EWE Athletics “Weltklasse hinterm Deich”
Sonnabend, 26. Juni 2004 / Cuxhaven-Döse / Strichweg-Sportplatz

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NIEDERELBE ZEITUNG vom 16. Dezember 2003
EWE Athletics mit neuem Pressebereich
(cn). Im kommenden Jahr, am 26. Juni 2004, wird es für die schreibende Presse einen besseren Arbeitsplatz und eine gute
Sicht auf die Wettkampfstätten im Rahmen der "EWE Athletics" geben. "Die Zieltribüne wird eigens hierfür um drei Meter
verlängert, so dass wir genügend Sitz- und Arbeitsfläche für die Pressevertreter schaffen", so Veranstalter und Meeting-
Direktor Heinz Hüsselmann. Gleichzeitig erhalten die Presse-Arbeitsplätze eine eigene Stromversorgung und auf Wunsch
einen Internet-Anschluss. "Wir wollen vergleichbar gute Voraussetzungen schaffen wie die Pressevertreter sie bei Inter-
nationalen Leichtathletik-Sportfesten in den großen Stadien geboten bekommen. Die Mixed-Zone bleibt in Zielnähe direkt
vor der Presse-Tribüne, hier stehen die Sieger unmittelbar nach ihren Wettbewerben für Interviews zu Verfügung," berichtet
Hüsselmann.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 22. Januar 2004
Dieter Baumann moderiert bei "EWE Athletics”
Cuxhaven (nez/flü). Bei den "EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" am 26. Juni in Cuxhaven auf dem Strichweg-
Sportplatz wird ein Olympiasieger mit die Moderation übernehmen. Da ZDF-Sportchef Wolf-Dieter Poschmann während
der EWE Athletics bei der Fußball-Europameisterschaft in Portugal sein wird, moderiert dieses Jahr 5000-Meter-Olympia-
sieger Dieter Baumann zusammen mit NDR-Urgestein Dieter Adler. Baumanns jüngster Auftritt in Cuxhaven war am 19. Juli
2000 kurz vor den Olympischen Spielen in Sydney - es hat eine Olympiade gedauert, nun kehrt er im Olympiajahr zurück.
Baumann sagt: "2000 war für mich ein schweres Jahr, doch die Zuschauer in Cuxhaven haben mich sehr herzlich empfangen.
Die Menschen gaben mir das Gefühl, dass sie hinter mir stehen. Nun, nach Beendigung meiner sportlichen Laufbahn, habe
ich neue Ziele."

Presseinformation vom 16. März 2004 (Veranstalter)
Der “Herr der Ringe” startet in Cuxhaven
Die erste TOP-Verpflichtung ist perfekt - Lars Riedel startet bei den EWE Athletics. Der Olympiasieger, 4-fache Welt-
meister und 10-fache Deutsche Meister mit einer Bestleistung von 71,50 m sieht in Cuxhaven einen wichtigen Meilenstein
auf seinem Weg nach Athen.
“Ich habe sehr gute Erinnerungen und freue mich auf Cuxhaven. Im letzten Jahr, am 21. Juli 2003, gab es ein super Diskus-
Ergebnis.“ 6.000 begeisterte Zuschauer erlebten einen tollen Zweikampf zwischen Lars Riedel (LAC Erdgas Chemnitz /
Jahrg. 67 / 1,99 m / 120 kg) und seinem großen Widersacher Michael Möllenbeck (TV Wattenscheid 01 / Jahrg. 69 /
2,00 m / 110 kg,). Beide Athleten warfen die 2 kg schwere Scheibe auf Weiten über 67 m. Lars Riedel gewann mit der
Weltklasseweite von 67,37 m vor Michael Möllenbeck, der im letzten Wurf noch auf 67,20 m kam.
