3. KSK Küstenmarathon in Otterndorf am 15. September 2002

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NIEDERELBE ZEITUNG vom 17. August 2002
Küstenmarathon: Wieder viele ehrenamtliche Helfer dabei
Otterndorf (flü). Noch 29 Tage bis zur 3. Auflage des von der Niederelbe-Zeitung präsentierten KSK-Küstenmarathons
zum Weltkindertag in Otterndorf. Das Organisationskomitee, das seit vielen Monaten mit den Vorbereitungen beschäftigt ist,
freut sich darüber, dass wieder viele Helfer aus den Sportvereinen und von unterschiedlichen Organisationen wie beispiels-
weise die Freiwilligen Feuerwehren aus der Samtgemeinde Hadeln und das DRK ihre Unterstützung zugesagt haben.
Aufgrund des großen ehrenamtlichen Engagements aller Beteiligten sowie der Unterstützung zahlreicher Sponsoren wurde in
den vergangenen Jahren jeweils ein nennenswerter Überschuss erwirtschaftet, der in die Kinder- und Jugendarbeit der veran-
staltenden Sportvereine TSV Otterndorf, TSV Wanna und VfL.Wingst sowie des Deutschen Kinderschutzbundes in Stadt
und Landkreis Cuxhaven fließt. Jeder Teilnehmer leistet also mit seinem Startgeld auch einen Beitrag für dieNachwuchs-
förderung.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 17. August 2002
“Ich möchte die Cuxland-Wertung gewinnen, egal wer am Start ist”
Der gebürtige Otterndorfer Bernd Loddeke ist in Top-Form / Start beim 3. Küstenmarathon am 15. September in
Otterndorf
Diesen Bericht gibt es auf der Seite Porträts

NIEDERELBE ZEITUNG vom 21. August 2002
Sieben Rotarier beim Marathon
Beim Küstenmarathon Kilometergeld erlaufen
Otterndorf
(flü). Entweder laufen oder zahlen, so heißt das strenge Motto beim Rotary-Club Cuxhaven. Mit dieser Verfahrensweise
möchte der Club viel Geld zusammen bekommen, um es anschließend einem guten Zweck zuzuführen. Ort der Einnahmequelle
wird am 15. September Otterndorf sein, nämlich beim 3. KSK-Küstenmarathon.
Seit gut einem halben Jahr trainieren immerhin sieben Mitglieder des Cuxhavener Rotary-Clubs, um in Ottemdorf auf die Marathon-
distanz zu gehen. An der Spitze der hoffentlich glorreichen Sieben steht Dr. Andreas Müntze, der als Mediziner das richtige Trai-
ningsprogramm für seine Mitstreiter ausgesucht hat. Er selbst lief schon vor zwei Jahren den Marathon in Otterndorf (4:27 Std.)
und hat in diesem Frühjahr beim Hansemarathon in Hamburg mit 3:59 Stunden seine persönliche Bestzeit aufgestellt.
Der Kardiologe glaubt, dass wahrscheinlich nicht alle Rotarier die 42,195 Kilometer schaffen können, weil sie beruflich zu sehr ein-
gespannt sind. Dadurch sei es nicht immer gegeben, dass die Athleten das Trainingsprogramm zu hundert Prozent absolvieren,
räumt auch Kai-Uwe Bielefeld, Erster Kreisrat des Landkreises Cuxhaven ein.
Der Stellvertreter des Oberkreisdirektors lief schon immer gern - doch so ambitioniert wie jetzt noch nie. "Früher bei der Bezirks-
regierung hatten wir eine Läufergruppe. Dann ging das aber vielleicht einmal über zehn Kilometer", so Bielefeld, der genauso wie
fünf weitere Rotarier sein Debüt auf der Marathonstrecke geben wird.
Auch wenn nicht alle wahrscheinlich die gesamte Distanz schaffen werden, ist es Ziel, viele Kilometer insgesamt zu erreichen.
Denn: Wer nicht läuft, der muss bezahlen. Pro gelaufenen Kilometer der sieben Läufer zahlt der Rotary-Club fünf Euro in einen
Topf. Jedes Mitglied, das nicht teilnimmt, wird anteilsmäßig bezahlen müssen. Dr. Müntze schmunzeInd: Es werden auch noch
clubinterne Wetten angenommen, damit ordentlich Geld zusammen kommt. Spediteur Jens Lühmann setzt noch einen drauf. "Ja,
vielleicht eine Einlaufwette."
Übrigens: Kirchlichen Beistand haben die Rotarier sicher, denn in ihren Reihen läuft auch Pastor Bernhard Julius (Neuenkirchen /
Nordleda). Überhaupt ist die berufliche Zusammenstellung sehr vielseitig: Neben dem Mediziner, dem Spediteur, dem Verwaltungs-
fachmann und dem Pastor sind noch der Leiter des Veterinärinstituts für Fische und Fischwaren in Cuxhaven, Frerk Feldhusen,
Oberst Klaus Lohmann von der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und Diplom-Chemiker Dr. Richard Höfelmeier da-
bei. Die sieben laufenden Rotarier betiteln ihre Aktion auch doppeldeutig als "Run for Fun(ds)". Selbst wenn die Vorbereitung seit
gut sechs Monaten läuft, soll der Spaß im Vordergrund stehen. Aber es soll viel Geld in die Kasse kommen.
Wer von den Erlösen profitiert, stehe noch nicht fest, aber denkbar wäre es nach Einschätzung von Dr. Müntze, dieses Geld für die
Flutopfer zu spenden.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 24. August 2002
Küstenmarathon ist mit über 17 000 Euro dotiert
Am 15. September in Otterndorf möglich: 2100 Euro auf einen Schlag gewinnen
Otterndorf (flü). Zum 3. Mal findet der KSK-Küstenmarathon zum Weltkindertag in Otterndorf statt. Am Sonntag, 15. September,
werden wieder viele Freizeitsportler und einige Spitzenläufer auf die unterschiedlichen Strecken gehen. Insgesamt ist die Veran-
staltung mit über 17 000 Euro dotiert. Dass nationale und internationale Spitzenläufer in dem Nordseebad Otterndorf starten und
Preisgelder gezahlt werden, verdanken die Veranstalter mehreren Sponsoren. Die Erlöse aus den von den Teilnehmern zu entrich-
tenden Startgebühren fließen zu gleichen Teilen in den Deutschen Kinderschutzbund und den drei veranstaltenden Vereinen TSV
Otterndorf, TSV Wanna und VfL Wingst. Jeder Läufer leistet somit einen Beitrag für die Kinder- und Jugendarbeit in den vier Orga-
nisationen.
Rein theoretisch könnte ein Marathonteilnehmer, der für einen Verein aus dem Landkreis Cuxhaven startet, innerhalb von knapp
über zwei Stunden 2100 Euro verdienen. Dafür müsste er aber nicht nur bester Cuxland-Läufer (150 Euro) und bester Deutscher
(200 Euro), sondern auch Gesamterster (1500 Euro) und neuer Streckenrekord-Inhaber (250 Euro) werden.
Diese Aufgabe ist aber nicht einfach. Denn vor zwei Jahren lief der Kenianer Simon Mbethuka eine wahnsinnig schnelle Zeit von
2:14:16 Stunden. Das war im Jahr 2000 die drittschnellste Zeit bei einem Marathon auf deutschem Boden. Bei den Frauen hält die
zweimalige Siegerin Violetta Uryga aus Polen mit 2:39:57 den Streckenrekord.
Übrigens: In Otterndorf werden Männer und Frauen gleichbehandelt bei den Preisgeldern. Die Frauenbeauftragte der Stadt Ottern-
dorf, Martina Rademacher, regte diese Regelung nach der Erstauflage an. Und damit nicht genug. Die Frauenbeauftragte stellt die
Preisgelder für die CuxIand-Wertungen zur Verfügung. Beim Marathon und Zehn-Kilometer gibt es für die drei Erstplatzierten der
Gesamt- und Cuxland-Wertungen jeweils gestaffelte Preisgelder.
Auf der vermessenen Zehn-Kilometer-Strecke stehen Amon Tanui (Kenia/29:40 Minuten) und Gitte Karlshoj (Dänemark/33:51) in
den Rekordlisten. Die Gesamtsieger werden mit jeweils 500 Euro belohnt, die Cuxland-Sieger mit 75 Euro und ein neuer Rekord
würden 250 Euro bringen.
In Otterndorf gibt es aber noch viel mehr Preise. So bekommt jeder Teilnehmer automatisch ein T-Shirt und in den unterschied-
lichen Altersklassen werden auch noch die Bestplatzierten mit attraktiven Sachpreisen ausgestattet - das gilt neben Marathon und
Zehn-Kilometer auch für die Schülerläufe über 1000, 2000, 3000 und 4000 Meter. Außerdem werden unter allen vorangemeldeten
Teilnehmern (bis 31. August) wertvolle Sachpreise verlost.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 27. August 2002
Zehn-Kilometer-Lauf: Spannung ist garantiert
Hochkarätige Namen werden heute genannt / Hattrick von Imke Ahrens?
Otterndorf (flü). Der Zehn-Kilometer-Lauf verspricht auch in diesem Jahr zu einem der Höhepunkte beim KSK-Küstenmarathon
zum Weltkindertag in Otterndorf zu werden. Sowohl in der Gesamt- als auch bei der Cuxland-Wertung werden starke Läufer am
15. September starten. Dank des großen Engagements des Sponsors Gold, dem börsennotierten Cuxhavener Unternehmen Plam-
beck, waren bereits im vergangenen Jahr internationale Spitzenläufer dabei.
Der Kenianer Amon Tanui siegte bei den Herren nach 29:42 Minuten vor seinem Landsmann Simon Mbethuka (29:50), der in dem
Jahr zuvor den Marathon in sensationellen 2:14:16 Stunden gewann. Auch die Erste bei den Frauen, Gitte Karlshoj aus Dänemark,
legte mit 33:52 Minuten eine Spitzen zeit hin.
Die Verhandlungen mit Top-Läufem aus Kenia und aus europäischen Ländern laufen auf Hochtouren. Heute werden auf einer
Pressekonferenz im Hause des Zehn-Kilometer-Sponsors Plambeck in Cuxhaven die ersten hochkarätigen Namen genannt.
Unterdessen bereiten sich auch hiesige Athleten intensiv auf den Lauf vor. Die Cuxland-Wertung, an der alle Läufer teilnehmen, die
für einen Verein aus dem Landkreis Cuxhaven starten, wird ebenfalls stark besetzt sein. Bei den Frauen stellt sich die Frage, ob
es lmke Brümmer vom TSV Otterndorf gelingt, einen Hattrick zu landen. Sie gewann im Jahr 2000, damals noch unter ihrem Mäd-
chennamen lmke Ahrens, in 45:09 Minuten. Im vergangenen Jahr verbesserte sie sich bei ihrem Sieg auf 43:39 Minuten.
