Presse Ostfriesland und Umgebung

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 20. Juni 2003
Noch 88 Zentimeter bis zur Traum-Marke
Hammerwerfen: Bunjes steigert erneut Niedersachsenrekord
Regensburg
(kb). Hammerwerferin Andrea Bunjes vom SV Holtland kam bei der Leichtathletik-Gala der LG Regensburg
der Traummarke von 70 Metern ganz nahe. Die Amdorferin verbesserte zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ihren
eigenen und damit auch den Niedersachsenrekord und gewann den Wettkampf mit 69,12 Metern. Damit fehlen noch 88
Zentimeter bis zur 70-Meter-Marke. Die Ostfriesin erzielte die Rekordweite im vierten Versuch und übernahm damit die
Führung im Wettbewerb. Bis dahin führte die Frankfurterin Betty Heidler, die mit 67,73 Metern ebenfalls die WM- Norm
überbot. Im letzten Versuch schlug der Hammer von Bunjes noch einmal bei 68,11 Metern ein, während im fünften Durch-
gang 67,33 Meter gemessen wurden. Mit der erneuten Steigerung um einen Meter - Bunjes erzielte am Sonntag in Frank-
reich, 68,10 Meter - verbesserte sich die Holtlanderin auf Platz zwei der aktuellen deutschen Bestenliste und steigerte zu-
gleich ihre Chancen auf einen Start für das deutsche Team bei den Weltmeisterschaften in Paris.
Vor den Deutschen Meisterschaften am letzten Juniwochenende in Ulm wird Bunjes heute noch einmal in den Ring gehen -
vielleicht kann sich die Ostfriesin der 70-Meter-Marke noch weiter nähern.
Die zweite Holtlander Hammerwerferin, Daniela Pohl, war mit ihrer Schulklasse in Regensburg auf Klassenfahrt. Da sie
wegen dieser Fahrt an diesem Wochenende nicht bei der DLV-Junioren-Gala in Mannheim starten kann, nahm Pohl nach
Rücksprache mit Bundestraner Michael Deyhle am Wettkampf der Frauen teil. Die Ostfriesin hatte vorsorglich ihre Wurf-
schuhe und ihr Trikot mitgenommen. Nachdem auch die Klassenlehrerin grünes Licht gegeben hatte, stand einem Start nichts
mehr im Weg. Es war klar, dass Pohls Klassenkameraden den Wettkampf sehen wollten. So fand sich eine große Schar
ostfriesischer Schüler im Stadion ein. Die Unterstützung war teilweise so lautstark, dass der Ansager bei den Wurfversuchen
um Ruhe bitten musste. Den Heselern wurde ein spannender Wettkampf geboten, bei dem auch die Schülerin eine neue
Bestweite erzielte.
Sie begann den Wettkampf mit guten 50,54 Metern und ließ im zweiten Versuch 51,54 Meter folgen. Nach einem etwas
verunglückten dritten Wurf schleuderte sie den Hammer auf die neue persönliche Bestweite von 52,37 Meter. Mit dieser
Weite blieb sie noch vor der Franfurterin, Katrin Falter, ebenfalls eine B- Jugendwerferin. Falter, die von der Ex-Holt-
landerin Inga Beyer zum Hammerwurf geführt wurde, erzielte 52,02 Meter. Für Daniela Pohl war der Start in Regensburg
ein schöner Ersatz für die entgangene Teilnahme an der Junioren-Gala.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 23. Juni 2003
Stadtlauf: Größte Breitenportveranstaltung Aurichs
Hilde Steinke und Lutz Lohse gewinnen den Hauptlauf
Aurich (wrs). “Der Auricher Stadtlauf ist die größte Breitensportveranstaltung in der Innenstadt”, sagte Patrice Sineux,
Organisator des Laufspektakels auf ON-Nachfrage. Das MTV-Vorstandsmitglied zog nach der 16. Auflage ein positives
Fazit: Die Veranstaltung werde von den vielen Kindern und Eltern getragen. Das Wetter habe mitgespielt und bei der Orga-
nisation habe es kaum Probleme gegeben. MTV-Chef Wilfried Theessen betonte: “Das Konzept hat sich bewährt. Das zeigt
die große Resonanz. Auch im kommenden Jahr wird es den Stadtlauf geben.”
Während der MTV-Vorsitzende Theessen bessere Absperrvorrichtungen forderte, machte sich Sineux Gedanken um den
Start- und Zielbereich. Dieser müsse großzügiger angelegt und weiträumiger abgesperrt werden. Sineux bedankte sich für
den ehrenamtlichen Einsatz von 70 Helfern. Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Haxtum, vom DRK Aurich und MTV
sowie Angehörige des Auricher Betriebshofes sei es zu verdanken, dass der Lauf überhaupt stattfinden könne.
Am Freitagabend schickten die Veranstalter in 16. Läufen knapp 950 Teilnehmer auf die Strecke durch die Auricher
Innenstadt. Die Starts begannen in der Auricher Fußgängerzone um 18 Uhr vor großem Publikum mit den jüngsten Läufern
(Mädchen, Jahrgang 1996 und jünger). Der Nachwuchs bewältigte die Distanz von einem Kilometer.
Den Schlusspunkt setzte der Hauptlauf über 10,2 Kilometer für die Erwachsenen. Er begann um 20.45 Uhr. 110 Anmeld-
ungen lagen vor. Mit dabei die Vorjahressieger Almuth Maaß und Peter Steinke. Beide Akteure spielten beim Kampf um
die Medaillen keine Rolle. Maaß schied führend nach Runde zwei mit Muskelproblemen aus. Steinke nutzte den Lauf als
Trainingseinlage und ließ das Feld ziehen. Bei den Männern setzte Lutz Lohse aus Varel die Akzente. Er siegte souverän in
34:03 Minuten. Gefolgt von Roland Apel (34:54 Minuten/SG Wenden) und Stefan Harms (35:04 Minuten/Emder LG).
In der Frauenkonkurrenz lieferten sich Hilde Steinke (SV Concordia Ihrhove) und Astrid Lübben (LGO) ein spannendes
Rennen. Steinke passierte die Ziellinie in 43:31 Minuten als Erste. Zehn Sekunden vor Lübben (LGO). Auf Rang drei
landete Doris Fritsch von der LGO. Sie benötigte 48:09 Minuten.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 30. Juni 2003
Ein Dreijähriger auf der Strecke
6. Auricher Hafenstaffel der Laufgemeinschaft Ostfriesland
Aurich.
Am Sonnabend veranstaltete die Laufgemeinschaft Ostfriesland (LGO) zum sechsten Mal die Auricher Hafenstaffel.
Die Laufveranstaltung, die rund um den Auricher Hafen führte, war mit insgesamt 79 Teams so stark besetzt wie noch nie.
“Der jüngste Läufer war gerade einmal drei Jahre alt”, erklärte LGO-Pressesprecherin Doris Fritsch lächelnd. “Der kleine
Junge begleitete seine Mannschaft ein kleines Stückchen auf dem 1550 Meter langen Rundkurs.”
79 Teams machten sich auf den Weg, um als Familien- Jux- Vereins- oder Firmenmannschaften eine gute Plazierung zu er-
zielen. Viele tolle Sachpreise freuten nicht nur die zahlreichen Schüler, die mit sehr viel Begeisterung an den Start gingen. Im
Gegensatz zum vergangenen Jahr nahmen wieder wesentlich mehr Schülerstaffeln teil. “Letztes Jahr zählten wir 13 Teams, in
diesem Jahr waren es 44 Schülerstaffeln”, freute sich Doris Fritsch. Die schnellsten Schüler waren Heinz Helmut Onken, Jan
Gerhard Onken und Grit Mara Onken (Warsingsfehn III), sie erreichten das Ziel nach 16:03 Minuten. Erfolgreichste
Schülerinnen waren die Mädchen des TV Norden III in 18:58 Minuten.
Eine lange Anreise nahmen hatten wieder die Kinder und Eltern des TuS Norderney in Kauf genommen. auch die LG Wil-
helmshaven war mit einigen Schülern am Start. Die weiteste Anreise hatten bei den Erwachsenen-Teams drei junge Läufer-
innen aus Bayern. “Die Zuagroasten” fanden die Veranstaltung toll.
Bei den Erwachsenen ging es darum, innerhalb von drei Stunden in einer Staffel von drei Läufern die meisten Meter auf der
Strecke zu erlaufen. Mit 49,485 Kilometern waren Wolfgang Trebesch, Volker Trebesch und Frank Ufkes von der Triath-
lonabteilung des MTV Aurich die Gewinner, doch mit Platz zwei können “die Jungfrauen” Ralf Geiken, Jan Meyerhoff und
Hanno Ludwigs (49,348 Kilometer) ebenfalls zufrieden sein. Die Leeraner Fußball-Schiris Thomas Mulrooney, Kuno
Fischer und Jan Mansholt hatten so viel Spaß an diesem Wettkampf, dass sie den Organisatoren bereits im Ziel die Zusage
für das nächste Jahr gaben. Die Frauen des TuS Nordeney liefen in ihrer Klasse die weiteste Strecke und gewannen mit
41,563 Kilometer.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 30. Juni 2003
Laufsport: Trebesch-Brüder und Ufkes feiern “Heimsieg”
Team des MTV Aurich gewinnt 6. Auricher Hafenstaffel der LG Ostfriesland / 79 Staffeln am Start
Aurich.
Im vergangenen Jahr landeten die schnellsten Auricher auf Platz fünf der Gesamtwertung. Diesmal gewannen Lokal-
matadoren den 6. Hafenstaffellauf der LG Ostfriesland. Die Brüder Wolfgang und Volker Trebesch und Frank Ufkes feier-
ten am späten Sonnabend einen “Heimsieg”. Exakt 49 485 Meter legten die drei Langstreckenläufer vom MTV Aurich-
Triathlon in dem dreistündigen Staffellauf rund um den Auricher Hafen zurück. Das entspricht einer durchschnittlichen Ge-
schwindigkeit von 16,5 Kilometer. Nicht ganz so schnell waren die Frauen unterwegs. Insa Lengerhuis, Monika Harms und
Petra Leinen vom TuS Norderney brachten es zusammen aber immerhin auf 41563 Meter.
Bei der Hafenstaffel geht es darum, möglichst viele Kilometer zurück zu legen. Nicht die Zeit auf einer bestimmten Distanz,
sondern die Distanz in einer bestimmten Zeit ist entscheidend. Drei Stunden umrunden die Teams, die jeweils zu Dritt an den
Start gehen, auf einer 1550 Meter langen Strecke im Wechsel den Auricher Hafen. 44 Schülerstaffeln, beinahe eine Vervier-
fachung gegenüber dem Vorjahr, und 35 Erwachsenenstaffeln, acht weniger als 2002, stellten sich der Herausforderung. Die
Langstreckenläufer aus Emden, Oldenburg und Delmenhorst fehlten diesmal wegen parallel laufender Veranstaltungen, etwa
des Hasetal-Marathons in Löningen, komplett.
Das Wetter spielte einigermaßen mit. Aus einem bewölkten Himmel fiel lediglich etwas Nieselregen. Aber es war drückend
warm. Entsprechend viel Flüssigkeit nahmen die Staffelläufer zu sich. “Wir mussten noch Getränke nachholen”, sagte Eduard
Tjarks. Der LGO-Sportwart war rund-um zufrieden mit der 6. Auflage des Hafenstaffellaufs. “Es ist alles super gelaufen.
Besser geht’s nicht”, lobte er sich und seine vielen Helfer. Es habe keine Pannen und keine Verletzten gegeben. Niemand
habe sich beschwert.
Einen regelrechten Boom erlebte die Teilnehmerzahl bei den Schülern. 2002 waren 13 Staffeln am Start, diesmal 44. Die
schnellste Staffel bei den Schülern kam aus Warsingsfehn. Heinz Helmut Onken, Jan Gerhard Onken und Grit Mara Onken
benötigten für die drei mal 1550 Meter 16:03,0 Minuten. Bei den Schülerinnen waren Anne Bakker, Nina Drüke und Juliane
Krüger vom TV Norden nicht zu halten. 18:58,0 Minuten benötigten sie für die drei Runden um den Auricher Hafen.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 30. Juni 2003
Vizemeisterin Bunjes fährt wohl nach Paris
Leichtathletik: Hammerwerferin des SV Holtland erkämpft Silbermedaille und darf auf WM-Ticket hoffen

