isabell Garling mit neuem Kreisrekord über 400 Meter / Helge Schwarzer scheidet im Zwischenlauf aus
Wennigsen (red). Dass man auch mit Athleten aus eigener Nachwuchsförderung Großes leisten kann, bewiesen bei den 62.
Deutschen Jugendmeisterschaften in Fulda die Athleten der LG Wennigsen/Egestorf Sarah Piesker (Weitsprung), Helge
Schwarzer (110 Meter Hürden) und Isabell Garling (400 m) zum wiederholten Mal. Die Mehrkämpferin Sarah Piesker konzentrierte
sich ganz auf den Weitsprung und verzichtete auf den Hochsprung, bei dem sie auch sehr gute Chancen gehabt hätte.
15 Springerinnen hatten für den Weitsprung gemeldet, davon drei mit Bestleistungen über sechs Meter. Das LG-Ass Sarah lieferte
den Spezialisten bis zum Schluss einen harten Kampf und kam im Finale der besten Acht mit 5,75 m auf den Bronzeplatz. Ein
weiterer Satz hätte sogar zum Sieg gereicht, wurde aber nach längerer Diskussion als ungültig gewertet.
46 Läuferinnen hatten sich für die 400 m der weiblichen Jugend B qualifiziert, von denen 39 in fünf Vorläufen antraten. Im dritten
Vorlauf war Isabell Garling sehr schnell unterwegs. Mit 57,73 Sekunden qualifizierte sie sich für das B-Finale (Plätze 9 bis 16) und
löschte den Kreisrekord von Birgit Feistner (LAZ Hannover-Land) aus dem Jahre 1986 aus. In der Endabrechnung aller Läufe
erreichte sie den 13. Platz. Vor- und Zwischenläufe mussten auch die 110 m Hürdenläufer bestehen, um ins Finale der besten
Acht zu gelangen. Helge Schwarzer gewann seinen Vorlauf eindrucksvoll in neuer Jahresbestleistung von 14,37 Sek. Im Zwischen-
lauf führte Helge Schwarzer bis zur 60 m-Marke. Durch Fehler an den letzten Hürden verspielte er die Chance auf den Endkampf.
Bei der Leistungsdichte der besten deutschen 110m-Hürdenläufer gewann dann auch nicht der Favorit, sondern der mit einer Best-
zeit von 14,31 Sek. angereiste Tim Golomski (Bayer Leverkusen). Einen Trost gab es für Schwarzer dann doch noch: Seine Zeit
aus dem Vorlauf hätte im Finale den sechsten Rang ergeben.

GIFHORNER RUNDSCHAU vom 9. Juli 2003
Staffel wurde disqualifiziert
Nina Giebel bei Leichtathletik-Meisterschaften über 200 Meter unter 25 Sekunden
Bei den Deutschen Leichtathletik-Jugendmeisterschaften in Fulda belegte Nina Giebel vom MTV Wolfenbüttel den zehnten Platz
im 200-Meter-Lauf der B-Jugend. Über 100 Meter schied sie nach dem Zwischenlauf aus. Die Staffel der weiblichen B-Jugend des
MTV Wolfenbüttel wurde disqualifiziert. Über 200 Meter hatte Nina Giebel einen optimalen Wettkampf. Sie erreichte im Vorlauf
25,19 Sekunden und kam in das B-Finale. Dort lief sie mit 24,92 Sekunden auf Rang zwei, was insgesamt Platz zehn bedeutete.
Die Crammerin sprintete die Strecke erstmals unter 25 Sekunden und stellte einen neuen Kreisrekord für die weibliche B-Jugend
auf.
"Über 200 Meter ist mir die größte Steigerung insgesamt in diesem Jahr gelungen. Mit diesem Ergebnis bin ich total zufrieden",
erzählte die 17-Jährige. Ihre Trainerin Heike Schlesinger glaubt, dass eine Steigerung der persönlichen Bestleistung für Nina Giebel
wichtiger sei als die Platzierung, weil die Perspektive für die Sportlerin stimme. "Eine Athletin will immer schneller laufen und setzt
sich dann höhere Zeitziele." Im Sprint über 100 Meter klappte es allerdings nicht so gut. Nachdem die Landesmeisterin im Vorlauf
mit 12,27 Sekunden den zweiten Platz belegt hatte, scheiterte sie als Vierte im Zwischenlauf mit 12,29 Sekunden. "Nach einem
von einer Konkurrentin verursachten Fehlstart kam ich als Letzte aus den Startblöcken. Danach konnte ich die Vorderen nicht
mehr erreichen."
