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4. Ems-Jade-Lauf von Emden nach Wilhelmshaven ©

10. Oktober 2004

Die Ergebnislisten liegen im PDF-Format vor.
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Staffeln - nach Klassen (41 KB)
Einzel - nach Gesamteinlauf (17 KB)
Einzel - nach Klassen (17 KB)

Presseberichte:
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 11. Oktober 2004
Der schnellste Ultra-Mann ist 57 Jahre alt
Ems-Jade-Lauf: Essener Harald Klaus schafft es in knapp sechs Stunden von Emden nach Wilhelmshaven
Bei den Frauen siegte Extremsportlerin Anke Drescher aus Hanau -- Die 36-Jährige benötigte 6:34 Stunden
Von Karsten Gleich
Emden/Wilhelmshaven. Kilometer um Kilometer durchquerten gestern über 50 Ultramarathonläufer und mehr als 90
Staffelläufer beim Ems-Jade-Lauf die ostfriesische Halbinsel von Emden nach Wilhelmshaven. Um 8 Uhr gingen die Ultra-
marathonläufer in Emden an den Start. Nach 5:49:50 Stunden kam der 57-jährige Harald Klaus (LAV/WTB Essen) als
erster Ultramann, der die gesamten 72 Kilometer gelaufen ist, in Wilhelmshaven ins Ziel.
Schnellster in der Klasse der Männer über 40 Jahre wurde Folkert Redenius (Ihrhove) mit 6:17:56 Stunden, und in der
Klasse über 30 gewann als schnellster Läufer Kai Lücke (Tri-4-fun SV Kutenhausen) mit 6:27:19.
Als schnellste Frau kam nach 6:34:05 Stunden Extremsportlerin Anke Drescher (SCC Hanau-Rodenbach) ins Ziel. Die
36-jährige Biologin aus dem Raum Bielefeld lief vor einer Woche den Spartathlon, einen sogenannten Ultralauf über 246
Kilometer von Athen nach Sparta. “Das war ein überwältigendes Erlebnis und die Zeit von knapp 33 Stunden war eher
nebensächlich”, erzählt die zierliche Athletin. In der Klasse der Frauen über 40 Jahre siegte Frieda Brinkmann (Fortuna
Logabierum), und in der Klasse der Frauen über 50 Jahre gewann Brigitta Biermanski (Puderbach).
Schnellste Staffel, mit insgesamt zehn Läufern, waren die “Ihlower Rennschnecken & Friends”. Sie bewältigten mit vereint-
en Kräften die 72 Kilometer in 4:25:19 Stunden. Den zweiten Platz bei den Männerstaffeln belegten die Uhlenköper Uelzen
(4:45:52) vor VW Emden Brandschutz (5:13:3). In den Mixed-Staffeln gewann die Staffel TG Wiesmoor I (5:03:16) vor
JAGtiv Emden (5:19:03) und Glorreiche Sieben (5:30:42). Schnellste Frauenstaffel waren die Emder LG Frauen (5:59:11)
vor TG Wiesmoor Frauen (6:36:57) und SVE Wiefelstede II (6:47:22). Die einzige Jugendstaffel kam vom SV Ochtersum
(6:14:20).

