21. Ossiloop vom 14. bis 31. Mai 2002

Alle Informationen zum Ossiloop 2002 gibt es im Internet unter: www.sv-holtland.de und www.lauftreff-aurich.de
Extra-Seite der Ostfriesen Zeitung Ergebnisse & Presseartikel / Weitere Presseartikel hier auf der Seite
Impressionen vom Ossiloop (bei der TG Wiesmoor) / Bildergalerie der Ostfriesischen Nachrichten
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OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 9. April 2002
Ossiloop: "Einer der originellsten Läufe in Deutschland"
Am 14. Mai fällt der erste Startschuss in Loga
Holtland . Die Organisatoren und Helfer des SV Holtland sind eifrig dabei, den 21. Ostfrieslandlauf von Leer nach Benser-
siel vorzubereiten. Am 14. Mai fällt im Julianenpark von Leer-Loga um 19 Uhr der erste Startschuss zu diesem Lauf über sechs Etappen.
Im Julianenpark werden sich noch viele Läuferinnen und Läufer in die Listen einschreiben lassen und ihre Startnummern an-
heften. Alle streben in drei Wochen jeweils Dienstags und Freitags um 19 Uhr zum Küstenbadeort Bensersiel, wo sie am 31. Mai das Ziel erreichen. Für viele Ossilooper gibt es ein Wiedersehen und so mancher Plausch verdrängt die Anfangsnervosi-
tät. Immerhin liegen etwa 70 Kilometer vor ihnen.
Auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche “Neue” angemeldet, die über Presse und Mundpropaganda vom Ossiloop gehört haben, neugierig sind und mitlaufen wollen. Die “Condition”, eine Fachzeitschrift für den Laufsport, bezeichnete den Ossiloop in einer ihrer Ausgaben als “einen der originellsten Läufe Deutschlands” und leitet dieses Lob ab aus der Aufteilung der Gesamtstrecke in sechs Etappen zu je 10 bis 13 Kilometern. Dass im vergangenen Jahr mehr als 700 Frauen, Männer und Jugendliche über einen Zeitraum von drei Wochen jeweils Dienstags und Freitags auf dem Ostfriesland-Wanderweg von
Leer zur Nordseeküste gelaufen sind, ist ein weiteres besonderes Merkmal dieser Laufveranstaltung.
“Landschaftslauf” ist ein anderer Name für den Ossiloop. Auf dem Weg von Leer nach Bensersiel kommen alle markanten Landschaftsformen Ostfrieslands vor. Von der Geest mit den Wallhecken geht es durch die Fehnlandschaft mit den Wieken und Zugbrücken bis in die Marschenniederung vor der Küste. So gibt es die “Mühlenetappe” von Bagband nach Holtrop durch die Mühlengemeinde Großefehn. Dass die letzten Kilometer auf einem Deich gelaufen werden, rundet diesen Land-
schaftslauf ab.
Weniger der Sieg oder Platzierungen stehen bei den Ossiloopern im Vordergrund, sondern die Kommunikation vor dem
Start und nach dem Zieleinlauf. Viele nehmen sich unterwegs Zeit zu tratschen, gehindert werden sie dabei oft nur durch die Enge des Wanderweges. Der Austausch über Erlebtes und Erlittenes ist für viele sehr wichtig und lockt zur Teilnahme an.
Eine weitere Besonderheit des Ossiloops sind die Rahmenprogramme der Kommunen an den Etappen-Zielorten.
Ansprachen von Schirmherren oder den Vertretern der Kommunen und des Sports werden abgelöst von musikalischen Dar-
bietungen. Ehrungen und Auszeichnungen für Läufer stehen ebenfalls nach jeder Etappe auf dem Programm. Erfrischungsge-
tränke und Obst machen die Ossilooper wieder munter und frisch für die nächste Etappe.
In diesem Jahr wird es sehr wahrscheinlich keine Abschlussfeier geben. Sie ist wegen der hohen Teilnehmerzahl schwer zu organisieren. Klaus Beyer plant, die T-Shirts direkt nach dem Zieleinlauf in Bensersiel auszugeben, dort sollen auch die
Sieger geehrt werden.
Unterlagen über den Ossiloop mit Anmeldeformular gibt es bei Klaus Beyer, Buchenweg 19 in 26835 Holtland.
Der Anforderung ist ein frankierter und adressierter Briefumschlag beizufügen. Telefonische Meldungen werden nicht entge-
gengenommen.
Informationen auch im Internet unter: www.sv-holtland.de und www.lauftreff-aurich.de

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 20. April 2002
Ossiloop 2002: Zeit wird so wie immer genommen
Cheforganisator Klaus Beyer erteilt elektronischer Zeitmessung klare Absage / Erstmals keine
offizielle Abschlussfeier

Von Jürgen Gawlick-Daniel
Holtland. In 24 Tagen fällt der erste Startschuss zum größten ostfriesischen Laufspektakel, dem mittlerweile 21. Ossiloop. Mehrere hundert Frauen, Männer und Jugendliche werden sich dann wieder drei Wochen lang in sechs Etappen immer Dienstags und Freitags auf den knapp 69 Kilometer langen Weg von Leer-Loga nach Bensersiel machen. Ob es auch in diesem Jahr einen neuen Teilnehmerrekord geben wird, ist zurzeit nicht abzusehen. Rund 170 Meldungen lagen bis Freitag, 19. April vor. “Das entspricht der Zahl vom vergangenen Jahr”, erklärt Cheforganisator Klaus Beyer. Er rechnet eher nicht mit einer neuen Steigerungsrate. “Ich bin in der Beziehung etwas skeptisch.” 2001 liefen 785 Ossilooper alle Etappen. Das bislang höchste Ergebnis.
Der TuS Aurich-Ost organisiert Busfahrten zu den Ossiloop-Etappen, Anmeldungen bei Erwien Meyer unter Telefon
0 49 41 / 6 35 60, und kann sich über mangelndes Interesse nicht beklagen. Die 56 Sitzplätze eines Busses waren ruckzuck vergeben. Jetzt soll ein zweiter Bus eingesetzt werden. Keine Frage, das Ossiloop-Fieber grassiert.
Diskutiert wird auch die Organisation des Laufs, vor allem die Zeitnahme wird von einigen Ossiloopern in Frage gestellt. Klaus Beyer sagt dazu klipp und klar: “Es bleibt alles so wie im vergangenen Jahr.” Es habe trotz der hohen Teilnehmerzahl keine Probleme gegeben. Im Gegenteil: “Alles lief so reibungslos wie noch nie.” Es wird also wieder zwei Zielgassen geben, eine davon für Tagesläufer. Ein klare Absage erteilt Beyer der elektronischen Zeitmessung mit Chips: “Viel zu teuer und viel zu aufwändig.”
Beyer geht davon aus - und er muss es ja wissen - dass bei den Ossiloopern weniger die Zeiten und Platzierungen im Vor-
dergrund stünden, sondern die Kommunikation vor dem Start und nach dem Zieleinlauf. “Viele nehmen sich unterwegs Zeit
zu tratschen, gehindert werden sie nur durch die Enge des Wanderweges. Der Austausch über Erlebtes und Erlittenes ist für viele sehr wichtig und lockt zur Teilnahme.”
Auf eine offizielle Abschlussfeier werden die Ossilooper in diesem Jahr erstmals verzichten müssen. “Zu groß”, winkt Beyer ab. Sie sei für so viele Leute nicht mehr sinnvoll zu organisieren. Beyer appelliert an die Lauftreffs, eigene Feiern auf die
Beine zu stellen. Eine erste Initiative gibt es bereits. Werner Ihlow vom TV Norden ruft andere Vereine auf, eine Ossiloop-
Abschlussparty gemeinsam zu organisieren. Die Sieger des Ossiloops 2002 werden noch im Bensersieler Hafen geehrt. Dort gibt es auch die begehrten T-Shirts. Wer eine Urkunde haben möchte, muss im Verlauf der Veranstaltung einen frankierten DIN-A4-Umschlag mit Anschrift und Startnummer abgeben, nur dann wird die Urkunde auch zugeschickt.
