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3. Ems-Jade-Lauf von Emden nach Wilhelmshaven ©

12. Oktober 2003

Die Ergebnislisten liegen im PDF-Format vor.
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Staffeln - nach Klassen (54 KB)
Einzel - nach Gesamteinlauf (33 KB)
Einzel - nach Klassen (34 KB)

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 13. Oktober 2003
Sauerländer amüsieren sich über höchsten Punkt
Ems-Jade-Lauf: Hartmut Seele läuft 72 Kilometer am schnellsten
Von Karsten Gleich
Emden/Wilhelmshaven. “Das könnten wir vielleicht auch mal mit dem Fahrrad versuchen”, dachte mancher Zuschauer,
während er gestern die Aktiven beim dritten Ems-Jade-Lauf von Emden nach Wilhelmshaven anfeuerte. Die sogenannten
Ultraläufer starteten bereits um 8 Uhr in Emden auf die 72 Kilometer lange Strecke, die sie im Gegensatz zu ihren über 700
Staffelkollegen allein zurücklegten.
Nach 4:11:49 Stunden schaffte es Philipp Brouwer von den OWL-Elchen als erster Staffelläufer ins Ziel. Die acht Läufer
seiner Staffel, die teilweise im Sauerland trainieren, amüsierten sich über den geographisch höchsten Punkt der Strecke in
Brockzetel. “Hätte man mich nicht darauf hingewiesen, hätte ich es nicht gemerkt, dass ich 12 Meter über dem Meeres-
spiegel war”, scherzte Christian Melzer.
Nach 5:22 Stunden kam als erster Ultraläufer der gebürtige Auricher Hartmut Seele ins Ziel. Der Ironman-Läufer sah den
Ems-Jade-Lauf als einen “netten Trainingswettkampf in der Heimat” an. “Ich bin vor vier Wochen einen 100-Kilometer-
Lauf in den Niederlanden gelaufen und werden im November bei den Deutschen Meisterschaften über 50 Kilometer in
Bottrop starten”, sagte der 40-jährige Seele, der für die LG Rüsselsheim an den Start ging. Als zweiter Läufer kam Bernd
Wagner vom TuS Norderney nach 5:46:39 Stunden ins Ziel, bevor knapp vier Minuten später (5:50:16) Josef Hölscher
von Union Meppen folgte. Nach 7:33:13 Stunden begrüßte Moderator Ulf Krüger Patricia Zierke als erste Frau. Fast eine
Stunde nach Zierke, die in der Gruppe der über 50-jährigen Frauen startet, kam die 32-jährige Kathleen Gerner von der
LG Musenberg nach (8:30:44) ins Ziel. Neun Minuten später lief auch die 61-jährige Barfuß-Läuferin Ingrid Kupke vom
SC Melle über die Ziellinie.
Beste ostfriesische Staffel wurden die Ihlower Rennschnecken, die 4:34:32 Stunden benötigten. Die Gruppe um Manfred
Fisser beheimatet viele ehemalige und noch aktive Fußballer. “Als Fußballer können wir alle gut sprinten und haben nur in
der Ausdauer manchmal Probleme”, so der ehemalige Landesliga-Spieler von Kickers Emden. Unter den Staffeln liefen
neben zahlreichen Vereinen, Firmen, und Gruppen aus Organisationen wie der Feuerwehr, Marine, Polizei und Zoll, auch
viele Fun-Staffeln mit fantasievollen Namen wie “Die Gottlosen” oder “Die Engel” mit. Zwar gewannen die Gottlosen vor
den Engeln, dafür waren letztere mit sechs Teilnehmerinnen aber die einzige reine Frauenstaffel.
Zu den Stars der Veranstaltung zählte der Extremsportler Stefan Schlett. Der 41-jährige Unterfranke kam im Mittelfeld der
Ultraläufer an: “Es geht mir nicht um Bestzeiten, sondern um die Strecke, die man zurücklegt. Und die war hier sehr schön.”

