Porträts und Berichte über Leichtathleten aus der Region (Seite 8)

Porträts und Berichte von Leichtathleten aus der Region Seite 1 / Seite 2 / Seite 3 / Seite 4 / Seite 5 / Seite 6 /
Seite 7 

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Alexandra Kronfeldt LG Weserbergland (21.1.2006)
Arno Zech TuS Eversten (21.1.2006)
Birte Bultmann LG Braunschweig (23.1.2006)
Anika Hildebrandt LG Wesermünde (24.1.2006)
Julien Karn MTV Schöningen (25.1.2006)
Nele Dehnenkamp TSV Wehdel (26.1.2006)
Jacob Minah LG Göttingen (27.1.2006)
Hannes Maxin LAV Zeven (28.1.2006)
Sven Bergmann SV Georgsheil (1.2.2006)
Lars Rosebrock TV Sottrum / TuS Nartum (11.2.2006)
Leszek, Paul und Michael Kass Werder Bremen (Leszek und Paul) / LG Bremen-Nord (Michael) (17.2.2006)
Ralf Salih TV Langen (28.2.2006)
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
WALSRODER ZEITUNG vom 21. Januar 2006
Alexandra Kronfeldt wechselte Verein
Hodenhagen. Die LG Fallingbostel hat einen schmerzhaften Abgang zu verschmerzen: Ihr jugendliches Leichtathletik-Aus-
hängeschild, Alexandra Kronfeldt, hat die “sportliche Heimat” verlassen und startet nun mit dem Trikot der LG Weserberg-
land. Vater Karl-Heinz Kronfeldt begründet den Schritt: “Ihr hat ganz einfach die Mannschaft gefehlt. Der Druck, immer als
Einzelkämpferin bei Wettkämpfen zu sein, war zu groß.”
Leicht gefallen, so unterstreicht ihr Vater, sei Alexandra der Schritt allerdings nicht, “aber auch ihr Trainer am Leistungs-
zentrum in Hannover hat dringend dazu geraten. Denn jetzt kann sie auch wieder Staffeln laufen und hat auch sonst viel mehr
Möglichkeiten.” Auch über die 200 und 400 Meter flach kann die 400-Meter-Hürden-Spezialistin dadurch mehr Erfahr-
ungen sammeln. Einen großen Dank im Namen seiner Tochter spricht der Hodenhagener der LG Fallingbostel-Führung aus,
die ihr keine Steine in den Weg gelegt hat, um die weitere sportliche Entwicklung der 18-Jährigen, die am 29. Januar ihren
19. Geburtstag feiert und damit im letzten A-Jugendjahr ist, nicht zu behindern. Kronfeldt bleibt aber Mitglied der SG Bom-
litz-Lönsheide.
Die Gymnasiastin lebt seit einigen Jahren im Sportinternat in Hannover und ist Mitglied des Landeskaders über 400 Meter
Hürden. Den Sprung in den Bundeskader will sie - nach einem mehr oder weniger verschenkten “Seuchen-Jahr” mit vielen
Verletzungen - nun wieder in Angriff nehmen. “Alexandra weiß, dass sie Gas geben muss”, erklärt ihr Vater. Im ersten
Wettkampf des Jahres gewann sie ihren Zeitlauf über 200 m in 25,96 s und belegte in der Gesamtwertung den zweiten
Platz. Dritte wurde sie im Endlauf über 60 m in 8,15 s, nachdem sie im Vorlauf mit 8,14 s Zweite wurde.
An diesem Wochenende stehen für Alexandra Kronfeldt die Landesmeisterschaften der A-Jugend auf dem Programm und
am folgenden die der Frauen - beides in Hannover. Im Februar startet sie dann bei den Deutschen Meisterschaften der A-
Jugendlichen in Leipzig und der Norddeutschen Meisterschaft.

OLDENBURGER NACHRICHTEN vom 21. Januar 2006
Über New York zur Chinesischen Mauer
Leichtathletik: Arno Zech vom TuS Eversten erfüllt sich Marathon-Traum -- Initiator des Sparda-Cups
Von Jörg Reckemeier
Oldenburg. Marathonläufer haben offenbar Sinn für das Besondere, das Ausgefallene. Was hat es in den letzten Jahren
nicht schon alles gegeben: Autobahnen wurden durch Läufe über 42,195 km eingeweiht, Tunnel im Laufschritt durchquert,
Läufe in stillgelegten Bergwerken ausgetragen und Kreiselkurse in Parkhäusern angeboten. Und alles erfreute sich guten Zu-
spruchs!
Etwas Besonderes hatte sich der Oldenburger Arno Zech für seinen vorerst letzten Marathonlauf aber auch einfallen lassen.
Er ließ sich nämlich zu seinem 70. Geburtstag im Juni 2005 einen Marathonlauf schenken. Seine Geburtstagsgäste sorgten
für die finanzielle Grundausstattung, denn der Jubilar hatte sich als Geschenk die Teilnahme am 36. New-York-Marathon
Anfang November 2005 ausgesucht. Obwohl es mittlerweile Startgelegenheiten in den entlegendsten Winkeln der Welt gibt,
ist der Big-Apple-Marathon durch die Stadtteile Brooklyn, Bronx, Queens, Harlem und Manhattan immer noch der abso-
lute Höhepunkt im Leben eines Marathonläufers.