“Im Olympiajahr werde ich meinen treuen Fans in Cuxhaven einen spannenden Wettkampf liefern. Ich brauche diesen Wett-
kampf, denn ich möchte in Athen nach Gold 1996 in Atlanta und Silber 2000 in Sydney meine dritte Olympiamedaille ge-
winnen!“

Beachten Sie auch das Gewinnspiel mit 30 Preisen auf der Website der Veranstaltung

NORDSEE ZEITUNG vom 7. Mai 2004
Nerius ist Weltklasse hinterm Deich
Leichtathletik: Speerwerferin hat sich bereits für Athen qualifiziert und nimmt am Sportfest in Cuxhaven teil
Von unserem Redaktionsmitglied Erich. W. Willmann
Beverstedt. "Die Goldmedaille in Athen". Speerwerferin Steffi Nerius, Vierte der Olympischen Spiele in Sydney und Dritte der
Weltmeisterschaft 2003, will hoch hinaus. "Ich habe mir dieses Ziel gesetzt, daran lasse ich mich auch messen". Falls es nicht
klappt, dann eben Pech gehabt. Da es um die deutsche Leichtathletik derzeit nicht sonderlich gut bestellt ist und die Medaillen-
ausbeute des deutschen Teams bei den Spielen in Athen nicht besonders goldig ausfallen dürfte, freut man sich schon, dass
eine Athletin aus dem Schatten tritt und ihren eigenen Anspruch untermauert. "Man muss sich Ziele setzen und nicht drum her-
um reden", sagt die Leverkusenerin, die auf Rügen aufgewachsen ist. "Wenn es dann der siebte Platz sein sollte, dann stehe
ich drüber."
Die Chancen der Speerwerferin in Athen können die Freunde der Leichtathletik am 26. Juni beim EWE-Athletics-Sportfest "Welt-
klasse hinterm Deich" in Cuxhaven, das die Volksbanken im Landkreis Cuxhaven und Bremerhaven und EWE als Hauptspon-
soren präsentieren, selbst beurteilen. Weltklasse hinterm Deich wird die vorletzte große Standortbestimmung einiger Leicht-
athleten vor Olympia sein. Danach folgen nur noch die deutschen Meisteschaften in Braunschweig.
Amtierende Weltmeisterin
Weltklasse hinterm Deich hält, was der Name verspricht. Als Organisator Heinz Hüsselmann Steffi Nerius die Nachricht über-
brachte, dass sie sich in Cuxhaven mit der amtierenden Weltmeisterin Mirela Manjoni aus Giechenland auseinanderzusetzen
hat, blieb Steffi Nerius unbeeindruckt: "Das ist schön." Sie freut sich darauf, sich mit der Weltelite messen zu dürfen. Steffi
Nerius ist auf Rügen geboren und sammelte schon im Kindergarten Medaillen. Mit zwölf Jahren hatte sie erstmals einen Speer
in der Hand, ein Jahr später kam sie schon auf die Sportschule. Die ersten Wurfversuche waren nicht weit, sondern tief. Sie warf
kleine Äste und Steine von den Kreidefelsen auf Rügen. Doch Geduld und Ehrgeiz brachten die 31-Jährige in die Weltspitze. Die
erste wichtige Medaille im Sport errang sie 1991 bei der Junioren-EM. Danach folgte eine längere Durststrecke, bis sie sich in
der Weltelite etabliert hatte. Die Europameisterschaft in München betrachtet sie als eine Art Befreiungschlag, die Olympischen
Spiele in Atlanta als Lehre. Damals warf sie den Speer 60 Meter weit und schied im Vorkampf aus. Zwei Wochen später landete
das Gerät bei 69 Metern, damit hätte sie gewonnen. "Es waren mentale Probleme", blickt sie zurück. Die gebe es heute nicht
mehr. Was man ihr durchaus glauben darf. Steffi Nerius arbeitet als Trainerin beim TSV Bayer Leverkusen mit behinderten
Kindern. Denn: "Meine Eltern haben mir beigebracht, dass man ein zweites Standbein haben muss. Mit dem Sport kann es von
einem Tag auf den anderen vorbei sein".
Das Olympiajahr 2004 begann für Steffi Nerius nicht besonders gut, weil sie wegen einer Krankheit aussetzen musste. Mittler-
weile aber sieht sie sich gut in Form, was ihre Weite von 62 Metern beim Wettkampf Anfang März in Malta bestätigt. Damit hat
sie auch schon die Olympia-Qualifikation erreicht und kann unbesorgt und locker in ihre Vorbereitungswettkämpfe gehen. Ihr
nächster großer Auftritt ist am 22. Mai in Halle, es folgen zwei weitere kleinere Sportfeste, ehe sie in Cuxhaven bei Weltklasse
hinterm Deich an den Start gehen wird. Dieses Sportfest in Cuxhaven hat sich unter der Regie von Heinz Hüsselmann zu einem
nationalen Großereignis gemausert. In diesem Jahr gibt es am Tag vor den sportlichen Höhepunkten die Nacht der Emotionen,
eine Party mit Live-Musik, Show-Attraktionen und einem Sterntaler-Feuerwerk. Der Eintritt dazu ist frei.
