Presse Bremen / Bremerhaven

WESER KURIER vom 2. Oktober 2003
Geißhirt sprintet in den D/C-Bundeskader
Bremen
(sfy). Nach einer erfolgreichen Freiluftsaison hat Bremens Leichtathletik-Nachwuchs einen weiteren Erfolg ver-
bucht. Nach der Sprinterin und Weitspringerin Catharina Reppin und Hammerwerfer Sergej Litvinov (beide Jahrgang 1986)
wurde jetzt mit Julian Geißhirt ein weiterer Athlet des BLT/VfB Komet in den Bundeskader berufen.
Geißhirt ist in seinem Jahrgang 1987 mit 49,78 Sekunden aktuell schnellster deutscher 400-Meter-Läufer des Jahres. Ab
sofort zählt der 16-jährige Sprinter deshalb zum D/C-Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Der B-Jugendliche
hatte seine Spitzenzeit, mit der er gleichzeitig den bis dahin gültigen Bremer Landesrekord aus dem Jahr 1978 verbesserte,
im Juli bei der Jugendgala des DLV in Schweinfurt aufgestellt.
Einen Schritt weiter als Julian Geißhirt sind dessen ein Jahr ältere Klubkollegen Catharina Reppin und Sergej Litvinov. Sie
gehören zukünftig dem C-Kader des DLV an.

WESER KURIER vom 11. Dezember 2003
Lauftreff feiert 30. Geburtstag
Glühwein zum Jubiläum am Sonntag / Organisator Helmut Frenzel erinnert sich
Von unserem Redakteur Klaus-Peter Berg
Bremen. Ein wenig stolz ist er schon, der Helmut Frenzel. Kann er auch sein, der 80-Jährige. Denn dass sich in Bremen
Woche für Woche zahlreiche Menschen im Bürgerpark treffen, um dort zu laufen - heute heißt es moderner walken oder
joggen - ist zum größten Teil ihm zu verdanken. Dreimal wöchentlich - Mittwochs, Freitags und Sonntags - gibt es die
Lauftreff-Termine im Bürgerpark. Besonders beliebt ist der Sonntag Vormittag, wo sich etliche Dutzend beim nach ihm
benannten “Helmut-Frenzel-Pavillon” an der Findorff-Allee auf den Weg machen. An diesem Sonntag, den 14. Dezember,
wird es auch so sein. Doch das ist ein besonderer Tag. Denn dann feiert die Laufgemeinde den 30. Geburtstag des Lauf-
treffs im Bürgerpark. “Auch Bürgermeister Henning Scherf und Bildungssenator Willi Lemke wollen kommen”, verriet
Frenzel. Und eingeladen sind alle, die irgendwann einmal mit dabei waren, noch dabei sind, oder einfach mitmachen wollen.
Angefangen hatte alles genau am 16. Dezember 1973. “Es war ein nasskalter Sonntag. Wir hatten Auto-Fahrverbot und zu
allem Übel waren noch viele Wege vereist”, erinnert sich Helmut Frenzel. Kein Wunder, dass trotz zahlreicher Handzettel
und intensiver Mund-zu-Mund-Propaganda nur 16 Läuferinnen und Läufer dem Aufruf zum ersten “Trimm-Trab” beim
Marcus-Brunnen gefolgt waren.
Doch das entmutigte die Initiatoren vom Post SV, der die Organisation vom Bremer Leichtathletik-Verband übernommen
hatte, keineswegs. Man verabredete sich für den nächsten Sonntag erneut. Und siehe da, langsam entwickelte sich etwas.
Vor allem, als 1974 noch einmal auch mit Hilfe dieser Zeitung die Werbetrommel gerührt wurde. “Wir staunten nicht
schlecht, als 170 Läuferinnen und Läufer erschienen. Selbst das Fernsehen war dabei”, strahlt Frenzel noch heute und er-
innert sich an eine Anekdote: “Wir hatten damals an einigen Bäumen Markierungen angebracht, um den Weg aufzuzeigen.
Einige Spaziergänger hatten das wohl falsch verstanden und geglaubt, diese Bäume würden abgeholzt. Geharnischte Proteste
waren die Folge.”
Heute kennen die Läufer ihre Wege durch den Park bestens. Große Runden, kleine Runden, mit und ohne Gymnastik, als
Walker, Stickwalker oder Jogger - jeder nach Wunsch und Leistungsvermögen. “Nach wie vor werden Anfänger betreut,
was besonders beim Joggen wichtig ist”, betont der ehemalige Breitensportwart des Leichtathletik-Verbandes, der sein Amt
vor einiger Zeit an seinen Nachfolger Klaus de Vries übergeben hat. Dass der Trend zum Gelenkschonenden Walken stark
zugenommen hat, stört Frenzel nicht. “Hauptsache die Leute bewegen sich”, sagt er. An diesem Sonntag gibt‘s dann für alle
auch noch eine Belohnung: Glühwein oder Tee, je nach Wunsch, wird am Pavillon ausgeschenkt. Und für den Bürgermeister
ist dann bestimmt auch noch sein Lieblingsgetränk dabei: Ein Glas warmes Wasser.