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 30. Juni 2003
Roland Isenecker erreicht DM-Endkampf
Leichtathletik: Diskuswerfer des TV Norden wird Achter / Nannen ist unzufrieden
Diese beiden Berichte gibt es auf der
DM/LM-Presseseite

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 30. Juni 2003
Holger Grigat Zweiter bei Triathlon-Landesmeisterschaften
Bad Bederkesa.
Gute Leistungen zeigten Ostfriesen bei den Triathlon-Landesmeisterschaften über die Mitteldistanz gestern
in Bad Bederkesa. Holger Grigat von Concordia Ihrhove sicherte sich den zweiten Platz in der Gesamtwertung und gewann
damit die Altersklasse M 30. Der Vizemeister benötigte für 2 km Schwimmen, 86 km Radfahren und 21 km Laufen 4:11:43
Stunden. Grigat legte dabei die schnellste Laufzeit aller Teilnehmer vor und hatte am Ende nur noch exakt 60 Sekunden
Rückstand auf den neuen Landesmeister Thorsten Bickel (Oldenburg).
Auch die Bronzemedaille ging gestern nach Ihrhove: Norbert Sibum erreichte das Ziel nach 4:16:50 Stunden und entschied
damit auch die Altersklasse M 25 deutlich für sich. Teamgefährte Folkert Redenius, auf Platz 20 der Gesamtwertung, Achter
der M 45, benötigte 4:58:03 Stunden. Die Ihrhover haben damit gute Chancen auf den Sieg in der Mannschaftswertung, das
Ergebnis lag allerdings bei Redaktionsschluss noch nicht vor.
Fortuna Logabirum war mit zwei Akteuren beteiligt: Edzard Wirtjes sicherte sich den dritten Platz in der Altersklasse M 45;
seine 4:42:10 Stunden reichten außerdem zum zwölften Platz im Gesamtklassement. Jörg Flessner kam auf Rang 29 ins Ziel,
nach 5:37:25 Stunden. In der M 45 war das Platz neun.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 2. Juli 2003
Emder Muskeln streiken in Südafrika
Extremsport: Lars und Fritz Koenigs absolvieren 89-Kilometer-Lauf / Zwölf Stunden live im Fernsehen
Von Georg Lilienthal
Durban/Emden. Fritz Koenigs beweist seit fünf Jahrzehnten sein Bewegungstalent. Doch vor zwei Wochen ging nichts mehr.
Jeder Schritt geriet zur Qual, jede Treppe zur Tortur. “Ich habe mich am Geländer festgehalten und seitlich hochgezogen.
Stufe für Stufe.” Restlos übersäuerte Muskeln quälten den Borssumer, der heute 57 Jahre alt wird, zwei Tage lang. Es war
die Rache der Beine für den Ehrgeiz des Kopfes. Fritz Koenigs hatte mit seinem Sohn Lars den
Comrades in Südafrika
absolviert. Dieser Lauf am Nationalfeiertag zwingt die Athleten 89 Kilometer bergauf, bergab und fesselt die Nation zwölf
Stunden vor dem Fernseher. “Es ist dort das Sportereignis des Jahres”, erzählt Koenigs. Für Vater und Sohn war es die
Herausforderung des Lebens. “Einfach überwältigend”, sagt Fritz Koenigs. “Ich hatte im Ziel Tränen in den Augen. Aber
unterwegs auch unendliche Schmerzen in den Beinen.” Denn das Profil der Strecke glich der Bergetappe eines Radrennens.
Die Idee zur “Vater-Sohn-Aktion” hatte Lars Koenigs, der seit einem Jahr in Johannesburg arbeitet. “Papa, ich hab da was
für uns”, sagte der 30-Jährige vor vielen Monaten. Nach speziellen Comrades-Plänen trainierten dann die beiden Tisch-
tennisspieler von BW Borssum auf verschiedenen Kontinenten. Fritz Koenigs bereitete seinen Körper rund um Emden auf
die 89 Kilometer vor, aber Training an giftigen Steigungen ist zwischen Borssum, Hinte und Riepe nun einmal unmöglich.
Trotzdem stieg er kürzlich guten Mutes mit Ehefrau Lilly in den Flieger. Als Vater und Sohn zwei Tage vor dem Lauf die
Strecke von Pietermaritzburg nach Durban mit dem Auto abfuhren, kamen Zweifel auf. “Uns sind fast die Augen ausgefallen.
Da wussten wir, was uns bevorstand.”
Kinder betteln unterwegs nach T-Shirts
Mit 13 372 anderen Läufern gingen die beiden Ostfriesen am 16. Juni um 5.30 morgens an den Start des 78. Comrades.
“Es war nur acht Grad”, sagt Fritz Koenigs. “Da hatten wir drei T-Shirts übereinander an.” Die überflüssige Kleidung fiel, als
der Schweiß rann. “Überall standen farbige Kinder und bettelten nach den Shirts.” Das Matjes-Lauf-Trikot von Fritz
Koenigs wird nun in Südafrika getragen. “Ich habe es einem kleinen Jungen geschenkt.” Auch mit Shirt Nummer zwei
brachte Koenigs ein Kind zum Lächeln.
Das linke Bein gerät außer Kontrolle
Ein zufriedenes Gesicht machte auch der Ostfriese bei Kilometer 23, als er Ehefrau Lilly und Schwiegertochter Kerstin ent-
deckte. Dort erfuhr der 57-Jährige, dass sein Sohn diesen Punkt ebenfalls zuvor in bester Verfassung erreicht hatte. “Dann
aber wurde es fürchterlich”, erzählt Fritz Koenigs. Denn es folgte das Tal der 1000 Hügel. Die längste Steigung war fünf
Kilometer lang. “Selbst die Spitzenläufer gingen im Schritt. Die Oberschenkel brannten.” Und bei Kilometer 65 zuckten und
streikten die Muskeln. “Mein linkes Bein geriet völlig außer Kontrolle.” Fritz Koenigs dachte an Aufgabe, schleppte sich
aber zur nächsten Massage-Station."
“Das wirkte Wunder.” Im ständig Wechsel lief er danach 1000 Meter und ging 300 Meter. Dabei blickte er immer wieder
zur Uhr. Denn die Regeln beim “Comrades” sind eisern. “Nach zwölf Stunden ist Schluss”, erzählt der Borssumer. “Die
letzten Sekunden werden in der Arena laut mitgezählt. Dann wird das Stadiontor geschlossen und die Ziellinie verbarrika-
diert.” Selbst einige Athleten, die das Kricket-Stadion Kingsmead erreicht hatten, scheiterten um wenige Meter. Insgesamt
fielen 1977 aus der Wertung.
Für Lars Koenigs drohte keine Gefahr. Mit sieben aufpäppelnden Massagen kam er nach 9:22 Stunden in Durban an. Dann
begann für ihn, Ehefrau Kerstin und Mutter Lilly das bange Warten auf den Vater. Der Routinier leistete Maßarbeit und
erreichte nach 11:39 Stunden das Ziel - sechs Stunden und zehn Minuten nach dem einheimischen Sieger und Volksheld
Fusi Nhlapo. “Ich weiß jetzt, wo meine Grenzen sind”, resümiert Fritz Koenigs. “Einen 100-Kilometer-Lauf werde ich viel-
leicht noch einmal bestreiten. Aber niemals mehr die 89 Kilometer beim Comrades.”

