22. Ossiloop vom 13. bis 30. Mai 2003

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
(Presse)-Berichte vom 4.6.        Ergebnisse 1. - 6. Etappe (Ostfriesen Zeitung)           Ergebnisse 1. - 6. Etappe (Ostfriesische Nachrichten)
Alle Infos zum Ossiloop (beim SV Holtland)              Infos auch beim Lauftreff des TuS Aurich-Ost                Zur Startseite   
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 11. April 2003
Auch Fachzeitschrift lobt den Ossiloop
Ostfrieslandlauf: Vorbereitungen für den Start am 13. Mai sind bereits in vollem Gange
Ostfriesland. Bis zum Start des Ostfrieslandlaufs von Leer nach Bensersiel sind es noch gut 4 Wochen. Aber die Organisatoren
und Helfer des ausrichtenden SV Holtland sind schon lange im Einsatz, damit am 13. Mai die erste Etappe von Leer nach Holtland
ohne Probleme verläuft. Der 22. Ossiloop beginnt wie in jedem Jahr im Leeraner Julianenpark. Auch sonst hat sich am Ablauf
wenig geändert. Jeweils dienstags und freitags ab 19 Uhr streben die Läufer auf den Etappen Richtung Küstenbadeort Bensersiel,
wo sie am 30. Mai das Ziel erreichen.
Für viele Ossilooper gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Aber auch in diesem Jahr haben sich wieder zahlreiche “Neu-
linge” angemeldet, die über Presse, per Mundpropaganda und aus dem Internet vom Ossiloop erfahren haben. Die Popularität des
Laufs wächst von Jahr zu Jahr. So hat auch die Fachzeitschrift “Condition” den Ossiloop als einen der originellsten Läufe Deutsch-
lands gepriesen. Die Tatsache, dass über einen Zeitraum von drei Wochen jeweils dienstags und freitags auf dem Wanderweg zur
Nordseeküste Strecken von 10 bis 13 Kilometer Länge gelaufen werden, ist ein besonderes Merkmal dieser Laufveranstaltung.
Der Ossiloop wird aber auch als besonders schöner Landschaftslauf bezeichnet. Die Athleten durchlaufen von Leer nach Benser-
siel alle markanten Landschaftsformen Ostfrieslands. Von der Geest mit den zahlreichen Wallhecken geht es durch die Fehn-
landschaft mit den Wieken und Zugbrücken bis in die Marschenniederung vor der Küste. So gibt es die “Mühlenetappe” von Bag-
band nach Holtrop. Dass die letzten Kilometer auf einem Deich gelaufen werden, rundet diesen “Landschaftslauf” ab.
Weniger Sieg und Platzierungen stehen bei den Ossiloopern im Vordergrund, sondern die Atmosphäre. Dazu trägt auch das
Rahmenprogramm der Kommunen an den Zielorten der Etappen bei. Vor einem Jahr starteten rund 1000 Läufer zur ersten Etappe.
In diesem Jahr werden es kaum weniger sein.
Unterlagen mit Anmeldeformular können ab sofort bei Klaus Beyer, Buchenweg 19 in 26835 Holtland angefordert werden. Ein
frankierter und adressierter Briefumschlag sollte beigefügt werden. Telefonische Meldungen werden nicht entgegengenommen.
Informationen und Meldeformulare sind auch im Internet beim
SV Holtland zu finden.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 3. Mai 2003
22. Ostfrieslandlauf: Erneut Startzonen
Wer frühzeitig meldet, zahlt weniger Startgeld
Holtland. Der Ausrichter des Ossiloops, der SV Holtland, weist auf Neuerungen beim diesjährigen Etappenlauf durch Ostfriesland
hin.
Meldetermine: Es gibt erstmals eine Staffelung der Meldetermine, die mit den Organisationskosten gekoppelt sind. So zahlt der-
jenige, der bis zum 5. Mai seine Meldung abgegeben hat, 20 Euro. Meldungen, die bis zum 10 Mai eingehen, kosten 23 Euro.
Später eintreffende Meldungen werden als Nachmeldungen betrachtet und kosten 25 Euro.
Meldungen werden erst dann bearbeitet, wenn die Startgebühren dem Konto gutgeschrieben sind. Die Bankverbindung: Raiba
Moormerland, BLZ 28563749, Kontonummer 1708600, Stichwort „Ossiloop 2003“. Telefonische Meldungen werden nicht bear-
beitet. Meldeformulare können von der
Home-Page des SV Holtland heruntergeladen werden. Nachmeldungen sind bis 30 Minuten
vor dem Start möglich.
Ausgabe der Startnummern: Die Startnummern werden am Dienstag, 13. Mai, im Julianenpark Loga ab 17.30 Uhr ausgegeben.
Startzonen: Nach den guten Erfahrungen des Vorjahres wird ab der 2. Etappe in Startzonen gestartet. Die Zuordnung der Läufer-
innen und Läufer erfolgt nach der Platzierung. Sie ist den Tageszeitungen zu entnehmen.
Ossiloop-Shirts: Die Ossiloop-Shirts werden für alle Läuferinnen und Läufer nach der 6. Etappe in Bensersiel gegen Abgabe der
Startnummer ausgegeben. Die T-Shirts stehen nur denen zu, die alle sechs Etappen gelaufen sind. Ein „Nachlaufen“ einzelner
Etappen gibt es nicht.
Urkunden: Wer eine Urkunde haben möchte, muss einen adressierten und frankierten Din-A-4-Umschlag bei der Meldestelle für
Tagesläufer abgeben.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 6. Mai 2003
Das Radio entdeckt den Ossiloop: Sendung des NDR am 19. Mai aus Holtland
Holtland (up). Am Montag, 19. Mai, sendet der NDR I aus dem Vereinsheim des SV Holtland live über den Ossiloop
2003. In der Radio-Sendung “Sportland Niedersachsen” geht es in der Zeit von 21.05 Uhr bis 21.30 Uhr hauptsächlich um
den Ostfrieslandlauf von Leer nach Bensersiel.
Teilnehmer der Sendung sind neben Mitarbeitern des Organisationsteams verschiedene Vertreter der Kommunen sowie
einige Teilnehmer. “Wir erwarten die Ossiloopfamilie Steinke aus Moormerland, Jutta Hecht aus Leer, Statistiker Harm Park
aus Aurich und Eibo Eiben vom SC Dunum”, sagt Organisator Klaus Beyer.
Aber nicht nur der Ossiloop ist Thema der Sendung, sondern auch das Hammerwerfen der Frauen. Immerhin zählen die
Hammerwerferinnen des SV Holtland nicht nur in Niedersachsen, sondern auch in der Bundesrepublik zur Spitze. Aushänge-
schild Andrea Bunjes weilt derzeit im Trainingslager in Südafrika und bereitet sich auf die Normwettkämpfe Ende Mai / An-
fang Juni vor. Bunjes wird mit Christine Nannen und Daniela Pohl bei den Halleschen Werfertagen auf die nationale Spitze
treffen.
Gestern lief die erste Meldefrist für den Ostfrieslandlauf ab. Ab heute steigen die Meldegebühren um drei auf 23 Euro.
“Meldungen werden erst dann bearbeitet, wenn die Startgebühr eingezahlt worden ist”, betont Beyer noch einmal. Meld-
ungen, die nach dem 10. Mai eingehen, werden wie Nachmeldungen behandelt und kosten 25 Euro. Bereits jetzt liegen 565
Meldungen vor. Es riecht nach einem neuen Rekord.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 10. Mai 2003
68,6 Kilometer an sechs Abenden
Ostfrieslandlauf: Etappen in diesem Jahr unverändert
Ostfriesland. Beim Ostfrieslandlauf gibt es keinerlei Veränderungen des Streckenverlaufs gegenüber dem Vorjahr: Der
Ossiloop startet Dienstag im Julianenpark in Leer-Loga und endet zweieinhalb Wochen später am Hafentor in Bensersiel.
Der Überblick der sechs Etappen:
Startetappe von Leer nach Holtland am
13. Mai (10,8 km): Der Start ist um 19 Uhr im Julianenpark. Ab 17.30 Uhr
können sich Kurzentschlossene dort noch für den Lauf anmelden. Das Ziel in Holtland liegt an der Schulstraße.
2. Etappe von Holtland nach Bagband am
16. Mai (10,5 km): Vor dem Start zur 2. Etappe wird um 18.30 Uhr in Holt-
land ein 800 Meter langer “Bambinilauf” für Kinder bis zu zwölf Jahren gestartet. Anmelden können sich die jungen Läufer ab
17.30 Uhr im Sportheim. Der Start zum Ossiloop erfolgt um 19 Uhr auf dem neuen Sportplatz an der Norder Straße in Holt-
land Nücke. Die Etappe endet auf dem Parkplatz an der Bundesstraße in Bagband.
