Hansaplast-Marathon am 21. April 2002 in Hamburg
mit Bremer Landesmeisterschaften

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LANDESZEITUNG FÜR DIE LÜNEBURGER HEIDE vom 18. April 2002
Ricarda Botzon vor Hamburg-Marathon im Tief
"Kann mich nur schwer zügeln"
Brietlingen
(upo). Eigentlich wollte sie ihre persönliche Bestzeit nochmals toppen, doch das wird wohl nichts - Langläuferin Ricarda Botzon, eine von vielen hiesigen Teilnehmern beim beliebten Hamburg-Marathon, der am kommenden Sonntag in der Hansestadt steigt, befindet sich derzeit in einem kleinen Leistungstief. "Vor zwei Wochen hätte ich noch gesagt, ich laufe 2:44 Stunden. Doch im Moment geht es nicht so gut", meint die Brietlingerin, die für den Lauftreff Amelinghausen startet,
deprimiert.
Dabei präsentierte sie sich in den vergangenen Monaten noch in Topform. Platz zwei beim Celler Wasa-Lauf über 20 Km
Mitte März, zwei Wochen später der Sieg beim Kieler Hochbrückenlauf über 29,1 Kilometer. "Ich kann mich nur schwer zügeln, trainiere wohl manchmal nicht sinnvoll genug", so Botzon ehrlich.
Dennoch will sie in Hamburg voll angreifen, sehen wie es läuft, um dann ihre Bestzeit von 2:46:56 Stunden möglicherweise doch zu knacken. Das dürfte aber nicht so einfach sein. Denn die Rekordzeit stammt aus dem vergangenen Jahr vom Marathon in Hannover. Direkt nach dem Lauf meinte sie spontan: "Da habe ich einen richtigen Kracher hingelegt." Mit der damaligen Zeit war sie Einzel-Landesmeisterin geworden, hatte einen neuen Bezirks- und Kreisrekord aufgestellt und wurde zudem Mannschafts-Landesmeisterin mit der LG Lüneburg.
Insgesamt sind 14 Aktive vom Lauftreff Amelinghausen in Hamburg am Start. Unter ihnen sind Anja (Jahrgang 1968) und Jürgen Nowak (1951), die erstmals an einem Marathon teilnehmen. Erst im Mai vergangenen Jahres begann das Ameling-
hausener Ehepaar überhaupt mit dem Laufsport. Ihr Ziel: Ankommen. Auch Thomas Behrens und Michael Dehn feiern ihre Premiere.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 19. April 2002
Glanz in Dieter Baumanns Schatten
Duell der Langstrecken-Asse beim Hamburg Marathon: Luminita Zaituc fordert Sonja Oberem
Von Jörg Fiene
Braunschweig. Es geht ums Prestige, um die erste Duftmarke in der EM-Saison und um viel Geld. Und es geht im Duell zwischen Luminita Zaituc und Sonja Oberem darum, nicht im Schatten des Debütanten Dieter Baumann am Sonntag beim Hamburg-Marathon zu verblassen.
Auf der einen Seite Luminita Zaituc von der LG Braunschweig, die von den kürzeren Bahndistanzen Tempohärte und Kampfgeist mitbringt, die vor Jahresfrist an der Elbe eine gelunge Premiere auf der klassischen Distanz gab und im Oktober
in Frankfurt in 2:26:01 Stunden als nationale Meisterin an die dritte Stelle der ewigen deutschen Bestenliste lief.
Auf der anderen Seite Sonja Oberem (Bayer Leverkusen/Bestzeit: 2:26:13), die vom Triathlon kam, die Rennen mit Erfahr-
ung und Geduld in der Schlussphase entscheiden kann, die sich bei den letzten vier Weltmeisterschaften schrittweise von Rang acht auf Platz fünf vorgearbeitet hat.
"Ich werde meinen Rhythmus suchen, will mein Rennen laufen, ganz ohne Druck", will Luminita Zaituc die Bedeutung des Duells, dessen Siegerin mindestens 15 000 Euro kassiert, nicht überbewerten. Ihr Betreuer Hans-Günter Stieglitz rechnet damit, dass sie ihre Bestzeit attackieren wird. Den Weg dorthin sollen ihr Matthias Strotmann (25 km) und Jürgen Austin (volle Distanz) als Tempomacher erleichtern. Dritter LG-Starter bei den Männern ist Marathon-Novize Georg Diettrich.
Für Luminita Zaituc ist der Hamburg-Marathon, zu dem 20 000 Läufer antreten werden, in erster Linie Formüberprüfung
vor der EM im August in München. "Das Rennen kommt gerade richtig. Ich habe danach genügend Zeit, mich gezielt auf München vorzubereiten", so die gebürtige Rumänin, die im jüngsten Fernvergleich klar vor ihrer rheinländischen Kontrahentin
lag. Während Zaituc im Alleingang beim Paderborner Osterlauf den Halbmarathon in 1:09:49 gewann, erreichte Oberem in Lissabon in einem Weltklassefeld 1:10:44 Stunden.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 22. April 2002
Seitenstechen bremste Zaituc beim Hamburg-Marathon
Baumann stieg aus - 20-Jähriger starb im Ziel
Hamburg
. Dieter Baumann kam gar nicht an, Luminita Zaituc nur mit Verspätung und unter Schmerzen. Schon bei Kilo-
meter sieben des Hamburg-Marathons plagten das Langstrecken-Ass der LG Braunschweig Seitenstechen sowie Übelkeit und machten das Prestigeduell mit Sonja Oberem zur einseitigen Angelegenheit. Die Leverkusenerin siegte in 2:26:20 Std. und verpasste ihre Bestzeit nur um sieben Sekunden. Zaituc, die ihre Kontrahentin nach halber Strecke ziehen lassen, ihre Beschwerden aber bis ins Ziel mitschleppen musste, wurde Zweite in 2:30:04 Stunden.
Baumanns Debüt über die klassischen Distanz endete zur Enttäuschung der knapp eine Million Zuschauer an der Strecke schon nach 35 Kilometern. Nach verheißungsvollem Auftakt mit plangemäßer Durchgangszeit von 65 Minuten bei Halbzeit stieg der 5000-m-Olympiasieger von 1992 entkräftet aus. "Ich verlor auf einmal immer mehr an Tempo. Und je mehr ich an-
ziehen wollte, umso langsamer wurde ich. Ich werde aus meinen Fehlern lernen und den nächsten Anlauf starten", so der 37-Jährige, der 40 000 Euro Antrittsprämie kassiert hatte. Sieger wurde der Kenianer Christopher Kandie (2:10:16).
Luminita Zaituc hatte keine Erklärung für ihre unverhofft auftretenden Probleme. "Ich hatte so etwas noch nie. Im Training lief
alles bestens", meinte die 33-Jährige gefasst, obwohl sie mehr als vier Minuten über ihrer Bestzeit und Zielvorgabe geblieben war. Bundestrainer Wolfgang Heinig sah keinesfalls ein möglicherweise zu hohes Anfangstempo als Ursache. "Vielleicht hat sie zu spät gefrühstückt oder Fehler bei der Flüssigkeitsaufnahme begangen. Das wird ihr Heimtrainer mit ihr genau analysie-
ren müssen. Ich bin sicher, dass die Ursache schnell gefunden wird", so Heinig. Dass der Rückschlag Auswirkungen auf ihre EM-Vorbereitungen haben könnte, fürchtet der Bundestrainer nicht. "Sie ist eine erfahrene Läuferin, die sich normalerweise nicht von einem solchen Negativerlebnis aus der Bahn werfen lassen sollte. Ich bleibe dabei: Sie kann in München um eine Medaille mitlaufen."
Luminita Zaituc jedenfalls ließ sich auf dem Weg zur EM nicht entmutigen: "Ich habe das Kapitel abgehakt, so ärgerlich es war. Ich weiß, dass es besser gelaufen wäre, wenn ich fit gewesen wäre. Und für 35 Kilometer mit Seitenstechen ist die Zeit noch sehr gut. Wichtig war, dass ich mich durchgekämpft habe."
Überschattet wurde das Spektakel mit mehr als 20 000 Startern vom Tod eines 20 Jahre alten Läufers. Er war bei der Ziel-
ankunft in den Armen eines Sanitäters infolge eines Kreislaufkollaps' zusammengebrochen. Eine sofort eingeleitete Reanima-
tion blieb erfolglos. (jf/sid)