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 12. Oktober 2004
4. Ems-Jade-Lauf: Ostfriesland pur mit Raureif und Gegenwind
Mehr als 50 Ultraläufer und mehr als 90 Staffeln meisterten die 72 Kilometer von Emden nach Wilhelmshaven
Von Karsten Gleich
Emden/Wilhelmshaven. Der Ems-Jade-Lauf entlang des Ems-Jade-Kanals von Emden über Aurich bis nach Wilhelms-
haven ist 72 Kilometer lang und gilt als der flachste Ultramarathon Deutschlands. Bezeichnete Reichskanzler Otto von
Bismarck den Kanal noch abschätzend als “Kuhrinne”, zu dessen Einweihung er nicht ins “unwirtliche Ostfriesland” käme,
folgten am Sonntag mehr als 50 Ultraläufer und über 90 Staffeln der inzwischen vierten Einladung, die Halbinsel von
Westen nach Osten zu durchqueren.
“Die Landschaft ist einzigartig”, bekommt man aus den verschwitzten und freudig lächelnden Läufergesichtern am Ziel
immer wieder zu hören. Doch die Läufer aus ganz Deutschland mussten auch mit den rauen Seiten Ostfrieslands Bekannt-
schaft machen. “Morgens war es sehr kalt”, berichtet der Auricher Arend Heise (TuS Aurich-Ost) vom Start in Emden.
Der 63-jährige Langstreckenläufer legte die 72 Kilometer in 7:30:27 Stunden zurück und landete als zweitältester Läufer
auf Platz 25 der Gesamtwertung.
Raureif, Frühnebel und frostige Morgenluft wichen auf den 25 Kilometern nach Aurich schnell strahlendem Sonnenschein.
Nach Aurich ging es über die weiteren Etappenziele Wiesens, Brockzetel, Upschört, Reepsholt und Dykhausen nach
Wilhelmshaven. Insbesondere auf den letzten 15 Kilometern nahm der Gegenwind immer mehr zu.
Nach 5:49:50 Stunden kam der 57-jährige Harald Klaus (LAV/WTB Essen) als erster Einzelläufer ins Ziel. Als schnellste
Frau erreichte nach 6:34:05 Stunden Anke Drescher (SCC Hanau-Rodenbach) die Jadestadt. Sieger in der Männerstaffel
wurden die “Ihlower Rennschnecken & Friends” (4:25:19), die sich die zehn Etappen unter zehn Staffelläufern aufteilten.
Bei den Mixed-Staffeln gewann die TG Wiesmoor I (5:03:16). Die schnellste Staffel bei den Frauen stellte die Emder LG
(5:59:11).
Der Ems-Jade-Lauf ist neben den extremen Herausforderungen des Ultramarathons auch Treffpunkt für Hobbysportler
und Extremisten. Mehr Wert als der 5. Platz in der Wertung der Männerstaffeln hatte für die Blauröcke der Feuerwehr
Sande beispielsweise der Sieg über die Kollegen aus Accum, mit denen sie um die Wette gelaufen waren.
Ein Zuschauerliebling war Bodo Rathsburg aus Frankfurt. Während andere mit futuristischen Brillen, High-Tech-Kleidung
und federleichten Laufschuhen an den Start gingen, machte sich der 69-jährige in Wanderkluft auf den Weg. Der stets
lächelnde Mann mit dem wettergegerbten Gesicht und den braungebrannten Händen trug grüne Knickerbocker, Ober-
hemd, Wanderschuhe und Pudelmütze. Er legte die 72 Kilometer von Emden nach Wilhelmshaven in zügigen Schritten
mehr wandernd zurück und kam nach 9:49:12 Stunden strahlend als letzter Teilnehmer ins Ziel.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 13. Oktober 2004
72 Laufkilometer als Entspannung
Portrait - Extremsportlerin Anke Drescher: Ich bin kein Marathon-Tourist
Die 26-Jährige gewann den Ems-Jade-Lauf von Emden nach Wilhelmshaven -- Zuvor hatte sie 246 Kilometer
von Athen nach Sparta absolviert
Von Karsten Gleich
Wilhelmshaven. Einen großen Rucksack auf dem Rücken und unter den Armen Isomatte und Schlafsack, so schlendert
Anke Drescher eine Stunde, nachdem sie als schnellste Frau die 72 Kilometer des Ems-Jade-Laufs von Emden nach
Wilhelmshaven bewältigt hatte, ganz locker durch die Wilhelmshavener Sporthalle Süd. “Eigentlich gönne ich mir nach den
Läufen keine Massagen”, fängt Anke Drescher an zu erzählen, während sie sich widerwillig ihre durchtrainierten Beine
lockern lässt. Doch nach 246 Kilometern von Athen nach Sparta vor einer Woche und der Strecke quer durch Ostfries-
land tut ihr die Behandlung sichtlich gut.
“Ich habe vor zehn Jahren mit den Ultraläufen angefangen”, sagt Drescher und meint damit alles, was länger als der klass-
ische Marathon mit rund 42 Kilometern ist. Der Spartathlon faszinierte die 36-jährige Frau schon seit längerer Zeit. Bevor
der besagte Bote aus den Überlieferungen gut 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung von Marathon nach Athen laufen
konnte, um die Botschaft vom Sieg über die Perser zu verkünden und damit zumindest von der Strecke den Grundstein für
den heutigen Marathonlauf legte, schickten die Athener vor der Schlacht einen Militärkurier zum 246 Kilometer entfernt
residierenden König von Sparta, um für militärische Hilfe zu bitten. “John Foden hat Anfang der 80er Jahre überprüft, ob
man diesen Lauf schafft”, beschreibt Drescher die Hintergründe - und ist immer noch beeindruckt davon, dass gerade
dieser Mann ihr vor einer Woche zu ihrem dritten Platz beim Spartathlon gratulierte. “Ich hatte etwas Angst, es nicht zu
schaffen.” Damit man zur erlesenen Gruppe der Spartathlonläufer gehört, muss man laut Drescher als Qualifikation in einem
24-Stunden-Lauf mindestens 180 Kilometer zurücklegen. “Das habe ich Anfang des Jahres in Hamburg mit etwas über
200 Kilometern gepackt.”
Das schönste an den Ultraläufen sind für Drescher die Erlebnisse: “Die Eindrücke und die Menschen, die man trifft - das ist
faszinierend.” Das Wetter, die Sportler, die Landschaft und das eigene Körpergefühl hat sie wie in einem Album der einge-
frorenen Augenblicke in ihrer Erinnerung gespeichert. “Ich bin nicht der Marathon-Tourist, der eine Liste führt, wo er schon
überall gewesen ist und wo er noch hin will. Ich genieße jeden Lauf - egal, wo er stattfindet."

Eine Bildergalerie gibt es auf der Home-Page der Ostfriesischen Nachrichten.

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