EWE Athletics “Weltklasse hinterm Deich”
Sonnabend, 20. Juli 2002 / Cuxhaven-Döse / Strichweg-Sportplatz ab 16:00 Uhr

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Zur Ergebnisliste (mit Schülerwettbewerben)
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NIEDERELBE ZEITUNG vom 24. Mai 2002
Weltklasse startet in Cuxhaven
cn/dz. - Für die Leichtathletik-Veranstaltung EWE-Athletics am Sonnabend, 20. Juli, ab 16 Uhr auf dem Strichweg-Sportplatz in Cuxhaven, beginnt ab sofort der Kartenvorverkauf.
Weltklasse-Athleten aus dem In- und Ausland werden wie in den Vorjahren in Cuxhaven erwartet. Die Eintrittspreise bewegen sich zwischen 8 und 18 Euro, im Vorverkauf zwischen 6 und 15 Euro. Karten gibt es ab sofort bei allen Geschäftsstellen der Volks-
banken sowie Spar- und Darlehenskassen im Landkreis Cuxhaven und Bremerhaven.
Außerdem ist eine Kartenhotline (Telefon 01 80 / 3 22 97 27) geschaltet. Im Internet können Tickets bei den
Volksbanken bestellt werden. Ein weiterer Service der Kreditinstitute ist die E-Mail-Adresse: info@volksbankeg.de unter der ebenfalls Tickets geordert werden können.
Im Rahmen der Veranstaltung werden Mittelstreckenläufe (800 bzw. 1000 Meter) für Schüler-/innen B & C durchgeführt.
Die Ausschreibung (Word-Datei) für die Schülerwettbewerbe gibt es auf der
Home-Page des NLV-Bezirks Lüneburg
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NORDSEE ZEITUNG vom 21. Juni 2002
“Speerwerfen ist kein Wattepusten”
Rekordhalter Raymond Hecht startet in Cuxhaven
Von unserem Redaktionsmitglied Jürgen Malekaitis
Beverstedt. Speerwerfer Raymond Hecht (SC Magdeburg) schnupperte gestern schon Nordsee-Luft: Bei den EWE Athletics am 20. Juli auf dem Sportplatz am Strichweg in Cuxhaven gehört der deutsche Rekordhalter zu den Aushängeschildern. Hecht war gestern Gast der Sponsoren in Cuxhaven und bei der Volksbank in Beverstedt.
Nach einer Ellenbogen-Operation wartet der 33-Jährige in diesem Jahr noch auf seinen ersten Wettkampf. "Speerwerfen ist kein Wattepusten, aber wer mich kennt weiß, dass ich zu den brutalen Werfern gehöre, die sich nicht schonen", sagt Hecht. In der kommenden Woche will der Magdeburger in Oslo starten. "Ich fühle mich gut, habe den schwereren Speer im Training schon auf  
80 Meter geworfen", verrät er. Für ihn ist Oslo eine Standortbestimmung.
"Danach stehen die deutschen Meisterschaften und der Wettkampf in Cuxhaven auf dem Programm. Das sind Vorbereitungen für die EM in sechs Wochen in München", berichtet der Magdeburger. Die Wettkämpfe will Hecht nutzen, um die EM-Norm von 82,50
Metern zu erfüllen. Wenn der deutsche Rekordhalter (92,60 m) gesund und fit ist, dürfte es kein Problem sein. Im vergangenen
Jahr warf er den Speer in Cuxhaven auf 87,82 m und hält damit die Meeting-Bestleistung im Nordsee-Heilbad. "Damals war ich unausgeschlafen, kam direkt aus Monaco und war selbst am meisten von meiner Leistung überrascht” gesteht der 33-Jährige.
Zu Hechts schärfsten Konkurrenten in Cuxhaven gehören der Russe Sergey Markorov, Boris Henry (Saarbrücken), Peter Blank (Frankfurt), Björn Lange (Magdeburg) und Andreas Linden (Dormagen).
Ein Fragezeichen steht noch hinter Konstadinos Gatsioudis aus Griechenland. "Wer in Cuxhaven gewinnt, kann auch Europa-
meister werden", wirbt Organisator Heinz Hüsselmann (Bochum) für die Speerwerfer.
Seit 12 Jahren gehört Hecht, der vom Speerwerfen behauptet, es sei abartig, zur absoluten Weltspitze. "Mit 14 Jahren war ich Weltrekordhalter im Schlagballwerfen", erzählt Hecht im Gespräch. Den 190 Gramm schweren Ball warf er damals 132,60 Meter weit.
Medizinische Betreuung
Hecht freut sich auf den Wettkampf in Cuxhaven. "Dort ist eine tolle Stimmung und die medizinische Betreuung sehr gut", weiß er aus dem vergangenen Jahr. "Aber ich will hoffen, dass ich von Verletzungen verschont bleibe und keinen Therapeuten aufsuchen muss. Ansonsten kann ich meine EM-Träume abhaken."
Die EWE Athletics stehen unter dem Motto "Weltklasse hinterm Deich". Insgesamt 14 Disziplinen für Männer und Frauen sind ab 16 Uhr im Stadion geplant. "Die Teilnehmerfelder werden wieder hochkarätig besetzt” versichert Hüsselmann.
Eine weitere Disziplin auf dem Strichweg-Sportplatz ist der Weitsprung der Männer. Meeting-Rekordhalter James Beckford (Jamai-
ka), der im Vorjahr 8,29 m erreichte, ist ebenso wieder mit von der Partie wie die deutschen Springer Kofi Amoah Prah (Berlin), Konstantin Krause (LG Ohra-Hörsel) oder Schahriar Bigdeli (Leverkusen).
Die Organisatoren und Sponsoren zeigten sich erfreut, dass der Kartenvorverkauf so erfolgreich angelaufen ist. Rund 1 000 Ein-
trittskarten sind bereits abgesetzt. Die 1000 Zuschauer fassende Zieltribüne ist bis auf 200 Plätze bereits ausverkauft.
Zum gleichen Zeitpunkt waren im vergangenen Jahr erst knapp 300 Tickets abgesetzt.
Ziel der Veranstalter ist ein neuer Besucherrekord. Das bedeutet, dass mehr als 6700 Eintrittskarten verkauft werden müssen.
Tickets für die Veranstaltung gibt es bei allen Geschäftsstellen der Volksbanken sowie den Spar- und Darlehenskassen im Land-
kreis Cuxhaven und Bremerhaven. Außerdem ist eine Kartenhotline geschaltet: 01 80 / 3 22 97 27

