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OSTFRIESEN ZEITUNG vom 16. Juni 2003
Berndstrotmann knackt Streckenrekord
Leichtathletik: Ostfriesland-Marathon immer beliebter / Komiker Wigald Boning locker gekleidet
Von Theo Gerken
Hesel. Karl Berndstrotmann aus Lüdinghausen überquerte nach genau 2:48:30 Stunden die Ziellinie in Hesel und gewann
neben dem Siegerpokal auch die vom Veranstalter ausgelobten 50 Euro für die Verbesserung der Vorjahreszeit um mehr als
fünf Minuten. Die Frauenwertung des 4. Ostfriesland-Marathon des TSV Hesel entschied Ingrid Kuper (Lauffreunde Ems-
land) für sich. Sieger des erstmals ausgetragenen Staffelwettbewerbs wurde die Mannschaft der LG Ostfriesland. Bei idealen
Bedingungen mit leichtem Wind und 20 Grad konnten sich Organisator Günter Saathoff-Kettwig und sein Marathon-Team
über den immer größer werdenden Zuspruch freuen. Aus dem gesamten nord- und westdeutschen Raum kamen die 110
Starter des Heseler Marathons. Zusammen mit den 13 Staffeln und den Teilnehmern an den übrigen Läufen rannten fast 500
Sportlerinnen und Sportler über die abwechslungsreiche Strecke durch Wald und Wiesen. “Unsere gute Organisation hat
sich herumgesprochen”, erklärte Saathoff-Kettwig stolz die stets steigenden Teilnehmerzahlen.
Bereits nach einer der drei zu absolvierenden Runden hatte sich der spätere Sieger Berndstrotmann einen Vorsprung von
mehreren Minuten erarbeitet. “Bis zwölf Kilometern bin ich zusammen mit einem Staffelläufer gelaufen, danach war es für
mich ein einsames Rennen, doch insgesamt finde ich drei Runden schöner als eine lange Strecke,” schilderte Berndstrotmann
den Rennverlauf. Er hatte von Bekannten vom Heseler Lauf gehört und sich eine Endzeit von drei Stunden vorgenommen.
Wesentlich mehr Zeit wollte sich eigentlich Stephan Harms von der Emder LG gönnen. Doch der Koch aus Emden wurde
bei seinem ersten Marathon immer schneller, so dass die geplanten dreieinhalb Stunden locker unterboten wurden. “Beson-
ders vorbereitet habe ich mich nicht, ich bin nur immer in der Arbeitspause am Nachmittag eine Stunde gelaufen. Heute habe
ich es mit einem Vierminutenschnitt versucht, und es hat geklappt”, freute sich Harms über die gelungene Premiere. Dritter
wurde der Vorjahreszweite Bernd Wagner vom TuS Norderney.
Der erstmals durchgeführte Staffelwettbewerb war für die zahlreichen Zuschauer äußerst spannend, störte jedoch die Einzel-
läufer. Nach der ersten Runde deutete alles auf einen Sieg der Ihlower Rennschnecken hin, für die Michael Fecht einen Vor-
sprung von fast fünf Minuten herausgelaufen hatte. Doch die LG Ostfriesland konterte. Borchard Christians zog an Manfred
Fisser vorbei und übergab mit einem Plus von 30 Sekunden an Schlussläufer Fred Ibeling, der dann alle taktischen Register
zog und den Sieg gegen Stefan de Jonge ins Ziel rettete.
Der prominente RTL-Komiker Wigald Boning hatte sich der Witterung entsprechend etwas lockerer als sonst gekleidet und
erreichte nach sehr gleichmäßigem Lauf in 3:45:20 Stunden das Ziel in Hesel.

LANDESZEITUNG für die Lüneburger Heide vom 16. Juni 2003
Jetzt erst mal Beine hochlegen
24-Stunden-DM in Scharnebeck
Scharnebeck.
Die letzte von 154 Runden á 1500 Meter. Im Hintergrund röhrt "Final Countdown" von Europe durchs
Scharnebecker Wohngebiet, der Marburger Sigurd Dutz findet noch die Kraft, ins Publikum zu winken. Der Zielschuss er-
löst ihn und siebzig weitere Aktive, die 24 Stunden Laufen in den Knochen haben. Dutz ist Deutscher Meister mit 232,406
absolvierten Kilometern - eine Strecke von Scharnebeck fast bis nach Berlin an einem Tag. Dutz lag am Ende gerade einmal
eine Runde vor Gerald Dudacy (Halle), der den Führenden erbarmungslos jagte, danach aber völlig ausgetrocknet war und
im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Deutsche Meisterin Barbara Szlachetka aus Hamburg (211,990) hatte unter
der Dusche mit Kreislaufproblemen zu kämpfen, erschien aber zur Siegerehrung wieder putzmunter.
Bester heimischer Läufer wurde ein Debütant. Es war der erste 24-Stunden-Lauf für Stefan Schubert vom MTV Ameling-
hausen - nach 174,852 Kilometern und Platz 14 in der Männerwertung war sich der 41-Jährige relativ sicher, dass es der
letzte war: "Der Aufwand ist einfach zu groß, wenn man Beruf und Familie hat." Schuberts Renntaktik ging auf. Er gab Gas,
solange die Verhältnisse noch gut waren, gönnte sich nach 100 Kilometern eine Pause fürs Umziehen und eine Massage.
Vier Stunden vor Schluss schmerzte die Kniekehle aber zu stark, mehr als Gehen war für Schubert nicht mehr drin - auf-
geben wollte er auf keinen Fall. "Jetzt werde ich vier Wochen pausieren und die Beine hochlegen", kündigte der Ameling-
hausener an.
Auch bei seinem Teamkollegen Eckhard Schulz hatte der Lauf seine Spuren hinterlassen: "Die Schuhe sind nicht kaputt -
aber diverse Zehennägel. Jetzt habe ich nur noch Sehnsucht nach einem Bier." Scharnebecks Solist Sven Harneit war nach
rund 23 Stunden fix und alle, biss aber auf die Zähne. Letztlich reichte es zu Rang 21 (168,472 km). Bei den Damen wurde
Margitta Goldbeck (Amelinghausen) Elfte mit 148,536 Kilometern, während ihre Teamkameradin Marion von Schwamen
mit Magenproblemen aufgeben musste.
Den Staffelwettbewerb gewann Hausbruch-Neugraben wie schon 2001, Silber holte das Gymnasium Scharnebeck nach
einem spannenden Duell mit der SV Scharnebeck. "Wir hatten keine Ausfälle, keine Unfälle, keinen Dünnpfiff", meinte SVS-
Kapitän Siegfried Ziehe strahlend. Letztlich hatten sich die zwölf Scharnebecker doch gegen Pausen ausgesprochen. Ziehe:
"Wenn du einmal liegst, kommst du nicht mehr hoch." Dabei war auch die schnellste Zeitungsausträgerin des Kreises -
Marion Herkt bringt auch heute den Scharnebeckern wieder die LZ im Sauseschritt.
Die Organisatoren meldeten sonst keine Probleme. "Eine Frau lief barfuß und musste verletzt aufgeben, weil sie in eine Glas-
scherbe getreten ist", berichtete Pressewart Horst Schwarz, Durchgehalten hat dagegen der 81-jährige Horst Feiler aus
Nienburg, der von seinen Betreuern gefeiert wurde: "Junge, du siehst so frisch aus wie nach dem ersten Kilometer."

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 16. Juni 2003
"Nach 30 Kilometern dachte ich, ich sterbe"
550 Teilnehmer starten beim 24. Feldmarklauf in Hasede / Stefan Kellenter vom veranstaltenden TuS gewinnt
den Marathon / Der 13-jährige Christian Dense jappst nach dem Zieleinlauf heftig nach Luft
Hasede
(wgk). In aller Herrgottsfrühe, um 3 Uhr, war er noch - wie viele andere Helfer auch - mit Aufbauarbeiten zum 24.
Feldmarklauf in Hasede beschäftigt. Gute sieben Stunden später trabte Stefan Kellenter vom veranstaltenden TuS Hasede
als Sieger des Marathonlaufes durch das Ziel. Die Entscheidung zu seinen Gunsten war allerdings denkbar knapp; denn 41
Kilometer lang hatte Edgar Diener aus Wunstorf, der Gewinner des letztjährigen Laufes, geführt, zum Teil sogar mit über
drei Minuten Vorsprung, ehe Stefan Kellenter angriff und ihn überholte. Zum Kontern fehlten Edgar Diener auf den letzten
Metern Psyche und Kraft. "Ich wollte eine Zeit von 2:50 laufen", gab sich Stefan Kellenter zufrieden, als er seine Siegerzeit
von 2:51:19 Stunden zur Kenntnis nahm. 70 Marathonis hatten sich schon um 7.30 Uhr auf die Strecke gewagt. Am Ende
litten sie trotzdem alle unter der Sonne, die an diesem Tag unbarmherzig vom Himmel brannte.
Marathon am Vortag in Ostfriesland
Um so erstaunlicher die Leistungen einiger Wettkämpfer, wie zum Beispiel von Hans-Joachim Meyer aus Hamburg (M 60),
der in Hasede seinen 742. Marathonlauf absolvierte. Den 741. hatte er einen Tag vorher in Ostfriesland überstanden. Oder
von Hans-Otto Huberts vom TuS Hasede. Er beendete seinen 61. Marathonlauf. Oder von Peter Grüning (MV Stüde), der
zum 50. Mal nach 42 km im Ziel war.
Auch der jüngste Marathon-Teilnehmer beim 24. Feldmarklauf, der 13-jährige Christian Dense vom TuS Sulingen, jappste
nach dem Zieleinlauf heftig nach Luft. "Ich habe erst acht Wochen vorher mit Langstreckentraining begonnen", hechelte er.
"Dafür war es ganz gut. "Aber nach 30 Kilometern dachte ich, ich sterbe. Ich glaube nicht, dass ich so bald einen weiteren
Marathon laufen werde."
Dunja Bernhard vom SVE Hiddestorf war bei ihrer Marathon-Premiere durch die Haseder Feldmark gleich als schnellste
Frau in der Zielschleuse (3:38:02). Beim Halbmarathon siegte in der Frauenklasse der "Hildesia-Express aus Diekholzen",
wie Franz Schlake die Erste, Claudia Hübers, bei der Siegerehrung respektvoll nannte. Nach 1:34:41 erreichte sie das Ziel.
Zweite wurde Iris Brümmer (LT Braunschweig) vor der Hannoveranerin Sabine Petrus, die sich selbst als eine "Nur-so-
Läuferin" vorstellte. Bei den Männern gewann der Osteroder Thomas Just (TG La-Pe-Ka) in 1:18:54 vor dem Hildesheimer
Michael Schäfer. Insgesamt 160 Läufer beteiligten sich am Halbmarathon.
Im Rennen über die 10-km-Distanz durcheilte Christian Kaiser (Eintracht Hildesheim) nach 36:37 Minuten das Ziel. "Ich
komme vom Schwimmsport und trainiere den Langlauf erst seit April mit einem Konzept", erzählte er nach seinem Sieg. Aus
welchem Grund war er so schnell? "Die Angst, zu verlieren, trieb mich nach vorne", antwortete er und erwähnte noch sein
Ziel 2003: "Die Teilnahme am Berlin-Marathon."
Die "Sarstedter Langlauf-Legende" (Originalton Franz Schlake bei der Siegerehrung) Traute Abu Ajamieh von der FSV
Sarstedt gewann die 10 km der Frauen. Die erfahrene Leichtathletin aus der Altersklasse W 55 zeigte sich nicht ganz zu-
frieden mit ihrer Zeit von 45:13. "Es sollte heute eigentlich eine Zeit unter 45 Minuten werden", meinte sie im Interview mit
Gerhard Schütte. Am Rennen über 10 km nahmen 170 Aktive teil.
110 Läufer aller Altersklassen hatten sich für einen Start auf der 5-km-Distanz entschieden. Thorsten Fricke aus Langels-
heim erreichte nach 17:34 Minuten das Ziel, gefolgt vom Jugendlichen Daniel Dralle (TuS Hasede/18:09) und Dr. Artur
Studzinski aus Giesen. Bianca Stanienda war schnellste Frau (19:48) vor Claudia Brümmer (Läufer-Team Oker/20:20) und
Gesa Winter vom TuS Holle-Grasdorf, vor einer Woche noch Moderatorin beim Holler Burgenlauf.
Ansager Gerhard Schütte mochte sich vor dem Start zum 600-m-Schnupperlauf der Kleinsten noch so anstrengen - seine
Interviewpartnerin Charlotte Lisney aus Braunschweig, vier Jahre alt, antwortete hartnäckig, sie käme aus Deutschland und
starte auch hier für Deutschland. Im Übrigen sei sie im Kindergarten in der Schildkrötengruppe. Mehr holte Gerhard Schütte
an diesem Wettkampftag aber nicht aus ihr heraus. Und dann ging es endlich los für knapp 50 Jungen und Mädchen.
Auch der 24. Feldmarklauf der Turngemeinschaft Keramika und des TuS Hasede verlief ohne Pannen. Sehr viele Läufer
äußerten sich positiv über die Verpflegungstellen. Radfahrer des TKJ Sarstedt fuhren den Läuferfeldern vorweg. Der Musik-
zug der Freiwilligen Feuerwehr Klein Förste erfreute mit munteren Stücken. Gut an kam bei Aktiven und Zuhörern auch der
besondere Tusch bei den Siegerehrungen. Chef-Organisator Horst Berger konnte am Ende einmal mehr mit seinem Team
und den vielen Helfern zufrieden sein.