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 23. April 2002
Trotz Übelkeit Zweite
Zaituc ignorierte vor Hamburg-Marathon Anzeichen einer Magenerkrankung
Sie ist in der Form ihres Lebens, die vorbereitenden Wettkämpfe waren ebenso wie die Trainingsergebnisse verheißungsvoll, beim Hamburg-Marathon aber quälte sich Luminita Zaituc nach 2:30:04 Stunden - und damit gut fünf Minuten später als ge-
plant - über die Ziellinie.
Nachdem Zaituc einmal darüber geschlafen hat, ist sie inzwischen auch den Ursachen ihrer Verspätung auf die Spur gekom-
men. Denn am Tag vor dem Wettkampf hatte die Langstreckenläuferin erste Anzeichen einer Magenerkrankung ignoriert. Im
Rennen selbst kämpfte sie bereits nach 30 Minuten abwechselnd mit Übelkeit und Seitenstechen.
Dass die gebürtige Rumänin noch auf den mit 10 000 Euro dotierten zweiten Platz in der Frauenwertung kam, verdankt sie außer ihrer Willensstärke auch Matthias Strotmann und Jürgen Austin. Ihre beiden als Tempomacher für eine Endzeit von 2:25 Stunden vorgesehenen Clubkollegen blieben unter den veränderten Vorzeichen während des gesamten Rennens bei Luminita Zaituc. Matthias Strotmann der eigentlich nur die ersten 25 Kilometer laufen sollte, kam auf diese Weise unvermutet
zu seinem zweiten Marathonlauf. Er und der straßenlauferfahrene Jürgen Austin ermunterten Zaituc immer wieder, reichten
ihr Getränke, nahmen sie in die Mitte und sorgten nach ihren zahlreichen Schwächemomenten zumindest phasenweise für einen zügigen Laufrhythmus.
Ein erstes Dankeschön für die beiden Helfer kam von Zaitucs Ausrüsterfirma Asics in Gestalt von je einer kompletten Lang-
laufausstattung. Die 33-jährige Luminita Zaituc selbst möchte sich nach Eingang ihrer Prämie ebenfalls erkenntlich zeigen.
Recht zufrieden mit seinem Marathondebüt war Georg Diettrich (LG/MTV). Er kam im internationalen Klassefeld in 2:22:36
Stunden auf Rang 26. 35 Kilometer lief er auf eine Zeit von 2:20 Stunden zu, dann lernte auch er die unter Langstrecklern berüchtigte "Marathonwand" kennen: Was vorher schnell geht und leicht fällt, fällt plötzlich schwer, geht langsam und wird unendlich anstrengend. B. B.