NIEDERELBE ZEITUNG vom 24. Juni 2002
Die Leichtathleten-Elite steht Schlange
Letzter Test auf dem Strichweg in Cuxhaven vor Commonwealth-Spielen in Manchester und Europatitelkämpfen
in München
hog. - Jetzt schon zum sechsten Mal werden die Leichtathletikanhänger aus dem gesamten Elbe-Weser-Dreieck am 20. Juli Weltklasse-Leichtathleten auf dem Strichweg-Sportplatz erleben können. Mit der großen Unterstützung der Soldaten des MFG 3 Nordholz wird der Sportplatz am Strichweg wieder in ein Stadion verwandelt.
Das Sportfest in Cuxhaven zählt zu den besten und beliebtesten Leichtathletikveranstaltungen Deutschlands und ist aus dem internationalen Wettkampfkalender nicht mehr wegzudenken. Für viele deutsche Spitzenathleten ist das Meeting der letzte Test
vor den Europameisterschaften, die vom 6. bis 11. August in München stattfinden. Aber auch für die Leichtathleten, die bei den Commonwealthspielen (ab 26. Juli in Manchester) starten, kann dieser Wettkampf nochmals als allerletzter Test herhalten. Für viele andere Weltklasseathleten aus der Karibik, den USA, aus Afrika und Asien gibt es in diesem Jahr keinen internationalen Höhepunkt wie Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele, so dass sie gerne nach Cuxhaven kommen und "auch schon Schlange stehen", wie Meeting-Chef Heinz Hüsselmann berichtete. Er verspricht hochkarätige Wettkämpfe im Speerwurf und
Weitsprung der Männer, sowie im Stabhochsprung der Frauen, in denen die gesamte deutsche Spitze, auf die internationale Kon-
kurrenz treffen wird.
Auch der Nachwuchs präsentiert sich
Das Rahmenprogramm umfasst 800-rn- und 1 000-m-Läufe für die Schülerinnen und Schüler B und C. Außerdem lädt die EWE die
schnellsten Schülerinnen aus ihrem Verbreitungsgebiet zu einem 100-m-Einladungslauf ein. Bei diesen Läufen in den Schüler-
klassen werden sich auch Cuxhavener Nachwuchstalente vom ATSC, von Rot-Weiss und dem TSV Altenwalde auf der Kunststoff-
bahn ihren Konkurrenten aus nah und fern stellen.
Hauptsponsoren wechseln die Reihenfolge
Ab diesem Jahr tritt die EWE als Hauptsponsor auf - deshalb auch der neue Titel "EWE Athletics" - und die Volksbanken im
Landkreis Cuxhaven und Bremerhaven sind natürlich als Presenting-Sponsor weiterhin dabei. Für die Qualität der Veranstaltung
ist dieser Wechsel auf keinen Fall ein Verlust, sondern eher das Gegenteil und die Zusammenarbeit zwischen beiden könnte nicht besser sein, wie Norbert Hillebrand (EWE) und Dieter Menke (Volksbank) versicherten. Genauso wie in den Vorjahren wird der Vorverkauf der Eintrittskarten über die Volksbanken abgewickelt und er läuft schon "sensationell" gut, vor allem bei den Tribünen-
karten. Kartenhotline: 01 80 / 3 22 97 27,
www.volksbankeg.de e-Mail: info@volksbankeg.de
Mehr Informationen aus der Pressekonferenz
Bei der Pressekonferenz am vergangenen Freitag in Beverstedt erklärte der Veranstalter Heinz Hüsselmann, dass die Veranstalt-
ung am 20. Juli von 16 Uhr bis 17.30 Uhr von N3 live übertragen wird. Der Regionalsender wird mit sieben Kameras auf der Anlage agieren, um jedes wichtige Ereignis einzufangen.
Persönliche Daten von Raymond Hecht
Vom sportlichen Ehrengast, Raymond Hecht, gab es noch einige interessante persönliche Daten. In seiner Karriere hat er an die 150 000 Speerwürfe im Training und Wettkampf absolviert. Im Schlagballwurf hält er den inoffiziellen Weltrekord mit 132,60 m und im Streichholzweitwerfen erreichte der 95 kg schwere Modellathlet 30 m. Zweimal war der Magdeburger Vierter bei Olyrnpia (1996
und 2000), bei Weltmeisterschaften Vierter 1995 und zweimal belegte er den fünften Rang 1999 und 2001.
Bei Europameisterschaften reichte es 1998 zur ersten internationalen Medaille (Bronze) in Budapest. Er war also bei allen wichti-
gen Wettkämpfen immer ganz vorn mit dabei, was natürlich viel zu seiner Popularität beigetragen hat.
Die vorläufige Teilnehmerliste beim Speerwurf der Männer
Sergey Markorov (Russland/ Bestleistung 90,87 m), Raymond Hecht (SC Magdeburg/92,60), Boris Henry (Saar 05 Saarbrücken /
90,44), Peter Blank (LG Eintracht Frankfurt/88,70), Björn Lange (SC Magdeburg/85,21) und Andreas Linden (USC Mainz/85,42).
Die vorläufige Teilnehmerliste beim Weitsprung der Männer
James Beckford (Jamaika/ 8,52 m), Kofi Amoa Prah (LG Nike Berlin/8,20 ), Konstantin Krause (LG Ohra-Hörsel/ß,27 ), Schariar Bigdeli (TSV Bayer Leverkusen/8,15) Andreas Pohle (Team Erfurt/7,97) und Nils Winter (ZKW Kiel/7,82 ).
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NORDSEE ZEITUNG vom 29. Juni 2002
DLV-Sprintstaffel läuft beim Meeting
Ingo Schultz führt Sprinter-Liste am 20. Juli an
Cuxhaven.
Ingo Schultz, der Aufsteiger der letzten Saison, der über 400 m bei den Weltmeisterschaften im kanadischen Edmon-
ton die Silbermedaille gewann, führt die Liste der DLV-Sprinter an. Das komplette DLV-Sprintteam wird am 20. Juli, ab 16 Uhr, in Cuxhaven am Start sein. Der Wettkampf auf dem Strichweg-Sportplatz passt hervorragend in die Vorbereitung auf die Europa-
meisterschaften, die vom 6. bis zum 11. August in München stattfinden.
So wird auch das erfolgreiche Quartett der 4x100-m-Staffel vom Europa-Cup in Frankreich, das zur Zeit die zweitbeste Zeit in Eu-
ropa (38,88 Sek.) hält, über 100m an den Start gehen.
Marc Blume: "Die Sprinter waren schon bei der ersten Veranstaltung Weltklasse hinterm Deich vor fünf Jahren dabei. Wir freuen uns auf den internationalen Vergleich in Cuxhaven unmittelbar vor dem Saisonhöhepunkt. Mit der Staffel zählen wir auf Grund unserer Vorleistung zu den Medaillenanwärtern in München und darum wollen wir uns in Cuxhaven mit guten Leistungen Richtung EM verabschieden."
Im Jahr 2001 gelang Ingo Schultz bei der Weltmeisterschaft der internationale Durchbruch:
Er wurde Vizeweltmeister über 400 m in 44,87 Sekunden. Die sportliche Karriere des Bundeswehroffiziers begann 1998 und verlief
ebenso auffällig wie es seine Erscheinung auf Grund seiner 2,01 m Körpergröße bereits ist. Erst mit 23 Jahren begann Schultz mit
dem Leistungssport. Seine erste Meisterschaft bestritt er kurioserweise im Kugelstoßen. Dann folgte sehr schnell hartes Training,
und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Im Jahr 2000 wurde er Deutscher Hallen meister über 400 m.(jm)
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NIEDERELBE ZEITUNG vom 2. Juli 2002
Ingo Schultz, WM-Vize über 400 Meter, geht an den Start
Komplettes DLV-Sprintteam wird bei Weltklasse hinterm Deich gegen internationale Konkurrenz antreten
cn.
- Die EWE Athletics “Weltklasse hinterm Deich”, die am Sonnabend, 20. Juli auf dem Strichweg-Sportplatz in Cuxhaven aus-
getragen werden, sind gespickt mit nationalen und internationalen Leichtathleten. Ingo Schultz, der Aufsteiger der letzten Saison, der über 400 m bei den Weltmeisterschaften in Edmonton/Kanada die Silbermedaille gewann, führt die Liste der Sprinter des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) an. Das komplette DLV-Sprintteam wird in Cuxhaven am Start sein. Der Wettkampf im
größten Nordseeheilbad passt hervorragend in die Vorbereitung auf die Europameisterschaften, die vom 6. bis zum 11. August in München stattfinden. So wird das erfolgreiche Quartett der 4 x 100 m-Staffel vom Europa-Cup in Frankreich, das die zur Zeit zweit-
beste Zeit in Europa (38,88 sec.) erzielt hat, über 100 m an den Start gehen.
Marc Blume: "Die Sprinter waren schon bei der ersten Veranstaltung “Weltklasse hinterm Deich” 1997 dabei. Wir freuen uns auf den internationalen Vergleich in Cuxhaven unmittelbar vor dem Saisonhöhepunkt. Mit der Staffel zählen wir aufgrund unserer Vorleistung zu den Medaillenanwärtern in München und darum wollen wir uns in Cuxhaven mit guten Leistungen Richtung EM verabschieden."
Für die große Überraschung im Rahmen des Europa-Cups sorgte die abschließende 4 x 400 m-Staffel, die mit ihrer Leistung den zweiten Platz erreichte und damit die Fahrkarte der Männer zum Weltcup am 20./21. September in Madrid einlöste. Folgende schnellen Männer werden Cuxhaven als Standortbestimmung gegen internationale Konkurrenz nutzen: 100 m: DLV-Starter Marc Blume, Alexander Kosenkov, Ronny Ostwald, (alle TV Wattenscheid) und Thomas Müller (ABC Ludwigshafen).
Mit am Start wird der Meeting-Rekordhalter über 100 m in 10,07 sec., Eric Nkansah aus Ghana sein.
Porträt von Ingo Schultz
Im Jahr 2001 gelang Ingo Schultz bei der Weltmeisterschaft in Edmonton der internationale Durchbruch:
Er wurde Vizeweltmeister über 400 m in ausgezeichneten 44,87 sec. Bereits im Zwischenlauf hatte er seine persönliche Bestzeit auf 44,66 sec. gesteigert. Für seine Konkurrenz kam Schultz "wie Phoenix aus der Asche". Wohl kaum jemand hatte ihm vor dem
400-m-Finale die Silbermedaille zugetraut. Als der spätere Weltmeister Avard Moncur (BAH) in der Pressekonferenz gefragt wurde
wann er den Namen Schultz denn zum ersten Mal gehört habe, war die knappe Antwort: "Gestern".
Mit Kugelstoßen angefangen
Die sportliche Karriere des Bundeswehroffiziers verlief ebenso auffällig wie es seine Erscheinung aufgrund seiner stattlichen 2,01m
Körpergröße ist. Im Jahr 1998 - erst mit 23 Jahren - begann er mit dem Leistungssport. Seine erste Meisterschaft bestritt er kurioserweise im Kugelstoßen. Dann folgte sehr schnell hartes Training und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten:
2000 wurde er bereits Deutscher Hallenmeister über 400 m.
Ingo Schultz ist ein echter Glücksfall für den deutschen Leistungssport, denn er steht für herausragende sportliche Leistung und schafft es parallel dazu, seine berufliche Karriere voran zu treiben. Zur Zeit promoviert er an der Bundeswehr-Hochschule in Ham-
burg im Fach Speichertechnologie. Für Kinder und Jugendliche ist er ein Vorbild im besten Sinne und er ist sich dieser Verant-
wortung bewusst: "Kinder sollen sehen, dass das, was man macht Spaß macht. Wir Athleten sind dann die Heroes der Kids. Die schauen zu uns auf und wir haben Vorbildfunktion."
Das Ziel für 2002 ist die EM in München, für die er bereits qualifiziert ist, und dort möglichst eine Medaille.
Persönliche Daten: Geboren am 26. Juli 1975; Größe/Gewicht: 201 cm/ 96 kg; Verein: LG Olympia Dortmund; Trainer: Jürgen Krempin. Größte sportliche Erfolge: Zweiter der WM 2001; Zweiter Europacup 2002; Deutscher Hallenmeister 2000. Zweiter der
DM 2000 und 2001; Mit der Staffel: Zweiter der Hallen-EM 2000; Dritter beim Europacup 2001, Zweiter 2002; Achter der WM 2001.

NORDSEE ZEITUNG vom 6. Juli 2002
NZ-Leser zur “Weltklasse hinterm Deich”
Zehn Mal zwei Karten sind für die EWE Athletics am 20. Juli in Cuxhaven zu gewinnen
Cuxhaven. Spitzenathleten aus vielen Ländern kommen am 20. Juli zu den EWE Athletics auf den Strichweg-Sportplatz nach Cuxhaven. 14 Wettbewerbe stehen ab 16 Uhr auf dem Programm. Das Prädikat "Weltklasse hinterm Deich" verdienen sich die Athletinnen und Athleten. Aus deutscher Sicht gehört Vizeweltmeister Ingo Schultz zu den Aushängeschildern. Der Dortmunder
trat im Vorjahr bei den Weltmeisterschaften im kanadischen Edmonton ins Rampenlicht und holte über 400 Meter in 44,87 Sek.
überraschend Silber.
Spannend verspricht das Speerwerfen in Cuxhaven zu werden. "Wind ist, wenn er nicht zu stark ist, immer gut. Davon gibt es an der Küste ja genug", weiß Raymond Hecht vom SC Magdeburg, der in den Vorjahren zu den Teilnehmern gehörte. Hecht ist mit
92,60 m deutscher Rekordhalter und hält mit 87,82 m auch den Meetingrekord am Strichweg. Er trifft am 20. Juli auf den wohl der-
zeit besten Speerwerfer der Welt, den Russen Sergey Markorov. Weitere prominente Teilnehmer sind Boris Henry (Saarbrücken) und Peter Blank (Frankfurt).
Für die EWE Athletics verlost die NORDSEE-ZEITUNG 10 Mal 2 Stehplatzkarten
Die Leser müssen folgende Frage beantworten:
Welche Medaille gewann Ingo Schultz bei der WM 2001 im kanadischen Edmonton?
Die richtige Antwort schreiben Sie bitte auf eine Postkarte und senden sie bis Sonnabend, 13. Juli, an die Sportredaktion der NORDSEE-ZEITUNG, Hafenstraße 140, 27576 Bremerhaven.
Die zehn
Gewinner werden in der Dienstag-Ausgabe (16. Juli) bekanntgegeben. (jm)