3. Etappe von Bagband nach Holtland am
20. Mai (11,2 km): Diese Strecke wird auch Mühlenetappe genannt. Vier
Mühlen stehen am Wegesrand und können von der Laufstrecke eingesehen werden. Ziel ist, wie im letzten Jahr das Holt-
roper Denkmal am Heerweg. Um 19 Uhr starten die Bambinis vom Holtroper Sportplatz aus zum Heerweg.
4. Etappe von Holtrop nach Plaggenburg am
23. Mai (13,7 km): Die Königsetappe ist die längste Strecke beim Ossi-
loop. Sie führt über den Ems-Jade-Kanal durch Aurich und endet in Plaggenburg.
5. Etappe von Plaggenburg nach Dunum am
27. Mai (11,8 km): Diese Etappe gehört zu den schönsten, aber auch
schwierigsten Streckenabschnitten, denn die Laufbahn ist mit Gras bewachsen.
6. Etappe von Dunum nach Bensersiel am
30. Mai (10,6 km): “Meer in Sicht” heißt es für die Ossilooper am end-
gültigen Etappenziel am Ostanleger in Bensersiel. Neu ist, dass jeder schon gleich nach dem Ziel in Bensersiel sein rotes
T-Shirt erhält. Eine Abschlussveranstaltung gibt es nicht.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 10. Mai 2003
Ossiloop ist fester Bestandteil des Unterrichts
Ostfrieslandlauf: Projektkurs am Niedersächsischen Internatsgymnasium Esens
Von Carsten Gleich
Esens. Was im vergangenen Jahr als Projektkurs am Niedersächsischen Internatsgymnasium (NIGE) in Esens begann, ist in
diesem Jahr zum Selbstläufer geworden. “Im Vorjahr habe ich den Kurs Ossiloop angeboten. In diesem Jahr hatten wir dafür
nicht ausreichend Lehrerstunden, deshalb haben die Schüler die Eigeninitiative ergriffen und mich als Trainer angeheuert”, so
Lehrer Tjark-Fokken Emken. Zwölf Schüler der Oberstufe, alle zwischen 17 und 19 Jahre alt, haben sich vorgenommen,
den gesamten Ossiloop mitzulaufen.
Dafür haben die Teenager des Internatsgymnasiums mit Tjark-Fokken Emken einen vielversprechenden Trainer gewählt. Der
heute 43-Jährige hat als Mannschaftskapitän beim Tus Esens ostfriesische Fußballgeschichte geschrieben und brachte die
Mannschaft Ende der 80er Jahre durch den Aufstieg in die damalige Amateuroberliga Nord in die damals dritthöchste Liga
des deutschen Fußballs. “Heute spiele ich nur noch in der Kreisliga, dafür habe ich vor zwei Jahren aber mit dem Laufen be-
gonnen. Ich trainiere zwei bis viermal die Woche jedes Mal rund sieben Kilometer”, berichtet der athletische Gymnasial-
lehrer. Zusammen mit seinen Schülern hat er einen Trainingsplan entwickelt, mit dessen Hilfe alle Schüler bis zum Start am
13. Mai in Leer so fit sein sollen, dass sie die sechs Etappen schaffen.
“Die Schüler sind alle recht sportlich, kommen allerdings aus den verschiedensten Bereichen. Hauke ist Basketballer, Martin
Kampfsportler, Stefan, Till und Michael sind Fußballer. Die Mädchen kommen alle aus der Leichtathletik, allerdings ist keine
von ihnen eine typische Langstreckenläuferin”, stellt Emken seine Klasse vor. Die größten Hoffnungen setzt er auf Stephan
Immenga: “Er fragt schon mal, was man laufen muss, um unter die ersten hundert Läufer zu kommen. Dabei hat er mit ent-
sprechendem Training das Zeug dazu, unter die ersten fünfzig zu kommen. Für einen Torwart hat er eine gute Läuferfigur.”
Mit Strecken ab drei Kilometer hat die Gruppe um Lehrer Emken in den Osterferien angefangen. Inzwischen hält sich die
Gruppe mit Läufen um die zehn Kilometer fit. Emken: “Das Wichtigste ist für uns, dass alle durchkommen.”
Und da befindet sich die NIGE-Gruppe im Einklang mit der großen Mehrheit der Ossilooper. Gut 600 Meldungen liegen
mittlerweile vor, bis zum Start am Dienstag wird erneut mit vielen Nachzüglern gerechnet, so dass erneut eine Marke um die
1000 Teilnehmer erreicht werden dürfte.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 13. Mai 2003
880 Voranmeldungen für den 22. Ostfrieslandlauf
Neues Ziel für zweite Etappe / Start in fünf Zonen / Titelverteidiger haben gemeldet
Holtland (wrs). Klaus Beyer, Cheforganisator des Ossiloops, glaubt, dass bei der Startetappe von Leer nach Holtland sich wieder
mehr als 1000 Akteure auf die Strecke begeben werden. Bis gestern Nachmittag hatten sich 880 Läufer angemeldet. Damit wurde
das Niveau zum Vorjahr knapp unterboten. “In den Vorjahren hatten wir am Starttag meisten um die 100 Nachmeldungen, so dass
wir auch in diesem Jahr die 1000-Marke knacken dürften.” Nachmeldungen sind heute noch bis 30 Minuten vor dem Start im
Julianenpark möglich. Die Startnummern werden ab 17.30 Uhr ausgegeben. Nach Aussage von Beyer werden “unklare Fälle”, wo
Akteure sich angemeldet haben, das Geld aber noch nicht eingegangen ist, an einem extra dafür vorgesehen Stand bearbeitet.
Auf Nachfrage der ON skizziert Beyer die wichtigsten organisatorischen Änderungen. Das Ziel der zweiten Etappe von Holtland
nach Bagband wurde kurzfristig verändert. Endpunkt ist jetzt nicht mehr der Parkplatz an der Bundesstraße, sondern das Gut
Stikelkamp. “Die Länge der Strecke mit 10,5 Kilometer bleibt erhalten. Das Ziel wurde aus verkehrstechnischen Überlegungen
verändert”, sagt Beyer. In diesem Jahr erfolgen die Starts ab der zweiten Etappe in Zonen. Vorneweg starten die ersten 150 Läufer
der ersten Etappe. Sie werden gekennzeichnet. Weitere Startzonen werden gebildet für die Ränge 151 bis 300, 301 bis 500, 501
bis 700 sowie ab 701. Schilder markieren die einzelnen Zonen. “Die Startzonen ab Rang 151 basieren auf Freiwilligkeit”, stellt
Beyer klar. “Ich appelliere an die Fairness der Läufer und hoffe, dass es klappt.”
Die Titelverteidiger Michael Mäschig und Inga Jürrens zählen nach Ansicht von Beyer zu den Topfavoriten. Bei den Männer
kommen der Vorjahresdritte Harry Jürrens und Reinhard Ludwig (4. Platz in 2002) für vordere Plätze in Betracht. Seriensieger
Peter Steinke will einige Etappen laufen. Der Zweite des vergangenen Jahres, Lutz Hörnemann, nimmt nicht teil. Dagmar Gum-
brecht-Vinke gilt als schärfste Konkurrentin von Jürrens. Bei der männlichen Jugend ist der Leeraner Ino Geisemeyer erster An-
wärter auf den Gesamtsieg. Für die weibliche Jugend prognostiziert Beyer einen offenen Rennausgang.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 14. Mai 2003
Ossiloop: Tagesläufer Steinke zum Auftakt der Schnellste
1050 Teilnehmer am Start zur Ossiloop-Etappe Nummer eins
Leer (sm/gaw). Optimale Bedingungen, wieder ein Riesen-Teilnehmerfeld und klasse Zeiten der Sieger - das war die erste Etappe
des 22. Ossilaufs von Leer nach Bensersiel. Schnellster über die 10,8 Kilometer war Peter Steinke (TV Norden) in 36:01 Minuten.
Er war allerdings nur als Tagesläufer an den Start gegangen. Weil er an den Leichtathletik-Bezirksmeisterschaften (Einzel und
Mannschaft) teilnehmen möchte, verzichtete er darauf, für alle sechs Etappen zu melden.
Schnellster unter denjenigen, die sich für die Gesamtdistanz entschieden haben, war mit Ino Geisemeyer (VfL Germania Leer) ein
Jugendlicher. Seine Zeit: 37:20 Minuten. Ihm dicht auf den Fersen war Stefan Oppenborn (LG Ihrhove/Warsingsfehn), der nur zwei
Sekunden später ins Ziel kam, damit aber die Männerwertung anführt. Elf Sekunden hinter Oppenborn überquerte Titelverteidiger
Michael Mäschig (LG Wilhelmshaven) die Ziellinie. Im vergangenen Jahr noch hatte Mäschig in exakt 37 Minuten diese Etappe
gewonnen.