SCHAUMBURGER ZEITUNG vom 16. Juni 2003
Bei über 500 Läufern kamen auch die Organisatoren ins Schwitzen
Rinteln (wm). 504 Läufer gingen gestern beim 3. Rintelner Citylauf auf die Strecke, eine Rekordbeteiligung, die auch die
Mitglieder vom “Orga-Team” mit Thorsten Frühmark ins Schwitzen brachte. Dafür gab es am Ende von allen ein großes
Lob, auch für die THW-Helfermannschaft. Sogar Läufer aus Hamburg, Hannover und Braunschweig starteten in Rinteln.
Die Spitzengruppe auf der Zehn-Kilometer-Strecke mit dem späteren Gesamtsieger Ralf Kropp, der nach 34 Minuten,
und sechs Sekunden durch das Ziel lief.
Im Laufdress erreichte auch heimische Prominenz die Ziellinie, so Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier und CDU-Land-
tagsabgeordneter Dr. Joachim Runkel. Kein Rintelner Fitness-Studio, das nicht seine eigene Truppe an den Start schickte,
Rekordbeteiligung auch von Vereinen und Firmen, 86 Teams zählte der Veranstalter, von “Cool Runnings” bis “La Piazetta”.
Verlaufen konnte sich diesmal niemand, 60 Streckenposten und eine durchgehende weiße Linie sorgten für mühelose Orien-
tierung. Mit einem strahlenden Lächeln und anerkennender “Gratulation” hängten am Ziel VTR-Damen den Läufern gleich
die Medaillen um den Hals. Am schlimmsten sei die Hitze gewesen und das Kopfsteinpflaster, berichten mehrere Läufer-
innen, am schönsten das Stück im Blumenwall, schattig, kühl, mit vielen Zuschauern. Der Landrat gönnte sich nach den zehn
Kilometern ein kühles Weizenbier, CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Joachim Runkel und CDU-Kreisvorsitzender Burkhard
Balz ließen sich nach dem Walking ein großes Eis schmecken. Für Rintelns “Marathonis”, Reinhold Koch und Joachim
Schorling (die Volkbank war auch Hauptsponsor der Veranstaltung), waren die zehntausend Meter mehr ein Übungslauf, für
den 59-jährigen Bernhard von Wysocki aus Neu Isenburg gar “Gesundheitssport”. Er laufe auch bei 100-Kilometer-Veran-
staltungen mit. Mit sechs Jahren war Götz Riechmann der jüngste Läufer, Karl Heinz Struwe mit 77 ältester. Fit & Aktiv
stellte mit 20 Teilnehmern das größte, Claus Peters mit seinen SC-Real-Kollegen das “schönste” Team. Am schnellsten
spurteten die Läufer vom FSC Eisbergen.
Auf der Marktplatzbühne entdeckte das applaudierende Publikum bei der Siegerehrung bekannte Gesichter: Elke Adam aus
Hohenrode siegte über fünf Kilometer zum 3. Mal bei den Damen, Sven Serke bei den Herren. Ralf Kropp legte bei den 10
Kilometern mit 34:06,44 Bestzeit vor. Bei den Damen lief Ulla Köppen aus Hessisch Oldendorf als erste auf dieser Distanz
über die Ziellinie. Den Walkingwettbewerb über zehn Kilometer gewannen in ihrer Klasse Karl-Heinz Hartwig und Bianca
Reichwage, auf der 5000-Meter-Strecke waren Jürgen Lichte und Renate Mischer vorne.

ALLGEMEINE ZEITUNG UELZEN vom 16. Juni 2003
Donnerwetter - 1322 liefen mit
Neuer ,,Superrekord" beim Stadtlauf
Uelzen
(fk). Man hatte beim ausrichtenden TV Uelzen ja auf einen Rekord gehofft, aber dass die Bestmarke aus dem
letzten Jahr (1190) so klar übertroffen werden würde, erstaunt doch mächtig: Mit 1322 wurde die Zahl der Aktiven am Frei-
tag beim 18. Uelzener Abendlauf auf einen eindrucksvollen Höchststand geschraubt. Einigen Anteil daran hatte zweifellos
das prächtige Wetter, das für zahlreiche kurzfristige Nachmeldungen gesorgt hatte. Vor allem der Hauptlauf über 4900 m
war mit 438 Sportler(innen) prächtig und so stark wie noch nie besetzt, aber auch das Rennen über 9700 m (277) sowie die
Läufe über 800 m und 2000 m (jeweils ca. 250) konnten sich sehen lassen. Auch Wanderer und Walker trugen ihren Anteil
dazu bei, dass es zu dieser Rekordbeteiligung kam.
Uelzens Bürgermeister Otto Lukat ließ es sich übrigens nicht nehmen, die Veranstaltung mit dem ersten Startschuss für die
jüngsten Schülerinnen und Schüler zu eröffnen; danach schlossen sich in kurzer Folge die nächsten Läufe und die Wettbe-
werbe der Wanderer und Walker an.
Insgesamt waren weit mehr als 100 Helferinnen und Helfer für diesen Abendlauf im Einsatz, um die umfangreichen Vorbe-
reitungsarbeiten in den Griff zu bekommen. Belohnt wurden sie durch einen überaus gelungenen Verlauf der Veranstaltung,
die glücklicherweise auch von Unfällen - wenn man den einen oder anderen leichten Sturz ausklammert - verschont blieb.

REGIONALE RUNDSCHAU (Weyhe) vom 16. Juni 2003
Spaß an der Freud' gepaart mit Ehrgeiz
187 Läufer, Skater und Walker gingen am Freitagabend beim 23. Weyher Volkslauf an den Start
Von unserer Mitarbeiterin Femke Schierenbeck
Weyhe-Kirchweyhe. Noch schnell die Schuhe zuschnüren, die Sonnenbrille aufsetzen, die Startnummer befestigen und
dann konnte es losgehen. Am Freitagabend gab Hubert Dudziak, Chef des Weyher Gemeindesportringes, an der Zentral-
sportanlage (ZSA) den Startschuss zum 23. Weyher Volkslauf.
“Die meisten laufen immer noch die 10,1 Kilometer-Strecke, aber auch der Halbmarathon ist sehr beliebt', berichtete
Dudziak. Das Gros der Teilnehmer läuft aus Spaß an der Freud mit. Einige packt am Ende aber doch immer der Ehrgeiz.
Wie Jörg Schmidt, der schon seit vielen Jahren mit seiner Frau beim Volkslauf dabei ist: “Man trifft jedes Jahr die selben
Leute und da ist schon eine gewisse Konkurrenz vorhanden. Natürlich nicht so ernsthaft, sondern eher spaßeshalber.” Für
Frank Liebich ist der Lauf eine ‘Fitnesseinheit auf Wettkampfniveau’. “Wenn man nicht trainiert hat, ist es ganz klar, dass
man nicht auf den vorderen Plätzen landet', weiß der 28-Jährige.
Hubert Dudziak zeigte sich am Ende sehr zufrieden über die Veranstaltung. “Wir haben diesmal wieder eine aufsteigende
Teilnehmerzahl. Es könnten aber ruhig noch viel mehr Schüler mitlaufen: Der Volkslauf sollte in den Schulen und Vereinen
mehr publik gemacht werden und wie die Bundesjugendspiele zum festen Bestandteil werden.” Auch über mehr Skater
würde er sich im kommenden Jahr freuen, so Dudziak.
Alle 187 Teilnehmer erreichten unversehrt das Ziel auf der ZSA. Liane Prehn und Jörg Schmidt waren die Schnellsten über
10,1 Kilometer. Auf der Halbmarathonstrecke ließen Cäcilia Apel-Kranz und Andre Stelljes die Konkurrenz hinter sich.

ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND / OSTFRIESISCHES TAGEBLATT vom 16. Juni 2003
Holger Grigat läuft Streckenrekord
Harlingerland-Volkslauf in Dunum lockt 132 Teilnehmer an / Walking-Premiere gut angenommen
Dunum
(ah). Trotz vieler Laufveranstaltungen am letzten Wochenende war auch beim Volkslauf in Dunum eine gute Reso-
nanz zu verzeichnen. Bei tollem und für Läufer idealen Wetterbedingungen konnte Eibo Eiben insgesamt132 Aktive auf die
landschaftlich reizvolle Strecke schicken. Erstmalig wurde im Rahmen der Laufveranstaltung eine Walkingstrecke über 5 km
mit angeboten. Hier gingen insgesamt 19 Teilnehmer aus dem gesamten Harlingerland an den Start.
Für einen neuen Streckenrekord auf der Halbmarathondistanz sorgte Holger Grigat vom SV Concordia Ihrhove. Er siegte in
einer Zeit von 1:16:03 Stunden und hatte bereits bei der 10-km-Marke einen Vorsprung von fünf Minuten herausgelaufen.
Im Ziel hatte er dann über zehn Minuten Vorsprung auf seine „Verfolger“. Zweiter wurde Eduard Tjarks 1:26:45 Std (1. M
40) von der LG Ostfriesland gefolgt von Uwe Lübben 1:26:46 Std (2.M 30) vom LT Schafhauser Wald. Bei den Frauen
setzte sich Marie Dresler vom LT Schafhauser Wald ebenso deutlich an die Spitze des Feldes und siegte mit 15 Minuten
Vorsprung in einer Zeit von 1:36:53 Stunden vor der zweitplazierten Klara Boumann(1:51:06 Stunden /1. W 50) vom TV
Marienhafe und der Drittplatzierten Maria Siepert (1:52:03 Stunden /1. W 40) vom MTV Wittmund.
Über die 10-km-Distanz siegte bei den Frauen Almuth Maaß 42:53 Minuten (1. W30) von der LG Ostfriesland gefolgt von
ihrer Vereinskollegin Astrid Lübben 44:17 Minuten (2. W30) und Margret Kloß 44:58 Minuten (1. W40) vom Lauftreff
Schafhauser Wald. Bei den Männern siegte Remigio-Leandro Ruin von der Emder LG in einer Zeit von 37:36 Minuten. Dies
bedeutete gleichzeitig der erste Platz in der Altersklasse M50. Zweiter wurde Werner Holtgräfe mit 39:31 Minuten (1. M40)
von der LG Ostfriesland, gefolgt von Dieter Weinberg, der in einer Zeit von 40:05 Minuten (1.M30) dritter wurde.
Über die 5-km-Distanz gewann bei den Männern der für den SV Gutano startende Jörg Dumstorff in einer Zeit von 18:06
Minuten. Sieger bei den Frauen wurde Sabrina Hoffmeister vom LT Schafhauser Wald in einer Zeit von 22:49 Minuten.
Bei der anschließenden Siegerehrung konnte Eibo Eiben Läufer aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen. So waren Teil-
nehmer aus Frankfurt, Aachen und Feucht bei Nürnberg am Start. Alle Teilnehmer erhielten Urkunden sowie Sachpreise.
Pokale, gestiftet von der Gemeinde Dunum, erhielten die schnellste Frau und der schnellste Mann über die 10-km-Distanz
sowie Marie Dresler, die über die Halbmarathonstrecke siegte. Als größte Laufgruppe erhielt der TV Norden einen Über-
raschungspreis.

WOLFSBURGER NACHRICHTEN vom 17. Juni 2002
451 Läufer – ein Festival der Rekorde
9. Ratsherrenlauf in Adenbüttel: Kerstin Janssen mit Heimsieg – Sascha Diehr nicht zu schlagen
Der Laufcup macht’s möglich: Beim 9. Adenbütteler Ratsherrenlauf wurden die bisherigen Teilnehmer- und Streckenrekorde
geradezu pulverisiert. 451 Teilnehmer bedeuteten einen neuen Rekord: 86 Jungen und 70 Mädchen über 800 m, 85 Läufer
über 5 km und 210 beim Hauptlauf, dem Cuplauf über 10 km. Dabei fielen wichtige Vorentscheidungen im Laufcup, der von
unserer Zeitung präsentiert wird. Sascha Diehr baute seine Führung mit dem fünften Sieg fast uneinholbar aus. Ihm fehlt jetzt
nur noch ein Erfolg aus fünf verbleibenden Rennen zum Cup-Gesamtsieg. In Adenbüttel war er wieder einmal eine Klasse
für sich und lief schon früh ein einsames Rennen mit mehreren hundert Metern Vorsprung. Seine 33:20 Minuten waren nicht
nur sein dritter Adenbütteler Sieg in Folge, sondern auch neuer Streckenrekord. Den alten Rekord (33:55) hatte er natürlich
selbst gehalten.
Eine aus Adenbütteler Sicht erfreuliche Überraschung gab es im Frauenlauf. Kerstin Janssen vom MTV siegte mit neuem
Streckenrekord. Hier konnte sie überraschend erstmals im direkten Duell ihre wichtigste Cup-Konkurrentin, Vorjahres-
siegerin Ilka Schreinecke (SC Weyhausen), hinter sich lassen und festigte festigte damit Platz zwei im Cup.
Sieg statt Streckenposten
Eigentlich war Kerstin Janssen ja als Streckenposten vorgesehen gewesen, doch sie konnte ihren Vater als "Vertreter" für
diese Aufgabe gewinnen und daher dann doch selber an den Start gehen. Wie sich zeigte, mit durchschlagendem Erfolg. Und
zugleich gelang es dem Frauenteam des MTV Adenbüttel (mit Kerstin Janssen, Simone Ruhr, Isolde Böhringer-Thelen),
erstmals den SFC Wolfsburg in der Cup-Gesamtwertung zu überholen.
Der Ratsherrenlauf markierte zugleich den Abschluss der Sportwoche des MTV Adenbüttel. Die Mitglieder der Leichtath-
letiksparte, allen voran Bernhard Behrend und Jörg Rosenthal, waren überwältigt von der Resonanz: Rund 100 Läufer mehr
als im Vorjahr holten sich die Nummern für einen der vier Starts ab. Volksfeststimmung herrschte am Eckernkamp: Sicher
hatte das hervorragende Laufwetter – sonnig, aber nicht zu warm – dazu beigetragen, dass nicht nur bekannte Namen in den
Startlisten standen, sondern auch viele Freizeitläufer am diesjährigen Ratsherrenlauf teilnahmen.
Der Lauf, übrigens nach dem Ratsherrenweg zwischen den Gemeindeteilen Rolfsbüttel und Adenbüttel benannt, über den die
Strecke führt, wurde dieses Mal nicht wie in den beiden Vorjahren, von einem Rennen zwischen Ratsherren und -frauen,
Pastor und erweitertem Vereinsvorstand eingeleitet, was viele bedauerten. So eröffneten die Jungen bis 13 Jahre über die
800-m-Distanz den Lauf. Von den 86 Teilnehmern machte Marvin Hersing das Rennen. Bei den Mädchen lief Myriel Horn
souverän als Erste ins Ziel und verwies Anastasia Jahn und Sinje Clausen auf die Plätze.
Ruhiges Tempo am Start
Nachdem die Walking-Gruppe unter Leitung von Wolfgang Vogt gestartet war, wurde es ernst: Dicht gedrängt lauschten die
10 000-Meter-Läufer den Ausführungen von Spartenleiter Bernhard Behrend, der die Strecke erläuterte. Mit ruhigem
Tempo gingen die erfahrenen Läufer die Strecke an, während sich hinter ihnen schon die Teilnehmer der 5000 Meter
sammelten. Übrigens: Erstmalig hatte die Grundschule Adenbüttel die Schüler nicht nur auf die Kurzstrecke, sondern auch
auf die fünf Kilometer vorbereitet. Entsprechend hoch war die Nachfrage auf dieser Distanz - beim Lauf der Rekorde. (dpb)