LANDESZEITUNG FÜR DIE LÜNEBURGER HEIDE vom 23. April 2002
Ricarda Botzon nicht belohnt
Amelinghausen. Auf der Strecke lief es für Ricarda Botzon beim Hamburg-Marathon besser als erwartet. Mit einer Zeit von 2:50:05 Stunden kam sie als siebtbeste Läuferin des Feldes ins Ziel, war drittbeste Deutsche. Dennoch war die Briet-
lingerin nach dem Lauf verärgert. Der Grund: Bei der Siegerehrung ging sie leer aus, obwohl für die von ihr erreichte Platz-
ierung Preisgelder vorgesehen waren.
"Bei der Siegerehrung wurde uns erklärt, dass nur die Läuferinnen und Läufer Preisgelder bekämen, die von den Veranstal-
tern zum Lauf eingeladen worden waren", berichtet Dr. Rüdiger Carlberg, Leiter des Lauftreffs vom MTV Amelinghausen,
für den Ricarda Botzon am Start war.
So hatten deutsche und internationale Topathleten Einladungen erhalten und kassierten neben Antrittsgagen die Preisgelder. Dass eine Läuferin wie Ricarda Botzon, die eigentlich auf den Ultralangstrecken zu Hause ist, in die vorderen Ränge laufen könnte, hatten die Veranstalter offenbar nicht auf dem Zettel. 1000 Euro sah die Preisgeldliste, die bis zum achten Platz reichte, für den siebten Rang im Gesamtklassement der Frauen vor, noch einmal 450 Euro für den dritten Platz unter den deutschen Starterinnen. "Ich werde mich mit einem Brief noch einmal an die Veranstalter wenden", so Carlberg. Damit Ricarda Botzon vielleicht doch noch für ihre starke Leistung belohnt wird.
Dass sie ihre Bestzeit nicht knacken würde, hatte die Brietlingerin bereits im Vorfeld angekündigt. (Bericht oben auf dieser
Seite) Dennoch blieb sie am Ende nur rund drei Minuten über ihrer Bestmarke von 2:46:56 Stunden.

LANDESZEITUNG FÜR DIE LÜNEBURGER HEIDE vom 23. April 2002
Besser als Baumann
Dino Kühn aus Lüneburg meistert in Hamburg sein Marathon-Debüt
Lüneburg
. Nicht nur Dieter Baumann gab in Hamburg sein Marathon-Debüt. Auch der 24-jährige Dino Kuhn aus Lüne-
burg. Der feine Unterschied zwischen beiden: Der Lüneburger kam ins Ziel. "Hauptsache ankommen", hatte er sich vorge-
nommen. Nach knapp fünf Stunden war das Ziel erreicht.
Um sechs Uhr klingelte am Sonntag der Wecker im Hause Kuhn. Auf dem Frühstücksplan standen Bananen, Weizentoast und Pfefferminztee. Um neun Uhr fiel in Hamburg der Startschuss. Angefeuert von Mutter Renate und Vater Gerd ging Dino Kuhn das Abenteuer Marathon an. Spaß am Laufen liegt Familie Kuhn im Blut. Auch Vater Gerd war früher passionierter Läufer. Urgroßvater Heinrich Kuhn sorgte beim MTV Treubund für Furore. 1977 nahm er beim dortigen Volkslauf noch im Alter von 88 Jahren teil.
Im Vergleich zu diesem agilen Vorfahren ist Urenkel Dino noch ein Anfänger. Erst vor zwei Jahren begann er mit dem
Laufen. "Ich habe die Streckenlängen kontinuierlich gesteigert", erzählt der 24-Jährige, der keinem Verein angehört.
In Scharnebeck lief er kürzlich seinen ersten Halb-Marathon in der Zeit von 1:57 Stunden.
In Hamburg war er noch drei Stunden länger auf der Strecke, bewältigte seinen ersten Marathon aber relativ problemlos. "Während des Laufs habe ich keinerlei Schmerzen gespürt, erst später", so Kuhn. Zur eigenen Kontrolle hatte er einen Puls-
messer dabei. "Mein Puls lag immer so zwischen 150 und 160."
Einige Hindernisse hatte der Debütant dennoch auf der Strecke zu bewältigen: "An den Verpflegungsständen haben sich die Läufer-Massen gestaut. Außerdem war dort viel Nässe auf der Straße und es lagen etliche Bananenschalen herum. Da musste man ein bisschen aufpassen, dass man nicht ausrutscht."
Auf halber Strecke erfuhr Kuhn von der Pleite des prominenten Debütanten. "Ungefähr bei Kilometer 20 habe ich mitbe-
kommen, dass Dieter Baumann ausgestiegen ist." Kuhn jedoch hielt seinen Rhythmus durch - auch dank zusätzlicher Moti-
vation durch die Zuschauer. Denn die malten kurzerhand neue Transparente für die leidenden Helden auf der Strecke. Die Aufschrift: "Ihr seid besser als Baumann."

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 24. April 2002
Hanse-Marathon ein Erlebnis
Läufer des MTV Adenbüttel in Hamburg dabei
520 000 Zuschauer können sich nicht irren: Das dachten sich auch vier Marathonläufer des MTV Adenbüttel und machten sich auf den Weg nach Hamburg. Allerdings nicht nur zum Zugucken, sondern als Teilnehmer beim traditionellen Hanse-
Marathon, der bereits zum 17. Mal veranstaltet wurde.
Jörg Rosenthal ging mit der Startnummer 16016 auf die Strecke und belegte am Ende den 215. Platz. "Ich wollte an meine Vorjahreszeit anknüpfen und bin dann mit 2:47:03 Stunden knapp zwei Minuten darüber geblieben", war er zufrieden mit seiner Leistung.
Auf Tuchfühlung zu seinem Mannschaftskameraden lief Dr. Detlef Ringbeck, und mit einer Zeit von 2:48:34 Stunden belegte er schließlich den 253. Platz. Auch Otto Liedtke (Platz 3141) in 3:27:53 Stunden und Mathias Vlachakos 3:43:30 Stunden (5358) waren mit ihrem Ergebnis zufrieden.
"Steht auf, wenn ihr feiern wollt", dröhnte es von der NDR-Party-Bühne am Überseering. Und die Hamburger begleiteten die
20 000 Läufer mit "Trillerpfeifen, Kuhglocken und Trommeln auf der 42,195 Kilometer lange Strecke", wie Jörg Rosenthal sein Lauferlebnis schilderte. (jut)