Ebenso spannend war der Finaleinlauf bei den Frauen. Hier hatte Christiane Spallek (LG Wilhelmshaven) knapp die Nase vorn
(41:11 Min.). Für die Zweitplatzierte Inga Jürrens (Emder LG) wurden 41:13 Minuten gestoppt. Für die Auricherin Dagmar Gum-
brecht-Vinke sprang nur Rang vier heraus, obwohl sie ihre Zeit gegenüber dem Vorjahr um neun Sekunden verbesserte und in
46:23 Minuten ins Ziel kam. Rund 1050 Teilnehmer, darunter 97 Tagesläufer, waren an den Start gegangen.

GENERAL ANZEIGER (Ostfriesland) vom 14. Mai 2003
22. Ostfrieslandlauf: Steinke gewinnt Auftaktetappe / Frieda Janhsen am Start
Von Georg Lilienthal
Leer/Holtland. 18 Jahre lang trug Frieda Janhsen keine Startnummer. 18 Jahre lang interessierte sie sich weder für Zeiten noch
für Platzierungen. Doch gestern Abend war es vorbei mit der Abstinenz der einstigen Läuferin des VfL Ockenhausen. Die mehr-
fache Deutsche Jugendmeisterin über 1500 und 3000 Meter kehrte als Ossilooperin in die Laufsportszene zurück. Sie war eine
von vielen Ossiloop-Neulingen. Insgesamt starteten mehr als 1000 Läufer im Leeraner Julianenpark zur ersten Etappe über 10,8
Kilometer von Leer nach Holtland. Die Seriensiegerin von früher schnaufte und strahlte im Ziel. "Es hat Spaß gemacht." Früher lief
sie immer vorneweg. Gestern überließ sie das Siegen anderen.
Bei den Männern gewann Peter Steinke (TV Norden) in 36:01 Minuten. Weil er aber nicht alle Etappen mitlaufen wird, gilt Holger
Grigat (LG Ihrhove/Warsingsfehn; 36:57) als Favorit auf den Gesamtsieg. Auch er wollte zunächst nicht die komplette Strecke bis
Bensersiel absolvieren, revidierte aber nach dem gestrigen Spitzenplatz sofort seine Entscheidung. "Nun melde ich für die Ge-
samtwertung."
Als erste Frau kam Christiane Spallek (LG Wilhelmshaven) in 41:11 Minuten ins Ziel. Nur zwei Sekunden dahinter lag am Ende
Inga Jürrens (Emder LG).
Auch für Frieda Janhsen, die für die LG Uplengen läuft, reichte es noch zu einer bemerkenswerten Platzierung. Nach zwei Jahr-
zehnten fast ohne Lauftraining benötigte sie 46:47 Minuten. "Das war viel schneller als ich dachte", lächelte die junge Mutter. Ihre
13 Monate alte Tochter ist der Grund ihrer Rückkehr zum Sport. "Ich bin mehr zu Hause und habe deshalb auch Zeit zum Laufen."
Während sie als schon eine große Sportler-Karriere hinter sich hat, bestritt eine andere Läuferin den ersten Wettkampf ihres
Lebens. Gunda Mustert aus Heisfelde zählte zur großen Schar der Hobbyläufer mit ganz bescheidenen Zielen. "Ich will einfach
mal etwas für meine Gesundheit tun." Die Zeit ist der 41-Jährigen völlig egal. "Hauptsache ich erreiche das Ziel", lachte sie vor
dem Start. Um sie für dieses Vorhaben zu motivieren, kam Nachbar Rolf Granich als Verstärkung mit zur ersten Etappe und
schwenkte dort ein großes Transparent mit dem Motto für seine Bekannte: "Gunda halte durch."

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 16. Mai 2003
Ossiloop: Spannende Duelle erwartet
2. Etappe von Holtland nach Bagband: Neuer Zieleinlauf
Holtland (wrs). Ossiloop-Organisator Klaus Beyer zieht nach der ersten Etappe eine positive Bilanz: “Es ist gut gelaufen. Wir
hatten Glück mit dem Wetter. Die Läufer hatten optimale Bedingungen. Die Helfer wurden nicht durch Regen behindert.”
Auf der zweiten Etappe von Holtland (Sportplatz) nach Bagband, die mit 10,5 Kilometer Länge das kürzeste Teilstück des Ossi-
loops ist, erwartet Beyer im Kampf um die Spitzenposition in der Gesamtwertung bei den Männern und Frauen spannende Duelle.
In der Männerkonkurrenz liege das Spitzentrio mit Stefan Oppenborn, Titelverteidiger Michael Mäschig und Harry Jürrens dicht
beieinander. Bei den Frauen zeichne sich ein “spannender Zweikampf” zwischen Vorjahressiegerin Inga Jürrens aus Emden und
der Führenden Christiane Spallek von der LG Wilhelmshaven ab. Beide Läuferinnen trennen nur zwei Sekunden.
Im Vorfeld der zweiten Etappe hatte Holger Grigat, Tagesläufer und Zweiter der ersten Etappe erklärt, dass er alle Etappen laufen
wolle. Dazu erklärt Klaus Beyer auf ON-Nachfrage: “Er kann alle Etappen mitlaufen, aber sie kommen nicht in die Gesamtwert-
ung.” Beyer verweist auf die Ausschreibung, wonach Ummeldungen vor der zweiten Etappe ausschließlich für Hobbyläufer möglich
sind. Darüber hinaus sei das eine Sache der sportlichen Fairness. Daran appelliert Beyer erneut eindringlich vor dem heutigen
Start um 19 Uhr in Holtland. Aufgrund des Zieleinlaufes erfolgt der Start in den Zonen 1 bis 150 (rote Zone), 151 bis 300 (grüne
Zone), 301 bis 500 ( blaue Zone) sowie ab Platz 501. Die Startnummern der Männer und männlichen Jugend wurden im Zieleinlauf
in Holtland entsprechend markiert. Die Frauen müssen sich die Markierung vor dem Start der 2. Etappe abholen. “Wenn sich alle
Läuferinnen und Läufer an diese von ihnen selbst gewünschte Regelung halten, dann dürfte es bei den Folgestarts keine Probleme
geben”, sagt Beyer. Zuvor findet um 18.30 Uhr auf dem Sportplatz in Holtland ein Bambinilauf für Mädchen und Jungen der Jahr-
gänge 1991 und jünger statt. Meldungen dazu werden bis 18.15 Uhr auf dem Sportplatz angenommen. Die Strecke ist knapp 800
Meter lang. Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde sowie ein Präsent.
Der Zielort dieser Etappe ist erstmals das Gut Stikelkamp und nicht mehr der Parkplatz an der B 72 in Bagband. Diese Änderung
ist aus verkehrstechnischen Gründen erforderlich gewesen. Die Anfahrt der Betreuer erfolgt aus Richtung Leer über Hesel nach
Neukamperfehn. Eibo Eiben vom SC Dunum absolviert heute seine 100. Etappe. Er wird in diesem Jahr der einzige Läufer sein,
der dieses Jubiläum feiern kann. Eiben ist von Beginn an dabei und hat im Raum Dunum/ Esens viel für den Ossiloop getan. Dafür
wird er im Etappenziel ausgezeichnet. Ausgezeichnet werden auch Akteure, die aufgrund der Ergebnisliste in der Gesamtwertung
die Plätze mit der Ziffer 75 am Ende belegen. Das Autohaus HIRO sponsert wegen seines 75-jähriges Firmenjubiläums T-Shirts.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 17. Mai 2003
Ossiloop: Mäschig gewinnt 2. Etappe
Zonenstart wird überwiegend positiv aufgenommen
Holtland (gaw). Michael Mäschig (LG Wilhelmshaven) hat die Verhältnisse beim Ossiloop wieder zurecht gerückt. Der Vorjahres-
sieger gewann die 2. Etappe gestern Abend von Holtland zum Gut Stikelkamp souverän in 36:31 Minuten und führt die Gesamt-
wertung mit 1:13:53 Stunden an. Harry Jürrens (Emder LG) kam als Zweiter nach 36:53 Minuten ins Ziel. Der Jugendliche Ino
Geisemeyer, noch Sieger der 1. Etappe, wurde diesmal nur Dritter in 37:05 und rutschte auch in der Gesamtwertung auf den 3.
Platz zurück.
Nicht ganz so spannend wie noch bei der ersten Etappe ging es bei den Frauen zu. Christiane Spallek (LG Wilhelmshaven) lief
diesmal gegenüber ihrer ärgsten Konkurrentin Inga Jürrens (Emder LG) einen deutlichen Vorsprung heraus. Sie benötigte für die
10,5 Kilometer 40:38 Minuten, Jürrens kam nach 41:09 über die Ziellinie. “Sie ist zu schnell angegangen. Das ist überhaupt nichts
für mich”, beschrieb die Emderin das Rennen. Sie verlor bereits sehr früh zwischen Kilometer eins und zwei den Anschluss.
