“Was du für andere tust, bestimmt den Wert deines Lebens”
Anneliese Paulsen im Alter von 86 Jahren verstorben / Sie leitete 20 Jahre die Geschäftsstellen
des KSB und Turnkreises

Kreis Rotenburg (pop). Der Kreissportbund und mit ihm alle Sportlerinnen und Sportler der Region trauern um Anneliese Paulsen, die am vergangenen Sonntag im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Anneliese Paulsen hat sich in vorbildlicher und nachahmenswerter Weise um den Sport in unserem Kreis und darüber hinaus auf Bezirks- Landes- und auch auf Bundes- ebene verdient gemacht. “Was du für andere tust, bestimmt den Wert deines Lebens”, unter diesem Motto stand das Leben von Anneliese Paulsen aus Bremervörde.
Bereits im Alter von zehn Jahren hat sie im Osnabrücker Turner-Bund das Turnen kennen und lieben gelernt. Nach ihrer Hochzeit mit ihrem Mann Johannes siedelte Anneliese Paulsen mit ihrer Familie im Jahre 1946 nach Bremervörde über. Hier wurden beide Mitbegründer des neuen TSV Bremervörde. Als Hannes Paulsen Vorsitzender des TSV Bremervörde wurde, entwickelte sich Anneliese zu seiner tatkräftigsten Mitarbeiterin. Als Hannes Paulsen im Jahre 1958 Vorsitzender des Kreis- sportbundes Bremervörde wurde, war es für sie selbstverständlich, dass auch sie in diesem Gremium Arbeit und Verant- wortung übernahm. Sie leitete 20 Jahre lang die Geschäftsstellen des Kreissportbundes und des Turnkreises.
Als die beiden Kreissportbünde Bremervörde und Rotenburg zusammengelegt wurden, übernahm sie auch hier zunächst die Geschäftsstelle. Weitere Ämter folgten: Kreisfrauenwartin im neuen Kreissportbund Rotenburg, Frauenwartin im Turnkreis, Frauenwartin im Turnbezirk Stade und im Bezirkssporbund Lüneburg bis zum Jahre 1991. In all diesen Jahren hat Anneliese Paulsen durch ihre kooperative Zusammenarbeit, durch die Gestaltung zahlreicher Lehrgänge, Seminare und Veranstaltungen auf Vereins- Kreis- und Bezirksebene großen Einfluss auf die Entwicklung des Sports in unserem Gebiet genommen. Aber auch auf Bundesebene beim Bundesausschuss Frauensport des Deutschen Sportbundes hat sie aktiv am Frauenförderplan mitgewirkt, hier ihre langjährigen Erfahrungen eingebracht und auf Landesebene bei der Durchführung dieses Planes mitgeholfen.
Neben ihrem Engagement im Sport hat Anneliese Paulsen im Bremervörder Hausfrauenbund mitgewirkt und sich um die Integration der Frauen der Bundeswehrangehörigen aus der neu gegründeten Bremervörder Garnison gekümmert.
Nach dem Krebstod ihrer Tochter gründete sie im Jahre 1985 die Arbeitsgemeinschaft Krebsfürsorge in Bremervörde.
Für ihren engagierten und vorbildlichen Einsatz zum Wohle anderer Menschen im Sport und in der Gesellschaft hat sie viele Ehrungen und Ehrenmitgliedschaften vom Deutschen Turnerbund, vom Niedersächsischen Turnerbund, vom Landessport- bund, vom Kreissportbund, vom Turnkreis, vom TSV und von der Stadt Bremervörde, vom Landkreis und vom Haus- frauenbund erhalten.
Als besondere Ehrung wurde ihr im Jahre 1986 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Bis kurz vor ihrem Tode war sie als Seniorenwartin des Turnkreises tätig und hat nicht nur die Seniorennachmittage organisiert sondern auch die Seniorentreffen bei den Kreissportfesten.
“Was du für andere tust, bestimmt den Wert deines Lebens”. Anneliese Paulsen hat sehr viel für andere getan.
Der Kreissportbund und alle Sportlerinnen und Sportler nehmen in großer Trauer, aber auch in Dankbarkeit und Hochacht- ung vor ihrer Leistung Abschied von Anneliese Paulsen.
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(rkl) Wenige Tage nachdem sie den Vorsitz im Bremervörder Seniorenbeirat in jüngere Hände gelegt hatte ist Anneliese Paulsen am Sonntag im Alter von 86 Jahren gestorben. Vielfältig waren ihre Aktivitäten im ehrenamtlichen Bereich.
Vor allem um den Sport in Bezirk, im Landkreis und in der Stadt hat sich die Verstorbene verdient gemacht.
Johannes Paulsen war ohne seine Ehefrau nicht denkbar, und sie nicht ohne ihn. Über viele Jahrzehnte gingen die beiden einen gemeinsamen Lebensweg, halfen und unterstützten sich gegenseitig in ihren vielen Ämtern. Das Ehepaar Paulsen war eine Institution im Sport und machte den Einsatz für Andere zu seinem Lebensinhalt.
Die gebürtige Osnabrückerin zog nach dem Krieg mit ihrem Ehemann in dessen Heimatstadt. In Bremervörde widmeten sie sich dem Wiederaufbau des TSV. Anneliese Paulsen leitete zunächst Gymnastikgruppen, ehe sie 1952 Mitglied im von ihrem Mann geleiteten Vorstand wurde.
Bis 1981 war sie in verschiedenen Ämtern für den TSV tätig. Auch auf Kreis und Bezirksebene übernahm sie Ehrenämter, wobei sie vor allem die Frauenarbeit im Sport förderte. Unter anderem war sie viele Jahre Frauenwartin des Kreis- und Bezirkssportbundes, leitete über 20 Jahre ehrenamtlich die Geschäftsstelle des Kreissportbundes und war Mitglied im Landesfrauenausschuss.
Aber Anneliese Paulsen beschränkte ihre Aktivitäten nicht nur auf den Sport. 1960 gehörte sie zu den Gründerinnen des Bremervörder Hausfrauenbundes, den sie 20 Jahre leitete. Für ihre Verdienste wurde sie zur Ehrenvorsitzenden ernannt.
Ein persönlicher Schicksalsschlag, die Erkrankung und der frühe Tod ihrer Tochter Hannelore, war für sie Veranlassung,  sich der psycho-sozialen Krebsnachsorge zu widmen. Sie schuf in Bremervörde die ersten Organisationsformen für eine außermedizinische Betreuung, die später zum Verein Krebsfürsorge Bremervörde-Zeven ausgebaut wurde.
Für ihre Leistungen und Verdienste hat Anneliese Paulsen zahlreiche Ehrungen erfahren. Im Jahre 1986 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, sie ist unter anderem Ehrenvorstandsmitglied des TSV Bremervörde und erhielt 1981 eine Urkunde der Stadt für herausragende Leistungen.
Für viele Frauen ist Anneliese Paulsen auf Grund ihrer rastlosen Einsatz- und Schaffensfreude Vorbild gewesen.
Auf Funktionärsebene hat sie sich behauptet, hat dem Sport auf vielen Ebenen wichtige Impulse verliehen. In den letzten Lebensjahren kümmerte sie sich, wieder gemeinsam mit ihrem Ehemann, um den Aufbau und die Förderung der Senioren- arbeit.
In allen Ämtern hat sie es stets verstanden, bei ihrem Ausscheiden rechtzeitig für eine gute Nachfolge zu sorgen. Das galt auch für das letzte Vorsitzendenamt, das sie innehatte. Ende November verabschiedete sie sich nach zwölf Jahren als Vor- sitzende des Bremervörder Seniorenbeirates.
Wenig später erkrankte sie und kam ins Krankenhaus. Dort ist Anneliese Paulsen am Sonntagabend gestorben. Um sie trauern ihr Ehemann, die beiden Kinder und Enkelkinder, Verwandte sowie viele Freunde und Wegbegleiter.