Informationen und Meldeunterlagen zum 21. Ossiloop können angefordert werden bei Klaus Beyer, Buchenweg 19, in 26835 Holtland. Wichtig ist, einen adressierten und frankierten Rückumschlag beizulegen. Telefonische Anmeldungen sind nicht möglich.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 14. Mai 2002
Ossiloop: Klaus Beyer hat nur 1000 Startnummern
21. Ostfrieslandlauf von Leer-Loga nach Bensersiel: Bis Montag Mittag lagen 890 Anmeldungen vor
Holtland (gaw). Der Ossiloop ist beliebt wie nie zuvor. 890 Frauen, Männer und Jugendliche haben sich für den Etappen-
lauf von Leer nach Bensersiel vorangemeldet (Stand Montag Mittag) und ein Ende ist nicht in Sicht. “Das ist der Wahnsinn”, findet Cheforganisator Klaus Beyer kaum Worte für diese überwältigende Resonanz. Vor wenigen Wochen noch war er skeptisch gewesen hinsichtlich der Teilnehmerzahl. Nur schleppend gingen die Voranmeldungen ein. Jetzt geht der “Vater des
Ossiloops” davon aus, dass mehr als 1000 mitlaufen werden. Ein Problem hat Beyer allerdings: “Ich habe nur 1000 Start-
nummern.”
Am Dienstag Abend um 19 Uhr fällt im Julianenpark in Leer-Loga der Startschuss zur ersten Etappe. Die Startnummern gibt’s ab 18 Uhr an vier “Schaltern”, getrennt nach Einzel-, Sammel- und Nachmeldungen. Letztere sind bis 18.30 Uhr mög-
lich. Danach geht nix mehr. Tagesläufer können sich vor dem Start der jeweiligen Etappe anmelden.
Im Ziel in der Schulstraße in Holtland werden die schnellsten Läufer gegen 19.30 erwartet. Die “Heseler Waldmusikanten” werden aufspielen. Den Führenden der Wertungsklassen werden von der Erntekönigin der Samtgemeinde Hesel “Gelbe Trikots” übergestreift.
Entgegen ursprünglichen Überlegungen wird es nun doch eine Änderung bei den Starts geben. Die Startnummern der ersten 100 bis 150 Läuferinnen und Läufer werden im Ziel in Holtland markiert. Sie werden bei den folgenden Starts ganz vorn eingereiht. Diese Blockbildung ist eine Konzession an die Leistungsläufer, die eine gute vordere Platzierung erreichen wollen.
Abonnementsieger Peter Steinke und Enno Heidergott (drei Gesamtsiege) haben dieses Jahr nicht gemeldet. Damit sind Lutz Hörnemann und Reinhard Ludwig von der LG Ostfriesland und Harry Jürrens von der Emder LG favorisiert. Diesen Drei-
kampf erwartet LGO-Sportwart Eduard Tjarks. Er räumt Ludwig die besten Chancen ein. Aber: “Lutz Hörnemann ist der bessere Taktiker.” Bei den Frauen verzichtet die Vorjahreszweite Gerda Sawatz (LG Ihrhove/Warsingsfehn) auf einen Start. Die Auricherin Dagmar Gumbrecht-Vinke hat damit gute Chancen, ihren Titel zu verteidigen.
Angesichts der hohen Teilnehmerzahl appelliert Beyer an die Vernunft. “Wenn jeder sich diszipliniert verhält, dürfte alles kein Problem sein.” Probleme sieht er allerdings abseits der Laufstrecke auf den Straßen. “Die hohe Zahl der Fahrzeuge ist schlim-
mer als die Zahl der Läufer.” Viele Autos und etliche Busse benötigen Parkraum. Besonders Plaggenburg könnte zum Knack-punkt werden. Die Ortsdurchfahrt wird verkehrsberuhigt und ist derzeit Baustelle.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 14. Mai 2002
Die Ossiloop-Etappen: 68 Kilometer von Leer nach Bensersiel
“Königsetappe” von Holtrop nach Plaggenburg ist die längste / Landschaftslauf durch Ostfriesland
Holtland (gaw). Genau 68,6 Kilometer warten in den kommenden drei Wochen auf jene Ossilooper, die alle sechs Etappen von Leer nach Bensersiel laufen wollen. Start ist jeweils um 19 Uhr. Längstes Teilstück ist die so genannte “Königsetappe” von Holtrop nach Plaggenburg. Sie ist 13,7 Kilometer lang. Als schönste und landschaftlich reizvollste Etappe gilt der Ab-
schnitt von Plaggenburg nach Dunum über 11,8 Kilometer.
Startetappe von Leer nach Holtland über 10,8 km (14. Mai): Los geht’s im Julianenpark. Die Startnummern werden ab 18 Uhr an vier “Schaltern” ausgegeben, getrennt nach Einzel-, Sammel- und Nachmeldungen. Ziel ist in der Schulstraße in Holt-
land. In der Sporthalle dort kann geduscht werden.
2. Etappe von Holtland nach Bagband über 10,5 km (21. Mai): Die kürzeste Etappe wird auf dem neuen Sportplatz an der Norder Straße gestartet. Ziel ist der Parkplatz an der Bundesstraße in Holtland.
3. Etappe von Bagband nach Holtrop über 11,2 km (21. Mai): Die “Mühlenetappe” wird an der Bagbander Kirche ge-
startet. Vier Mühlen stehen an der Strecke. Ziel ist beim Spar-Markt in Holtrop.
4. Etappe von Holtrop nach Plaggenburg über 13,7 km (24. Mai): Die “Königsetappe” ist die längste. Sie wird gestartet im Heerweg in der Nähe des Holtroper Denkmals, führt über den Ems-Jade-Kanal und durch Aurich zum Ziel beim Schützen-
haus in Plaggenburg.
5. Etappe von Plaggenburg nach Dunum über 11,8 km (28. Mai): Los geht’s zur Harlingerlandetappe auf dem Plaggen-
burger Sportplatz am Eintrachtweg. Im Ziel in Dunum gibt’s Tee von den Landfrauen.
6. Etappe von Dunum nach Bensersiel über 10,6 km (31. Mai): Am Hafentor von Bensersiel werden die Ossilooper von
vielen hundert Menschen frenetisch empfangen. Die zehn Besten jeder Laufklasse werden geehrt.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 15. Mai 2002
Mäschig und Gumbrecht die ersten Etappensieger
Ossilopp, 1. Etappe: 21. Auflage sprengt alles bisher Dagewesene / 1120 Läufer bedeuten neuen
Teilnehmerrekord
Leer (sm/gaw). Neuer Teilnehmerrekord, neuer Sieger bei den Männern, nichts Neues bei den Frauen - so lautet das Fazit der ersten Etappe des 21. Ossiloops. 1120 Läufer machten sich am 14. Mai auf den 10,8 Kilometer langen Streckenab-
schnitt von Leer nach Holtland. Der Wilhelmshavener Michael Mäschig überquerte bei seiner Ossiloop-Premiere gleich als Erster die Ziellinie. Bei den Frauen hatte Vorjahressiegerin Dagmar Gumbrecht die Nase vorn. Beide Konkurrenzen verliefen
aber äußerst spannend.
Mäschig hatte im Ziel nur 15 Sekunden Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger, Lutz Hörnemann (LG Ostfriesland). Weitere
14 Sekunden dahinter folgte Harry Jürrens. Mit Reinhard Ludwig und Siebo Wiegmann blieben zwei weitere Läufer unter
der 38-Minuten-Grenze.
Bei den Frauen ist Inga Jürrens (Emder LG) der Führenden Auricherin ganz dicht auf den Fersen. Danach hatte es zunächst nicht ausgesehen. Denn Gumbrecht erarbeitete sich einen großen Vorsprung. Doch auf den letzten drei Kilometern holte Jürrens auf und hatte im Ziel schließlich nur hauchdünne vier Sekunden Rückstand auf die Siegerin. Mit Hilde Steinke folgte eine Läuferin der Altersklasse W 55 auf dem dritten Rang. Deutlicher waren da schon die Zeitabstände bei der Jugend.