Erstaunlich ist, dass der ehemalige Polizeibeamte Zech gar kein “gelernter” Marathonläufer ist. Über den Dienstsport und
die jährliche Sportabzeichenprüfung war er nämlich nicht hinausgekommen, bis er 1995, dem Jahr seiner Pensionierung,
zum Lauftreff des TuS Eversten stieß, bei dem auch Laufkurse für Anfänger angeboten wurden. Und so standen zunächst
auch nur Läufe zwischen drei und fünf Kilometern auf dem Programm. Wie schnell er aber läuferische Fortschritte machte,
zeigte sich nur ein Jahr später. 1996 hatte er eigentlich nur einige Vereinskollegen als Zuschauer zum Berlin-Marathon be-
gleiten wollen, meldete aber einen Tag vor dem Start spontan nach und lief die Strecke auf Anhieb in 4:14 Stunden. Wieder
nur ein Jahr später erzielte er in Hamburg mit 3:38 Std. seine absolute Bestzeit.
Auf den New-York-Marathon bereitete sich Zech nach einer Zeit der Marathon-Abstinenz mit viermaligem Training pro
Woche vor, ansonsten läuft er zwei- oder dreimal pro Woche Strecken zwischen 10 und 20 km. In New York kam er
ohne Probleme auf 4:49 Std., machte aber die gleichen Erfahrungen, wie schon viele vor ihm: “Eine Rennstrecke ist das dort
nicht, man muss zeitweise höllisch aufpassen, wo man hintritt. Schlaglöcher mit beachtlichen Ausmaßen, Eisenplatten und
Spurrillen verlangen konzentriertes Laufen.”
Inzwischen stimmt sich der Lauftreffleiter des TuS Eversten schon wieder auf die Frühjahrsklassiker in heimischen Gefilden
ein: die 25 km beim VfL Oldenburg und der Syltlauf über 33,33 km stehen in den nächsten Monaten auf dem Programm.
Und gewissermaßen als Kontrastprogramm hat sich Zech dann doch wieder etwas Besonderes vorgenommen. Im Sep-
tember geht es nach China, zum Lauf auf der Chinesischen Mauer. Hier hat er sich für den Halbmarathon entschieden. “Bei
dem Schwierigkeitsgrad des Laufes mit Bergauf- und Bergabpassagen sowie Treppenstufen reicht mir das.” Zwischendurch
muss er aber noch mit seinen Vereinskameraden den 5. Everstener Brunnenlauf am 4. Juni 2006 organisieren. Der Lauf
gehört mit zum Sparda-Cup, einer Laufserie, die mit von Zech initiiert wurde und insgesamt aus fünf Läufen in und um
Oldenburg besteht. Einen Marathon will er nun nicht mehr laufen: “Die Teilnahme in New York ist auf dieser Distanz gleich-
zeitig Höhepunkt und Abschluss gewesen.” Aber wie sagt er auch noch: “Langzeitplanungen mache ich grundsätzlich nicht,
ich lasse alles auf mich zukommen.” Vielleicht kommt ja noch einmal ein besonders exotischer Lauf auf ihn zu: Zwischen
dem (zugefrorenen) Baikalsee, dem Death Valley, den Osterinseln oder dem Nordkap kann er jetzt schon wählen. Eventu-
ell ist ja etwas Passendes dabei. Vielleicht zu seinem 75. Geburtstag? 

ZEVENER ZEITUNG vom 23. Januar 2006
Birte Bultmann schwitzt unter andalusischer Sonne
Zevener Läuferin absolviert Trainingslager im spanischen Novo Sancti Petri -- “Selten so fit nach Hause ge-
kommen”
Zeven (mk). “Nach einer Woche wurden die Beine doch müde”, so die Zevener Läuferin Birte Bultmann, die sich insge-
samt sehr zufrieden mit dem zweiwöchigen Trainingslager im spanischen Novo Sancti Petri (nahe Chiclana) zeigte. Erneut
war es ein Treffen des gesamten DLV-Kaders Langstrecke, der mit den Vereinstrainern angereist war, um sich unter anda-
lusischer Sonne auf die neue Saison vorzubereiten. “Die Bedingungen waren bei 15 bis 20 Grad ideal. Alle Athleten haben
gut trainiert und sich eine optimale Basis erarbeitet”, sagte Bundestrainer Detlef Uhlemann, der das Training begleitete. Das
Programm, das sich ohne einen Ruhetag über zwei Wochen hinzog, hatte es mit zwei Übungseinheiten pro Tag in sich.
 Jeder hat hier mit seinem Vereinstrainer ein individuelles Programm absolviert", so Birte Bultmann, die sich dem TV
Wattenscheid angeschlossen hatte und die Vorgaben von ihrem Freund und Coach Karsten Schütz bekam. Neben der Ver-
besserung der Ausdauer standen auch Tempoläufe auf dem Plan. Mit 158 Kilometer in der ersten und 172 Kilometer in der
zweiten Woche war der Umfang anspruchsvoll. Die Bedingungen waren ideal, denn unsere Läufe konnten wir in dem nahe
gelegenen Pinienwald machen", sagte die 31-Jährige, die überwiegend mit ihrer Nationalmannschafts-Kameradin Stephanie
Maier trainierte. Der Laktattest, der nach einem Tempolauf genommen wurde, durfte natürlich nicht,fehlen. Das Ergebnis lag
absolut im grünen Bereich. "Ich denke, dass ich die Belastungen mittlerweile gut abschätzen kann", so Birte Bultmann.