Platz für 7000 Besucher
Für den 26. Juni sind bereits jetzt über 1000 Karten (Vorverkauf bei allen Geschäftsstellen der Volksbanken und Spar- und Dar-
lehnskassen im Landkreis Cuxhaven und in Bremerhaven, Kartenhotline 01 80 - 32 29 727, sowie
www.volksbankeg.de und
info@volksbankeg.de verkauft, mehr als 7000 Besucher passen nicht auf die Tribünen und Stehplätze des Sportplatzes am
Strichweg. Steffi Nerius wird vor großer Kulisse werfen. Irgendwann einmal 70 Meter. Warum nicht in Cuxhaven? Bis dahin steht
Training auf dem Programm, selbst und mit und für ihre behinderten Schützlinge in Leverkusen. Und sie kann ihr Geschenk in
Rügen anbringen, das ihr Gastgeber Heiner Hansemann von der Volksbank überreichte. Ein Metallschild mit den Magnettafeln
"belegt" und "frei" was sie immer schon gesucht hatte. Denn Steffi Nerius hat sich auf Rügen die Ferienwohnung "Haus Lydia",
Telefon 03 83 92 / 5 08 53, gekauft, das sie vermietet. Müsste doch auch etwas für sich haben, in der Wohnung der Athletin
deren Wurf zum Gold zu verfolgen.

Presseinformation vom 16. Juni 2004 (Veranstalter)
Folgende TOP-ATHLETEN gaben Ihre vorläufige Zusage zu den EWE Athletics 2004:
Michael Möllenbeck:
Er gilt als der Herausforderer von Lars Riedel. Und doch ist er viel mehr als nur sein Erzrivale. Michael Möllenbeck ist Welt-
klasse. Zwei internationale Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften sprechen für sich. Nach dem Gewinn des Europa-
cups 2003 in Florenz schielte er insgeheim auch in Paris auf einen Treppchenplatz, doch schließlich musste er sich mit Platz 5
zufrieden geben. “Das war nicht so toll, ich muss mich entschuldigen”, gab sich der 2-m-Hüne im Stade de France ungewohnt
kleinlaut. Die Konkurrenz weiß jedoch, der starke Mann vom TV Wattenscheid ist ein Kämpfer und hat selbst die größten An-
sprüche an sich. “Jemand, der in der Szene ganz vorne mitmischen will, muss, egal bei welchem Wetter, egal bei welcher Kon-
kurrenz und zu welchem Zeitpunkt auch immer Weiten über 65 m werfen können”, so die Devise des Riesens.
Auch dieses Jahr will er die Diskusszene aufmischen. Die Norm - 64,60 m - kein Problem für einen Mann wie Möllenbeck. Und
anders als vor vier Jahren im australischen Sydney, als mit 63,14 m nur ein zehnter Platz für ihn heraussprang, soll die Scheibe
in Griechenland weiter fliegen.
Vergangenes Jahr lieferten sich die beiden deutschen Diskusgiganten Möllenbeck und Riedel einen spannenden Fight im Cux-
havener Diskusring. Hier hatte Lars Riedel mit der Siegesweite von 67,37 m, nur 17 cm vor Möllenbeck, die Nase vorn. Dieses
Jahr kommt es zur Revanche und die Zuschauer können sich wieder auf einen Wettkampf der Extraklasse freuen, wenn die
beiden Diskustitanen in den Ring steigen und sich um den Titel des “Herrn der Ringe in Cuxhaven” streiten.