Viel Trubel und Aufregung herrschte am Dienstag erwartungsgemäß vor dem Start im Leeraner Julianenpark. 917 vorange-
meldete Läufer mussten ihre Startnummern abholen. Hinzu kamen 101 Tagesläufer. Und auch einige Nachmeldungen gab es noch am Start: 88 bei den Männern, 23 bei den Frauen, 5 bei der männlichen und 4 bei der weiblichen Jugend.
Der Riesenandrang endete jedoch nicht im Chaos. Außerordentlich diszipliniert ging es am Start zu. Am meisten aber freute sich Hauptorganisator Klaus Beyer am Dienstag Abend über das Wetter. Noch kurz bevor es um 19 Uhr losgehen sollte,
hatte es in Leer heftig geregnet. Rechtzeitig zum Start jedoch riss die Wolkendecke auf. Und der Himmel präsentierte sich dem Läuferfeld angemessen.
Am Freitag steht die zweite Etappe auf dem Programm. Dann geht es über 10,5 Kilometer von Holtland nach Bagband.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 16. Mai 2002
Hiesigen Topläufern wird die Show gestohlen
Außerostfriesischer Mäschig gewinnt erste Etappe

Von Jürgen Gawlick-Daniel
Holtland . Mr. Ossiloop ist in diesem Jahr nur Zuschauer. Als sich Peter Steinke am Dienstag Abend im Julianenpark zu-
nächst warm lief, schockte er noch die Konkurrenz, dann ging er aber doch nicht an den Start. Er begnügte sich damit, die 1120 Läuferinnen und Läufer unterwegs von Leer-Loga nach Holtland immer wieder anzufeuern.
Warum er denn in diesem Jahr nicht mitlaufe, wollten die ON wissen. Steinke zuckte mehrmals mit den Schultern: “Ich muss ja nicht jedes Jahr dabeisein. Eine Pause ist auch mal ganz okay.” Ossiloop-Müdigkeit beim Abonnement-Sieger?
Den Aurichern Lutz Hörnemann und Reinhard Ludwig von der LG Ostfriesland konnte das egal sein. Für sie war der Weg frei ganz nach vorn, zumal auch Enno Heidergott von der LG Ihrhove/Warsingsfehn nicht gemeldet hatte. Er bereitet sich auf die Duathlon-EM vor. Einen hatten die ostfriesischen Topläufer dann aber doch nicht auf der Rechnung. Wie auch? Der 25-
jährige Michael Mäschig von der LG Wilhelmshaven gab sein Ossiloop-Debüt und wurde gleich Erster. Er nahm Hörnemann auf den 10,8 Kilometern 15 Sekunden ab. Harry Jürrens von der Emder LG verpasste bei Kilometer 8 die Abbiegespur,
verlor mindestens zehn bis fünfzehn Sekunden und landete nur auf dem dritten Platz. Reinhard Ludwig schließlich wurde Vierter.
Nach diesem überraschenden Ausgang der ersten Etappe bei den Männern schätzt Hörnemann seine Chancen auf den Ge-
samtsieg nicht mehr hoch ein. “Der Mäschig kann 32er Zeiten auf Zehn laufen”, schiebt er die Favoritenrolle klar dem
Außerostfriesischen zu. “Harry ist derzeit stark drauf. Der könnte vielleicht noch was reißen vorn.” Wenn er sich bei der zweiten Etappe nicht wieder verläuft.
Die Männerwertung bleibt auf jeden Fall spannend. Bei den Frauen zeichnet sich derweil ein Zweikampf zwischen Vor-
jahressiegerin Dagmar Gumbrecht-Vinke aus Aurich und Jürrens-Tochter Inga ab. Beide könnten vom Alter her Mutter und Tochter sein (Jahrgänge 1957 und 1982). Mit Hilde Steinke (Jahrgang 1945) als Drittplatzierte gesellt sich dann schon fast die dritte Generation hinzu. Gumbrecht-Vinke erreichte das Ziel in Holtland lediglich mit vier Sekunden Vorsprung vor Jürrens. Die Auricherin war zunächst auf der Suche nach möglichen Gegnerinnen gewesen, nachdem die Zweite des Vor-
jahres, Gerda Sawatz (LG Ihrhove/Warsingsfehn) und die schnelle Irmi Hartmann (TV Norden) nicht gemeldet hatten. “Das war schon ein komisches Gefühl, so gar nicht zu wissen, gegen wen laufe ich überhaupt.” Jetzt weiß sie es und darf sich auf ein richtig spannendes Duell einstellen.
Glücklich und entspannt war am Dienstag Abend der “Vater des Ossiloops” zu erleben. Klaus Beyer freute sich über das schöne Wetter, über die riesengroße Läuferschar und darüber, dass alles reibungslos klappte. Man muss sich das einmal vorstellen: 1120 Menschen passierten das Nadelör Ostfriesland-Wanderweg. Parallel dazu waren auf den Straßen unzählige Autos, Bullis und Busse unterwegs. Und es gab keine unliebsamen Zwischenfälle. Toll.
Am Freitag wird der Ossiloop mit der zweiten Etappe von Holtland nach Bagband fortgesetzt. Start ist um 19 Uhr auf dem Sportplatz Holtlander-Nücke. Stimmen die Wetterprognosen, dürfen die Ossilooper sich auf eine Hitzeschlacht einstellen: 29 Grad Celsius sind für den Tag gemeldet.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 17. Mai 2002
Start zur kürzesten Etappe
21. Ossiloop: 10,5 Kilometer von Holtland nach Bagband
Holtland (gaw). Um 19 Uhr fällt am Freitag der Startschuss zur zweiten Ossiloop-Etappe von Holtland nach Bagband. Es geht los auf dem neuen Sportplatz an der Norder Straße in Holtland-Nücke. Auf die mehr als 1000 Läuferinnen und Läufer wartet der mit 10,5 Kilometer kürzeste Streckenabschnitt. Ein Spaziergang für erfahrene Ossilooper.
Die Etappe führt das Teilnehmerfeld durch die Holtlander Nücke gen Hesel und von dort Richtung Stikelkamp nach Bag-
band. Auf dem Parkplatz an der Bundesstraße ist das Tagesziel erreicht. Dort wird das Läuferfeld vom Bagbander Orts-
bürgermeister begrüßt. Bei starkem Wind werden sich die Flügel der Bagbander Mühle drehen, ein von weitem sichtbares Zeichen, dass das Etappenziel nah ist.
Vor dem Start zur 2. Etappe wird um 18.30 Uhr in Holtland ein etwa 800 Meter langer “Bambinilauf” für Kinder bis zu 12 Jahren gestartet. Anmeldungen hierfür werden ab 17.30 Uhr im Sportheim auf dem Sportplatz entgegen genommen.
Wird es heute eine Hitzeschlacht geben oder nicht? Der NDR-Wetterdienst sagt Temperaturen um 20 Grad Celsius voraus, das sind für den Langstreckenlauf schon hohe Werte. Wer unterwegs keine gesundheitlichen Probleme bekommen möchte, sollte viel trinken. Zwei bis drei Flaschen stilles Mineralwasser, schlückchenweise über den Tag verteilt, dürfen es schon sein. Auf schweres fetthaltiges Essen sollte ganz verzichtet werden: Müsli, Knäckebrot und viel Obst sind die richtigen Fitmacher für den Ossiloop.
Die Spitzenläufer wissen, wie und womit sie sich richtig vorbereiten müssen. Für sie geht es in der Endabrechnung schließlich um Sekunden. Dem Führenden Michael Mäschig (LG Wilhelmshaven) sind Lutz Hörnemann (LG Ostfriesland) und Harry Jürrens (Emder LG) dicht auf den Fersen. Noch spannender geht es in der Frauenwertung zu. Die Auricherin Dagmar Gum-
brecht-Vinke liegt lediglich vier Sekunden vor ihrer Verfolgerin Inga Jürrens (Emder LG).


OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 18. Mai 2002
Michael Mäschig verteidigt gelbes Trikot / Vorjahressiegerin Gumbrecht-Vinke verliert
Ossiloop - 2. Etappe: Jörg Valentin und Peter Steinke Tagessieger / Inga Jürrens bei den Frauen vorne
Holtland/Bagband (wrs). Auf der 10,5 km langen Etappe von Holtland nach Bagband baute Michael Mäschig bei den Männern seine Führungsposition aus. Er kam mit einem Vorsprung von acht Sekunden auf den Zweitplatzierten Lutz Hörne-
mann ins Ziel.