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 4. Juli 2003
Daniela Pohl will ins Finale einziehen
Leichtathletik: Alberding im Pech
Diesen Bericht gibt es auf der DM/LM-Presseseite

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 5. Juli 2003
Pohl gewinnt Bronzemedaille
Leichtathletik: Hammerwerferin erzielt eine Weite von 49,35 m
Diesen Bericht gibt es auf der
DM/LM-Presseseite

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 7. Juli 2003
Ostfriesische Talente sind in Fulda vom Pech verfolgt
Leichtathletik-DM: Geisemeyer verpasst Endlauf über 1500 Meter knapp / Auch André nicht im Finale
Diesen Bericht gibt es auf der
DM/LM-Presseseite

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 9. Juli 2003
Leichtathletik: Bergmann kratzt an 70-Meter-Marke
Georgsheiler Werfer auf Sommersportfest in Lüdenscheid
Lüdenscheid.
Sven Bergmann und Wilko Schaa, zwei Werfer vom SV Georgsheil, feierten Erfolge auf dem Sommersportfest in
Lüdenscheid. Schaa war für den Diskuswurf und das Kugelstoßen in der Männerklasse gemeldet. Im Kugelstoßen ließ er mit
13,04 m alle Konkurrenten hinter sich. Beim Diskuswurf klappte es nicht ganz so gut. Mit 37,78 m blieb er um etliches hinter
seinen Trainingsweiten und musste sich mit dem zweiten Rang begnügen.
Sven Bergmann eilt mit dem Speer derzeit von einer Bestweite zur anderen und kommt der begehrten 70-m-Marke immer näher.
In Lüdenscheid kratzte er mit 69,85 m schon einmal an der 70-m-Marke, gleichzeitig sicherte sich Bergmann mit der neuen Best-
weite einen Platz in der Deutschen Top-Bestenliste der Männer, die bis Platz zwanzig geführt wird. In dieser Form hat Bergmann
durchaus eine gute Chance bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren, die Mitte August in Krefeld ausgetragen werden, in
den Endkampf zu kommen.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 19. Juli 2003
Würfe von Bunjes landen bedrohlich nahe am Gehweg
Sportlerinnen des SV Holtland bereiten sich auf regionale und nationale Titelkämpfe vor
Hesel/Holtland. Der Wurfplatz in Hesel bei der Schule “Kloster-Barthe” geht den Hammerwerferinnen des SV Holtland
verloren. Dort, wo bisher im Training und Wettkämpfen die Hämmer einschlugen, wird in Kürze mit dem Bau der “Sport-
schule Ostfriesland” begonnen. In Holtland werden die Werfer eine neue Anlage erhalten. Beim Umzug hilft die Samtge-
meinde Hesel, die auch die alte Anlage gebaut hatte. In der nächsten Woche werden der Wurfring und das Wurfnetz in
Hesel abgebaut und an der Norder Straße in Holtland-Nücke wieder aufgebaut.
Auf dem C-Platz, wo schon vor mehr als 20 Jahren geworfen worden ist, werden die Hammerwerfer künftig ihre Trainings-
würfe absolvieren. Der Platz ist auf jeden Fall größer als in Hesel. Beim letzten Training der WM-Kandidatin Andrea Bunjes
landeten die leichten Hämmer bedrohlich nahe am Gehweg. Darüber hinaus ist der Platz in Holtland trockener, so dass die
Gummistiefel zu Haus bleiben können.
Wenn in Holtland noch ein Diskuswurf- und Kugelstoßring gebaut werden, kann der SV Holtland auch wieder Wettkämpfe
ausrichten. In diesem Jahr musste der Frühjahrswettkampf in Hesel ausfallen, da die Ungewissheit über den Beginn der Bau-
maßnahme zu groß war. Dies galt auch für die Terminierung der beliebten Veranstaltung Werfertag zum Erntefest, die noch
nicht erfolgt ist. Sollten die Wurfringe in Holtland in den nächsten Wochen fertig werden, dann können diese Ende Septem-
ber mit einem Werfertag eingeweiht werden.
Zur Zeit bereiten sich die Holtlander Hammerwerferinnen auf die noch ausstehenden regionalen und nationalen Meister-
schaften vor. So werden in Wilhelmshaven die Norddeutschen Meister bei den Erwachsenen und der B-Jugend ermittelt.
Christine Nannen fährt als Titelverteidigerin in die Stadt an der Jade und wird alles tun, um diesen Titel zu verteidigen.
Die B-Jugendliche Daniela Pohl muss sich mit der Bronzemedaillengewinnerin bei der U 18-WM, Johanna Hoppe von der
LG Einbeck, und der Berlinerin Kristin Steinert auseinandersetzen. Beide Werferinnen waren in der Vorwoche im kana-
dischen Sherbrooke und vertraten dort die Bundesrepublik Deutschland.
Eine Woche später sind dann in Krefeld-Uerdingen die Deutschen Juniorenmeisterschaften, wo Christine Nannen in den
Ring gehen wird. Ob sie ihren Vorjahreserfolg wiederholen kann, wird sich zeigen; im Vorjahr gewann sie in Hamburg die
Bronzemedaille.
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SV Holtland

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 28. Juli 2003
Leichtathletik: Norder profitiert von Zehnkampf-Schwäche
Patrick Pfingsten im Nationaltrikot
Norden
(jan). Am vergangenen Montagabend klingelte bei Patrick Pfingsten das Telefon. Am anderen Ende der Leitung
meldete sich ein Mann mit eindeutigem Dialekt: Der im niederrheinischen Kamp-Lintfort beheimatete Bundestrainer Claus
Marek teilte dem Zehnkämpfer des Norder TV mit, dass er zum Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für den
Länderkampf gegen die USA gehört, der am 2. und 3. August in Bernhausen ausgetragen wird. Für den 25-Jährigen kam
die Einladung ziemlich überraschend. Denn eigentlich war die Saison ganz anders als erwartet gelaufen.
Anfang Juni wollte sich Pfingsten beim Qualifikationswettkampf für höhere Weihen empfehlen. Doch als es um die Wurst
ging, leistete er sich einen unangenehmen Patzer. Im Stabhochsprung riss er dreimal die Anfangshöhe von 3,80 m und musste
damit sämtliche Ambitionen begraben. Trotzdem absolvierte er den noch ausstehenden Speerwurf und quälte sich auch über
die 1500 m. Am Ende sprangen 6457 Punkte und Rang neun heraus.
Umso erstaunlicher eigentlich, dass Marek den Norder trotzdem nominierte. Doch der Grund ist einfach: Die deutschen
Zehnkämpfer befinden sich in einer Krise. Die glorreichen Zeiten eines Paul Meyer oder Frank Busemann gehören der Ver-
gangenheit an. Als es vor knapp zwei Wochen in Ratingen um die Tickets zur Weltmeisterschaft ging, hinkten die Deutschen
der Konkurrenz meilenweit hinterher. Niemand erfüllte die Norm von 8180 Punkten. Bester DLV-Teilnehmer war Sebastian
Knabe. Der Hallenser musste sich als Dritter aber mit sehr mäßigen 7600 Punkten begnügen.
Von der Schwäche der Konkurrenten profitiert jetzt Pfingsten. Nach dem Debakel von Ratingen zog er sich für zehn Tage
im heimatlichen Hannover ins stille Kämmerlein zurück und beschränkte sich darauf, als Hobbysportler gemächlich zu joggen.
Doch nachdem der Frust verraucht war, erwachte bei Pfingsten wieder der Ehrgeiz. “Er hat danach fünf Wochen eisenhart
gearbeitet. Der Lichtblick in Form von Mareks Anruf kam zur rechten Zeit”, freut sich Trainer Hans-Bernd Eilers. Von der
Form seines Schützlings überzeugte sich Eilers am vergangenen Wochenende bei mehreren gemeinsamen Übungseinheiten in
Hannover. Eilers wird Pfingsten gemeinsam mit Nordens Zehnkampf-Legende und zweimaligen Teilnehmer an den Olymp-
ischen Spielen, Frank Müller, in Bernhausen wieder betreuen. Nur drei Wochen später wartet die nächste große Heraus-
forderung auf Pfingsten: Dann stehen in Wesel die Deutschen Meisterschaften auf dem Programm.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 3. September 2003
Blick über die Seine nach Athen
Leichtathletik: Andrea Bunjes will sich für Olympiade 2004 qualifizieren
Von Klaus Jakobs
Neuburg. Als Andrea Bunjes vor einer Woche nach drei ungültigen Versuchen in der Qualifikation bei den Weltmeister-
schaften in Paris gescheitert war, hätte sie “am liebsten alles hingeschmissen”. Doch die Hammerwerferin vom SV Holtland
hatte sich schnell wieder gefangen. Bereits im Stadion wurden neue Ziele formuliert. Die Qualifikation für die Olympischen
Spiele 2004 in Athen stellt nun eine neue Herausforderung dar. “Von der Teilnahme an Olympischen Spielen träume ich
schon seit langem, das ist etwas ganz Großes”, schwärmt Bunjes. “Ich muss jetzt nach vorne schauen und den Wettkampf
von Paris schnell verarbeiten” weiß die Ostfriesin.
Um sich zukünftig ganz auf den Sport und das Ziel Athen konzentrieren zu können, geht Bunjes, die in Neuburg lebt, auch
beruflich neue Wege. Am 1. Oktober tritt sie ihren Dienst bei der Bundeswehr an. Nach dem achtwöchigen Grundwehr-
dienst in Dillingen an der Donau wird sie zukünftig am Olympiastützpunkt Mainz und in Frankfurt trainieren. Bisher war die
Bankkauffrau als einzige der Spitzenwerferinnen noch voll berufstätig.
“Andrea kann jetzt erstmals professionell trainieren. Ich glaube, dass sie sich unter diesen Bedingungen weiter verbessern
wird” glaubt ihr Heimtrainer Klaus Beyer. Auch die Athletin selbst sieht viele Vorteile. “Durch die neue Situation kann ich
mich viel besser auf den Sport einlassen.” Noch weiß Bunjes nicht genau, wie intensiv sie im Grundwehrdienst trainieren
kann. Ob überhaupt die Möglichkeit zum Werfen besteht, ist derzeit auch nicht sicher. Doch die 27-Jährige zeigt sich davon
nur wenig beeindruckt. “Ich bin jetzt schon viel weiter als im letzten Jahr. Wenn ich in Dillingen ein vernünftiges Krafttraining
absolvieren kann, reicht mir das schon.”
In den kommenden zwei Wochen bestreitet Bunjes noch drei Wettkämpfe. An diesem Wochenende stellt sie sich in Bad
Köstritz erneut der Konkurrenz. “Ich möchte dort noch einmal gut werfen und zeigen, dass ich es noch kann. Sollte ich
ausgerechnet dann über 70 Meter werfen, werde ich mich natürlich ärgern”, meint Bunjes. “Das hätte doch eigentlich in Paris
gelingen sollen.” Eine Woche später startet die Neuburgerin bei den Europameisterschaften im Rasenkraftsport. Der Saison-
abschluss findet dann im heimischen Holtland statt, wo sich Bunjes am 26. September beim
Werfertag im Rahmen des
Erntefestes dem ostfriesischen Publikum präsentiert.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 10. September 2003
Bunjes auf Platz eins
Leichtathletik: Sportlerin erzielt 66,94 Meter
Bad Köstritz (kj). Andrea Bunjes vom SV Holtland hat den Wettkampf in Bad Köstritz gewonnen. Die Neuburgerin
schleuderte den Hammer auf 66,94 Meter und verwies Betty Heidler (LG Frankfurt) auf Platz zwei, die auf 66,49 Meter
kam. Heidler hatte bei der WM in Paris das Finale der besten Zwölf erreicht. Dritte wurde Manuela Priemer (Domspitzmilch
Regensburg) mit 63,76 Metern.
“Ich hätte gern den Meeting-Rekord von 68,16 Metern gebrochen, aber auch so kann ich zufrieden sein”, erklärte Bunjes.
“Das Jahr hat zwei Seiten: Das unglückliche Ausscheiden in der Quali von Paris, als ich bei einem 68-m-Wurf wenige Zenti-
meter auf den Ring trat, und andererseits die Jahresbestweite von 69,33 m.” Am 1. Oktober beginnt Bunjes ihre Grundaus-
bildung bei der Bundeswehr.
Ergebnisliste vom Werfertag in Bad Köstritz (PDF)