CUXHAVENER NACHRICHTEN vom 10. Juli 2002
Cuxhaven-Starter schon in großer Top-Form
Die erfolgreichen Leichtathleten der Deutschen Meisterschaften starten auch beim Abendsport-
fest "Weltklasse hinterm Deich" am 20. Juli in der Küstenstadt
cn/dz. "Nur die Creme de la Creme der Leichtathletik soll in Cuxhaven am Sonnabend, 20. Juli beim Abendsportfest im Strichweg-
Stadion an den Start gehen", versprach Heinz Hüsselmann, der Meeting-Chef.
Mehrere Teilnehmer der EWE Athletics am 20. Juli in Cuxhaven präsentierten sich bei den Deutschen Meisterschaften am letzten Wochenende in Wattenscheid in EM-Form. Den Auftakt machte Ingo Schultz (LG Olympia Dortmund), der in der europäischen Jahresbestzeit von 44,97 sek. die 400 m der Männer gewinnen konnte. Der Vize-Weltmeister von Edmonton errang damit seinen ersten Meistertitel.
Raymond Hecht ist zurück
Für den nächsten Paukenschlag sorgte Raymond Hecht im Speerwerfen. In seinem zweiten Wettkampf nach seiner Ellenbogen-
Operation schleuderte er den Speer auf die Weltklasse-Weite von 87,23 m. Der sympathische Magdeburger hatte bereits im Rahmen der ersten Pressekonferenz bei den Volksbanken in Beverstedt sein Comeback angedeutet.
Sprinter machen Schlagzeilen
Erfreuliches gab es auch aus dem Lager der Sprinter. Bis zum Wochenende hatte nur die 4 x 100-m-Staffel die Qualifikation für München erreicht, doch bei den Meisterschaften konnte Marc Blume bereits im Vorlauf mit 10,23 sek. die Einzelnorm für die EM
in München erfüllen und errang damit seinen achten Deutschen Meistertitel über 100 m. Im Endlauf bestätigte er dann die Zeit noch einmal bei leichtem Gegenwind in 10,27 Sekunden.
Europarekord-Höhe
Für die größte Überraschung sorgte jedoch Annika Becker im Stabhochsprung der Frauen. Nach übersprungenen 4,60 m wurde die Latte auf die neue Rekord-Höhe von 4,65 m gelegt und im zweiten Versuch übersprungen.
Danach ging die “One-Woman-Show” erst richtig los. Die Latte wurde auf die neue Bestmarke von 4,72 m gelegt und auf Anhieb gemeistert. Die 15 000 Zuschauer hielten den Atem an, als Annika die Latte auf die neue Europarekord-Höhe von 4,77 m (Welt-
jahresbestleistung) legen ließ. Gleich im ersten Versuch machte die Athletin aus Nordhessen, die für die LG Rotenburg Bebra startet, ihrer Mutter das schönste Geburtstagsgeschenk und brachte sich selbst in die Favoritenrolle für München.
Wir werden in weiteren kurzen Abständen die Top-Athleten vorstellen, die in der Küstenstadt an den Start gehen werden. Hüssel-
mann hat für das Sport-Highlight noch mehrere Knüller parat.
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NIEDERELBE ZEITUNG vom 12. Juli 2002
EM-Endlaufkandidat über die kurze Hürden-Sprintstrecke
Mike Fenner (13,33 sek.) will es beim Cuxhavener Abendsportfest wissen
cn/dz.
Jetzt dauert es nicht mehr lange! In rund einer Woche am Sonnabend, 20. Juli, findet das Abendsportsport "Weltklasse hinterm Deich" im Strichweg-Stadion statt. Eine große Schar an Sprintern gibt sich beim diesjährigen Sport-Highligt in Cuxhaven ein Stelldichein. Unter ihnen ist auch Mike Fenner.
Alle vier Jahre scheint die Zeit für Mike Fenner gekommen zu sein. 1994 gewann der Berliner Hürdensprinter, der seit 2001 für den TV Wattenscheid startet, die Bronzemedaille über 60 m Hürden bei den Hallen-Europameisterschaften in Paris. Gleiches gelang ihm vier Jahre später in Valencia. Auch bei der Hallen-EM 2002 (Wien) war Fenner am Start. Dort kam er zwar in das Finale, be-
legte aber diesmal nur den achten Platz.
Schnellster Sprinter
Unter seinem neuen Trainer Uwe Hakus war Fenner 2001 mit 13,37sec. der schnellste deutsche Hürdensprinter. "Bei der WM in Edmonton fehlte ihm vielleicht noch ein bisschen die Kaltschnäuzigkeit - das ist verständlich, wenn man bedenkt, dass er 1998 das letzte Mal bei einem großen internationalen Wettkampf dabei gewesen ist, analysierte Hakus damals und fügte hinzu: "Das heben wir uns für das nächste Jahr auf"
Und die Zeichen für die EM in München stehen gut: Beim Europacup in Annecy qualifizierte sich Fenner für die EM mit einem be-
eindruckenden zweiten Platz hinter Hürden-Altmeister Colin Jackson. Die erzielte Zeit von 13,33 sec. macht ihn zu einem Endlauf-
kandidat für die EM.
Persönliche Daten: Geboren am 24.4.1971 / Größe - Gewicht: 187 cm - 88 kg / Verein: TV Wattenscheid 01 / Trainer Uwe Hakus
Größte sportliche Erfolge: Fünfter der EM 1994, Siebter 1998, Zweiter Europacup 2002, Dritter der Hallen-EM 1994 und 1998,
Sechster der Junioren-WM 1990, Deutscher Hallenmeister 1994, 1997 und 2002, Deutscher Meister 200, Zweiter 1994, 1997 und
1998.

NORDSEE ZEITUNG vom 15. Juli 2002
Scheibchenweise gesteigert
Europarekordlerin Annika Becker startet am Sonnabend in Cuxhaven
Bremerhaven. Der Stabhochsprung der Frauen verspricht am Sonnabend bei den EWE Athletics in Cuxhaven ein Höhepunkt zu werden. Dafür soll vor allem die frisch gebackene Europarekordlerin Annika Becker von der LG Rotenburg-Bebra sorgen.
Rotschopf Annika Becker hat die Konkurrenz bei den deutschen Meisterschaften vor Wochenfrist geschockt. Mit ihrem unerwarte-
ten Höhenflug über 4,77 Meter katapultierte sich die 20-Jährige an die zweite Position der "ewigen" Weltbestenliste der Stabhoch-
springerinnen hinter Weltrekordlerin Stacy Dragila (USA/4,81 m). Gleich um 21 Zentimeter schraubte die alte und neue deutsche Meisterin ihre persönliche Freiluft-Bestleistung nach oben.
"Ich steigere auch lieber scheibchenweise, aber ich war so gut drin im Wettkampf, da wollte ich einen richtig guten Sprung raus-
lassen", meinte die Titelverteidigerin von der LG Rotenburg-Bebra: 4,65 Meter im zweiten Versuch - das war der Titel und der deutsche Rekord. 4,72 m im ersten Anlauf. Und auch die 4,77 m nahm die Junioren-Europameisterin von 1997 auf Anhieb. Europa-
rekord !
Höhe bestätigen
Trotz der 4,77 bleibt Annika Becker mit beiden Füßen auf dem Boden. "Diese Leistung muss ich erst einmal bestätigen", meinte die Europarekordlerin, die sich auch jetzt nicht als Favoritin für die Europameisterschaften in München (6. bis 11. August) fühlt.
Eine erste Gelegenheit, die Höhe von Bochum zu bestätigen, bietet sich in Cuxhaven beim Sportfest "Weltklasse hinterm Deich".
Ein Geheimnis ihres Erfolges sieht die beste Stabhochspringerin dieses Jahres in einer "Luftveränderung”.
Nach einem Gastspiel in Mainz zog es sie wieder in die Heimat, ins hessische Bebra, südlich von Kassel. "Etwas Heimweh war wohl dabei, ich fühle mich einfach zu Hause wohler." Dort arbeitet sie mit ihrem Trainer, Entdecker und Förderer Wolfgang Weber erfolgreich zusammen.
Wenn sie mal nicht springt, dann reitet Annika Becker gern - ihr größtes Hobby ist aber ein Schäferhund. In Erfurt, eine Auto-
stunde entfernt, steckt sie im ersten Semester eines Lehrerstudiums. Dort wohnt auch ihr Freund Steffen Otto, der deutsche Vize-
meister im 200-m-Sprint.
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CUXHAVENER NACHRICHTEN vom 15. Juli 2002
Eine Premiere im Dreisprung
"Miss Leichtathletik" Susen Tiedtke sprang bereits 13,50 Meter weit
cn/hwi.
- Seit Jahren ist der Dreisprung die heimliche Liebe von Susen Tiedtke. Doch ihr Vater und Trainer, der selbst schon die erfolgreichsten Dreispringer Deutschlands trainiert hat und auch die Gefahren des Frauendreisprungs kennt, hat seine Tochter bis-
her davon abhalten können. Letztendlich gab das Ergebnis der Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid den Ausschlag dafür,
es doch einmal mit dieser Disziplin zu versuchen.
Schafft Susen doch noch die EM-Qualifikation?
So geht Susen in Cuxhaven im Dreisprung an den Start. Im Weitsprung konnte Susen Tiedtke dasTicket für die Europameister-
schaft Anfang August in München nicht lösen, da sie bei der DM mit einem grippalen Infekt an den Start ging. Der Vater wird seine
Tochter nun nicht weiter von einem Start im Dreisprung abhalten, obwohl die bildhübsche Leichtathletin ja gerade im Weitsprung große Erfolg feiern konnte.
Mit sechs Schritten Anlauf schon weit gesprungen
"Sie steht voll dahinter und ich werde sie mit all meinen Kräften unterstützen, vor allem, da Susen im Training mit sechs Schritten Anlauf schon 13,50 m gesprungen ist. Wir freuen uns auf Cuxhaven, da hier der Dreisprung in unmittelbarer Nähe zum Publikum durchgeführt wird, und wir hoffen natürlich auch ein bisschen auf die tatkräftige Unterstützung des Publikums."
Die Zuschauer auf dem Strichweg-Sportplatz werden also am Sonnabend, 20. Juli bei den EWE-Athletics "Weltklasse hinterm
Deich" eine Premiere der ganz besonderen Art erleben. Wie weit springt Susen Tiedtke unter Wettkampfbedingungen und schafft
sie doch noch die EM-Qualifikation?