 Beim Trainingslager, das die für die LG Braunschweig startende Athletin bereits zum dritten Mal mitmachte, gab es den-
noch genügend Zeit, um sich auszutauschen. "Wir haben uns ganz toll verstanden. Selten bin ich so fit nach Hause ge-
kommen", so das Fazit von Birte Bultmann, die in den nächsten Wochen die gute Trainingsarbeit unter Beweis stellen kann.
Den Crosslauf-Veranstaltungen in Hannuit (Belgien), Mailand und Diekirch (Luxemburg) folgt am 11. März die Deutsche
Cross-Meisterschaft in Regensburg. Doch auch ein möglicher Start bei der Hallenmeisterschaft (DM über 3000 Meter) in
Karlsruhe und der Halbmarathon bei den Deutschen Titelkämpfen "spukt” im Kopf von Birte Bultmann rum. "Dafür konnte
ich mich allerdings noch nicht endgültig entscheiden", so Birte Bultmann.

NORDSEE ZEITUNG vom 24. Januar 2006
Ein Ausnahmetalent
Anika Hildebrandt trumpft 2005 groß auf
Loxstedt (le). Anika Hildebrandt (LG Wesermünde) war in der vergangenen Saison die erfolgreichste Nachwuchs-Leicht-
athletin im Kreis Cuxhaven. Die Loxstedterin wurde im Dreisprung (Bestleistung 10,96 m) und Diskuswurf (36,36 m) nord-
deutsche Meisterin der Klasse Schülerinnen A (W15). In beiden Disziplinen steht das 15-jährige Talent in der Bestenliste
des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) an 10. Stelle. Sie erhielt dafür die DLV-Bestennadel. Im Diskus stellte sie
zudem einen neuen Landesrekord auf. Im Speerwurf wurde sie norddeutsche Vizemeisterin.
Das vielseitige Talent hat in der DLV-Bestenliste zwei weitere Platzierungen - Rang 19 im Blockwettkampf Wurf (100-m-
Lauf 13,55 Sek., 80-m-Hürdenlauf 13,35 Sek., Weitsprung 4,95 m, Kugelstoßen 11,17 m, Diskuswurf 33,15 m) mit 2613
Punkten und Rang 24 im Speerwurf (37,57 m). Bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften holte sie sich im Block-
wettkampf Wurf den Titel. In der Landesbestenliste steht sie in den Disziplinen Stabhochsprung (2,40 m), Diskuswurf
(36,36 m), Speerwurf (37,57 m) Ballwurf 200 Gramm (61 m) und Blockwettkampf Wurf (2613 Punkte) an erster Stelle.
Bezirksmeisterin wurde sie im Kugelstoßen, Diskuswurf, Speerwurf und Blockwettkampf Wurf. Fast selbstverständlich
stellte sie außerdem im Diskuswurf, Dreisprung und Ballwurf neue W15-Bezirksrekorde auf. Ein Jahr zuvor verbesserte sie
den Bezirksrekord im Diskuswurf W14. In der Bezirksbestenliste steht sie in elf Disziplinen auf Platz 1.
"Ich habe in meiner 35-jährigen Trainertätigkeit noch nicht solch ein vielseitiges Talent betreut, schwärmt ihr Trainer Rudi
Lunk. Anika gehört jetzt dem D3-Kader des Niedersächsischen Leichtathletikverbandes an.
==>
Ein weiterer Bericht über Anika Hildebrandt vom 3. September 2005   

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Helmstedt) vom 25. Januar 2006
Frost und Bücher bremsen
Leichtathlet Julien Karn bereitet sich auf die Landesmeisterschaften vor
Von Kai-Uwe Ruf
Julien Karn gibt schon im Winter richtig Gas. Der Schöninger Leichtathlet startet am Wochenende bei den Landesmeister-
schaften in Hannover. Abiturvorbereitung und Eiseskälte machen die Vorbereitung auf die Titelkämpfe in der Halle doppelt
schwer.
Dabei ist das Talent des MTV Schöningen hart im Nehmen. "Bis Minus 10 Grad kann man schon noch Bergläufe
machen", sagt Karn. Man müsse lediglich sehr langsam anfangen, damit sich die Bronchien und die Muskulatur an die Kälte
gewöhnen. Einen Großteil seiner Wettkampf-Vorbereitung verlegte der 19-Jährige aber nach drinnen. In der Schützenbahn-
halle trainiert er Kurzsprints. Außerdem nutzt er den Kraftraum des Schöninger Gymnasiums.
Lange Sprints sind kaum möglich
Für Hallenwettkämpfe auf hohem Niveau reicht all das jedoch nicht aus. Dem Schöninger fehlen die langen Sprintstrecken.
"Die kann man gut in der Halle des Olympiastützpunkts in Hannover trainieren", sagt Karn. Gelegenheit dazu hat er aller-
dings kaum. Dem Schüler des Anna-Sophianeums steht im Mai das Abitur bevor. Dafür muss er sich schon jetzt hinter die
Bücher setzen. Das Sprinttraining leidet. "Höchstens einmal im Monat schaffe ich es, nach Hannover zu fahren."
Die Alternativen, die sich Julien Karn in Schöningen bieten, sind oft nur Notlösungen. "Manchmal trainiere ich auch auf der
Bahn im Elmstadion." Meist stehen dann 300-Meter-Distanzen auf dem Programm. Wenn das Tartanrund aber gefroren ist,
fallen diese Trainingseinheiten aus. Dann muss Karn improvisieren und seinen Trainingsplan über den Haufen werfen. Manch-
mal laufe ich einfach fünf bis sechs Kilometer, weil nichts anderes geht."