In der Cuxland-Herrenkonkurrenz stehen noch einige Fragezeichen offen. Vor zwei Jahren gewann Christoph Weyer (MTV Lüding-
worth) als A-Jugendlicher diese Wertung in 36:00 Minuten. Im vergangenen Jahr war er 59 Sekunden schneller, doch musste er
sich von seinem Vereinskollegen Maik Schwanemann (34:03) geschlagen geben.
Der 32-jährige Schwanemann laborierte von April bis Juni an einer Verletzung. Doch er scheint rechtzeitig top-fit zu sein, denn er
hat erst am vergangenen Wochenende beim Stader Altstadtlauf über neun Kilometer (31:02) den zweiten Platz in der Gesamt-
wertung hinter einem Paderborner Teilnehmer belegt. Dabei stellte sich die Strecke über Kopfsteinpflaster und mit einigen kurzen
steilen Anstiegen als sehr schwierig heraus.
Schwanemannn selbst würde zufrieden sein, wenn er seine 34er-Zeit aus dem Vorjahr in Otterndorf wiederholen könnte. Seine per-
sönliche Bestleistung über Zehn Kilometer - vor acht Jahren lief er 32:50 Minuten - glaubt er nicht erreichen zu können. Überhaupt
werde es schwierig, den Cuxland-Wertungstitel zu verteidigen. So traut Schwanemann dem Otterndorfer Talent Ralf Salih viel zu.
Wenn der Cuxhavener Norbert Schepergerdes - einer der schnellsten Polizeibeamten Deutschlands - für die Zehn Kilometer mel-
den sollte, wäre noch ein hochkarätiger Cuxland-Läufer dabei. Der 40-Jährige mit einer persönlichen Bestzeit von 30:20 Minuten -
"das ist schon einige Jahre her" - startet in der Bundesliga für den TV Langen. Der Ausnahmeläufer wollte sich aber noch nicht
festlegen, ob er beim Küstenmarathon dabei ist. "Wenn ich an dem Wochenende laufe, dann aber auf jeden Fall in Otterndorf, kün-
digte Schepergerdes gegenüber der NEZ an.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 28. August 2002
Zwei EM-Heldinnen starten beim Küstenmarathon in Otterndorf
Silbermedaillen-Gewinnerin Luminita Zaituc und die Achte, Ulrike Maisch, starten über 10 Kilo-
meter in Otterndorf
Otterndorf (flü). Zwei erfolgreiche deutsche Teilnehmerinnen der Leichtathletik-Europameisterschaften von München werden am
15. September beim 3. KSK-Küstenmarathon zum Weltkindertag in Otterndorf starten. Die Silbermedaillengewinnerin Luminita
Zaituc und die Achte im Marathon, Ulrike Maisch, werden die vermessene Zehn-Kilometer-Strecke in Angriff nehmen. Die deut-
schen Marathonläuferinnen begeisterten Mitte August bei der EM in München über 250 000 Zuschauer. Die gebürtige Rumänin
Zaituc (LG Braunschweig) lief ein furioses Rennen und überquerte nach 2:26:58 Stunden als Zweite die Ziellinie im Olympiastadion.
Hinter der 38-Jährigen landete die Teamkollegin Sonja Oberem.
Mit der Mannschaft gewonnen
Im Rahmen des EM-Laufes wurde auch die Europa-Cup-Wertung der Nationalmannschaften ausgetragen. Und Dank des über-
raschenden achten Platzes von Maisch (l. LAV Rostock) war dieser Titel dem deutschen Team nicht zu nehmen. "München hat
alles Bisherige übertroffen, ob der sportliche Erfolg oder auch die Stimmung an der Strecke", berichtete die 25-Jährige gestern bei
der Pressekonferenz im Hause des Sponsors, Plambeck Neue Energien in Cuxhaven, für den Zehn-Kilometer-Lauf in Otterndorf.
Kurz vorm Aufhören
Maisch hatte sich erst durch ihren Sieg im April beim Bonn-Marathon mit persönlicher Bestleistung vom 2:35:05 Stunden für die
EM qualifiziert. In diesem Jahr läuft es für die junge Rostockerin sowieso sehr gut. "Ich habe auf mehreren Strecken persönliche
Bestzeiten erzielt." Und dabei war sie schon im vergangenen Jahr am Verzweifeln: "Da hatte ich eine echte Durststrecke. Ich war
schon am Überlegen, ob ich das Laufen erst einmal sein lasse, um mich auf mein Studium zu konzentrieren." Ihre Kontrahentin in
Otterndorf und Zimmerkollegin von München, Luminita Zaituc, hält sie für die stärkere Läuferin, aber eine Zeit von unter 34 Minuten
sollte schon drin sein.
Als Mehrkämpferin begonnen
Als Kind begann die Tochter eines Mehrkampftrainers mit der Leichtathletik. Nach dem Sprichwort ‘der Apfel fällt nicht weit vom
Stamm’ war Maisch zunächst Siebenkämpferin und hält sogar noch heute den Hochsprung-Rekord in Mecklenburg-Vorpommern.
Mit 16 Jahren habe sie intensiv mit den Laufdisziplinen begonnen. Ulrike Maisch: "Ich wollte eigentlich schon seit langem einmal
Marathon laufen, doch mein Trainer hat immer gesagt, dass ich zu jung bin." Vor zwei Jahr debütierte sie über die klassische Dis-
tanz in Berlin. Die Europameisterschaft vor knapp über zwei Wochen war ihr erst vierter Marathon. Heute ist sie mit ihren erst 25
Jahren die hoffnungsvollste Marathonläuferin Deutschlands, betonte Heinz Hüsselmann vom Organisationskomitee des Küsten-
marathons. Die Studentin im achten Semester, Erziehungswissenschaft und Französisch, hat nach ihrem achten Platz bei der
EM die ersten Veränderungen erfahren.
Autogrammkarten in Arbeit
"Es kamen natürlich viele auf mich zu, um mir zu gratulieren. Aber das dann auch noch Autogrammwünsche dazu kamen, war
schon ein komisches Gefühl”, sagte die bescheidene Athletin gegenüber der NEZ und fügte schmunzelnd hinzu: "Ich musste erst
einmal Autogrammkarten in Auftrag geben. Das Foto dafür ist bereits gemacht. Die Karten sind in Arbeit."
Simon Mbethuka wieder dabei
Beim Zehn-Kilometer-Wettbewerb der Männer wird unter anderem der Kenianer Simon Mbethuka starten, der vor zwei Jahren die
42,195 Kilometer lange Strecke für sich entschied. Seine 2:14:16 Stunden waren im Jahr 2000 die drittschnellste Marathonzeit auf
deutschem Boden.
Mbethuka wird sich am 15. September unter anderem mit Andre Green (LG Wedel-Pinneberg), Olympia-Teilnehmer über 3000 Me-
ter Hindernis, und Jörn Wagner (LG Braunschweig), Deutscher Vizemeister über 5000 Meter im Jahr 2000, auseinander setzen.
Auch der Marathon ist hochkarätig besetzt. Vorjahressieger Marek Dryja (2:17:41/Polen) hat genauso zugesagt wie der Zweite aus
dem Jahr 2000, sein Landsmann Tomasz Wilczynski. Aus Kenia kommen zwei Marathondebütanten, Meschek Kosgei und Philip
Cheruiyot, die mit ihren Halbmarathon-Bestzeiten von 1:03:47 und 1:04:22 zu beachten sein werden, genauso wie ihr Landsmann
Julius Montanya (Marathon-Bestzeit 2:16:47).
Hattrick von Violetta Uryga?
Die Frauenkonkurrenz wird angeführt von der Polin Violetta Uryga, die in den vergangenen beiden Jahren in Otterndorf gewann und
den Hattrick schaffen möchte. Aus Moldawien kommt eine weitere EM-Teilnehmerin, nämlich Valentina Delion, die im vergangenen
Jahr in Otterndorf Zweite wurde. Dorota Ustianowska, mehrfache polnische Meisterin von 1500 bis 5000 Meter, zählt ebenfalls zum
Favoritenkreis.
Doch nicht nur Spitzenläufer sind am 15. September dabei. Neben den vielen Vereins- und Freizeitläufern auf der Zehn-Kilometer-
und Marathonstrecke werden auch Schülerläufe von 1000 bis 4000 Meter, ein Bambini-Marathon und ein Walking-Wettbewerb aus-
getragen.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 28. August 2002
“Saubere Sportart”
Cuxhaven (flü). Der Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens Plambeck Neue Energien, Norbert Plambeck, brachte bei der
gestrigen Pressekonferenz zum 3. KSK-Küstenmarathon seine Freude zurn Ausdruck, wieder als Sponsor dabei zu sein. "Das ist
eine saubere Sportart, die mit ihrer Dynamik Massen bewegt", stellte er im Vergleich zu seinem Unternehmensziel, erneuerbare
Energien, fest.
Jeder könne sich hinter dem guten Zweck der Veranstaltung versammeln, betonte Rolf Sünderbruch, Vorstand des Titelsponsors
Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln. Von vielen Leuten getragen in der Organisation entstehe kein Wettbewerb, sondern vielmehr
eine besondere Atmosphäre, die weit über Ottemdorf hinaus für die ganze Region wirkt.
Der Küstenmarathon gewinne zunehmend an Bedeutung, sagte Thomas Elsing, Geschäftsführer des Presenting-Sponsors Nieder-
elbe-Zeitung. Die Veranstaltung fördere die gesamte Region zwischen Elbe und Weser.
Eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung und im Kreis der Sportler, stellte Thomas Dock vom Sponsor VGH fest. "Das ist ein
großes Familienfest.” Der Leiter der Cuxhavener Mercedes Benz-Niederlassung Diekmann Automobile, Michael Brauer, wird mit
seinem Fahrdienst erneut die Veranstaltung unterstützen.
Die neue Disziplin beim Küstenmarathon, Walking über fünf Kilometer, wird übrigens ‘AOK - Die Gesundheitskasse’ präsentieren.
Besonders stolz sei Bürgermeister Hermann Gerken, daß die verhältnismäßig kleine Stadt Otterndorf Austragungsort des Küsten-
marathons ist. Mit der Altstadt, dem Deich und der Seenlandschaft sei das Nordseebad aber ideal zum Laufen. Seinen Dank rich-
tete Gerken an die beteiligten Vereine und die vielen HeIfer unterschiedlicher Institutionen. Ferner wies er auf dem verkaufsoffenen
Sonntag hin, den der Otterndorfer Wirtschafts- und Gewerbeverein erneut am Marathon-Sonntag veranstaltet.
