Presse NLV-Kreis Osterholz

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 24. Januar 2004
Platz auf dem Siegertreppchen knapp verpasst
Hikmet Ciftci darf beim weltgrößten Cross in Le Mans mitlaufen und wird Siebter / Nun wartet die Bremer Serie
Von unserem Mitarbeiter Reinhard Bohling
Osterholz-Scharmbeck. Le Mans? Ach, na klar - wer denkt dabei nicht gleich an die 24-Stunden-Rennen mit den legen-
dären Porsche- und Mercedestriumphen? “Am Rundkurs sind wir vorbeigefahren”, lacht
Hikmet Ciftci verschmitzt und
blättert stolz in zwei französischen Zeitungen. Auf den farbigen “Dimanche”-Titelseiten und insgesamt 18 Sportseiten domi-
niert der 20. Le Cross ouest-france PAYS DE LA LOIRE die Berichterstattung. “Hier stehen auch mein Name, Rang
sieben und 20:03 Minuten”, freut sich der SOL-Langstreckler.
Es war für den Osterholz-Scharmbecker ein schweres Rennen. Zudem hatte den “Laufverrückten” in den Tagen vorher noch
eine Erkältung geplagt, und auch die zwölfstündige Busreise - 28 Sportler aus sechs Vereinen nahmen die Strapaze von
Brinkum aus auf sich - ging mächtig in die Beine. Doch am Sonntagmorgen wurde es um 10.25 Uhr ernst, und bei Hikmet
Ciftci stieg der Adrenalinspiegel. Der Startschuss für das Feld der passionierten 285 Mitkonkurrenten wirkte fast wie eine
Erlösung. Mit hartem Ellbogeneinsatz ging es zur Sache, um sich eine taktisch günstige Position zu erkämpfen. Die 6100
Meter (zwei Runden) führten über Wiesengrund, Schotter, durch Waldgelände. Und um Pfützen herum wurde kein Bogen
gemacht.
Im Windschatten einer Fünfergruppe hielt der Kreisstädter den Anschluss. Ein leichtathletischer Kraftakt so ganz nach dem
Geschmack eines Hikmet Ciftci. Die 12 000 Zuschauer an der Strecke “peitschten” die austrainierten Leichtgewichte voran.
Nach 19:33 Minuten war der französiche Sieger Brahim Ammor (Toulon) im Ziel. Dahinter kämpfte sich Ciftci auf den
letzten 20 Metern noch an drei Läufern vorbei. Das Zielfoto entschied im Duell um Rang sieben zu seinen Gunsten. Zum
Platz auf dem Siegertreppchen (die ersten Fünf wurden geehrt) fehlten ihm 20 Sekunden.
“Meine Erkältung hat zu viel Substanz gekostet”, trauerte der SOL-Akteur einem möglichen besseren Abschneiden nach
und hat bereits den Start für 2005 im Hinterkopf. “Es war eine faszinierende Sache”, musste Ciftci das Erlebte nach der
Rückkehr erst einmal “verdauen”.16 000 Läufer und Läuferinnen sorgten an den beiden Wettkampftagen für eine Rekord-
beteiligung. Die Familienkriterien animierten dabei schon 3000 Ausdauersportler zur Teilnahme. Im Brit Hotel in Arnage
waren die Cross-, Straßen- und Bahnspezialisten aus Niedersachsen und Bremen bestens untergebracht. Die Stadtbesichti-
gung von Le Mans im Eilschritt hat der 27-Jährige noch in bester Erinnerung: “Wir hatten nicht mal die Zeit, eine Postkarte
zu kaufen, aber immerhin hat es zuletzt noch zum Erwerb einer Weinflasche Bordeaux gereicht.” Am frühen Sonnabend-
nachmittag war das Einlaufen samt Streckenbesichtigung angesagt. “Dies alles zusammen war stressiger als mein Rennen
selbst”, schmunzelte der zweifache Gewinner des Citylaufes OHZ.
Vom Terminkalender getrieben waren die Gedanken dabei schon beim zweiten Lauf über 9,9 Kilometer in der kleinen
Bremer Winterserie. Am 1. Februar will Ciftci seine Führung (zwei Sekunden) im Gesamtklassement ausbauen. Eine Woche
später erfolgt der Start bei den Cross-Landesmeisterschaften in Hameln. Auf dem Trophäenregal ist noch Platz. Ciftci:
“Wenn nur manche Pötte nicht so häßlich wären.”