Dabei hat er große Ziele. In dieser Saison startet er erstmals bei den Erwachsenen. In Hannover will er bereits hoch hinaus.
Beim Weit- und beim Dreisprung soll es ein Platz unter den ersten acht sein. Das würde für die Teilnahme am Endkampf
reichen. Für den 60-Meter-Sprint hat Karn seine Ziele noch präziser gesteckt. Höchstens 7,34 Sekunden will er brauchen.
Einmal in diesem Jahr war er bereits so schnell: Bei einem Sportfest in Hannover schaffte er es damit in den B-Endlauf.
Mehr Perspektiven in  der Sommersaison
Richtig zufrieden stellt den Schöninger diese Leistung aber nicht. "Meine Technik ist nicht gut genug. Außerdem fehlt mir
etwas Spritzigkeit. Meine Schwerpunkte liegen ganz klar in der Freiluft-Saison." Dann hat er das Abitur hinter sich - und
die frostigen Wintertage werden nur noch eine Erinnerung sein
==> Ein weiterer Bericht über Julien Karn vom 28. Dezember 2004 

NORDSEE ZEITUNG vom 26. Januar 2006
Dehnenkamp mit Titeln und Rekorden
Wehdel (le). Eines der größten Mittelstrecken-Talente unserer Gegend ist Nele Dehnenkamp vom TSV Wehdel. Die 16-
ährige Bokelerin läuft die Strecken zwischen 800 Meter und 10 000 Meter in den Jugend-Altersklassen mit großem Erfolg.
Die B-Jugendliche holte im Vorjahr zwei Landestitel (10-km-Straßenlauf und mit Deike Bode und Inken Glander die
3x800-m-Staffel) sowie sechs Vizelandesmeistertitel und drei Bezirksmeistertitel. Drei Vizetitel davon holte sie in der höher-
en A-Jugendklasse.
Im 1500-m-Hindernislauf wurde Nele Dehnenkamp norddeutsche Vizemeisterin der weiblichen Jugend B. Ihre Siegerzeit -
5:27,45 Minuten - führte zu einem Bezirksrekord und zum 20. Platz in der Bestenliste des Deutschen Leichtathletikverband-
es (DLV). Sie erhielt dafür vom DLV die Bestennadel.
Auch über 5000 m (18:58,7 min.) und im 10-km-Straßenlauf (41:31 min.) stellte sie neue Bezirksrekorde auf. Das Talent
weist in der DLV-Bestenliste im 5000-m-Lauf weibliche Jugend A (Platz 37), 10-km-Stragenlauf Jugend B (38.) und
1500-m-Lauf Jugend B (50.) weitere Platzierungen vor. Dabei ist ihre 5000-m-Bestzeit im DLV noch höher einzuschätzen,
da auf Bundesebene eine Rangliste erst in der nächst höheren Altersklasse Jugend A erfolgt. Gäbe es über diese Strecke
eine B-Jugend-Rangfolge, käme sie auf Platz zehn. Im Land Niedersachsen führt sie drei Mal und im Bezirk Lüneburg vier
Mal die Bestenliste an. Hier kommt der Erfölg mit der 3x800-m-Staffel hinzu, die auch im Bezirk nicht zu schlagen war.
Kontinuierlich gesteigert
"Nele hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert", lobt Trainer Jörn Beger. Sie kann ein weiteres Jahr in der B-
Jugendklasse starten und nimmt sechs bis sieben Mal pro Woche Training in Kauf.
==> Weitere Berichte über Nele Dehnenkamp vom
17. April 2004 / 14. Oktober 2004 

HESSISCHE NIEDERSÄCHSISCHE ALLGEMEINE vom 27. Januar 2006
Minah: Auch in der Halle Spitze?
Leichtathletik: Deutscher Zehnkampfmeister aus Göttingen startet bei Titelkämpfen in Frankfurt

Von Frerk Schenker
Göttingen. Von der Rolle des Favoriten will Jacob Minah nichts wissen. Auch nicht angesichts des Gewinns der Deutschen
Zehnkampf-Meisterschaft vor fünf Monaten. Für den Titel des Deutschen Hallen-Mehrkampfmeister, der am Wochenende
in Frankfurt vergeben wird, hat der Athlet der LG Göttingen gleich mehrere Anwärter parat: "Titelverteidiger Norman
Müller, sowie Lars Albers und Schahriar Bigdeli." Nur seinen eigenen Namen nennt Minah nicht. Vielmehr gibt er für sich
einen Platz unter den besten drei als Ziel aus.
Die Meldeliste gibt der gewohnt zurückhaltenden Selbsteinschätzung des 23-Jährigen auf den ersten Blick Recht. Denn auf
dieser wird Minah lediglich mit der viertbesten Vorleistung geführt. "Ich komme aus dem Grundlagentraining und habe noch
keine großen Schwerpunkte setzen können", versucht der Göttinger überzogene Erwartungen zu dämpfen. Trotz der noch
jungen Wintersaison, in der bis jetzt der allgemeine Kraftaufbau im Vordergrund stand, hat Minah allerdings schon enorme
Fortschritte bei sich entdecken können. "Ich habe mehr Kraft in den Beinen und kann einen größeren Schritt laufen." Vor
allem in den Sprungdisziplinen ein großer Vorteil, wie ein Sprungtest unter Aufsicht des Bundestrainers vor wenigen Wochen
bereits gezeigt hat. Dass beim Hallenmehrkampf vor allem sprungstarke Athleten bevorzugt sind, weil Diskus und Speer
wegfallen, verbucht Minah zwar als Vorteil für sich: "Aber die Konkurrenz ist ebenfalls gut drauf." Deswegen gelte es nun
vor allem darum, zu zeigen, dass sein Vorstoß in die nationale Spitze kein Ausrutscher war.