Wie schon am Dienstag, hatten die rund 1000 Ossilooper, darunter 86 Tagesläufer, optimale Wetterbedingungen. Das Ziel beim
Gut Stikelkamp bot dazu, anders als der kleine Parkplatz an der Bundesstraße in Bagband, wesentlich mehr Platz. Die ganze
Atmosphäre war entspannter.
Auf überwiegend positive Resonanz bei den Läuferinnen und Läufern stieß der erstmalige Zonenstart. “Es lief gut und war auch
flott genug”, beschrieb Hermann Löschen (SC Wiesens). Jens Albers (LGO) sagte: “Es war optimal, es gab kein Gedränge.”
Ewald Lehmann (TuS Aurich-Ost) beobachtete, dass sich nicht alle an die Einteilung nach gelaufener Zeit hielten. “Ich habe viele
überholt, die bei der 1. Etappe langsamer waren als ich.” Er mahnte mehr Disziplin bei allen Teilnehmern an.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 17. Mai 2003
“Die Rote Laterne gehört mir”
22. Ostfrieslandlauf:  Mehr als 1000 Läufer auf der 2. Etappe am Start
Von Horst Kruse
Holtland/Stikelkamp. Sekunden entscheiden in der Leichtathletik oft über Sieg und Niederlage. Das ist auch beim Ossiloop so.
An der Spitze geht es auf den sechs Etappen von Leer nach Bensersiel im Kampf um das begehrte Gelbe Trikot eng zu. Und
auch viele Hobbyläufer richten den Blick immer wieder zur Uhr an ihrem Handgelenk. Das war auch gestern bei der 2. Etappe, die
über 10,5 Kilometer von Holtland nach Gut Stikelkamp führte, nicht anders.
Schnellster war Michael Mäschig (Wilhelmshaven), der nach 36:31 Minuten ins Ziel lief. Damit sicherte sich der Vorjahressieger
das Gelbe Trikot als Führender der Gesamtwertung. Stefan Oppermann, nach der ersten Etappe in Gelb unterwegs, wurde
gestern in 37:31 Minuten Vierter und fiel auf Rang drei hinter Harry Jürrens (Emden) zurück. Bei den Frauen gab es an der Spitze
keine Veränderung. Christiane Spallek (Wilhelmshaven) verteidigte in 40:38 Minuten Platz eins vor Inga Jürrens (Emden), die
41:09 Minuten benötigte. Bei der männlichen Jugend bleibt Ino Geisemeyer (Leer) vorne. Bei der weiblichen Jugend verteidigte
Ann-Christin Heitner Rang eins.
Doch es geht auch mit weniger Ehrgeiz. “Die Rote Laterne gehört mir”, sagt Barbara Teepe. Die 45-Jährige aus Moormerland kam
schon bei der 1. Etappe als letzte Läuferin im Ziel an. Und das soll bis Bensersiel so blieben. Auch gestern lief sie dem großen
Feld der Ossilooper hinterher und ist ganz stolz darauf. “Was wäre der Ossiloop ohne die vielen Hobbyläufer?”, fragt sie. Die Idee,
am Ossiloop teilzunehmen, entstand aus einer Bierlaune heraus. In ihrem Kegelklub “Bliev drup” hatte Gretchen Hattermann das
Thema auf den Lauf gelenkt. Von 13 Keglern machten schließlich noch Willi Robbe und Richard Niemann mit. Erst vor wenigen
Wochen nahm das Quartett das Training auf. Ziel war eigentlich, dass alle vier dem Feld hinterherlaufen. Doch es gibt einen Aus-
reißer: Richard Niemann lag nach der ersten Etappe auf Rang 468. “Er hat Schuhgröße 49, daran wird es liegen”, nimmt Barbara
Teepe ihren flotten Kegelbruder in Schutz.
Sie selber wird ihr Tempo nicht erhöhen. “Ich bin wahrscheinlich die einzige Teilnehmerin, die walkt. Mehr als 130 Schritte pro
Minute sind nicht drin, sonst stolpere ich womöglich”, sagt sie. Sie will beim Lauf auch die Landschaft genießen. “Die vorne weg
laufen, haben im Ziel doch Schaum vorm Mund. Ich gucke mich um und kann mich auch noch unterhalten.” Und einsam wird es
am Schluss des Feldes auch nicht. Dafür sorgen schon die Organisatoren. Ein Fahrradbegleiter fährt hinter dem Schlusslicht her
und sammelt die Kilometermarken wieder ein. Ganz zur Freude von Barbara Teepe: “Mit dem habe ich mich nett unterhalten.”

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 20. Mai 2003
950 Ossilooper durchqueren das Fehngebiet
3. Etappe von Bagband nach Holtrop: Abwechslungsreiche Strecke vorbei an vier Mühlen
Holtland/Großefehn. Am heutigen Dienstag startet der Ossiloop um 19 Uhr in Bagband zur 11,2 Kilometer langen “Mühlen-
etappe” durch die Gemeinde Großefehn. Bei soviel Mühlen ist es kein Wunder, dass die Ossilooper mit Nachnamen Müller und
Bäcker gefragt sind. Beim Ossiloop erhalten sie seit Jahren in Anspielung an die “Mühlenetappe” eine Sonderauszeichnung, so
wird es auch in diesem Jahr sein. Außerdem werden wieder die Läufer ausgezeichnet, die in der Gesamtwertung auf Rang 75,
175, 275 und so weiter stehen. Das 75-jährige Firmenjubiläum war Anlass für die Autohäuser Hiro, diese Ossilooper mit einem
T-Shirt zu bedenken.
Wenn am Dienstagabend in der Dorfmitte von Bagband der Bürgermeister von Großefehn und Schirmherr dieser Etappe, Hayo
Wolters, den Startschuss gibt, geht das Feld der 1000 Ossilooper auf die abwechslungsreiche Strecke Richtung Holtrop. Vom
Geestdorf Bagband, das zum schönsten Dorf im Landkreis Aurich gekürt worden ist, geht es in das Fehngebiet über Spetzerfehn
nach Großefehn bevor in Aurich-Oldendorf wieder der Geestrücken mit seiner typischen Wallheckenlandschaft erreicht wird. Zum
Etappenziel in Holtrop im Heerweg in Höhe des Denkmals ist es dann nicht mehr weit. Dort werden die Schnellsten des Feldes
etwa um 19:40 Uhr erwartet.
Zeitgleich mit dem Hauptfeld startet in Holtrop bei der Schule der Lauf der Bambinis über etwa 800 Meter. Bis 30 Minuten vor dem
Start können sich noch Kinder bis zu 12 Jahren bei der Schule in die Starterlisten eintragen lassen. Wer am Bambinilauf teil-
nimmt, bekommt eine Urkunde und ein kleines Präsent.
Viel Zustimmung fand die Verlegung des Etappenzieles vom Parkplatz an der B 72 bei Bagband zum Gut Stikelkamp. So herr-
schte auf dem Grillplatz beim Gut eine tolle Stimmung. “Alle waren zufrieden und bedauerten, dass nicht schon in früheren Jahren
an diesem herrlichen Ort das Ziel der 2. Etappe war”, sagte Cheforganisator Klaus Beyer. Die Zeitfetischisten seien natürlich
etwas unglücklich, weil sie ihre Zeiten mit denen der Vorjahre nicht mehr so einfach vergleichen können.
Nach den positiven Erfahrungen des Vorjahres, als die ersten 100 Ossilooper aus einer abgetrennten Zone starteten, wurde diese
Idee weiter entwickelt und für das große Feld der Ossilooper vier Startzonen gebildet. Das wurde erstmals in Holtland praktiziert
und könne als geglückt betrachtet werden. “Auch wenn sich einige Ossilooper in der falschen Startzone befanden, setzen wir auf
Fairness und Selbstregulierung”, sagte Beyer. Im Feld der Ossilooper sind mittlerweile 950 Läuferinnen und Läufer, denn vor dem
Start zur 2. Etappe haben sich noch 13 Tagesläufer der ersten Etappe in die Liste der Ossilooper einschreiben lassen.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 21. Mai 2003
Ossiloop: Christiane Spallek gibt auf
3. Etappe: Bauchmuskelzerrung / Ino Geisemeyer gewinnt Mühlenetappe
Bagband/Holtrop (gaw). Für Christiane Spallek von der LG Wilhelmshaven ist der Ossiloop beendet. Die Führende der Gesamt-
wertung musste die 3. Etappe von Bagband nach Holtrop gestern Abend zwischen Kilometer sechs und sieben wegen einer
Bauchmuskelzerrung beenden. “Ich konnte nicht mehr atmen”, schilderte sie ihre Probleme. Der Weg zum Gesamtsieg ist damit
frei für Titelverteidigerin Inga Jürrens von der Emder LG. Sie lief die 11,2 Kilometer lange Mühlenetappe in 41:58 Minuten und führt
jetzt deutlich vor ihren Verfolgerinnen.