Website der Veranstaltung

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 19. März 2004
Mit der Cross-Saison zufrieden
Hikmet Ciftci spielt bei Titelkämpfen und Winterserie eine gute Rolle
Von unserem Mitarbeiter Reinhard Bohling
Osterholz-Scharmbeck. Ich bin mit meiner Cross-Saison überaus zufrieden", lachte Hikmet Ciftci trotz aller läuferischen
Strapazen. Bei den Landesmeisterschaften in Hameln spielte der Osterholz-Scharmbecker Mittel- und Langstreckler eine
ebenso gute Rolle wie im Verlauf der kleinen Bremer Winterserie, wo der Trainingsfleißige den Gesamtsieg feierte.
Die schnellen Citylaufschuhe brachten dem passionierten Renner auch in der Rattenfängerstadt Glück. Der harte Unter-
grund - teilweise Schotter und Steine - forderte den Mittelstrecklern auf der 3950m-Distanz alles ab. "Die 60 Meter Höhen-
unterschied gingen mir dabei gewaltig in die Knochen, denkt Ciftci mit leichtem Schaudern an den stark besetzten Wettbe-
werb zurück.
Als Gesamtsechster stand der Akteur der Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten (SOL) nach dem Kraftakt unter den
ersten Acht auf dem Siegertreppchen. "Wenn ich sehe, wer alles am Start war, so kann mein Resümee nur gut ausfallen",
hakte Hikmet Ciftci den sportlich positiven Trip ins Weserbergland als gelungenen Faktor der noch jungen Saison ab.
Bei der traditionellen kleinen Bremer Winterlaufserie steigerte sich der Kreisstädter bei allen drei Rennen über je 9900
Meter. Im ersten Bürgerparklauf distanzierte Ciftci seinen ärgsten Widersacher Sebastian Lüning um zwei Sekunden.
Auch im zweiten Durchgang war der OHZ-Runner 18 Sekunden vor dem Nordbremer im Ziel. Beim dritten Lauf ließ sich
der Osterholz-Scharmbecker erneut durch den Regen nicht beirren, forcierte nach 7000 Metern das Tempo und siegte mit
40 Sekunden Vorsprung. Neben den Wettbewerben peilt Hikmet Ciftci auch den C-Trainerschein an und ist in Rotenburg
einer der Lerneifrigsten.
Mehr über Hikmet Ciftci gibt es auf den
Porträt-Seiten (Zwei Berichte)

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 21. Mai 2004
Sonnenschein über dem Stadion
226 Teilnehmer bei den Bezirksmeisterschaften der Leichtathleten in Osterholz
Von unserem Redakteur Carsten Spöring
Kreis Osterholz. Der Osterholzer Wettergott meinte es einmal gut mit den Leichtathleten - nur Sonnenschein begleitete die
Meisterschaften des Bezirks Lüneburg im Stadion von Osterholz-Scharmbeck. Der Kreis-Leichtathletikverband hatte kaum
Probleme mit der Ausrichtung dieser Veranstaltung, die 226 Teilnehmer aus 38 Vereinen anzog. Vier Siege und sechs
zweite Plätze gingen an Osterholzer Aktive.
Der neue Kampfrichterwart Hauke Mütel habe seine Feuertaufe mit Bravour bestanden, sagte der Osterholzer Kreisvor-
sitzende Reinhard Wagner. Er merkte zudem an, dass "positiver Teamgeist im Vorbereitungsteam und viel Engagement
einiger neuer Kampfrichter und Helfer" zu der gelungenen Veranstaltung beigetragen hätten. Allerdings vermochte Wagner
auch nicht zu verhehlen, dass es bei Frauen sowie weiblicher und männlicher A-Jugend schwache Teilnehmerfelder gegeben
habe. Dafür freute er sich über die starke Beteiligung bei der B-Jugend im Sprint und Weitsprung, überraschend aber auch
auf den beiden 800-m-Strecken.
Erster Titelträger der Ausrichter, die alle unter der Bezeichnung Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten (SOL) an-
treten, war Holger Finke bei den Männern. Schon die 24,82 sec des 35-Jährigen über 200 m (Platz fünf) beeindruckten,
doch mit 4,20 m im Stabhochsprung war Finke konkurrenzlos, Rene Kastenbein (LG Wesermünde) folgte erst mit 3,90 m.
Ein schwaches Ergebnis gab es beim Kugelstoßen, ansonsten eine Domäne im Bezirk Lüneburg. Hier ging der Titel mit
10,90 m an Patrick Rohde (LG Fallingbostel).