Die Organisationskomitee-Mitglieder Norbert Sadatzki (Stadt Otterndorf), Manfred Ahrens (TSV Otterndorf), Herbert Schumacher
(TSV Wanna) und Heino Grewe-Ibert (VfL Wingst) gingen auf die bisher reibungslosen vorbereitenden Arbeiten ein.
Der Küstenmarathon hat ein lachendes Gesicht bekommen, ganz wie auf dem Logo, freute sich Johannes Schmidt, Landesvor-
sitzender des Deutschen Kinderschutzbundes.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 30. August 2002
Stolze 72 Prozent kennen den Küstenmarathon
Telefonumfrage brachte erstaunliche Ergebnisse
Otterndorf (flü). Es sei schon erstaunlich, welche guten Ergebnisse eine Telefonumfrage zum KSK-Küstenmarathon gebracht ha-
ben, berichtete Heinz Hüsselmann, Mitglied des Organisationskomitees. 72 Prozent der Bevölkerung im Landkreis Cuxhaven
kennen die Veranstaltung, die am 15. September zum dritten Mal in Otterndorf stattfinden wird. Hüsselmann ist schon seit vielen
Jahren professioneller Sportveranstalter. Er engagiert sich aber bei dem Lauf zum Weltkindertag genauso ehrenamtlich wie die drei
veranstaltenden Sportvereine TSV Otterndorf, TSV Wanna und VfLWingst sowie der Deutsche Kinderschutzbund in Stadt und dem
Landkreis Cuxhaven. Dennoch ist der Bochumer bei der Organisation dieses Laufspektakels ebenso professionell und genau.
Deshalb hat er wie bei anderen Veranstaltungen eine Telefonumfrage in Auftrag gegeben, die nach seinen Erfahrungswerten für den
erst zwei Mal ausgerichteten Küstenmarathon bereits "erschreckend gut Zahlen" auswies. So haben 52 Prozent ungestützt auf die
Frage nach der bedeutendsten Laufveranstaltung im Landkreis Cuxhaven den Küstenmarathon genannt.
Zu welchem Anlass die Veranstaltung stattfindet, nämlich zum Weltkindertag, wussten immerhin 54 Prozent der Befragten. 21
Prozent antworteten, dass es sich um einen Lauf für einen guten Zweck handelt, und 16 Prozent hielten einen Lauf gegen Gewalt
für richtig. Lediglich fünf von Hundert glaubten, dass es bei dem Küstenmarathon um eine normale Laufveranstaltung handelt.
Fast jeder Zweite im Landkreis Cuxhaven ist übrigens durch die Zeitung auf den Lauf aufmerksam gemacht worden. Dass die so
genannte "Mund-zu-Mund-Propaganda" einen sehr großen Einfluss hat, wurde ebenfalls durch die Umfrage herausgestellt: 38 Pro-
zent seien von Freunden und Bekannten informiert worden.
Wichtiger Bestandteil der Befragung waren auch die Sponsoren. So erreichten die Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln, Plam-
beck Neue Energien und die Niederelbe Zeitung bei der ungestützten Frage nach den Hauptsponsoren Werte zwischen 34 und 46
Prozent. Bei der gleichen Frage, aber durch Hinweise der Fragenden gestützt, kamen Prozentwerte von über 50 bis fast 80 Pro-
zent heraus. Das Engagement der Sponsoren wird als glaubwürdig eingestuft
Dass die Förderer mit ihrem Engagement für die Veranstaltung glaubwürdig sind, antworteten 56 Prozent. Nur drei Prozent hielten
das Engagement der Sponsoren für unglaubwürdig. 17 Prozent hatten keine Meinung und 24 Prozent würden sich im Zweifelsfall
bei einer Kaufentscheidung für ein Produkt eines Partners entscheiden. Im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Veranstaltung
erwarten die Befragten von den Sponsoren mehr eigene Anregungen, damit das Rahmenprogramm für Familien, die Aktivitäten auf
der Strecke und Kinderaktionen vergrößert werden.
Die Mischung des Starterfeldes aus Freizeitläufern und Top-Athleten beurteilten die meisten Bürger als gut. Nur drei Prozent wollen
mehr nationale und internationale Spitzenläufer sehen. Insgesamt gesehen glaubt Hüsselmann, dass es mit dieser Veranstaltung
für diesen guten Zweck keinen besseren Imagetransfers für die Sponsoren gibt. Dass der Bekanntheitsgrad des Küstenmarathons
so groß ist, sei nach nur zwei Jahren überaus erstaunlich.
Noch bis einschließlich Morgen läuft die Frist für die Voranmeldungen zum Küstenmarathon. Ausschreibungen gibt es in allen Ge-
schäftsstellen des Titelsponsors Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln und bei der Stadt Otterndorf. Erstmalig sind auch Online-
Anmeldungen möglich. Dieser neue Service unter
www.kuestenmarathon.de wird schon von etwa der Hälfte der Starter genutzt.
Unter allen Voranmeldern werden wertvolle Sachpreise verlost.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 7. September 2002
Kindergartenkinder wünschen den Läufern wieder viel Spaß
Bereits seit vielen Jahren malen die Kinder des Otterndorfer DRK-Kindergartens bunte Fahnen, die zum Weltkindertag am Rathaus
aufgehängt werden. Nun bereits zum dritten Mal kam ein besonderes Transparent hinzu, mit dem die Kleinen den Teilnehmern
beim 3. KSK-Küstenmarathon zum Weltkindertag in Otterndorf am 15. September viel Spaß wünschen. Gestern war es dann so
weit, dass die neu gefertigten Fahnen ihren Platz einnahmen. Otterndorfs Bürgermeister Hermann Gerken und Stadtdirektor Harald
Zahrte begrüßten die rund 80 Kinder im Rathaus. Ein Kind übergab dem Bürgermeister ein Bild, auf dem ein Kinderrecht geschrie-
ben ist. Mit dabei waren auch Mitglieder des Küstenmarathon-Organisationskomitee, denn schließlich beteiligen sich die Kleinen
erneut an einem speziellen Lauf, der im vergangenen Jahr erstmalig stattfand:
Der Bambini-Marathon über 421,95 Meter. Dieses Mal wird dieser Höhepunkt noch größer ausfallen, denn neben dem Otterndorfer
DRK-Kindergarten werden sich auch der St.-Severi-Kindergarten und die Kindergärten aus Wanna und Wingst beteiligen. Die Ver-
anstalter rechnen mit nahezu 200 Kindern, die am 15. September gegen 9.45 Uhr den Bambini-Marathon absolvieren.
Küstenmarathon: PHW sammelt "Kilometergeld" für Schulen
Wenn am 15. September in Otterndorf mehrere hundert Aktive beim "Küstenmarathon" ins Rennen gehen, dann werden sich da-
runter auch 40 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der "PHW-Gruppe Lohmann Cuxhaven" befinden. Die Anmeldeformulare der sport-
lichen Betriebsangehörigen übergaben Prokuristin Renate Grothkopf und LAH-Vertriebschef Dr. Peter Hartjen dem Otterndorfer
Ordnungsamtsleiter Norbert Sadatzki, der seit Monaten gemeinsam mit dem Küstenmarathon-Organisationsteam die Vorbereit-
ungen für das Großereignis trifft.
Zur Cuxhavener PHW-Gruppe gehören die Lohmann-Firmen "Lohmann-Animal Health GmbH" (LAH), “TAD Pharma GmbH" und
"Nutrilo" ("Gesellschaft für Lebensmitteltechnologie mbH"). Die 40 Aktiven haben sich als Firmenmannschaft für den Zehn-Kilo-
meter-Lauf angemeldet und werden unter der "Wiesenhof"-Flagge ins Rennen gehen. Seit April befindet sich das PHW-Team
schon im Lauftraining. "Da ist jeder emsig dabei", so Renate Grothkopf. Ziel sei die gemeinsame Herausforderung, die Distanz zu
schaffen. Unter den Teilnehmern befinden sich übrigens auch zwei erfahrene Marathonläufer, Vorstandsmitglieder und Geschäfts-
führer.
Doch es geht beim Küstenmarathon für die Läufer und Läuferinnen des Unternehmens nicht nur um den sportlichen Aspekt: Mit
jeweils einem Euro pro Teilnehmer und Kilometer soll ein "Kilometergeld" erlaufen werden. Die Gesamtsumme will PHW dann
Otterndorfer Schulen für Projekte zur Verfügung stellen.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 12. September 2002
Morgen öffentliche Pressekonferenz und danach eine Autogrammstunde
Otterndorf (flü). Einen Vorgeschmack auf den 3. KSK-Küstenmarathon zum Weltkindertag am 15. September in Otterndorf gibt es
bereits am morgigen Freitag: Um 11 Uhr beginnt vor dem Eingang der Hauptstelle der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln in
Ottemdorf, Cuxhavener Straße 18, eine öffentliche Pressekonferenz. Jeder Interessierte ist eingeladen, wenn der Star des Zehn-
Kilometer-Laufes Rede und Antwort steht.
Die 38-jährige Luminita Zaituc hatte vor wenigen Wochen die Silbermedaille bei der Leichtathletik-Europameisterschaft im Mara-
thon gewonnen. Über eine Viertelmillion begeisterte Menschen feuerten die Athletin der LG Braunschweig an. Die gebürtige Rumä-
nin ist in Top-Form. Erst am vergangenen Wochenende siegte sie souverän bei der Deutschen Straßenlaufmeisterschaft in Salz-
gitter über zehn Kilometer. In hervorragenden 33:05 Minuten ließ sie ihren Konkurrentinnen keine Chance. Luminita Zaituc wird
nach der morgigen Pressekonferenz noch eine Autogrammstunde geben. Dabei wird die sympathische Spitzenläuferin sicherlich
weitere Antworten und Tipps parat haben.
Möglicherweise wird außerdem Ulrike Maisch vom 1. LAV Rostock an der Pressekonferenz teilnehmen. Die 25-Jährige belegte bei
der EM im Marathon den achten Platz und nahm somit ebenfalls entscheidenen Anteil daran, dass das deutsche Team den Euro-
pa-Cup für Marathonmannschaften gewann. Maisch wird ebenfalls beim KSK-Küstenmarathon den Zehn-Kilometer-Lauf bestreiten.
Verkaufsoffener Sonntag
Otterndorf (flü). Der Otterndorfer Wirtschafts- und Gewerbeverein (OWG) veranstaltet während des 3. KSK-Küstenmarathons wie-
der einen verkaufsoffenen Sonntag. Rund 50 Geschäfte öffnen von 12 bis 17 Uhr ihre Türen. Im Angebot sind nicht nur zahlreiche
Schnäppchen, sondern auch viele Aktionen und Spiele. Die Otterndorfer Innenstadt wird mit einer Vielzahl blau-gelber Luftballons
geschmückt. Der OWG veranstaltet für alle Besucher eine Schaufenster-Rallye. Die Teilnehmer müssen in 28 Schaufenstern Buch-
staben entdecken, die zusammen gesetzt ein Lösungswort ergeben. Diese Aktion ist kostenlos. Zu gewinnen gibt es Warengut-
scheine im Gesamtwert von über 1000 Euro. Teilnahmekarten sind in den OWG-Geschäften und am OWG Aktionsstand in der
Stadtmitte an der B 73 gegenüber der KSK erhältlich. Dort können die Karten wieder abgegeben werden. Die öffentliche Ziehung
der Gewinner findet am kommenden Dienstag um 14 Uhr in der KSK-Hauptstelle Cuxhavener Straße 18 statt.