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 25. September 2003
DLV nominiert Bunjes für das Olympia-Team
Leichtathletik: Förderung für 27-Jährige
Von Klaus Jakobs und Uwe Prins
Holtland. Hammerwerferin Andrea Bunjes vom SV Holtland startet beim Werfertag zum Erntefest am Wochenende auf der
neuen Anlage ihres Vereins als Mitglied des deutschen Olympiakaders. Der Deutsche Leichtathletikverband nominierte die
27-Jährige während der Spitzensport-Tagung in Kienbaum. WM-Teilnehmerin Bunjes ist eine von nur drei Niedersachsen
im Olympia-Team: Auch Läuferin Luminita Zaituc (Braunschweig) und Speerwerfer Stephan Steding (Hannover) wurden
vom DLV mit Blick auf das Perspektivteam für Athen berücksichtigt.
Die Kadermitglieder können nicht nur auf eine bessere finanzielle Förderung zurückgreifen: Der DLV organisiert zusätzliche
Trainingslager und ist auch in den Bereichen Physiotherapie und Rehabilitation behilflich. Für Bunjes ist damit der erste
Schritt in Richtung Griechenland getan. “Von der Teilnahme habe ich immer geträumt; die Olympiade ist schließlich etwas
ganz Großes.”
Die Qualifikation muss die Ostfriesin natürlich trotzdem schaffen. Die Weite steht noch nicht fest, die Konkurrenz für die ver-
mutlich drei Athen-Fahrkarten aber ist groß: Der DLV holte nämlich gleich fünf Hammerwerferinnen in den Kader: Neben
der Holtlanderin gehören auch die beiden anderen WM-Teilnehmerinnen von Paris, Betty Heidler und Susanne Keil (beide
Frankfurt), zum Team, daneben wurden deren Klubgefährtin Kirsten Klose sowie Manuela Priemer aus Regensburg gesetzt.
Im Mittelpunkt des Werfertages steht das Hammerwerfen der Frauen. Andrea Bunjes trifft unter anderem auf Klubgefährtin
Christine Nannen, die Niederländische Meisterin Debby van der Schilt (Groningen), die Dritte der U 18-WM, Johanna
Hoppe von der LG Einbeck sowie die Norddeutsche Meisterin Nathalie Rheder (Bad Gandersheim). Bei den Männern hat
unter anderem der amtierende Deutsche Juniorenmeister Markus Kahlmeyer (VfL Wolfsburg) gemeldet.
Der Bau der “Sportschule Ostfriesland” in Hesel machte es erforderlich, dass die Hammerwerferinnen ihre Trainings- und
Wettkampfstätte in Hesel aufgeben mussten. In Holtland-Nücke haben die Werfer eine neue Wurfanlage bekommen.
Während der Hammerwurfring in Hesel aus- und in Holtland eingebaut worden ist, wurden zuzüglich von den Leichtathleten
in Eigenarbeit noch ein Kugelstoß- und Diskuswurfring gebaut.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 15. November 2003
Ostfriesen unterwandern NLV-Geschäftsstelle
Leichtathletik: Christine Temme aus Norden bekommt Job beim Landesverband in Hannover
Von Klaus Jakobs
Hannover/Norden. Christine Temme vom TV Norden ist neue Referentin für Breitensport beim Niedersächsischen Leicht-
athletik-Verband (NLV). Die Ostfriesin ist Nachfolgerin von Michaela Zander, die ihr Engagement Ende Juli beendet hatte.
Nachdem das Auswahlverfahren mehrere Monate gedauert hat, wurde die Stelle zum 15. Oktober neu besetzt. Dabei hat
sich das NLV-Präsidium für Temme entschieden, die sich gegen 80 Bewerber durchsetzen konnte und sich im Büro in
Hannover recht heimisch fühlen wird, denn: Die sechsköpfige NLV-Geschäftsstelle wird mittlerweile von Ostfriesen regel-
recht “unterwandert”. "
Jetzt fehlt nur noch Plattdeutsch als offizielle Amtssprache
Neben Christine Temme ist mit Frank Reinhardt als Referent Leistungssport und Landestrainer ein Norder Vereinsgefährte
für den Verband tätig. Und Marlis Eifler aus Bunde arbeitet bereits seit vielen Jahren im Referat Finanzen und Verwaltung.
Fehlt nur noch, dass Plattdeutsch als offizielle Amtssprache eingeführt wird.
Die 29-Jährige fühlt sich nach knapp vier Wochen bereits sehr wohl. “Die Kollegen sind alle sehr nett und hilfsbereit”, sagt
Temme. “In so einer Atmosphäre macht die Arbeit richtig Spaß.”
Ihre leichtathletische Karriere begann Christine Temme im Alter von acht Jahren beim TV Norden. Sie war viele Jahre im
Mehrkampf aktiv. Als der Dreisprung der Frauen in das offizielle Wettkampfprogramm aufgenommen wurde, hat sie sich in
dieser Disziplin spezialisiert. Ihren größten Erfolg hatte die Norderin mit dem Gewinn der Deutschen Jugend-Hallenmeister-
schaften 1993 in Dortmund feiern können. Ihre aktive Laufbahn musste sie jedoch verletzungsbedingt beenden : “Leider.”
Nach der Ausbildung zur Industriekauffrau entschloss sich die Ostfriesin für ein Magisterstudium der Sportwissenschaften
und Betriebswirtschaftslehre, das sie erfolgreich abgeschlossen hat. Und nun hat der Sport sie wieder.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 27. November 2003
Region Ostfriesland lautet der neue Vereinsname
Leichtathletik: Unterbezirk wurde abgeschafft / Reinhard Knoop bleibt Vorsitzender der Sportler
Aurich (kj). In Aurich fand der Verbandstag des Leichtathletik-Unterbezirks Ostfriesland statt. Dies war gleichzeitig die
letzte Tagung in der bisherigen Organisationsform. Der Unterbezirk wurde aufgelöst und die Leichtathletik-Region Ostfries-
land in Vereinsform gegründet.
Die Struktur ist neu, der Name ist neu, aber die Führung bleibt unverändert. Reinhard Knoop war Vorsitzender des Unter-
bezirks und ist nun der Chef der Leichtathletik-Region Ostfriesland. Bevor es aber zu den Wahlen des neuen Vorstands
kam, wurde der vorliegende Satzungsentwurf ausführlich diskutiert. Die Gründung eines eigenständigen Vereins hat gegen-
über dem bisherigen Unterbezirks einige Vorteile. So kann der Landesverband im Falle einer Insolvenz nicht auf die vor-
handenen Gelder zurückgreifen. Dies war vor einigen Jahren im Niedersächsischen Schwimmverband der Fall, als die
Bezirke und Kreise für die Verbindlichkeiten haften sollten.
Reinhard Knoop, der anschließend von der Versammlung zum Vorsitzenden gewählt wurde, zeigte sich zufrieden über die
konstruktive Zusammenarbeit. “Es ist sehr gut, dass wir es geschafft haben, gemeinsame Ziele zu formulieren.” Auch Werner
Ostermeyer (Germania Leer), der sich über viele Jahre für die Eigenständigkeit der ostfriesischen Leichtathleten eingesetzt
hatte, war erfreut. “Jetzt haben wir die Eigenständigkeit Ostfrieslands endlich verankert.”
Für die Wahl des Vorstands standen die beiden bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, Wilfried Bergmann (Georgsheil)
und Gerhard Ehlert (Aurich), nicht mehr zur Verfügung. Der Vorstand des neuen Vereins setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitzender: Reinhard Knoop (Holtland), Stellvertreter und Schriftführer: Johann Wolterink (Wirdum), Kassenwart sowie
Breitensport- und Volkslaufwart: Klaus-Dieter Becker (Aurich), Wettkampfwart und Statistiker: Harry Jürrens (Pewsum),
Schüler- und Jugendwart: Werner Ostermeyer, Schülerwettkampfwart: Lars Seinschedt (beide Leer), Kampfrichterwart:
Hans-Jürgen Kolbow, Kampfrichterlehrwart: Aalf Goesmann (beide Aurich), Pressewart: Klaus Jakobs (Warsingsfehn).