WESER KURIER vom 7. Januar 2004
Wechselspiel bei den Leichtathleten
Höft und Oude-Aost zum SV Werder
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Als Moritz Höft den SV Werder vor rund zwei Jahren verließ, schien es sich wieder zu bestätigen: Immer wenn
die grün-weißen Leichtathleten ein gewisses Niveau erreichen, wechseln sie zu einem anderen Verein. Im Fall von Höft
machen die Bremer allerdings eine neue Erfahrung, denn der Mittelstreckler kehrte Anfang des Jahres zu den Werderanern
zurück.
Auch nachdem er 2002 zu Nike Berlin wechselte und ein Studium in der Hauptstadt aufgenommen hatte, brach der Kontakt
in die Heimat nie ab. Weil er ohnehin so oft an der Weser weilt, entschloss sich Höft nun, wieder bei Holger Loock zu trai-
nieren und für Werder an den Start zu gehen. Nach einem starken Jahr 2002, als Höft deutscher Juniorenmeister über 800
Meter und zudem den sechsten Platz bei den nationalen Titelkämpfen belegte, wurde es im letzten Jahr ruhig um den 23-
Jährigen, da eine Reihe von Verletzungen ein regelmäßiges Training erschwerten.
Neben Moritz Höft verzeichnet Werder einen weiteren bekannten Neuzugang: Jan Oude-Aost zieht es von der LG Bremen-
Nord in die Pauliner Marsch. Der 22-Jährige, Sieger der Winterlaufserie 2002 und mehrfacher Landesmeister 2003, will
sich gemeinsam mit Trainer Udo Ruge auf die 5000 Meter konzentrieren. Vom TSV Bremervörde zum SV Werder wech-
selt zudem der A-Jugendliche Tim Schwarzmeier. Bei den deutschen Meisterschaften der B-Jugendlichen im vergangenen
Jahr belegte Schwarzmeier den 12. Platz über 1500 Meter.
Mit Antje Bock (LG Göttingen) und Ann-Kristin Westermann (LG Hannover) konnte sich Werder zudem mit zwei Athlet-
innen verstärken, die auf den Sprintstrecken zu Hause sind. Westermann gilt als reine Hürdenspezialistin. Sie konnte sich im
vergangenen Jahr über die 100 Meter Hürden für die deutschen Meisterschaften qualifizieren, laboriert zur Zeit allerdings an
einer langwierigen Fußverletzung. Die Juniorin Antje Bock war im letzten Jahr beste Niedersächsin über die 400 Meter
Hürden.
Während die LG Bremen-Nord den Abgang von Jan Oude-Aost zumindest kompensieren konnte, indem mit der zuvor
vereinslosen Britin Lorraine McNeish eine starke Langstreckenläuferin zum Verein stößt, wurde das Bremer Leichtathletik
Team hart getroffen: Mit Joaquim Pedro (BLT-BTS Neustadt), Hikmet Ciftci (BLT-TvdB) und Nico Farr (BLT-TvdB)
verlassen drei starke Langstreckenläufer die BLT-Familie in Richtung Niedersachsen.

DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 6. Februar 2004
Schnürsenkel stoppt Attacke
Sebastian Lünings misslungener Angriff bei Winterlaufserie
Von unserem Mitarbeiter Matthias Thode
Bremen-Nord. Trotz starkem Dauerregen nahmen am zweiten Rennen zur Bremer Winterlaufserie über 700 Cross-Läufer
teil. Um die Spitzenpositionen kämpften im Bürgerpark auch wieder die Athleten der LG Bremen-Nord. Rebecka Weise-
Jung lief auf den drei Runden über die insgesamt 15 Kilometer lange Distanz trotz Regens und matschigem Boden mit 59:28
Minuten eine gute Zeit. Beinahe schon selbstverständlich, dass die zwölfmalige Siegerin ihren Vorsprung in der Gesamt-
wertung um fünf auf nunmehr siebeneinhalb Minuten vor Ute Vehlow-Diekmann (1:04:27 Stunden) aus Sottrum ausbaute.