GENERAL ANZEIGER (Ostfriesland) vom 17. Juni 2003
Nach dem Sieg wird das Baby gestillt
Leichtathletik - Swantje Brock gewinnt Frauen-Wertung beim Küstenkanalauf in Kampe
Kampe (CPA). Gute Witterungsbedingungen trafen am Sonnabend die Akteure beim 23. Küstenkanallauf in Kampe an.
Kaum Wind und die Sonne lachte nur so vom Himmel. Dennoch herrschten keine übermäßig heißen Temperaturen. Erst als
sich die Athleten nach dem Startschuss des Vorsitzenden des Kickerclubs Karl-Heinz Krone auf die Strecke begaben,
rollten die ersten Schweißtropfen über die Wangen. Doch der Veranstalter hatte für die Sportler gut vorgesorgt und an ver-
schiedenen Stellen des Rundkurses Wasserstellen aufgebaut. Dort konnten sie wieder "Flüssigkeit auftanken".
Erstaunlich war dennoch, dass eine Reihe von Sportlern nicht nur die 10,7 Kilometer lange Strecke liefen, sondern gleich
zweimal auf den Rundkurs durch die herrliche Landschaft am Küstenkanal gingen. Seinen Heimvorteil nutzte Lokalmatador
Karl-Friedrich Kienast aus. Er gewann souverän den Lauf über 10,7 Kilometer in der Zeit von 39:12 Minuten, nachdem er
im vergangenen Jahr noch auf dem zweiten Platz landete. "Es war heute gut zu laufen. Allerdings war die Konkurrenz in
diesem Jahr nicht so stark", gab sich der für die LG Oldenburg laufende Kamper recht bescheiden.
Bei den Frauen siegte über dieses Distanz Swantje Brock aus Vlotho in der Zeit von 52:19 Minuten. Die 28jährige, gebürtig
aus Neuenkirchen, war gleich mit der gesamten Lauftreffgruppe Vlotho an den Küstenkanal angereist. Über ihren Sieg war
die Mutter eines erst gerade vier Monate alten Babys doch überrascht. "Nach der Babypause hatte ich nicht gedacht, dass
es schon so rund läuft", meinte Brock, die sich ihr Kind gleich nach dem Duschen wieder "zur Brust" nahm.
In überragender Form präsentierte sich der Sieger des 21,4 Kilometerlaufes, Frank Themsen von der LG Bremen-Nord. Er
siegte in der tollen Zeit von 1:16:25 Minuten. Themsen konnten damit nicht nur seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen,
sondern verbesserte auch die Laufzeit um fast eine Minute. Gleich nach dem Start setzte sich der Bremer ab und gab die
Führung bis zum Zieleinlauf auf dem Sportplatz des SV Kampe an der Röbkenbergerstraße nicht wieder ab.
Über die kürzen Laufstrecken von 600 und 1000 Meter setzte sich besonders der Nachwuchs des Sport- und Turnvereins
(STV) Barßel in Szene. In allen Altersklasse waren die Athleten des STV an der Spitze zu finden. Rund 150 Läuferinnen
und Läufer nahmen an der Veranstaltung teil. Für die Sieger gab es Urkunden und Pokale. Die Schirmherrschaft hatte
Johann Wimberg, Bürgermeister der Stadt Friesoythe übernommen. "Wir sind zufrieden" resümierte Vorsitzender Karl
Heinz Krone nach Ende der Veranstaltung.

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 17. Juni 2003
Für 55-km-Duathlon über 1000 Kilometer unterwegs
Lohner Ausdauerfestival: 171 Starter in sieben Disziplinen / Volkstriathlon der Hit / 869 Euro für Sportler gegen
Hunger
Lohne (sl).Die Rückkehr zur Idylle am Waldbad erwies sich stimmungsmäßig als Volltreffer für das Lohner Ausdauer-
festival. Permanent trafen die Athleten von sieben verschiedenen Wettkämpfen beim Zielpunkt Waldbad ein, wo sie sich mit
den obligatorischen Nudeln stärkten, zum Klönschnack blieben und andere Sportler auf den letzten Metern ins Ziel ver-
folgten. "So ist alles kompakter und familiärer", freute sich Klaus Wolking über die Rückkehr aus der Innenstadt. Am Ende
erreichten 171 Ausdauersportler das Ziel dieses Festivals für die OV/KSB-Aktion "Sportler gegen Hunger". Durch ihre
Startgelder kamen exakt 869,10 Euro für SgH zusammen. Die beliebteste Disziplin war mit 41 Teilnehmern wieder einmal
der Volkstriathlon mit den Distanzen 0,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen. Auf Platz zwei der Beliebt-
heitsskala rangierte der 10-km- Lauf (37 Starter) vor dem klassischen Triathlon (29 Starter).
Der erfolgreichste Lohne-Starter dürfte dabei Thorsten Endres sein. Der Radfahrer aus Barsinghausen gewann in 55:41
Minuten das 40-km-Einzelzeitradfahren - es war seit 1997 sein siebter Sieg in Serie. Seine Frau gewann übrigens den 5-
km-Volkslauf. Eine bekannte Athletin aus dem Kreis Cloppenburg setzte als einzige Frau unter 18 Duathleten starke Ak-
zente: Antonia Beyer aus Löningen glänzte in 2:07:32 h über die Distanzen 10-40-5 km.
Der Sieger des Duathlons nahm die vermutlich größten Strapazen bei der Anreise auf sich: Michael Gozdz (LKS Delfin
Polaniec) war mit seinem Bruder eigens aus Polen angereist. In der vergangenen Woche hatte eine Frau noch telefonisch bei
Klaus Wolking nachgefragt, ob die beiden wirklich starten dürften. Am Samstag standen sie dann mittags vor seiner Haustür.
Wojtek Gozdz startete parallel im 10-km- Lauf und belegte hier Platz acht. Diesen Lauf gewann übrigens der Vördener
Jürgen Rolfsen.
Obligatorisch ist inzwischen leider auch das Verdrehen von Richtungspfeilen durch einige unbekannte Zeitgenossen. Dass
Radfahrer in die falsche Richtung nach Mühlen geschickt werden, ist für Organisatoren und Sportler ein großes Ärgernis -
aber man kann nicht an jeder Ecke einen Helfer hinstellen. Sonst lief alles reibungslos. Sehr zur Freude von Klaus Wolking
sowie Nicole Walker-Olberding und Nils Kassner von der ausrichtenden BWL-Schwimmabteilung. Ihnen standen rund 50
Helfer aus dem Verwandten- und Freundeskreis sowie aus der Gärtnerei am Waldbad und dem Vivafit-Studio zur Seite. Ein
Dankeschön geht auch an die Feuerwehren Lohne und Brockdorf, THW Lohne und Polizei Lohne. Außerdem bedanken
sich die Organisatoren bei den Sponsoren Krankenhaus Lohne und Elektro Warnking (Vechta).

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 24. Juni 2003
Mit Nummer 4 in der Laufwelt etabliert
Jugendklinik Neuenkirchen zieht sehr positives Fazit / Jürgen Rolfsen am schnellsten
Neuenkirchen.
Der Volkslauf in Neuenkirchen kann sich nach seiner vierten Auflage als in der Laufszene etabliert betrach-
ten. 272 Teilnehmer haben am Freitag in drei verschiedenen Wettbewerben erfolgreich die Start- und Ziellinie überlaufen.
153 Aktive starteten im Hauptlauf, 77 waren im Schüler- und Jedermannlauf dabei, und auch die Kleinsten waren mit 35
Kids im Lauf der Bambinis gut vertreten.
Im Hauptlauf über 8000 Meter zeigte der Zieleinlauf, dass man sich auf das Gesetz der Serie nicht immer verlassen kann.
War der OSC Damme bei den Damen und der TuS Bersenbrück (Herren) bei den bisherigen drei Läufen immer Inhaber
der ersten Plätze, konnten sich in diesem Jahr andere Sportler durchsetzen. In einem absolut spannenden Finish dreier Top-
läufer erkämpfte sich bei den Herren Jürgen Rolfsen vom OSC Damme mit 28:11 Minuten den Sieg und verwies Ingo Ass-
mann vom TuS Melle mit 28:13 und Holger Theis (TuS Bersenbrück, 28:15) auf die Plätze zwei und drei. Bei den Damen
holte sich Katrin Tobergte vom TV Georgsmarienhütte mit 33:24 den ersten Platz und damit auch die Siegertrophäe, gefolgt
von den erfahrenen Silvia Rolfes (W40) mit 33:35 und Christina Kramer (W45) mit 34:18, beide vom OSC Damme.
In Neuenkirchen gibt es nicht die üblichen Siegerpokale, sondern eigens in der Kunsttherapie entstandene "Siegobjekte". Die
Glückwünsche für die drei Erstplatzierten des Hauptlaufes und die "Clemens-August-von-Galen-über-Stock-und-Stein-
Pokale" für die Sieger wurden von der Chefärztin der Jugendklinik, Anna Maria Konrad, überreicht.
Bei den "Kleinen", die den ersten Wettbewerb über 400 m bestritten, ging es noch vornehmlich um den Spaß. Wobei es
auch hier, neben den stolzen Gesichtern der Eltern und der Kinder, kleine, von der AOK gesponserte Preise für alle gab. Im
Schüler- und-Jedermannslauf über 1800 m zeigte sich ausschließlich jugendliche Power. 33 Mädchen und Jungen der HRO
Neuenkirchen stellten sich 44 Jugendlichen aus der Umgebung. Den ersten Platz bei den Jungen belegte in der Altersklasse
M15 Klaus Kessing (7:11) vom OSC Damme, bei den Mädchen war es in der W14 Babette Winter (7:58/ HRO Neuen-
kirchen). Da hier keine weiteren Schulen gemeldet waren, gingen alle Geldprämien an die Klassenkassen der HRO. Die
weiteren Plätze bei den Jungen: 2. Eugen Jakobi (HRO), 3. Daniel Weckel/OSC); bei den Mädchen: 2. Isabelle Winter
(HRO), 3. Lena Kreutzmann (TuS Neuenkirchen).
Die Geldprämie für die größte angemeldete Gruppe holte sich mit 15 Teilnehmern der TV Hohne aus Westfalen. Für gute
Stimmung und einen reibungslosen Ablauf war gesorgt worden: Beate Böhm von der Musikschule Neuenkirchen gab mit
ihren "dance- girls" den Besuchern und Teilnehmern den nötigen Schwung; Mitarbeiter der Jugendklinik bedienten im Ge-
tränke- und Bratwurststand. Dazu begleitete DJ Jan Brinckmann aus Neuenkirchen den sonnigen Abend mit rockig-
poppigem CD-Sound und auch bei der Tombola gab es viele gut gelaunte Gesichter.

OLDENBURGER NACHRICHTEN vom 24. Juni 2003
VfL-Team pulverisiert den alten Niedersachsenrekord
Leichtathletik: 10. Staffellauf am Marschwegstadion – Männer 60 verbessern Bestmarke um neun Minuten
Oldenburg
(jb/hb). Mit einem Niedersachsenrekord in der Altersklasse M60 sorgte der veranstaltende VfL Oldenburg für
den sportlichen Höhepunkt des 10. Staffellaufes über 5 x 10 km. Gelaufen wurde am Sonntag auf dem zwei km langen
Rundkurs um das Marschweg-Stadion. 15 Männer-, eine Frauen- und fünf Mixed-Teams gingen an den Start.
In Abwesenheit des Seriensiegers und Titelverteidigers LG Wilhelmshaven gelang der LG Bremen-Nord ein Start-Ziel-Sieg
in 2:52:02 Stunden. Zweiter wurde der MTV Lüdingsworth (2:55:08) vor DSC Oldenburg l (2:56:18) und DSC II. Deren
Trainer Lutz Böneke: “Ich bin nicht unzufrieden. Für mich stand die Reihenfolge von vornherein fest.” Mit Christoph Paetzke
(33:04) und Malte Abraham (33:27, zeitgleich mit Naue) hatte der DSC Oldenburg die schnellsten Einzel-Läufer auf der
Strecke.
Der VfL war mit vier Staffeln am Start. Dabei lief der VfL I in 3:29:43 einen neuen Niedersachsenrekord. Horst Frense,
Wolfgang Scholz, Manfred Ostendorf, Wilhelm Sprick und Bernhard Sager verbesserten die Bestmarke des LC 93
Delmenhorst um knapp neun Minuten. Herausragend war dabei die Leistung vom 60-jährigen Manfred Ostendorf, der nach
10 km mit 36:45 Minuten an Wilhelm Sprick übergab. Er hatte sich bereits am Vortag bei der Niedersachsenmeisterschaft
in Salzgitter den Titel über 3000 m (10:26:05) gegen starke Konkurrenz wie Peter Harms oder Peppi Kurz gesichert.
Die Frauen-Staffel des DSC Oldenburg (Claudia Schmidt, Frieda Janssen, Yvonne Reinmold, Kathrin Hoffmann und
Sabrina Gottschlich) lief nach guten 3:53:56 Stunden durchs Ziel.
Bis zum Schluss lieferten sich zudem die Mixed-Staffeln der TSG Hatten-Sandkrug (Titelverteidiger) und der “Fishtown
Runners” ein spannendes Duell. Am Ende retteten die Gäste aus Bremerhaven in 3:20:14 Stunden mit 17 Sekunden einen
knappen Vorsprung ins Ziel.