Zwei Stände des Verkehrsvereins
Otterndorf (flü). Der Otterndorfer Verkehrsverein präsentiert sich am Sonntag beim 3. KSK Küstenmarathon zum Weltkindertag. Auf dem Kirchplatz baut der Verein zwei Stände auf. Während an dem einen Stand die Elbe-Musikanten für ordentlich Stimmung
sorgen, werden an dem anderen in Zusammenarbeit mit der Tourist-Information "Ottemdorf-Artikel" verkauft. Die Hälfte der Erlöse
ist für die Kinder- und Jugendarbeit gedacht.

NIEDERELBE ZEITUNG / Sonderbeilage der Niederelbe Zeitung zum Küstenmarathon vom 13. September
Weltklasse startet in Otterndorf
Die Silbermedaillen-Gewinnerin der Marathon-Europameisterschaft von München, die 38-jährige Luminita Zaituc von der LG Braun-
schweig, ist der  große Star des 3. KSK-Küstenmarathons zum Weltkindertag am 15. September in Otterndorf. Die Weltklasse-
Läuferin wird die Zehn-Kilometer-Strecke unter die Füße nehmen.
Die Konkurrenz ist nicht ohne, denn mit Ulrike Maisch aus Rostock startet eine Nationalmannschaftskollegin von Zaituc. Maisch
hatte mit ihrem achten Rang bei der EM in München den Sieg für das deutsche Team in der Europa-Cup-Wertung perfekt gemacht.
Bei den Männern startet über die Zehn-Kilometer-Strecke der Kenianer Simon Mbethuka. Er ist der Publikumsliebling in Otterndorf,
nicht zuletzt durch seine Marathon-Spitzenzeit von vor zwei Jahren. Die 2:14:16 Stunden war die drittbeste Marathonzeit auf deut-
schem Boden im Jahr 2000. Drei Landsmänner Mbethukas haben für den Marathonlauf zugesagt. Top-Favorit ist hier aber Vor-
jahressieger Marek Dryja (2:17:41) aus Polen.
Bei den Frauen ist ein Hattrick möglich. Violetta Uryga (Polen) hat in den vergangenen beiden Jahren die 42,195 Kilometer lange
Strecke gewonnen. Es geht in Otterndorf aber nicht nur um internationale Top-Athleten. So starten viele Hobbyläufer über Marathon
und zehn Kilometer. Viele Meldungen für die Kinder- und Joggerläufe sowie für Walking liegen ebenfalls vor. Nachmeldungen sind
noch bis auf Marathon bei allen Läufen möglich. Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.kuestenmarathon.de.
Der erste Startschuss am Historischen Rathaus fällt um 9.30 Uhr.
Beim Küstenmarathon gibt es auch von 11 bis 17 Uhr ein buntes Rahmenprogramm für Kinder: Schminkstrecke, Zirkus-Workshop
und Kunstmobil sind nur einige Beispiele.
Von 12 bis 17 Uhr veranstaltet der Otterndorfer Wirtschafts- und Gewerbeverein außerdem einen verkaufsoffenen Sonntag. Eine
spannende Schaufenster-Rallye, bei der es Einkaufsgutscheine im Gesamtwert von 1000 Euro zu gewinnen gibt, ist inbegriffen.
Mit großem Einsatz und einer Menge Herzblut
Heinz Hüsselmann steckt seine ganze Kraft in die Leichtathletik
Von Ulrich Rohde
Er sieht sich mehr als Helfer, denn als Macher: Heinz Hüsselmann, Leichtathletik-Promoter und Motor zahlreicher Meetings in
ganz Deutschland, so auch des Abendsportfestes in Cuxhaven, das es in sechs Jahren immerhin unter die besten drei auf der
Rangliste der German Meetings gebracht hat. Auch beim Otterndorfer Küstenmarathon, der am Sonntag gestartet wird, stellt er
seine Erfahrungen und Kontakte zur Verfügung, seit die Idee vor bald drei Jahren geboren wurde. Es sei vor allem der ehrenamt-
liche Elan der Organisatoren, das gemeinschaftliche Engagement für ein Ziel, das ihn fasziniere, wenn er an den Marathon denkt.
"Da sind wir gedanklich nicht weit entfernt. Wir haben die gleiche Intention", bekennt Hüsselmann. Der Antrieb für den 53-Jährigen
ist es immer gewesen, mit Menschen arbeiten zu wollen. Hüsselmann hat in Mainz Sport studiert, war schon mit 20 Jahren Trai-
ner, bis ihn einer der bedeutendsten Sportmäzene in Deutschland, der Modefabrikant Klaus Steilmann, zum TV Wattenscheid
holte, wo er bis 1997 Manager und Cheftrainer war. Hier kümmerte er sich nicht nur um den Hochleistungssport, sondern auch um
den Nachwuchs, baute ein Jugendinternat auf. Diesen Spagat zwischen Spitzensport und Jugendförderung praktiziert Hüsselmann
bis heute aus Leidenschaft.
Immer das Optimum
Er sei ein leistungsorientierter Mensch, der immer das Optimum anstrebe, aber für genauso wichtig halte er, sich einer Sache un-
terzuordnen, für die es sich lohnt. Junge Talente beispielsweise mit viel Geduld aufzubauen, zu zeigen, dass es ohne Doping in
der Leichtathletik möglich ist, große Leistungen über einen langen Zeitraum zu bringen. Seine Karriere als Vereins- und zeitweise
auch als Bundestrainer der Sprintstaffeln hat ihn überall in der Welt herumkommen lassen. Und so landete er 1974 auch in Cux-
haven, anlässlich eines Trainingslagers. Er genoss das Watt, das Meer, und es war um ihn geschehen.
Machen, was Spaß macht
Der eingefleischte Ruhrpott-Mann, seine Wiege stand in Mühlheim an der Ruhr, verliebte sich schlagartig in Cuxhaven. Von nun an
kehrte er immer wieder hierher zurück. Bis die Stadt für ihn zum zweiten Zuhause geworden war. Mit seiner Cuxhaven-Begeister-
ung hat er inzwischen auch seine gesamte Familie angesteckt.
Im Jahr 1996 saß Heinz Hüsselmann auf der Tribüne des Olympiastadions im brütend heißen Atlanta/Georgia und fasste einen
Entschluss: "Ich will nur noch das machen, was mir Spaß macht." Und das tat er. "Ich habe fast mein halbes Leben auf dem
Sportplatz verbracht, habe alles mitgemacht." Es war für ihn an der Zeit, einen Schnitt zu machen und etwas vollkommen Neues
anzufangen. Ein Jahr darauf machte er sich selbstständig und organisierte Sportfeste. Aber nicht irgendwelche: Athletenfeste soll-
ten es sein, Veranstaltungen, bei denen sich die Sportler und das Publikum gleichermaßen wohl fühlen konnten.
Als er dann mit diesen Plänen nach Cuxhaven kam, wurde er belächelt. Ein hochkarätiges Meeting in einer Stadt zu veranstalten,
die nicht gerade als Mekka des Spitzensports bekannt ist: ein Wagnis, ein Wahnsinn? "Die einfachen Sachen kann jeder, ich
wollte beweisen, dass das auch hier funktioniert", erklärt Hüsselmann lapidar. So geschah es.
Sein Geheimnis: Organisatoren, Sponsoren und Helfer, die mit Herzblut und viel Kreativität bei der Sache sind, Hand in Hand arbei-
ten, und Spitzensportler, die trotz geringerer Gagen sich vom Konzept überzeugen lassen, die von der Begeisterung angesteckt
sind und sich darüber freuen, an einem harmonischen Fest teilnehmen zu können, das eine etwas andere Ausstrahlung hat. Die
gleichen Voraussetzungen hat Hüsselmann bei den Organisatoren des Otterndorfer Küstenmarathons vorgefunden. Eine Vision,
hohe Motivation bei allen Beteiligten und eine sympathische Stimmung, die es ihm leicht gemacht habe, sich mit der Idee zu iden-
tifizieren.
“Da entwickelt sich was...”
Ob Cuxhaven oder Otterndorf: "Da entwickelt sich etwas", davon ist er felsenfest überzeugt. Seinen Anteil daran will er ganz be-
wusst nicht überbewertet wissen, denn ausschlaggebend für den Erfolg ist für ihn, dass die gesamte Region dahinter steht. Dieser
Erfolg verpflichtet, und er treibt an.
Der Berufsoptimist Heinz Hüsselmann ist ein unermüdlicher Arbeiter. Als er sich geschworen hat, nur noch das zu machen, was
ihm Spaß macht, schloss das 16-Stunden-Arbeitstage mit ein. "Ich habe mal gehört, wer wenig schläft, bleibt länger jung." Doch
auch einer wie er muss ab und zu seine Batterien auftanken. Das gelingt ihm am besten, wenn er im Duhner Watt herumstreift.
80 000 Kilometer pro Jahr mit dem Auto auf Tour
Doch meistens ist er in Sachen Leichtathletik unterwegs, legt jedes Jahr gut 80 000 Kilometer im Auto zurück. Die eigene Fitness
kommt dabei zu seinem Leidwesen zu kurz. Seine Lieblingsfahrstrecke ist die zwischen seinem Wohnort Wattenscheid und Cux-
haven. Denn egal in welche Richtung er fährt: "Ich fahre immer nach Hause”.
Die Hadler Marktkauf-Häuser verpflegen 350 Marathonhelfer
Der KSK-Küstenmarathon zum Weltkindertag in Otterndorf hat einen weiteren Sponsor. Die drei Hadler Marktkauf-Häuser aus
Otterndorf, Cadenberge und Hemmoor sind bei dem Lauf für die Rechte der Kinder eingestiegen. Zusammen sorgen sie für die
Verpflegung der rund 350 freiwilligen Helfer, die am kommenden Sonntag im Einsatz sind.
Nachdem die Klasse 7c der Otterndorfer Hauptschule die Waren vom Marktkauf abgeholt hatten, ging es nun gestern darum, die
350 Papiertüten zu füllen. Jeder Helfer darf sich nun am Sonntag über drei Getränke, zwei Salamiwürste, zwei Äpfel, eine Orange,
ein Waffelpaket und drei Schoko-Müsli-Riegel freuen. Mit den Verpflegungspaketen werden übrigens die Helfer der Feuerwehren,
des DRK und der drei ausrichtenden Sportvereine versorgt.