Einen Großangriff auf den Führenden der kleinen Serie (drei Mal 9,9 Kilometer), Hikmet Ciftci (SOL Osterholz) startete
Sebastian Lüning. In der ersten Runde legte er ein hohes Tempo vor und hatte seinem Konkurrenten schon 50 Meter ab-
genommen. “Dann ging mir jedoch der Schnürsenkel auf, was mich verunsichert hat. Aber vielleicht hatte ich zum Schluss
auch einfach nicht mehr drauf”, erklärte Sebastian Lüning seinen Rückstand von 16 Sekunden im Ziel. Mit 32:57 Minuten
steigerte sich der LG Nordler gegenüber Lauf Nummer eins im Januar aber immerhin um 33 Sekunden.
Verbessert präsentierten sich die LGN-Männer in der großen Serie. Hinter dem erneut triumphierenden Werderaner und
Ex-LG Nordler Jan Oude-Aost (49:31) sowie den Kirchdorfern Joachim Pedro (51:03) und Frank Mäusner (51:08) liefen
Markus Ast und Andreas Oberschilp auf die Plätze vier und fünf. Mit ihren Zeiten von 52:57 bzw. 53:03 Minuten machten
beide auch in der Gesamtwertung einen Sprung nach vorn. Eine starke Vorstellung lieferte Triathlet Eike Ohrdorf über die
15 Kilomter ab. Mit 56:33 Minuten reihte der 20-Jährige sich mit Platz 17 weit vorne im großen Teilnehmerfeld ein. Der
gleichaltrige Henning Galitschkin (TSV Farge-Rekum) überzeugte mit 57:56 Minuten. An seinem 40. Geburtstag ließ sich
Thomas Lange nicht von einem Start im Bürgerpark abhalten und blieb mit 59:19 Minuten noch deutlich unter der Stunden-
grenze, dicht gefolgt von seinem Vereinskameraden Joachim Hülsmann (59:20). Triathlet Thomas Eberhardt (1:00:56) da-
gegen benötigte knapp mehr als eine Stunde.
Eine Steigerung von eineinhalb Minuten auf 36:46 gegenüber Lauf eins über die 9,9 Kilometer gelang Bernd Friedenberg.
Ebenfalls erheblich steigerte sich die Schwester von Torsten Naue, Maren Huckschlag, die auf 46:46 Minuten kam und da-
mit beim immer noch verletzt an der Strecke stehenden Nordbremer Lauf-Ass für etwas Freude sorgte.
Alle Ergebnisse gibt es bei
Sport Ziel

WESER KURIER vom 10. März 2004
Talente in den Startlöchern
Norddeutsche Titel lassen Hallen-Bilanz der Bremer Leichtathleten trotz der DM-Enttäuschungen positiv aus-
fallen

Bremen (sfy). Der ganz große Wurf ist nicht gelungen, trotzdem blicken die Athleten des Bremer Leichtathletik-Verbandes
auf eine zufriedenstellende Bilanz bei der gerade beendeten Hallensaison. Vergessen ist unter anderem die Enttäuschung
über das insgesamt schwache Abschneiden der Bremer bei der Hallen-DM in Dortmund. Weder Moritz Höft (SV Werder)
über die 800 Meter noch die Klubkollegen von der 4x200-Meter-Staffel hatten sich im Februar für die Endläufe qualifiziert.
Während der Staffel ein Wechselfehler unterlief, geriet Höft im Vorlauf ins Straucheln. Dabei hatte sich der Mittelstreckler
nach der norddeutschen Meisterschaft, bei der er in 1:50,33 Minuten eindrucksvoll zum Titel gelaufen war, einiges ausge-
rechnet.
Dass zumindest die norddeutschen Titelkämpfe mit einem guten Bremer Ergebnis endeten, lag jedoch nicht allein an dem
Rückkehrer aus Berlin. Höfts Vereinskollegin Jana Loock, überraschende Siegerin des Weitsprungs (5,70), und der B-
Jugendliche Julian Geißhirt mit zwei Titeln in der A-Jugend sorgten für weitere Highlights. Der Starter des BLT-Komet ge-
wann den norddeutschen Titel nicht nur über die 400 Meter in 49,38 Sekunden, sondern lief auch noch mit der 4 x 200-
Meter-Staffel des BLT zum Sieg. In 1:33,23 Minuten verwies die Besetzung Rehn, Geißhirt, Wisotzki und Wedekämper
ausgerechnet das Team des SV Werder (Klar, Bonomo, Arlt, Uth) auf den zweiten Platz - der Mannschaftswettbewerb
bei den norddeutschen Meisterschaften geriet zum Bremer Triumph.
Die vielen guten Platzierungen der anderen Nachwuchsathleten lassen den Schluss zu, dass in den kommenden Jahren noch
einiges von den A- und B-Jugendlichen zu erwarten ist. Neben Julian Geißhirt und Catharina Reppin (BLT-Komet), deren
Start bei der deutschen Jugend-Meisterschaft infolge einer Erkrankung allerdings wenig erfolgreich verlief, steht inzwischen
eine ganze Riege erwartungsvoller Talente in den Startlöchern.