“Die Bedingungen waren optimal. Es lief alles gut mit. Die beiden Führenden musste ich passieren lassen”, gesteht Mäschig. Er meinte damit Jörg Valentin und den Vorjahreszweiten Peter Steinke, die gemeinsam den Tagessieg in 34:54 Minuten ver-
buchten. Hörnemann sprach von einem taktisch guten Rennen. “Ich habe mir die Kraft gut eingeteilt und mich nicht an Harry
Jürrens gehängt, der zu Beginn ein verdammt schnelles Tempo angegangen ist und dafür zum Schluss zurückfiel.”
Reinhard Ludwig von der LG Ostfriesland landete auf den dritten Rang und schob sich in der Gesamtwertung an Harry Jürrens vorbei. “Im Vergleich zur ersten Etappe war ich beim zweiten Durchgang besser drauf. Wichtig war, dass ich vor Jürrens im Ziel angekommen bin”, freute sich Ludwig über seinen dritten Rang. An Hörnemann werde er wohl in diesem Jahr
nicht vorbei kommen. Der sei etwas besser in Form, bekennt der Auricher. Aber abgerechnet werde erst in Bensersiel, gibt er sich kämpferisch.
Bei den Frauen gab es einen Führungswechsel. Vorjahressiegerin Dagmar Gumbrecht-Vinke (44:10) verlor 70 Sekunden
auf Inga Jürrens, die nach 43 Minuten das Ziel passierte. Gumbrecht-Vinke ging angeschlagen ins Rennen. ”Es hat von An-
fang an weh getan. Aber ich habe mich durchgebissen”, lautete ihr Fazit.
Hilde Steinke absolvierte ihre 122 Etappe in 45:02 Minuten. Sie landete mit der fünftbesten Zeit auf den dritten Rang in der Gesamtwertung.
Gerd Wolzen vom SV Holtland stellte bei der männlichen Jugend seine Klasse unter Beweis. Er gewann die Etappe unange-
fochten in 38:15 Minuten mit einer Minute Vorsprung auf die Konkurrenz. Als Zweiter (39:13) ging Torsten Kiel durchs Ziel.
Die Ergebnisse bei der weiblichen Jugend lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Am kommenden Dienstag steht der dritte Durchgang auf dem Programm. Die Etappe führt über 11,2 km von Bagband nach Holtrop.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 18. Mai 2002
Ossilooper schneller als Autofahrer
Stau auf der B 72 von Holtland bis Hesel / Tagesläufer Jörg Valentin gewinnt die zweite Etappe
Auch beim Bambinilauf in Holtland gab´s einen neuen Melderekord: Da reichten die Urkunden nicht
Von Uwe Prins
Holtland/Bagband. Wer gestern Abend so gegen 19 Uhr mit dem Auto aus Leer in Richtung Aurich unterwegs war, hätte sich besser für die zweite Etappe des Ossiloops angemeldet: Denn ein Großteil der erneut weit über 1000 Teilnehmer absol-
vierte das zweite Teilstück von Holtland nach Bagband schneller als die Autofahrer: Pfingst- und Ostfrieslandlauf-Verkehr sorgten auf der B 72 vor Hesel für einen Kilometer langen Stau.
So saßen viele Lauf-Begleiter noch im Auto, als die Spitzengruppe den großen Parkplatz vor der Bagbander Mühle erreich-
ten. Tagesläufer Jörg Valentin (TV Norden) gewann die zweite Etappe vor Peter Steinke (LG Ihrhove/Warsingsfehn), der ebenfalls nicht für die Gesamtstrecke gemeldet hat. Das Gelbe Trikot des Gesamtersten verteidigte damit der Wilhelms-
havener Mäschig, der als Dritter ins Ziel kam.
Bei den Frauen quälte sich Dagmar Gumbrecht-Vinke über die Ziellinie: Die schnellste Frau zog sich am Dienstag auf der Strecke von Leer nach Holtland eine schmerzhafte Oberschenkel-Zerrung zu, die ihr gestern stark zu schaffen machte: “Das war mehr schlecht als recht heute”, stöhnte die Titelfavoritin.
Als gute Maßnahme erwies sich die Entscheidung von Chef-Organisator Klaus Beyer, den schnellsten 100 Teilnehmern einen
roten Stempel auf die Startnummer zu drücken, womit sie in einer getrennten Startgruppe an der Spitze das Feld anführen konnten. Der Leeraner Physiotherapeut Reinhard Wodak, selber eher im hinteren Feld zu Hause, schlug vor, weitere Gruppen einzurichten: “Die schnellsten vorweg, eine weitere Gruppe dahinter und dann der Mopp : mit mir.”
Auf der schmalen Straße am Holtlander Sportplatz verhielt sich die große Lauffamilie sehr diszipliniert. Gut eine Minute ver-
ging nach dem Startschuss, ehe die “Nachhut” die Startlinie erreicht hatte.
Ähnlich groß war der Andrang schon beim Bambinilauf gewesen, der in Holtland traditionell vor der zweiten Etappe ausge-
tragen wird. 117 Kinder machten mit : neuer Teilnehmerrekord. “Wir hatten sogar sieben Urkunden zu wenig”, schüttelte Hedda Beyer verlegen den Kopf.
Gefangen von der Atmosphäre war auch die Ossiloop-Projektgruppe des Internatsgymnasiums Esens. Zehn Schüler haben sich seit Januar unter Regie von Sportlehrer Tjark-Fokken Emken auf die sechs Etappen vorbereitet : und waren auch
gestern Abend wieder völlig begeistert. “Das ist echt stark hier”, meinte Henning Sjuts.

Info-Mail vom Auswerteteam (19.5.)
Moin,
ich erfasse die Daten in diesem Jahr erstmals mit einem neuen Programm, dass mir die Eingabe erleichtert. Leider hat das
Programm noch einige Fehler, die sich, wie das nun mal so ist, erst in der Praxis herausstellen. Immer wenn wieder ein Fehler
auftaucht, rufe ich meinen Kollegen an der das Programm geschrieben hat und er versucht den Fehler zu beheben.
Da das Ganze eine reine Privatangelegenheit ist und wir der OSTFRIESEN ZEITUNG die Daten lediglich zur Verfügung stellen, sitze ich schon jetzt viel zu lange vor dem Rechner. So heute wieder seit 11 Uhr.
Bitte um Verständnis.
Mit sportlichem Gruß, Enno Müller

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN (Online) vom 20. Mai 2002
Ossiloop: Dienstag Start zur Mühlenetappe
Von Bagband nach Holtrop
Holtland (gaw). Ossiloop, der dritte Teil. Auf die etwa 1000 Läuferinnen und Läufer wartet am Dienstag eine der schönsten
Teilstrecken des Ostfrieslandlaufes, die so genannte Mühlenetappe. Es geht durch eine liebliche Fehnlandschaft über Kanäle
hinweg und an vier Windmühlen vorbei von Bagband nach Holtrop. 11,2 Kilometer ist die Strecke lang. Der Startschuss fällt
um 19 Uhr vor der Bagbander Kirche.
100 Ossilooper mit einem roten Stempel auf ihrer Startnummer kommen erneut in den Genuss, ganz vorne starten zu dürfen. Diese Blockbildung hat sich bereits in Holtland bewährt. Wenngleich die Enge und das Gedränge dahinter weiterhin groß waren. Da gilt es, sich durchzubeißen.
Durchbeißen muss sich auch die Auricherin Dagmar Gumbrecht-Vinke. Zweimal hatte sie zuletzt den Ossiloop gewonnen. Den Hattrick wollte sie in diesem Jahr schaffen, aber eine Verletzung in der Oberschenkelmuskulatur lässt das offensichtlich nicht zu. Mit mehr als einer Minute Rückstand auf Inga Jürrens (Emder LG) erreichte sie am Freitag das Ziel in Bagband. “Mehr ging nicht. Es hat von Anfang an weh getan”, klagte sie im Ziel. Möglicherweise wird die sympathische IGS-Lehrerin den Ossiloop gar nicht durchstehen.