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Konrad Krenz ist tot - Ein Nachruf des NLV
Konrad Krenz ist tot. Diese Nachricht erreichte die Geschäftsstelle des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes am
Dienstag Morgen. Angehörige hatten den erste 62-Jährigen tot in seiner Wohnung gefunden. Bestürzung in seinem Verein Sparta Langenhagen und im Niedersächsischen Leichtathletik-Verband. „Mit Konrad Krenz verlieren wir einen Freund und überaus geschätzten Mitarbeiter, er hinterlässt eine Lücke, die kaum zu schließen ist“ ließ sich bestürzt NLV- Präsidentin
Rita Girschikofsky vernehmen. Mit ihr trauert die ganze niedersächsische Leichtathletik-Familie, denn Konrad Krenz war
seit Jahrzehnten das Bindeglied zwischen Verband und Medien.
Nach einer Karriere als Langstreckenläufer für Sparta Langenhagen wechselte er beinahe nahtlos in das Lager der Offiziellen
und fühlte sich schnell verantwortlich für die Presse-Betreuung. Der frühere Industriekaufmann wurde zum geschätzten Ansprechpartner von Sportredaktionen für die Leichtathletik im niedersächsischen Raum. 1965 übertrug man ihm das Amt des Pressewarts für den Bereich Hannover Land. 1984 wurde er Pressewart des Niedersächsischen Leichtathletik-
Verbandes, 1985 wurde er dann Mitglied des NLV- Fachausschusses Öffentlichkeitsarbeit.
Konrad Krenz konnte nicht nur schreiben, er war auch ein geschätzter Sportfotograf. Die meisten Fotos der NLV- Info stammten aus seiner Kamera. Konrad Krenz reiste viel und gern: zu großen und kleinen Leichtathletik-Veranstaltungen in Deutschland. Besonders gern berichtete er von den ersten deutschen Leichtathletik-Meisterschaften nach der Wende 1991
in Hannover. Die Pressearbeit trug mit seine Handschrift. Reiseziel des Junggesellen war häufig auch Bayreuth, denn in seinem Herzen war für zwei Leidenschaften Platz: für die Leichtathletik und für Wagner-Musik. Der lauschte er am liebsten auf Bayreuths grünem Hügel.
Sein Verein Sparta Langenhagen, dem er seit 1996 vorstand, wird Konrad Krenz ebenso vermissen, wie seine Freunde und Kollegen im Niedersächsischen Leichtathletik-Verband. Er wird hier wie dort eine Lücke hinterlassen, deren Größe erst mit der Zeit sichtbar wird. Konrad Krenz hat sich um die Leichtathletik verdient gemacht. Es ist Zeit, ihm Dank dafür zu sagen. Konrad, leb wohl.
www.nlv-la.de / Autor: cebe / Datum: 2002-04-10
 

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