WOLFSBURGER NACHRICHTEN vom 28. Juni 2003
242 Läufer waren am Start
Laufcup: Entscheidung fiel schon nach der siebten von elf Wertungen
Von Andreas Stolz
Das nennt man eine superschnelle Entscheidung: Mit ihren Siegen beim siebten Wertungslauf der Laufcup-Serie Wolfsburg-
Gifhorn-Braunschweig holten sich Ingrid Worgitzki (Wolfenbüttel) und Sascha Diehr (Wolfsburg) vorzeitig die Pokale als
Gewinner der auf elf Rennen angesetzten Gesamtwertung.
242 Läuferinnen und Läufer gingen gestern beim vom SFC – Partner of Injoy – organisierten Lauf den Start. Zehn Kilo
meter führte die Strecke durch Wolfsburgs Stadtwald, Rotheberg, Köhlerberg, Rabenberg. Ein Kurs mit unterschiedlichem
Profil, Steigungen wechselten mit Gefälle. Frauen-Siegerin Ingrid Worgitzki (40:06 Minuten) fand die Strecke anstrengend.
"Das Auf und Ab hat mir zu schaffen gemacht", bilanzierte sie, um im gleichen Atemzug anzufügen, dass sie am (heutigen)
Samstag bei einem Halbmarathon über 25 Kilometer
(??) starten werde.
Besonderen Ehrgeiz entwickelte Lokalmatador Sascha Diehr. "Das ist meine Trainingsstrecke, die laufe ich fast jeden Tag",
sagte er. "Da will ich mich selbstverständlich nicht überholen lassen." Tat er auch nicht, mit mehr als einer Minute Vorsprung
passierte er die Ziellinie am Congress Park, war nach 32:47 Minuten wieder zurück. Zweiter wurde Frank Colsmann vom
MTV Müden/Örtze (34:08), auf Rang 3 folgte mit Frank Balzer (34:18,13 ) ein Ausdauersportler des VfB Fallersleben.
Vierter wurde Bastian Dobrick (Eickenrode), Fünfter Rolf Schwabe (Fallersleben). Bei den Frauen wurde Ilka Schreinecke
aus Weyhausen Zweite, mit Stefanie Peter (SFC/POI) kam die beste Wolfsburgerin auf Platz 5.
Organisator Heinz Nittel und Thomas Ballin vom SFC waren zufrieden, denn neben den Leistungen der Athleten stimmten
auch die organisatorischen Abläufe bis hin zur Startpistole, die ihren Dienst nicht versagte – was Ballin ein wenig befürchtet
hatte.

STADER TAGEBLATT (Online) vom 28. Juni 2003
Ein Prosit von den Grillern
Rund 320 Starter machen den Jubiläumslauf des TuS Harsefeld zu einem Volksfest
Harsefeld (mb). “So etwas habe ich hier überhaupt noch nicht erlebt”, staunte Werner Klintworth, der Leichtathletik-
Abteilungsleiter des TuS Harsefeld. 290 Voranmeldungen waren eingegangen. Rund 320 Läuferinnen und Läufer gingen
Mittwoch Abend in Harsefeld an den Start zum Abendlauf in der Jubiläumswoche des TuS. Schnellster im Hauptlauf über
12,2 Kilometer war Olaf Erich vom TSV Gnarrenburg. Als schnellste Dame präsentierte sich Martina Beuße vom TuS
Grünendeich/Steinkirchen.
“100 Jahre in Bewegung” heißt das Motto der Jubiläumswoche zum großen Geburtstag des TuS Harsefeld. Aus diesem
Grund hatten die Macher der Leichtathletikabteilung einen besonderen Parcours abgesteckt: Die 6,1- und die 12,2-Kilo-
meter-Distanz führte aus dem Waldstadion durch das angrenzende Wohngebiet in die Wiesen und zurück. Zweimal pass-
ierten die Starter über die 6,1 die abwechslungsreiche Strecke, viermal die Aktiven über 12,2 Kilometer. Carsten Kröger
vom VfL Stade, Sieger über die Halbdistanz, meinte: “Es hat Spaß gemacht, die Runde durch das Stadion hat noch zu-
sätzlich motiviert.” Gesamtsieger Olaf Erich lobte: “Das war Mal ganz was anderes. Ich hatte Frau und Sohn dabei. Die
konnten mich bei den Runden durch das Stadion zwischendurch auch mal laufen sehen. Bei anderen Veranstaltungen ist das
selten möglich”. Der Drittplatzierte Ingo Koch vom Borener SC ergänzte: “Unterwegs haben Zuschauer applaudiert. Auf
den Balkons standen die Leute. An der Wiese wurde sogar an einer Stelle gegrillt – und uns zugeprostet.”

DEISTER-LEINE-ZEITUNG vom 30. Juni 2003
Schwarzbach dominiert Jubiläumslauf
Tolle Zeiten trotz der hohen Temeraturen / Johannes Raabe gewinnt die Meile
Kirchdorf (uw). Tolle Stimmung und Superzeiten: Die zahlreichen Fans an den Straßen kamen beim durch die Leichtath-
letiksparte des TSV Kirchdorf ausgerichteten Jubiläumslauf im Rahmen der Kirchdorfer 1111-Jahr-Feier voll auf ihre
Kosten. Souveräner Sieger über die 10 Kilometer (km) wurde dabei Lokalmatador Dirk Schwarzbach. Johannes Raabe
sorgte mit seinem Triumph über die Meile für einen Doppelsieg der Gastgeber.
Insgesamt 131 Läufer und Läuferinnen konnte das Organisationsteam um Markus Pingpank und Benjamin Grüne begrüßen,
wobei nur 9 Aktive über die Meile an den Start gingen. Dafür gab es aber ein Wimpernschlagfinale zwischen den beiden
Vereinskameraden Johannes Raabe und Hannes Bergmann, sowie eine absolute Top-Siegerzeit von 4:30 Minuten. Eigent-
liche Attraktion in diesem Rennen war aber der erst fünfjährige Philipp Dolff vom TK Hannover, der gemeinsam mit seinem
Papa in tollen 9:57 Minuten ins Ziel kam.
Im Hauptrennen über 10 km hatte das Feld der Asse und Hobbyläufer dreimal den 3333 m langen Rundkurs die Land-
straße hinunter bis zum Kirchdorfer Pfahl und dann mit einer Schleife um den Friedhof zurück zu Start und Ziel an der Astrid
Lindgren Schule zu absolvieren. Dabei zeigten sich die Sportler durchweg angetan von dem anspruchsvollen Streckprofil,
bei dem es insbesondere der Schlussanstieg Richtung Ziel in sich hatte. Treffend formulierte es der Ronnenberger Thomas
Thiel: "Bei der ersten Runde denkst du `gut geschafft´, bei der zweiten `Gott sei dank geschafft´ und auf der dritten hilft Dir
nur der Gedanke ans Ziel, den inneren Schweinehund zu überwinden."
Entsprechend schnell trennte sich die Spreu der Läufer, wobei Dirk Schwarzbach trotz der schwülen Temperaturen ein Top-
tempo vorlegte und seinen Vorsprung von Kilometer zu Kilometer vergrößerte. Um Platz zwei gab es lange ein "Kopf-an-
Kopf-Duell", da Bernd Raupach und Ulf Narloch gleichauf in die Schlussrunde gingen. Hier hatte der Kirchdorfer allerdings
nichts mehr zuzusetzen und wurde schließlich noch deutlich distanziert. Danach dauerte es zwar noch eine Weile, bis auch
die Letzten im Ziel waren, doch auch sie wurden vom Beifall der Zuschauer begleitet.
Obwohl mittlerweile in der AK 65 startend, war das Barsinghäuser Laufurgestein Dietrich Jeromin mit vollem Ehrgeiz dabei,
wie die Tatsache beweist, dass er sich nach jeder Runde seine Zwischenzeiten zurufen ließ. Ob diese zu seiner Zufriedenheit
waren, verriet er allerdings nicht. Auf jeden Fall ließ er in 55:38 manch Jüngeren hinter sich. "Marathonmann" war mal
wieder der für das Elan Barsinghausen startende Rolf Salzmann, der über alle drei Strecken (3333 m, RechtsCentrum Meile
und 10 000 Meter an den Start ging).
Den Abschluss des Tages bildete schließlich die durch TSV-Organisator Markus Pingpank vorgenommene Verlosung der
zahlreichen tollen Tombolapreise. Der Hauptgewinn, ein 15-Zoll TFT-Monitor ging an Elke Miesch vom TSV Barsing-
hausen.

NORDSEE ZEITUNG vom 30. Juni 2003
Rund 340 Athleten beim 8. Beerster Burgtriathlon
100 Ausdauersportler wagen sich auf die halbe "Ironman"-Distanz -- Bremer und Niedersachsen ermitteln ihre
Landesmeister
Bad Bederkesa. Gut 340 Triathleten aus allen Teilen der Bundesrepublik gingen gestern beim 8. Beerster Burgtriathion in
Bederkesa an den Start. Bei hervorragenden äußeren Bedingungen nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, hautnah
dabei zu sein. Ob direkt an der Wechselzone im Kurpark, rund um den Beerster See oder an der Radstrecke, die Zu-
schauer bekamen Ausdauersport vom Feinsten geboten.
Neben dem traditionellen Volks- und Sprintwettbewerb über die Distanzen 500 m Schwimmen, 22 km Radfahren und 6,5
km Laufen wurden im Rahmen der Mittelstrecke (2 km Schwimmen, 86 km Rad, 20 km Laufen) erstmals auch die Nieder-
sächsischen und Bremer Landesmeisterschaften ausgetragen. Knapp 100 Ausdauer-Sportler, davon 10 Frauen, wagten sich
auf die halbe "lronman"-Distanz.
Bremer Landeswertung
Niedersächsischer Meister bei den Männern und gleichzeitig Zweiter der Gesamtwertung hinter Markus Cober (DJK Wür-
selen, in 4:07:42 Stunden) wurde Thorsten Bickel vom 1. TCO Oldenburg in 4:10:43. Die Bremer Landeswertung gewann
Andreas Kopecny vorn TvdB Bremen. Er siegte in 4:32:36 Stunden und wurde 14. im Gesamtklassement. Bei den Frauen
siegte Yvonne Krömker aus Witten in 4:35:18 vor Astrid Binkowski (Würselen), die 4:43:33 benötigte. Niedersächsische
Meisterin wurde Birgit Bröger vorn VFB Fallersleben in 4:48:35. Beste Bremerin war Sarah lken-Adden aus Lemwerder.
Die Mittelstreckler waren bereits am frühen Morgen auf die Strecke gegangen. Im mit 21 Grad warmen Wasser des Elbe-
Geeste-Kanals mussten sie zunächst die Schwimmstrecke von 2000m bewältigen, bevor es auf den abgesteckten Radkurs
ging. Der abschließende 20-km-Lauf führte rund um den Beerster See. Auch in diesem Jahr haben wieder mehr als 50
Helfer des TSV Bederkesa, der Feuerwehr, des DLRG und der Polizei für einen reibungslosen Verlauf der Großveran-
staltung gesorgt. Im Gegensatz zum Vorjahr haben die Organisatoren dieses Mal allerdings bewusst einen Sonntag als Aus-
tragungstermin gewählt, um so dem höheren Verkehrsaufkommen während der Werktage aus dem Weg zu gehen. Da gab
es beim letzten Mal einige Probleme", erklärte Brigitte Heinicken vom Organisationsteam des TSV Bederkesa. "Deshalb
haben wir uns entschlossen, die Veranstaltung vom Sonnabend auf den Sonntag zu legen."
Tolle Resonanz
Ein Entschluss, der sich in jedem Fall rentiert hat, wie auch das gestiegene Zuschaueraufkommen beweist. "Das waren gut
und gerne doppelt so viele Besucher wie im letzten Jahr", freute sich TSV-Sprecherin Heinicken. Und in Zukunft könnten es
noch mehr werden. Die Resonanz seitens der Athleten, aber auch der Wettkampfrichter und Offiziellen der Deutschen-
Triathlon-Union, ist laut Heinicken so positiv, dass man bereits im nächsten Jahr eine weitere Distanz mit ins Programm
nehmen will - den olympischen Kurztriathlon. Damit wäre der Beerster Burgtriathlon endgültig als eine der größten Triath-
lon-Veranstaltungen im norddeutschen Raum etabliert.

MÜNSTERLÄNDISCHE TAGESZEITUNG vom 30. Juni 2003
Ausgesprochen positives Echo auf Hasetal-Marathon
Steffnys ‘2+’ lässt wenig Raum für Steigerungen
Von Johannes Klinker und Heinz Behnken
Löningen. Bernd-Willi Deiters, der umtriebige und wortgewaltige Moderator aus Herzlake durfte beim ersten Marathonlauf
überhaupt im benachbarten Löningen selbstredend nicht fehlen. Der “Laufpapst” aus dem Emsland kennt alle und jeden, vor
allem weiß er die Dinge auf den Punkt zu bringen. “Fast 43 Kilometer – das ist die Strecke von Löningen nach Lingen”, ver-
kündete Deiters den darob staunenden Zuhörern.
Unterdessen hatten die Löninger Organisatoren um das chefverantwortliche Quartett Wolfgang Alde/Josef Düker/Thomas
Lüken/Heiko Piossek auf der Strecke und vor allem im Start- und Zielbereich in der Innenstadt alle Hände voll zu tun. Am
Ende durften die VfL-Macher ein rundum positives Fazit ziehen, “auch wenn es hier und da sicherlich noch ein wenig gehakt
hat”, wie Alde einräumte.
“An allen Ecken und Enden haben wir die Feuerwehr spielen müssen”, meinte Wolfgang Alde, der gestern Vormittag schon
wieder mit Abbauen und Aufräumen beschäftigt war. Viel Kraft und Arbeit sei investiert worden, nun stehe Alde der Sinn
zunächst mal “nach ein bisschen Urlaub”. Eine endgültige Bilanz über den “Vivaris” Hasetal-Marathon werde frühestens im
August gezogen. Viel früher legten sich da die allermeisten Läuferinnen und Läufer fest. Die Löninger Veranstaltung wurde
über den grünen Klee gelobt, negative Stimmen blieben die absoluten Ausnahmen. Uwe Ziß, Halbmarathoni vom in der
Nähe Hildesheims beheimateten TuS Hasede, war begeistert von der “überragenden Atmosphäre auf der Strecke”, die vor
allem wegen der musikalischen Untermalung “auch ein kleines Stückchen Hamburg” geboten hätte. Für Ziß, und keineswegs
nur für ihn, stand noch im Start-und Zielbereich fest: “Es lohnt sich wieder zu kommen!”
Sehr zufrieden mit der Marathon-Premiere in Löningen zeigte sich auch Manfred Steffny. Der erfolgreichste deutsche Mara-
thonläufer hatte die Sportler als Schirmherr auf den Kurs geschickt und vergab Stunden später während der Siegerehrungen
in launischen Worten die Gesamtnote ‘2+’. Offenbar ganz nach dem Motto: Ein wenig Steigerung ist immer möglich!