NIEDERELBE Zeitung vom 16. Juli 2002
Große NEZ-Gewinnaktion: Freikarten im Doppelpack für “Weltklasse hinterm Deich” und “Duhner Wattrennen” zu gewinnen
Zwei Großveranstaltungen werden am kommenden Wochenende wieder Tausende nach Cuxhaven locken: Am Sonnabend findet das Leichtathletiksportfest "EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" und am Sonntag das Duhner Wattrennen statt.
Beim Sportfest auf dem Strichweg-Sportplatz werden erneut internationale Top-Athleten erwartet, aber auch die deutschen Leicht-
athletik-Cracks nutzen Cuxhaven als eine wichtige Zwischenstation zu der Anfang August in München stattfindenden Europa-
meisterschaft. Nach der Deutschen Meisterschaft wollen die Athleten nun mit überzeugenden Leistungen Werbung für die euro-
päischen Titelkämpfe im eigenen Land betreiben.
Auf eine nunmehr 100-jährige Historie blickt das Duhner Wattrennen zurück. Als 1902 das erste Mal Traber und Galopper über den
Meeresboden vor Duhnen preschten, schlug diese Veranstaltung bereits hohe Wellen, doch kaum einer konnte ahnen, dass sich das Wattrennen zum absoluten Renner der Kursaison entwickelt und jedes Mal für einen Medienrummel sorgt. Rund 40 000  Zu-
schauer zieht dieses Großereignis Jahr für Jahr an, bei dem auch am Totalisator kräftig gezockt wird. Es gibt auch ein umfang-
reiches Rahmenprogramm.
In Zusammenarbeit mit den Veranstaltern verlost die Niederelbe-Zeitung Freikarten für beide Ereignisse im Doppelpack. Zehn Ge-
winner werden ermittelt, die jeweils zwei Freikarten für das Duhner Wattrennen- und zwei Karten (eine für Erwachsene und eine für Schüler/Jugendliche bis 18 Jahre) für "Weltklasse hinterm Deich" erhalten. Wer an der NEZ-Gewinnaktion teilnehmen möchte, muss bis zum morgigen Mittwoch um 13 Uhr unter dem Stichwort "Doppelpack" ein Fax an die Niederelbe-Zeitung 04751-901111, schicken.
Auch rechtzeitig bis morgen 13 Uhr eingereichte Postkarten an Niederelbe-Zeitung, Redaktion, "Doppelpack”, Gutenbergstraße 1
21762 Otterndorf, kommen in die große Lostrommel. Faxe und Postkarten müssen mit dem vollständigen Absender, inklusive der Telefonnummer, versehen werden. Unter allen Einsendern werden die zehn Gewinner gezogen. (flü)

NIEDERELBE Zeitung vom 16. Juli 2002
Letzter Leistungstest bei Abendsportfest
Hürdenspezialist Schwarthoff bei EWE Athletics
cn/dz. Am Sonnabend, 20. Juli wird es beim Cuxhavener Abendsportfest "Weltklasse hinterm Deich" bestimmt einen spannenden
Wettkampf in der Hürdendisziplin geben. An den Start geht auch Florian Schwarthoff.
"Es war sehr mutig von Florian, nach der letzten Saison alles zu verändern", sagt sein Trainer Uwe Hakus. Schwarthoff war nach Berlin gezogen und hatte sich der Trainingsgruppe von Hakus angeschlossen. Für 2002 ist Hakus optimistisch, dass Schwarthoff es in München bis auf das Treppchen schafft. Als Indiz dafür kann die Hallen-EM in Wien gewertet werden. Dort lief er im Zwischenlauf 7,56 sec., die drittschnellste Zeit über 60 Meter Hürden in seiner Karriere. Im Endlauf wurde er Fünfter und war hoch-
zufrieden: "Eigentlich habe ich die Hallensaison nur als Aufbau gesehen auf dem Weg nach München", sagte der 33-Jährige, der 1999 schon mal 7,52 sec. gelaufen war.
Schafft er es auf das Treppchen?
Noch vor der Deutschen Meisterschaft in Wattenscheid hatte Schwarthoff mit Achillessehnenproblemen zu kämpfen, konnte aber schließlich gesund an den Start gehen. Mit seinem zwölften (!) Meistertitel wurde er schließlich belohnt. Seinen Start in Cuxhaven
sieht der beliebte Hürdensprinter als einen letzten Leistungstest für die EM in München.
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NORDSEE ZEITUNG vom 16. Juli 2002
Zehn Gewinner bei "Weltklasse hinter dem Deich”
Bremerhaven.
Die Gewinner des Preisrätsels der NORDSEE ZEITUNG zu den EWE-Athletics am kommenden Sonnabend ab
16 Uhr auf dem Strichweg-Sportplatz in Cuxhaven stehen fest. Zahlreiche Einsendungen - fast ausschließlich mit der richtigen
Lösung - sind in der Sportredaktion eingegangen. Zehn Leser erhalten je zwei Eintrittskarten für die Leichtathletikveranstaltung "Weltklasse hinter dem Deich".
Die Frage in der Ausgabe vom 6. Juli 2002 lautete: "Welche Medaille gewann Ingo Schultz bei der WM 2001 im kanadischen Ed-
monton?" Die richtige Antwort war: Die Silbermedaille.
Folgende Gewinner wurden ausgelost:
Cornelia Vollers, 27619 Schiffdorf-Bramel / Jürgen Türk, 27612 Ueterlande / Svenja Kersten, 27637 Nordholz / Hans-Jürgen Hoyer,
27576 Bremerhaven / Marc Oliver Peters, 27612 Loxstedt / Klaus Mückler, 27637 Nordholz / Ilona Rose, 27570 Bremerhaven /
Karl-Heinz Brüns, 27624 Bad Bederkesa / Günter Olonscheck, 27568 Bremerhaven / Gisela Meyer, 27619 Schiffdorf-Bramel.
Die Karten können bis Donnerstag jeweils zwischen 9 und 17 Uhr in der Geschäftsstelle der NORDSEE-ZEITUNG, Hafenstraße
140, gegen Vorlage des Abo-Passes oder eines gültigen Personalausweises abgeholt werden.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 17. Juli 2002
“Sportler brauchen kein Doping, sondern Zeit, sich zu entwickeln”
Beim Cuxhavener Sportfest “Weltklasse hinterm Deich” ist auch der “Doping-Fahnder” im Einsatz
Cuxhaven (flü). "Viele Menschen neigen dazu, jede gute sportliche Leistung in Verbindung mit Doping zu bringen", sagt Heinz Hüsselmann, Veranstalter des Sportfestes "Weltklasse hinterm Deich". Der Meeting-Direktor fügt hinzu: "Die Athleten sind aber vernünftiger als man denkt." Dennoch ist er für eine strikte Haltung und strenge Regeln, die auch bei seinem Cuxhavener Sportfest
umgesetzt werden.
"Es ist natürlich besser, wenn keiner auffällt. Doch wenn jemand auffällt, dann weiß man zumindest, dass kontrolliert wird", so
Hüsselmann, der mit dem am Sonnabend auf dem Cuxhavener Strichweg-Sportplatz stattfindenden Leichathletik-Sportfest zu den
erfolgreichsten zehn Meetings bundesweit gehört. Diese Top-Ten haben sich zusammengeschlossen unter dem Begriff "German Meetings". Hüsselmann: "Wir zehn haben uns eigene Richtlinien gegeben - zum Schutz der sauberen Athleten."
Der Bochumer Sportfest-Veranstalter hat für seine insgesamt drei Top-Platzierten Meetings - neben Cuxhaven auch Kassel und Dessau - mit Klaus Wengoborski einen der renommiertesten Doping-Kontrolleure engagiert. Dieser "Doping-Fahnder" hat unter
anderem die mit leistungsfördernden Mitteln belastete Urin-Probe von Sprintstar Katrin Krabbe genommen.
Wengoborski wird am Sonnabend vor dem Beginn des Sportfestes zusammen mit der Präsidentin des Niedersächsischen Leicht-
athletikVerbandes, Rita Girschykofski, acht Disziplinen auslosen. Anschließend wird der Platz ausgelost. Hüsselmann: "Das ist
fast wie eine Tombola. Es kann also jeden Athleten treffen, zur Doping-Probe zu müssen - ob der Zweite im Sprint oder der Achte beim Speerwurf."
Von der Auslosung weiß nur das aus Wengoborski und Girschykofski bestehende Schiedsgericht. Diesen beiden stehen aber
zwei Männer und zwei Frauen des ausrichtenden Sportvereins Rot Weiss Cuxhaven zur Seite. Das Schiedsgericht teilt nach Ab-
schluss einer Disziplin den Helfern mit, wer zur Doping-Probe muss. Diese Athleten müssen sie dann bis zur Abgabe der Urin-
Probe begleiten beziehungsweise beaufsichtigen.
Das Bier steht bei der Doping-Kontrolle bereit
Bei der Kontrolle stehen auch Getränke bereit, damit die Harntätigkeit angeregt wird. Dazu gehört natürlich auch Bier für die hart-
näckigeren Fälle. Es werden eine A- und B-Probe genommen, versiegelt und kühl gelagert. Doping-Kontrolleur Wengoborski sorgt
schließlich für den gekühlten Transport nach Köln, wo die Proben analysiert werden.
Bei den bisherigen fünf Veranstaltungen "Weltklasse hinterm Deich" ist keine Doping-Probe mit Befund registriert worden, freut sich Hüsselmann, der strikt gegen eine Doping-Freigabe ist:
"Das wäre der Untergang aller Sportarten. Sportler brauchen kein Doping, sondern Zeit, sich zu entwickeln." Je länger der Weg zum Spitzensportler sei, desto länger würden sich diese Athleten auch in der Spitze halten, glaubt Hüsselmann, der immerhin viel Erfahrung und Einblick als ehemaliger Bundestrainer der deutschen Sprintstaffel mitbringt.
Mehr Infos zur Veranstaltung