Persönliche Daten:
Geboren am: 12.12.1969
Größe/Gewicht: 200 cm / 102 kg
Verein: TV Wattenscheid 01
Trainer: Miroslaw Jasinski
Persönliche Bestleitung: 67,64m (2002)
Größte sportliche Erfolge:
Dritter WM 2001, Sechster 1999
Dritter EM 2002
Europacupsieger 2002 und 2003
Annika Becker:
Sie ist das deutsche “Silver-Girl” des vergangenen Jahres. Als erfolgreichste Leichtathletin kehrte Annika Becker 2003 von der
Weltmeisterschaft in Paris zurück. Die Sympathiewelle, welche der rotblonden Stabartistin entgegenschwappte, erreichte ihren
derzeitigen Höhepunkt. So wurde die deutsche Rekordhalterin (4,77 m) Leichtathletin des Jahres und trat das Erbe von Grit
Breuer an.
Auch das neue Jahr begann vielversprechend. 4,68 m! So hoch war vor ihr noch keine Deutsche in der Halle gesprungen. Doch
dann erlebte sie den Albtraum eines jeden Stabhochspringers. Bei einem Trainingssprung bricht der Stab unter ihr. Der uner-
wartete Fall ins Bodenlose – diese Schrecksekunden verfolgen sie bis zum heutigen Tag. Und so sind in diesem Jahr nicht
Svetlana Feofanowa, Jelena Isinbajewa oder Stacy Dragila ihre ärgsten Kontrahentinnen, sondern sie kämpft gegen einen noch
schwierigeren Gegner: ihren eigenen Kopf. Aber ganz langsam bekommt die 23-jährige die ungewohnte Situation in den Griff.
War in Kassel schon bei 4,04 m Schluss, übersprang die Studentin der Erziehungswissenschaften in Erfurt bereits 4,20 m.
Und auch ihr Trainer Thomas Weise vermeldet, dass ihre Zubringerwerte “so gut wie nie zuvor sind”, denn im Trainingslager in
Albufeira stellte sie eine neue Bestweite im Weitsprung auf.
Man darf also gespannt sein, wie hoch es in Cuxhaven für die junge Athletin vom Team Erfurt gehen wird. Eins jedoch ist sicher:
Eine Annika Becker hat, wenn die Psyche mitspielt, immer das Zeug, die Olympianorm von 4,40 m zu überfliegen.
Persönliche Daten:
Geboren am: 12.11.1981
Größe/Gewicht: 170 cm / 63 kg
Verein: Team Erfurt
Trainer: Thomas Weise / Wolfgang Weber
Persönliche Bestleitung: 4,77 m (2003/NR)
Größte sportliche Erfolge:
Zweite WM 2003
Fünfte Hallen-WM 2003
Fünfte EM 2002
Zweite U23-EM 2001
Junioren-Europameisterin 1997
Deutsche Meisterin 2001 und 2002
Deutsche Hallenmeisterin 2002 und 2003
Bianca Kappler:
Olympia: der Traum eines jeden Sportlers. Für sie wird er in Erfüllung gehen, denn anders als viele deutsche Athleten hat sie
das Ticket nach Athen bereits im Gepäck. Bianca Kappler steigerte in Wesel nicht nur ihre persönliche Bestleistung im Weit-
sprung, sondern sprang auch direkt nach Griechenland: 6,71 Meter! Damit ist sie im Geschäft, springt im Duell der Großen ganz
vorne mit. Aber, dabei sein ist für die blonde Athletin nicht alles. Die ehrgeizige 27-jährige will ins Finale und aller Welt zeigen,
dass mit den Deutschen wieder zu rechnen ist.
Im letzten Jahr scheiterte sie in Paris bei der Weltmeisterschaft in der Qualifikation, doch in Athen werden die Karten neu ge-
mischt. Cuxhaven ist ein wichtiger Wettkampf für die 1,80 Meter große Springerin, denn mit Irina Simagina ist eine enorm starke
Gegnerin am Start. Die junge Russin ist 2004 bereits 6,99 Meter gesprungen, eine Weltklasse-Weite und eine hohe Messlatte
für die in Saarbrücken lebende Kappler. Aber auch mit der übrigen internationalen Konkurrenz ist nicht zu spaßen, denn die 6,69
Meter, die die Kubanerin Yudelkis Fernandez bereits dieses Jahr erzielte, sind erstklassig und lassen hinterm Deich auf gute
Ergebnisse hoffen. Die Herausforderung nimmt die Germanistik- und Romanistikstudentin gerne an und so dürfen sich die Zu-
schauer auf einen packenden Wettkampf in der Weitsprunggrube freuen.