DER MÜNSTERLÄNDER vom 30. Juni 2003
Melzaev spielt lässig mit der Konkurrenz
Marathon: Ukrainer gewinnt Löninger Lauf über 42,195 Kilometer mit mehr als zwei Minuten Vorsprung
Löningen. Vitaliy Melzaev aus der Ukraine ist der dominierende der rund 500 Läufer beim 1. Hasetal-Marathon (42 195
Meter) in Löningen gewesen. In der ersten der zwei zu absolvierenden Runden hatte sich der 33-jährige Ukrainer noch
zurückgehalten, doch zwischen Kilometer 23 und 24 ließ er durch eine Tempoverschärfung seine beiden Wegbegleiter Ralf
Preibisch (SCC Berlin) und Klaus Eckstein (LC Nordhorn) förmlich stehen und vergrößerte seinen Vorsprung bis ins Ziel
ständig. Bei warmen, aber für die Jahreszeit durchaus annehmbaren Temperaturen lief Melzaev nach 2:29:33 Stunden
freudestrahlend als Sieger auf dem Kurt-Schmücker-Platz über die Ziellinie. Der sympathische Ukrainer, der seine Bestzeit
aus dem Jahre 1999 (2:16:40 in Nantes) deutlich verfehlte, bezeichnete die Strecke als schnell und abwechslungsreich.
Wie viele Top-Marathonläufer begann Melzaev seine sportliche Karriere auf anderen Strecken. In Listen der früheren Sow-
jetunion ist er unter anderem mit respektablen 8:38 Minuten über 3000 Meter Hindernis zu finden. Melzaev, der zunächst
wieder in seine Heimat fährt, plant für den Herbst seinen nächsten Marathon in Dänemark.
Hinter dem Berliner Ralf Preibisch (2:31,36) kam in Klaus Eckstein (LC Nordhorn) ein in der hiesigen Laufszene bestens
bekannter Athlet als Dritter ins Ziel. Der 36-jährige Nordhorner, aktuelle Bestzeit 2:28:13 Stunden aus dem vergangenen
Jahr, lief in Löningen 2:34:48 Stunden und war nach dem Wettkampf voll des Lobes über die stimmungsvolle Veranstaltung.
Der Grafschafter feierte im Übrigen seine größten Erfolge als Triathlet: Dreimal nahm er am “Iron Man” auf Hawaii teil, 1999
wurde er Studenten-Vizeweltmeister. Im Herbst plant er den Chicago-Marathon zu laufen. Auf Rang vier landete mit Volker
Krajenski (SV Emmerstedt/2:42:18) ein sogenannter Ultra-Langstreckler. 2002 wurde er Deutscher Meister über 100
Kilometer.
Hinter Holger Theis (TuS Bersenbrück/2:46:51) belegte Löningens Lokalmatador Heinrich Drees in 2:48:19 Stunden einen
hervorragenden sechsten Platz. Mit dieser Leistung verabschiedet sich der schnelle Landwirt aus der Laufszene, nachdem er
über zehn Jahre der dominierende Langstreckenläufer im Kreis Cloppenburg war. In Zukunft will sich der junge Familien-
vater einem anderen Hobby, nämlich der Jagd, widmen. Dann wird man Heinrich Drees in seinem Lodberger Trainings-
gelände eher auf der Pirsch als laufend antreffen.
Bei den Frauen siegte in Abwesenheit der gemeldeten Favoritin Magdalena Lisicka aus Polen die Berlinerin Rosemarie
Kössler. Die 40-jährige Läuferin, die für den Traditionsverein Sport-Club Charlottenburg startet, blieb mit 2:58:31 Minuten
als einzige Frau unter der in Marathonkreisen als Traumgrenze bezeichneten “Drei-Stunden-Barriere”. Wie der Männer-
sieger blieb auch Kössler deutlich über ihrer Bestzeit (2:48:16 in Berlin 1999). Mit respektablem Rückstand belegte die
bereits 54-Jährige Hannelore Horst (LSF Münster/3:16:32) Rang zwei vor der Braunschweigerin Iris Brümner (3:25:41).
Seinen ersten Marathon absolvierte unterdessen Ex-Fußballprofi Matthias Plump (Dinklage). Der zur neuen Saison vom
Oberligisten BV Cloppenburg zum Niedersachsenligisten BSV Rehden wechselnde Spieler erreichte nach 4:51:38 Stunden
völlig erschöpft als 309. von 324 angekommenen Läufern das Ziel. “Marathon ist einfach die Hölle. Ich glaube, ich mache
das nie wieder. Ich werde nie begreifen, wie einer die Strecke in zweieinhalb Stunden laufen kann”, lautete Plumps ganz
persönliches Fazit.
“Wir hatten mit dem Wetter Glück. Der zehnminütige Regen hat allen Läufern gut getan”, dankte Mitorganisator Thomas
Lüken Petrus, der auch auf der abendlichen Megasause auf dem Marktplatz mitspielte. Schirmherr Manfred Steffny
ergänzte: “Ich habe den Löninger Organisatoren gerne geholfen. Alles war nahezu perfekt.”

DER MÜNSTERLÄNDER vom 30. Juni 2003
Bruns im Halbmarathon eine Klasse für sich
Nebenläufe: 1200 Starter – Bürgermeister Städtler stark – Kühling siegt bei Schülern
Löningen. Mit mehr als 600 Teilnehmern wies der Halbmarathon, gleichzeitig zweiter Wertungslauf zum Puma-Nordwest-
Cup, noch knapp 200 Marathonis mehr auf als der Wettbewerb über die klassische Distanz. Eine herausragende Leistung
schaffte allerdings nur einer: Thomas Bruns (Union Meppen) distanzierte die Konkurrenz und kam nach 1:09:51 Minuten mit
fast acht Minuten Vorsprung ins Ziel. In diesem Lauf sah man auch Manfred Steffny, den Schirmherrn der Veranstaltung, am
Start. Der zweimalige Olympiateilnehmer (1968 in Mexico-City und 1972 in München) hat das Laufen noch nicht verlernt
und gewann als 33. des Gesamtklassement in 1:29:43 Minuten die Wertung der über 60-Jährigen.
Anne Fischer (ATS Cuxhaven/1:25:43) vor Elisabeth Rewer (Marathon Steinfurt/1:26:44) gefolgt von Inga Jürrens (Emder
LG/1:29:16) lautete der Einlauf bei den Frauen. Lokalmatadorin Antonia Beyer (VfL Löningen) kam nach 1:32:56 als Sech-
ste ins Ziel. Diese Zeit war zudem gleichbedeutend mit Platz eins in der Altersklasse W 35.
Schwache Ergebnisse gab es bei dem als Volkslauf ausgeschriebenen Zehn-Kilometer-Lauf. In 36:29 Minuten gewann
Helmut Meyer (TuS Bersenbrück) vor seinem Vereinskollegen Christian Vogt (36:42) sowie dem Harener Frank Gerdel-
mann (36:54). In dem über 200 Teilnehmer starken Feld stellte auch Löningens Bürgermeister Thomas Städtler seine läufer-
ischen Fähigkeiten unter Beweis. Eine Zeit von 53:01 Minuten bedeutete für den sich völlig verausgabenden Chef der Stadt-
verwaltung Rang 69. Auch anschließend bewies Städtler Durchhaltevermögen – bei der Marathon-Sause auf dem Markt-
platz gegen Mitternacht stand er noch als Überbringer der Preise zur Verfügung.
Als Gesamt-Fünfzehnte und stärkste Frau passierte Andrea Krajenski (SV Emmerstedt, Ehefrau des Marathonvierten
Volker Krajenski) über die zehn Kilometer nach mäßigen 45:57 Minuten den Zielstrich. Knapp dahinter kam die erst 15-
jährige Elisa Dullweber ins Ziel (47:27:3 Minuten). Als drittschnellste Läuferin landete Löningens Talent Kathrin Brümmer
mit einer Zeit von 49:20 Minuten zugleich den Sieg bei der weiblichen B-Jugend.
Packende Rennen unter lautstarker Anfeuerung durch die unzähligen Zuschauer lieferten sich auch die Schülerinnen und
Schüler über die Distanz von 1800 Metern. In der glänzenden Zeit von 5:33 Minuten entschied der Garreler Fabian Kühling
das Rennen klar für sich und unterstrich damit seine derzeitige Topform. Zweiter wurde Christofer Kock (SW Lindern), der
6:17 Minuten brauchte und den starken Dritten Paul Ruhl (SG Essen-Garthe) in einem packenden Schluss-Spurt um ganze
zwei Zehntelsekunden schlug. Die Plätze vier und fünf gingen an Lukas Raabe (TuS Ofen) und den Löninger Andre Grüß.
Bei den Schülerinnen dominierte die erst 13-jährige Julia Ruhl (SG Essen-Garthe) die Konkurrenz. Sie überquerte die Ziel-
linie in bärenstarken 6:46 Minuten. Knapp 15 Sekunden länger benötigte Carolin Janssen (VfL Löningen). Auch die Ränge
drei und vier gingen an Löninger Nachwuchstalente. In einem Herzschlag-Finish schnappte Marie Yvonne Sieverding Nadine
Schrandt den dritten Platz weg. Fünfte wurde die Lindernerin Carolina Käter.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 7. Juli 2003
EM-Starter läuft ein einsames Rennen
Triathlon: 70 Starter in Grotegaste / Vater-Sohn-Gespann läuft für die Gesundheit
Ihrhove (hwe). Mächtig eilig hatte es Eike-Carsten Pupkes vom VTB Triathlon Varel, um als Erster die Ziellinie beim
Volkstriathlon in Grotegaste zu überqueren. Für die 400 Meter lange Schwimmstrecke, 20 Kilometer auf dem Rad und fünf
Kilometer zu Fuß benötigte Pupkes 55:38 Minuten. Er siegte in einem einsamen Rennen vor seinem Vereinskollege Martin
Gyöngyösi (1:04:28) und dem Oldenburger Thomas Henschel (1:04:43). Nadine Lanzer (Straubing/1:05:22) siegte bei den
Frauen vor Maren Rösner (TSG Schwarme/1:16:01) und Karen Heidorn (TSR Wilhelmshaven/1:18:45).
Die siebte Auflage des Ostfriesland-Triathlons in Ihrhove-Grotegaste am Emsdeich war am Vormittag mit einem Schüler-
triathlon gestartet worden. Doch nur rund ein Dutzend Teilnehmer wollten sich ins 18 Grad “warme” Wasser des Freizeit
sees begeben, enttäuschend, wie Beene Oldigs vom Organisationsteam fand. “Im Jugendbereich habe ich mir doch etwas
mehr Starter erhofft. Dabei sind wir im Vorfeld der Veranstaltung in die Schulen gegangen, um für den Triathlon zu werben”.
Anders die Situation beim Volkstriathlon. Hier gingen über 70 Teilnehmer an den Start. “Die Leistungen konnten sich sehen
lassen. Viele waren das erste Mal dabei”, zeigte sich Oldigs überrascht über die hohe Anzahl an Freizeitsportlern.
Unter den Neulingen befand sich auch der 51-jährige Leeraner Wolfgang von Garrel, der seinen Sohn kurzerhand zum Mit-
machen überredete. “Der Triathlon war ganz witzig. Ich laufe aber lieber Marathon”. Sohn Leon (13 Jahre) zeigte sich hin-
gegen begeistert: “Das war eine Erfahrung fürs Leben. Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei”. Die Leistung des Vater-Sohn-
Gespanns ist um so höher zu bewerten, da beide Asthmatiker sind. “Triathlon als Therapie ist sehr gut. Es steigert zudem die
Motivation”, so Wolfgang von Garrel.
Hoch motiviert war auch Eike-Carsten Pupkes. Für die 400 Meter lange Schwimmstrecke benötigte er nur 5:47 Minuten.
Auch auf dem Fahrrad und im Laufen war er nicht zu stoppen. “Mit der Leistung auf dem Rad bin ich sehr zufrieden. Nur im
laufen war ich nach meinem Geschmack etwas zu lange unterwegs”, befand Pupkes, der den Wettkampf in Grotegaste den
Norddeutschen Meisterschaften in Neubrandenburg vorgezogen hatte. Erst kürzlich hatte sich der Triathlet für die Europa-
meisterschaften in Stuttgart qualifziert.

CELLESCHE ZEITUNG vom 7. Juli 2003
Auch ohne Sonne strahlende Gesichter
Christian Domscheit Spurtsieger
Die Sonne wollte nicht so recht hervorkommen. Dafür gab es aber strahlende Gesichter bei Veranstaltern und Teilnehmern
des 3. Avacon-Skater- und Handbiker-Marathons von Hannover nach Celle. 1750 Starter machten sich um 10 Uhr auf den
Weg vom Hotel “Föhrenhof” in Lahe zum Ziel in der 77er Straße. Der erste, der die Ziellinie überquerte, war Christian
Domscheit aus Loose, der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 38 Kilometern in der Stunde nach 1:10:33
Stunden die 42,195 Kilometer hinter sich gebracht hatte.
Als einer der letzten Skater hatte er sich auf die Teilnehmerliste setzen lassen und gewann daraufhin scheinbar ohne große
Anstrengungen zum ersten Mal den Celler Skater-Marathon: Christian Domscheit, der Marathon-Rekordhalter mit 1:01
Stunden, wurde seiner Favoritenstellung gerecht und siegte im Spurt in 1:10:33 Stunden vor dem Vorjahressieger Anders
Holm aus Dänemark (1:10:34 Stunden) und dem zeitgleichen Patrick Täubrecht aus Dessau. “Es war ein sehr schönes
Rennen, lediglich der Wind hat etwas gestört”, so der Sieger nach der Zieleinfahrt, der seinen Erfolg in Celle nicht überbe-
werten wollte: “Ich bin momentan noch in der Trainingsphase. Ich habe dieses Rennen eher genutzt, um mich auf das zweite
Event, den Bladechallenge in Bochum, vorzubereiten.”
Als schnellste Dame erreichte Favoritin Nadine Gloor vom Schweizer Helvetia-Patria-Rollerblade-Team mit einer Zeit von
1:17:23 Stunden das Ziel in der 77er Straße. Auch sie zeigte sich mit der Veranstaltung zufrieden: “Die Atmosphäre war toll,
die Zuschauer haben eine angenehme Stimmung verbreitet”, freute sich die Junioren-Vize-Weltmeisterin.
Schnellster Celler wurde Thomas Rumpf vom Skating-Team Celle. “Ich hatte mir ein bisschen mehr vorgenommen. Ich
wollte mit der Spitzengruppe ins Ziel kommen, habe aber den Anschluss verloren und bin nicht mehr herangekommen.” Sehr
zufrieden war er aber, wie im Übrigen alle Teilnehmer, mit der Organisation. “Und auch die Stimmung in den Orten, durch
die wir gefahren sind, war absolut super.” Bernd Nitsche von der Stabsstelle Sport der Stadt Celle, der in einem Wagen
dem Tross der Skater und Handbiker vorauseilte, wusste von zahlreichen Transparenten zu berichten, die über die ganze
Straße gespannt worden waren.
Sieger bei den Handbikern wurde Olaf Niebisch aus Wietzen (1:16:23 Stunden). Und auch er bekam glänzende Augen, als
er sein Rennen Revue passieren ließ. “Es macht riesigen Spaß, gemeinsam mit den Skatern zu fahren. Und dann noch die
tolle Stimmung unterwegs und hier im Ziel, das macht den Marathon von Hannover nach Celle zu etwas ganz Besonderem.”
1750 Skater und Handbiker wagten sich um Punkt zehn Uhr auf die Strecke von Hannover bis Celle. Nahezu jeder Teil-
nehmer zeigte sich mit der Strecke vollkommen zufrieden. “Bis Nienhagen war der Asphalt wunderbar zum Fahren”, freute
sich ein Pärchen.
Überschattet wurde der Marathon allerdings von einem schweren Sturz im Zentrum von Burgdorf. Acht Skater verletzten
sich so schwer, dass sie das Rennen nicht mehr fortsetzen konnten. Durch das dichte Netz der Helfer am Rande der Strecke
konnten die Verletzten schnell in Krankenhäuser gebracht werden. Und zum Abschluss konnte Nitsche vermelden, dass alle
Verletzten gestern Nachmittag wieder entlassen worden waren.