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 15. Dezember 2003
Reinhard Knoop bleibt Bezirks-Chef
Leichtathletik: Verbandstag in Cloppenburg
Cloppenburg (up/kj). Auf dem Verbandstag des Leichtathletik-Bezirks Weser-Ems ist der erste Vorsitzende Reinhard
Knoop am Freitag im Amt bestätigt worden. Die Delegierten stimmten einstimmig für den Holtlander. Bevor es aber zu den
Wahlen des Vorstands kam, wurde intensiv über die Pläne des Landesverbandes diskutiert.
Wie berichtet, möchte der Niedersächsiche Leichtathletik-Verband (NLV) die Gebühren für Fortbildungen verdoppeln und
gleichzeitig die Fahrtkosten für die Ausbildungen streichen. Bezirks-Chef Knoop machte aus seiner Unzufriedenheit ange-
sichts dieses Vorhabens kein Geheimnis: “Die Streichung der Fahrtkosten führt zu einer deutlichen Benachteiligung für die
Fläche.”
Der bisherige Lehrwart, Klaus Jakobs (Warsingsfehn), stand für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Er hatte seine
Entscheidung bereits vor Wochen angekündigt. Dennoch konnte für ihn kein Nachfolger gefunden werden. Jakobs erklärte
sich daraufhin bereit, die Lehrgangsplanung für das kommende Jahr noch zu übernehmen.
Der Bezirksvorstand setzt sich wie folgt zusammen : Vorsitzender: Reinhard Knoop (Holtland), Stellvertreter: Klaus Peters
(Wilhelmshaven) und Heinz Meyer (Osnabrück), Kassenwart: Bernd Langrock (Wilhelmshaven), Schriftführer: Udo-Uwe
Oltmanns (Oldenburg), Sportwart: Gerrit Jacob (Osnabrück), Wettkampfwart: Gerhard Ehlert (Aurich), Schüler- und
Jugendwart: Anton Siemer (Osnabrück), Lehrwart: nicht besetzt, Kampfrichterwart: Klaus Peters (Wilhelmshaven), Volks-
lauf- und Breitensportwart: Klaus-Dieter Becker (Aurich), EDV- und Schulsport-Beauftragter: Aalf Goesmann (Aurich),
Statistiker: Harry Jürrens (Pewsum), Pressewart: Lars Seinschedt (Leer).
Als Kassenprüfer erhielten Wolfgang Budde (Delmenhorst) und Siegried Berenzen (Hesepe) das Vertrauen der Delegierten.
Stellvertreter wurde Lars Ruchel (Leer). Zum Schlichter wurde Alex Peltzer (Goldenstedt) bestellt. Ruchel wurde außerdem
als Bezirks-Vertreter der Jugend beim NLV nominiert.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 14. Februar 2004
Von Johannesburg nach Logabirum
Ehrung: Leichtathletin Andrea Bunjes reiste vom Trainingslager in Südafrika direkt zur Ostfriesen-Zeitung
Von Georg Lilienthal
Logabirum. Hammerwerferin Andrea Bunjes vom SV Holtland hat in ihrer Karriere schon so manchen Rekord überboten.
Gestern stellte sie eine weitere Bestmarke auf. Noch nie zuvor legte ein OZ-Sportler des Jahres eine so weite Tour zur Ehr-
ung zurück wie die 28-Jährige. Am Donnerstagabend stieg sie in Johannesburg ins Flugzeug. Nach einem Zwischenstopp in
Paris landete ihr Flieger am Freitagmorgen in Frankfurt. Und nach ein paar Stunden Autofahrt traf sie gestern Abend pünkt-
lich im Verlagshaus der Ostfriesen-Zeitung in Logabirum ein. Dort nahmen außerdem Springreiter Andreas Bruns aus Hesel
und die G-Junioren-Fußballer von Fortuna Veenhusen aus den Händen von OZ-Chefredakteur Uwe Heitmann die Sieger-
pokale in Empfang. Außerdem erhielten die OZ-Leser Hans-Hermann de Buhr und Ehefrau Anja aus Rorichum einen Gut-
schein. Sie wurden bei der Sportlerwahl als Gewinner der Reise zum DFB-Pokalendspiel in Berlin ausgelost.
Alle Sieger strahlten. Auch Andrea Bunjes. Dabei bot der Wechsel der Klimazone wahrlich keinen Anlass zur Freude. “In
Südafrika war es an manchen Tagen 30 Grad warm”, lächelte sie. “Hier habe ich erst einmal gefroren.” Doch die Sportlerin
hatte in Südafrika nicht allzu viel Zeit, die Sonne zu genießen. Sie absolvierte dort mit der Gruppe von Bundestrainer
Michael Deyhle ein dreiwöchiges Trainingslager. Die dort gezeigten Leistungen machen der Ostfriesin, die in Neuburg
(Gemeinde Jümme) aufgewachsen ist, Mut fürs Olympia-Jahr. “Ich bin sehr optimistisch. Meine Werte waren so gut wie
sonst erst im April oder Mai.” Deshalb ist sie von der Olympia-Qualifikation überzeugt. “Ja, ich glaube, das klappt mit
Athen.”
Solch große Ziele steckt sich Andreas Bruns nicht. Während Sportsoldatin Andrea Bunjes unter Profi-Bedingungen trai-
niert, ist der Springreiter aus Hesel in seiner Laufbahn immer als Amateur in den Parcours gegangen. Trotzdem hat auch er
schon die Elite düpiert. Bruns verweist dabei auf den Sieg in einem S-Springen. “Damals wurde Ludger Beerbaum Zweiter,
René Tebbel Dritter und Lars Nieberg Vierter”, erzählt der “Altmeister” nicht ohne Stolz. “Ich habe also mit einem selbst
gezüchteten Pferd die Weltelite hinter mir gelassen.” Während Andrea Bunjes bei der elften Auflage der OZ-Sportlerwahl
mit der weitesten Anreise zur Ehrung einen Rekord aufstellte, ist Andreas Bruns mit 50 Jahren der älteste Athlet, der jemals
als ostfriesischer Sportler des Jahres gekürt wurde. Und auch die Mannschaft des Jahres 2003 hat eine Bestmarke zu
bieten. Noch nie gewannen so junge Sportler den Mannschaftstitel wie die sieben- und achtjährigen “Minis” von Fortuna
Veenhusen. Im Sommer wurden sie bei den G-Junioren Kreismeister und Kreispokalsieger. Nun spielen sie in der F-
Jugend. Die kleinen Fußballer hörten übrigens gebannt zu, als Andrea Bunjes von ihrem Olympia-Traum erzählte. Auch die
kleinen Kicker wollen als Profis einmal hoch hinaus. Das betonten sie gestern bei der Ehrung. Und OZ-Chefredakteur Uwe
Heitmann gab schon einmal das Fernziel vor. “In zwölf Jahren ist wieder Olympia. Vielleicht ist dann ja einer von Euch mit
dabei.”

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 1. März 2004
Minister und Ostfriese gegen Bewegungsmangel
Leichtathletik: Landesverband und Kultusministerium führen gemeinsame Maßnahme zur Lehrer-Fortbildung
durch
Von Uwe Prins
Warsingsfehn. Wissenschaftliche Studien weisen auf einen deutlich zunehmenden Bewegungsmangel bei Kindern und
Jugendlichen hin. In diesem Zusammenhang ist auch der Schulsport aufgerufen, sich mit möglichen Lösungsansätzen zu be-
schäftigen. Daher haben das Niedersächsische Kultusministerium und der Niedersächsische Leichtathletik-Verband (NLV)
im letzten Jahr beschlossen, eine gemeinsame Kooperation im Rahmen der Lehreraus- und Fortbildung einzugehen. “Die
moderne Freizeit- und Konsumgesellschaft bringt zwar immer mehr Trend- und Extremsportarten hervor, sie fördert aber
auch Bewegungsarmut und Passivität. Dem müssen wir entgegenwirken”, erklärte Kultusminister Bernd Busemann (CDU)
jetzt in Hannover.
Im Rahmen dieses Projekts wollen beide Seiten gemeinsam für mehr Bewegung an niedersächsischen Schulen sorgen. In
diesem Jahr finden in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Weser-Ems und der Universität Oldenburg erste Modell-
maßnahmen statt. In den fünf Sportregionen werden jeweils zwei Fortbildungen zum Thema “Attraktive Unterrichtsinhalte in
der Leichtathletik mit einem spannenden Sportfest abschließen” angeboten. Projektleiter ist Klaus Jakobs aus Warsings-
fehn, der die Geschichte initiiert hatte, als er noch Lehrwart beim NLV war. Den Posten hat er zwar mittlerweile nieder-
gelegt, derzeit arbeit er für den Landesverband als Präsidiumsbeauftragter für besondere Bildungsprojekte. “Der Sport-
unterricht an den Schulen muss die Kinder auffordern, sich zu bewegen”, unterstreicht Jakobs die gemeinsamen Ambitionen.
“Die Vermittlung der grundlegenden Elemente Laufen, Springen und Werfen muss auf hohem Niveau erfolgen, um die
Schüler für den Sport begeistern.”
Neben seiner Tätigkeit als Projektleiter wird Klaus Jakobs im Sommersemester drei Lehraufträge an der Universität Osna-
brück übernehmen. Im Erfahrungs- und Lernfeld Leichtathletik will der Ostfriese den Studenten vor allem methodisch-
didaktische Inhalte vermitteln. Eigentlich hatte der Fehntjer im Sommer seinen Umzug von Osnabrück nach Mainz geplant.
“Das verschiebe ich.”
Mit dem Projekt von Fachverband und Ministerium sollen auch die Lehrerinnen und Lehrer angesprochen werden, die
Sport unterrichten, aber nicht studiert haben. “Es werden immer mehr Lehrer fachfremd im Sportunterricht eingesetzt”, er-
läutert Hansjörg Kofink, ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Sportlehrerverbandes. “Das wirkt negativ in der gesamten
Schulzeit und darüber hinaus.”
Die erste Maßnahme in der Fortbildungsregion Ostfriesland findet am 23. März in Leer statt. Meldungen nimmt Fachberater
Reinhard Knoop, Buchenweg 3, 26835 Holtland, Telefon 0 49 50 / 29 34, entgegen.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 4. März 2004
Hartmut Seele gewinnt Winter-Marathon
Leichtathletik: Eduard Tjarks belegt in Husum den zweiten Platz
Husum (hk). Beim 32. Winter-Marathon in Husum gab es einen ostfriesischen Doppelerfolg. Der gebürtige Auricher Hart-
mut Seele, der für die LG Rüsselsheim startet, sicherte sich über 42,195 Kilometer Platz eins vor Eduard Tjarks von der
Laufgemeinschaft Ostfriesland. Lange endlose Geraden, Wind, Regen, Schnee und Hagelschauer - eine echte Heraus-
forderung, mit diesem Slogan wirbt der Husumer Wintermarathon alljährlich um seine Teilnehmer. Auf diese Bedingungen
hatte sich auch diesmal eine kleine ostfriesische Laufgruppe eingestellt, die zusammen mit rund 140 Marathonis an den Start
ging.
Obwohl sich am Sonnabend mit Plus drei Grad und Sonnenschein ein herrlicher Wintertag präsentierte, war der immer
leicht wellige Wendepunktkurs durch die steinzeitliche Moränenlandschaft im Norden Schleswig Holsteins nicht einfach zu
laufen. Besonders auf dem Rückweg zerrte ein leichter Gegenwind zusätzlich an den Kräften der Läufer. Hartmut Seele, der
im vergangenen Jahr den Ems-Jade-Lauf für sich entscheiden konnte, belegte nach 21,1 km bei der Wende noch den
zweiten Platz, konnte jedoch sein Tempo halten und erreichte am Ende mit 2:53:01 Stunden als erster das Stadion in
Husum. Nach einem verhaltenen Beginn setzte Eduard Tjarks nach der Wende durch eine leichte Tempoverschärfung zur
Aufholjagd an und arbeitete sich noch vom zehnten auf einen nicht mehr für möglich gehaltenen zweiten Platz in der Gesamt-
wertung nach vorne. Mit 3:03:12 Stunden führte der Ostfriese damit die Altersklasse M 50 klar an.
Seine Ehefrau Gerhardine Tjarks hatte ebenfalls die richtige Taktik gewählt. Sie konnte in ihrem zweiten Marathon ihre
letztjährige Zeit sogar um mehr als 15 Minuten verbessern und erreichte mit 4:20:46 Stunden das Ziel. Für die Norder und
Norderneyer Teilnehmer, die diesen Lauf als Saisonvorbereitung sahen, wurden folgende Zeiten gestoppt:
Wolfgang Friedrichs (TV Norden) 3:31:30 Stunden; Uwe Marschall ( TV Norden) 3:31:38 Stunden; Bernd Wagner ( TuS
Norderney) 3:41:58 Stunden; Johann Georg, Winkler (TV Norden) 4:03:10 Stunden; Helma Nowak (TuS Norderney)
4:56:48 Stunden.
Ergebnisse
Frauen / Männer