Im Sprint der Frauen setzte sich bezeichnenderweise die bereits 43-jährige Brigitte Heidrich vom TSV Stelle vor der weit-
aus jüngeren Konkurrenz durch (100 m: 13,44 sec; 200 m: 27,94 sec). Im Kugelstoßen kam immerhin ein Feld von acht
Teilnehmerinnen zustande (Siegerin Iris Coors/LG Fallingbostel; 12,70 m), im Diskuswerfen traten sogar zehn Frauen an.
Hier siegte Catharina Mangels (TuS Alfstedt) mit guten 41,25 m. Im Speerwerfen lag Coors (43,52 m) vor Michaela
Wagner (SV Munster; 40,32 m).
Die Sprintkonkurrenzen der männlichen A-Jugend gewann Fabian Kohrs vom LAZ Celle doch recht klar (100 m: 11,40
sec, 200 m: 22,71 sec, 110 m Hürden: 14,93 sec). Die 800-m-Läufer stellte einzig die LG Nordheide (hier siegte der
Noch-B-Jugendliche Sören Ludolph in 1:55,80 min). Und für die SOL sprang der Titel über 4x100 m (45,81 sec) in der
Besetzung Patrick Poppe, Sebastian Dirlam, Sebastian Stelljes und Paul Felgner heraus. Im Stabhochsprung schließlich
sicherte sich Martin Zweigert (LG Hanstedt) Platz eins bei gleicher Höhe (3,60 m) gegenüber Sebastian Stelljes (SOL), der
ebenfalls im Kugelstoßen Zweiter (11,64 m) sowie im Diskuswerfen Dritter wurde (31,84 m), dafür aber im Speerwerfen
mit der persönlichen Bestleistung von 41,70 m gewann. Platz zwei mit dem Diskus ging an Sebastian Dirlam (35,45 m).
In der B-Jugend schaffte es Paul Felgner aus sechs Vorläufen (!) auf Rang zwei (11,58 sec). Noch erfreulicher aber war
diese Platzierung in seinem ersten Rennen über 400 m in 53,62 sec. Über die 110 m Hürden wurde Sebastian Dirlam Dritter
(15,80 m). Einen Osterholzer Doppelsieg gab es im Stabhochsprung, da Dirlam erneut einen Kreisrekord hinlegte (4,10 m),
während sich Patrick Poppe zwar gegenüber dem Vorjahr um 60 cm (!) auf 3,80 m steigerte, aber eben mit Platz zwei vor-
lieb nehmen musste. Poppe sprang daneben gute 5,85 m weit (4.). Bemerkenswert sind zudem die 59,76 m von Sascha
Cordes (TSV Wiepenkathen) im Feld der zwölf Speerwerfer.
Bei den gleichaltrigen Mädchen kam Anna Klimek (LG Kreis Nord Stade) zu gleich drei Titeln (100 m: 12,73 sec; 100 m
Hürden: 15,31 sec; Weit: 5,30 m). Die 100-m-Vierte Jacqueline Niemann (13,12 sec) von der ausrichtenden SOL ging
dann die 400 m in ihrem ersten Rennen über diese Strecke noch zu langsam an, wird aber bald mit schnelleren Zeiten als
den 64,75 sec aufhorchen lassen. Eine persönliche Bestleistung im Hochsprung überquerte Martina Szymanski (SOL; 1,45)
Ergebnisse

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 7. Juli 2004
Jetzt hat er auch den Weltrekord
Karl-Heinz Marg stößt die Kugel in Oldenburg im ersten Versuch auf 15,23 Meter
Von unserem Redakteur Carsten Spöring
Osterholz-Scharmbeck. "Es ist ein wunderschönes Gefühl" - Karl-Heinz Marg ist noch ganz benommen von der Tatsache,
sich jetzt nicht nur Weltmeister, sondern auch - endlich - Weltrekordler nennen zu dürfen. Mit 15,23 Metern hat sich der
Kugelstoßer vom VSK Osterholz-Scharmbeck diese Bestmarke für seine Altersklasse M 65 bei einem Leichtathletik-
Abendsportfest in Oldenburg gesichert. Marg, der für die Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten antritt, hat sein
letztes sportliches Ziel damit schneller erreicht als von ihm selbst erwartet, ist die Freiluftsaison doch eigentlich erst ein paar
Tage alt. Die großen Höhepunkte stehen noch aus.