Persönliche Daten:
Geboren am: 8.8.1977
Größe/Gewicht: 180 cm / 62 kg
Verein: LC asics Rehlingen
Trainer: Ulrich Knapp
Persönliche Bestleitung: 6,71m (2004)
Größte sportliche Erfolge:
Deutsche Meisterin 2003
Zweite Deutsche Hallenmeisterschaften 2004
Dritte Europacup 2002
Lars Riedel:
Er ist fünffacher Weltmeister.
Er ist der Olympiasieger aus Atlanta (1996).
Er ist fünffacher Grand Prix Gewinner.
Er ist der Europameister aus Budapest (1998).
Er ist mehrfacher deutscher Meister.
Er ist ein Ausnahmeathlet.
Er ist: Lars Riedel
Das deutsche Aushängeschild im Wurfbereich ist immer noch nicht müde. Trotz seiner 37 Jahre will er es noch einmal wissen.
2003 kam er nach einem Jahr Abstinenz wieder zurück auf die Wettkampfbühne und ließ alle wissen, dass mit ihm wieder zu
rechnen ist. Zwar konnte er in Paris nicht seinen sechsten Weltmeistertitel einholen, doch mit seinem vierten Platz ist er immer
noch ein Fels in der Weltspitze. Und ans Aufhören denkt der Diskus-Hüne noch lange nicht. “Warum sollte man aufhören, so-
lange man vorne dabei ist”. Diese Einstellung passt auch zu seinem Rat, dem er jungen Nachwuchssportlern geben würde:
“Nicht gleich aufgeben”.
Und so ist der Mann vom LAC Erdgas Chemnitz auch dieses Jahr schon wieder gut im Geschäft. Das erste Duell gegen Welt-
meister Virgilius Alekna entschied Riedel zu seinen Gunsten. Man darf also gespannt sein, zu welcher Form der Routinier in
Athen und auch im direkten Vergleich mit seinem Herausforderer Michael Möllenbeck in Cuxhaven auflaufen wird.
Persönliche Daten:
Geboren am: 28.6.1967
Größe/Gewicht: 199 cm / 115 kg
Verein: LAC Erdgas Chemnitz
Trainer: Karl-Heinz Steinmetz
Persönliche Bestleitung: 71,50 m (1997)
Größte sportliche Erfolge:
Weltmeister 1991, 1993, 1995, 1997 und 2001
Olympiasieger 1996, Silbermedaille 2000
Dritter WM 1999
Europameister 1998
Europacupsieger 1993, 1995, 1997, 2000 und 2001
Deutscher Meister 1992 bis 1998, 2000, 2001 und 2003
Grand Prix-Sieger 1991, 1993, 1995, 1997 und 1999

NORDSEE ZEITUNG vom 17. Juni 2004
Freikarten für die EWE Athletics
Bremerhaven (nz). Die Nordsee-Zeitung verlost für die EWE Athletics, das Sportfest Weltklasse hinterm Deich am 26. Juni auf
dem Sportplatz am Strichweg in Cuxhaven jeweils vier mal zwei Eintrittskarten für Starttribüne und Stehplatz.
Wer Karten gewinnen möchte, der sende bis zum Montag, 21. Juni, eine Postkarte an die
Sportredaktion
NORDSEE-ZEITUNG
Hafenstraße 140
27576 Bremerhaven
mit dem Vermerk "Weltklasse hinterm Deich".
Die Namen der Gewinner werden in der Ausgabe der Nordsee-Zeitung vom 23. Juni veröffentlicht (und dann auch hier auf der
Seite), die Karten werden den Gewinnern zugesandt.

Presseinformation vom 19. Juni 2004 (Veranstalter)
Folgende TOP-ATHLETEN gaben Ihre vorläufige Zusage zu den EWE Athletics 2004:
Steffi Nerius
Dieses Jahr will sie Vollgas geben - nicht nur mit ihrem Sportwagen, sondern auch beim Speerwerfen. Steffi Nerius: ihr Leben
richtet sich dieses Jahr ganz auf Olympia. Doch es ist nicht nur ihr eigenes Glück, welches sie beim täglichen Training schmie-
det, sondern die Diplom-Sportlehrerin gibt ihr Wissen, ihre langjährige internationale Erfahrung weiter. So betreut und trainiert die
geborene Stralsunderin, die dem Meer durch ihr Ferienhaus an der Ostsee immer verbunden blieb, Menschen mit Behinderung
in Leverkusen. Zwei von ihnen eifern ihrer erfolgreichen Trainerin, der Bronzemedaillengewinnerin aus Paris, nach, haben sie
doch bereits die Norm für die Paralympics übertroffen. 2004 soll ihr Jahr werden. Nach der Bronzemedaille in Paris und der
Silbermedaille in München will sie sich in Athen ihren großen Traum erfüllen. Der Traum ist Gold! Gold in Athen!