Dass man sich als Deutscher Freiluftmeister auch bei den Titelkämpfen unter dem Hallendach nicht ganz von der Rolle des
Mitfavoriten lösen kann, das weiß der Göttinger aber nur zu genau: "Man wird anders wahrgenommen." Letztlich seien je-
doch vor allem zwei Dinge für den Sprung an die Spitze ausschlaggebend: "Die Tagesform und ein bisschen Glück." Und
genau jenes hatte Minah beim Titelgewinn im vergangenen Sommer zum passenden Zeitpunkt parat.
==> Ein weiterer Bericht über Jacob Minah vom 3. August 2004 ==> Home-Page von Jacob Minah

ZEVENER ZEITUNG vom 28. Januar 2006
Zum Training nach Italien
Hannes Maxin kratzt an des Bruders Bestzeit
Von unserem Mitarbeiter Manfred Krause
Zeven. Der Star ist die Mannschaft: Das kann das B-Jugend -Trio der LAV Zeven, dem Hannes Maxin angehört, von
sich behaupten. Der 16-Jährige, der auf der Mittelstrecke zu Hause ist, heimste gemeinsam mit seinen Freunden Kenneth
Gerschler und Ingmar Fröhlich zuletzt beeindruckende Erfolge in der Staffel über 400 und 800 Meter ein. Der Gewinn der
Bezirksmeisterschaft 2005 über 3x1000 Meter ist unvergessen. Und Rang vier bei den Norddeutschen Meisterschaften ein-
fach klasse.
"Mit etwas mehr Training könnte Hannes viel mehr leisten. Da steckt noch eine Menge Potential drin", sagt
Kenneth Gerschler. Das könnte natürlich Trainer Hans-Hermann Neblung, der seinen Leuten gleich viermal pro Woche
Übungseinheiten auf der Sportanlage an der Kanalstraße anbietet, "herauskitzeln". Neben der Arbeit im Kraftraum wird an
der konditionellen Verfassung und an der Technik auf der Bahn gearbeitet. Oder es geht einfach ins Große Holz, wo man
nicht nur ideale Steigungen vorfindet.
"Die Übungsprogramme sind schon ideal aufgebaut. Natürlich profitieren wir auch von Hans-Hermanns langjähriger Er-
fahrung", sagt Hannes Maxin, der in der LAV "Leichtathletik-Schmiede" zunächst den Speer warf. Doch bald musste er
passen. "Das ging so extrem auf den Arm, dass ich aus gesundheitlichen Gründen die Disziplin wechselte", so der gebürtige
Zevener, der sich fürs Laufen entschied. Und dort stellten sich schnell Erfolge ein. "Ich denke, dass Hannes auch als Mehr-
kämpfer gute Chancen hätte. Auf den Strecken von 100 bis 1500 Meter ist er konkurrenzfähig. Und die technischen Dis-
ziplinen liegen ihm auch", so sein Vater Theo Maxin, der den Filius, wenn "Not am Mann" ist, ins Training beim LAV-Nach-
wuchs mit einspannt.
Eine gute Fitness für die neue Saison erhofft sich der Schüler vom Trainingslager in Italien. Bereits zum zweiten Mal fährt er
mit dem Zevener Tross in den Osterferien nach Igea Marina (Nähe Rimini). "Wichtig ist, dass man bereits in den Wochen
zuvor gut trainiert. Denn sonst ist das Programm kaum zu bewältigen. Im letzten Jahr bin ich richtig fit zurückgekommen.
Aber auch die Dinge am Rande haben mir gefallen. Da lernt man sich einfach näher kennen. Abends fallen die meisten dann
nach der harten Arbeit oft todmüde ins Bett", sagt Hannes Maxin, der sein Leistungsvermögen gut einzuordnen vermag.
 Und sich keine Hoffnungen macht, später einmal Geld mit seinem Hobby zu verdienen. "Dazu reichen meine Leistungen
nicht aus." Wichtig ist ihm eher, dass er die Schule gut abschließt, um die Basis für eine Berufsausbildung zu schaffen. Zur-
zeit besucht er die 11. Klasse am Fachgymnasium Wirtschaft in Zeven. "Nach dem Abschluss würde ich gerne ein Studium
im Wirtschaftsbereich belegen", so Hannes, der Mathematik und Sport mag, doch Geschichte besonders liebt - und im
letzten Jahr der Realschule sogar ein "Buch" verfasste. "Unser Lehrer war der Meinung, dass Leute, die zum Wirtschafts-
gymnasium wollen, eine Facharbeit abliefern sollten. Also machte ich mich an eine Ausarbeitung über den ersten Weltkrieg",
so Hannes, der es dabei auf gut 150 Seiten brachte.