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 10. März 2004
Sieger Wolzen verlässt sich auf Endspurt

Leichtathletik: 260 Sportler beteiligten sich an den regionalen Waldlauf-Meisterschaften in Leer
Von Lars Seinschedt
Leer. 260 Leichtathleten aus 20 ostfriesischen Vereinen machten sich auf den Weg zu den regionalen Waldlauf- Meister-
schaften nach Leer. Im Julianenpark richtete der VfL Germania Leer diese Meisterschaften für Schüler und Senioren aus.
Für Männer, Frauen und Jugendliche waren die Läufe als Kreismeisterschaften ausgeschrieben.
Beim Hauptlauf der Männer und Senioren über 7,2 Kilometer gab es ein Führungstrio, welches sich bereits zu Beginn des
Rennens von seinen Konkurrenten absetzte. Peter Steinke (TV Norden), Gerd Wolzen und Ino Geisemeyer (beide Ger-
mania Leer) liefen alle fünf Runden gemeinsam und verließen sich jeweils auf ihren Endspurt. Die schnellste Zeit an diesem
Tag lief letztendlich Gerd Wolzen in 25:13 Minuten, der seine Verfolger um fünf bzw. sechs Sekunden hinter sich lassen
konnte. Steinke kam nach 25:18 Minuten, Geisemeyer nach 25:19 Minuten ins Ziel. Der Norder Athlet wurde mit seiner
Zeit auch deutlicher Sieger in der Altersklasse M 30.
Beim Lauf der Männer über die 4300 m lange Mittelstrecke waren Geisemeyer und Wolzen bereits zwei Stunden zuvor im
Einsatz. Hier war der Sieger des Hauptlaufes noch eine Sekunden hinter seinem Kontrahenten. Für Geisemeyer blieben die
Uhren bei 15:16,0 Minuten stehen.
Auch die Siege in den Schülerläufen waren hart umkämpft. Bei den Schülern M 10 war Hauke Grüssing vom SV Warsings-
fehn nicht zu schlagen. Er schaffte die 1430 m lange Strecke in guten 5:51,7 Minuten und lag somit über 20 Sekunden vor
seiner Konkurrenz. Ebenfalls schnell war der ein Jahr ältere Marec Rafati vom TV Norden. Er schaffte die Strecke in
5:43,7 Minuten.
Bei den Schülerinnen dieser Altersklasse waren Farina Richter-Rose (W 10) vom SV Emden Harsweg und Rieka Gast-
mann (W 11) von Blau- Weiß Borssum nicht zu schlagen. Richter-Rose bewältigte die Strecke in 6:10,9 Minuten und setzte
sich im Endspurt gegen ihre Gegnerinnen durch. Gastmann war 12 Sekunden vor ihrer Konkurrenz und schaffte die Strecke
in 6:04,3 Minuten.
Das knappste Rennen des Tages entschied Helge Hinrichs für sich. Er siegte bei den Schülern M 12 in 7:38,0 Minuten.
Knapp hinter dem Ihrhover kam sein Vereinskamerad Malte Katzenski ins Ziel, er war nur 0,8 Sekunden langsamer.
Ebenfalls überzeugend waren die Leistungen zweier Schülerinnen des SV Concordia Ihrhove. Katrin Arling siegte knapp
vor Ann Christine Heitner bei den Schülerinnen W12. Beide waren mit 7:48 bzw 7:52 Minuten sogar schneller als die ein
Jahr ältere Konkurrenz.
Bei der männlichen Jugend B (4,3 km) gefiel Jan-Gerhard Onken vom SV Warsingsfehn. Er siegte deutlich mit einem Vor-
sprung von über zwei Minuten in 16:24,4 Minuten.
Ergebnisliste

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 16. März 2004
Bunjes: Erstes Teilziel ist erreicht
Leichtathletik: Hammerwerferin des SV Holtland bestätigt Frühform auf Malta
Von Uwe Prins
Malta. Der Himmel auf Malta war gestern Mittag wolkenverhangen, aber der Himmel von Andrea Bunjes hing vor dem
Rückflug nach Deutschland voller Geigen: Die Hammerwerferin des SV Holtland hatte sich am Sonntag bei der EAA-
Challenge durchgesetzt und mit 67,99 Metern bereits die Olympia-Norm für Athen erreicht.
“Das erste Teilziel habe ich erreicht”, freute sich 28-Jährige nach dem nervenaufreibenden und bis zum Schluss spannenden
Wettkampf. Weil die Organisatoren den Wurfkäfig aus Sicherheitsgründen nicht sehr weit geöffnet hatten, gab es eine Viel-
zahl von Fehlversuchen. “Das war schon unglaublich, wie oft der Hammer da oben hängen geblieben ist”, meinte Bunjes.
Teamgefährtin Betty Heidler (LG Frankfurt) versägte gar die ersten vier Würfe und rettete mit 67,16 Metern im letzten
Durchgang noch Rang sechs.
32 Teilnehmerinnen waren auf Malta im Wettbewerb, von den insgesamt 192 Würfen waren am Ende 75 ungültig. Auch
Bunjes hatte ihre liebe Not: 62,01 Meter, Fehlversuch, 64,33 Meter : “das war alles andere als eine ansprechende Serie”,
gestand die OZ-Sportlerin des Jahres. Im vierten Durchgang schaffte die Ostfriesin dann die Sieges- und Olympianorm-
Weite. Es folgte ein passabler Wurf über 66,63 Meter : und dann war wieder der Käfig im Weg. “Ich bin fast sicher, dass
der sechste Versuch sehr weit gegangen wäre, vielleicht sogar über die ersehnten 70 Meter.” Bunjes ärgerte sich ein wenig,
hatte aber schnell ihr Lachen wieder gefunden: “Ich kann mich wirklich nicht beschweren. Ich habe die gute Form aus dem
Trainingslager bestätigt und nun zwei Monate bis zum Saisonstart Zeit, an der Sicherheit zu feilen.”
Mit dem Erreichen der Olympia-Norm ist Bunjes´ Startplatz im Nationalteam für Athen allerdings noch nicht gesichert.
“Überhaupt nicht”, sagt die Holtlanderin. Die derzeit beste deutsche Hammerwerferin geht davon aus, dass auch die un-
mittelbaren Konkurrentinnen wie Susanne Keil, Betty Heidler, Kirsten Klose oder Manuela Priemer die Olympia-Norm
schaffen werden. Wer zur Olympiade will”, ist sich die Ostfriesin sicher, “muss wohl 70 Meter vorlegen.” Diese Marke
haben bislang nur Keil (Deutscher Rekord mit 71,93 Meter) und Heidler (70,42 Meter) übertroffen.
Und Bunjes möchte gerne die dritte Deutsche sein, die diese Schallmauer durchbricht. “Ich war ja schon im vergangenen
Jahr ganz dicht dran.” 2003 erzielte die 28-Jährige mit 69,33 Metern ihre bisherige Bestmarke. Und da war sie - ganz
anders als jetzt - erst spät in der Saison richtig in Tritt gekommen . .