Infos in Kürze
Für die Zuschauer Park & Ride eingerichtet
Der Veranstalter bietet den Zuschauern auch in diesem Jahr einen besonderen Service an. Gemeinsam mit der Firma Maass Reisen gibt es einen P & R-Service für die EWE Athletics. “Unsere Zuschauer sollen ohne den Stress der Parkplatzsuche ent-
spannt zur Veranstaltung kommen” so Meeting-Direktor Heinz Hüsselmann. Der Shuttle-Service ist für die Zuschauer kostenlos! Am Samstag, 20. Juni findet in der Zeit von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr der Pendelverkehr mit drei Omnibussen zwischen dem Park-
platz am Kreishaus und dem Strichweg-Sportplatz statt. Für Verspätete bleibt ab 16:00 Uhr ein Bus für den Transport zum Sport-
fest in Bereitschaft. Für den Rücktransport vorn Strichweg-Sportplatz zum Parkplatz am Kreishaus sind vier Omnibusse von 18:00
Uhr bis 20:00 Uhr im Einsatz!
Athleten nutzen das ahoi!-Bad
In der letzten Vorbereitung auf große internationale Meisterschaften hat die optimale Mischung aus Belastung und Erholung die größte Bedeutung. Gerade im Erlebnisbad ahoi! finden die Athleten beste Voraussetzungen für eine aktive und passive Regene-
ration, mit deren Hilfe sie die großen Aufgaben meistern werden.
Fahrdienst: Einsatz rund um die Uhr - und immer gut gelaunt
Der Fahrdienst der Fa. Diekmann Automobile hat unter der Leitung von Sven Lindemann und Gunnar Hirsch 21 Fahrer im Einsatz.
Kinderbetreutes Zuschauen
Auch in diesem Jahr möchten der Veranstalter und die Sponsoren viele Familien auf dem Strichweg-Sportplatz begrüßen. Die EWE und die EWETEL bieten daher den jüngsten Zuschauern einige Attraktionen wie Schminken, Hüpfburg und ein Bungee-
Trampolin. Ein Familienfoto mit hohem Erinnerungswert für die Zuschauer bietet das Erlebnisbad ahoi!
MARKTKAUF Cuxhaven - Partner der Helfer
Auch in diesem Jahr sind ca. 120 Helfer und Kampfrichter im Einsatz, um den Strichweg-Sportplatz in ein Leichtathletikstadion zu
verwandeln, die Veranstaltung vorzubereiten und erfolgreich durchzuführen.
Erstmals konnte der Veranstalter einen Partner für diese ehrenamtlichen Helfer gewinnen. So übernimmt der MARKTKAUF den Wareneinsatz für die Verpflegung und die Getränke, die von Frau Heidi Geffers schmackhaft zubereitet und serviert werden.
Pressekonferenz
Die letzte öffentliche Pressekonferenz findet am Freitag, 19. Juli, um 14.30 Uhr unter freiem Himmel am Strandhaus Döse statt.
Weitenmessung
Beim Speerwurf der Männer gibt es wie 2001 eine elektronische Weitenmessung. Das Ingenieurbüro Börner konnte bereits im letzten Jahr den Meeting-Rekord von Raymond Hecht von 87,82 m millimetergenau vermessen.
Da es in diesem Jahr beim Speerwurf um den letzten freien Platz in der Deutschen Nationalmannschaft für die Europameister-
schaft in München geht, bekommt die Messung einen noch höheren Stellenwert.
Kartenverkauf
Der Kartenvorverkauf bei allen Geschäftsstellen der Volksbanken und Spar- und Darlehenskassen im Landkreis Cuxhaven und Bremerhaven läuft bis einschließlich Mittwoch, den 17.07.2002.
Um Kurzentschlossenen noch den Kartenvorverkauf zu ermöglichen, bietet die EWE Cuxhaven einen besonderen Service: Am Freitag, den 19. Juli sind im EWE Kundencenter Cuxhaven von 9 bis 17.00 Uhr Karten zum Vorverkaufspreis erhältlich. Dies ist
die letzte Möglichkeit, sich Karten für die Zieltribühne zu sichern
Jeder Kartenkäufer erhält ein kleines Geschenk in Form eines Einkaufswagen-Chips. Auf einer Seite des Chips ist der Titel der Veranstaltung mit Datum eingraviert.
Am Veranstaltungstag (20. Juli) öffnet die Tageskasse auf dem Strichweg-Sportplatz um 10.00 Uhr.
Vorläufiger Zeitplan
Zeit             Disziplin / Event                  
15:30 Uhr        800 m Schülerinnen B + C
15:40 Uhr        1000 m Schüler C
                 Stabhochsprung Frauen
15:50 Uhr        Vorstellung der Top-Athleten
16:05 Uhr        100 m Männer
                 Speerwurf Männer
16:10 Uhr        Weitsprung Männer
16:20 Uhr        800 m Frauen
16:35 Uhr        110 m Hürden Männer
16:50 Uhr        800 m Männer
17:05 Uhr        100 m Frauen
17:15 Uhr        400 m Männer
17:30 Uhr        100 m Schülerinnen A
                 Dreisprung Frauen
17:40 Uhr        1000 m Schüler B
17:50 Uhr        1500 m Frauen
18:00 Uhr        1500 m Männer
18:15 Uhr        200 m Frauen
18:30 Uhr        3000 m Männer
Mehr Infos zur Veranstaltung

NIEDERELBE ZEITUNG vom 18. Juli 2002
Die schnellsten Mädchen bei EWE-Cup gesucht
Schüler-Wettkämpfe beim Abendsportfest
hog/dz.
- Beim Leichtathletik-Meeting "Weltklasse hinterm Deich" am kommenden Sonnabend, 20. Juli gibt es für die Nachwuchs-
talente auch einige Rahmenwettbewerbe, die vor und während des Hauptprogramms (ab 16 Uhr) ausgetragen werden.
Die Schülerinnen C (10 und 11 Jahre alt) und B (12/13) laufen zwei Stadionrunden, also 800 Meter und die Jungen der gleichen Altersklassen 1000 m. Hierbei sind auch Meldungen aus den Cuxhavener Vereinen eingegangen..
Wer hat am Sonnabend die schnellsten Beine?
Außerdem gibt es einen 100-Meter-Einladungslauf für die Schülerinnen A. Der Hauptsponsor des Meetings, die EWE, hat die schnellsten 14- und 15-jährigen Mädchen aus ihrem norddeutschen Verbreitungsgebiet hierzu eingeladen. Zwischen der Ems und
der Elbe gibt es elf EWE-Geschäftsreigionen, von denen jeweils die beste 100-Meter-Läuferin nach Cuxhaven entsandt wird. Die
große Region Cuxhaven wird durch zwei junge Sprinterinnen vertreten sein: Anna Klimek von der LG Kreis Nord-Stade und Melanie
Neumann vom ausrichtenden Verein Rot-Weiss Cuxhaven.
Die EWE stiftet einen Pokal, den 100-Meter-EWE-Cup. Die Suche war nicht einfach. Da die Grenzen der Geschäftsregionen nicht
mit den Grenzen der Leichtathletikkreise übereinstimmen, war es nicht leicht, die in Frage kommenden Mädchen herauszufinden. Doch mit großer Unterstützung der verschiedenen Leichtathletik-Bezirksstatistiker gelang das Unterfangen nach unzähligen Tele-
fonaten, sodass das Feld der 12 Sprinterinnen steht.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 19. Juli 2002
Internationales Flair auf dem Strichweg-Sportplatz
Am Sonnabend bei EWE Athletics “Weltklasse hinterm Deich” sind namhafte Leichtathleten am Start
dz . - Nun ist es endlich soweit! Am morgigen Sonnabend, 20. Juli, finden auf der Strichweg-Sportanlage die EWE Athletics "Welt-
klasse hinterm Deich" statt. Über 180 Leichtathleten aus dem In- und Ausland geben sich bei diesem Meeting ein Stelldichein.
"Wir wollen den Zuschauern einen besonderen Leckerbissen aus der Leichtathletik bieten", sagte Veranstaltungsdirektor Heinz Hüsselmann. Schon seit Monaten ist der Meeting-Macher mit den Vorbereitungen im vollen Gange. Und wer ihn kennt weiß, dass er den Mund nicht zu voll genommen hat. Neben vier Schülerwettbewerben stehen vierzehn Disziplinen beim Abendsportfest auf dem Programm.
Vierzehn Disziplinen
Es sollen ausgetragen werden: Stabhochsprung Frauen, 100 m Männer, Speerwurf Männer, Weitsprung Männer, 800 m Frauen, 110 m Hürden Männer, 800 m Männer, 100 m Frauen, 400 m Männer, Dreisprung Frauen, 1500 m Frauen, 1500 m Männer, 200 m Frauen und zum Abschluss 3000 im Männer.
Weltbekannte Leichtathleten, die gerade in letzter Zeit von sich Reden machten, stellen sich den Zuschauern. So unter anderem der Vize-Weltmeister Ingo Schultz (400 m), Marc Blume (100 m), Rene Herrns (800-m-Meister), Raymond Hecht (Speerwerfer), Frankie Fredericks (100 und 200 m), Elena Oleinikova, die Weltjahresbeste im Dreisprung aus Russland, Susen Tiedtke sowie die Stabhochspringerin Annika Becker.
EM-Qualifikation
Mehrere Leichtathleten wollen in Cuxhaven noch die Norm für die Qualifikation zur Europameisterschaft schaffen, die demnächst
in München stattfinden. Die EWE Athletics beginnen am Sonnabend um 15.30 Uhr mit zwei Läufen der Schüler. Schon um 15.40
Uhr beginnen die Frauen mit dem Stabhochsprung.
16.05 Uhr der erste Lauf
Um 15.50 Uhr werden die Top-Athleten vorgestellt und um 16.05 Uhr erfolgt der erste Start mit dem Lauf über 100 Meter für die Männer. Dann geht es Schlag auf Schlag. Abgeschlossen werden soll das Weltklasse-Sportfest um 18.30 Uhr mit dem 3000-m-
Lauf der Männer.

Zwei EM-Tickets werden “hinterm Deich” vertreten (19./20. Juli 2002)
Cuxhaven (dpa) - Zwei deutsche Leichtathleten haben beim EWE-Meeting “Weltklasse hinterm Deich” am Samstag in Cuxhaven
die Chance, ihr Ticket für die Europameisterschaften in München zu sichern. Bei den Speerwerfern wird zwischen Björn Lange
(SC Magdeburg) und Peter Esenwein (LG Kornwestheim) entschieden, wer als dritter Mann im August zur EM fährt. Die neue
Dreisprung-Titelträgerin Henny Gastel (SV Halle) muss die europäische Norm von 13,70 Meter erreichen. Ihre Meisterschaftsweite
von 13,54 genügte nicht.
Hochkarätig besetzt sind mehrere der sieben Männer- und sechs Frauen-Wettbewerbe. So muss sich über 100 m der deutsche Meister Marc Blume (TV Wattenscheid/10,23) gegen Frank Frederiks (Namibia/9,94) und den Meeting-Rekordler Eric Nkansah (Ghana/10,07) mächtig strecken. Über 400 m ist der WM-Zweite Ingo Schultz (LG Olympia Dortmund) favorisiert. Weder seine
Staffelkameraden noch die ausländischen Konkurrenten kommen an seine diesjährige Bestzeit von 44,97 Sekunden heran.
In den Zweikampf der US-Weitspringer Miguel Pate (8,45 m) und Dwight Philips (8,22) wird keiner der in- und ausländischen Kon-
kurrenten eingreifen können.
Favorit über 110 m Hürden ist Mike Fenner (TV Wattenscheid/13,33), der nach seinem Vorlaufsieg bei der DM in Wattenscheid wegen Achillessehnenproblemen aussteigen musste. Meister Florian Schwarthoff (OSC Berlin), der bei der DM gestürzte Jerome Crews (MTG Mannheim) und der DM-Zweite Claude Edorh (LT DSHS Köln) sind ebenfalls am Start.
Bei den Frauen trifft die hohe 800 m-Favoritin Jennifer Toomey (2:00:56) nur auf schwer einzuschätzende Konkurrentinnen. Über 1500 m trifft die Deutsche 5000 m-Meisterin Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) auf ihre DM-Konkurrentin und Dritte Birte Bultmann (LG Braunschweig). Weitspringerin Susen Tiedtke (LAC Chemnitz) hat erstmals für den Dreisprung gemeldet. Die Chemnitzerin könnte zwar im Sog der Russin Elena Oleinikova die DLV-Norm von 14,05 m übertreffen, doch der EM-Zug ist für sie abgefahren. Ex-Europarekordlerin Annika Becker (Rotenburg/Bebra/4,77 m) misst sich “hinter dem Deich” mit der Weltneunten Jillian Schwartz
(USA/4,50 m).