Ben Rehn, Eugen Wisotzki, Janina Geils (SV Werder) oder Paul Kass (LG Nord) sind nur einige Namen, die bei ent-
sprechender Entwicklung für gute Ergebnisse auf höchster Ebene sorgen könnten. Mittelfristig könnte mit ihnen das wesent-
liche Vakuum des Bremer Verbandes geschlossen werden: Zur Leichtathletik-Hochburg fehlt es der Hansestadt nämlich an
den national erfolgreichen Athleten aus dem Erwachsenenbereich - aber was nicht ist, kann ja noch werden.
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WESER KURIER vom 19. Juni 2004
Bremen-Marathon in Planung
Läuferspektakel soll wahrscheinlich Oktober 2005 stattfinden

WESER KURIER vom 26. August 2004
Bremen gegen Berlin
Erster PSD-Marathon soll zeitgleich mit Konkurrenz in der Hauptstadt stattfinden

WESER KURIER vom 12. November 2004
Schon 180 Anmeldungen
Veranstalter: Marathon findet definitiv statt / Noch fehlt Geld

Diese drei und alle folgenden (Presse)-Berichte zum 1. PSD-Marathon in Bremen finden Sie ab sofort auf einer Extraseite
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WESER KURIER vom 10. März 2005
Kontinuierlich beliebt
Bremer Winterlaufserie wird seit 25 Jahren eingespielt organisiert
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Unter Postboten war das Haus in der Bremer Neustadt lange Zeit berüchtigt: Im November bekommt das Ehe-
paar Klimantzik regelmäßig bis zu 80 Briefe am Tag. Ob man da etwas gewinnen könnte, fragte mal einer der Zusteller.
"Nee, sie müssen bezahlen und sich dann auch noch quälen", gab Heike Klimantzik zurück - Bremer Winterlaufserie eben.
Bei den Klimantziks nimmt das jährliche Spektakel des Lauf- und Trimmclub Bremen seinen Anfang. Denn hier gehen die
Meldungen der Läufer ein. Im letzten November waren es 964, vor 25 Jahren beim ersten Lauf rund 250. Damals zeichnete
noch Heinz Spieß vom Post SV für die Serie verantwortlich, das Langlauf-Urgestein hatte auch die Idee zum dreimaligen
Wettrennen im Bremer Bürgerpark. Im Jahre 1984 ging die Organisation in die Hände des LTB über, und seit 1987 steht
Hartmut Fröhlich an der Spitze der rund 45 Helfer. Der 51-Jährige hat zum Jubiläum nachgerechnet und dabei noch einmal
das große Plus der Bremer Winterlaufserie zu Tage gefördert: "Allein 13 unserer Helfer waren 1981 beim ersten Lauf noch
am Start. Wir stehen also für Kontinuität."
Beständigkeit ist Trumpf im Bürgerpark: Die Helfer müssen nicht erst überzeugt werden, und die Läufer kommen sowieso,
denn das Interesse am Wettbewerb ist riesengroß. Weshalb von Jahr zu Jahr mehr Absagen verschickt werden. "Die
Ressourcen sind erschöpft", so Fröhlich. Die Zeitnahme verkraftet einfach nicht mehr Läufer. Deshalb dürfte das Rekorder-
gebnis aus diesem Jahr - insgesamt 2155 Zieleinläufe - auch in den kommenden Jahren nur geringfügig gesteigert werden.
Aber wo sonst gibt es in der Region eine Laufserie mit ähnlich hoher Beteiligung? "Ohne den Bürgerpark wäre die Serie
nicht möglich", sagt Fröhlich und zählt all die Dinge auf, mit denen die Verwaltung Bremens grüner Lunge die Veranstaltung
unterstützt: "Neben der Genehmigung sind dies ein beheizter Bauwagen für die Veranstaltung. Außerdem wird auch schon
mal mehr gestreut, wenn es sein muss." Dafür bekommt der Park allerdings auch etwas zurück: Seit Jahren viele auswärtige
Besucher, und in diesem Jahr - zum Jubiläum - vier neue Bäume. Denn die vom LTB gespendeten 2000 Euro werden für
die Anschaffung von jungen Eichen verwendet.