NIEDERELBE ZEITUNG vom 24. April 2002
Läufer aus Wanna beim Hamburg-Marathon aktiv
Keine Probleme mit 42,195 Kilometer langer Strecke
Wanna (ww) Der Hansaplast-Marathon in Hamburg ist für hiesige Marathonläufer oft der Wettkampfhöhepunkt des Jahres.
42,195 Kilometer wollen gelaufen werden, da hat sich schon manch einer nach schlechter Vorbereitung gewundert, wie lang die Strecke werden kann. Nicht so die vier Läufer des TSV Wanna, die in verschiedenen Altersklassen an den Start gingen.
Morgens um neun beim Start noch kalt, aber sonst war das Wetter Teilnehmern und Zuschauern hold und zeigte sich von der
angenehmen Seite.
In der AK M40 startete Rolf Bernhard und kam nach 4:16:01 Stunden ins Ziel. In der AK (M60) benötigte Udo Beirau
 3:37:59 Stunden und Manfred Tretrop  4:56:28 Stunden.
Gut gelaunt ins Ziel
Der in der Altersklasse M65 startende Siegfried Gronau sah die Ziellinie nach 3:52:20 Stunden. Keiner der vier für den TSV
Wanna startenden Läufer hatte Probleme auf der langen Strecke und kam, jeder zufrieden mit seiner Leistung, gut gelaunt ins
Ziel.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 25. April 2002
Holtgrefe knackt die Drei-Stunden-Marke
17. Hansaplast-Marathon in Hamburg wieder mit vielen Läuferinnen und Läufern aus Ostfriesland
Von Gunnar von der Geest
Hamburg. Hamburg war wieder ein tolles Pflaster für den Sport: Am Sonntag gingen 17 777 Läufer, 2189 Skater und 18 Rollstuhlfahrer beim 17. Hansaplast Marathon an den Start. Das mit Spannung erwartete Debüt von Olympiasieger Dieter Baumann scheiterte: Der 37-Jährige drückte nur 35 Kilometer auf die Tube, dann erwischte ihn der berühmt-berüchtigte “Mann mit dem Hammer” - und der Marathon wurde länger als lang ...
“Ich musste klar meine Grenzen erkennen und habe das Experiment an dieser Stelle lieber abgebrochen”, sagte Baumann. Es gewann überraschend der Kenianer Christopher Kandie (2:10:17 Stunden) vor Hailu Neguse (Äthiopien, 2:10:24 Stunden). Bei den Frauen wiederholte Sonja Oberem (TSV Leverkusen, 2:26:21 Stunden) ihren Vorjahressieg.
Angefeuert von rund 700 000 Zuschauern an der Strecke, erfüllte sich Werner Holtgrefe (LG Ostfriesland) seinen Traum. Im
fünften Anlauf über 42,195 Kilometer blieb der 45-Jährige erstmals unter drei Stunden und belegte in der Altersklasse M45 einen guten 65. Platz. “Über meine Zeit von 2:58:16 Stunden freue ich mich riesig”, jubelte er. “Das gesamte Rennen lief super, lediglich die letzten drei Kilometer waren hart.” Den Halbmarathon absolvierte Holtgrefe in 1:26 Stunden, später orientierte er sich an der Hamburger Meisterin Sylvia Pille-Steppat, mit der er kürzlich zusammen im Trainingslager war. Sogar die BILD-Zeitung würdigte die Leistung des Richtbohrmeisters: “Öliger Rekord” hieß es dort in einer Randnotiz über Werner Holtgrefe, der während seiner vielen Auslandseinsätze stets nur im
Fitnessraum auf dem Laufband trainierte.
Lange Zeit zum Feiern hatte er indes nicht: Schon am Montag früh musste der 1,86 Meter große Langläufer wieder zur Arbeitstelle ins Trollfield nach Norwegen fliegen. “Die kommenden Tage werde ich mich regenerieren und mich dann auf die
Bahnsaison vorbereiten”, erklärte der Auricher. “Ich möchte gern die 10.000 m unter 38 Minuten laufen.” Holtgrefe gewann in Hamburg die inoffizielle Altkreis-Aurich-Wertung klar vor Heiko Trebesch (MTV, 3:14:51 Stunden) und Karl Schürmann (LG Ostfriesland, 3:20:25 Stunden). Schnellster Marathoni vom TuS Aurich-Ost war Manfred Veith in 3:37,55 Stunden.
Die älteste Teilnehmerin aus der Region war zugleich die beste: Annechien Andresen (TuS Aurich-Ost, W50) verfehlte in 4:01:22 Stunden knapp die Vier-Stunden-Marke. Andrea Jeschke (MTV Aurich Triathlon) überquerte nach 4:08:30 Std.
die Ziellinie. Im Rennen der Skater erreichte Markus Büker (MTV Aurich) ausgezeichnete 1:28:41 Stunden.
Überschattet wurde die Veranstaltung durch den Tod eines 19-jährigen Läufers aus Trittau (bei Hamburg). Dieser war kurz vor dem Ziel kollabiert und sofort wiederbelebt worden. Dennoch verstarb er wenig später auf dem Weg ins Krankenhaus.