ZEVENER ZEITUNG vom 19. Juli 2002 (gekürzt)
Merle Zabel von der LAV Zeven beim Spitzenmeeting in Cuxhaven
Cuxhaven/Zeven (nb). Am Samstag findet in Cuxhaven mit "Weltklasse hinterm Deich" der Leichtathletikhöhepunkt des Nordens
statt. Viele Weltstars haben gemeldet. Während der Veranstaltung findet auch ein 100-Meter-Lauf der A-Schülerinnen statt, bei dem auch Merle Zabel von der LAV Zeven an den Start geht. Sie hatte sich mit einer Zeit von 13,26 Sekunden bei den Bezirks-
meisterschaften in Lüneburg qualifiziert. Die Läuferinnen werden gegen 17.30 Uhr im Hauptprogramm vor erwarteten
8000 Zuschauern die Schnellste über 100 Meter ermitteln.
Im Vorprogramm stehen Mittelstrecken der jüngeren Schülerklassen an. Bei den C-Schülerinnen startet über die 800-Meter-
Strecke die Tarmstedterin Jana-Mareike Volbers, bei den C-Schülern stellt sich Helge Zabel der Konkurrenz über 1000 Meter.
Mit Birte Bultmann (LG Braunschweig) ist über 1500 Meter eine weitere Zevenerin am Start.
NDR 3-Fernsehen wird von 16.00 bis 17.30 Uhr aus Cuxhaven berichten.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 19. Juli 2002
Doppelstart beim Meeting in Cuxhaven
Sandra König läuft wieder
Mit Braunschweiger Beteiligung findet das internationale Leichtathletik-Meeting "Weltklasse hinter dem Deich" in Cuxhaven statt. Sprinterin Sandra König hat ihre langwierigen Rückenprobleme überwunden. Sie kann wieder beschwerdefrei trainieren, wird in Cuxhaven über 100 und 200 Meter an den Start gehen und plant den Doppelstart auch bei den norddeutschen Meisterschaften An-
fang August in Berlin. Birte Bultmann und Victoria Willcox-Heidner sind für die 1500 Meter eingeladen.
Der für die 3000 Meter vorgesehene Nachwuchsläufer Dennis Jünemann muss auf den Wettkampf verzichten, da er nach seinem
schmerzhaften Sturz im 3000-Meter-Hindernisrennen bei den deutschen Meisterschaften nach wie vor Kniebeschwerden hat und
nicht trainieren kann. (B.B.)
Mehr Infos zur Veranstaltung

CUXHAVENER NACHRICHTEN vom 20. Juli 2002
Noch kein prima Klima für die Sprinter um Frankie Fredericks
Star der EWE Athletics hofft noch auf Olympia in Athen - Start über 100 Meter
ters. - Das Publikum konnte sich klimatisch schon mal einfühlen: bei der letzten öffentlichen Pressekonferenz für die EWE Athletics, die am Freitag Mittag am Strandhaus Döse stattfand, war es unsommerlich frisch. Das hinderte die vielen Fans jedoch nicht, zwischen der "Kurmusik" interessiert die Präsentation von Weltklassesprinter Frankie Fredericks zu verfolgen.
Dieter Adler, ARD-Experte und Moderator des Sportfestes, das am heutigen Sonnabend (20. Juli) um 15.30 Uhr am Strichweg be-
ginnt, stellte den schnellen Mann aus Namibia vor, der tatsächlich mit seiner deutschen Frau in Berlin lebt. Ganz unprätentiös äußerte sich Fredericks zu seiner Karriere, zu seinen Verletzungsproblemen während der letzten drei Jahre und zu seinen aktuel-
len neuen Hoffnungen.
19,99 über 200 Meter
Es laufe ganz gut im Moment für ihn, vor allem nach den 19,99 Sekunden über 200 Meter kürzlich in Rom. Das Wetter in Cux-
haven sei zwar für Sprints nicht toll, aber "wenn die Menschen kommen, um uns zu sehen, sind wir auch warm und geben unser Bestes". Er persönlich hoffe, "gesund, fit und motiviert zu bleiben: "Dann kann ich vielleicht 2004 in Athen endlich die einzige Me-
daille holen, die mir noch fehlt - die olyrnpische Goldmedaille".
Das Programm des Sportfestes, das von EWE und den Volksbanken im Landkreis Cuxhaven und Bremerhaven präsentiert wird, beginnt mit dem Nachwuchs um 15.30 Uhr, die Stars treten ab 15.50 Uhr an. Über 100 Meter geht es um zehn vor Fünf.
Als erster Wettkampf beginnt um kurz nach Vier der mit Spannung erwartete Stabhochsprung der Frauen mit der deutschen Meisterin Annika Becker.
Mit dem Bus zum Stadion
Auch für die EWE-Athletics gibt es einen P+R-Dienst, den die Veranstalter gemeinsam mit der Firma Maass Reisen eingerichtet haben. "Unsere Zuschauer sollen ohne den Stress der Parkplatzsuche entspannt zur Veranstaltung kommen," so Meeting-
Direktor Heinz Hüsselmann. Drei Busse pendeln zwischen 14 und 16 Uhr ab Parkplatz Kreishaus zum Strichweg, zurück geht's dann zwischen 18 und 20 Uhr mit vier Bussen. Der Shuttle-Service ist für die Zuschauer kostenlos!

NIEDERELBE ZEITUNG vom 20. Juli 2002
Zweitschnellster über 200 Meter
Frank Fredericks: Star bei “Weltklasse hinterm Deich”
Cuxhaven (flü). Dick eingemummelt und mit hoch gezogenen Schultern präsentierte sich gestern schon einmal der Star von “Weltklasse hinterm Deich”: Bei einem frischen Wind nahm Frank Fredericks aus Namibia auf dem Döser Seedeich an einer öffentlichen Pressekonferenz teil. Der Weltklasse-Sprinter wird heute an den EWE-Athletics auf dem Cuxhavener Strichweg-Sport-
platz über die 100 Meter an den Start gehen. Dabei trifft er unter anderem auf den Meeting-Rekordhalter Eric Nkansah (10,07 Sek.)
aus Ghana und Marc Blume vom TV Wattenscheid.
Doch Fredericks ist gewappnet. Nach drei Jahren mit mehreren Verletzungen und zwei Operationen fühle er sich wieder fit, wie er dem ARD-Leichtathletik-Experten Dieter Adler sagte. Seine Zeiten aus diesem Jahr bestätigen das eindrucksvoll: 9,94 Sekunden in Windhoek/Namibia über 100 Meter und 19,99 Sekunden in Rom über 200 Meter.
Der Athlet aus Namibia ist übrigens der siebtschnellste Läufer aller Zeiten über den kurzen Sprint. 9,86 Sekunden lief er 1996 in Lausanne. Im selben Jahr erzielte er eine noch höherwertige Leistung über die 200 Meter. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta
kam er nach 19,68 Sekunden ins Ziel. Lediglich Michael Johnson war einen kleinen Tick schneller. Doch die Zeit von Fredericks bedeutete nicht nur die Silbermedaille, sondern auch zugleich die zweitschnellste gelaufene Zeit über 200 Meter aller Zeiten - eben
hinter Johnson.
Der 34-jährige Ausnahmeathlet Fredericks hat noch große Ziele. Sein Traum ist eine GoIdmedaille bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen. Doch vorher stehen noch wichtige Ereignisse in diesem Jahr an. So die Commonwealth-Games, die Afrika-Meister-
schaft und der Mitte September in Madrid stattfindende Weltcup.
Doch nun gilt erst einmal die ganze Aufmerksamkeit den heutigen 100 Metern in Cuxhaven. Es könne ruhig windig und kühl sein, so Fredericks, denn ihm komme es auf die Unterstützung durch das Publikum an. "Dann werde ich schon schnell sein", so der Sprintstar, der sich in vielerlei Hinsicht in Deutschland und mit der deutschen Mentalität auskennt. Er ist mit einer Deutschen ver-
heiratet und dadurch zugleich Schwager des deutschen 800-Meter-Läufers Nico Motchebon. Durch die Geschichte Namibias, ehe-
mals Deutsch-Südwestafrika, kenne er ebenfalls viele Sitten und Gebräuche.
Die EWE-Athletics beginnen heute um 15.30 Uhr. Rund 200 Top-Athleten nehmen an den 14 Disziplinen teil.

Fenner stark über die Hürden / EM-Ticket für Speerwerfer Lange
Cuxhaven (dpa) - Ein starker Hürdensprint von Mike Fenner (Wattenscheid), eine bedeutungslose Niederlage von 400-m-Hoffnung
Ingo Schultz (Dortmund) und eine spannende Europameisterschafts-Qualifikation im Speerwerfen waren am Samstag die Höhe-
punkte beim Leichtathletik-Meeting in Cuxhaven. Zwei Zentimeter entschieden über die EM-Teilnahme von Björn Lange (Magde-
burg). Er warf den Speer 80,78 m, sein Konkurrent Peter Esenwein (Kornwestheim) musste sich mit 80,76 m begnügen. Damit ist Lange dritter deutscher EM-Starter neben Raymond Hecht (Magdeburg) und Boris Henry (Saarbrücken), der auch “hinterm Deich”
in Cuxhaven klar mit 85,74 m siegte.
Gut zwei Wochen vor dem EM-Auftakt in München präsentierte sich Mike Fenner in prächtiger Form. Nach einer Verletzung lief er über 110 m Hürden in 13,32 Sekunden persönliche Jahresbestleistung. Allerdings verhinderte ein unzulässiger Rückenwind
(2,1 m/s) den Eintrag ins Rekordbuch. “Es wird in München ein starkes Feld geben, aber ich habe ganz gute Möglichkeiten”,
sagte Fenner. Im Stabhochsprung landete Ex-Europarekordlerin Annika Becker (Bebra) auf Platz zwei. Es siegte die Schwedin Kirstin Belin. Beide übersprangen 4,39 Meter.
Der WM-Zweite Ingo Schultz (LG Dortmund) musste sich über 400 m in 45,62 Sekunden ebenfalls mit Platz zwei hinter Shane Niemi (Kanada/45,53) begnügen. Schultz war direkt aus dem Trainingslager angereist und nahm die Niederlage nicht so tragisch. “Über die Zeit kann ich nicht meckern. Es wird noch schneller”, sagte der EM-Favorit.
Publikumsliebling Frankie Fredericks (Namibia) begnügte sich als Sieger über 100 m mit 10,18 Sekunden.
Die deutsche Dreisprung-Meisterin Henny Gastel (Halle) verpasste mit 13,58 Meter im sechsten und letzten Versuch das EM-
Ticket. Sie scheiterte an der Norm von 13,70. Es siegte die Russin Elena Olejnikova mit 14,21 m.
Ihre Landsfrau Natalja Chrushelowa blieb in einem schnellen 800 m-Lauf mit 1:59,77 Minuten unter der Zwei-Minuten-Grenze. Die
Erfurterin Anja Knippel folgte mit 2:00,11 knapp dahinter.
Nach Redaktionsschluss:
Cuxhaven
(hes). 'Wie ein Schneekönig' freute sich Nicole Marahrens (LG Weserbergland) als sie nach ihrem Zieleinlauf
über 200 m ihre Siegerzeit von 23,21 Sekunden über die Lautsprecheranlage auf der Sportanlage am Strichweg in Cuxhaven
erfuhr. Die Niedersächsin, die eineinhalb Stunden zuvor im 100 m-Lauf als Dritte in 11,81 Sekunden, nur ein Hundertstel
über ihrer diesjährigen Bestzeit blieb, war erst am Mittag in der Starterliste der EWE Athletics aufgetaucht.
Die Verbesserung ihrer persönlichen 200 m-Bestzeit von 23,52 auf 23,21 Sekunden - zu einer Zeit als das Fernsehen seine
Kameras schon eingepackt hatte und vielfach Redaktionsschluss war - bringt sie auf Platz Vier der deutschen Bestenliste.
Mit diesen 23,21 Sekunden hätte sie die Deutschen Meisterschaften klar gewonnen, doch in Wattenscheid herrschte ein Gegenwind von 1,4 m/s, in Cuxhaven (zulässiger) Rückenwind von 1,3 Meter pro Sekunde.