Doch in Oldenburg fand der ehemalige Sparkassendirektor ideale Bedingungen vor. Schon beim Einstoßen deuteten sich
Weiten jenseits der 15-Meter-Marke an, ein Stoß landete gar bei 15,36 Metern. Im regulären Wettkampf brachte dann
bereits der erste Versuch die neue Freiluft-Weltrekord-Weite von 15,23 Metern. Damit hatte der Osterholz-Scharmbecker
den US-Amerikaner Hal Smith entthront, der am 19. Januar 2002 15,12 Meter gestoßen hatte. Marg selbst kam in Olden-
burg in den folgenden Durchgängen nicht weiter, da war erst einmal die Luft raus.
Als nächstes zur Senioren-EM
Doch ein Highlight steht ja bald an: Vom 22. Juli bis 1. August finden in Aarhus (Dänemark) die 14. Europäischen
Seniorenmeisterschaften statt. Marg wird seinen Auftritt bei den Kugelstoßern der Altersklasse M 65 schon früh am Sonn-
tag, 25. Juli, um 9 Uhr, haben. Die 15,23 Meter werden da natürlich zur Debatte stehen, "da will ich das eigentlich bestät-
igen, möglicherweise auch noch übertreffen", sagte Marg nun.
Und der VSK-Kugelstoßer fügte an: "Bis dahin wird der Bremer Trainer Jens Arkenau noch an einer weiteren Verbesser-
ung meiner Technik arbeiten". Das sehr intensive Training mit dem Huchtinger habe ihn technisch weitergebracht, lobte
Marg. Er gehe jetzt mit sehr viel mehr Sicherheit in den Ring.
Marg war im Vorjahr in Puerto Rico Weltmeister im Kugelstoßen seiner Altersklasse geworden, hatte dort schon in der
Qualifikation 14,79 Meter gestoßen, die aber "nur" Europarekord bedeuteten. Bei den deutschen Meisterschaften des
Vorjahres ließ er 15,05 Meter folgen. Zu Beginn des Jahres 2004 schaffte der Osterholz-Scharmbecker bei den dritten
deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften mit 14,94 Metern auch einen neuen Hallen-Europarekord, dem er zwei Wochen
später den Weltmeistertitel in der Halle mit schon damals famosen 15,15 Metern folgen ließ. Doch die Weltrekordweite
von 15,23 Meter - unter Freiluft - zählt eben mehr.

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 17. Februar 2005
Staffeln sollen stärker werden
Leichtathleten legen Termine fest
Von unserem Redakteur Carsten Spöring
Kreis Osterholz. Auch ein wenig Kritik musste sein, als der Kreis-Leichtathletikverband (KLV) Osterholz jetzt zu seiner
Jahrestagung zusammenkam. Kreisvorsitzender Reinhard Wagner vermochte die Bedenken aber in geregelte Bahnen zu
lenken. So gab es in der vergangenen Sommersaison schon mal Unmut, dass im Schülerbereich Staffeln eigentlich immer nur
von Vereinen bestückt wurden und nicht die Besten in eine Mannschaft kamen, obwohl mittlerweile alle Vereine im KLV
der Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten (SOL) angehören. In diesem Jahr nun sollen frühzeitige Absprachen zu
stärkeren Staffeln für den Kreis beitragen.
Im Mittelpunkt des Interesses aber stand die Terminplanung 2005. Und da wurde folgenden Zeitplan festgelegt: Freitag,
20. Mai: Staffeln (Lang- und Kurzstrecken) für Schüler A bis D (Schwanewede); Freitag, 10. Juni: Srpint, Langstrecke und
Ballwurf für Schüler B bis D (Lilienthal); Freitag, 1. Juli: Mehrkampf Schüler A und B (Osterholz-Scharmbeck); Sonn-
abend, 9. Juli: Hoch-/Weitsprung, Schlagball für Schüler B bis D (Ritterhude); Sonnabend, 17. September: Mehrkampf
Schüler C/D (Ritterhude).
Ausrichter der Bezirksmeisterschaft
Die Jugend und Erwachsenen haben ihre gemeinsamen Meisterschaften mit den Kreisen Cuxhaven, Rotenburg und Stade
2005 am 28. August beim TV Langen. Aber auch in Osterholz-Scharmbeck wartet ein Großereignis auf die Kreis-Leicht-
athleten: Sie richten am 29. Mai wieder die Meisterschaften für Männer, Frauen und Jugend im Bezirk Lüneburg aus.