ROTENBURGER KREISZEITUNG vom 25. April 2002
Am Ende in den Asphalt beißen
Elf Sottrumer Freizeitjogger bewährten sich beim Marathon in Hamburg
Sottrum (abc) · Die Gemeinde Sottrum hat sich in den vergangenen Jahren zum Mekka für Jogger und Langstreckenläufer entwickelt. Laufen ist an der Wieste ein gesellschaftliches Ereignis.
Der Tag danach. Nichts mit Ruhe. Kein Beine hochlegen. Kein Lümmeln auf dem heimischen Sofa. Nein. "Aktive Erholung" ist angesagt. Konkret: Am Tag nach dem Lauf über 42 Kilometer und 195 Metern ist Reiner Schlobohm zusammen mit seinen Sportkollegen sechs bis sieben Kilometer "locker gejoggt". Was für den Nichtsportler kaum vorstellbar ist, heißt im Sportjargon "Auslaufen". Nur so würden die angesammelten Schlackestoffen aus der Muskulatur wieder vertrieben, nur so könne der Muskel wieder störungsfrei arbeiten, erläutert Schlobohm.
Wochenlang hatte sich der Unternehmer aus Sottrum auf den Hanse-Marathon am vergangenen Sonntag vorbereitet. Wochenlang war er abends nach Geschäftsschluss in und um den Wiesteort gelaufen, um die notwendige Kondition aufzu-
bauen. Eine Knüppelei, die am Ziel des Marathons in einem "riesigem Schwall an Glücksgefühlen" mündete.
Reiner Schlobohm euphorisch:
"Marathon ist ein Erlebnis, das einem Außenstehenden kaum zu vermitteln ist. Wer die 42,195 Kilometer schafft, vergisst alle
Qualen recht schnell."
Gesteigert wurde die Freude des 51-Jährigen durch die gelaufene Zeit. Mit drei Stunden und 43 Minuten erreichte Schlobohm genau jene Marke, die er in seinen unzähligen Trainingseinheiten auch angepeilt hatte. Genugtuung verschaffte dem Sottrumer natürlich auch die Tatsache, das ein Olympiasieger wie Dieter Baumann bei seinem ersten Marathon nach 35 Kilometern aussteigen musste. "Ein Marathon hat halt seine eigenen Gesetze", weiß Schlobohm, der bereits in Berlin, Köln und Stockholm die klassische Strecke erfolgreich bewältigte.
Mit der Erfahrung der letzten Jahre weiß der Geschäftsmann nur zu gut, dass "Du gerade zwischen Kilometer 36 und 40 in den Asphalt beißen musst". Mit deutlichen Worten erklärt Schlobohm, was es heißt, sich drei bis vier Stunden "am Limit zu bewegen: Die ersten 30 Kilometer sind Spaß. Die letzten zwölf Kilometer sind Marathon." Am Ende läuft der Marathoni "nicht mehr mit den Beinen, sondern nur noch mit dem Kopf". Reiner Schlobohm ergänzt: "Da muss die Ratio über den Körper gewinnen."
Hilfreich waren bei der Tortur nicht nur das Millionen-Publikum, das die Strecke säumte, auch das Gemeinschaftserlebnis
der elf Sottrumer Sportler war ein Baustein des Erfolges. "Wir sind zusammen angereist und haben die Stunden nach dem Marathon auch gemeinsam ausklingen lassen", fühlte sich Schlobohm in der Gruppe "geborgen". Logisch, dass die Aktiven diese Geborgenheit auch am Tag danach suchten.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 25. April 2002 (Auszug)
Fehntjer trifft Wigald Boning
Ostfriesen beim Marathon in Hamburg / Über 20 000 Teilnehmer am Start
Auch die Mitglieder des Leeraner VHS-Laufkurses starteten an der Elbe
Hamburg. Nach 2001 bot die Volkshochschule Leer unter Leitung von Edzard Wirtjes zum zweiten Mal einen Marathon-
Vorbereitungskurs an. 25 “Erstlinge” bereiteten sich seit September auf den Hamburg Marathon vor : und alle, die den Kurs durchhielten, erreichten am Sonntag nach 42,195 Kilometer das Ziel.
Der VHS-Gruppe schlossen sich noch weitere Läufer und Inliner an, so dass die Gruppe insgesamt aus über 40 Ausdauer-
sportlern bestand. Am Sonntagmorgen am Start standen sie gemeinsam mit über 20 000 Läufern, Inlinern, Rollstuhlfahrern und Walkern am Start. Die Bedingungen waren für die Zuschauer phantastisch, etliche Straßen nutzten ihre sonst kaum überquerbaren Straßen zu Festen.
Für die Läufer wurde es mit zunehmender Wärme anstrengender. Im Zielbereich waren es gegen 15 Uhr an die 20 Grad.
Alle Teilnehmer der Gruppe schafften den Marathon, ohne das sie sich völlig verausgabten. Die gute Renneinteilung ließ es sogar zu, die Strecke zu genießen und das Bad in der Menge der 500 000 Zuschauer zu nehmen.
Der SV Warsingsfehn war mit einem Quartett in Hamburg am Start. Rolf Steinke hatte nach gut 40 Kilometern ein besonde-
res Erlebnis, als er plötzlich Komiker Wigald Boning neben sich erblickte. “Ein Lichtblick”, bekannte der Moormerländer später. Aber: Der Fernsehheld, gekleidet in Anzug und Krawatte, war letztlich zu langsam: “Er konnte nicht mehr richtig laufen, da musste ich ihn abhängen.”
Ergebnisse Warsingsfehn: Peter Steinke (2:38:44; Gesamtplatz 92!); Friedhelm Saathoff (3:10:31), Jens-Peter Grest (3:15:52), Rolf Steinke (3:20:29).
Ergebnisse Fortuna Logabirum: Renate Vry (4:57:54), Meike Dogs (4:56:54), Gerold Sieveriens (4:36:10), Gerhard Hommers (4:19:02), Gaby Hommers (4:13:05).
Weitere Ergebnisse: Meint Bloem (TSV Riepe/3:58:55), Coord Anton Krull (SV Simonswolde/4:39), Hinrich Ernst (Leer/3:51:49), Wolfgang von Garrel (Leer/3:44:02).
Auch ostfriesische Skater mischten in Hamburg mit. Besonders erfolgreich war Heinz-Peter Kattau von den Oldies des RSC
Emden, der in 1:24:29 Stunden die Altersklasse M60 gewann.