Außerdem erhalten die Schüler, die die Verpflegungsstände für die Läufer betreiben, das Versorgungspaket. Übrigens, am Sonntag
geht das Programm bereits ab 9 Uhr los. Der erste Startschuss fällt dann um 9.30 Uhr. Das Rahmenprogramm für Kinder auf dem
Kirchplatz beginnt um 11 Uhr; der verkaufsoffene Sonntag eine Stunde später.
Grußwort von Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes
Der Küstenmarathon zum Weltkindertag ist zu einer festen Einrichtung geworden und er ist ein Riesenerfolg. Ich freue mich sehr
darüber, dass sich jetzt schon zum 3. Mal zum Weltkindertag 2002 Läufer, Unternehmen, die Niederelbe-Zeitung, die Stadt Ottern-
dorf, die.Sportvereine, Organisationen und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger wieder in den Dienst der Kinder stellen. Damit stär-
ken sie die Lobby für Kinder und helfen, die Kinderrechte bekannt zu machen. Herzlichen Dank für dieses Engagement und herz-
lichen Dank an den Initiator,Johannes Schmidt.
Stück für Stück, wie bei einem Marathonlauf, geht es voran. Manchmal recht langsam, manchmal etwas rascher. Ein Kinderrecht,
nämlich das Recht auf gewaltfreie Erziehung ist gerade erst vor zwei Jahren gesetzlich verankert worden. Heute schon können wir
sagen: Gewaltfreiheit ist akzeptiert! Die Einstellung zu Gewalt gegenüber Kindern hat sich erheblich verändert. 90 Prozent der
Eltern, die bisher auch körperliche Strafen einsetzten, streben eine gewaltfreie Erziehung an. Mit den Elternkursen des DKSB
"Starke Eltern - Starke Kinder", die auch an vielen Orten in Niedersachsen angeboten werden, erhalten Eltern Unterstützung, damit
sie ihr Ziel erreichen.
Auch mit der Beteiligung von Kindern sind wir ganz gut vorangekommen. Gemeinsam mit den Kindern können wir so noch besser
für kinderfreundliche Lebensbedingungen in den Gemeinden sorgen. Nun müssen wir noch das Ziel erreichen, Kinderrechte auch
im Grundgesetz festzuschreiben. Das wird wohl noch etwas länger dauern, aber wie die Marathonläufer haben wir Geduld und Aus-
dauer. Das gleiche gilt für den Kinderbeauftragten auf Bundesebene, der immer noch fehlt. Mit dem Recht des Kindes auf soziale
Sicherheit geht es dagegen kaum voran: Nach wie vor sind Kinder das Armutsrisiko Nummer Eins. Über 1 Million Kinder müssen
von Sozialhilfe leben. Ein einheitliches Kindergeld von 300 Euro könnte hier enorm helfen.
Sie sehen, der Küstenmarathon für Kinderrechte muss noch viele Jahre stattfinden. Vielleicht können wir im nächsten Jahr wieder
einen Fortschritt bei der Verwirklichung von Kinderrechten vermelden. In diesem Jahr danke ich wieder ganz, ganz herzlich für
diese großartige Unterstützung und die gezeigt Wertschätzung für Kinder. Allen großen und kleinen Läuferinnen und Läufern wün-
sche ich viel Spaß.
Zwei Kenianer geben ihr Debüt
Vorjahressieger Marek Dryja und Violetta Uryga aus Polen dabei
Für die Marathonstrecke haben in diesem Jahr zwar nicht so viele Teilnehmer vorangemeldet, doch das Feld ist hochkarätig be-
setzt. So wird der Vorjahressieger Marek Dryja wieder am Start sein. Der Pole hatte sich 2001 das Rennen am besten eingeteilt.
Ihm gelang es auf der letzten der drei Runden sich nach vorn zu schieben.
Nach einer tollen Zeit von 2:17:41 Stunden gewann er vor seinem Landsmann Tomasz Wilczynski, der ebenfalls erneut dabei ist.
Wilczynski ist in guter Form. Er wurde dieses Jahr unter anderem Dritter beim Warschau-Marathon. Die zu beachtende Konkurr-
enz für die Polen kommt aus Kenia. So weist Julius Montanya eine Bestzeit von 2:16:47 Stunden vor. Beim legendären Kisumu-
Marathon in Kenia, die Talent-Sichtungsveranstaltung schlechthin, landete er  auf dem dritten Rang.
Zwei Kenianer geben auf der 42,195 Kilometer langen Marathonzeit Strecke ihr Debüt: Meschek Kosgei und Philip Cheruiyot.
Die beiden Marathon-Neulinge zählen aber wegen ihrer Halbmarathon-Bestzeiten zum Favoritenkreis. Kosgei, der in diesem Jahr
Fünfter beim 25-Kilometer-Lauf in Berlin war, hat einen Zeit von 1:04:22 in seinem Rekord. Cheruiyot sogar eine 1:03:47.
Mit Marathon-Debütantenden haben die Verantwortlichen des Küstenmarathons bereits gute Erfahrung gemacht. Im Jahr 2000 rei
ste der erst 24-jährige Simon Mbethuka aus Kenia an. Er hatte ebenfalls eine starke Halbmarathonzeit vorzuweisen.
Und in Otterndorf ging ein neuer Stern am Marathon-Himmel auf. Denn er stieß mit seiner Zeit von 2:14:16 auf Anhieb in die Welt-
klasse auf. Das war im Jahr 2000 die drittschnellste Marathonzeit auf deutschem Boden. Mbethuka war so begeistert, dass er ver-
sprach, immer wieder nach Otterndorf zu kommen. Und so läuft er wie im vergangenen Jahr erneut die Zehn Kilometer.
Einen Hattrick-Versuch startet Violetta Uryga. Die Polin gewann den Küstenmarathon in den vergangenen beiden Jahren. Die blon-
de Läuferin erreichte 2001 das Ziel nach 2:39:57 Stunden. Beim Kosice-Marathon vor zwei Jahren war sie sogar über eine Minute
schneller. Uryga trifft übrigens auf die Vorjahreszweite Valentina Delion, die immerhin für Moldawien bei der Europameisterschaft  am Start war.
Zehn-Kilometer-Lauf top besetzt: EM-Medaillengewinnerin dabei
Luminita Zaituc und Ulrike Maisch Aushängeschilder der Frauenkonkurrenz / Simon Mbethuka
am Start
Sie ist seit dem Gewinn der Silbermedaille bei der Europameisterschaft im Marathon eine der begehrtesten Läuferinnen bei Veran-
staltern: Die 38-jährige Luminita Zaituc hatte die über 250 000 Zuschauer an der Strecke in München begeistert. Nun wird sie in
Otterndorf auf der Zehn-Kilometer-Strecke starten. Nachdem sie auch noch in der vergangenen Woche über diese Distanz locker in
33:05 Minuten die Deutsche Straßenlauf-Meisterschaft gewann, können die Besucher des Küstenmarathons besonders gespannt
sein. Die gebürtige Rumänin hat mit dem Gewinn des Zehn-Kilometer-Titels ihre Top-Form eindrucksvoll bewiesen.
Zaituc wird in Otterndorf auf ihre Nationalmannschaftskollegin von der EM treffen. Die 25-jährige Ulrike Maisch vom 1. LAV Rostock
hatte den 8. Rang bei der Marathon-EM belegt. Mit der Mannschaft gewannen Maisch und Zaituc gleichzeitig den Europa-Cup.
Eine dritte starke Läuferin ist Victoria WilIcox-Heidner von der LG Braunschweig.
Der Sieger des Küstenmarathons 2000, Simon Mbethuka aus Kenia, hat wie im vergangenen Jahr - als er Zweiter hinter seinem
Landsmann Amon Tanui wurde - für die Zehn-Kilometer zugesagt. Er trifft unter anderem auf Andre Green (LG Wedel Pinneberg),
der immerhin Olympia-Teilnehmer über 3000 Meter Hindernis war. Einen zweiten Rang bei der Deutschen Meisterschaft über 5000
Meter im Jahr 2000 hat Jörn Wagner von der LG Braunschweig vorzuweisen.
Bei den Cuxland-Frauen wären zwei Hattricks möglich gewesen
Aber: Anne Fischer läuft die kurze Strecke und nicht den Marathon / Dadurch Konkurrenz für
Imke Brümmer
Die Cuxiand-Wertungen bei den Frauen versprechen äußerst spannend zu werden. Es wären sogar zwei Hattricks möglich gewe-
sen, wenn nicht die Marathonsiegerin der vergangenen bei den Jahre auf die kürzere Strecke gewechselt wäre.
Anne Fischer vom ATS Cuxhaven ist seit einigen Jahren immer in den vorderen Rängen zu finden, wenn es im Landkreis Cuxhaven
Laufveranstaltungen gibt. Sie hat bei den bisherigen zwei Auflagen des Küstenmarathons jeweils als beste Sportlerin aus einem
Verein im Landkreis Cuxhaven die Cuxland-Wertung beim Marathon gewonnen. Dabei war sie in ihrem Tempo auch noch sehr
gleichmäßig: Während sie im Jahr 2000 nach 3:14:11 Stunden die Ziellinie überquerte, dauerte es im vergangenen Jahr lediglich
drei Sekunden länger. Bei beiden Läufen lag übrigens Ingrid Protmann vom VfL Wingst auf dem zweiten Platz. Durch die Zehn-Kilo-
meter-Meldung von Fischer ist Protmann nun die Favoritin für die Cuxland-Marathonläuferinnen.
Die Frauen-Cuxland-Wertung bei der Zehn-Kilometer-Strecke gewann in den vergangenen beiden Jahren die Lokalmatadorin Imke
Brümmer - im ersten Jahr noch unter ihrem Mädchennamen Ahrens. Die Otterndorferin hatte 2000 die Strecke in 45:09 Minuten
absolviert. Im vergangenen Jahr steigerte sich Imke Brümmer noch einmal enorm. Sie gewann souverän die Cuxland-Wertung in
43:49 Minuten. Doch nun hat Imke Brümmer die starke Anne Fischer als Gegnerin. Spannung ist also vorprogrammiert.
Riesenspannung ist angesagt bei den Cuxland-Männern
Offene Kampfansage des Marathonläufers Bernd Loddeke: “Ich möchte gewinnen, egal wer am
Start ist”
Noch nie waren die Cuxland-Wertungen bei den Männern so brisant wie in diesem Jahr. Mit einer offenen Kampfansage hat der
gebürtige Otterndorfer Bernd Loddeke die Stimmung schon vor vier Wochen angeheizt. Der Marathonläufer sagte:
"Ich möchte die
CuxIand-Wertung gewinnen, egal wer dann am Start ist.