So kommt Cuxhaven ihr ganz gelegen, denn hier trifft sie auf die Hochkaräter der Szene. Es wird ein Härtetest für das sympath-
ische Aushängeschild des deutschen Frauen-Speerwerfens. Mit der Weltrekordlerin Osleidys Menéndez und Sonia Bisset, der
Bronzemedaillengewinnerin 2001, stehen zwei Kubanerinnen bereit, die sich ebenfalls Chancen auf den Titel im Olympiastadion
ausrechnen.
Dieser Wettkampf verspricht spannend zu werden, denn diese drei Top-Athletinnen treffen in dieser Saison das erste Mal auf-
einander und sie werden sich alle von ihrer Schokoladenseite zeigen wollen. Diesen Dreikampf sollte man sich nicht entgehen
lassen, gilt er doch als Vorgeschmack auf das Olympische Finale.
Persönliche Daten:
Geboren am: 1.7.1972
Größe/Gewicht: 178 cm / 72 kg
Verein: TSV Bayer 04 Leverkusen
Trainer: Helge Zöllkau
Persönliche Bestleitung: 65,76m (2000)
Größte sportliche Erfolge:
Dritte Weltmeisterschaft 2003
Zweite Europameisterschaft 2002
Dritte Olympia 2000, Neunte 1996
Europacupsiegerin 1995 und 2003
Osleidys Menéndez
Am ersten Juli 2001 ging ein Aufschrei durch Kuba. In Réthimno warf eine erst 22-jährige den Speer so weit wie noch keine Frau
vor ihr. 71,54 m! Weltrekord! Osleidys Menéndez machte ihr Land stolz. Sie ist die erste kubanische Weltrekordhalterin. Nach
dem Rekordwurf folgte der erwartete Titelgewinn bei den Weltmeisterschaften im kanadischen Edmonton. Menéndez ist eine
Klasse für sich.
Das letzte Jahr verlief eher enttäuschend für die überragende Speerwurf-Athletin des Jahres 2001 (Platz 5 bei der Weltmeister-
schaft in Paris). Deshalb will sie 2004 wieder weit hinaus und voll angreifen. Nach dem dritten Platz bei den olympischen Spielen
in Sydney träumt sie davon, dieses Jahr ihrem großen Idol Caridad Colon, dem kubanischen Speerwurf-Goldmedaillengewinner
der olympischen Spiele in Moskau 1980, nachzueifern. Sie will Gold in Athen. Das erste Ausrufezeichen setzte die selbstbe-
wusste junge Frau bereits im März in La Habana, als sie ihr Arbeitsgerät auf enorme 68,23 m warf. Sie ist wieder auf dem
Niveau von 2001 und in Cuxhaven wird sie zeigen, was in dem 1,78 m großen und 80 kg schweren Energiebündel steckt.
Persönliche Daten:
Geboren am: 14.11.1979
Größe/Gewicht: 178 cm / 80 kg
Nationalität: Kuba
Persönliche Bestleitung: 71,54m (WR) (2001)
Größte sportliche Erfolge:
Weltmeisterin 2001
Dritte Olympia 2000
Fünfte Weltmeisterschaft 2003
Jugendweltmeisterin 1996 und 1998
Tobias Unger
Deutschlands einziger Medaillengewinner der Hallenweltmeisterschaft 2004 gibt sich in Cuxhaven die Ehre. Tobias Unger: In
Budapest avancierte der 25-jährige endgültig zum Aushängeschild des deutschen Sprints. Auf die vergangene Hallensaison
kann der junge Athlet aufbauen. Erst erlief er sich den deutschen Meistertitel über 60 m, dann verbesserte er über 200 m seine
Bestzeit auf tolle 20,59 sec, nur zwei Hunderstel über dem deutschen Rekord, und die Krönung: Bronze über 200 m bei den
Weltmeisterschaften. Unter freiem Himmel soll es noch schneller gehen. “Ich möchte konstant unter 20,50 sec laufen”, so das
erklärte Ziel des Schwabenpfeils. Zu diesem Zweck hat er sein Studium an der Fachhochschule Nürtingen erst einmal auf Eis
gelegt, um sich ein Semester lang nur dem Sport zu widmen.