Wesentlich spannender geht es bei den Männern zu. Ino Geisemeyer (Leer), der noch in der Jugendwertung startet, gewann die
Etappe in 38:42 knapp vor dem Gesamtführenden Michael Mäschig (LG Wilhelmshaven), der fünf Sekunden hinter ihm ins Ziel
kam. Vierter wurde Harry Jürrens (Emder LG). Er würde den Ossiloop gern gewinnen. “Dann wäre ich mit meinen 46 Jahren der
älteste Sieger. Aber gegen die viel jüngeren Spitzenläufer habe ich keine Chance”, gesteht er ein. Bis Kilometer acht sei das
Tempo eher gemächlich gewesen. “Da waren wir noch zu Zehnt. Dann wurde es plötzlich richtig schnell und ich konnte nicht mehr
folgen”, berichtete Jürrens.
(Nach der Ergebnisliste andere Reihenfolge beim Gesamteinlauf - Mäschig vor Geisemeyer)
Mehrere hundert Zuschauer verfolgten den Zieleinlauf in Holtrop bei trockenem Wetter. Erneut waren knapp 1000 Ossilooper am
Start, darunter 74 Tagesläufer.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 20. Mai 2003
Das Gelbe Trikot bringt kein Glück
Ossiloop: Christiane Spallek aus Wilhelmshaven steigt mit einer Bauchmuskelzerrung verletzt aus
Von Horst Kruse und Uwe Prins
Bagband/Holtrop. Auf der dritten Etappe des diesjährigen Ostfrieslandlaufes von Bagband nach Holtrop ist es gestern Abend
zum ersten Favoritensturz gekommen: Mit Christiane Spallek fiel die bisher schnellste Frau aus der Wertung: sie stieg während
des Rennens mit einer schmerzhaften Bauchmuskelzerrung aus. Im Zielbereich wartete Organisator Klaus Beyer mit den vielen
Zuschauern vergeblich auf die Wilhelmshaverin. Aber schnell machte die Information die Runde, dass die Frau im Gelben Trikot
unterwegs die Strecke mit schmerzverzerrtem Gesicht verlassen hatte. Neue Spitzenreiterin bei den Frauen ist nun Inga Jürrens,
die das 11,2 Kilometer lange Teilstück in 41:58 Minuten zurück legte und mit ihrem Etappensieg den Vorsprung auf die neue
Zweite Marie Dressler auf viereinhalb Minuten ausbaute.
Ein Gelbes Trikot aber ging zurück nach Wilhelmshaven: Michael Mäschig gewann gestern seine zweite Etappe und verteidigte
die Führung in der Gesamtwertung der Männer vor Stefan Oppenborn, der mit 1:53:38 knapp eine Minute hinter Mäschig zurück-
liegt. Ino Geisemeyer von Germania Leer ist eigentlich zweitschnellster Mann, doch das VfL-Talent hat für die männliche Jugend
gemeldet und liegt dort bereits meilenweit in Front.
Auch bei der 22. Auflage hält Ausrichter SV Holtland an beliebten Traditionen fest: So gab es auch gestern wieder Joggingbrote
für alle Teilnehmer, deren Nachnamen Müller oder Bäcker lauten. Diese Präsentaktion ist sozusagen eine Verbeugung vor dem
Namen des dritten Ossiloop-Rennens, der Mühlenetappe. Die 1000 Läufer kommen an mehreren Mühlen vorbei. In Holtrop wurde
zudem wie in den Vorjahren ein Bambinolauf angeboten, der sich erneut großer Beliebtheit erfreute.
Das Hauptfeld der Ossilooper erreichte Holtrop gestern Abend übrigens einigermaßen trocken: Während es noch eine halbe
Stunde vor dem Start stark geregnet hatte, gab es während des Rennens nur ein paar Tröpfchen. Die Luft war klar, die Strecke
nicht matschig : Klaus Beyer durfte fröhlich von guten Rahmenbedingungen berichten, ehe sich der dicke Pulk zum dritten Mal in
Bewegung setzte.
Auch die Bevölkerung ist längst vom Ossiloop-Fieber infiziert. Wie schon in der vergangenen Woche säumten auch gestern
mehrere hundert Anwohner die Strecke und feuerten die Läufer an. Aufmunternde Transparente, nette Zurufe, Rasseln: nicht nur
die Spitze wurde angefeuert, auch die Letzten in der langen Läuferschlange bekamen wieder ihren Beifall.
Am Freitag geht es weiter; um 19 Uhr wird die vierte Etappe von Holtrop nach Plaggenburg gestartet.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 23. Mai 2003
Ossiloop: Königsetappe fordert die Läufer heraus
4. Etappe 13,7 km lang
Holtland (wrs). Den Ossiloopern steht heute mit der Distanz von 13,7 Kilometern das längste Teilstück des Ostfrieslandlaufes be-
vor. Die Etappe beginnt um 19 Uhr in Holtrop. Schirmherr Reinhard Schoon, Chef der Raiffeisen-Volksbank, wird den Startschuss
auslösen. Er wird nicht, wie in den Vorjahren, die Etappe mitlaufen. Probleme mit der Achillesferse lassen einen Start nicht zu.
Tagesläufer können sich bis 18.45 Uhr beim Start in Holtrop melden. Nach dem Zieleinlauf erhalten sie nach Abgabe der Start-
nummer ihre Urkunde. Auf der Königsetappe richten die Vereine MTV Aurich und TuS Sandhorst zwei Wasserstellen ein. In
Plaggenburg empfängt die Feuerwehrkappelle Middels das knapp 1000-köpfige Starterfeld.
In der Männerkonkurrenz zeichnet sich der Erfolg von Vorjahressieger Michael Mäschig ab. Sein Vorsprung auf die Verfolger be-
trägt fast 40 Sekunden. Spannender ist der Kampf um die Plätze zwei bis vier. Der Zweite Stefan Oppenborn, Harry Jürrens als
Dritter und der Viertplatzierte Stefan Harms liegen noch dicht beieinander.
Bei den Frauen ist der Weg frei für Titelverteidigerin Inga Jürrens, nach dem die Führende Christiane Spallek verletzungsbedingt
während der dritten Etappe aufgab. Das gleiche Schicksal ereilte Dagmar Gumbrecht-Vinke. Die Auricherin stieg nach der zweiten
Etappe wegen eines Muskelfaserrisses aus. Bisher blieb Hilde Steinke in den vergangenen 22 Jahren vom Verletzungspech ver-
schont. Sie hat bisher alle Etappen bewältigt. Für die Fünftplatzierte der Gesamtwertung steht heute die 130. Etappe auf dem
Programm.
Die Leeraner Firma BoFrost will die Ossilooper mit einer besonderen Aktion unterstützen. Wer die Läuferinnen und Läufer in
Aurich an der Andreastraße/Ecke Schmiedestraße anfeuert, der wird mit einem Eis am Stil belohnt. Die Schnellsten im Feld
werden dort etwa ab 19.30 Uhr erwartet.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 23. Mai 2003
Betrüger laufen auf dem Ostfriesland-Wanderweg
Ostfrieslandlauf Verdacht: Einige Fremdläufer am Start
Holtland (UP). 952 Läufer befinden sich nach der dritten Etappe des Ostfrieslandlaufes noch in der Gesamtwertung: Doch Initiator
Klaus Beyer vom SV Holtland kann sich trotz dieser erneut stattlichen Zahl nicht freuen. Vor dem heutigen vierten Rennen von
Holtrop nach Plaggenburg (19 Uhr, Start im Heerweg) ist dem Chef-Organisator einiges an Lust verloren gegangen, den Pulk
wieder auf den Ostfriesland-Wanderweg zu schicken: Erneut sind Fremdläufer gesichtet worden: Beyer bedauert, “dass einige auf
diese Art und Weise die Idee des Ossiloops pervertieren.” Klar ausgedrückt: Beim Ostfrieslandlauf wird betrogen. Um nicht aus
der Gesamtwertung zu fliegen, besorgen sich Teilnehmer, die verhindert sind, Ersatzläufer, die mit der Startnummer des “Auftrag-
gebers” auf die Strecke gehen. “Was hat das mit Fairness zu tun?” fragt Beyer.
Bereits im vergangenen Jahr waren die Ausrichter von Teilnehmern auf Fremdläufer aufmerksam gemacht worden. Der gutgläubige
Beyer traute seinen Ohren nicht, hoffte zumindest auf Einzelfälle. Doch offensichtlich bedienen sich mittlerweile mehr Teilnehmer
auf dem Markt der Fremdläufer. “T-Shirt und Urkunde sind eine Auszeichnung für die erfolgreiche Teilnahme”, betont Beyer. “Und
nur wer alle sechs Etappen mitgelaufen ist, hat diese Auszeichnung verdient.”