Den Nachwuchs für die Winterlaufserie zu rekrutieren, ist da schon etwas schwerer. "Das ist unser Problem", sagt Ortwin
Klimantzik. Er ist seit drei Jahren Rentner und hat nur deshalb genug Zeit, sich in den entscheidenden Monaten um die
Winterlaufserie zu kümmern. Zudem müssten Menschen, die sich so intensiv mit einem Laufwettbewerb beschäftigen, eine
weitere Voraussetzung erfüllen: "Irgendwie verrückt sein." Andererseits: es lohnt sich. "Die Läufer sind dankbar, sie freuen
sich, dass wir da sind", sagt Heike Klimantzik. Gemeinsam mit ihrem Mann ist die Bremerin natürlich auch während der drei
Läufe der Winterlaufserie vor Ort. Sie reißt den Teilnehmern einen kleinen Abschnitt von der Startnummer, damit sie ihrem
Ergebnis zugeordnet werden können. Er kümmert sich derweil mit Hartmut Fröhlich um die Zeitnahme, und muss sich dabei
auch mit dem gelegentlichen Täuschungsversuchen herumplagen.
Etwa als vor einigen Jahren ein Mann mit Pudelmütze ins Ziel lief. An sich nichts Ungewöhnliches. Hätte derselbe Starter
nicht wenige Minuten zuvor schon einmal den Einlaufkanal passiert, ohne Mütze und mit einer anderen Startnummer. "Er lief
für einen verhinderten Freund noch mal durchs Ziel, weil der unbedingt in die Gesamtwertung wollte", erinnert sich
Klimantzik. Zu lachen gibt es also genug bei der Winterlaufserie. Selbst mit den Zustellern sind die Klimantziks wieder im
Reinen. Ortwin Klimantzik: "Der Postbote weiß inzwischen Bescheid."

WESER KURIER vom 12. Oktober 2005
Bremer Leichtathleten erfolgreich wie nie
DLV honoriert Leistungen der Hansestädter mit Bundeskaderberufungen
Von unserem Mitarbeiter Marc Gogol
Bremen. Noch ist 2005 zwar nicht zu Ende, aber bereits jetzt Mitte Oktober lässt sich konstatieren: Die Bremer Leicht-
athletik hat das erfolgreichste Jahr seit langem hinter sich. Drei Deutsche Meistertitel und drei internationale Berufungen
sprechen für sich. Bestätigt wurde den Hansestädtern ihr Erfolg nun auch noch durch die Bundeskader-Berufungen des
Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Carolin Nytra, Julian Geißhirt und Eugen Wisotzki (alle Bremer LT/VfB
Komet) sind dabei entweder wie im Fall der 100-Meter-Hürdensprinterin Nytra im B-Kader verblieben oder rückten sogar
vom D/C-Kader in den C-Kader auf. Neu in den D/C-Kader berufen wurde überraschend Schoami Bieser (BLT/SG Fin-
dorff), die als A-Schülerin mit Platz sechs bei den Deutschen B-Jugend-Meisterschaften in Braunschweig über 3000 Meter
für Furore sorgte. Die ehrgeizige Athletin aus der Trainingsgruppe von Susanne Molis ist die einzige A-Schülerin Deutsch-
lands, die dem Langstreckenkader angehört.
"Die Tatsache, dass eine Kurzhürdlerin, ein Langsprinter, ein Dreispringer und eine Langstrecklerin den Kadern angehören,
zeigt die Bandbreite, in der beim Bremer LT gearbeitet wird", sagt Jens Ellrott, Vizepräsident Leistungssport des Bremer
Leichtathletik-Verbandes, nicht ohne Stolz. Nicht zu vergessen ist in dieser Auflistung natürlich die C-Kader-Berufung von
Sarah Nöh (BLT/BTS Neustadt). Die 16-jährige Speerwerferin, die in diesem Jahr zwei Deutsche Jugendmeistertitel im
Winter wie im Sommer nach Bremen geholt hat und jetzt für den TSV Bayer Leverkusen startet, hat ihr Handwerkszeug für
zukünftige Großtaten bei Heimtrainer Eckhard Schweiger erlernt.
Für alle jetzt Berufenen gilt, dass bei weiteren nationalen Erfolgen auch wieder internationale Einsätze folgen werden. So
geht beispielsweise der Blick von 400-Meter-Sprinter Julian Geißhirt Richtung Einsatz in der deutschen Nationalstaffel bei
der Juniorenmeisterschaft 2006 in Peking. Und was Besseres, als dass junge Athleten den Namen Bremens in die Welt
hinaus tragen, kann der Bremer Leichtathletik nun wirklich nicht passieren.
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NORDSEE ZEITUNG vom 3. Dezember 2005
3500 Läufer durch die Stadt
Am 23. Juli findet der zweite Bremerhavener City-Marathon statt / Aus für Fischereihafenlauf
Bremerhaven. Eine gute und eine schlechte Nachricht für die Läufer der Seestadt. Die gute Nachricht zuerst: Am 23. Juli
findet der zweite Bremerhavener City-Marathon statt. Die schlechte Nachricht: Den Fischereihafenlauf wird es nicht mehr
geben.