Bei den Männern bleibt es spannend. Zu gering sind noch die Abstände. Der Führende Michael Mäschig darf sich längst
noch nicht sicher fühlen. Vor allem Lutz Hörnemann, aber auch Reinhard Ludwig und Harry Jürrens haben noch Chancen.
Durch die Mühlengemeinde Großefehn laufen die Ossilooper zu Beginn der zweiten Woche. Von der Geest mit der Wall-
heckenlandschaft um Bagband führt die Strecke durch das Fehngebiet von Spetzer- und Großefehn. Typische Fehnsied-
lungen werden durchlaufen, ehe in Aurich-Oldendorf der Geestrücken wieder erreicht wird. Im Ziel im Holtroper Heerweg werden die Ossilooper vom Schirmherrn der dritten Etappe, Großefehns Bürgermeister Hayo Wolters begrüßt.
In Holtrop wird ein Bambinilauf gestartet, und zwar um 19 Uhr zeitgleich mit dem Start der dritten Etappe in Bagband. Los geht’s auf dem Sportplatz in Holtrop über etwa 1000 m bis zum Denkmal im Heerweg. Mitmachen kann jedes Kind bis zu 12 Jahren.

Noch eine Info-Mail vom Auswerteteam (20.5.)
Moin,
hier ist noch einmal Enno Müller, der Mensch mit den Ossiloop-Daten.
Also ich habe die Daten noch einmal komplett neu erfaßt, weil das andere Programm nicht praxistauglich war. Jetzt also wieder als Works-Datenbank. Wenn Fehler auftauchen, bitte Email an mich.
fam.e.mueller@freenet.de
Gruß Enno Müller

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 21. Mai 2002
1050 Ossilooper im Ziel - EDV-Programm qualmt
3. Etappe heute von Bagband nach Holtrop / Jugendläuferin Andrea Manssen überrascht Experten
Ostfriesland (mai/up). Heute um 19 Uhr wird die 3. Etappe des Ostfrieslandlaufes von Bagband nach Holtrop (11,2 Km)
gestartet. Auf der sogenannten Mühlenetappe laufen die Athleten durch die Gemeinde Großefehn. Vier Mühlen stehen am Wegesrand und können von der Laufstrecke eingesehen werden, zudem sind die Rotoren der neuen Windräder unüberseh-
bar und manchmal auch zu hören.
Von der Geest mit der Wallheckenlandschaft um Bagband führt die Strecke durch das Fehngebiet von Spetzer- und Große-
fehn. Kanäle und Brücken sowie die typische Fehnbesiedlung werden durchlaufen, bevor in Aurich-Oldendorf der Geest-
rücken wieder erreicht ist. Im Heerweg, dem Zielbereich in Holtrop, werden die Ossilooper von Großefehns Bürgermeister Hayo Wolters, dem Schirmherrn dieser Etappe, begrüßt. Für die beste Läuferin und den besten Läufer aus Holtrop gibt es je einen Präsentkorb.
Auch heute wird vor dieser Etappe in Holtrop ein Lauf für “Bambinis” angeboten. Um 19 Uhr, zeitgleich mit dem Start der Ossilooper in Bagband, wird am Sportplatz in Holtrop der Lauf über einen Kilometer bis zum Denkmal im Heerweg gestartet. Teilnehmen kann jedes Kind bis zu zwölf Jahren.
Organisator Klaus Beyer ist mit dem Verlauf der ersten beiden Etappen zufrieden: “Wir hatten Glück mit dem Wetter und die
Resonanz ist beeindruckend.” 1050 Leute erreichten Freitag das Ziel.
Aufgrund des großen Teilnehmerfeldes gibt es allerdings Probleme mit dem EDV-Programm. “Das qualmt sozusagen”,
ächelt Beyer. So finden sich derzeit noch viele Teilnehmer nicht in der Liste wieder, die in der Nacht nach jeder Etappe auf der Website der OSTFRIESEN ZEITUNG veröffentlicht werden. (Zu erreichen über die Navigation oben auf dieser Seite).
“Wir bekommen täglich viele Anrufe von Ossiloopern, die sich nicht wiederfinden, oder aber mit falschen Namen oder mit
falschen Zeiten. Das ist schade, aber unser EDV-Mann Enno Müller arbeitet alle gemeldeten Änderungen ein.”
Für die Überraschung des diesjährigen Ostfrieslandlaufes sorgt eine Judoka aus Warsingsfehn: Die Jugendliche Andrea Manssen erreichte in Bagband als schnellste Frau das Ziel und führt die Jugendwertung souverän an.
“Die Andrea ist bislang bei keiner Laufveranstaltung aufgefallen. Sie ist für mich die Entdeckung des Jahres”, schwärmt
Beyer, der mit Rolf Steinke Kontakt aufnehmen will. Der läuft nicht nur selber mit, sondern ist auch Leichtathletik-Sparten-
leiter des SV Warsingsfehn.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 22. Mai 2002
Hilde Steinke deutlich schneller als Gesamtführende
Frauen sorgen für Gesprächsstoff / Gumbrecht-Vinke steigt im Ziel aus / Nichts Neues bei den Männern
Holtrop (sm). Die Frauen standen im Blickpunkt der dritten Etappe des Ossiloops, die über 11,2 Kilometer von Bagband nach Holtrop führte. Mit deutlichem Abstand Schnellste im Ziel war die Führende der Jugendwertung, Andrea Manssen, die eigentlich mit dem Laufsport sonst überhaupt nichts am Hut hat. Von Haus ist sie Judoka. “Das muss ja nicht so bleiben”, hofft Ossiloop-Organsitor Klaus Beyer auf Verstärkung in der Läuferszene.
Überraschung Nummer zwei: als erste Frau überquerte die Seniorin Hilde Steinke die Ziellinie mit fast einer Minute Vor-
sprung auf Inga Jürrens. Jürrens verteidigte aber Platz eins in der Gesamtwertung. Das waren die positiven Nachrichten.
Für die negative sorgte die Auricherin Dagmar Gumbrecht-Vinke. Bereits mit einer Wadenverletzung gestartet kam sie zwar ins Ziel, musste dort jedoch feststellen: “Es hat keinen Zweck mehr.” Die weiteren Etappen werden ohne sie stattfinden müssen. Noch am Dienstagmorgen war sie beim Physiotherapeuten in Behandlung gewesen, hatte es am Abend versucht und
sich durchgebissen.
Nichts Neues bei den Männern. Der Wilhelmshavener Michael Mäschig verteidigte seine Gesamtführung. Etappensieger
aber wurde wieder ein anderer. Wieder hatte Tagesläufer Peter Steinke im Ziel deutlich die Nase vorn.
Mit 20 Sekunden Rückstand auf Mäschig kam Harry Jürrens ins Ziel und verkürzte damit seinen Rückstand in der Gesamt-
wertung auf den Zweitplatzierten Lutz Hörnemann, der sich am Dienstag mit Platz vier zufrieden geben musste.
Während den Spitzenläufern die doch recht hohen Temperaturen wenig zu schaffen machten, hatten die Masse damit mächtig
Probleme. Daran änderte auch die meist schattige Streckenführung nichts. Einige der wieder über 1000 Starter dachten gar ans Aufgeben, überwanden jedoch ihren toten Punkt und waren im Ziel froh, die Strecke doch gemeistert zu haben.
Am Freitag geht’s weiter mit Etappe vier, der Königsetappe, die von Holtrop nach Plaggenburg führt und der längste Streckenabschnitt auf dem Weg nach Bensersiel ist.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 24. Mai 2002
Längstes Teilstück wartet am heutigen Freitag auf die Ossilooper
"Königsetappe" über 13,7 km von Holtrop nach Plaggenburg
Holtland (gaw). Der Ossiloop wird “königlich”. Wenn sich am Freitag um 19 Uhr wiederum mehr als 1000 Läuferinnen und
Läufer zur vierten Etappe von Holtrop nach Plaggenburg an den Start begeben, dann liegen 13,7 Kilometer vor ihnen. Es ist die größte, die längste Herausforderung an die Ossilooper, es ist die “Königsetappe”.