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 10. Juli 2003
Mittelstrecken-Trio als “Wellenbrecher”
15. Altstadtlauf um den Alcan-Cup: Es war so eng wie noch nie auf dem Rundkurs durch die Stadt
Göttingen (kal). Einmal im Jahr gehört die Innenstadt den Läufern. 1653 Starterinnen und Starter bedeuteten gestern
Abend Teilnehmerrekord. Dieser bereitete den Verantwortlichen und Helfern der LG Göttingen (LGG) einen arbeitsreichen
Abend. “Wir sind von den Massen überrollt worden. Für das kommende Jahr müssen wir uns etwas überlegen”, so LGG-
Pressesprecher Frerk Schenker.
Erst kurz vor dem Start des Youngsterlaufs wurde das Start/Ziel-Banner hochgezogen, wurden die letzten Kabel verlegt und
die Lautsprecheranlage gecheckt. Oberbürgermeister Jürgen Danielowski, der zuvor in einem Kurzinterview bekannt hatte,
dass Laufen “nicht mein Ding” ist, schickte den Nachwuchs per Schuss aus der Startpistole auf die Kurzrunde. Gerrit Gräbel
war der Erste der 61 Starter, der die Ziellinie nach 900 Metern überquerte. Der Zwölfjährige aus Geismar ist erstmals im
Alter von sieben Jahren mitgelaufen und hat, nach eigenem Bekunden, “hart trainiert”, weil er “gern einmal Erster oder
Zweiter” werden wollte. Der Nachwuchsfußballer, der in der kommenden Saison für den SC Hainberg spielen wird, wurde
von seinem neuen Trainer im Ziel empfangen: “Ich sehe, du bist schon fit.” Jüngster Teilnehmer war der dreijährige Robin
Wrobel aus Klein Schneen, für den dieser Lauf schon die zweite Teilnahme nach 2002 war. Seine Schwester Vanessa (5)
war gar schon dreimal am Start. Kein Wunder, trägt der Vater Jörg doch das LGG-Läufertrikot.
Fest in der Hand der Eichsfelder waren die ersten Plätze beim Schnupperlauf über 1800 m. Marius Merten (Duderstadt) lief
für seinen Arbeitgeber und Altstadtlauf-Namensgeber Alcan. “Ich hab‘ einen Hund”, lautete die Begründung des 17-Jähr-
igen für seine Fitness. Der Auszubildende zum Industrieelektroniker ist über einen Aushang in der Firma auf die Veranstalt-
ung aufmerksam geworden.
“1” im Zeugnis berechtigt
Isabelle Hartmann (LG Eichsfeld/Bilshausen) nutzte die Strecke als “Training” und ließ die weibliche Konkurrenz hinter sich.
Normalerweise ist die 14-Jährige erfolgreich auf der Kurzstrecke. Beim Altstadtlauf war sie schon öfter dabei, in diesem
Jahr unterstrich sie mit ihrer Leistung, dass die “1” als Sportnote im Zeugnis berechtigt ist.
Unter 16 Minuten wollte Ingo Müller über die Mittelstrecke laufen, 13:43 Minuten sind es schließlich geworden. Er war so
schnell, weil die Radfahrer, die das Feld jeweils anführten, etwas – nämlich um 900 Meter – verkürzt haben, berichtete
LGG-Pressesprecher Schenker anschließend. Müllers Konkurrenten Dennis Jünemann und Lars Möller trieben ihn dennoch
an, gemeinsam betätigte sich das Trio als “Wellenbrecher”, weil es, so Müller, “schon in der Einführungsrunde zu Kollisionen
gekommen ist”. Für ihn ist der Altstadtlauf in jedem Jahr einer der Saisonhöhepunkte: “Hier kann ich meinen Freunden end-
lich einmal zeigen, was ich sonst den ganzen Tag so mache.”
Bestes Schulteam war die Mannschaft Otto-Hahn-Gymnasium I. Sie setzte sich gegen die starke Konkurrenz des Felix-
Klein-Gymnasiums durch, das immerhin 15 der 21 beteiligten Mannschaften stellte.

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 10. Juli 2003
Souveräner Sieg bei “Austin-Kerl-Lauf”
Göttingen
(ms). Der Lauf über 10 500 Meter war ein Wettbewerb mit vorbestimmtem Ausgang. “Es folgt der “Austin-
Kerl-Lauf”, tönte es um 20.40 Uhr über die Lautsprecher. Und tatsächlich war nach 32:38 Minuten der Mann mit der
Nummer 1, Jürgen Austin-Kerl, mit Streckenrekord als Erster im Ziel. Es war sein sechster Sieg auf dieser Strecke beim
Altstadtlauf und es war der angekündigte Ausgleich: Dreimal war Austin-Kerl für Braunschweig erfolgreich, und jetzt schaffte
er den dritten Triumph im Trikot der LGG. “Ich hatte keine starke Konkurrenz. So bin ich die erste Runde mit dem Feld
langsam angegangen. Danach bin ich in gesteigerten Tempo-Dauerlauf übergegangen”, erläuterte der Siebte der Deutschen
Marathon-Meisterschaften. Sein Vorsprung im Ziel vor dem zweitplatzierten Ralf Moog aus Osterode knapp zwei Minuten.
Bei den Frauen siegte ebenfalls eine LGGerin: Martina Czasch lief in guten 39:39 Minuten ins Ziel, vor Petra Dittrich aus
Bielefeld in 42:08.
Mitten im 400 Läufer starken Feld, das sich auf den sechs Runden durch die Innenstadt bewegte, auch der jüngste Teil-
nehmer des diesjährigen Laufs: Der elfmonatige Theo aus Berlin wurde von Dorothea Franke im Sport-Kinderwagen über
die Strecke geschoben – und er verschlief das Ereignis. “Das macht er oft, manchmal singt er sogar. Er fühlt sich beim
Laufen einfach so wohl”, sagte die Mama. Sie zeigte sich begeistert von der Atmosphäre in Göttingen. “Wir kommen im
nächsten Jahr sicher wieder.”
Bei der 16. Auflage des Altstadtlaufs dürfte Austin-Kerl dann vielleicht auf Konkurrenz treffen. Teamkollege Ingo Müller,
der über die Mittelstrecke erfolgreich war, hat seinen Start über die lange Distanz angekündigt. Der Sieger ist gespannt: “Für
das Publikum dürfte es dann noch interessanter werden. Für mich auch.”

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 21. Juli 2003
Laufsport: Jörg Valentin staunt über sich selbst
Citylauf Norderney: Norder belegte hinter Favorit Eckstein 2. Platz / Viele Zuschauer säumten die Strecke
Norderney
(jan). Als Sonnabendabend auf Norderney der Startschuss zum 15. City-Abendlauf fiel, hatte auch Petrus ein
Einsehen mit den Athleten. Der Wettergott schickte einen leichten Seewind über die Insel, so dass die Bedingungen etwas
angenehmer wurden. Eine regelrechte Hitzeschlacht blieb es trotzdem, die aber glimpflich verlief. Lediglich ein Läufer mutete
sich bei Temperaturen knapp an der 30-Grad-Celsius-Marke zu viel zu und erlitt einen Kreislaufkollaps. Die Favoriten
spulten ihr Programm souverän herunter. Bei den Männern wiederholte Klaus Eckstein (LC Nordhorn) seinen Vorjahressieg
und bewältigte die Zehn-Kilometer-Distanz in 32:23,00 Minuten. Bei den Frauen setzte sich Christiane Spallek von der LG
Wilhelmshaven in 37:38,0 durch. Jörg Valentin (32:38,00) und Irmi Hartmann (41:25,00) vom Norder TV liefen jeweils auf
den zweiten Platz.
Erst vor wenigen Tagen war Valentin von der Senioren-Weltmeisterschaft auf Puerto Rico in heimatliche Gefilde zurückge-
kehrt - und traf auf ähnliche Bedingungen. Während sich die WM-Teilnehmer in der Karibik mit 38 Grad Celsius und enorm
hoher Luftfeuchtigkeit herum plagten, kletterte auf Norderney die Quecksilbersäule Richtung 30 Grad Celsius. Der Läufer
des Norder TV hatte nach den Strapazen der Weltmeisterschaft lange überlegt, ob er starten sollte. Am Sonnabend ent-
schloss sich der sechsfache Sieger schließlich, die Schuhe anzuziehen. “Ich will nur locker mitlaufen”, teilte Valentin Haupt-
organisator Manfred Plavenieks, dem 1. Vorsitzenden des TuS Norderney, mit. Unterwegs merkte er allerdings wider
Erwarten, dass er doch “gute Beine” hatte. Und da packte den 41-Jährigen der Ehrgeiz. “Ich habe mich viel besser als er-
wartet gefühlt”, staunte Valentin über sich selbst. In seiner Altersklasse M 40 lief er mit der Startnummer eins überlegen auf
Platz eins. In der Gesamtwertung musste er nur Eckstein den Vortritt lassen, der 15 Sekunden schneller unterwegs war.
“Vielleicht hätte ich ihn sogar angreifen können. Aber auf der Zielgeraden habe ich lieber die Zuschauer abgeklatscht”, sagte
Valentin, dessen Vereinskamerad Peter Steinke in 33:24,00 Minuten den vierten Rang belegte (Platz eins in der M 30).
Bernd Wagner war mit 36:26 und Platz 14 bester Akteur des TuS Norderney.
Deutlich höher als im vergangenen Jahr war das Niveau in der Frauenklasse, in der Christiane Spallek erwartungsgemäß
vorne weg lief. Ihr am nächsten kam Irmi Hartmann. Die Norderin spielte ihre Routine aus. Während viele Akteure ein zu
hohes Anfangstempo wählten und dem dann Tribut zollen mussten, legte sie am Ende noch zu. “Ich war total happy, als
meine Tocher mir im Ziel sagte, dass ich Zweite geworden bin”, freute sich Hartmann riesig über den Erfolg.
Die Zuschauer sorgten wieder einmal für eine beeindruckende Atmosphäre. Die geänderte Streckenführung über die neu
gestaltete Promenade fand großen Anklang. “Das war richtig schön”, zeigte sich nicht nur Irmi Hartmann angetan. 500
Winke-Hände waren aufgeblasen und verteilt worden. Mit Ratschen und Trillerpfeifen trieben die Fans die Läufer immer
wieder an. Die Anwohner der Mühlenstraße nutzten den Abendlauf erneut zur großen Party. Einige hatten sogar ihre Garten-
dusche aufgebaut und sorgten für (meistens) willkommene und dringend nötige Abkühlung. Valentin, von der WM noch
härtere Bedingungen gewohnt, störte das dagegen eher. “Diese Nassspritzerei war nichts für mich.”