Dass es den Youngster zur Leichtathletik und nicht zum Fußball, dem sein Vater über Jahre beim FC Hesedorf nachjagte,
verschlug, lag eher an seinem Bruder Jan Henning (21). Denn der inspirierte Hannes mit sehr guten Lauf-Ergebnissen. Und
setzte schließlich eine "Hausnummer", an die der Bruder zurzeit kratzt. "Jan Hennings Bestzeit lag bei 2:03 Minuten über 800
Meter. Die Marke möchte ich unbedingt knacken. Bis auf eine Sekunde war ich schon dran", so Hannes Maxin, der an-
schließend einen weiteren Meilenstein angehen und unter 2 Minuten laufen möchte. Doch dazu bedarf es wohl noch einiger
Sondereinheiten unter seinem Coach. Erscheinen an allen Trainingstagen ist damit "Pflicht".
Und wie sehen die Freizeit-Aktivitäten eines "gestressten" Schülers aus? "Gerne spiele ich nach dem Training ein bisschen
Fußball. Oder fordere meinen Bruder oder unseren Vater zum Schach heraus. Gegen meinen Papa ist es schwerer als
gegen Jan Henning zu gewinnen", sagt der 16-Jährige, der bekennender Fan des Bundesligisten Borussia Dortmund ist.
"Spielte die Borussia in Hamburg, fuhren mein Cousin Karsten Stolzke, der die Hamburger verehrt, und ich in die AOL-
Arena", so der BVB-Anhänger. Ein Erlebnis der besonderen Art gab es für ihn, als er sich mit Karsten eine Begegnung
zwischen dem BVB und dem HSV im Dortmunder Stadion ansah. "Es gab nur noch Karten im HSV-Fan-Block. Das war
eine heikle Nummer. Doch alles ging gut ab. Die Stimmung und die Atmosphäre mit 80 000 Zuschauern war einfach unbe-
schreiblich."

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 1. Februar 2006
Leichtathletik: Sven Bergmann bereitet sich auf Rückkehr vor
Georgsheiler Werfer musste wegen Ellenbogenverletzung ein Jahr pausieren
Georgsheil (mü). Aufmunternde Unterstützung gibt es nach langer Verletzungspause für den Georgsheiler Athleten Sven
Bergmann, dem früheren Deutschen Jugendmeister im Speerwurf. AWD-Finanzberater Stefan Bolinius spendierte einen
Trainingsanzug und eine Sporttasche. Für Bergmann ist dies ein Zeichen des Vertrauens, das in ihn gesetzt wird.
Aufgrund einer schweren Ellenbogenverletzung konnte er über ein Jahr lang nicht an Wettkämpfen teilnehmen. Eine schwere
Zeit für den 22-jährigen, der vor seiner Verletzung auch im Juniorenbereich zu den besten Speerwerfern Deutschlands
zählte. Dass er sich seit November vergangenen Jahres wieder im Aufbautraining befindet, ist dem behandelnden Physio-
therapeuten Heiko Kleemann und dem Orthopäden Bernd Wabbels zu verdanken. Durch die gute Zusammenarbeit der
Beiden gelang es, die Verletzung fast vollständig auszukurieren. Im Übungsbetrieb hat Kugelstoßerkollege Wilko Schaa die
Federführung in der Planung und Durchführung des Trainings übernommen. Mit ihm zusammen bereitet Bergmann sich auf
die kommende Freiluftsaison vor, für die Schaa die Rückkehr in einen regelmäßigen Wettkampfbetrieb mit der Teilnahme
an Landes- und Norddeutschen Meisterschaften anvisiert.
Voraussichtlich Ende April wird sich Bergmann bei der offiziellen Bahneröffnung in Leer, nach dann 19-monatiger Wett-
kampfabstinenz, erstmals wieder der Konkurrenz stellen.

ZEVENER ZEITUNG vom 11. Februar 2006
Vom Fussballer zum begeisterten Läufer
Lars Rosebrock sucht sich nach Kreuzbandriss einfach eine neue Sportart
Von unserem Mitarbeiter Manfred Krause
Nartum. Der Abschied von der schönsten Nebensache der Welt traf Lars Rosenbrock hart. Dennoch steckte der Fuß
baller, der nach einem Kreuzbandriss beim TV Sottrum die Schuhe an den Nagel hängen musste, den Rückschlag gut weg.
Einen Ausgleich fand er beim Joggen, als Schiedsrichter und in den unterschiedlichsten Ämtern im Verein. Seit seinem Um-
zug nach Nartum 1986 engagiert sich der 41-Jährige beim dortigen TuS.
Wirklich abschalten vom Alltagsgeschehen kann Lars Rosebrock eigentlich nur im Urlaub. Denn neben den vielfältigen Auf-
gaben in der eigenen Firma nehmen die Aktivitäten um den Sport viel Zeit in Anspruch. "Ich bin ein absoluter ‘Pool-Mensch'
und auf der Sonnenliege halte ich es locker zwei Wochen aus. Dort kann ich mich total entspannen", sagt der gebürtige
Rotenburger. Die Ferien verbrachte er in den vergangenen Jahren mit seiner Frau Corinna und den Kinder Lasse (13) und
Janne (10) überwiegend auf den Kanaren. Seine sportlichen Aktivitäten fährt er dort auf Null runter.
Ganz anders stellt sich das im Alltag dar: Seit seinem Abschied vom Fußball in Sottrum, als er mit seinen Brüdern Bernd
(35) und Sven (40) in der ersten Mannschaft spielte, hat ihn heute die "Lauf-Droge" fest im Griff. Doch auch als Betreuer
und seit 15 Jahren als Schiedsrichter agiert er souverän. Beim TuS Nartum engagiert er sich als Lauftreff- und Jugendob-
mann, Festausschuss-Leiter und zweiter Vorsitzender. "Meine Frau bezeichnet mich als absoluten Vereinsmeier. Doch da
ist schon etwas dran", so Lars Rosebrock, der die Ehrenämter gerne und mit viel Engagement ausfüllt. "Lars ist stets be-
müht, etwas zu verbessern oder neue Ideen einzubringen", so der TuS-Vorsitzende Uwe Schradick.