Eine ganz ehrliche Haut ist Hilde Steinke: Die Neermoorerin absolviert heute ihre 130. Etappe. 19 Etappensiege hat sie in den
vergangenen Jahren gefeiert, fünfmal setzte sie sich in der Frauenkonkurrenz durch.
Mit 13,7 Kilometern steht heute das längste Teilstück an, deshalb wird das Rennen auch als “Königsetappe” bezeichnet. Die
Teilnehmer überqueren dabei hinter Sandhorst den sogenannten Ostfriesland-Äquator: und finden ja vielleicht auch noch Zeit, nach
Fremdläufern Ausschau zu halten.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 24. Mai 2003
Ossiloop: Mäschig sorgt für Vorentscheidung
4. Etappe von Holtrop nach Plaggenburg: Starker Jürrens als Zweiter im Ziel
Holtrop/Plaggenburg (gaw). Die Ossilooper haben in diesem Jahr Glück mit dem Wetter. Nach fast zwei Tagen Dauerregen
blieb es gestern Abend während der “Königsetappe” von Holtrop nach Plaggenburg trocken. Zeitweise lachte sogar die Sonne vom
Himmel.
Michael Mäschig (LG Wilhelmshaven), Vorjahressieger und Träger des gelben Trikots, sorgte auf der mit 13,7 Kilometern längsten
Etappe für eine Vorentscheidung. Bereits in Aurich, bei Kilometer sieben, hatte der 26-Jährige knapp eine halbe Minute Vorsprung
vor dem Jugendlichen Ino Geisemeyer (Germ. Leer). Das Ziel erreichte er schließlich in 46:29 Minuten, als Zweiter folgte in 47:20
Harry Jürrens, der ein großartiges Rennen lief. “Hut ab, schließlich ist er 20 Jahre älter als ich”, sagte Mäschig zur Leistung des
Läufers von der Emder LG, der Chancen hat, in der Gesamtwertung an Geisemeyer vorbei auf den zweiten Platz zu klettern.
Ohne Konkurrenz läuft Tochter Inga Jürrens. Sie erreichte Plaggenburg trotz einer starken Erkältung nach 54:50 Minuten und liegt
nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Christiane Spallek (WHV) und Dagmar Gumbrecht-Vinke (Aurich) mehr als 17
Minuten vor Marie Dresler (LT Schafhauser Wald). Der Sieg in der Frauenwertung ist ihr nicht mehr zu nehmen, ebenso wie Geise-
meyer bei rund 18 Minuten Vorsprung die Jugendwertung gewinnen wird.
Unter den erneut rund 1000 Ossiloopern waren 66 Tagesläufer. Sie wurden empfangen mit schmissigen Klängen von der Feuer-
wehrkapelle Middels.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 24. Mai 2003
Sonne mogelt sich pünktlich durch die Wolken
Ossiloop: Michael Mäschig und Inga Jürrens setzten sich bei der Königsetappe nach Plaggenburg durch
Von Carsten Gleich
Plaggenburg. Pünktlich um 19 Uhr, zum Beginn der vierten Etappe des 22. Ossiloops, mogelte sich die Sonne durch die
Wolken. “Ideal zum Laufen”, sagte Hauptorganisator Klaus Beyer mit Blick zum Himmel, “trocken und nicht zu warm für unsere
Läufer.” Den Startschuss gab der Schirmherr der vierten Etappe, Reinhard Schoon von der Raiffeisen Volksbank. Er freute sich
besonders über die 15 Läuferinnen und Läufer seiner Bankfilialen aus Uplengen und Moormerland, die aus der Poolposition in der
ersten Reihe in leuchtend blauen Lauftrikots starteten.
Die vierte Etappe des Ossiloops ging von Holtrop über Aurich bis nach Plaggenburg. Nach 46:29 Minuten kam unter tosendem
Beifall und Musik der örtlichen Feuerwehrkapelle der führende Michael Mäschig von der LG Wilhelmshaven ins Ziel. Zweit-
schnellster Mann war Harry Jürrens mit 47:40 Minuten von der Emder Laufgemeinschaft, gefolgt von Ino Geisemeyer (47,55 Min.)
der für Germania Leer startet und die Jugendwertung weiter dominiert.
Nach 54:50 Minuten konnten die zahlreichen Zuschauer entlang des Zieleinlaufs mit Inga Jürrens die schnellste Frau begrüßen.
Die Emderin war vier Minuten schneller als Kontrahentin Marie Dresler. Als Dritte kam Karin Graf mit 59,29 Minuten ins Ziel.
Eine Besonderheit am Rande der längsten Etappe des Ossiloops war die Kritik, die Organisator Beyer vor dem Startschuss laut
werden ließ: “Nur die Läufer, die alle sechs Etappen selber mitlaufen, haben am Ende ein Anrecht auf das T-Shirt.” Im Vorfeld zu
dieser Kritik war es wie in den Vorjahren zu Startnummernweitergaben unter mehreren Läufern gekommen, die Fremdläufer unter
falschem Namen für sich starten ließen (
wir berichteten). “Es ist ein unsportliches Verhalten”, bedauerte Beyer lautstark für alle
Läufer und die zahlreichen Holtroper Zuschauer hörbar über die Lautsprecher. Am Rande der Veranstaltung fügte er dem hinzu,
das er nicht verstehen kann, wie Läufer so etwas machen. “Sollen sie doch in ein Geschäft gehen, sich ein T-Shirt kaufen und im
Wald joggen. Das Ossiloop-Shirt ist aber eine Auszeichnung für die bestandene Leistung.”
Der Ostfrieslandlauf startete vor über 20 Jahren als erster Etappenlauf Deutschlands, der sich über mehrere Etappen und Wochen
erstreckt. Beyer: “Inzwischen gibt es neben dem Nordseelauf noch einen weiteren Lauf in Süddeutschland mit ähnlichem Kon-
zept.”

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 27. Mai 2003
Ossiloop: Schönste und schwierigste Teilstrecke
5. Etappe von Plaggenburg nach Dunum: Landfrauen warten mit großer Teetafel
Plaggenburg/Dunum. Auf dem Sportplatz in Plaggenburg fällt heute um 19 Uhr der Start zur 5. Etappe des Ostfrieslandlaufs.
Das große Feld der etwa 1000 Ossilooper läuft ins Harlingerland und erreicht den Landkreis Wittmund. Nach 11,8 Kilometern ist
das Tagesziel in Dunum-West erreicht. Für viele Läuferinnen und Läufer ist dieser Streckenabschnitt das landschaftlich schönste
Teilstück des Ossiloops. Baumaßnahmen bei Ogenbargen sorgen dafür, dass eine kurze Sandpassage zu belaufen ist. Danach
ist es dann vorbei mit dem Ausbau des Ostfriesland-Wanderweges - Natur pur ist angesagt. “Es wird auf jeden Fall schwierig”,
warnt Cheforganisator Klaus Beyer.
Im Bereich des Tagesziels werden die Ossilooper wie in den Vorjahren vom Posaunenchor Dunum empfangen. Die Landfauen-
gruppe kredenzt auf einer großen Tafel echten Ostfriesentee. Bürgermeister Reents wird nicht nur die Läufer in seiner Gemeinde
begrüßen, sondern auch Teilnehmer der Gesamtwertung auszeichnen. Der Schirmherr dieser “Harlingerlandetappe” ist der Landrat
des Landkreises Wittmund, Henning Schultz. Er wird ebenfalls den Zieleinlauf in Dunum beobachten und die Läuferinnen und
Läufer begrüßen. “Bleibt zu hoffen, dass es trocken ist, so dass die Ossilooper den traditionell netten Empfang in Dunum ge-
nießen können”, sagt Beyer.
Mit der Einführung der “roten Startzone” beim letztjährigen Ossiloop ist das Gedränge um die besten Startpositionen aufgehoben
worden. In diesem Jahr gab es die Einteilung in zwei weitere Startgruppen, eine “grüne” und “blaue” Startzone. “Das hat sich be-
währt und verhinderte das Gedränge am Start”, bilanziert Beyer.
Vor dem Start in Plaggenburg wird es auf dem Sportplatz am Eintrachtweg ein 10-minütiges Aufwärmprogramm durch Frank Ufkes
von der AOK Aurich geben.
Tagesläufer können sich noch bis 18.45 Uhr auf dem Sportplatz in Plaggenburg in die Teilnehmerliste eintragen lassen. Der Start
erfolgt pünktlich um 19 Uhr zum 11,8 Kilometer langen Teilstück ins Harlingerland.

Infos von Stefan Schewiola
Hallo Ossilooper,
leider gibt es ja nach dem diesjährigen 22.Ossiloop wieder keine Abschlußveranstaltung. Viele möchten sich aber noch nach der
Abschlußetappe kurz treffen, um bei einer "Tasse Bier" und einer Kleinigkeit zum Essen in geselliger Runde zusammen zu sein.