Trainerin Schlesinger sah in der Änderung der Startstellung die Hauptursache des Scheiterns. Ein Landestrainer hatte Giebel beim
Kadertraining in Hannover vor den Wettkampf umgestellt. "Damit kam Nina nicht klar. Die Koordination nach dem Start stimmte
nicht mehr, das schlug sich dann auf die Beschleunigungsphase nieder. Solch eine Umstellung nimmt man nicht fünf Tage vor so
einem wichtigen Wettkampf vor. Was Nina läuferisch leisten kann, hat sie später über 200 Meter bewiesen. Ich bin überzeugt,
dass sie ohne die Änderung ins Finale gekommen wäre."
Beim Staffellauf über 4 x 100 Meter überliefen die Wolfenbüttelerinnen bereits bei der ersten Stabübergabe den Wechselraum und
wurden disqualifiziert. Janine Schmerse lief zu früh los, so dass Nina Hartwich sie nicht rechtzeitig erreichen konnte. "In so einem
Rennen sind die Mädchen nervös und achten nicht auf ihre Wechselmarken. Dann rennen sie zu früh los, weil sie meinen, damit
schneller zu sein", erklärte Trainerin Schlesinger. (ma)

Presseinformation vom 10. Juli 2003 (Von Hans-Hinrich Kahrs)
Catharina Mangels erreicht den 11. Platz bei DM
Tim Schwarzmeier und Anne Kahrs ohne Endkampfchancen
Drei Nachwuchsathleten vertraten die Region am Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in
Fulda. Catharina Mangels (TuS Alfstedt) kam im Diskuswurf der weiblichen Jugend A auf 41,78m und belegte damit den elften
Platz unter 18 qualifizierten Starterinnen. Bereits beim Einwerfen konnte die Alfstedter Werferin die 40m-Marke übertreffen und
bestätigte mit 40,39m im ersten Versuch diese Leistung. Nach einem ungültigen Wurf steigerte sie sich im dritten Durchgang noch
einmal und verpasste die Endkampfteilnahme nur knapp. Sie errang damit ihre bisher beste Platzierung bei einer Deutschen
Meisterschaft. Den Titel holte sich Ulrike Giesa (LAC Quelle Fürth München), die auf 54,03m kam und Nadine Müller (Hallesche
LA-Freunde/52,46m) und Iris Schneider (SV Hohenstein/50,19m) auf die Plätze verwies.
Tim Schwarzmeier (TSV Bremervörde) ging bei seiner ersten Teilnahme an Deutschen Meisterschaften im zweiten von drei Vor-
läufen an den Start über 1500m der männlichen Jugend B. Schon nach der ersten Runde hatte eine vierköpfige Spitzengruppe mit
starkem Tempo einen Abstand zu den übrigen acht Läufern hergestellt. Der Bremervörder versuchte zwar, Anschluss an diese
Gruppe zu finden, musste sich im Ziel jedoch mit dem achten Platz und eine Zeit von 4:12,75min begnügen. Den Sieg in diesem
schnellsten der drei Vorläufe holte sich der spätere Deutsche B-Jugendmeister Andreas Klöble vom LC Rothaus Breisgau in
4:03,68 min.
Anne Kathrin Kahrs (TuS Alfstedt) konnte im Speerwurf der weiblichen Jugend B nicht an ihre guten Wurfleistungen und Platz-
ierungen der Winter-Wurfmeisterschaften anknüpfen. Nach 31,21m im ersten Durchgang kam sie im zweiten Versuch auf 34,87m
und blieb deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Nach einem ungültigen dritten Versuch erreichte sie den Endkampf nicht.
Für alle drei Aktiven war allein die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften ein Erfolg. Neben dem eigenen Wettkampf waren
die tolle Stimmung auf den Rängen, viele gute Leistungen und die gesamte Atmosphäre so motivierend, dass die Teilnahme an
einem solchen Sporterlebnis auch weiterhin ein Ziel für die Nordkreisathleten ist.