" Bei Loddeke brach vor zwei Jahren Frust aus, weil er zu schnell ange-
gangen war und sich auf dem dritten Platz wieder fand. Jetzt ist die Zeit für die Revanche gekommen. Ein Fragezeichen stand
noch hinter dem Sieger der vergangenen beiden Jahre. Der Ostener Peer Rasmus Rupprecht hatte die Konkurrenz niedergerungen.
Unter den Voranmeldungen war er noch nicht vertreten.
Der Zehn-Kilometer-Lauf hat es dieses Mal besonders in sich. Vorjahressieger Maik Schwanemann (MTV Lüdingworth) brillierte
2001 mit einer Zeit von 34:03 Minuten. Der Ihlienworther fühlt sich fit, weist aber gleichzeitig auf die bärenstarke Konkurrenz hin.
So traut er dem erst 20-jährigen Ralf Salih ein glänzendes Debüt zu. Der Otterndorfer, der eigentlich Triathlet ist, hat erst vor Kur-
zem die 5000-Meter-Kreismeister schaft auf der Bahn in 16:14 Minuten gewonnen. Salih zu den Vorschusslorbeeren: "Ich muss
erst einmal sehen, wie es läuft, habe noch keine Ahnung, wie ich das Rennen einteilen muss." Seit kurzer Zeit gibt es noch einen
weiteren starken Läufer beim MTV Lüdingworth, Markus Susmann, der aus dem Kasseler Raum stammt, bringt eine Bestzeit von
33:16 Minuten mit.
Rund 200 Kindergartenkinder laufen
Die Kinder aus den Kindergärten aus Otterndorf, Wanna und Wingst laufen ein Hundertstel Marathon
Sie haben im vergangenen Jahr den Top-Läufern die Show gestohlen. Doch das störte niemanden, selbst die internationalen Spitz-
enathleten nicht. Mit tosendem Applaus starteten rund 70 Kinder des Otterndorfer DRK-Kindergartens. Sie absolvierten einen Bam-
bini-Marathon über 421,95 Meter. Angefeuert wurden sie dabei nicht nur von den Tausenden von Zuschauern, auch die Marathon-
Teilnehrner, die sich zu dem Zeitpunkt eigentlich warm laufen wollten, standen wie gebannt im Start-/Zielbereich und klatschten
frenetisch mit. In diesem Jahr wird der Bambini-Marathon noch größer. Neben dern DRK-Kindergarten Otterndorf beteiligt sich auch
der St.-Severi-Kindergarten aus der Medemstadt sowie die Einrichtungen aus Wanna und Wingst. Diese Orte wurden ausgewählt,
weil die ausrichtenden Sportvereine aus diesen Gemeinden kommen. Rund 200 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren werden
erwartet. Der Start ist für 9.45 Uhr vorgesehen.
Die Vereine und Helfer
Rund 350 Helfer sind insgesamt im Einsatz beim KSK-Küstenmarathon. Darunter sind natürlich viele Ehrenamtliche der drei aus-
richtenden Sportvereine TSV Otterndorf, TSV Wanna und VfL Wingst. Dazu kommen noch die vielen Helfer von den Freiwilligen
Feuerwehren in der Samtgemeinde Hadeln, dem Roten Kreuz, von Schulen und anderen Institutionen. Der TSV Otterndorf ist übri-
gens ein Großverein mit 2600 Mitglieder in 16 Abteilungen. Der TSV Wanna, der als Läufer-Hochburg gilt, zählt immerhin 1300 Mit-
glieder. Der Triathlonsport boomt beim über 800 Mitglieder zählenden Verein VfL Wirigst.
Programm des DKSB
Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) in Stadt und Landkreis Cuxhaven hat wieder ein buntes Kinderprogramm auf dem Kirch-
platz auf die Beine gestellt. Von 11 Uhr bis 17 Uhr wird es neben dem DKSB-Infostand auch eine Schminkstrecke der Fachschule
für Sozialpädagogik geben. Außerdem kommt das Kunstmobil aus Cuxhaven. Hier können Kinder nach Lust und Laune malen.
Als ein Höhepunkt des Rahmenprogramms hat sich bereits der Zirkus Dobrocki bewährt. Bei diesem Zirkusworkshop präsentiert
sich die Arbeitsgemeinschaft Zirkus der Schule am Dobrock aus Cadenberge.
Walking ist neu im Programm
Eine Neuheit gibt es beim Küstenmarathon zum Weltkindertag in Otterndorf. Walking ist mit in das Programm aufgenommen wor-
den. Diese Gelenk schonende Sportart erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Bis zum Tag des Voranmeldeschlusses
vor knapp zwei Wochen hatten sich immerhin schon 20 Teilnehmer gemeldet. Da Nachmeldungen noch bis Sonntag 11 Uhr mög-
lich sind, erwarten die Organisatoren noch einige Athleten mehr. Die Fünf-Kilometer-Strecke führt durch die Historische Altstadt
und hat genauso wie alle anderen Läufe den Start und das Ziel am Rathaus.
Saftstand vom Projekt K.I.D.S.
Mit einem Saftstand ist K.I.D.S beim Küstenmarathon vertreten. Hinter der Abkürzung verbirgt sich Kinder-Integration d urch Sport.
Das ist eine Initiative des Serviceclubs Round Table Cuxhaven, der Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Verhältnissen
die Möglichkeit geben will, Sport zu treiben. Dabei werden zum Beispiel Vereinsbeiträge ganz oder zumTeil übernommen. Die Er-
löse aus dem Saftverkauf fließen diesem Zweck zu.
Enge Zusammenarbeit besteht unter anderem mit Heino Grewe-Ibert (VfL Wingst). Schirmherr der Aktion ist der Vize-Weltmeister
im Kugelstoßen Oliver-Sven Buder.
Gleichstellung beim Preisgeld
Die Frauenbeauftragte der Samtgemeinde Hadeln, Martina Rademacher, hatte sich im Jahr 2000 darüber gewundert, dass Frauen
für ihren ersten Platz weniger Preisgeld erhielten als die Männer. Diesen Einwand haben sich die Organisatoren im vergangenen
Jahr zu Herzen genommen und sorgten für die Gleichstellung. Das aber auch mit Hilfe der Frauenbeauftragten, die die Preisgelder
für die CuxIand-Wertungen übernahm. Und so wird es auch wieder dieses Mal sein. Insgesamt ist der 3. KSK-Küstenmarathon mit
über 17 000 Euro dotiert. Ein Beispiel: Der Sieger im Marathon bekommt 1500 Euro.
OWG stiftet Preise und sponsert T-Shirts
Werbegemeinschaft ist auch Förderer des Küstenmarathons
AIs Otterndorf im Jahr 2000 seine 600-Jahr-Stadtfeier beging, wollte der Otterndorfer Wirtschafts- und Gewerbeverein (OWG) mit
eine besondere Aktion starten. Nachdem bekannt wurde, das der Küstenmarathon stattfindet, entschloss sich der zuständige
OWG-Arbeitskreis, den verkaufsoffenen Sonntag am Marathontag zu veranstalten. Bei dieser Erstauflage nahmen auch gleich rund
50 Geschäfte teil.
Und das Konzept ging auf. Denn zwischen 4000 und 5000 Zuschauer direkt im Innenstadtbereich nutzten natürlich auch das Ange-
bot des verkaufsoffenen Sonntags. Dabei geht es der Geschäftswelt nicht nur darum, Kunden mit besonderen Schnäppchen - die
gibt es am Sonntag in riesiger Zahl - anzulocken. Die einzelnen OWG-Mitglieder initiieren auch besondere Aktionen in und vor
ihren Geschäften, wie zum Beispiel Preisrätsel, Glücksrad und Spiele.
Doch damit nicht genug: Der OWG ist außerdem Förderer des Küstenmarathons zum Weltkindertag. Wie bereits im vergangenen
Jahr werden zahlreiche Sachpreise für die Platzierten der einzelnen Altersklassen gestiftet.
Die Werbegemeinschaft war vom letztjährigen Bambini-Marathon - Kindergartenkinder laufen 421,95 Meter - so angetan, dass sie
in diesem Jahr sogar jedem der rund 200 Teilnehmer aus den Kindergärten aus Otterndorf, Wanna und Wingst ein T-Shirt schen-
ken werden.
Am Sonntag werden wieder rund 50 Geschäfte ihre Türen öffnen. Das ist immerhin gut die Hälfte der OWG-Mitgliedschaft. Diese
Zahl ist umso erstaunlicher, denn der OWG setzt sich nicht nur aus Handel und Gewerbe, sondern auch aus Dienstleistung und
Handwerk zusammen.
Buchstaben in den Schaufenstern suchen
Warengutscheine im Wert von über 1000 Euro zu gewinnen
Der Otterndorfer Wirtschafts- und Gewerbeverein (OWG) veranstaltet am Marathontag wieder einen verkaufsoffenen Sonntag. Die
Mitglieder des OWG, der zu den Förderern des KSK-Küstenmarathons zum Weltkindertag gehört, haben erneut einige Aktionen
geplant. Nicht nur, dass die Besucher der Medemstadt in rund 50 Geschäften nach Lust und Laune stöbern können, auch zahl-
reiche Aktivitäten haben die Gewerbetreibenden auf die Beine gestellt. Die Innenstadt Otterndorfs wird mit einer Vielzahl blaugelber
Luftballons geschmückt sein. Alle geöffneten Geschäfte werden an den heliumgefüllten Ballons in Otterndorfer Farben zu erkennen
sein. So bietet die Stadt ein farbenprächtiges Bild.
Der OWG veranstaltet für alle Besucher eine spannende Schaufenster-Rallye. Die Teilnehmer müssen in den Schaufenstern Buch-
staben entdecken, die zusammen gesetzt ein Lösungswort ergeben. Diese Aufgabe wird eine knifflige Angelegenheit, denn das
Wort hat immerhin 28 Buchstaben.
Übrigens: Der Spaß ist für die Teilnehmer kostenlos. Zu gewinnen gibt es Warengutscheine im Gesamtwert von über 1000 Euro.
Teilnahmekarten sind in den OWG-Geschäften und am OWG-Aktionsstand in der Stadtmitte an der B 73 gegenüber der Kreisspar-
kasse Mitte erhältlich. Dort können die Karten auch wieder abgegeben werden.
Drei an einem Stand
Für den Küstenmarathon haben sich drei Partner zusammen gefunden, die ihre Aktivitäten an einem Stand auf der Medembrücke
bündel, nämlich die Verkehrswacht HadeIn/Sietland, das Osterbrucher Geschäft "Velo im Dorf" von Ingo Rohr und das VGH-Büro
Thomas Dock. Auf der gesperrten Bundesstraße wird es für Kinder einen Geschicklichkeitsparcours geben. Hier wird das Können
und die Fahrfertigkeit auf dem Zweirad in spielerischer Form getestet.