Dazu bietet uns das OSTFRIESLANDHAUS AURICH (es liegt bei Kilometer 9 der Königsetappe !!!, Weddigenstraße 5, gegenüber
der Blücher-Kaserne, Am Tiergarten, Tel. 0 49 41 / 70 10) im Restaurant ideale Räumlichkeiten.
Dort können wir uns alle (auch "auswärtige" Vereine/Gruppen) am Freitag, 30. Mai., ab ca. 21:30 Uhr, treffen, es fahren ja eh die
meisten Ossilooper/innen über Aurich zurück.
Bitte
mailt mir wenn ihr Interesse habt, damit ich dem Pächter die ungefähre Gesamtzahl der Teilnehmer nennen kann. Größere
Gruppen können auch direkt dort anrufen.
Bitte weitersagen .....
Dank und Gruß
Stefan Schewiola
Interessante Meinungen zum Thema "Rausfaller / Ersatzläufer" im "Forum" unserer Homepage:
www.Lauftreff-Aurich.de

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 28. Mai 2003
Ossiloop: Spitze gibt erst auf letzten vierhundert Metern Gas
5. Etappe von Plaggenburg nach Dunum: Tagesläufer Steinke siegt
Plaggenburg/Dunum (gaw). Die Luft ist raus beim Ossiloop, zumindest beim Kampf um die vorderen Platzierungen. Der
Führende Michael Mäschig (LG Wilhelmshaven) und seine Verfolger Ino Geisemeyer (Germ. Leer) und Harry Jürrens (Emder LG)
legten gestern zusammen mit Tagesläufer Peter Steinke auf der 5. Etappe von Plaggenburg nach Dunum eine Bummelschicht ein.
Erst im Endspurt etwa 400 Meter vor dem Ziel zog Steinke an und gewann wenige Sekunden vor Mäschig (41:32), der anderes
vorgehabt hatte. “Ich dachte wir geben uns die Hand und laufen gemeinsam über die Ziellinie.”
Ihre Führung bei den Frauen hat Inga Jürrens (Emder LG) ausgebaut. Sie benötigte für die 11,8 Kilometer auf teilweise schwierig-
em Untergrund 48:23 Minuten und liegt jetzt etwa 20 Minuten vor der Zweitplatzierten. Bei der weiblichen Jugend hat Imke Tunder
(SC Wiesens) ihren zweiten Platz behauptet. Sie überqerte nach 57:54 Minuten die Ziellinie, darf sich bei zwei Minuten Vorsprung
aber noch nicht sicher fühlen. 82 Tagesläufer waren am Start.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 28. Mai 2003
Fußball-Schiedsrichter auf dem Wanderweg
Ossiloop: Peter Bartsch aus Emden macht in diesem Jahr zum ersten Mal beim Ostfrieslandlauf mit
Von Heiner Steenhoff und Uwe Prins
Dunum. Peter Steinke von der LG Ihrhove hat gestern Abend die fünfte Etappe des Ossiloops von Plaggenburg nach Dunum ge-
wonnen: Der Tagesläufer benötigte für die 11,8 Kilometer 41:20 Minuten und lag damit zwölf Sekunden vor Michael Mäschig. Der
Wilhelmshavener baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus, Harry Jürrens bleibt Zweiter. Der Pewsumer im Dress der
Emder LG kam als drittschnellster Mann über die Linie (42:18), war im Zieleinlauf allerdings Vierter: Ino Geisemeyer von Germania
Leer wird in der Jugendwertung geführt, die er souverän anführt. Bei den Männern wäre das Leeraner Talent weiter Zweiter.
Auch bei den Frauen ist die Entscheidung über den Gesamtsieg gefallen: Inga Jürrens hat die Königsetappe am Freitag gut ver-
kraftet und baute ihre Führung auf Marie Dressler gestern um weitere 1:19 Minuten auf beachtliche 20 Minuten aus.
Noch dominanter ist Geisemeyer bei der männlichen Jugend: Stefan Immenga vom Internatsgymnasium in Esens hat bereits
21:43 Minuten Rückstand: doch der Schüler aus dem Projektkurs von Lehrer Tjark Fokken-Emken wird sich auch über den zwei-
ten Platz mächtig freuen. Bei der weiblichen Jugend führt weiter Ann-Christin Heitner.
“Auch Schiedsrichter müssen sich fit halten“, sagt Peter Bartsch. Der Emder, der zu den ranghöchsten Unparteiischen in Fuß-
ball-Ostfriesland gehört, ist aber auch ohne Pfeife recht schnell. Vor dem Freitag-Rennen von Holtrop nach Plaggenburg lag
Bartsch auf Platz 16 der Männer-Gesamtwertung, nach der Königsetappe war er auf Rang 41 zurück gefallen. Schwäche? Keines-
falls. Der Mann ist einfach nur pflichtbewusst. Weil er am Sonnabend das Landesliga-Spiel zwischen Germania Leer und Georgs-
marienhütte pfeifen musste, hielt er sich am Abend zuvor auf dem Ostfriesland-Wanderweg merklich zurück. „Das wäre ja nicht so
dolle gewesen, wenn ich da kaputt über den Platz getrabt wäre. Hinterher durfte er sich als Ostfriese mit Germania Leer über den
Niedersachsenliga-Aufstieg freuen, gestern Abend gab er wieder Vollgas.
„Den Ossiloop mache ich zum ersten Mal mit. Es macht riesig Spaß und es ist ein großes Spektakel. Die Atmosphäre ist echt
einmalig, schwärmte der Schiedsrichter. Am Freitag ist er natürlich auch wieder dabei: Um 19 Uhr beginnt in Dunum die sechste
und letzte Etappe: Ossilooper, noch 10,6 Kilometer bis Bensersiel.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 30. Mai 2003
Ossiloop: An der Spitze ist alles klar
Letzte Etappe / Von 926 gestarteten Läufern sind noch 826 im Rennen
Holtland/Dunum. Heute Abend fällt in Dunum der Startschuss zur Schlussetappe des “22. OSSILOOP". Um 19 Uhr wird sich der
Läuferlindwurm durch Esens zum heißersehnten Ziel Bensersiel winden. An der Spitze werden wenig Änderungen, im Feld noch
Positionskämpfe erwartet. Wichtiger ist jedoch, dass alle Läufer das Ziel in Bensersiel erreichen. Von den 952 in Leer gestarteten
Ossiloopern sind noch 553 Männer, 229 Frauen, 30 männliche und 14 weibliche Jugendläufer in der Wertung.
Für den Sieg in den vier Wertungsklassen kommen nur die Führenden in Frage. Der Vorsprung, den Michael Mäschig von der LG
Wilhelmshaven bisher auf seinen Verfolger Harry Jürrens herausgelaufen hat, beträgt knapp 3:00 Minuten. Das entspricht einer
Strecke von ca. 800 m. Ebenso klar ist die Situation bei den Frauen. Der Vorsprung von Inga Jürrens auf Marie Dresler beträgt gut
20 min. In der Jugendklasse hat Ino Geisemeyer ein Polster von 21 Minuten gegenüber Stefan Immega, NIGE Esens. Bei der
weiblichen Jugend hat Ann-Kathrine Heitner einen beruhigenden Vorsprung.
Um 19 Uhr geht es für die Ossilooper fünf Kilometer auf dem Wanderweg bis Esens. Durch Esens laufen die Läufer Richtung
Bensersiel auf dem Deich, bevor das Ziel am Hafentor des Ostanlegers erreicht wird. In Bensersiel werden mehrere 100 Zuschauer
die Läufer mit viel Beifall begrüßen. Aber nicht nur dadurch kommt bei den Läufern eine euphorische Stimmung auf, ihre Freude
über das Erreichen des Ziels der Gesamtdistanz ist riesengroß. Die Abwandlung des Rufes `Land in Sicht` des Ausgucks lautet
für die OSSILOOPER `Meer in Sicht`.