Mehr als 12 000 Läufer gingen während der vergangenen zwölf Jahre im Fischereihafen an den Start. Doch in den vergang-
enen Jahren schrumpfte die Teilnehmerzahl. Veranstalter Karlheinz Michen führt das vor allem auf die Marathonläufe in der
Region zurück. "Eine Woche vor Bremen, kurz nach dem Bremerhaven-Marathon", sinniert Michen über künftige Teil-
nehmerzahlen, "das wollte ich nicht erleben". Im Vorfeld des ersten Bremerhaven-Marathons seien schon im vergangenen
Sommer nur 50 statt der erwarteten 200 Anmeldungen eingegangen. Den Startschuss hörten dann zwar immer noch 1200
Läufer und Skater vom Bambini bis zum Senior, trotzdem sei die Zukunft unsicher, glaubt Michen. Denn im Vergleich zu
2004 waren 300 Meldungen weniger eingegangen. Aus Bremen seien keine 30 Läufer mehr angetreten, niemand mehr aus
Friesland. Auch Veranstaltungen in Otterndorf und der Wingst hätten zum "Sterben auf Raten" beigetragen.
Dagegen schickt sich der City-Marathon, größere Schuhe anzuziehen. Viele Anfragen sind beim Veranstalter bereits einge-
gangen. Waren es am 17. Juli von 2000 Teilnehmern gleich über 500 Teilnehmer, die einen Anfahrtsweg von mehr als 400
km hatten und über 900 Teilnehmer, die einen Anfahrtsweg von mehr als 100 km hatten, geht der Veranstalter und das
Organisationsteam davon aus, dass 2006 die Teilnehmerzahl deutlich höher liegen wird. Das Ziel liegt jetzt bei 3500 Teil-
nehmern. Nach dem Erfolg des ersten Marathons steigen auch die Erwartungen beim Veranstalter executiveSPORTS und
beim Ausrichters OSC Bremerhaven.
Anmeldungen ab sofort
Ab sofort können sich wieder alle Läufer und Läuferinnen für den Marathon, Halbmarathon, 10-km-Lauf und den Skater-
Halbmarathon anmelden. Der Mini-Marathon für Kinder bis 14 Jahre bekommt weitere Varianten. Man kann im Alter
zwischen sechs und neun Jahren eine Runde laufen (1,4 km) und von 10 bis 14 Jahren drei Runden laufen (4,2 km). Zusätz-
lich gibt es noch einen Staffellauf mit 3x1,4 km, zu dem Vereine ihre Staffeln mit drei Läufern oder Läuferinnen melden
können. Anmeldungen sind möglich unter
www.bremerhaven-marathon.de oder info@executive-sports.de oder per Post
unter Adolf-Kolping-Str. 2-4, 27578 Bremerhaven oder 04 71 / 9 48 19-0 / Fax-11. Die ersten 1000 Teilnehmer, die sich
anmelden, erhalten kostenlos ein T-Shirt.
Der Service für die Teilnehmer soll wieder sehr intensiv werden. Neben der Nudelparty, dem Läufergottesdienst, der guten
Versorgung an der Strecke und danach, sowie der Massage gibt es weitere Verbesserungen. Für die Eltern soll an der
Großen Kirche eine Kinderbetreuung mit einem Fun-Park angeboten werden. Die Sport-Messe soll mit der Physiotherapie,
der Ausgabe der Startunterlagen, den Umkleiden und weiterem Service in einem Zelt auf 800 qm untergebracht werden.
Die Duschen werden von den Motorenwerke gestellt. Bremerhaven-Bus stellt den Shuttle-Service für die Läufer.
Vorberichte vom
3.12.2005 / 8.2.2006 / 28.2.  

NORDSEE ZEITUNG vom 8. Februar 2006
Die Läufer lieben den Bremerhavener City-Marathon (23. Juli 2006)
Auf der Beliebtheitsskala ganz oben angesiedelt -- In einem Atemzug mit den traditionellen Veranstaltungen
Bremerhaven (nz). Mit dieser Nachricht konnte man so nicht rechnen. Bei einer Abstimmung im Internet zur Wahl der
beliebtesten Marathonläufe in Deutschland und darüber hinaus, bekam der 1. Bremerhavener City-Marathon einen unglaub-
liches Votum durch die Läufer. Insgesamt wurden über 39700 Stimmen für 108 Marathonläufe abgegeben. Die große
Überraschung: Bremerhaven wurde bei den Newcomern der Marathonläufe in Deutschland auf Platz drei gewählt. Nur der
Einstein-Marathon und der Mittelrhein-Marathon platzierten sich vor Bremerhaven. Insgesamt erreichte der Bremerhaven-
Marathon den 35. Platz von 108 bewerteten Marathonläufen.