Die Verkehrswacht demonstriert, wie wichtig ein Fahrradhelm insbesondere für Kinder ist. Mittels eines Helmtests wird die Schutz-
funktion von Fahrradhelmen eindrucksvoll demonstriert. So wird sicher auch manch ein Erwachsener zum Helmträger. Ingo Rohr
von "Velo im Dorf" führt für Kinder und Erwachsene einen Fahrradcheck mit der mobilen Fahrradwerkstatt durch. Mit finanzieller
Unterstützung der Verkehrswacht Hadeln/Sietland werden kleinere Defekte sofort und kostenlos repariert. (solange der Ersatzteil-
Vorrat reicht). Für Fachsimpelei rund ums Fahrrad ist also gesorgt.
Dazu bietet das VGH-Büro Thomas Dock für alle Besucher eine kostenlose Fahrradcodierung an. Mit einem Graviergerät wird eine
individuelle Codenummer in den Fahrradrahmen verewigt. Diese Nummer ist speziell auf den Eigentümer abgestimmt. Damit wer-
den Diebe abgeschreckt und eventuell wieder gefundene Räder können bundesweit eindeutig zugeordnet werden. Ergänzt wird das
Angebot durch die Ausgabe von Fahrradpässen und Information rund um Kinder-/Radfahrersicherheit.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 14. September 2002
Versteigerung der Schuhe, die zu EM-Silber führten
Luminita Zaituc stellt handsignierte Schuhe für guten Zweck zur Verfügung
Otterndorf (flü). Die Marathon-Vize-Europameisterin Luminita Zaituc hat ein großes Herz für Kinder. Die 33-Jährige, die morgen
die Zehn-Kilometer beim KSK-Küstenmarathon in Otterndorf läuft, lässt ihre Schuhe versteigern, mit denen sie für die Silbermedai-
lle von München trainiert hat. Zur gestrigen öffentlichen Pressekonferenz vor der Otterndorfer Hauptstelle des Titelsponsors Kreis-
sparkasse Wesermünde-Hadeln begrüßte KSK-Vorstand Rolf Sünderbruch nicht nur Luminita Zaituc, sondern auch ihre National-
mannschaftskollegin Ulrike Maisch (EM-Achte). Mit zwei weiteren Athletinnen hatten die beiden bei der EM in München den Eu-
ropa-Cup der Nationalteams gewonnen.
Morgen treten sie über die Zehn-Kilometer gegeneinander an. Zaituc versprach: "Wir werden uns ein spannendes Rennen liefern
und unser Bestes geben." Im Hinblick auf die starken männlichen Läufer aus dem Cuxland, die in etwa die Zeiten von 33 bis 34
Minuten der beiden Ausnahmeläuferinnen erreichen, freuen sich die Athletinnen auf diese Konkurrenz. Die 25-jährige Ulrike Maisch
aus Rostock berichtete von ihren Erfahrungen mit männlichen Läuferkollegen: "Manche Männer haben vielleicht Probleme damit,
wenn eine Frau schneller ist. Dann wollen die unbedingt dranbleiben. Das spornt mich erst richtig an."
Doch bevor für die Top-Läuferinnen eine Viertelstunde nach den Marathonis (10 Uhr) der Startschuss fällt, werden die beiden EM-
Heldinnen rund 200 Kindergartenkinder beim Bambini-Marathon über 421,95 Meter begleiten.
Luminita Zaituc liebt Kinder, auch wenn sie selber noch keine hat. Aber ihr liegt viel daran, dass der Nachwuchs richtig behütet
und gefördert wird. Deshalb ist sie von der Idee, alle Erlöse des Küstenmarathons zum Weltkindertag den drei ausrichtenden
Sportvereinen und dem Kinderschutzbund zukommen zu lassen, begeistert. So werden nun ihre superleichten, handsignierten
Trainingsschuhe (Größe 38) der Europameisterschaft meistbietend versteigert. Gebote müssen schriftlich mit dem untenstehen-
den Coupon bis morgen 15 Uhr beim Sprecherwagen im Start/Zielbereich am Rathaus abgegeben werden. Weil Luminita Zaituc
10 000 Meter in Otterndorf läuft, liegt das Anfangsgebot des Presenting-Sponsors Niederelbe-Zeitung bei 10 000 Cent, also 100
Euro.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 16. September 2002
Ein Fest für alle Laufbegeisterten
Der 3. Otterndorfer Küstenmarathon bot den begeisterten Zuschauern viel Spitzensport und Freude am Laufen für Jung und Alt
Otterndorf (ur). Herrlichstes Spätsommerwetter und ein enthusiastisches Publikum begleiteten gestern die Läufer beim 3. Küsten-
marathon in Otterndorf. Und dabei ging es nicht nur um die zähen Dauerläufer über die 42,195 Kilometer lange Strecke durch die
Stadt und entlang des Elbdeichs, sondern auch um die Kleinsten: 200 Kinder aus den Kindergärten rannten immerhin den Mini-
Marathon von 421,95 Meter mit großer Begeisterung und einigern Ehrgeiz.
Die Kinder stehen beim Küstenmarathon anlässlich des Weltkindertages selbstverständlich im Mittelpunkt. Deshalb ließen es sich
die beiden Stars der Veranstaltung, die Silbermedaillen-Gewinnerin des Marathons bei den Europameisterschaften in München,
Luminita Zaituc von der LG Braunschweig, und ihre Mitstreiterin, die EM-Marathon-Achte Ulrike Maisch aus Rostock, nicht neh-
men, mit den Kindern den Mini-Marathon zu bestreiten. Luminita Zaituc griff sogar zur Startpistole und mit den Kindern an der
Hand ging es los.
Nur wenig später mussten sich die beiden Läuferinnen selbst startfertig machen, denn diesmal ging es für sie über die 10 Kilo-
meter-Strecke. Die 38-Jährige aus Rumänien stammende und für Deutschland startende Athletin siegte souverän in 33:01 Minuten.
Die Kenianerin Joyce Kandie folgte in 33:49 und als Dritte kam Ulrike Maisch mit 34:04 ins Ziel.
Für die Läuferinnen aus dem Cuxland verlief es ebenfalls sehr erfolgreich. Vierte wurde Anne Fischer (ATS Cuxhaven) in 39:14,
lmke Brümmer vom TSV Otterndorf schaffte 45:30 und wurde Sechste, knapp dahinter Annike Gärner (TSV Otterndorf) als Siebte,
Karin Putzig (TSV Otterndorf) als Achte und Kristin Goldstein (VfL Wingst) als Zehnte.
Das Starterfeld bei den 10-Kilometer-Läufern war diesmal ausgesprochen dicht und zudem ausgezeichnet besetzt. Auch bei den
Herren ging es spannend zu. Hier siegte Andre Green von der LG Wedel-Pinneberg in 30:55 Minuten, der gemeinsam mit Jörn
Wagner (LG Braunschweig) zeitgleich und Hand in Hand über die Ziellinie lief. Dritter wurde der Kenianer Julius Randich in 31:25.
Doch schon bald darauf kamen Markus Susmann vom MTV Lüdingworth (34:13), der Otterndorfer Ralf Salih (34:16) und Maik
Schwanemann vom MTV Lüdingworth als Siebter in 34:44 ins Ziel. Cuxland-Läufer Peer-Rasmus Rupprecht (VfL Wingst) erreichte
den zehnten Platz. Nicht zu vergessen die zahllosen Hobbyläufer, die auch bei starkem Gegenwind am Elbufer ihr Bestes gaben.
Dies gilt nicht zuletzt für die Marathonis, die gleich dreimal die Strecke ablaufen mussten und sich dabei der Unterstützung der
vielen Zuschauer, aber auch der vielen freiwilligen Helfer an der Strecke gewiss waren. Vorne weg lief allerdings unwiderstehlich ein
kleiner, drahtiger Kenianer, Erickson Kimaiyo Kimase, in einem Durchschnittstempo von 18,4 Stundenkilometem und einer Zeit
von 2:17:45 Stunden. Sein Landsmann Meschek Kosgei folgte knapp eine Minute später. Dann kam der Vorjahressieger Marek
Drya aus Polen. Bester Cuxland-Läufer wurde Bernd Loddeke vom TV Langen als Gesamtfünfter in 2:54:36. Andre Stübs (Rot-
Weiß Cuxhaven) und Thomas Hargus (TSV Otterndorf) folgten als Achter bzw. Zehnter des Gesamtfeldes.
Eine Polin gewann den Marathon bei den Frauen: Dorota Ustianowska siegte in 2:43:30 Stunden, vor Martina Martincova aus
Tschechien, gefolgt von Tanja Wemicke aus Neumünster. Die letzte Teilnehmerin kam übrigens nach fast sechs Stunden erschöpft
aber glücklich ins Ziel.

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 21. September 2002
Kirchlintelner Andrew Kennedy Klassenzweiter im Straßenlauf
Beim 3. Küstenmarathon dominieren die Ausländer, über zehn Kilometer die deutsche Spitze /
Nur Heiner Gimbel über die Langdistanz
Kirchlinteln (hes). Nur ein Kreisverdener startete beim 3. Küstenmarathon in Otterndorf - der Oytener Heiner Gimbel lief
als Sechster der Altersklasse M55 nach 4:08:06 Stunden ins Ziel am Rathausplatz. Fünf Kirchlintler und ein Oytener nahmen
am 10 km-Straßenlauf teil - Andrew Kennedy (TSV Kirchlinteln) war in 35:48 Minuten der schnellste von ihnen.
Während Läufer und Läuferinnen aus Kenia und Polen im Marathon auf die ersten sechs Plätze kamen, waren es im 10 km-
Lauf deutsche Spitzenathleten wie die mehrfachen Deutschen Meister Andre Green (Wedel-Pinneberg) und Luminita Zaituc
(Braunschweig). Da in beiden Ergebnislisten die Jahrgangsangaben und die Altersklassenwertung erst ab dem siebten Platz
beginnen, wurde Andrew Kennedy in 35:38 Minuten Zweiter der Altersklasse M35.
Christine Reinhardt gewinnt W40
Bei den Frauen gewann Christine Reinhardt (TSV Kirchlinteln) in 47:27 Minuten ihre Altersklasse W40. Ihr Mann Frieder
Reinhardt (TSVK) lief als Dritter der M40 in 41:10, Manfred Teske (Oyten) als Vierter der M 55 in 46:21, Jürgen Wardin
als Fünfter der M50 in 45:43 und Rolf Maas (beide TSVK) als Zehnter der M 45 in 46:56 Minuten ein.