DELMENHORSTER KREISBLATT vom 11. Juli 2003
BTB-Jugendteam auf Landesebene die Nr. 1
Leichtathletik: Im Mehrkampf klar vorn
Bookholzberg. Mit dem Titelgewinn beendeten Leichtathleten des Bookholzberger TB die Mehrkampf-Landesmeisterschaften in
Papenburg. Dabei setzten sich die A-Jugendlichen Daniel Lucka, Mario Lucka, Thomas Meyer, Roman Schindler und Tim Ramke
im Fünfkampf deutlich vor der LG Edemissen-Peine durch.
Beim 100-m-Lauf verbesserte Meyer seine Bestzeit klar auf 11,88 Sekunden und auch Schindler lief mit 12,36 so schnell wie nie
zuvor. Beim Weitsprungwettbewerb blieben alle BTBer im Bereich ihrer Bestleistungen und übernahmen in der Manschaftswertung
die Führung.
Beim Kugelstoßen erreichte Daniel Lucka mit der 6-kg-Kugel 12,89 Meter und beendete diese Disziplin als Bester. Ramke ver-
buchte mit 11,23 eine persönliche Bestleistung. Im Hochsprung sammelten Schindler und Mario Lucka mit Sprüngen über 1,68
wichtige Punkte. Meyer und Ramke sprangen je 1,48, Daniel Lucka 1,44 hoch. Der 400m-Lauf bildete das Finale. Als Schnellster
erreichte Schindler nach 56,83 vor Meyer (56,99) das Ziel. In der Endabrechnung belegte der BTB mit 12 343 Punkten den ersten
Rang. Edemissen-Peine landete mit 900 Zählern Rückstand auf Platz zwei.

ZEVENER ZEITUNG vom 12. Juli 2003
Zevener Timm Müller überzeugt bei der DM
In Fulda Platz 5 über 200 Meter und neue Bestzeit im Sprint erreicht
Fulda/Zeven. Im hessischen Fulda wurden die Deutschen Leichtathletikjugendmeisterschaften ausgetragen. Rund 1800 Athleten
aus knapp 500 Vereinen hatten sich auf Sportfesten und Landesmeisterschaften für den Saisonhöhepunkt qualifiziert. Von der
LAV Zeven waren Timm Müller (über 100 und 200 Meter) sowie Merle Zabel über die 400-Meter-Hürdenstrecke am Start.
Die Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft ist schon etwas ganz Besonderes für die jungen Athleten und zum ersten Mal
dabei zu sein, bedeutet auch, mit großer Nervosität zurecht zu kommen. Das erfuhr Merle Zabel, die in ihrem ersten Jugendjahr
die Startberechtigung für die 400-Meter-Hürdenstrecke als Vizemeisterin bei den Landesmeisterschaften erzielte. Schon die Vor-
bereitungen auf dem Aufwärmplatz, die fest geregelten Aufruf- und Callroomzeiten, das gemeinsame Einmarschieren in das
Stadion und nicht zuletzt die große Zuschauerkulisse waren beeindruckend.
32 Hürdenläuferinnen aus ganz Deutschland hatten sich qualifiziert, das bedeutete, dass die acht Endlaufteilnehmerinnen in vier
Vorläufen ermittelt werden mussten. Merle Zabel war in den schnellsten Vorlauf gelost worden, wo sie sich an den schnellen
Läuferinnen orientierte und ihr Rennen dadurch zu rasant anging. Auf den letzten Metern reichte die Kraft dann nicht mehr ganz,
sodass sie hinter ihrer Bestzeit zurückblieb. “Mit meiner Platzierung bin ich ganz zufrieden”, so Merle, die um einige Erfahrungen
reicher die Heimreise nach Zeven antrat.
Endlauf knapp verpasst
Für Timm Müller war es bereits die vierte Meisterschaft, wobei er im vergangenen Jahr in Mönchengladbach allerdings verletzungs-
bedingt nur als Zuschauer dabei sein konnte. Über 100 und 200 Meter war der Zevener gemeldet. Er zeigte in beiden Disziplinen,
dass er optimal trainiert hatte und von seinem Trainer Hans-Hermann Neblung richtig eingestellt worden war. Im Vorlauf erzielte
Timm Müller mit 10,78 Sekunden über die 100 Meter eine neue Bestzeit, was ihm einen Platz im Zwischenlauf sicherte. Hier nahm
er sich mit einem etwas verpatzten Start, den er trotz eines unglaublich kraftvollen Laufs nicht mehr wettmachen konnte, die
Chance auf die Endlaufteilnahme. Am Ende fehlten ihm nur sieben Hundertstel Sekunden. Deutscher Jugendmeister wurde Till
Helmke vom TSV Friedberg-Fauerbach in 10,45 Sekunden vor Sebastian Ernst (Schalke 04), der mit seinen in Zeven erzielten
10,40 Sekunden die Bestenliste der A-Jugendlichen aber weiter anführt.