DEWEZET HAMELN vom 25.April 2002
Bock läuft Rekord
Hamburg/Hameln
(olz). Mit einer Zeit von 2:32:38 Stunden unterbot Christian Bock vom VfL Hameln, der für die LG Weserbergland startet, beim Hamburg-Marathon den 18 Jahre alten Kreisrekord von Joachim Niggemann um 11 Sekunden.
Mit dieser absoluten Top-Leistung belegte Bock einen hervorragenden 50. Gesamtplatz im über 20.000 Teilnehmer starken internationalen Läuferfeld. Bei seinem insgesamt 6. Marathonlauf hat sich der ehemalige Mittelstreckenspezialist nun auch in der norddeutschen Langstreckenelite fest etabliert.
Innerhalb von nur sechs Wochen lief Bock bei den beiden größten deutschen Volksläufen neben dem überragenden 2. Platz in Celle nun auch die beiden Kreisrekorde im Halb-Marathon und im Marathon. Ebenfalls ansteigende Formkurve zeigte Dieter Jermis (ESV). Mit 3:04:09 Stunden lief der Marathon-Routinier bei seinem 14. Hamburg-Start und seinem insgesamt 34. Marathon unter die schnellsten 1000 Teilnehmer. Das positive Gesamtbild der Hamelner Athleten rundete Horst-Udo Pätzold mit 3:21:29 Std. ab.

DER MÜNSTERLÄNDER vom 25. April 2002
Jeder Marathonlauf schreibt seine eigene Geschichte
Langstreckler aus dem Kreis Cloppenburg in Hamburg und Rotterdam am Start – Zwei Läufer
unter drei Stunden
Kreis Cloppenburg (kop). Jeder Marathon schreibt neue Geschichten: In Hamburg waren es am vergangenen Sonntag
18 000 und in Rotterdam knapp 11 000. In der holländischen Metropole „finisht“ Martin Timmen (Lauftreff TuS Emsteker-
feld) in 2:57:23 Stunden (Platz 339) und strahlt, weil er wieder unter drei Stunden gelaufen ist. Nach einer überstandenen
Operation im Vorjahr musste der 43-Jährige wieder bei Null mit dem Training beginnen.
Sein Lauffreund Hubertus Meyer (LT TuS Emstekerfeld) war in Rotterdam nur einige Sekunden langsamer, jedoch ent-
täuscht. So gut trainiert wie nie, hatte der 45-Jährige sich eine bessere Zeit ausgerechnet. Immerhin: 2:57:23 Stunden (Platz
349) ist sein zweitbestes Ergebnis. Dagegen erreichte Christoph Koopmeiners bei seinem sechsten Marathon nicht das Ziel. Bei Kilometer 25 (1:50 Stunden) musste er mit Seitenstechen und Magenproblemen die Segel streichen.
Absolut nicht als Läufer fühlt sich dagegen Frank Mensing aus Cloppenburg, der in Hamburg an den Start ging.
Der 29-Jährige spielt Handball beim TV Cloppenburg und war im vergangenen Jahr als Zuschauer beim Köln-Marathon
gepackt worden. “Absoluter Wahnsinn. So fertig und leer wie nach dem Marathon habe ich mit noch nie gefühlt“, kommen-
tierte er die einmalige Grenzerfahrung, die er aber jedem im Leben empfiehlt. Mensing war in der Vorbereitung geradezu minimalistisch: Sieben Wochen vor Hamburg lief er zweimal wöchentlich zehn Kilometer. Seine längste Strecke war 17 Kilo-
meter. Seine Zeit in der Hansestadt: 4:35:14 Stunden.
Normalerweise sollten es schon 50 Kilometer pro Woche sein, um einigermaßen vernünftig auf die 42,195 Kilometer vorbe-
reitet zu sein. Diese Strecken hatten die Hobbyläufer vom Lauftreff TuS Emstekerfeld, vom VfL Löningen und den Emsteker
Bären mindestens in den Beinen und brachten vielfach gute Ergebnisse mit.
In Rotterdam liefen vom Lauftreff TuS Emstekerfeld Franz-Josef Assmann (M40) 3:26:48 Stunden und Ulla Menke (W40) 4:20. In Hamburg waren vom Lauftreff TuS Emstekerfeld am Start: Hans-Joachim Rüve (M30): 3:13:37 Stunden (Bestzeit),
Ralph Wiemann (M30): 3:26:04 (Premiere), Rolf Eckardt (M40): 4:01:35 (Premiere), Rainer Mieck (M40): 4:16:07, Hart-
mut Rudolf (M50): 3:43:09 und Ursula Uhlenkamp (W35): 4:07:42.
Der VfL Löningen war mit fünf Langläufern in Hamburg: Heiko Piossek (M45) rannte 3:28:12 Stunden, Matthias Büsching (M20) 3:30:26 (Bestzeit), Wolfgang Günther (M45) 4:13:00, Bernd Meyer (M40) bei seiner Premiere 3:34:13 und Karl-
Heinz Lewerenz (M45) bei seinem 30 Marathon 3:40:54 Stunden.
Die Emsteker Bären kehrten ebenfalls rundum zufrieden aus der Hansestadt heim: Josef Holtvogt (M35) und Ludger Klöve-
korn (Premiere) passierten nach 3:58:40 Stunden das Ziel, Heiner Hopfmann (M40) nach 3:28:52 und Andreas Vorwerk
erreichte nach 3:17:47 Stunden das Ziel.