Der Startschuss fällt im Holtroper Heerweg in der Nähe des Denkmals. Über den Ems-Jade-Kanal, durch Aurich und hinter Sandhorst über den so genannten “Ostfriesland-Äquator” führt dieser Teilabschnitt nach Plaggenburg. Tagesläufer können
bis 18.45 Uhr für diese Etappe beim Start in Holtrop melden. In der Nähe des Wasserturmes wird vom MTV Aurich eine Wasserstelle eingerichtet. Im Ziel spielt die Feuerwehrkapelle Middels auf. Aurichs Bürgermeisterin Sigrid Griesel wird die Sieger ehren. Alle, die König oder Kaiser heißen, werden besonders ausgezeichnet.
Nach Hilde und Dietrich Steinke, Werner Vehnekamp, Jutta Hecht, Wilhelm Bolhuis, Peter Steinke, Christa Janßen und Helga Kok werden am Freitag auch Christian Heibült und Johann Hillbrands in den Kreis jener aufgenommen, die 100 Ossiloop-Etappen gelaufen sind. Es sind dann zehn Läuferinnen und Läufer, die diesem “Klub” angehören, der von Hilde Steinke aus Neermoor angeführt wird. Sie ist seit 1982 bisher alle Etappen gelaufen.
Mit der Startnummer 130 läuft am Freitag Reinhard Schoon mit, Vorstand der Raiffeisen- und Volksbank Uplengen. Das ist
soweit nichts Besonderes, wäre er nicht gleichzeitig auch Schirmherr dieser längsten Etappe. Diese Funktion füllt er nun
schon zum fünften Mal aus. Er wird es sich nicht nehmen lassen, persönlich den Startschuss zu geben, um sich dann in das Feld der Ossilooper einzureihen.
Nach dieser längsten Etappe dürfte, wie in den Jahren zuvor, eine Vorentscheidung über den Sieg gefallen sein. In den vier Wertungsklassen dürfte es danach nur noch leichte Ergebniskorrekturen geben. Auf dieser Etappe werden die “Könige” und “Königinnen” des Ossiloops gekürt, gekrönt werden sie aber erst in Bensersiel.
Beste Chancen auf den Gesamtsieg bei den Männern hat Michael Mäschig von der LG Wilhelmshaven. Er führt mit fast einer
Minute vor Lutz Hörnemann. Bei den Frauen muss die Auricherin Dagmar Gumbrecht-Vinke wegen einer Muskelverletzung aufgeben. Inga Jürrens (Emder LG) führt mit beinahe zwei Minuten vor Hilde Steinke. Bei der männlichen Jugend dürfte sich Gerd Wolzen (SV Holtland) den Sieg nicht mehr nehmen lassen.
Die weibliche Jugend führt Andrea Manssen (SV Warsingsfehn) uneinholbar an.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 24. Mai 2002
Heute fällt Startschuss für die königliche Etappe
4. Ossiloopetappe: Mit 13,7 Kilometern längste Strecke für die Athleten
Christian Heibült und Johann Hillbrands absolvieren heute ihre 100. Etappe. Sie werden vor dem Start geehrt
Ostfriesland (mai). Heute startet die längste Etappe des Ossiloops. Die Läufer müssen von Holtrop bis nach Plaggenburg 13,7 Kilometer bewältigen. Deshalb wird der 4. Streckenverlauf auch Königsetappe genannt. Meist fällt auch hier die Vor-
entscheidung zum Ossiloop-Gesamtsieg.
Die Tagesläufer können sich bis 18.45 Uhr für die Königsetappe beim Start in Holtrop melden. Insgesamt 249 Kurzent-
schlossene haben sich für die bisherigen Etappen angemeldet. Daneben sind 230 Kinder beim Bambinilauf gestartet.
Beginn der heutigen Etappe ist wieder um 19 Uhr beim Heerweg, dem Zieleinlauf der “Mühlenetappe”. Während des Laufs überqueren die Athleten dabei den Ems-Jade-Kanal und hinter Sandhorst den sogenannten Ostfriesland:Äquator. Am Ziel wird die Läufer-Schar von Aurichs Bürgermeisterin Sigrid Griesel begrüßt.
Bei der Königsetappe werden Christian Heibült und Johann Hillbrands von Organisator Klaus Beyer geehrt. Beide Athleten laufen heute ihre 100. Etappe. Sie reihen sich damit bei den langjährigen Ossiloopern Hilde und Dietrich Steinke, Werner Vehnekamp, Jutta Hecht und Wilhelm Bolhuis, Peter Steinke, Christa Janßen und Helga Kok ein.
Der Schirmherr der 4. Etappe ist Reinhard Schoon. Er läuft mit der Startnummer 130 sämtliche Strecken mit. Schoon ist Vorstandsmitglied der Raiffeisen- und Volksbank Uplengen. Schon zum fünften Mal übernimmt er die Schirmherrschaft für diese Etappe. Schoon wird auch dieses Mal wieder den Startschuss geben und sich dann in das Feld der Ossilooper einreihen. Ein Hinweis für die Läufer: In der Nähe des Wasserturmes wird vom MTV Aurich eine Wasserstelle eingerichtet.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 25. Mai 2002
Souverän meistern die Führenden die Königsetappe
Michael Mäschig und Inga Jürrens bauen ihre Poleposition aus / Kühle Witterung macht keine Probleme
Holtrop/Plaggenburg (wrs). Nieselregen am Start und Sonnenschein beim Ziel. Abwechslungsreicher hätten die äußeren Bedingungen auf der längsten Etappe des Ossiloops von Holtrop nach Plaggenburg nicht sein können. Nach 13,7 Kilometer passierte Tagessieger Michael Mäschig nach 46:47 Minuten die Zielmarkierung hinter der Gaststätte “Alter Krug” in
Plaggenburg. Er baute seine Poleposition in der Gesamtwertung aus. Mäschig nahm dem Zweitplatzierten Lutz Hörnemann erneut 16 Sekunden ab. Der Mann im gelben Trikot zog eine positive Bilanz: ”Besser ging es eigentlich nicht. Ab Kilometer sieben habe ich mich von Lutz gelöst und den Vorsprung herausgelaufen.” Der in der Gesamtwertung Führende nahm bereits
1994 als Schüler am Ossiloop teil und war damals wie heute von der Atmosphäre begeistert.
Ist damit der Kampf um Platz eins entschieden? Lutz Hörnemann nickt. “Das Rennen ist gelaufen”, lautet sein Kommentar.
So sieht es auch der Führende. “Ich habe noch nicht alles geben müssen. Es sind noch Reserven vorhanden, wenn es mal drauf ankommen sollte.” Platz drei der Gesamtwertung verteidigte Harry Jürrens. Der Tagesdritte setzte sich erneut gegen
den Vierten Reinhard Ludwig durch. Jürrens nahm den hinter ihm liegen LGO-Läufer acht Sekunden ab.
Bei den Frauen ließ Inga Jürrens nichts anbrennen. Sie gewann mit 83 Sekunden Vorsprung vor Hilde Steinke, die ihre 124
Etappe absolvierte. Steinke war insgesamt mit dem Ergebnis zufrieden. “Mir liegen diese Temperaturen nicht. Da bin ich
nicht so beweglich. Ich bevorzuge lieber hohe Temperaturen wie am vergangenen Dienstagabend. Dann komme ich gut zu-
recht. Trotzdem ist die Zeit in Ordnung.” Wie lange will sie noch laufen? “Ach, solange ich gesund bleibe, werde ich weiter-
machen. Laufen ist einfach meine Leidenschaft. Schon von Kindesbeinen an”, gibt sie zu Protokoll.
Während sich bei den Männer auf den ersten fünf Plätzen nichts veränderte, gelang bei den Frauen Tomke Gottschlich als Tagesdritte der Sprung auf Rang vier in der Gesamtwertung. Bei den Nachwuchsläufern gab es in der Spitze keine Verän-
derungen. Gerd Wolzen und Andrea Manssen gewannen die Königsetappe. Bei der weiblichen Jugend musste Henrike Grulich vom MTV Aurich, als Dritte im Gesamtklassement, verletzungsbedingt aufgeben. Die Bürgermeisterin der Stadt Aurich, Sigrid Griesel, nahm die Siegerehrung vor. Sie zeigte großen Respekt vor der Leistung der Akteure. An einen Start denkt sie selber in absehbarer Zukunft nicht. Dazu sei sie selber nicht trainiert.