Zwei Zentimeter pro Björn Lange in Cuxhaven Quelle: www.leichtathletik.de
Aus dem vollen Training heraus kamen die deutschen Asse zum EWE Athletics nach Cuxhaven, um hinter dem Deich ihre
Visitenkarte abzugeben. Annika Becker hatte acht Stunden Autofahrt hinter sich, Franek Haschke und René Herms wurden kurz-
fristig eingeflogen und auch Ingo Schultz kam aus Kienbaum mit weiter Anreise in "seinen" hohen Norden. In der Entscheidung
um das dritte Speerwurf-Ticket für München setzte sich Björn Lange hauchdünn gegen Peter Esenwein durch. Dagegen verpasste Henny Gastel im Dreisprung die EAA-Norm und damit ihre Chance auf die EM-Teilnahme. Daneben gab es noch eine ganze Reihe
weiterer interessanter Entscheidungen.
Mit erbitterter Mine und der Startnummer eins auf der Brust stand Frankie Fredericks am 100-Meter-Start. Der Star aus Namibia, der zu seiner Zusage stand, kam mit einer starken zweiten Hälfte zu einer Siegerzeit von 10,18 Sekunden und löste sein Ver-
sprechen ein: "Ich bin gekommen, um zu gewinnen." Marc Blume wurde als bester Deutscher in 10,42 Sekunden Dritter.
Im Frauensprint hatte sich vorher die Französin Sylviane Felix (11,42 sec) behauptet. Bei etwas zu starkem Rückenwind über-
zeugte der Hürdensprinter Mike Fenner in 13,32 Sekunden zu Beginn der Veranstaltung vor Florian Schwarthoff (13,49 sec).
Vize-Weltmeister Ingo Schultz rückte auf der Stadionrunde in den Mittelpunkt. Er hatte sich für die Außenbahn entschieden und enteilte dort zunächst der Konkurrenz, musste sich dann auf den letzten Metern allerdings in 45,62 Sekunden dem Kanadier Shane Niemi (45,53 sec) geschlagen geben. Der Wattenscheider Bastian Swillims (47,15 sec) wurde Dritter. "Es war ein gutes Rennen", freute sich Ingo Schultz und versprach: "es wird noch schneller." Er hat es ja schon gezeigt in diesem Jahr!
Anja Knippel knapp über zwei Minuten
Die Russin Natalja Chrushelova führte auf den 800 Metern mit ihren 1:59,77 Minuten die Erfurterin Anja Knippel an die Zwei-
Minuten-Marke heran (2:00,11 min). Bei den Männern setzte sich in exakt 1:45,00 Minuten der US-Amerikaner Khadevis Robinson
durch. Der Deutsche Meister Rene Herms kam mit seinem Vereinskollegen Franek Haschke direkt mit dem Flieger aus dem Trainingslager nach Cuxhaven und wurde über die zwei Stadionrunden in 1:47,85 Minuten Vierter. Der Pirnaer meinte nach dem Lauf: "Unter den Bedingungen war es eine ganz gute Zeit. Nachdem vorne drei Leute weg waren, musste ich alles alleine machen. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Bei der EM will ich jetzt ins Halbfinale, alles weitere wäre Zugabe."
Mit Carolin Hingst und Annika Becker traten zwei deutsche EM-Teilnehmerinnen im Stabhochsprung an. Für Hingst waren an diesem Nachmittag 4,39 Meter zu hoch und sie trug sich mit 4,29 Metern als Dritte in die Ergebnisliste ein. Danach machte die Deutsche Meisterin mit der Schwedin Kirsten Belin den Sieg unter sich aus. Dabei setzte sich allerdings die Skandinavierin mit 4,39 Metern vor der höhengleichen Annika Becker durch. Die Hessin war aber dennoch nicht unzufrieden: "Es war einigermaßen okay. Ich möchte bis zur EM wieder fit sein. Momentan habe ich vom Training noch schwere Beine."
Henny Gastel verpasst EM-Ticket
Dreispringerin Henny Gastel kämpfte um die EAA-Norm von 13,70 Metern und das damit verbundene EM-Ticket. Im fünften Durch-
gang steigerte sie sich auf 13,55 Meter. Weitere drei Zentimeter mehr im letzten Versuch genügten am Ende nicht für München. Die Russinnen Elena Olejnikova (14,21 m) und Victoria Gourova (14,00 m) holten sich vor Gastel die beiden ersten Ränge.
Auf 85,74 Meter jagte der Saarbrückener Boris Henry seinen Speer und packte die "Säge" aus. Der Sieg war ihm nicht mehr zu nehmen. Björn Lange aus Magdeburg setzte sich im Duell um den dritten EM-Startplatz neben Henry und Hecht mit 80,78 Metern gegen Peter Esenwein durch. Bitter für den Kornwestheimer: ihm fehlten nur zwei Zentimeter zum Magdeburger! Zwischen Henry und Lange schob sich als Zweiter übrigens Mark Frank vom 1. LAV Rostock mit guten 83,24 Metern, während sich Raymond Hecht mit 79,19 Metern und Rang fünf zufrieden gab. Er verzichtete auf seine Versuche vier bis sechs! Der Sieger Boris Henry meinte angesichts seines siebten Ranges in der Weltjahresbestenliste im Hinblick auf die EM im eigenen Land:
"Ich kann in München jetzt von hinten kommen."
Zur
Ergebnisliste (mit Schülerwettbewerben)

CUXHAVENER NACHRICHTEN vom 22. Juli 2002
Mike Fenner bot die überragende Leistung
Fünf Meeting-Rekorde und zahlreiche Top-Leistungen bei den EWE Athletics - Rund 5000 Zuschauer
hwi. - Es ist und bleibt der sportliche Höhepunkt des Jahres in Cuxhaven. Das Leichtathletik-Meeting "Weltklasse hinterm Deich" auf dem Strichweg-Sportplatz. Auch in diesem Jahr pilgerten rund 5000 Zuschauer auf die Anlage, um Stars wie Frank Fredericks,
Ingo Schultz und Co. zu sehen. Die Glanzpunkte setzten aber andere Athleten.
Das Team von Rot-Weiss Cuxhaven und der Stadt Cuxhaven hatte sich wieder alle erdenkliche Mühe gegeben, um einen reib-
ungslosen Ablauf dieser Veranstaltung zu gewährleisten.
Und Turnierdirektor Heinz Hüsselmann konnte am Ende, auch dank des Einsehens des Wettergottes, strahlen. Zwar hatten nicht alle Stars das gehalten, was man sich von ihnen erwartet hatte, dafür sprangen aber andere ein und insgesamt fünf Meeting-
Rekorde sprechen eine deutliche Sprache. Dennoch: Die Stimmung ließ zum ersten Mal bei diesem Meeting zu wünschen übrig, der Funke der Begeisterung, wie in den vergangenen Jahren üblich, sprang irgendwie nicht über. Daran konnten auch die Mode-
ratoren Dieter Adler und Eike Schulz nichts ändern.
14 Disziplinen bei den Herren (acht) und den Damen (sechs) standen auf dem Programm. Und schon bei der ersten Entscheidung sahen die Zuschauer ein hochklassiges Rennen. Über die 110-Meter-Hürden setzte sich nicht der leicht favorisierte Florian Schwarthoff (13,49) durch. Mike Fenner vom TV Wattenscheid siegte in überzeugenden 13,32 Sekunden. Dritter wurde Claude Edorh (13,70). Fenners Meeting-Rekordzeit konnte leider nicht anerkannt werden, der Wind (+ 2,1 Meter) blies zu stark.
Erster Meeting-Rekord 2002 durch Natalia Chrushelova
Doch es dauerte nicht lange, bis der erste Rekord fiel. Natalia Chrushelova (RUS) blieb über die 800-Meter der Frauen unter der magischen 2-Minuten-Grenze (1:59,77). Sensationszweite wurde Anja Knippel aus Erfurt, die hervorragende 2:00,11 lief. Eine hundertstel Sekunde nach ihr überquerte dieUS-Amerikanerin Jennifer Toomey, die Vorjahressiegerin, als Dritte die Ziellinie.
Und der nächste Rekord purzelte. Khadevis Robinson (USA) siegte über die 800-Meter der Männer in guten 1:45,00. Auf die
Plätze kamen Dimitry Bogdanov (RUS, 1:45,72) und Henry Rotich (KEN, 1:45,78). Die deutschen Starter enttäuschten.
Den zweiten Glanzpunkt aus deutscher Sicht setzte Speerwerfer Boris Henry. Er siegte mit überzeugenden 85,74 Metern. Mark Frank (83,24) kam auf den zweiten Platz. Für Spannung sorgte der Zweikampf zwischen Björn Lange und Peter Esenwein. "Wer
weiter wirft, darf zur EM", so die Vorgabe des Verbandes. Am Ende standen für Lange 80,78 Meter zu Buche, für Esenwein 80,76 Meter. Eine hauchdünne Entscheidung.
Die EM-Norm im Dreisprung der Frauen verpasste Henny Gastel um ganze zwölf Zentimeter. Sie kam auf gute 13,58 Meter und belegte den dritten Platz. Es siegte Elena Oleinikova (RUS, 14,21) vor Victoria Gourova (RUS, 14,00).
Ein neuer Meeting-Rekord wurde über die 400 Meter der Männer bejubelt. Diesen stellte jedoch nicht der favorisierte Vize-Welt-
meister Ingo Schultz (Zweiter in 45,62) auf, sondern der Kanadier Shane Niemi (45,53). Schultz hatte die ungünstigere Außenbahn
gewählt, um seinen deutschen Kollegen gute Zeiten zu ermöglichen. Diese konnten die Erwartungen jedoch nicht erfüllen.
Der Höhepunkt des diesjährigen Meetings war der Auftritt des viermaligen Silbermedaillen-Gewinners bei Olympischen Spielen, Frank Fredericks aus Namibia. Über die 100-Meter hatte er keine Mühe, seine Kontrahenten in Schach zu halten und siegte in 10,18 Sekunden vor Eric Nkansah (GHA, 10,30) und Marc Blume (10,42).
Ein schwaches Läuferfeld, mäßige Resultate: Die 100-Meter der Frauen konnten nicht überzeugen. Am Ende siegte die Französin Sylviane Felix in 11,42 Sekunden.
Annika Becker kam nur auf 4,39 Meter im Stabhochsprung
Direkt aus dem kraftraubenden Trainingslager war Annika Becker nach Cuxhaven gereist. Dies merkte man der Ex-Europarekord-
lerin (4,77 Meter) im Stabhochsprung deutlich an. Sie landete mit 4,39 Metern auf dem zweiten Platz hinter der Schwedin Kirstin Belin (4,39, MR).
Nicole Marahrens setzte sich über die 200-Meter-Strecke in 23,21 Sekunden vor Erica Witter (CAN, 23,63) durch.
Und noch ein Meeting-Rekord durfte bejubelt werden. Natalia Evdokimova (RUS, 4:09,65) siegte über die 1500 Meter der Frauen
vor Margret Chirchir (KEN, 4:11.69).
Eine bessere Zeit als die 7:52,35 von Pius Muli (KEN) hatten sich die Veranstalter über die 3000 Meter der Männer erhofft. Aber die Hasen liefen zu schnell an. Die 1500 Meter der Männer gewann der Kenianer David Nyaga in 3:37,66 vor dem Italiener Lorenzo Perrone (3:40,62) und dem Deutschen Christian Güssow (3:41,10).
Den Abschluss des Meetings bildete der Weitsprung, in dessen Mittelpunkt der Abschied von Konstantin Krause stand. Der mehrfache Deutsche Meister, der seine aktive Laufbahn beendet, kam mit 7,72 Metern auf den dritten Platz. Es siegte der US-
Amerikaner Miguel Pate (7,88) vor Darren Ritchie (GBR, 7,83).
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Ergebnisliste (mit Schülerwettbewerben)
Aufgeschnappt
Spannung während des Wettkampfes zwischen den Speerwerfern Björn Lange (1. LAV Rostock) und Peter Esenwein (Salaman-
der Kornwestheim). Am Ende setzte sich Lange mit zwei Zentimetern Vorsprung durch und löste so das begehrte EM-Ticket. Esenwein äußerte im Interview mit Dieter Adler zwar seinen Unmut über die Art und Weise, wie selektiert wurde, zollte seinem Kontrahenten aber sportlichen Respekt und ließ sich von diesem zu einem Bierchen einladen.
Der Vorstandsvorsitzende der EWE-Aktiengesellschaft Oldenburg, Dr. Werner Brinker, hatte es sich nicht nehmen lassen, per-
sönlich das Leichtathletik-Meeting zu verfolgen und Siegerehrungen vorzunehmen.
Zwei ehemals prominente Sportler wurden auf dem Strichweg-Sportplatz gesichtet: Gesine Schmidt (Ex400-Meter-Hürdenläuferin) und Johnny Otten (Ex-Fußballprofi bei Werder Bremen).
Hoch her ging es nach dem Sportfest in der Kugelbake-Halle. Die Veranstalter und Sponsoren hatten zum VIP-Abend geladen. Neben einem leckeren Büfett gab es auch interessante Interviews auf der Bühne.
Bei der NDR-Übertragung wurden Athleten gefragt, wie sie denn ausgerechnet nach Cuxhaven kommen würden. Na, warum denn immer so negativ ...
Schwerstarbeit für Rot-Weiss Cuxhaven. Der ausrichtende Verein stellte zahlreiche ehrenamtliche Helfer, die den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung garantierten.
Unter den Gästen befand sich auch der "Lehrmeister" von Moderator Dieter Adler. Hans-Heinrich Isenbart schaute vorbei und stellte sich auch einem kurzen Interview. Gestern moderierte er wieder das "Duhner Wattrennen".
Doping - ein Thema, das den Sport weltweit nicht mehr in Ruhe lässt. Und so war es nicht verwunderlich, dass auch in Cuxhaven kontrolliert wurde.
Jan Ferdinand Lühmann, so heißt ein Sieger des Sportfestes, der aus Cuxhaven kommt. Der junge Rot-Weisse siegte über die 1000 Meter der Schüler B und das mit sieben Sekunden Vorsprung. Alle Achtung.
Sie kam nicht. Susen Tiedtke, bei den Deutschen Meisterschaften im Weitsprung kläglich gescheitert, wollte im Dreisprung-
Wettbewerb antreten. Doch die "schönste Athletin" sagte ab. Schade, auf sie hätten sich bestimmt viele Zuschauer gefreut.
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Ergebnisliste (mit Schülerwettbewerben)