Presseinformation vom 4. April 2004 (Von Eduard Tjarks)
Bahnserie der LG Ostfriesland in Aurich - 1. Teil
Zur Eröffnung der Bahnlaufsaison auf dem Auricher Ellernfeld konnte die Laufgemeinschaft Ostfriesland am Samstag genau
50 Läufer begrüßen.
Im Hauptlauf über 10.000 m holte sich der Emder Stephan Harms den Gesamtsieg in der Männer-
wertung und Michaela Janssen, Fortuna Logabirum, führte die Frauenwertung an.
Nach einem verhaltenen Beginn zog Stephan Harms durch eine Tempoverschärfung an die Spitze des Feldes und siegte in
sehr guten 34:31,9 Minuten. Dicht dahinter folgte Stefan Oppenborn vom DSC Oldenburg, für den am Ende 34:44,4 Min.
gestoppt wurden. Für die Überraschung sorgte jedoch der erst 20-jährige Auricher Jörn Schmidt. Der erfolgreiche Tennis-
spieler des Auricher TC bewies in seinem ersten Bahnrennen eine sehr gute Renneinteilung und erreichte mit 35:58 Min.
eine Bombenzeit und Platz 3 in der Gesamtwertung vor den Altersklassensiegern Norbert Weinberg, LG Wilhelmshaven
(M 40) und Harm Park, TuS Weene (M 50).
In der Frauenwertung lief  Michaela Janssen von Fortuna Logabirum ein sehr gleichmäßiges Rennen und erreicht mit
48:57,3 Min. Platz 1 vor Karin Schmidt, TuS Aurich Ost (50:20,2 Min.) und Kerstin Schmidt, ebenfalls Logabirum.
Die Witterungsbedingungen waren diesmal mit 13 Grad und bedecktem Himmel aus läuferischer Sicht ganz angenehm. Der
zum Ende der Veranstaltung aufkommende Wind wurde auf der Zielgeraden größtenteils durch die Tribüne gebremst.
Da insgesamt 28 Teilnehmer die 25 Rundendistanz in Angriff nehmen wollten, mussten sogar 2 Zeitläufe angesetzt werden.
Mit einer derartigen Resonanz hatte die Laufgemeinschaft Ostfriesland aufgrund des frühen Termin`s, mehrerer Konkurrenz-
veranstaltungen, sowie der Osterferien gar nicht gerechnet.
Bei den Schülern waren die Teilnehmerzahlen und Leistungen ebenfalls zufriedenstellend. Die mit 15 Jahren älteste Teil-
nehmerin des 800 m Rennen´s, Sabrina Hoffmeister vom SC Dunum, führte das Feld der 13 Läuferinnen an und siegte am
Ende in guten 2:37,5 Min. Mit 2:45,1 Min. holte sich Sabine Szczesny, Fortuna Wirdum, durch einen Endspurt den zweiten
Platz und gleichzeitig den Altersklassensieg  in der W 12 vor Viktoria Hachmeister vom MTV Aurich, die in 2:46,4 Min.
Siegerin der W 13 wurde. Weitere Altersklassensiege gingen an Sabrina Roß, Fortuna Wirdum (W 10), Lea Knopf, MTV
Aurich, (W 11) und Ann-Sophie Schmedding, TuS Aurich-Ost (W 14).
Das knappste Ergebnis gab es über 1.000m der Schüler, wo sich ein Dreiergespann gegenseitig zu neuen Bestzeiten trieb.
Mit 3:29,8 Min. hatte der erst 11-jährige Holger des Vries vom TV Norden am Ende die Nase vorne. Nur 1 Sekunde da-
hinter und als Sieger der M 12 dann Malte Katzenzki, Conc. Ihrhove (3:30,7 Min.) und wiederum nur 0,2 Sekunden zu-
rück, Keno Bültena vom MTV Aurich als Sieger der M 13. Vereinskollege Richard Krull konnte die M 9 gewinnen und in
der M 10 wurde Derk-Thilo Bolte von Conc. Ihrhove Erster.
Ergebnisliste (PDF)

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 10. April 2004
52 Kilometer quer durch das Rheiderland
Leichtathletik: Etappenlauf ab Ditzum
Von Edzard Wirtjes
Ditzum. Im Vorjahr hatte der Lauftreff des MTV Ditzum einen dreitägigen Wochenendlauf organisiert : diesmal gab es ein
Vier-Etappen-Rennen quer durch das Rheiderland. Nach 52 Kilometern lag Andrea Jeschke (TSV Riepe) in der Gesamt-
wertung der Frauen vorne, schnellster Mann war Hanno Sjuts von Germania Leer. Luitpold Handwerker als Veranstalt-
ungsleiter war zufrieden mit dem Verlauf, er wünscht sich für das nächste Jahr aber noch mehr Teilnehmer. Statt drei Läufen
in drei Tagen über 37 Kilometer gab es in der vergangenen Woche vier Etappen in sieben Tagen. Das zweite Teilstück war
neu im Programm und schloss die knapp 15 Kilometer lange Lücke zwischen Ditzumerverlaat und Weener.
Von der ersten Etappe an dominierten die späteren Sieger. Auf den ersten elf Kilometern von Ditzum nach Ditzumerverlaat
gewannen sowohl Hanno Sjuts als auch Andrea Jeschke die Tageswertung. Sie gaben die Führung bis zum Ende nicht
wieder ab.
Dazwischen lagen Etappen, die abwechslungsreich und anstrengend waren. Hierbei spielte der Wind eine besondere Rolle.
Auf der neuen Etappe von Ditzumerverlaat über Marienchor nach Weener ging es fast die kompletten 15 Kilometer gegen
den Wind. Der Anblick balzender Schwäne sowie die mit Hunderten von Gänsen besetzten Wiesen lenkten vom Wider-
stand des Windes ab. Etappe drei führte von Weener nach Jemgum. Auch hier waren 15 km zu laufen, wobei der Wind bis
Bingum von vorn blies, ehe der Deich Richtung Jemgum endlich Windschatten spendete.
Herrschte während der ersten drei Etappen Ostwind (von vorn) bei schönem Wetter, wechselte Wetter und Windrichtung
auf der Schlussetappe. Vor der Kulisse des am Emssperrwerk wartenden Meyer-Kreuzfahrtschiffes ging es wiederum
gegen stürmischen aufbrausenden Wind. Viele der knapp 50 Gesamtläufer spürten nun Müdigkeit in den Knochen - sie
freuten sich besonders auf warmen Tee und heiße Duschen im Ziel im Ditzumer Hafen.
Alle Ergebnisse gibt es auf der
Home-Page der LG MTV Ditzum

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 13. April 2004
Kampfrichter sehen keinen klaren Sieger
Leichtathletik: Zwei Gewinner beim Störtebekerlauf / Heißes Duell zwischen Schmidt und Fleßner
Von Edzard Wirtjes
Marienhafe. 188 Leichtathleten beteiligten sich gestern am 9. Störtebekerlauf von Fortuna Wirdum im Marienhafer Orts-
teil Upgant-Schott. Inga Jürrens (Emder LG) gewann über 10 000 Meter bei den Frauen klar (41:12 Minuten), während es
bei den Männern mit Hermann Fleßner (Ihlow) und Jörn Schmidt (beide 35:58 Minuten) zwei Sieger gab.
Der Störtebekerlauf begann erneut mit dem Rennen über fünf Kilometer. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen
setzte sich der Nachwuchs deutlich durch. Die B-Jugendliche Marina Barkhoff (Fortuna Wirdum) gewann in 20:58 Minuten
vor der W 12-Schülerläuferin Sabine Szczesny (Fortuna Wirdum/24:07) Der 15-jährige Mathias Willnitzer vom Artener
LV gewann in 18:02 Minuten vor Arnd Siebels (18:23).
Im Lauf über 10 000 Meter der Männer ging es wesentlich spannender zu. Hermann Fleßner (Ihlow), Jörn Schmidt (TC
Aurich-Ost) und Dominik Schmedding von der Emder LG lieferten sich ein packendes Duell. Nach 5000 Metern lagen
noch alle drei gleichauf, dann musste der Emder die anderen beiden ziehen lassen. 100 Meter vor dem Ziel schienen auch
bei Jörn Schmidt die Kräfte nachzulassen, doch in einem fulminanten Endspurt schloss er die Lücke. Beide liefen Brust an
Brust über die Linie. Die Uhr zeigte 35:56 Minuten - und die Kampfrichter erklärten beide zu Siegern. Schmedding folgte
21 Sekunden später. Alle drei liefen jeweils persönliche Bestzeiten. Bemerkenswert war besonders die Leistung von Jörn
Schmidt. Der 19-jährige Tennisspieler, der noch keinem Leichtathletikverein angehört, läuft erst seit anderthalb Jahren. Auf-
horchen ließ er bei der Bahnserie der LG Ostfriesland, als er Dritter wurde. “Mein nächstes Ziel ist der Ossiloop.”
Nicht beim Ostfrieslandlauf dabei sein wird Titelverteidigerin Inga Jürrens. Sie will sich mehr auf die Bahnsaison konzen-
trieren und verzichtet daher auf einen Start. Beim Störtebekerlauf lief sie einen überzeugenden Erfolg heraus. Nach 41:12
Minuten blieben die Uhren stehen. Über fünf Minuten dauerte es, bis die Zweitplatzierte ins Ziel lief. Sabrina Hoffmeister
(SC Dunum) benötigte 46:32 Minuten. Dritte wurde Martina Rückbrod, eine Jugendliche vom TV Norden (47:56).
Johann Wolterink, Veranstaltungsleiter von Fortuna Wirdum, war insgesamt zufrieden. Besonders das steigende Zuschauer-
interesse erfreute ihn. Denen war allerdings kalt, denn Werner Ihlow (TV Norden) musste sie zum Klatschen annimieren:
“Hermann, du bist der einzige, der klatscht”, lobte er einen Bekannten im Publikum.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 15. April 2004
Hügeliger Kurs und starker Wind
Leichtathletik: Zwölf Ostfriesen nahmen am 4. Bonn-Marathon teil
Bonn. Zwölf ostfriesische Ausdauersportler nahmen am vorletzten Wochenende am vierten Bonn-Marathon teil. Insge-
samt einfacher hätten sich die meisten Aktiven ihren Lauf in der ehemaligen Bundeshauptstadt allerdings schon vorgestellt.
Denn nach einer durchschnittlichen Vorbereitungszeit von zwölf Wochen waren viele der ostfriesischen Marathon-Läufer
ihrer Meinung nach gut gerüstet für die 42,195 Kilometer lange Strecke. Aber der Laufkurs, der vom Bonner Marktplatz
gestartet wurde, hatte es in sich, wie die Aktiven anschließend einhellig bekannten. Die ungewohnt wellige Strecke mit ihren
kleineren Höhenunterschieden machte den Norddeutschen ganz schön zu schaffen. Außerdem blies ein stärkerer Wind auf
dem Rückweg ins Ziel den Athleten ins Gesicht. So waren die meisten froh, überhaupt das Ziel erreicht zu haben.
Schnellster ostfriesischer Läufer in Bonn war Hanno Ludwigs von der LG Ostfriesland, der nach 2:55:32 Stunden als 62.
Läufer das Ziel erreichte. Dicht dahinter folgte Dominik Schmedding (Emder LG), der 2:55:53 Stunden benötigte.
Schmedding, der seine Bestzeit um knapp 20 Minuten unterbot, lief die meiste Zeit mit Ludwigs zusammen. Er wurde 65.
In der Altersklasse (AK) 35 belegten sie Rang 30 und 31.
Als 145. Läufer erreichte Carsten Peters (Emder LG) das Ziel. Mit 3:05:03 Stunden belegte er den 32. Platz in der AK 40.
Harry Jürrens (Emder LG) hatte nach überstandener Grippe Trainings-Rückstand und ging das Rennen vorsichtiger an. Er
war nach 3:13:45 Stunden im Ziel (Platz 33 in der AK 45). Auch Karlheinz Bednorz (3:32:59 Stunden) und Frank ter Jung
(3:33 Stunden) von der Emder LG schraubten ihre Erwartungen zurück. In der AK 40 belegten sie die Ränge 170 und 171.
Johann Hartmann (ELG) benötigte 3:40:26 Stunden (56. Platz der AK 50). Sehr zufrieden mit seinem Abschneiden war
Andreas Henken (ELG). Der einzige Marathondebütant unter den ostfriesischen Teilnehmern lief 3:58:48 Stunden. In der
AK 40 belegte Henken Platz 346.
Auch überraschen konnte Ernst Smidt. Der ELG-Seniorenläufer lief nach einer gut überstandenen Knieoperation im Dezem-
ber in der Altersklasse 60 in 4:00:31 Stunden auf den 24. Platz. Berthold Tuitjer (ELG), der mit Erkältungsproblemen zu
kämpfen hatte, erreichte die Ziellinie nach 4:03:32 Stunden (Platz 359/AK 35). Werner Britz (LG Ostfriesland) benötigte
5:04:28 Stunden (Platz 83/AK 55).
Mit dabei war auch der Wybelsumer Helmut Boes, der am Inlineskater-Marathon teilnahm. Auf einer teilweise regennassen
Strecke benötigte Boes 1:58:40 Stunden. Er kam als 328. männlicher Skater ins Ziel. In der AK 50 wurde Boes 30.
Ergebnisse