GENERAL ANZEIGER (Ostfriesland) vom 25. Mai 2002
18-Jährige verblüfft alle
Andrea Manssen schnellste Läuferin der 4. Etappe
Ostfriesland. Gestern startete die Ossiloop-Schar zur vierten und mit 13,7 Kilometer längsten Etappe. Bei dem Lauf von Holtrop nach Plaggenburg setzten sich die Favoriten durch. Michael Mäschig von der LG Wilhelmshaven, Führender der Männer, lief in 46:29 Minuten als erster durchs Ziel. Bei den Frauen verteidigte Inga Jürrens (Emder LG) mit 57:58 Minuten Platz eins.
Die schnellste Frau ist aber nicht die schnellste Läuferin. Ossiloop-Neuling Andrea Manssen startet in der Jugendklasse und erreichte auch bei der vierten Etappe vor Inga Jürrens das Ziel. Seit der 1. Etappe trägt die 18-Jährige das gelbe Trikot der Gesamtführenden der Jugend und musste es seitdem nicht wieder abgegeben. Die Warsingsfehntjerin ist die Überraschung des diesjährigen Ossiloops. "Ich bin selber total baff. Mit dem Erfolg hätte ich nie gerechnet. "Auch Ossiloop-Organisator Klaus Beyer ist erstaunt über die junge Läuferin. "Ich kannte Andrea Mannssen gar nicht und habe mich schon bei der ersten
Etappe gewundert, welche Unbekannte da so schnell das Ziel erreicht. Solche Überraschungen sind richtig toll", sagt Beyer. Ob Andrea Manssen nun häufiger in der Läufer-Szene auftaucht, weiß sie noch nicht. "Darüber muss ich erstmal mit meinen Eltern sprechen. Die haben Bedenken, ich mute mir zu viel zu." Schließlich spielt die Schülerin des Leeraner Teletta-Groß-
Gymnasiums auch noch Handball und ist in der Warsingsfehntjer Karate-Mannschaft aktiv.
Das Interesse fürs Laufen wurde in der Schule geweckt. Dort machte sie beim Ausdauertraining und Staffellauf-Marathon
mit. "Ich hab‘ gemerkt, das macht mir Spaß und bin zu Hause angefangen zu laufen." Beim Ossiloop meldete sie sich ganz einfach aus Spaß an. "Außerdem wollte ich Leute kennen lernen", meint die 18-Jährige.Das dürfte beim diesjährigen Ossi-
loop kein Problem sein. Denn auch bei der vierten Etappe liefen wieder an die 1 000 Läufer mit.
Organisator Klaus Beyer freut‘s. Für ihn gab es gestern einen weiteren Grund zu guter Laune: Ossilooper Reinhard Schoon überreichte ihm als Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen-Volksbank Uplengen einen Scheck für den Ossiloop im Wert von
5 000 Euro. Am Ziel in Plaggenburg gab es noch andere Geschenke. Alle Läufer mit dem Namen "König" oder "Kaiser" er-
hielten als Präsent ein Handtuch. Schließlich gilt die 13,7 Kilometer lange Strecke als Königsetappe. Johann Keiser (Hesel), Heidrun Keiser (LG Uplengen), Hinrich und Edith König (Wiesmoor) und Käthe König (Emder LG) freuten sich über die Geschenke. (mai)

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 28. Mai 2002
Beyer hofft: Kein Chaosstart wie im vergangenen Jahr
Fünfte Etappe führt ins Harlingerland / Jubiläum für Hilde Steinke
Holtland (gaw). Auf dem Sportplatz in Plaggenburg am Eintrachtweg wird am 28. Mai die 5. Etappe des Ossiloops ge-
startet. Die rund 1000 Läuferinnen und Läufer durchqueren das Harlingerland und erreichen den Landkreis Wittmund. Nach 11,8 Kilometern ist das Tagesziel in Dunum-West erreicht. Für viele ist dieser Streckenabschnitt das landschaftlich schönste Teilstück des Ossiloops.
Weil der Ostfriesland-Wanderweg zwischen Middels und Plaggenburg derzeit gepflastert wird, müssen etwa 500 Meter auf Sand gelaufen werden, und zwar ziemlich bald nach dem Start bis etwa zur Spekendorfer Straße. Danach ist es dann vorbei mit dem Ausbau - Natur pur ist angesagt; es wird auf jeden Fall schwierig. Nicht umsonst gilt die 5. Etappe von je her als Crossetappe.
Im Bereich des Tagesziels werden die Ossilooper wie in den Vorjahren vom Posaunenchor Dunum empfangen. Die Land-
fauengruppe bereitet auf einer großen Tafel Ostfriesentee. Bürgermeister Reents wird nicht nur die Läufer in seiner Gemeinde
begrüßen, sondern auch Teilnehmer der Gesamtwertung auszeichnen. Darüberhinaus gibt es Preise für die jüngsten und ältesten Ossilooper. Schirmherr dieser “Harlingerlandetappe” ist der Landrat des Landkreises Wittmund, Henning Schultz.
Cheforganisator Klaus Beyer hofft, dass es am Dienstagabend trocken ist. “Damit die Ossilooper den traditionell netten Em-
pfang in Dunum genießen können.”
Mit der Einführung der “roten Startzone”, die schnellsten 100 Läufer der ersten Etappe werden ganz vorn eingereiht, ist das Gedränge um die besten Startpositionen etwas weniger geworden, jedoch nicht ganz aufgehoben. “Immer wieder gibt es Unvernünftige, die dem Hauptfeld oder gar dem hinteren Teil des Feldes angehören, sich aber ganz nach vorn drängeln”,
klagt Beyer. Er hofft, dass sich in diesem Jahr der Chaosstart vom Vorjahr nicht wiederholt. “Ich appelliere nicht nur an die Fairness, sondern an die Vernunft der Läufer, sich dort einzureihen, wo sie auch hingehören. Schließlich kennt ja jeder seine Platzierung in der Gesamtwertung.”
Hilde Steinke von Concordia Neermoor läuft Dienstag, 28. Mai ihre 125. Etappe Sie ist seit dem ersten Ossiloop 1982 dabei. Sie ist einzige Läuferin, die alle Etappen mitgelaufen ist. Sie feierte 19 Etappen- und 5 Gesamtsiege bei den Frauen. In diesem Jahr liegt sie auf Rang zwei der Frauenwertung.
Ossilooper, die eine Urkunde vom diesjährigen Lauf mit Zeitangabe und Platzierung haben möchte, müssen einen frankierten und adressierten Din-A4-Briefumschlag, auf dem die Startnummer stehen muss, bei Klaus Beyer oder einem anderen Orga-
nisator abgeben.
Tagesläufer können sich Dienstag, 28. Mai noch bis 18.45 Uhr auf dem Sportplatz in Plaggenburg in die Teilnehmerliste ein-
tragen lassen. Der Start erfolgt um 19 Uhr zum 11,8 Kilometer langen Teilstück ins Harlingerland.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 29. Mai 2002
Angetan vom Bandwurm - aber freie Bahn genossen
Bisherige Sieger gewinnen auch den Abschnitt von Plaggenburg nach Dunum / Anstrengende
11,8 Kilometer
Dunum (sm). “Klasse war’s”, fand Michael Mäschig. Und das meinte er nicht nur mit Blick auf seine Siegerzeit von 41:21
Minuten über die 11,8 Kilometer der 5. Ossiloop-Etappe von Plaggenburg nach Dunum.
Der Führende hatte am Dienstag sogar Zeit, sich während seines Laufs umzudrehen und am schier endlosen Läuferband-
wurm entlangzublicken: “Das war schon ein tolles Bild.” Nur - in diesem Getümmel hätte er selbst nicht stecken mögen.