BREMERVÖRDER ZEITUNG vom 26. April 2002
Das Ziel ist vorne
20 Nordkreisathleten starteten beim Marathonlauf in Hamburg
(bz). Spitzenläufer Dieter Baumann musste nach 36 Kilometern die Segel streichen aber zwanzig Läufer aus dem Nordkreis Rotenburg schafften die gesamte Strecke über 42,195 km beim 17. Hansaplast-Marathon. Als Sieger kam Christopher Kandie aus Kenia nach 2:10:17 Stunden ins Ziel, bei den Frauen gewann Sonja Oberem wie im Vorjahr und lief 2:26:21 Stunden.
Mehr als 500 000 Zuschauer säumten die Strecke in Hamburgs Innenstadt und bejubelten über 17 000 Läufer über die Marathonstrecke. Dabei waren auch zwanzig Ausdauersportler aus Bremervörde, Hesedorf, Glinde-Kornbeck, Ebersdorf, Alfstedt, Hipstedt, Gnarrenburg und Karlshöfen am Start. Die beste Zeit der Nordkreisläufer erreichte Werner Stelljes vom TSV Gnarrenburg, der:nach 3:16:50 Stunden ins Ziel kam und damit insgesamt 1909. wurde. In seiner Altersklasse M 60 belegte er einen hervorragenden 13. Platz.
Aber auch für alle anderen galt, nach monatelanger sorgfältiger Vorbereitung und über 42 Kilometern seinen ganz eigenen Sieg zu erringen. Die äußeren Bedingungen ließen am frühen Sonntagmorgen noch so manchen Läufer über die passende Laufbekleidung grübeln. Nebel lag über Hamburg, als um 9.00 Uhr nach Inline-Skatern und Rollifahrern die Marathonläufer von den Messehallen aus in drei Blöcken versetzt auf die Strecke geschickt wurden. Auch an den Landungsbrücken bei Kilometer 10 war die Sonne noch nicht zu sehen. Die Begeisterung am Straßenrand und im Läuferfeld war ausgezeichnet, als
sich der Nebel auflöste und strahlender Sonnenschein die Läuferschar am Glockengießerwall beim Lauf um Binnen- und Außenalster empfing. Nach der Hälfte der Strecke hatten die Läufer ihr individuelles Tempo gefunden.Verpflegungs- und Getränkestände wurden im vorbeilaufen mitgenommen. In Fuhlsbüttel ging es vorbei an der City Nord, bei Kilometer 30 wurde der nördlichste Punkt erreicht.
Das Laufen geriet nun mehr und mehr zur Belastung; Die Straßen waren jedoch dicht gesäumt, Zuschauer standen gedrängt und ermunterten die Läufer begeistert. Bei Kilorneter 35 wurde die letzte Verpflegungsstation angelaufen: noch einmal Bana-
nen und Wasser. Der Weg zu den beiden letzten Getränkestellen bei Kilometer 37,5 am Klosterstern und am Alsterufer bei Kilometer 40 war für viele Läufer mit harten Oberschenkeln, Muskelbeschwerden oder einfach wegen der Erschöpfung
doch recht weit. Trotz strahlenden Sonnenscheins und der wunderbaren Aussicht am Alsterufer konnten die meisten Läufer Hamburgs schönste Seite kaum genießen. Auf der Karolinenstraße mit dem Zielbanner in Sicht, nahmen die Läufer die Arme
hoch und liefen -jeder für sich als Sieger- ins Ziel.
Eine bemerkenswerte Leistung erbrache Jannek Lührs aus Alfstedt. Beim "Zehntelmarathon" über 4,2 km lief er am Sonn-
abend vor dem eigentlichen Marathon in seiner Altersklasse (M8/9) in 16:00 Minuten als zweiter ins Ziel.
Aus der Ergebnisliste:
(Nettozeiten)
Werner Stelljes (TSV Gnarrenburg/M60) 3:16:50 Stunden; Ingo Müller (TuS Alfstedt/M35) 3:17:50; Jörg Stelling (TuS Alfstedt/M20) 3:27:18; Günter Tiedemann (TSV Hollen/M50) 3:31:43; Helmuth Böttjer (TSV Karlshöfen/M55) 3:38:41; Herbert Söhl (TSV Ebersdorf/M50) 3:46:34;
Hans-Hinrich Kahrs (TuS Alfstedt/M45) 3:47:11; Dierk Ebeling (MTV Hesedorf/M40) 3:49:53; Marco Schmidt (TuS Alfstedt/M20) 3:50:11;
Hans-Hermann Kück (TSV Karlshöfen/M60) 3:50:23; Ralf Rimkus (TSV Gnarrenburg/M40) 3:58:14; Freddy Noack (TuS Alfstedt/M40) 4:11:24;
Egon Barkow (TuS Alfstedt/M65) 4:13:08; Frerich Dreesch-Rosendahl (TuS Hipstedt/M30) 4:20:09; Kurt Arnhold (TSV Bremervörde/M65)
4:23:40; Werner Langer (TSV Karlshöfen/M60) 4:29:41; Dieter Erdmann (MTV Hesedorf/M55) 4:39:09; Johann Antons (SV Glinde Kornbeck/
M55) 4:39:12; Karin Steffens (TuS Alfstedt/W40) 4:52:45; Helga Hinck (TuS Alfstedt/W40) 5:07:35.