ZEVENER ZEITUNG vom 22. Juli 2002
Fahrt steckt in den Knochen
Stabhochspringerin Annika Becker hat Erklärung für ihre mäßige Leistung
Cuxhaven. “Ich habe mich ein wenig in Cuxhaven verliebt”, berichtete Konstantin Krause von der LG Ohra-Hörsel, "auch wenn ich
mit meiner Leistung nicht ganz zufrieden sein kann."
Der Weitspringer wundert sich immer wieder über das Wetter an der Nordseeküste. "Wenn ich am Tag vor dem Wettkampf anrei-
se, ist es regnerisch und kühl, aber am Wettkampftag selbst ist es einige Grad wärmer und vor allem trocken", staunte Krause.
Der Athlet versprach den Zuschauern, im nächsten Jahr wieder zu kommen. "Nicht als Athlet, sondern vielleicht in einer anderen Funktion", machte er Andeutungen auf sein Karriereende.
Moderator Dieter Adler machte spontan einen Vorschlag: Im nächsten Jahr stehst du mit der weißen und rote Fahne an der Grube und zeigst die gültigen und ungültigen Versuche an."
Für ihre eher mäßige Leistung, mit übersprungenen 4,39m, hatte Stabhochspringerin Annika Becker (LG Alheim/Rotenburg/Bebra)
eine Erklärung. "Ich habe in den vergangenen zwei Wochen hart trainiert und die Technik außer Acht gelassen. Außerdem steckte
mir die achtstündige Anreise noch in den Knochen."
Bei den deutschen Meisterschaften hatte sie noch 4,77 m übersprungen und damit kurzfristig den Europarekord gehalten. Vor der EM wächst jetzt der Druck auf die Athletin. "Mein Ziel für München ist das Erreichen des Finaldurchgangs", sagte Becker.
Mit seinem zweiten Platz über 400 in, hinter dem Kanadier Shane Niemi, war Ingo Schultz (Dortmund) zufrieden. "Ich habe die ungeliebte Außenbahn gewählt und damit meinen Staffelkollegen die Chance gegeben, innen eine gute Zeit zu laufen", erläuterte Schultz, eine der deutschen Goldhoffnungen bei der EM. (jm)

NIEDERELBE ZEITUNG vom 22. Juli 2002
Anja Knippel überraschte über die 800 Meter
Nur elf Hundertstel über der magischen Zwei-Minuten-Grenze
Cuxhaven (flü). Drei Bestleistungen für das Cuxhavener Meeting sahen die Zuschauer bei den Wettbewerben der Damen. Beson-
ders auf den Stabhochspung-Wettbewerb war das Publikum gespannt, denn hier trat die große EM-Medaillenhoffnung Annika Becker an, die bei der Deutschen Meisterschaft 4,77 Meter übersprang. Das bedeutete immerhin für drei Tage Europarekord.
Doch scheinbar waren die Erwartungen zu hoch. Die Athletin der LG Alheim/Rotenburg/Bebra steckt mitten im Training für die Europarneisterschaft und so ist zu verstehen, dass sie vielleicht in Cuxhaven nicht über 4,39 Meter hinauskam. Das bedeutete wegen der höheren Anzahl von Fehlversuchen Platz Zwei hinter der höhengleichen Schwedin Kirstin Belin. Diese Höhe in dieser leistungsexpansiven Disziplin war gleichzeitig neuer Meeting-Rekord. Übrigens: Die ersten Sechs überwanden alle die bisherige Bestmarke (4,10) in Cuxhaven.
Einen neuen Stadion-Rekord erzielte auch Natali Chrushelova (Russland) mit 1:59,77 über 800 Meter. In diesem Rennen sorgte Anja Knippel (Team Erfurt) Mit 2:00,11 für einen Paukenschlag. Die ersten Fünf dieses Laufes blieben alle unter der bisherigen Bestmarke für Cuxhaven.
Einen weiteren Meeting-Rekord stellte noch eine Russ in auf: Natalia Evdokimova gewann die 1500 Meter in 4:09,65 vor der Kenianerin Margret Chirchir (4:11,69) und der Litauerin Rasa Draszdauskaite (4:12,35).
Positiv überraschte Nicole Marahrens (LG Weserbergland). Sie wurde nicht nur Dritte über 100 Meter (11,81), sondern siegte in persönlicher Bestzeit von 23,21 über 200 Meter.

NORDSEE ZEITUNG vom 22. Juli 2002
Talente starten mit den großen Stars
Nachwuchswettbewerbe bei den EWE Athletics
Cuxhaven. Für viele Nachwuchstalente aus der Region wurde auf dem EWE-Athletics-Sportfest ein Traum wahr. Eingefügt im Zeitplan der großen Leichtathletikstars gingen beim Meeting "Weltklasse hinterm Deich" auch Sprint- und Mittelstreckentalente einiger Schülerklassen in Cuxhaven an den Start.
Aus dem Bereich des KLV Cuxhaven glänzten besonders die Talente des TSV Wehdel, von Rot-Weiß Cuxhaven und vom TV Langen. Viele Nachwuchsläufer hatten auch die LG Wesermünde und der TSV Altenwalde nach Cuxha'ven entsandt.
Spannend verlief der 800-m-Lauf der Schülerinnen B. Lange führte Inken Glander (TSV Wehdel) das Feld an. Sie wollte unbedingt eine neue persönliche Bestzeit laufen, hatte sich jedoch mit einem zu schnellen Anfangstempo überschätzt. 200 Meter vor dem
Ziel zog ihre Vereinskameradin Rebecca Ehlers vorbei und siegte in 2:34,62 Minuten mit neuer persönlicher Bestzeit. Ehlers
setzte sich damit auf Rang sechs der aktuellen Landesbestenliste. "Ich bin überaus glücklich und habe endlich eine lange Flaute über diese Strecke hinter mich gebracht," freute sich Rebecca Ehlers über ihre neue Bestzeit.
Noch abgefangen
Ähnlich wie Inken Glander erging es Jana Bindzus (TV Langen) beim 800-m-Lauf der Schülerinnen C. Lange in der Führungs-
position musste sie sich im Ziel in guten 2:45,82 min. mit dem zweiten Platz begnügen. Hier siegte Katrin Friedrich (VfL Stade)
in 2:42,59 Minuten.
Einen tollen 1000-m-Lauf zeigte B-Schüler Jan Ferdinand Lühmann (Rot-Weiß Cuxhaven). Er gewann sein Rennen überlegen in 3:19,71 Minuten. Jeweils dritte Plätze konnten Melanie Neumann (Rot-Weiß Cuxhaven) und Daniel Bürgy (TV Langen) für sich verbuchen. Daniel Bürgy schaffte im 1000-m-Lauf der Schüler C 3:31,05 Minuten.
Melanie Neumann lief im 100-m-Finale der Schülerinnen A 13,29 Sekunden. Hier ging es um den EWE-Cup. Es siegte Anna Klimek (LG Kreis Nord Stade) in 12,88 Sekunden. Sie führt auch die aktuelle Landesbestenliste an.
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Ergebnisliste (mit Schülerwettbewerben)

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