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 14. Oktober 2003
Ostfriesen laufen quer durch ihre Heimat
3. Ems-Jade-Lauf: Auricher Hartmut Seele bester Ultraläufer / TG Wiesmoor gewinnt “Mixed-Staffel”
Emden/Wilhelmshaven (kg). In der dritten Auflage ist der Ems-Jade-Lauf zu einem Höhepunkt im Kalender der Weser-
Ems-Läufer geworden. Rund 800 Teilnehmer gingen am Sonntag auf der 72 Kilometer langen Strecke zwischen Emden
und Wilhelmshaven entlang des Ems-Jade-Kanals an den Start. Wahlweise konnte diese Strecke allein oder in der Staffel
mit bis zu zehn Läufern bewältigt werden.
Die Einzelkämpfer, im Fachjargon auch Ultraläufer genannt, machten sich um 8 Uhr in Emden auf den Weg. Eine Stunde
später folgten die ersten Läufer der knapp 80 Staffeln. Als erster Teilnehmer kam nach 4:11:49 Stunden Staffelläufer Philipp
Brouwer von den OWL-Elchen ins Ziel. Er hatte in Dykhausen zum Endspurt zum zweiten Mal die Startnummer über-
nommen, nachdem er morgens bereits die Etappe zwischen Uphusen und Riepe gelaufen war. An den neun Wechsel-
punkten in Uphusen, Riepe, Westerende, Aurich, Wiesens, Brockzetel, Upschört, Reepsholt und Dykhausen standen zahl-
reiche der rund 150 Helfer und versorgten die Läufer mit Bananen, Getränken und aufmunternden Worten.
Ihre Arbeit lobte auch der gebürtige Auricher Hartmut Seele, der nach 5:22 Stunden als erster Ultraläufer in Wilhelmshaven
ins Ziel kam. “Ein toller Wettkampf, bei dem es Spaß macht teilzunehmen”, sagte der 40-jährige Arzt, der seit einem Jahr in
Moormerland praktiziert. Für ihn waren die 72 Kilometer aber eher ein willkommener Trainingswettkampf. “Ich war im
vergangenen Jahr Süddeutscher Meister und laufe derzeit eine Serie von Langstreckenläufen bis 100 Kilometer”, erzählte
Seele, der für die LG Rüsselsheim startet, ohne dass man ihm die Strapazen der letzten Stunden anmerkte. Seine Wett-
kampfziele in diesem Jahr stehen noch aus. “Am 2. November starte ich in Bottrop bei den Deutschen Meisterschaften über
die 50-Kilometer-Strecke und anschließend plane ich zu den Weltmeisterschaften nach Taipeh zu fliegen.”
Bei den Frauen siegte Patricia Zierke in 7:33:13 Stunden. Fast eine Stunde nach Zierke, die in der Gruppe der über 50-
jährigen Frauen startete, kam die 32-jährige Kathleen Gerner von der LG Musenberg nach (8:30:44) ins Ziel. Neun
Minuten später lief auch die 61-jährige Barfußläuferin Ingrid Kupke vom SC Melle über die Ziellinie. Zufrieden über die
vollbrachte Leistung war auch Bernd Entgelmeier vom Elternverein für krebskranke Kinder, der nach 9:21:26 Stunden ins
Ziel kam. Der Vater eines ehemals krebskranken Kindes startete für den guten Zweck der Veranstaltung, denn alle Ein-
nahmen und Startgelder des Wettkampfes gehen an den Verein für Leukämie- und Krebsforschung von Enno Cremer in
Aurich.
Die beste Auricher Männerstaffel waren die Ihlower Rennschnecken, die für die Strecke von Emden nach Wilhelmshaven
4:34:32 Stunden benötigten und damit wie im vergangenen Jahr den dritten Platz belegten. Bereits am Wechselpunkt in
Reepsholt, 20 Kilometer vor dem Ziel, waren die Ihlower Rennschnecken überzeugt, den Vorsprung zu den Nordern zu
halten. “Wir werden den Nordern keine Chance geben uns einzuholen”, verkündet Rennschnecke Joachim Fleßner sieges-
gewiss.
Beste gemischte Staffel mit drei Frauen und fünf Männern wurde die erste Staffel der TG Wiesmoor, die nach 5:13:46 in
der Gesamtwertung als siebte Staffel ins Ziel kam.
Beste Frauenstaffel waren “Die Engel”, die mit ihren sechs Teilnehmerinnen in der Gesamtwertung als 24. Staffel die Ziellinie
nach 5:46:23 Stunden überquerten, gefolgt von der Frauenstaffel des TV Norden, die 5:55:04 Stunden für die Strecke be-
nötigten. Die Frauen des TuS Aurich-Ost liefen nach 7:10:19 Stunden als 77. Staffel rund zehn Minuten vor der mit Henrike
und Marion Erdmann aus nur zwei Frauen bestehenden Staffel “Die Erdmännchn “ über die Ziellinie.
Auch zwei Jugend-/Schülerteams schafften den Weg von Emden nach Wilhelmshaven. Die Jungs von Uhlenköper Uelzen II
kamen nach 4:41:43 ins Ziel, das reichte in der Gesamtwertung für den vierten Platz. Die Schülerstaffel des Gymnasiums
Ulricianum Aurich kam als 75. Staffel nach 7:01:35 Stunden im Ziel an, hatten im Gegensatz zu den routinierten Siegern ihrer
Wettkampfklasse allerdings eine gemischte Staffel am Start, an der auch sechs Schülerinnen teilnahmen.
Das laufstarke Dorf Wiesens ging gleich mit drei Teams an den Start. Die Männerstaffel kam nach 5:59:42 Stunden in
Wilhelmshaven an und belegte in der Gesamtwertung den 35. Platz. Für die beiden gemischten Staffeln blieben der 68. und
76. Platz.


OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 15. Oktober 2003
“Ems-Jade-Lauf ist Sahneschnitte unter den Läufen”
Extremsportler Schlett begeistert von Ostfriesland und den vielen Helfern
Emden/Wilhelmshaven (kg). “Seit einigen Jahren picke ich mir nur noch die Rosinen aus dem großen Angebot der Läufe
raus, wobei der Ems-Jade-Lauf nicht nur eine Rosine, sondern eine echte Sahneschnitte unter den Läufen ist”, lobte Extrem-
sportler Stefan Schlett die Veranstaltung. Seine Sportlervita liest sich wie ein Auszug aus dem Guinnessbuch der Rekorde.
Als einziger Deutscher durchquerte er drei Kontinente unter Wettkampfbedingungen, lief als erster Deutscher auf allen
Kontinenten einen Marathon und nahm am mit mehr als 5000 Kilometern längsten Lauf der Welt von Lissabon nach
Moskau teil.
Besonders gefallen hat ihm am 72 Kilometer langen Ems-Jade-Lauf die familiäre und gemütliche Atmosphäre. “Ich genieße
die Strecken die ich laufe. Es war wunderschön, als wir morgens aus Emden in den Sonnenaufgang liefen und die Enten auf
dem Kanal schwammen. Dieses Gewässer verbreitet eine besondere Stimmung voller Ruhe und Frieden”, schwärmte
Schlett. Auch die persönliche Betreuung der rund 150 eifrigen Helferinnen und Helfer ist laut Schlett nicht zu vergleichen mit
den Massenläufen in den Großstädten. “Auf der Strecke wurde ich rührend versorgt und einige Kilometer vor dem Ziel
kamen einem Radfahrer entgegen und fragten, ob sie einen bis ins Ziel begleiten dürfen”, lobte Schlett die Organisation.
Auf die Geschwindigkeit kommt es dem Mann, der bereits den Ultratriathlon in Mexiko mit 38 Kilometer Schwimmen,
1800 Kilometer Radfahren und 420 Kilometer Laufen in rund neun Tagen schaffte, nicht an. “Ich habe nichts davon, wenn
ich eine Stunde früher ankomme”, so der selbsternannte freiberufliche Abenteurer, der nach 7:51:07 Stunden als 29. Läufer
die Turnhalle Süd in Wilhelmshaven erreichte. Seit seinem 13. Lebensjahr betreibt er Laufsport und hat mit 19 Jahren seinen
ersten 100-Kilometer-Lauf absolviert. Ein Traum von Schlett ist der Marathon am Südpool. “Bislang habe ich für die
25 000 Dollar teure Veranstaltung aber noch keinen Sponsor gefunden.”

Eine Bildergalerie gibt es auf der Website der Ostfriesischen Nachrichten.

Ergebnislisten am Seitenanfang

Website der Veranstaltung


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