Wenn man berücksichtigt, dass der Marathon in Bremerhaven im Juli stattfindet und auch beim ersten Mal noch weniger
Teilnehmer als andere Marathonläufe hatte, ist dieses Ergebnis um so erfreulicher. Auch das sorgte für eine Riesenüber-
raschung: Bremerhaven gesellt sich in Norddeutschland direkt hinter den traditionellen Marathonläufen aus Hamburg und
Hannover. Der Helgoland-Marathon landete hinter Bremerhaven auf Platz vier, der Alstermarathon auf Platz fünf, der SWB
Bremen Marathon auf Platz sechs, der Bad Pyrmonter Classic Marathon auf Platz sieben.
Das ist eine riesige Bestätigung für den Veranstalter, der auch mit dem Internationalen Volksbank Hochsprung Meeting in
Langen in Europa Platz drei einnimmt. Auch der OSC Bremerhaven darf stolz sein, Ausrichter dieses herausragenden
Marathons zu sein. Mittlerweile steht das Orga-Team längst wieder in der Pflicht und wird am 23. Juli eine weitere Steiger-
ung des Marathons in Bremerhaven präsentieren.
Das Rahmenprogramm wird noch professioneller. Für die Kinder wird es eine Kinderbetreuung geben, für die Läufer eine
Nudelparty vor dem Lauf und eine Fischparty nach dem Lauf im Karstadt-Restaurant. Dazu gibt es eine Sportmesse in
einem großen Zelt mit Laufbekleidung, Ernährung, Sportmedizin und Sportgeräten bzw. Hilfsmitteln. An der Strecke wird es
viel mehr Unterhaltung geben und ein verkaufsoffener Sonntag sorgt für volle Geschäfte und Einkaufsmöglichkeiten für die
Gäste.
Der Erfolg des letzten Jahres ist nicht ohne Folgen geblieben. Mittlerweile haben sich schon jetzt über 350 Läuferinnen und
Läufer angemeldet. Wer zu den ersten 1000 Anmeldungen gehört, bekommt gratis das Bremerhavener Marathon T-Shirt.
Anmelden kann man sich unter
info@executive-sports.de oder 04 71-9 48 19-0 oder postalisch unter Executive-Sports,
Adolf-Kolping-Str.2-4, 27578 Bremerhaven. Online-Meldungen sind möglich unter
www.bremerhaven-marathon.de
Unter dieser Adresse gibt es auch alle weiteren Infos zur Veranstaltung.
Vorberichte vom
3.12.2005 / 8.2.2006 / 28.2.   

Presseinformation vom 28. Februar 2006 (Von Carsten Decker)
Bremerhavener City-Marathon mit großer Nachfrage
Für alle Interessenten des Bremerhavener City-Marathon am 23. Juli 2006 gibt es jetzt den offiziellen Flyer zur Veran-
staltung. Wer Interesse hat, kann den Flyer jetzt anfordern unter
info@executive-sports.de oder telefonisch 0471-94819-0
 Mittlerweile haben sich schon fast 500 Läufer-/innen für Bremerhaven angemeldet, was bedeutet, dass die Veranstaltung
bereits mehr als das Doppelte an Anmeldungen im Vergleich zum letzten Jahr zu dieser Zeit hat. Die ersten 1000 Anmeld-
ungen erhalten kostenlos ein T-Shirt, wer also noch in den Genuss kommen möchte, sollte sich jetzt ranhalten.
Neben dem bereits bekannten guten Service in Bremerhaven aus dem letzten Jahr wird zusätzlich in diesem Jahr der Bürger-
rundfunk live von der Veranstaltung berichten und über Lautsprecher in den einzelnen Werbegemeinschaften die Zuschauer
auf dem Laufenden halten. Ein verkaufsoffener Sonntag wird für viel Stimmung sorgen. Auch die Nudelparty vor dem Lauf
und die Fischparty nach dem Lauf im Karstadt Restaurant sorgen für das leibliche Wohl der Teilnehmer.
Mit dem zweiten Moderator Jochen Heringhaus von der Firma Runners-Point, der direkt von der Strecke aus Geestemünde
berichten wird, steht auch wieder Artur Schmidt im Start-/Zielbereich und sorgt für fachkundige Moderation und viel Stimm-
ung. Nach der guten Internet-Bewertung unter
www.marathon4you.de, wo Bremerhaven von 39 700 Stimmberechtigten
zum drittbesten Marathon Norddeutschlands hinter Hamburg und Hannover gewählt wurde und zu den drei besten New-
comer-Marathon in Deutschland gehört, steht man hier besonders in der Pflicht, den Läufern-/innen gerecht zu werden.