So wie Mäschig und die anderen Spitzenläufer die freie Bahn genossen, war es für das Hauptfeld wieder das Erlebnis, in solch einem Riesenpulk zu laufen. Das allein ist schon schwierig genug. Dann verlangte der Streckenabschnitt den Teil-
nehmern auch noch einiges ab. Für viele war es gestern noch anstrengender als auf der Königsetappe. Da war das sandige Teilstück in Middels. Für die Führenden war dies kein Problem, da der Untergrund noch fest war. Für den Großteil des Feldes wurde dieser Abschnitt aber zu einem wahren Konditionstest. Und auch die restlichen Kilometer waren anspruchs-
voll, da sie, im Gegensatz zur bisherigen Strecke, nicht gepflastert und damit sehr uneben sind.
Die Zielankunft bei den Männern war wie gehabt: Mäschig vor Lutz Hörnemann. Dahinter folgte Holger Grigat. Sein dritter Rang reichte jedoch nicht, um sich auch in der Gesamtwertung weiter vorne zu platzieren.
Schnellste in der weiblichen Klasse war wieder die Jugendliche Andrea Manssen. Für sie wurden 49:57 Minuten gestoppt. Mit 4:02:26 Stunden führt sie damit auch die Gesamtwertung der weiblichen Jugend an. Selbst bei den Frauen würde sie
Platz eins belegen, hätte sie in dieser Klasse gemeldet.
Wie bei den Männern bot sich auch bei den Frauen das gleiche Bild. Inga Jürrens vor Hilde Steinke lautete am Dienstag Abend die Reihenfolge, die identisch mit der Gesamtwertung ist.
Bei der männlichen Jugend hatte der Gesamtführende Gerd Wolzen erneut die Nase vorn. Seine Etappenzeit: 44:08 Minuten.
Seine bisherige Gesamtzeit: 3:33.08 Stunden.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 31. Mai 2002
Meer in Sicht für 887 Ossilooper
Schlussetappe Dunum - Bensersiel
Holtland/Dunum (gaw). Am Freitagabend fällt in Dunum der Startschuß zur Schlussetappe des 21. Ossiloops. Um 19 Uhr wird sich der Läuferlindwurm gen Norden durch Esens zum Ziel in Bensersiel winden. An der Spitze werden wenig Änder-
ungen, im Feld dafür jede Menge Positionskämpfe erwartet. “Wichtiger ist jedoch, dass alle Läufer das Ziel in Bensersiel er-
reichen und dort heil ankommen”, sagt Cheforganisator Klaus Beyer.
Von den knapp 1000 in Leer gestarteten Ossiloopern sind noch 578 Männer, 263 Frauen, 26 männliche und 18 weibliche Jugendläufer in der Wertung. Zusammen also 885. Für den Sieg in den vier Wertungsklassen kommen nur die Führenden in Frage. Der Vorsprung, den Michael Mäschig von der LG Wilhelmshaven bisher auf seine Verfolger Lutz Hörnemann und Harry Jürrens herausgelaufen hat, beträgt knapp 1:30 Minuten und dürfte für den Gesamtsieg langen. Ebenso klar ist die Situation bei den Frauen, bei denen der Vorsprung von Inga Jürrens gut 2:30 Minuten auf Hilde Steinke beträgt. Die beste weibliche Teilnehmerin wird die Jugendläuferin Andrea Manssen sein, die die Jugendwertung mit großem Vorsprung anführt und auch bei den Frauen gewinnen würde. In der Jugendklasse hat Gerd Wolzen vom SV Holtland ein Polster von knapp 7 Minuten gegenüber Thorsten Kiel vom SV Emden-Harsweg.
Um 19 Uhr geht es für die Ossilooper fünf Kilometer auf dem Wanderweg bis Esens. Hinter Esens erreichen sie den alten Deich, auf dem es zum Hafentor des Ostanlegers geht. “”Meer in Sicht” heißt es dann, und die Strapazen der vergangenen drei Wochen sind bald wieder vergessen. Zumal in Bensersiel mehrere hundert Zuschauer die Ossilooper mit viel Beifall be-
grüßen und für ihre tollen Leistungen der vergangenen Wochen beglückwünschen werden.
Der Jugendspielmannszug der Schützencompagnie Esens wird für die musikalische Umrahmung sorgen bevor die Stadt
Esens die Ossilooper in Bensersiel begrüßen und einige Läufer auszeichnen wird. Erstmals werden die jeweils zehn besten Läuferinnen und Läufer in Bensersiel geehrt, weil es in diesem Jahr keine Abschlussveranstaltung gibt. Im Anschluss an den Zieleinlauf erhalten die Ossilooper das heiß begehrte Ossiloop-T-Shirt. Die Urkunden werden den Teilnehmern per Post zugeschickt. Dafür ist es erforderlich, einen DinA-4-Briefumschlag, frankiert und adressiert, vor dem Start zur Schlussetappe
abzugeben. Auf dem Umschlag muss die Startnummer stehen. Tagesläufer können sich am Freitag noch bis 18.30 Uhr am Start in Dunum melden. Gerade bei dieser Etappe ist die Zahl der Tagesläufer sehr hoch, weil der Zieleinlauf in Bensersiel stets ein besonderes Erlebnis ist.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 1. Juni 2002
Michael Mäschig und Inga Jürrens siegen mühelos
Schlusswertung bleibt unverändert / Rote Ossiloopshirts für alle Teilnehmer in Bensersiel
Bensersiel (lin/wrs). Nach 68,6 Kilometer Laufstrecke, verteilt auf sechs Etappen zwischen Leer und Bensersiel, empfingen
am Freitag Abend ab 19:38 Uhr ungezählte jubelnde Zuschauer die einlaufenden Ossilooper am Hafen. Sonnenschein und frischer Seewind sorgten für hervorragende Bedingungen.
Die Führenden bei den Männer und Frauen ließen sich auf der Schlussetappe nicht mehr die Wurst vom Brot nehmen. Michael Mäschig gewann die sechste Runde von Dunum nach Bensersiel in 37:44 Minuten. Hinter ihm platzierten sich in der gewohnten Reihenfolge Lutz Hörnemann (38:03), Holger Grigat (38:07), sowie Harry Jürrens (38:30) und Reinhard Ludwig (38:31). In der Schlusswertung kam Mäschig auf eine Zeit von 3:55:45 Stunden. Er hatte damit eineinhalb Minuten Vor-
sprung auf den Zweitplatzierten Hörnemann, gefolgt von Jürrens.
Der Angriff des Tagesdritten Holger Grigat auf den vor ihm liegenden Ludwig, blieb für den Auricher folgenlos. Ludwig rettete seinen vierten Platz mit elf Sekunden Vorsprung im Gesamtklassement über die Ziellinie.
Der Gesamtsieger aus Wilhelmshaven sprach von “einem ungefährdeten Sieg” auf der letzten Etappe. Der Abstand sei für die
Konkurrenz einfach zu groß gewesen. “Ich freue mich, dass ich den Ossiloop gewonnen habe. Das ist ein tolles Gefühl”, gab der 24-Jährige zu Protokoll.
Bei den Frauen lief Inga Jürrens von der Emder LG ihrem ungefährdeten Gesamtsieg entgegen. Sie kam nach 46:31 Minuten
vor Tomke Gottschlich und Hilde Steinke ins Ziel. Jürrens baute ihren Vorsprung in der Gesamtwertung auf Hilde Steinke
auf über drei Minuten aus. Steinke absolvierte ihre 126. Etappe und nahm zum 21. Mal das begehrte Ossiloopshirt, diesmal aus rotem Stoff, in Empfang.
Beim Nachwuchs ließen die Erstplatzierten nichts anbrennen. Souverän gewann Gerd Wolzen bei der männlichen Jugend die Tageswertung. Er benötigte für das letzte Teilstück 40:26 Minuten. Über alle sechs Etappen benötigte Wolzen 4.13:34 Std.
Erneut ging Andrea Manssen bei der weiblichen Jugend als Schnellste durchs Ziel. Sie absolvierte die sechste Etappe in
46:01 Minuten. Ihre Gesamtzeit von 4:48:23 hätte auch bei der Frauenkonkurrenz zum ersten Platz gereicht.
Organisator Klaus Beyer zog ein positives Fazit: “Es hat alles super geklappt.”

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