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 21. Juli 2003
Hitze schreckt 1200 City-Läufer nicht ab
Leichtathletik: Nordhorner Klaus Eckstein gewinnt 15. Auflage des Abendlaufes auf Norderney
Von Maike Poppinga
Norderney. Rund 1200 Sportler beteiligten sich am Sonnabend an der 15. Auflage des City-Abendlaufes, zu dem der TuS
Norderney eingeladen hatte. Triathlet Klaus Eckstein vom LC Nordhorn gewann das Rennen über zehn Kilometer in 32:23
Minuten. Jörg Valentin vom TV Norden überquerte 15 Sekunden später als Zweiter die Ziellinie. Bei den Frauen siegte
Christiane Spallek von der LG Wilhelmshaven in 37:38 Minuten.
“Ziemlich anstrengend, aber toll”, lautete das Urteil der meisten Läufer nach Ende des Wettkampfes. Die für ostfriesische
Verhältnisse ausgesprochen heißen Temperaturen machten es den Startern auf der teilweise stickigen Strecke nicht leicht.
Auf der gesamten City-Runde wurden die Läufer von begeisterten Zuschauern angefeuert, die sich viel einfallen ließen. So
wurde mit Kochlöffeln auf Kochtöpfe eingeschlagen, Musik laut aufgedreht oder Gartensprenger zur Abkühlung auf die
Straße gerichtet.
Am eindrucksvollsten für Teilnehmer und Zuschauer war aber die lange Zielgerade: von den Verantwortlichen zur “Party-
meile” ernannt. Anfeuerungsrufe durch Lautsprecher, mit Ratschen und Trillerpfeifen sorgten für einen ungeheuren Lärm. Die
über 500 an die Zuschauer verteilten blauen Winkehände erinnerten an die Tour de France.
“Die Läufer haben gut mitgemacht”, lobte Karl-Heinz Stuhr vom Citylauf-Team. “Eine solche Veranstaltung können wir nur
zusammen mit den Teilnehmern durchführen, weil nicht immer alles glatt läuft. Es kommt schon mal vor, dass jemand für die
10 Kilometer meldet und wir ihn für die 5 Kilometer eintragen. Aber da wir das alles ehrenamtlich machen, nimmt uns so
etwas niemand übel.” Pannen müssen den Spaß nämlich nicht zwangsläufig mindern, was die Läufer auf der Strecke zeigten.
Da bedankten sich Sportler unterwegs auch mal bei den Zuschauern für die Ermunterungen oder bauten die Mitstreiter selbst
auf.
Solches Verhalten der Läufer bekräftigte die Veranstalter in ihrer Entscheidung, die City-Runde nicht vermessen zu lassen.
“Wenn wir eine amtlich vermessene Strecke bieten, verliert der Lauf seinen familiären Charakter”, fürchtet Stuhr. “Wir
müssten damit rechnen, dass es Beschwerden gibt, weil wir uns hier und da vielleicht nicht so genau an die Richtlinien des
Deutschen Leichtathletik Verbandes halten. Es würden viele dazukommen, denen es um die Zeit und nicht mehr um den
Spaß geht.” Das würde dem Ruf des City-Abendlaufs auf Norderney, bei dem Improvisation gefragt ist, nicht gerecht
werden. Nirgendwo werden Siegerehrungen in einem solchen Tempo durchgeführt wie hier, damit jeder das Schiff zum
Festland erreicht, das dann aber sowieso noch auf die letzten Herbeieilenden wartet.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 28. Juli 2003
Braunschweigerin siegt bei Bahnserie
Leichtathletik: Weichbrodt mit Rekord
Aurich. Gut besetzt war am Freitag die Bahnserie der LG Ostfriesland auf dem Ellernfeld in Aurich. Jüngste Teilnehmerin
auf der 2000-Meter-Strecke war die erst siebenjährige Desiree Musketa von der TSG Taucha Leipzig. Die Nachwuchs-
läuferin hatte ihre Schwester Daniela und ihre Freundin Jana Tischler mitgebracht, die ebenfalls erfolgreich waren. Alle drei
Mädchen belegten in ihrer Altersklasse jeweils den ersten Platz. Schnellste Schülerin insgesamt wurde Ann Christine Heitner
von Concordia Ihrhove. Bemerkenswert war auch die Leistung von Holger de Vries vom TV Norden. Er siegte in der
Altersklasse M 10 in nur 7:42,2 Minuten. Ihre Premiere bei den Auricher Bahnläufen hatten auch die Brüder Berislaw und
Christofer Kock von SW Lindern. Die beiden Schüler nahmen freudestrahlend ihre Urkunden entgegen.
Spannend wurde es anschließend im 3000-Meter-Rennen für die Erwachsenen- und Jugendklassen. Am Start war auch die
bei den norddeutschen Meisterschaften in Bremerhaven erfolgreiche Victoria Willcox-Heidner von der LG Braunschweig.
Souverän lief sie ihrer Konkurrenz davon und gelangte als erste Frau nach 9:47,7 Minuten ins Ziel. Zweite wurde Inga
Jürrens von der Emder LG in 10:45,8 Minuten.
Bei den Männern siegte Ino Geisemeyer (Germania Leer). Mit seiner Zeit von 9:19,7 Minuten entschied er natürlich auch die
Jugendwertung für sich. Heinz-Georg Weichbrodt, der schon bei der LGO-Bahnserie am 11. Juli einen Bezirksrekord über
5000 Meter aufgestellt hatte, lief auch über 3000 Meter eine neue Weser-Ems-Bestmarke in seiner Altersklasse M 70. Die
Uhr blieb bei 12:40,5 Minuten stehen.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 28. Juli 2003
Groen in Detern stark wie immer
Triathlon: Gebürtiger Leeraner gewinnt 1. Sparkassen-Triathlon am Jümmesee
Detern/rw. Nach siebenjähriger Abstinenz kehrte der Triathlon-Wettkampf gestern in die Samtgemeinde Jümme zurück.
1300 Meter Schwimmen, 39 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen hatten 47 Teilnehmer, darunter sieben Frauen,
zu absolvieren. Mit zehnminütigem Abstand gingen 17 Staffeln, davon vier Frauenstaffeln, auf die Strecke. Einige Staffeln
konnten erst kurz vor Startbeginn zusammengestellt werden, da vor allem Schwimmer gesucht worden waren.
Von Anfang an dominierte der gebürtige Leeraner Frank Groen, der jetzt für den PSV Eutin startet, den Wettbewerb. Nach
dem Schwimmen an der Spitze liegend, baute er seinen Vorsprung stetig aus und kam nach 1:50:52 Stunden mit über zehn
Minuten Vorsprung ins Ziel vor Marcus Schwoll (Wildeshausen). Der Ihrhover Holger Grigat, der nach dem zweiten
Wechsel als Zweiter mit 3:45 Minuten Rückstand auf Groen auf die Laufstrecke gegangen war erreichte nicht das Ziel.
Organisator Edzard Wirtjes fuhr Grigat auf der Strecke entgegen, konnte ihn aber nicht mehr finden. “Wahrscheinlich ver-
laufen”, zuckte Wirtjes mit den Achseln. Bei den Frauen kam als erste Vidina Cabrera vom VTB Varel nach 2:26:52 Std.
ins Ziel. Als Zweite beendete Dr. Andrea Jeschke vom MTV Aurich nach 2:28:34 Stunden den Wettbewerb.
Beim Staffelrennen ging es wesentlich spannender zu. Mit 2:11:29 Stunden sicherte sich Concordia Ihrhove mit H. Watzema,
B. Oldigs und A. Watzema den ersten Platz. Nur 31 Sekunden später erreichte die Staffel Ü 150 mit U. Meyer, G. Natel-
berg und W. Nier das Ziel. Insbesondere im Wechselraum, wo sich zahlreiche Zuschauer eingefunden hatten, ging es turbu-
lent zu. Während die schnellsten Teilnehmer das Ziel anstrebten, wechselten Staffelteilnehmer vom Fahrrad aufs Laufen.
Der Deutsche Seniorenmeister Frank Groen nutzte den Sparkassen-Triathlon als Vorbereitung für die nächste Woche statt-
findende Europameisterschaft in Frederica in Dänemark. Dann sind vier Kilometer Schwimmen in der Ostsee, 120 Kilo-
meter Fahrradfahren und 42 Kilometer Laufen zu bewältigen. “Dritter in meiner Altersklasse möchte ich schon werden”, hat
sich Groen als Ziel gesetzt.
Mit der Organisation und der Strecke war Groen sehr zufrieden. “Die Strecke war sehr gut und verlangt den Athleten schon
einiges ab. Besonders das Fahrradfahren im Hammrich mit dem starken Wind war sehr anstrengend”. Groen hofft, dass sich
die Veranstaltung im Turnierkalender etablieren wird. Dann wird auch der Zuschauerzuspruch auf der Fahrrad- und Lauf-
strecke steigen, der sich gestern in Grenzen hielt.
Ehrgeiz erwacht in den Sommerferien
Triathlon: Kurze Saison für Frank Groen
Detern/rw.
Frank Groen war eine Klasse für sich. Während er relaxt im Ziel schon ein Interview gab, kämpften seine Mit-
streiter noch um die Plätze. Über zehn Minuten deklassierte er das Feld im Ziel. Als Einziger blieb er mit 1:50:52 Stunden
unter der Zwei-Stunden-Marke. “Ich bin selbst überrascht, wie klar ich das Feld heute beherrscht habe”, war Groen er-
staunt. “Beim Schwimmen ist kurz hinter mir jemand aus dem Wasser gekommen, aber dann war ich nur noch alleine”, hatte
Groen die Konkurrenz schnell abgehängt. “ Das Radfahren und Laufen sind meine Lieblingsdisziplinen, aber das Schwimmen
wird auch immer besser.”
Dabei ist der Triathlet ein reiner Feriensportler. “Als Berufsschullehrer in Lübeck bleibt mir nichts anderes übrig, als mich auf
die Ferienzeiten zu konzentrieren.” So ist der Terminplan des gebürtigen Leeraners in den nächsten Wochen prall gefüllt. Am
Donnerstag geht es nach Frederica (Dänemark) zur EM. Danach folgen die Deutschen Meisterschaften in Kulmbach. Am
24. August geht es wieder in die alte Heimat, mit der er immer noch verbunden ist. “In Leer werde ich am Citylauf teil-
nehmen”, freut sich Groen auf einen erneuten Start in Ostfriesland.

ALLGEMEINE ZEITUNG UELZEN vom 28. Juli 2003
Meilenweit durch Gerdau
247 Starter feierten die Premiere
Sogar die Lauf-Elite aus dem Landkreis Uelzen wollte bei der Premiere dabei sein. Und so war beispielsweise die B-
Jugendliche Anja Bodenstedt am Freitagabend am Start, als der MTV Gerdau erstmals seinen Meilen-Lauf ausrichtete. Die
Kreisrekordlerin und Neunte der Deutschen Meisterschaften über die 800 Meter begab sich auf die Meilen-Distanz und
siegte locker in 5:51 Minuten.
Doch ob gewonnen oder nur platziert, das stand beim MTV gar nicht so sehr im Mittelpunkt, erklärte Holger Marwede, der
die Veranstaltung gemeinsam mit Hermann Dräger hauptverantwortlich organisiert hatte: ,,Die Teilnehmer sollen vor allem
den Spaß und die Bewegung in freier Natur und das Zusammentreffen mit anderen Sportlern genießen." Und das taten ins-
gesamt 247 Athleten aller Altersgruppen. Eine Zahl, die Holger Marwede sehr zufrieden stellte. 47 Sportler erwanderten die
Umgegend, sieben waren bei den Walkern am Start.
Die Organsisation war kein Pappenstiel, dennoch war mit elektronischer Zeitangabe, mit Erfrischungsstand und klarer
Streckenführung schon bei der Erstauflage alles am rechten Platz. Die Mitglieder des Lauftreffs Gerdau und die Senioren-
sportgruppe haben den Meilenlauf ,,getragen", lobte Holger Marwede. Er bedankte sich namentlich bei Ingrid und Günter
Höddels, Erika und Uwe Stolte, Peter Strohschein und Horst Hartwich. Marwede selbst fand noch die Zeit, um beim Vier-
Meilen-Lauf als 25. der Gesamtwertung ins Ziel zu eilen.
Den 2. Gerdauer Meilenlauf wird es übrigens erst in zwei Jahren geben, denn 2004 ist erstmal wieder der VfL Böddenstedt
mit seinem traditionellen Abendlauf an der Reihe. Denn die Nachbarvereine wollen sich nicht gegenseitig in die Quere
kommen - und überhaupt will das Team um Holger Marwede erst nach erfolgter Manöverkritik über eine Neuauflage ent-
scheiden. (kl)

NORDSEE ZEITUNG vom 4. August 2003
Unter drei Stunden
Zwei Läufer unterbieten “Schallmauer” in Wellen
Wellen. Einen richtigen Laufenthusiasten kann die Hitze nicht schrecken. Die Veranstalter des 33. Internationalen Volkslaufs
"Rund um Wellen" nahmen es erfreut zur Kenntnis. Trotz tropischer Temperaturen gingen gestern 200 Läufer auf die ange-
botenen drei Distanzen.
Die meisten der Aktiven sind schon seit Jahren Stammgäste in Wellen. Sie schätzen die abwechslungsreiche Streckenführung
und die zuvorkommende Betreuung durch den TSV und die Freiwillige Feuerwehr, die an der Strecke eingesetzt ist.
Beim Marathon konnte Vorjahressieger Ralf Wilhelms aus Bremerhaven seinen Erfolg nicht wiederholen. Er kam auf Platz
vier ein. Mit Bernd Kaland und Hartmut Seele blieben zwei Läufer auf der klassischen Distanz unter drei Stunden.
Den Hut zog TSV-Vorsitzender Horst Schumacher vor Rene Wallesch und Christian Hottas. Die beiden Läufer, die dem
100-Marathon-Club angehören, absolvierten ihren vierten Marathon in drei Tagen. Am Freitag hatten sie die 42 km ab-
solviert, am Sonnabend in Rostock einen Doppel-Marathon bestritten und gestern gingen sie in Wellen an den Start.
Die Ergebnisse:
11 km-Lauf:
1. Olaf Erich (TSV Gnarrenburg) 42:18 Minuten; 2. Hermann Knülle (SV Eintracht Hepstedt-Breddorf) 43:07; 3. Frank Nischler
(FC Bremerhaven) 43:45.
Halbmarathon: 1. Frank Themsen (LG Bremen-Nord) 1:18:54 Stunden; 2. Rainer Schröder (SV Eintracht Hepstedt-Breddorf) 1:26:14; 3. Mario
Florschütz (Kaltenkirchen) 1:27:01; 4. Andre Scheidt (OSC Bremerhaven) 1:27:27.
Marathon: 1. Bernd Kaland (Appen) 2:54:38 Stunden; 2. Hartmut Seele (LG Rüsselsheim) 2:54:58; 3. Rudolf Huber (Weyher Lauftreff)
3:05:19; 4. Ralf Wilhelms (Bremerhaven) 3:08:14.

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 5. August 2003
Marathonläufer mit Hitzeproblem
Keine Topzeiten in Wellen
Von unserem Mitarbeiter Karsten Hollmann
Wellen. Die große Hitze forderte auch beim 33. Volkslauf des TSV Wellen ihren Tribut. So fiel die Siegerzeit von Bernd
Kaland aus Appen in Schleswig-Holstein im Marathon mit 2:54:38 Stunden doch eher bescheiden aus. Kaland lieferte sich
lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Hartmut Seele von der LG Rüsselsheim. Erst im Endspurt nahm Kaland seinem
Kontrahenten noch 18 Sekunden ab. Platz drei ging an Rudolf Huber vom Weyher Lauftreff. Er benötigte 3:05:19 Stunden
für die 42,195 Kilometer. Insgesamt beteiligten sich 60 Athleten am Marathon-Wettbewerb. Ein Starter nahm sogar die
weite Anreise vom Bodensee in Kauf. Für Lokalmatador Ralf Wilhelms lief es diesmal nicht so toll. Der frühere Sieger aus
Bremerhaven belegte in 3:08:14 Stunden Rang vier.
"Die Begeisterung an der Strecke war trotz der hohen Temperaturen sehr gut. Selbst völlig unbeteiligte Anwohner haben die
Aktiven mit kaltem Wasser und Schwämmen versorgt", freuten sich die Organisatoren. Noch größer als beim Marathon war
die Beteiligung am Halbmarathon. Hier begaben sich sogar 75 Läufer auf die Strecke. Frank Themsen von der LG Bremen-
Nord entschied das Rennen in ordentlichen 1:18:54 Stunden zu seinen Gunsten. Rainer Schröder aus Hepstedt/Breddorf
hielt da als Zweitplatzierter nicht ganz mit (1:26:14). Knapp eine Minute mehr benötigte Mario Florschütz aus Kaltenkirchen
als Dritter.
Ein alter Bekannter gewann den 11-Kilometer-Lauf. Olaf Erich vom TSV Gnarrenburg beanspruchte mit 42:18 Minuten
eine passable Zeit. Nur 49 Sekunden langsamer war der Hepstedter Hermann Knülle. Frank Nischler vom FC Bremer-
haven fand sich auf dem dritten Platz wieder. Der Lokalmatadorin aus Beverstedt, Anne-Marie Strüver, war es eindeutig zu
heiß (1:23:20 Stunden).