Seine Hilfsbereitschaft und viele positive Attribute schätzt auch sein Freund Reiner Schlobohm aus Sottrum. "Als Lars mit
dem Fußball aufhören musste, suchte er eine neue Herausforderung. Also schnupperte er in unseren Lauftreff rein. Sein
Ehrgeiz steigerte sich Kilometer um Kilometer bis hin zum Marathon", so Schlobohm. Mittlerweile ist Rosebrock dreimal
über 42,195 Kilometer gestartet: In Hannover und Hamburg fand 2004 die Premiere statt. Nach einer intensiven Vorbe-
reitung konnten sich die Zeiten mit 3:13 und 3:17 Stunden sehen lassen. Im vergangenen Jahr musste er in der Elbe-Metro-
pole aufgrund einer Zerrung in der Schulter bei der 30-Kilometer-Marke aufhören. "Ich wollte nicht nur spazieren gehen,
um das Ziel zu erreichen und bin ausgestiegen." "Er hat kein Problem damit, wenn es nicht mehr geht abzubrechen. Er muss
sich nicht gegenüber anderen beweisen. Da ist er genau so konsequent wie im Berufsleben", sagt Reiner Schlobohm.
 Wohl wahr. Denn im Familienbetrieb mit 20 Beschäftigten in Sottrum möchte er schwarze Zahlen schreiben. Gemeinsam mit
seinen Brüdern leitet er die Druckerei, die sein Vater 1972 gründete. Der gelernte Schriftsetzer, der das Ratsgymnasium in
Rotenburg besuchte, hat den Bereich Mediengestalter übernommen. "Mein Aufgabenspektrum umfasst eigentlich alles, was
auf dem Weg bis zur Druckplatte abzuarbeiten ist", erzählt Lars Rosebrock, der froh ist, dass er in Nartum wohnt und sich
nach dem Verlassen des Firmengeländes auf private Sachen konzentrieren kann. Denn während seine Frau Sohn Lasse zum
Fußball-Training oder Spiel nach Heeslingen chauffiert, begleitet der Papa Tochter Janne ab und an zur Leichtathletik, zum
Tischtennis oder zum Fußball.
Bewunderung im Sportbereich empfindet der 41-Jährige vor allem für die Rennfahrer der Tour de France, die "Wahnsinn-
iges" leisten. Doch auch die Teilnehmer beim Hamburg-Marathon haben einen besonderen Eindruck auf ihn gemacht. "Es ist
einfach faszinierend, welch unterschiedliche Menschen sich auf die Strecke begeben. Egal ob jung oder Alt, trainiert oder
untrainiert. Das Volk an der Straße trägt sie fast alle ins Ziel." Der nächste Marathon in Hamburg ist bereits dick im Ter-
min-Kalender von Lars Rosebrock eingezeichnet. Dort will er wieder starten. Doch bis es so weit ist, holt er sich die nötige
Fitness auf den Volksläufen der Region oder bei der Teilnahme am Oste-Hamme-Lauf. “Stehen sonntags keine Wettkämpfe
an, treffe ich mich mit meinen Kumpels auf dem Trimmpfad im großen Holz in Zeven zum Training”, so Rosebrock, der sich
bis heute keiner Operation am seinerzeit gerissenen Kreuzband unterzog.

WESER KURIER vom 17. Februar 2006
Familie Kass will hoch hinaus
Vater hat Stabhochsprung-Talent den Söhnen vererbt
Von unserem Redaktionsmitglied Jens Thorsten Schmidt
Bremen. Sie sind die Leichtathletik-Überflieger aus dem Bremer Norden. Trainer Leszek Kass fährt mit seinen beiden
Söhnen Paul (18) und Michael (15) mit schöner Regelmäßigkeit Erfolge im Stabhochsprung ein. Früher Nachmittag bei
Familie Kass in Bremen-Vegesack, in Sichtweite zum Hafen. Der 40-jährige Vater Leszek nimmt sein verspätetes Mittag-
essen ein: Es gibt Nudeln - Sportlernahrung eben. Paul und Michael sehen fern, werden aber flugs hinzu gerufen, wenn über
die Kass’sche Leidenschaft, den Sport im Allgemeinen und die Leichtathletik im Besonderen, gesprochen werden soll.
 Vater Leszek hat diese Leidenschaft zum Beruf gemacht. In jungen Jahren versuchte er sich im polnischen Gedingen, wo-
her er ursprünglich stammt, erstmals im Stabhochsprung. "Wir versuchten, das Springen, das wir im Fernsehen gesehen
hatten, mit großen Ästen im Wald nachzumachen", erinnert sich Leszek Kass. Danach habe er so manche Sportart auspro-
biert, um letztlich doch zum Stabhochsprung zurückzufinden. Seit zwei Jahren ist er nun Trainer in der Leichtathletikabteilung
des SV Werder. Und das ist auch nicht zu übersehen. Auf dem schwarzen Trainingsanzug, den Leszek Kass an diesem
Nachmittag trägt, prangt die grüne Werder-Raute. Beim Verein, der rund 20 Kilometer flussaufwärts an der Weser beheim-
atet ist, betreut der 40-Jährige rund 80 Kinder und Jugendliche im Schüler-Mehrkampf und Stabhochsprung. Zudem ist er
Bremer Landestrainer.