Bereits bei der dritten Auflage ist der DLV-vermessenen 10 km-Straßenlauf gegenüber dem Namensgeber Küstenmarathon
zum Hauptlauf geworden - so kamen nur 126 Marathonis, aber 301 10 km-Läufer ins Ziel. Und die Entwicklung wird in Zu-
kunft so weitergehen oder aber die Teilnehmerzahl wieder sinken: Welcher niedersächsische oder Bremer Spitzenläufer hat
denn noch Lust dort zu laufen, wenn eingekaufte Läufer aus Afrika, Osteuropa oder deutsche Spitzenathleten weit vor ihm
laufen und die Geldpreise abholen. Spitze Anmerkung (eines Läufers): "Weltklasse hinterm Deich - Teil Zwei."
Und drei Sonderpreise werden nur an Athleten des Kreises Cuxhaven vergeben - beides gilt für Marathon und 10 Kilometer.
Hinzu kommt noch, dass der einst familiäre Marathon (inklusive T-Shirt) mittlerweile 25 Euro, bei Nachmeldung 32 Euro und
beides zuzüglich Chipgebühr von drei Euro kostet. Beim 10 km-Lauf ist man mit 12 Euro, bei Nachmeldung mit 15 Euro plus
drei Euro Chipgebühr dabei. ( )= Ergänzung des Autors

NIEDERELBE ZEITUNG vom 12. November 2002
82-jähriger Marathonläufer: "Wir kommen nächstes Jahr wieder"
Der älteste Teilnehmer beim 3. KSK-Küstenmarathon zum Weltkindertag, Helmut Ermgassen
aus Hermannsburg, beeindruckte die Zuschauer
Auch wenn vorne weg die Läufer aus Kenia und Polen den Sieg unter sich ausmachten, ein Läufer stahl allen die Show: Die
Startnummer 82 hatte Symbolcharakter, denn sie wurde von dem ältesten Teilnehmer getragen, von dem 82-jährigen Helmut
Ermgassen (TuS Celle) aus Hermannsburg. Der agile Senior kam nach fünf Stunden und 32 Minuten unter dem tosenden
Applaus der Zuschauer ins Ziel. Weil sich Ermgassen über den Küstenmarathon dermaßen toll gefreut hat, schrieb er nun ein-
en Erlebnisbericht. Und weil seine Leistung alle beeindruckte, ob Läufer oder Zuschauer, veröffentlichen wir hier einen kleinen
Auszug:
Vorweg: Vom Küstenmarathon sind wir ganz begeistert nach Hause gekommen. Alles war sehr gut, von der Organisation bis
zum Wetter. Für das Erste, Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben, für das Zweite, Dank an Petrus für das schöne
Laufwetter.
Warum entschieden wir uns für Otterndorf? Einen Landschaftsmarathon ohne Berge, nicht mehr im Hochsommer und dazu im
200-Kilorneter-Umkreis, waren die Kriterien. Otterndorf, der Küstenmarathon, gerade das Richtige für mich. Einen Mara-
thon im Jahr möchte ich doch noch erfolgreich absolvieren, so lange es geht. Trainiert hatte ich gut, keine 200 Kilometer pro
Woche, das kann man im Alter nicht mehr, so um 40 bis 50 Kilometer reichen aus.
Kulisse einer schönen norddeutschen Kleinstadt
Am Marathonsonntag kurz nach sechs Uhr fuhr ich mit meiner Frau Gertrud, sie war für den Jogging-Lauf angemeldet, los.
Wetter klar, in den Sonnenaufgang hinein, langsam weichender Nebel. Bei solchen Voraussetzungen ist die Stimmung positiv.
Kurz nach 8 Uhr waren wir in Otterndorf. Alles war prima ausgeschildert - ob für das Parken oder das Abholen der Start-
unterlagen. Nach einer kurzen Erholungspause war im Start- und Zielbereich schon viel Betrieb. Die Kulisse einer schönen
norddeutschen Kleinstadt mit Rathaus, Kirche und Marktplatz.
Dazu die vielen Kinder mit ihren erwartungsfreudigen Gesichtern. Die T-Shirts mit den Emblemen zum Weltkindertag sind toll
und der Lauf der Jüngsten im Kindergartenalter begeisterte. Bei den Info-Ständen interessierte mich insbesondere der der
Firma Plambeck, da ich selbst rein privat noch an der Nutzung nachwachsender Energieträger arbeite. Vollen Erfolg habe ich
mit der Verbrennung pflanzlicher Öle. Solche Arbeiten könnte ich bestimmt nicht leisten, wenn ich keinen Sport betreiben
würde. Die Ansprache des Pastors, der uns Läufern Gottes Segen mit auf den Weg gab und uns eine gesunde Ankunft wün-
schte, war ebenfalls eine besondere Motivation. Der Start verlief flott, ohne langes Gedränge über die Matte. Ich war ganz
schnell in meinem Schritt, hatte mich doch gut vorbereitet mit Lockerungsgymnastik und Stretching. Raus aus der Stadt, es lief
herrlich.
Sonne, frischer Wind und leichte Kleidung
Da kamen die ersten Gedanken, mit welchem Tempo ich anfangen sollte. Es ging so gut, ich lief drauf los. Sonne, frischer
Wind und leichte Kleidung, was will man noch mehr. Schöne glatte Straße, ich laufe sie gern. Unterm Deich entlang, dann auf
die Deichkrone und ran an die Elbe. Der rot-weiße Leuchtturm, schön das Wahrzeichen im grünen Land anzuschauen. Dafür
musste man einen Blick haben, der Turm ist ja auf allen Küstenmarathon-Prospekten vertreten.
Am Seglerhafen und ein Stück auf der Uferstraße entlang und dann wieder flach ansteigend an einer Schafweide vorbei, auf
die Deichkrone und hinunter in das Feriengebiet. Mal den Wind von vorne, mal den Wind von hinten, wie wohl das tat. Über-
all an der Strecke Zuschauer und Spaziergänger, die uns freudig anfeuerten.
In der Stadt war alles voller Zuschauer
Im Feriengebiet führte der Lauf weiter unterm Deich an einzelnen Gehöften vorbei. Auf dem Rückweg ging es beim Ferien-
park in eine idyllisch, zwischen Wasser und Grünanlagen gelegene Neubausiedlung. Über eine Kanalschleuse wieder zurück in
die Stadt. Autofahrer, Fußgänger, Zuschauer - alle winkten uns freundlich zu. Bei Kilometer Zwölf schaute ich auf die Uhr.
Ich lag gut in meiner kalkulierten Zeit und werde die erste 14-Kilometer-Runde in anderthalb Stunden beenden. In der Stadt
war alles voller Zuschauer. Der Sprecher begrüßte mich "Start Nummer 82, 82 Jahre alt, unser ältester Läufer". Das ließ den
Kopf höher tragen, und schon war ich wieder auf dem Weg zur Stadt hinaus.
Die Marathon-Spitzenläufer hatten uns überholt, ich weiß nicht mehr wo genau, die Spitzenläuferinnen aber auf der Deich-
krone. Wer es war, weiß ich nicht, ich wurde ja überholt und konnte nicht genau hinschauen. Sie liefen nur gewaltig schnell.
Wir liefen dann weit auseinandergezogen, jeder für sich ein Einzelkämpfer. Schön war es, so mag ich es. Auf der Uferstraße
wurde ich fotografiert (Die Red.: Von einem unserer Redaktionsmitglieder). Die Schafe lagen auf der Weide, ließen sich von
der Sonne bescheinen.
Durch das Feriengebiet - Kilometer 21 - Halbzeit. Ich lag noch in meinem Soll. Nach der Wende lief noch alles sehr gut.
Doch bei Kilometer 25 kamen erste Schwächen auf. Ich musste mein Tempo etwas drosseln, war ganz traurig darüber. Auf
dem Weg durch die Stadt waren die Zuschauer immer noch begeistert. Ich nehme einen Schluck Wasser und da war plötzlich
meine Trudel, meine Frau Gertrud. Sie hatte ihren Lauf gut bestanden und kam vom Duschen. Ich musste aber weiter. Es gab
noch schnell ein Küsschen - das tat gut. Beim Durchlauf begrüßte mich der Sprecher “Er sieht noch sehr gut aus". Danke-
schön, das machte Mut.
Für die Nachzügler gab es noch einen Schluck Wasser
Meine vorgegebene Zeit von drei Stunden hatte ich überschritten, machte aber nichts. Dann, auf der geraden Strecke am
Deich entlang startete ich ein Experiment. Ich schaute auf die Uhr, um zu sehen, welche Zeit ich benötigte, als ich etwa 200
Meter ging und 800 Meter lief. Circa siebeneinhalb Stunden. Noch zwölf Kilometer zu laufen, also anderthalb Stunden. Vier
Stunden waren bald um, die Sollzeit von fünfeinhalb Stunden war zu schaffen. Deichkrone, Uferstraße, Ferienpark, Wende-
punkt. An der Verpflegungsstelle gab es für die Nachzügler noch einen Schluck Wasser, prima! Hinter mir waren noch Lei-
densgenossen. Ob ich die Terrassengäste links beim Strandbad beneidet habe, ich kann es nicht sagen. Bei Kilometer 39 er-
reichte mich ein Lauffreund, der sagte, er könne nur noch 200 Meter laufen und 200 Meter gehen. Wir liefen erst zusammen,
doch dann entschwand er mir langsam.
Bei Kilometer 41 fiel der Schatten der großen Bäume auf die Strecke. An der letzten Verpflegungsstelle nahm ich einen
Schluck Wasser, damit ich im Ziel eine gute Figur mache. Vor der Kurve ging ich ein paar Schritte, bevor ich auf die Ziel-
gerade kam. Die Zuschauer waren immer noch da und klatschen begeistert. "Dankeschön, Dankeschön!" Der Sprecher hatte
mich schnell erkannt und begrüßte mich. Ich lief, lief als hätte ich keine 42 Kilometer hinter mir. Im Ziel nach fünf Stunden und
32 Minuten - nur etwas über der Sollzeit. Ich war beeindruckt, begeistert, glücklich und dankbar. Viele drückten mir die
Hand und auch meine Trudel nahm mich, so verschwitzt wie ich war, in die Arme.
Ins Mikrofon durfte ich auch sprechen
Ins Mikrofon durfte ich auch sprechen. Es ging mir gut, der Lauf war prima. Wenn man sich auch auf den letzten Kilometern
schwört, das machst du nie wieder - spätestens nach der erfrischenden Dusche sind solche Schwüre wieder vergessen. Als
ich mit Trudel zum Auto gehen wollte, wurde ich gerufen. Ich bekam auf der Rathaustreppe einen großen Präsentkorb mit
Läufernahrung und eine Urkunde. Damit hatte ich gar nicht gerechnet.
Nochmals Dankeschön für einen schönen, glücklichen Tag. Wir kommen nächstes Jahr wieder nach Otterndorf, es sei.denn,
wir können nicht mehr laufen. Leider müssen wir diese Einschränkung machen, die Zeit nimmt ihren Lauf.
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