Anmelden kann man sich unter Tel: 04 71 / 9 48 19-0, Fax: 04 71 / 9 48 19-11 oder
www.bremerhaven-marathon.de
Hinweis Webmaster: Wie in
2005 wird es auch in diesem Jahr wieder eine Extraseite zum Bremerhaven-Marathon
geben. Diese wird spätestens im April eingerichtet - dann aber auf
www.klaus-michalski.info  
Vorberichte vom 3.12.2005 / 8.2.2006 / 28.2. 
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WESER KURIER vom 29. Dezember 2005
Im Schatten des Fußballs
Leichtathleten leiden unter Werders Erfolgen und dem WM-Standort Bremen
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Wir schreiben das Jahr 2005, und fußballtechnisch ist in dieser Stadt eigentlich alles im grünen Bereich: Werder
überwintert sogar in der Champions League, und die Weltmeisterschaft kommt nun doch - wenn auch nur als Quartier der
schwedischen Nationalmannschaft - in die Stadt. Ganz Bremen freut sich. Ganz Bremen? Nein, die Leichtathleten sehen die
Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Und das ist auch irgendwie verständlich, der Fußball fordert seinen Tribut von der
Leichtathletik gleich in doppelter Hinsicht.
Da die Schweden Platz 11 für Trainingszwecke besetzen, fällt die geplante norddeutsche Meisterschaft dort flach, und auf-
grund des Champions-League-Spiels gegen Juventus Turin am 22. Februar wird die Leichtathletikhalle im Weserstadion für
mehrere Tage nicht benutzbar sein. Jedenfalls nicht für Leichtathleten. Schließlich bauen die Vertreter des europäischen
Fußballverbandes (UEFA) regelmäßig eine große Medienzone unterhalb der Südtribüne auf. Für die Leichtathleten ist dies
ein großes Problem, denn eigentlich müssten sie zu dieser Zeit für die deutschen Hallenmeisterschaften am 25. und 26.
Februar in Karlsruhe trainieren. "Da bereiten sich die Athleten seit September auf ihr Highlight vor, und in der entscheiden-
den Woche haben sie keine Halle", schimpft Jens Ellrott. Der Vizepräsident des Bremer Leichtathletik-Verbandes trainiert
zwei der aussichtsreichsten Kandidatinnen, Carolin Nytra und Jana Loock. In den bisherigen Champions-League-Wochen
fuhr er mit seinen Athletinnen nach Hannover. Vor den deutschen Titelkämpfen würde er dies gern vermeiden. "Klar können
wir nach Hannover ausweichen. Aber fragen Sie mal die Fußballer, was es heißt, auf Rituale zu verzichten. Dazu gehört nun
mal eine ungestörte Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt in gewohnter Atmosphäre, sprich in eigener Halle." Zudem weist
Jens Ellrott darauf hin, dass "Fahrt- und andere Ausgleichskosten" von seinen Schützlingen übernommen würden. Insgesamt
rund drei Wochen wird die Halle den Leichtathleten in dieser Hallensaison nicht zur Verfügung stehen.
"Wie viele Kröten müssen wir noch schlucken?" fragt der Vize-Präsident. Zumindest eine weitere im kommenden Jahr:
Denn die norddeutschen Meisterschaften finden am 24. und 25. Juni nun nicht wie ursprünglich geplant auf Platz 11 statt,
sondern in Celle. Die Schweden nutzen das Areal in der Pauliner Marsch als WM-Trainingszentrum. Als feststand, dass die
Skandinavier in Bremen Quartier beziehen würden, bat die FIFA um die Benennung einer entsprechenden Fläche. Die
Stadt stellte Platz 11 - weil er eine ausreichende Infrastruktur besitzt - zur freien Verfügung zwischen Ende Mai und Anfang
Juli.
Der Bremer Leichtathletikverband will nun die norddeutsche Meisterschaft 2007 ausrichten. Schlimmer könnten die Leicht-
athleten vom rund sechswöchigen Wegfall ihrer angestammten Trainingsanlage betroffen werden. Denn auf Platz 11 trainier-
en neben vielen Kindergruppen auch ein Großteil der Top-Athleten. Für Bremens Elite geht es in der fraglichen Zeit um eine
ordentliche Vorbereitung auf Landes-, norddeutsche und deutsche Meisterschaften. BLV-Vize Herwig Renkwitz bezweifelt
zumindest, dass angesichts von nur vier Bahnen genug Platz sein wird im Ausweichquartier an der Universität: "Wo sollen
da alle trainieren?" Abgesehen von anstehenden Transport der benötigten Gerätschaften. Renkwitz: "Das Sportamt hat uns
zugesichert, dass es alles von Platz 11 zur Uni bringt. Ich hoffe, dass dies auch richtig läuft."
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