Die aktuelle Sommersaison lief jedoch noch nicht nach Plan. In Dessau wollte er bereits, neben dem Ticket zum Europacup, die
Fahrtkarte nach Athen lösen. Was zu dem Zeitpunkt noch keiner wusste, drei seiner Zähne waren vereitert. Nur unter Schmerz-
en konnte er das Rennen beenden und musste sich den “jungen Wilden” Till Helmke und Sebastian Ernst beugen. In Cuxhaven soll das anders werden, denn dort soll endlich die Norm von 20,59 sec fallen, getreu dem Motto: von Cuxhaven nach Athen!
Persönliche Daten:
Geboren am: 10.7.1979
Größe/Gewicht: 179 cm / 70 kg
Verein: LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg
Trainer: Mickey Corucle
Persönliche Bestleitung: 20,41 sec (2003)
Größte sportliche Erfolge:
Dritter Hallen-WM 2004
Deutscher Hallenmeister 60 und 200 m (2004)
Deutscher Meister 2003
Dritter Junioren-WM 1998 (Staffel)
Mike Fenner
Die WM in Paris musste der Hürdensprinter Mike Fenner verletzungsbedingt absagen. Dies war der traurige Höhepunkt einer
eher durchwachsenen Saison 2003. In die Olympiasaison 2004 startete der Berufssoldat jedoch vielversprechend. Beim Meeting
in Zeulenroda Ende Mai erwischte er einen guten Saisoneinstieg mit 13,59 sec., nur 4 Hundertstel über der Norm für Athen.
Sein erklärtes Ziel ist es, die Norm nicht erst bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig (10./11.7.) zu schaffen.
Daher wird er sie sicher in Cuxhaven erreichen wollen. Fenners Ziel für Athen ist das Erreichen des Endlaufs. Vorher möchte er
sich allerdings bei den Deutschen Meisterschaften seinen Titel zurück holen. Bei der DM im vergangenen Jahr hatte Jerome
Crews die Nase vorn.
Persönliche Daten
Geboren am 24.4.1971
Größe/Gewicht: 187 cm / 88 kg
Verein: TV Wattenscheid 01
Trainer: Uwe Hakus
Größte sportliche Erfolge
Fünfter der EM 1994 und 2002, Siebter 1998
Zweiter Europacup 2002
Dritter der Hallen-EM 1994 und 1998
Hallen-Europacup-Sieger 2003
Sechster der Junioren-WM 1990
Deutscher Hallenmeister 1994, 1997, 2002 und 2003
Deutscher Meister 2001, Zweiter 1994, 1997 und 1998

Presseinformation vom 20. Juni 2004 (Veranstalter)
Einige interessante kurze Informationen zu den EWE Athletics 2004
Schöne Sträuße
Das Blumenhaus Huhn aus Brockeswalde fertigt bereits zum 8. Mal die Blumensträuße für die Siegerehrungen der Athletinnen.
Sponsorenmeile
Die Partner der Veranstaltung empfangen die Zuschauer am 26. Juni ab 14.00 Uhr auf der Sponsorenmeile im Rahmen der EWE
Athletics. Wie auch im vergangenen Jahr können die Besucher Wissenswertes über die beteiligten Unternehmen erfahren und
sich über deren Leistungsangebot kompetent informieren lassen. Für die jungen Zuschauer gibt es einige Attraktionen wie Hüpf-
burg und Bungee-Trampolin. Darüber hinaus gibt es ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen.
Athleten nutzen das ahoi-Bad
Der optimale Wechsel von Belastung und aktiver Regeneration ist eines der Geheimnisse für Höchstleistung. Das Cuxhavener
Erlebnisbad ahoi mit seinem Bade-, Sauna- und Wellnessbereich bietet ideale Voraussetzungen zum Erholen für Sie und
unsere Athleten.