Die Siegerehrung der besten Läuferinnen und Läufer ist wieder in Bensersiel. Im Anschluss erhalten die Ossilooper das begehrte
T-Shirt. Die Urkunden werden den Teilnehmern per Post zugeschickt. Dafür ist es erforderlich, dass ein frankierter und adress-
ierter Din A 4 Briefumschlag vor dem Start zur Schlussetappe abgegeben wird. Auf dem Umschlag sollte die Startnummer ver-
merkt sein. Tagesläufer können sich am Freitag noch bis 18.30 Uhr am Start in Dunum melden.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 31. Mai 2003
Ossiloop: Jörg Valentin gewinnt Schlussetappe
6. Etappe von Dunum nach Bensersiel: Michael Mäschig und Inga Jürrens vorn
Bensersiel (gaw/lin). Michael Mäschig (LG Wilhelmshaven) und Inga Jürrens (Emder LG) heißen die Sieger des 22. Ostfriesland-
laufs von Leer nach Bensersiel. Auf der Schlussetappe gestern von Dunum zum Küstenbadeort gab es wie erwartet keine Ver-
änderungen mehr unter den führenden Läuferinnen und Läufern. Den Tagessieg trug allerdings ein anderer davon. Tagesläufer Jörg
Valentin (TV Norden), heute startet er beim
Emder Matjeslauf, erreichte als Schnellster nach 10,6 Kilometern das Ziel am Hafen-
tor. Zweiter wurde Ino Geisemeyer (Germ. Leer), der gleichzeitig die Wertung der männlichen Jugend mit großem Vorsprung
gewann. Ihren zweiten Platz bei der weiblichen Jugend behauptete Imke Tunder vom SC Wiesens. Schnellste Frau gestern war
Karin Graf vom SV Dornum. Mehrere hundert Zuschauer verfolgten den Zieleinlauf bei strahlendem Sonnenschein. Neben den
etwas mehr als 800 Ossiloopern waren auch 126 Tagesläufer am Start, Rekord für den Ossiloop 2003.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 31. Mai 2003
Ossiloop-Sieger fühlt sich als Halb-Ostfriese
Ossiloopfinale: Mäschig verteidigt Vorjahrestitel / Zehnjährige gewinnt bei der weiblichen Jugend
Von Horst Kruse
Bensersiel. Bei der letzten Etappe des Ossiloops 2003 trugen die Spitzenläufer ihr Gelbes Trikots sicher nach Bensersiel. Aller-
dings mussten der schnellste Mann und auch die schnellste Frau der Gesamtwertung den Etappensieg anderen überlassen. Als
Erster erreichte Tagesläufer Jörg Valentin (Norden) nach 36:22 Minuten den Hafen von Bensersiel. Es folgte Jugendsieger Ino
Geisemeyer (Leer; 38:20) vor Gesamtsieger Michael Mäschig (Wilhelmshaven, 38:21). Bei den Frauen überraschte Karin Graf
(Dornum) als Tagessiegerin. In der Gesamtwertung lag sie zwar mehr als 20 Minuten hinter Inga Jürrens (Emder LG). Auf den 10,6
Kilometern von Dunum nach Bensersiel war sie aber um 14 Sekunden schneller.
Bei den Männern verteidigte Michael Mäschig seinen Vorjahrestitel. “Nun bin ich zumindest ein Halb-Ostfriese”, scherzte Mäschig,
der in Schortens lebt. Bei seinem Sieg vor zwölf Monaten war er der erste Nicht-Ostfriese, der den Ostfrieslandlauf gewonnen
hatte. Die Resonanz auf seinen Erfolg im Vorjahr bezeichnete er als enorm. “Ich hatte nicht damit gerechnet, aber es haben mich
sehr viele Leute darauf angesprochen”, sagte der Triathlet.
Im kommenden Jahr will Mäschig versuchen, den dritten Sieg in Folge zu landen. “Das wird mit Sicherheit noch schwieriger
werden, denn ich kann mir vorstellen, dass dann Peter Steinke, Enno Heidergott, Jörn Menne und Georg Diettrich dabei sein
werden. Dann geht vorne richtig die Post ab”, sagt Mäschig. Respekt hat er auch vor dem 20 Jahre älteren Harry Jürrens, der trotz
leichter Schwächen bei der Schlussetappe seinen zweiten Platz knapp verteidigte. “Hut ab vor seiner Leistung.” Vater Jürrens
freute sich aber nicht nur über seine Leistung, sondern auch über den Sieg seiner Tochter Inga bei den Frauen.
Bei der weiblichen Jugend überraschte Ann-Christin Heitner die Experten. Die zehnjährige Nachwuchs-Athletin des SV Concordia
Ihrhove ließ ihre 17-jährige Vereinskameradin Michaela Löwe klar hinter sich. Sie ist die jüngste Athletin, die den Ossiloop in
dieser Altersklasse gewonnen hat. Dabei war es das erste Mal, dass sie so lange Strecken absolvierte. Ann-Christin Heitner ist
auf der Mittelstrecke zu Hause, gewann erst kürzlich mit der C-Jugendstaffel von Concordia Ihrhove den Ostfriesland-Titel über
3 x 800 Meter. “Eigentlich wollte Ann-Christin nur die erste Etappe mitlaufen. Als es so gut lief, haben wir entschieden, dass sie
läuft, solange sie Spaß hat”, erzählt Vater und Trainer Jörg Heitner. Spaß und Erfolg hatte sie bis Bensersiel.

GENERAL ANZEIGER (Ostfriesland) vom 4. Juni 2003
Teilnehmerzahl beim Ossiloop wird nicht begrenzt
Organisator Klaus Beyer will auch künftig bei der beliebten Veranstaltung kaum Veränderungen vornehmen
Holtland (hv). Klaus Beyer vom SV Holtland ist mit dem Verlauf des 22. Ostfrieslandlauf, der am vergangenen Freitag mit der
sechsten Etappe in Bensersiel endete, zufrieden. "Das Echo ist gewaltig" sagt er mit Stolz, "wir werden endlich auch außerhalb
Ostfrieslands beachtet." Der Ossiloop, so der Organisator des Sechs-Etappenlaufs von Leer nach Bensersiel, sei eine feste
Größe im Laufsport geworden. Die Anzahl der Teilnehmer sei mit 812 Läufern in der Gesamtwertung stabil geblieben. Dazu kämen
noch mehr als 500 Tagesläufer und 296 Kinder bei den "Bambini-Läufen", so Beyer. 140 Teilnehmer haben den Lauf vorzeitig ab-
gebrochen. "Das sind nicht mehr als in anderen Jahren zuvor."
Im kommenden Jahr wird die 23. Auflage des Ossiloop wieder nach bewährtem Prinzip ablaufen, versicherte Beyer. Es gibt aller-
dings Bemühungen, den Zielpunkt der zweiten Etappe für immer von Bagband auf das Gut Stikelkamp festzulegen. Wegen des
hohen Verkehrsaufkommens auf der Bundesstraße war der Zielort der 2. Etappe in diesem Jahr erstmals von Bagband nach Gut
Stikelkamp verlegt worden. "Die Reaktionen waren durchweg positiv", so Beyer, "das Gut ist ein Zielort, der Sportlern und Zu-
schauern gefallen hat."
Trotz der Kritik soll die Anzahl der Teilnehmer weiterhin nicht begrenzt werden. Das Gedränge am Start sei in diesem Jahr durch
die Einführung der Startzonen auch weniger störend gewesen. Nach der neuen Regelung mussten sich die Sportler nach ihrer zu
erwartenden Laufzeit einordnen. "Daran haben sich die meisten Läufer gehalten", äußerste sich Beyer zufrieden.
Zum größten Problem, das den diesjährigen Lauf überschattete, äußert sich Beyer nur ungern. "Ich finde es bedauerlich, dass die
Diskussion um die Fremdläufer so hochgekocht worden ist". Wie schon in den Jahren zuvor waren vermehrt Fälle bekannt ge-
worden, bei denen verhinderte Läufer kurzerhand Bekannte mit ihrer Startnummer Etappen unter falschem Namen laufen ließen,
um nicht aus der Gesamtwertung zu fallen. Mit dieser Maßnahmen wollten sich die Läufer ein T-Shirt sichern. Das steht nur den-
jenigen zu, die alle sechs Etappen absolvieren.
Den Vorschlägen zur Unterbindung dieses Betruges erteilt Beyer rundheraus eine Abfuhr: "Wir können weder Passbilder ein-
sammeln, noch können 1000 Läufer durch Unterschriften ihre Identität nachweisen" sagt er ärgerlich. Der Aufwand wäre durch den
Nutzen kaum zu rechtfertigen: "Wir sind auf die Fairness der Sportler angewiesen, da kann man nichts machen." Über das Argu-
ment, durch das Startgeld hätten sich die Teilnehmer ein Recht auf das T-Shirt erkauft, schüttelt Beyer den Kopf: "Das Hemd ist
eine Auszeichnung für eine besondere Leistung. Ich mache eine Sportveranstaltung und bin kein T-Shirt-Verkäufer." Das alte Ver-
fahren, bei dem verhinderte Läufer versäumte Etappen nachholen konnten, will Klaus Beyer auf keinen Fall wieder einführen. "Da
kamen noch Wochen später Leute und wollten ihr T-Shirt haben", erklärt Beyer, "der Aufwand ist zu groß."
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
(Presse)-Berichte vom 4.6.          Ergebnisse 1. - 6. Etappe (Ostfriesen Zeitung)            Ergebnisse 1. - 6. Etappe (Ostfriesische Nachrichten)
Alle Infos zum Ossiloop (beim SV Holtland)             Infos auch beim Lauftreff des TuS Aurich-Ost             Nach oben             Zur Startseite
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------