Ob dies zum letzten Mal der Fall sein wird, vermochte der Kreisvorsitzende noch nicht zu sagen. Fest steht nur: Die Sport-
Bezirke sind aufgelöst, und damit wird es künftig auch keinen Bezirks-Leichtathletikverband mehr geben. Andererseits
drängt der Niedersächsische Leichtathletik-Verband den KLV Osterholz (als einen der letzten Unwilligen), sich als eigen-
ständiger Verein zu etablieren. "Bisher habe ich das immer noch abgebügelt", teilte Wagner mit - nur weiß er auch: "Wenn
wir eigenständig bleiben wollen, wird uns die Frage in zwei Jahren spätestens wieder beschäftigen".
Infos zum Kreis-Leichtathletikverband Osterholz gibt es seit kurzem unter der neuen Adresse
www.reinhardwagner.info

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 20. Januar 2006
Zeitmessanlage steht noch auf der Wunschliste des Vorsitzenden
Zahl der Leichtathletikvereine im Kreis Osterholz wieder gestiegen / Meisterschaften 2006 alle vergeben / Der
Weg in die Eigenständigkeit ist im Laufe des Jahres vorgesehen
Von unserem Redakteur Carsten Spöring
Kreis Osterholz. Eine eigene Zeitmessanlage, das wäre der Traum des Vorsitzenden im Kreis-Leichtathletikverband
(KLV) Osterholz, Reinhard Wagner, wie er jetzt auf dem Verbandstag in der Stadion-Gaststätte in Osterholz-Scharmbeck
noch einmal anklingen ließ. Vielleicht wird der Wunsch ja Wirklichkeit, wenn der KLV noch in diesem Jahr selbstständig
wird. Eine Arbeitsgruppe soll den Weg zum "eingetragenen Verein" nun ebnen - auch wenn es bisher ja auch unter dem
Dach des Niedersächsischen Leichtathletikverbandes (NLV) ganz gut lief, wie Wagner anmerkte. Aber mittlerweile sei
Osterholz der einzige Kreis im Bezirk, der nicht selbstständig sei, wie es sich der NLV wünsche.
Sportlich gesehen wird sich ohnehin nicht viel ändern. Und so vergaben die Kreis-Leichtathleten denn auch erst einmal ihre
Meisterschaften für 2006. Die Staffeln finden am 12. Mai nun doch wieder in Schwanewede statt; Hochsprung, Ballwurf,
Stabhochsprung und 60 Meter Hürden für Schüler B/C am 9. Juni in Osterholz-Scharmbeck; die Mehrkämpfe für A- und
B-Schüler am 23. Juni in Ritterhude; Sprint, Weitsprung, 80-Gramm-Ballwurf und Mittelstrecke für die jüngeren Schüler
am 15. Juli in Lilienthal und die Mehrkämpfe für Schüler C/D am 16. September bei der SG Platjenwerbe in Ritterhude.
Daneben werden für Schüler B noch Kugel, Diskus, Speer im Rahmen des Werfertages am 7. Oktober in Osterholz-
Scharmbeck angeboten. Und übergeordnet finden die Regionsmeisterschaften für A-Schüler, Jugend, Erwachsene und
Senioren am 3. September ebenfalls im städtischen Stadion statt.
Von den Funktionsträgern hatte eigentlich nur Kampfrichterwart Hauke Mütel ein wenig Grund zum Klagen. "Es könnten
mehr sein", sagte er zum aktuellen Stand der Zahl der Kampfrichter auf KLV-Ebene. Ansonsten läuft die Arbeit im KLV
wohl gut, denn alle Amtsinhaber verlängerten zumindest bis zur Neuwahl mit Beginn der Selbstständigkeit. Dabei hatte sich
der Platjenwerber Wilhelm Bruns, der die Wahl des Vorsitzenden leitete, zunächst noch seine Gedanken über Reinhard
Wagner gemacht. "Du machst eigentlich viel zu viel", sagte er scherzhaft über den in die Leichtathletik vernarrten Wagner,
fügte aber vor der Wiederwahl wohlwollend an: "Aber du steckst da so drin". Die weiteren Funktionsträger: Sportwart
Klaus Düerkop, Kassenwartin Karin Ringel, Kampfrichterwart Hauke Mütel, Jugendwartin Annegret Bremeyer, Statistiker
Reinhard Wagner und Breitensportwartin Heidrun Müller (beide kommissarisch).
Abschließend ging Wagner noch mal auf seinen Traum von einer Zeitmessanlage ein. Für das Bedienen der Anlage möchte
er schon jetzt Interessierte suchen. Denn der Kreis der Leichtathleten in Osterholz wird wieder größer. "Jetzt gehören auch
wieder die TuSG Ritterhude und der TV Lilienthal dem Verband an", verkündete der Kreisvorsitzende erfreut.

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