Platz 5 über 200 Meter
Die eigentliche Paradedisziplin von Timm Müller ist jedoch die 200-Meter-Strecke. Im Vorlauf erwischte er mit Bahn sieben und
starken Läufern wie Till Helmke und Martin Lohmann von der LG Kreis Verden hinter sich, jedoch denkbar schlechte Voraussetz-
ungen. Routiniert genug, ließ er sich davon allerdings nicht beeindrucken und lief vom Start weg ein schnelles Rennen, das er am
Ende mit der drittschnellsten Vorlaufzeit in 21,70 Sekunden beendete. Im Endlauf der besten Acht konnte der Zevener wieder
überzeugen. Bei 21,69 Sekunden blieb für ihn die Zeit stehen, was in der Endabrechnung Platz 5 in Deutschland bedeutete.
Deutscher Meister wurde auch hier Till Helmke (21,10) in einem spannenden Finish vor Sebastian Ernst, der 21,15 Sekunden be-
nötigte.
Perspektiven aufgezeigt
Es war eine gelungene Veranstaltung in Fulda, die zeigte, dass die Leichtathletik in Deutschland Perspektiven hat. Trotz einiger
persönlicher Enttäuschungen wurden viele gute Ergebnisse erzielt, präsentierten sich die 16- bis 19-Jährigen als faire Sportler. Für
Timm Müller – wie für viele andere A-Jugendliche – steht mit Ablauf der Saison der Wechsel in die Männerklasse an. “Dann zeigt
sich erst, wo man in Deutschland wirklich steht”, so der Zevener. (nb)

ALLGEMEINE ZEITUNG UELZEN vom 12. Juli 2003
Die schnellste Uelzenerin
Anja Bodenstedt knackte Rekord
Uelzen/Fulda. Die Teilnahme an Deutschen Meisterschaften sind der Lohn für viele Stunden Training und zahlreiche Entbehr-
ungen. Anja Bodenstedt von der LG Post SV Uelzen/MTV Barum hat die Ernte jetzt bereits zum zweiten Mal binnen einer Woche
eingefahren.
Gerade erst mit der Laufstaffel im Ulm am Start gewesen (
die AZ berichtete ausführlich), standen nun die Deutschen Jugend-
meisterschaften in Fulda auf dem Programm. Die Qualifikationsnorm über die 800 Meter hatte Anja Bodenstedt zuvor bei den
Landesmeisterschaften geknackt. In Fulda qualifizierten sich die Siegerinnen der Vorläufe sowie neun weitere Zeitschnellste. Die
Uelzenerin musste gleich im ersten Vorlauf antreten. Es wurde von Beginn an auf das Tempo gedrückt. Bis kurz vor dem Ziel lag
Anja Bodenstedt an zweiter Position, musste aber vor der Linie noch eine Läuferin passieren lassen, weil sie auf der Innenbahn
laufend eingekeilt gewesen war.
“Ihre Zeit von 2:14,34 Minuten ist trotzdem unglaublich, lobt Bodo Pesarra, der Vorsitzende des Kreisleichtathletikverbandes. Er-
neut hat Anja Bodenstedt den Kreisrekord der B-Jugend unterboten und hält nun die schnellste Zeit, die eine Uelzerin für einen
Kreisverein je gelaufen ist. An der Spitze lag bisher Claudia Pesarra, die den Kreisrekord der Frauen mit 2:14,41 Minuten seit 1993
gehalten hatte.
Mit der drittbesten Zeit aus allen Vorläufen stürmte Anja Bodenstedt in das Finale. Dort machte sich der Kräfteverschleiß aber be-
merkbar. Mit 2:16,45 Minuten lief sie zwar erneut eine gute Zeit, belegte aber “nur" den neunten Rang - und ging leer aus. Bodo
Pesarra: “Diese Platzierung, die sie auch bereits 2002 erreicht hat, ist undankbar, da der DLV nur die besten acht Läuferinnen mit
Urkunden auszeichnet."
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(Presse)-Berichte vom 12.7.         Ergebnisse LM Papenburg (28./29.6.)           Ergebnisse DM Ulm (28./29.6.)         Ergebnisse DM Fulda (4./6.7.)
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