Auch 16 Aktive aus dem Kreis Verden waren in Hamburg dabei (Neuer Bericht vom 27. April bei Presse Verden)

NWZ Online vom 27. April 2002
Ofener Erfolge beim Marathon
Oldenburg (sr). Dieter Baumann war in Hamburg dabei, kam aber nicht ins Ziel. Besser machten es die Marathon-Läufer des Lauftreffs vom TuS Ofen, denn die acht gestarteten Aktiven erreichten das Ziel, sieben von ihnen brachten sogar per-
sönliche Bestleistungen mit nach Hause. Volker Raabe war schnellster Läufer aus Ofen und benötigte drei Stunden und sieben Minuten für die 42,195 km lange Strecke. August Lübbers (3 Std. 16 Min.), Burkhard Knopp (3 Std. 24 Min.) und Michael Schardt (4 Std. 4 Min.) konnten ihre bisherigen Bestleistungen unterbieten.
Heide Kuck, Sportlerin des Jahres in Bad Zwischenahn, benötigte 3 Std. 48 Min., Doris Hoffmann lief in 4 Std. 7 Min. eine Minute schneller als bei ihrem bisherigen persönlichen Rekord. Sonja Bredehöff und Ehrentraud Schneider-Hassel kamen nach 4 Std. 32 Min. gemeinsam ins Ziel.

NWZ Online vom 27. April 2002
Stark bei Marathon
TSG-Läufer auch bei Duathlons am Start
Sandkrug. 21 Leichtathleten der TSG Hatten/Sandkrug starteten am Sonntag beim Hamburg-Marathon. Besondere Freude kam bei den acht Debütanten auf, die ihren ersten Marathon ohne Blessuren und zudem mit beachtlichen Zeiten beendeten.
Bei den Frauen war wieder einmal Karin Schwarting mit 3:25:12 Stunden die Nummer eins der TSG (9. Platz AK W45), gefolgt von der glänzend aufgelegten Rita Emke, die in 3:38:14 Stunden persönliche Bestzeit lief. Bei den Männern konnte sich Steffen Geiger in 3:12:19 Stunden vor Bernd Velden mit 3:20:49 Stunden platzieren. Begeistert war Dieter Mimkes, der viele Trainingseinheiten der Debütanten geleitet und die Trainingspläne geschrieben hat, vor allem vom Frauenlauftreff:
“Ich bin von der Leichtigkeit beeindruckt, mit der die Frauen den ersten Marathon weggesteckt haben. Alle Achtung vor dieser Leistung!”.

NEUE DEISTER ZEITUNG vom 30. April 2002
Lauftreff Bad Münder stellt in Hamburg Vereinsrekord auf
Bad Münder/Hamburg . Für 15 Marathonis vom SC Bad Münder stand jetzt wieder der Frühjahrsklassiker auf dem Pro-
gramm: Die 17. Auflage des Hansemarathons mit über 20 000 Sportlern am Start.
Bei leichten Nebelschwaden ging es zunächst auf der 42,195 Kilometer langen Strecke über Reeperbahn und Elbchaussee zum Hafen. Dort bekamen die Läufer grandiosen Beifall von tausenden Fans an der Strecke zu spüren. Viele ließen sich hier schon - nach nur elf Kilometern davon mitreißen und liefen viel zu schnell und so manch einer bekam später die Quittung da-
für. Doch die meisten teilten sich ihre Kräfte richtig ein, um bei herrlichem Sonnenschein das Ziel zu rereichen.
Am schnellsten schaffte das vom Lauftreff der 21-jährige Dominic Grasse, der endlich auch seine guten Zeiten über zehn Kilometer auf die Marathondistanz umsetzen konnte. Er lief nicht nur mit 2:52:09 Std. eine persönliche Bestzeit, sondern
auch neuen Vereinsrekord für den SC Bad Münder. Er erreichte Platz 348 in der Gesamtwertung und Platz 70 in der Alters-
klasse. Er brauchte für jeden Kilometer damit nur knapp über vier Minuten. Zuvor hatte er beim Paderborner Osterlauf auch über die halbe Distanz den Rekord mit 1:20:33 Std. aufgestellt.
Zwei weitere Läufer konnten ebenfalls noch die magische Dreistundengrenze unterbieten. Während Jürgen Keller es in 2:58:36 Std. sicher schaffte, kam Detlef Erasmus mit einer Punktlandung von 2:59:57 Std. ins Ziel. Damit konnten die beiden sich noch unter die besten 800 der Gesamtwertung schieben. Ein tolles Debüt gaben Matthias Stehn (Altersklasse M 40) in 4:06:39 und Lebensgefährtin Kirsten Siebert (W 40) in 4:34:22. Sie hatten die einzigartigen Stimmung bei diesem Stadt-
marathon genossen, nachdem sie sich intensiv ein Jahr im Lauftreff auf den Tag vorbereitet hatten. Glückwunsch zum wür-
digen Marathondebüt, das sie sicherlich nie vergessen werden.
Persönliche Bestzeiten stellten Uwe Cipra (M 40) in 3:33:34; Klaus - Peter Grasse (M 50) in 4:11:07 , sowie der 68-jährige
Helmut Franz in 3:48:20 auf. Weiter kamen ins Ziel: Ralf Duske M35 in 3:03:34 Std., Hermann Koch M55 in 3:15:18 Std., Thomas van Ballegooy M35 in 3:24 Std., Bernd Wingerter M45 in 3:38:50 Std., Karola Keller W40 in 4:31:42 Std., Helga Franz W60 in 5:08:26 Std. Während sich Helga Franz trotz Wadenkrampf ins Ziel rettete, musste Jürgen Bohlmann verletz-
ungsbedingt bei Kilometer 37 aufgeben.

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