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 23. Oktober 2004
Ems-Jade-Lauf: Schwitzen für die Krebsforschung
Kunden und Lieferanten der Oldenburger Firma C. W. Meyer spenden 10 500 Euro
Aurich/Oldenburg
(kg). “Die Idee wurde im vergangenen Jahr geboren”, blickt Sascha Meuten zurück. Damals stellten
zehn Mitarbeiter der Oldenburger Firma
C. W. Meyer ihre erste Ems-Jade-Lauf-Staffel zusammen. In diesem Jahr wollten
die Läufer um Jens Hoinke und Sascha Meuten mehr, als nur mit ihren Startgeldern den guten Zweck des 72 Kilometer
langen Laufs von Emden nach Wilhelmshaven unterstützen.
“Alle Gewinne des Laufs werden dem Verein für Leukämie- und Krebsforschung in Aurich gespendet”, so Veranstaltungs-
leiter Jürgen Gawlick-Daniel zu dem vor zwei Wochen stattgefundenen Lauf. “Wir haben unsere rund 150 Kunden und
200 Lieferanten gebeten, unser sportliches Engagement mit Spenden zu belohnen und damit etwas für die Krebsforschung
zu tun”, so Meuten. Er rief in einem Rundschreiben seine Geschäftspartner dazu auf, pro gelaufenem Kilometer einen Euro,
also insgesamt 72 Euro zu spenden. “Wir hatten eine sehr gute Resonanz auf die Aktion und gerade viele kleine und mittlere
Unternehmen haben uns mit einer Spende unterstützt”, so Meuten. Insgesamt bekamen die Mitarbeiter von C. W. Meyer
10 500 Euro zusammen und stellen damit einen großen Anteil der insgesamt rund 17.000 Euro, die der Ems-Jade-Lauf für
die Krebsforschung einbrachte. Besonders bewegend fand Meuten die Spende eines Kunden über 1000 Euro. “Er war be-
geistert von unserer Aktion, da er selber einen Sohn hat, der an Krebs erkrankt war”, so Meuten.
Die in Oldenburg ansässige Traditionsfirma, die seit fast 125 Jahren besteht, hat sich auf die Bereiche Sicherheitstechnik,
Bauelemente, Baubeschläge, Werkzeug- und Industriebedarf spezialisiert “Wir beliefern vor allem Industriebetriebe und
Handwerker”, so Meuten, der Fachbereichsleiter für den Bereich Baubeschläge ist. Auch im kommenden Jahr wollen
Meuten und seine Kollegen wieder für den guten Zweck die Laufschuhe anziehen. “Es ist schön mit einer solchen Aktion zu
helfen. Ob wir sie genauso wiederholen oder uns etwas neues ausdenken, steht noch nicht fest”, so Meuten.
In der Region unterstützte der Auricher Verein um Enno Cremer bereits zahlreiche Projekte: Die Städtische Kliniken be-
kamen 2002 eine Digitalkamera samt Equipment zur Untersuchung von Gewebeproben: Auch die Kinderstation des Kreis-
krankenhauses Leer sowie das Krankenhaus in Wilhelmshaven bekamen Unterstützungen für technische Neuanschaffungen.
Wer über den Ems-Jade-Lauf hinaus den Verein für Leukämie- und Krebsforschung in Aurich unterstützen möchte, kann
dies über eine Spende machen (Konto 24000, BLZ 283 500 00).

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 26. Februar 2005
DLV zeichnet Holtlander Wurfteam aus
Leichtathletik: Bestennadeln des Verbandes / Andrea Bunjes macht das Dutzend voll
Neben der Olympiateilnehmerin wurden auch ihre drei Vereinskolleginnen geehrt
Holtland. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) zeichnet jährlich die besten Athletinnen und Athleten mit der DLV-
Bestennadel aus. Vom Wurfteam des SV Holtland wurde dabei gleich vier Athleten berücksichtigt. Bei den Frauen erhielt
Andrea Bunjes für Platz zwei der Bestenliste 2004 die Nadel in Gold. Bunjes hat damit das Dutzend an DLV-Bestennadeln
in Gold voll gemacht. Sie gehört seit mehr als zehn Jahren zur Spitze der Deutschen Hammerwerferinnen. Ihre bisher beste
Leistung schaffte Bunjes bei der Olympiade in Athen mit 70,73 Metern. In der Weltbestenliste nimmt die Holtlanderin Rang
14 ein. Folgerichtig war, dass die Hammerwerferin des SV Holtland von den Leserinnen und Lesern der Ostfriesen Zeitung
erneut zur Sportlerin des Jahres gekürt worden ist.
Gold erhielt auch die Jugendliche Daniela Pohl, die mit dem Niedersachsenrekord für die Klasse der weiblichen Jugend B
(58,25 Meter) bei den Frauen Platz elf einnimmt. In ihrer Altersklasse der weiblichen B-Jugend führt Pohl die Jahreswert-
ung an. Rang drei in der A-Jugend und Platz fünf bei den Juniorinnen dokumentieren ihre starke Leistung im vergangenen
Jahr. Bei den Deutschen Winterwurfmeisterschaften Mitte Februar in Sindelfingen belegte Pohl Rang fünf und unterstrich
trotz Trainingrückstandes ihre Zugehörigkeit zu den besten Nachwuchswerferinnen des DLV. Am vergangenen Wochen-
ende nahm die Holtlanderin an einer Kadermaßnahme des C- Kaders in Frankfurt teil. Momentan bereitet sich die 18-
Jährige auf die kommende Saison vor, in der sie die Chance hat, bei den Junioren-EM im litauischen Kaunas teilzunehmen.
Die Norm beträgt 57 Meter - eine Weite, die Pohl im Vorjahr überboten hat.
Christine Nannen, die nur wenige Wettkämpfe bestritten hat, erhielt ebenfalls die Bestennadel in Gold. Mit 53,28 Metern
belegt sie Rang 22 in der Bestenliste. Die Jüngste des Holtlander Wurfteams, Mareike Nannen, führt mit großem Vor-
sprung die Jahreswertung der Schülerinnenklasse W 14 an. Bei ihrem Niedersachsenrekord von 51,50 Meter flog ihr
Hammer mehr als sechs Meter weiter als das Gerät der Zweitplatzierten des Vorjahres. Nannen erhielt als Schülerin die
Nadel in Bronze. “Mareike hat in diesem Winter fleißig trainiert und große Fortschritte gemacht”, lobt Heimtrainer Klaus
Beyer. Bei den ersten Wettkämpfen schleuderte sie den Hammer schon 43,41 Meter weit, im Training gelangen ihr sogar
schon mehrere Würfe über die 45-Meter-Marke hinaus. Diese Weite hätte in Sindelfingen bei den Deutschen Meister-
schaften der B-Jugend für den Titelgewinn gereicht. Nannen gehört jedoch noch der Schülerinnenklasse an und durfte nicht
starten.

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