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 4. August 2003
Der Zweite verlängert extra den Urlaub
Balthasar-Lauf Esens: Peter Steinke vom TV Norden siegt vor über 1000 Zuschauern
Von Theo Gerken
Esens. Überlegener Sieger des 10. Esenser Balthasar-Laufs wurde der für den TV Norden startende Peter Steinke. Er be-
nötigte für die etwa zehn Kilometer lange Strecke durch die Esenser Innenstadt 33:36 Minuten. Zweiter wurde Jörg Mentzen
(SG Ruhrgas Essen) vor Gerd Wolzen vom SV Holtland. Bei den Frauen setzte sich Uta Doyscher aus Dortmund in 39:43
Minuten ebenfalls souverän durch und verwies Irmi Hartmann (TV Norden) und Marie Dresler vom Ausrichter LT Schaf-
hauser Wald auf die folgenden Ränge.
Wieder einmal gute Arbeit hatte das Organisationsteam des Lauftreffs Schafhauser Wald im SC Dunum mit Dieter Lunz und
Eibo Eiben geleistet. Der schwülen, aber nicht zu heißen Witterung angepasst, standen den Aktiven ausreichend Wasser-
stellen zur Verfügung. Zwar hatten zum Jubiläumslauf nicht ganz so viele Akteure wie im Vorjahr gemeldet, doch die Be-
geisterung der weit über 1000 Zuschauer auf dem Marktplatz war grenzenlos. Bei den drei Runden ging es besonders in der
Fußgängerzone hautnah durch die Zuschauerreihen.
Nur in den ersten beiden Runden musste Peter Steinke ein wenig kämpfen, um den späteren Zweiten Jörg Mentzen auf
Distanz zu halten. “Ich hatte mich schon auf einen Schlusspurt eingestellt, doch nach sieben Kilometern habe ich ein wenig
angezogen und ihn abgehängt,” berichtete der Jubiläumssieger. Doch Konkurrent Mentzen ist eigentlich ein 5-km-Spezialist:
“Mir wurden die Beine in der zweiten Runde immer schwerer, zudem war mir die Strecke etwas zu kurvig und winkelig um
die Ecken”, berichtete der Essener, der seinen Urlaub für den Baltharsar-Lauf um einen Tag verlängert hatte. Gleich beim
ersten Start in Esens konnte sich Gerd Wolzen vom SV Holtland über den dritten Gesamtplatz freuen. Er war ganz angetan
von den vielen Zuschauern im Start- und Zielbereich und an der Strecke.
Auch Irmi Hartmann, die diesmal knapp geschlagen als Zweite im Frauenwettbewerb die Ziellinie überlief, war von Atmos-
phäre und Organisation angetan. “Allein dafür lohnt es sich, in Esens zu starten”, stellte die Norderin fest und begründete
damit auch, dass ihr Verein mit 47 Teilnehmern erneut besonders stark vertreten war. Siegerin Uta Doyscher hatte sich bei
der Anreise in den Urlaub enorm beeilt, um beim Balthasar-Lauf dabei zu sein: “Letztes Jahr wurde ich Dritte, doch die
Stimmung war so toll, dass ich unbedingt mitmachen wollte.”
Nicht nur für Nichtfachleute war lediglich die Siegerehrung etwas verwirrend, da nur nach Altersklassen gewertet wurde.
Da staunte sogar Peter Steinke, dass neben ihm auf dem Treppchen niemand auftauchte: Mentzen und Wolzen stiegen erst
später aufs Podest.

MÜNSTERLÄNDISCHE TAGESZEITUNG vom 11. August 2003
Pupkes patzt und triumphiert doch noch
19-jähriger aus Varel gewinnt Thülsfelder Talsperren-Triathlon
Von Johannes Klinker
Thülsfelde. Am kleinen Strand in direkter Nähe zum Talsperren-Aktionsplatz rieben sich die Zuschauer verwundert die
Augen. Fast 100 Meter driftete der führende Schwimmer mit blauer Badekappe vom Kurs ab. Endlich von der Besatzung
eines Kontrollbootes korrigiert, reichte es für Eike Pupkes dann immer noch, um nach 1000 Meter Schwimmen als Erster
den Rennrädern zuzustreben. Und am Ende der sonnenüberfluteten achten Auflage des Triathlons “Rund um die Thülsfelder
Talsperre” hatte der 19-jährige Abiturient aus Varel auch den Gesamtsieg eingeheimst. 250 Ausdauer-Freaks sorgten für
einen neuen Teilnahmerekord.
“Das Problem war die grelle Sonne. Ich habe überhaupt nichts gesehen und nur irgendeinen Strand angepeilt”, versuchte
Eike Pupkes seinen Patzer hernach zu erklären. Arm in Arm mit seinem 52 Jahren alten Vater Lothar, der den Volkstriathlon
absolviert hatte, passierte Pupkes, der unlängst in Grimma Deutscher Triathlon-Vizemeister geworden war und überdies mit
der Mannschaft den Titel geholt hatte, die von vielen Zuschauern flankierte Ziellinie.
Pupkes, der als Leichtathlet für den BV Garrel startet, glaubte nach eigenem Bekunden beim Schwimmen “gut eine Minute
verloren” zu haben. Diese Zeit machte der drahtige Athlet und Schützling des Kneheimer Leichtathletiktraines Heiner Göttke
auf dem Rennrad und in Laufschuhen mehr als wett. “Ich hab auf dem Rad Dampf gemacht, weil ich Enno Heidergott Paroli
bieten wollte. Deshalb kann ich so ganz schlecht nicht gewesen sein”, meinte Eike Pupkes, dem im Ziel ein Drei-Liter-Glas
mit – alkoholfreiem – Weizenbier überreicht wurde. Die ganz großen Aktivitäten strebte der junge Mann für den restlichen
Sonntag nicht mehr an: “Ich fahre nach Stade, ein bisschen Urlaub mit einigen Kumpels machen”.
In guter Laune präsentierte sich auch Antonia Beyer. Kein Wunder, hatte die inzwischen 37-jährige Vorzeigeathletin aus
Löningen ihren Vorjahreserfolg doch erwartungsgemäß verteidigt. 2 Stunden, vierzehn Minuten und eine Sekunde benötigte
Beyer für 1000 Meter Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Auf der Radstrecke war ihr eine
zusätzliche Strafminute angedroht worden. “Ich soll nicht genügend Abstand gehalten haben”, meinte die zweifache Mutter
und beschrieb die Situation: “Ich kam nicht raus aus einem Männerpulk. Und Männer lassen sich von Frauen nicht gerne
überholen, das ist ja klar”.
Wieder einmal holte Antonia Beyer im Rennsattel und in Laufschuhen auf, was sie zuvor beim von ihr fast schon verhassten
Schwimmen verloren hatte: “Mit dem Schwimmtraining fange ich immer erst eine Woche vorher an. Es ist so deprimierend:
Im Wasser sehe ich immer nur Arme vor mir.”

DER MÜNSTERLÄNDER vom 11. August 2003
“Affenhitze” quält Triathleten
Eike-Carsten Pupkes und Antonia Beyer siegen in Thülsfeld
Von Hans Passmann
Thülsfeld. Mehr als 250 Triathleten sind gestern beim 8.Internationalen Triathlon “Rund um die Thülsfelder Talsperre” an
den Start gegangen. “Damit wurde das Starterfeld gegenüber dem Vorjahr noch einmal übertroffen”, freute sich Michael
Bertschik von den Tri-Freaks des SV Hansa Friesoythe, die zusammen mit dem Zweckverband Erholungsgebiet Thülsfelder
Talsperre die Veranstaltung organisiert hatten.
Bei tropischen Temperaturen nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, hautnah dabei zu sein. Bei der “Affenhitze”
mussten sich die Athleten allerdings insbesondere auf der 40 Kilometer langen Radstrecke sowie beim abschließenden 10
Kilometer Lauf mächtig quälen. Da war es für die Trias mehr als angenehm, dass der Dreikampf mit dem 1000-Meter-
Schwimmen in der kühlen Talsperre begann. Mächtig eilig hatte es der frisch gebackene Deutsche Vizeeinzelmeister und
Mannschaftsmeister der Junioren, Eike-Carsten Pupkes vom VTB Varel. Er überquerte als Erster die Ziellinie. Für die 1000
Meter Schwimmen, 40 Kilometer auf dem Rad und zehn Kilometer zu Fuß benötigte der 19jährige Schüler 1:51:40 Stunden.
“Eine Bombenzeit”, kommentierte Organisator Bertschick. Auf dem zweiten Rang landete Tammo König, Bären Oldenburg,
mit 1:55:44 Stunden vor Enno Heidergott, Concordia Ihrhove, in 1:58:04 Stunden. Bei den Frauen siegte zum dritten Mal
Antonia Beyer aus Lindern. Für den Dreikampf benötigte die mittlerweile 37jährige Athletin und Mutter von drei Kindern
2:14:01 Stunden. Bei den Volkstriathleten, bei denen es über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf
Kilometer laufen ging, siegte bei den Männern Christian Sieditzki aus Bremen in 58:48 Stunden. Bei den Damen gewann
Tatjana Vossig von den “Bären” aus Oldenburg in 1:13.50 Stunden.

SALZGITTER ZEITUNG vom 11. August 2003
"Duschst Du schon, oder läufst Du noch?"
Rekordstarterfeld von 216 Athleten beim 7. Salzgitter Volkstriathlon – Florian Weinreich führte schon nach dem
Schwimmen
Von Thomas Saalfeld
Salzgitter. "Duschst Du schon, oder läufst Du noch?", lautete die angesichts der Hitze und hoher Ozonwerte fast ketzerische
Frage auf dem Werbe-T-Shirt von Christian Siedlitzki, dem Gesamtsechsten des Salzgitter Volkstriathlons. Doch die ins-
gesamt 216 Teilnehmer am 7. Triathlon rund um den Salzgittersee – gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 63 Aktive
und ein Rekordstarterfeld – nahmen es mit Humor.
Frank Gruhn, 27. der Gesamtwertung und nach 1:16:33 Stunden im Ziel, scherzte, dass die zwei Stunden Wartezeit auf die
Siegerehrung vor dem Hallenfreibad anstrengender gewesen seien, als der Wettkampf mit 500 Metern Schwimmen, 25
Kilometern Radfahren und 5,4 Laufkilometern rund um den See. Wie Ratsherr Björn Westphal, der mit geplatztem Fahrrad-
schlauch am Fredenberg liegen blieb, stiegen auch einige andere Starter mit Raddefekten aus, dennoch erreichten nahezu
200 Sportler das Ziel.
Zu einem Start-Ziel-Sieg kam der gerade erst 20 Jahre alt gewordene Florian Weinreich von Hannover 96. Der Triathlet,
der mit seinem Team um den Klassenerhalt in der Bundesliga kämpft, stieg schon nach dem Schwimmen (6:23 Minuten) mit
29 Sekunden Vorsprung auf den Vechelder Sören Novin aus dem Wasser. Mit dem Fahrrad waren sowohl Novin als auch
Jens Tiedeken (Wolfenbüttel), Hannes Fricke (Goslar) und der Braunschweiger Felix Welzel ein paar Sekunden schneller
als Weinreich, der dennoch als Erster auf die Laufstrecke ging und dort mit 18:48 Minuten für die 5,4 Kilometer-Rund-
strecke als einziger unter der 20-Minuten-Schallmauer blieb. Ihm am nächsten kam Christian Siedlitzki (Verden), der Sieger
des Salzgitter Triathlons 2001, der diesmal 20:03 Minuten benötigte.
Nachdem er im Ziel einen kräftigen Schluck aus dem Drei-Liter-Bierglas einer bayrischen Gerstensaftfirma getrunken hatte,
sie sponsert auch ein eigenes Team um den Klasseathleten Lothar Leder, stellte sich Weinreich den Fragen der Journalisten.
Bis zu 20 Wochenstunden Training stehen auf Weinreichs Übungsplan. Da kommt ihm entgegen, dass er einen sport-
freudigen Arbeitgeber hat und in Teilzeit lediglich 25 Wochenstunden als Fachangestellter der Hannoveraner Stadtverwalt-
ung arbeitet. "Ich bin das erste Mal hier, aber ich komme gerne wieder. Das Publikum geht toll mit, die Strecke ist gut und
die Organisatoren geben sich große Mühe", lobte Weinreich.
Triathlon ist (noch?) eine der wenigen Männerdomänen. Nur 22 Frauen waren am Start, und Frauke Dedek aus Wendeburg
durch einen Eingabefehler gar ins Männerfeld der Altersklasse 45 gerutscht. Mit fünf Minuten Vorsprung auf ihre ernsthaft-
este Verfolgerin Alexandra Brandes (Wolfenbüttel) erreichte Kerstin Spaude aus Didderse das Ziel nach 1:16:45 Stunden.
Die 21 Jahre alte Studentin hatte vor rund zehn Jahren mit einer 800-Meter-Bestleistung von 2:10 Minuten (??) zu den
hoffnungsvollsten Talenten ihrer Altersklasse gezählt. Aufgrund von Knieproblemen hatten Ärzte gar den Abschied vom
Sport empfohlen, aber mit nur ein wenig Training reichte es zur Klasseleistung. Fast aus dem Stand, "ich laufe jede Woche
7 Kilometer", ging auch Harald Müller (FC Flachstöckheim) in der Altersklasse 55 an den Start und wurde nach 1:30:47
Stunden Zweiter seiner Altersklasse. Mit Zurufen wie: "Heinz, gibt Gas, deine Gegner sind alles Warmduscher", oder
"Thomas lauf, Olaf ist gerade erst durch", feuerten die Zuschauer ihre Sportler an. Mitunter ging es hart zur Sache. So meinte
Michael Benkert (Surfklub): "Die schwimmen über einen drüber, das ist härter als Handball."
Zufrieden waren am Nachmittag auch die Organisatoren. Hilbert Günther schloss in seinen Dank die insgesamt 62 Helfer ein,
ohne die diese Veranstaltung nicht hätte stattfinden können. Siegfried Flinder bat um Verständnis, dass ein früherer Start-
termin nicht möglich sei: "Obwohl wir schon um 6 Uhr mit dem Aufbau beginnen, ist das einfach nicht zu schaffen."

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