Doch die beiden, die Leszek Kass wohl am intensivsten trainiert, sind seine Söhne Paul und Michael. Beide können schon
auf beachtliche Erfolge zurückblicken. Der 18-Jährige Paul, bei der LG Bremen-Nord sportlich groß geworden und mittler-
weile für Werder startend, holte sich Anfang Februar den Titel des Norddeutschen Meisters in Neubrandenburg. Bei 4,50
Meter lag dort die Latte, die er übersprang. Nächstes Highlight: die Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Leipzig.
Sein drei Jahre jüngerer Bruder, der immer noch für Bremen-Nord startet, hat im Vorjahr mit 3,92 Meter den Deutschen
Schüler-Cup gewonnen. Sein großes Ziel für 2006: "Ich will die Quali für Deutschen Meisterschaften für die Jugend-B
packen." Er könnte mit seinen 15 Jahren weiter bei den Schülern starten, doch wenn er die notwendigen 4,25 Meter schafft,
steht einer Teilnahme bei der nächsthöheren Klasse nichts im Wege. Während Bruder Paul gerne schon in die weitere sport-
liche Zukunft schaut ("Ich möchte mal das Nationaldress tragen"), macht Michael sich "immer nur Ziele für die nächste Sai-
son", wie er sagt. Wer sportlich hoch hinaus will, muss auf Einiges verzichten. "Sechs Mal die Woche zwei bis drei Stunden
Training", zählt Paul auf. Dazu die häufigen Leichtathletik-Meetings und Meisterschaften an den Wochenenden. Es fehle ihm
aber nicht wirklich, dass er nicht so häufig weggehen kann, wie andere Teenager, betont er. "Mein Freundeskreis besteht
aus dem Verein und der Schule. Da ich als Leistungskurs Sport habe, haben da viele auch etwas mit Sport zu tun", be-
schreibt er, wie er Beides unter einen Hut bekomme.
Vater Leszek gibt sich betont ehrgeizig, unterstreicht aber auch, dass Leichtathletik nicht alles sei: "Es geht darum, dass sie
Spaß daran haben". Und wo für den dreifachen Vater, dessen jüngster Filius Philip (7) vielleicht in ein paar Jahren auch für
sportliche Schlagzeilen sorgen wird, der Spaß aufhört, fügt er gleich hinzu: "Wenn die Schulnoten nicht stimmen, sind die
sportlichen Ergebnisse nur noch die Hälfte wert." Da ist er sich mit seiner Frau, dem letzten Glied in der sportlich-familiären
Erfolgskette, einig. Katharina Kass taucht zwar in den Ergebnislisten und Zeitungsartikeln nicht auf, "sorgt aber für die
logistische Leistung", wie ihr Ehemann betont. Sie ist die Bodenunterstützung für die Männer im Höhenflug, sozusagen.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 28. Februar 2006
Ralf Salih zurück in der Laufszene
(cn). Der Otterndorfer Ralf Salih, der in der Bundesliga für den TV Langen startet, hat sich kürzlich nach langer Wettkampf-
pause erfolgreich in der Laufszene zurückgemeldet. Er hat seit August keinen Wettkampf mehr bestritten und auch sein
Training deutlich zurückschrauben müssen. Beim
17. Bokeler Crosslauf feierte er einen guten Start in die neue Saison.
Der 24-Jährige gewann sowohl den 7000- als auch den 3400-Meterlauf bei der vom Leichtathletikverein (LAV) Bokel
organisierten Veranstaltung. Er verwies den Vorjahressieger Gerrit Lubitz (Buntentor) mit 22:23 Minuten um fast drei
Minuten in die Schranken. Auch über die 3400-Meter-Distanz musste sich Lubitz diesmal mit Platz zwei zufrieden geben.
Der Bremer benötigte mit 12:08 Minuten genau 39 Sekunden mehr für die Strecke als Salih, der 2005 fünf Kreismeister-
und zwei Bezirksmeistertitel erringen konnte. In der vergangenen Saison musste er auch den Start bei seinern Heimspiel
(dem Otterndorfer Küstenmarathon) absagen, da er sich von August bis Dezember im Uni-Stress befand.
Dafür konnte Salih sich aber noch über einen Titel ganz anderer Art freuen. Ihm wurde von der Universität Lüneburg der
Titel eines Diplom-Handelslehrers verliehen - zudem hat er sein Erstes Staatsexamen mit Prädikat abgeschlossen. Nun
wartet er auf einen Referendariatsplatz in unserer Region - am liebsten wären ihm hier die Berufsbildenden Schulen Caden-
berge, an denen er bereits erste Lehrerfahrungen im Rahmen seines Studiums gemacht hat. Das Referendariat beginnt in
Niedersachsen am 1. Mai - so dass Salih, der wieder in Otterndorf wohnt, nun vorübergehend viel Zeit zum Trainieren hat.
Ein Trainingslager in der Türkei ist auch in Planung. ==> Weitere Berichte über Ralf Salih vom
26.6.2004 / 17.9.2004
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Nach oben
Porträts und Berichte von Leichtathleten aus der Region Seite 1 / Seite 2 / Seite 3 / Seite 4 / Seite 5 / Seite 6 /
Seite 7 
Zurück zur Startseite