Kartenvorverkauf
Die letzte Möglichkeit, im Vorverkauf noch eine Karte zu erstehen ist am Freitag, den 25. Juni im Rahmen der Auftakt-Veran-
staltung „Die Nacht der Emotionen“ ab 19.00 Uhr auf dem Strichweg-Sportplatz.
Fahrdienst: Einsatz rund um die Uhr und immer gut gelaunt
Auch in diesem Jahr wird der Fahrdienst für die Athleten von der Fa. Diekmann Automobile kompetent, zuverlässig und gut ge-
launt organisiert.
MARKTKAUF Cuxhaven – Partner der Helfer
Ohne die ca. 120 ehrenamtlichen Helfer und Kampfrichter wäre eine Veranstaltung wie die EWE Athletics nicht durchführbar.
Um so mehr freut es die Veranstalter, dass der MARKTKAUF in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal den Wareneinsatz für
die Verpflegung und Getränke der Helfer übernimmt. Frau Heidi Geffers wird die Speisen wieder schmackhaft zubereiten. Außer-
dem gibt es Lunch-Pakete für den Kinder-Fackellauf und das Team des Norddeutschen Rundfunks.
Pressekonferenz
Die letzte öffentliche Pressekonferenz findet am Freitag, den 25. Juni um 14.30 Uhr unter freiem Himmel am Strandhaus Döse
statt.
Weitenmessung
Beim Speerwurf der Männer gibt es eine elektronische Weitenmessung durch das Ingenieurbüro Börner. Aus dem Jahr 2001
stammt der Meeting-Rekord von 87,82 m von Raymond Hecht, der durch die Fa. Börner millimetergenau ausgemessen wurde.
Stressfrei zum Sportfest durch Park&Ride
Der Veranstalter bietet den Zuschauern auch in diesem Jahr einen besonderen Service. Gemeinsam mit der Firma Maas Reisen
gibt es einen P&R-Service zu den EWE Athletics. Der Shuttle-Service ist für die Zuschauer kostenlos! Am Samstag, 26. Juni
findet in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr der Pendelverkehr mit drei Omnibussen zwischen dem Parkplatz am Kreishaus und
dem Strichweg-Sportplatz statt. Für Verspätete bleibt ab 16:00 Uhr ein Bus für die Fahrt zum Sportfest in Bereitschaft. Für die
Rückfahrt vom Strichweg-Sportplatz zum Parkplatz am Kreishaus sind vier Omnibusse von 18:00 bis 20:00 Uhr im Einsatz.
Physiotherapeutische Betreuung der Athleten
Zum 8. Mal stellt das Reha-Centrum Cuxhaven die physiotherapeutische Betreuung der Athleten sicher. Seit 1998 befindet sich
das Reha Centrum in der Kurparkresidenz Döse, wo es mit seinem neuen Präventions- und Gesundheitssportstudio und quali-
fizierten Mitarbeitern zu einem anerkannten Anbieter von ambulanter Rehabilitation und Krankengymnastik avancierte.

NORDSEE ZEITUNG vom 23. Juni 2004
Eintrittskarten gewonnen
Bremerhaven (nz). Jeweils zwei Eintrittskarten für die EWE Athletics “Weltklasse hinterm Deich” am Sonnabend auf dem
Sportplatz am Strichweg in Cuxhaven haben gewonnen:
Harald Hälsig, Langen / Birte Gräwe, Bremerhaven / Elke Edelmann, Langen / Margot Biebl, Nordholz / Kurt Engelmann,
Langen / Gisela Meyer, Schiffdorf / Elke Peters, Loxstedt / Bianca Ritschel, Bremerhaven. Die Karten werden den Gewinnern
zugesandt.
Und wer nicht gewonnen hat:
(km). Eintrittskarten für die EWE Athletics erhalten Sie in den Geschäftsstellen der Volksbanken im Landkreis Cuxhaven und
Bremerhaven bis Freitag, 25. Juni 16:00 Uhr !
Die letzte Möglichkeit im Vorverkauf noch eine Karte zu erstehen, ist am Freitag, 25. Juni, im Rahmen der Auftakt-Veranstalt-
ung “Die Nacht der Emotionen“ ab 19.00 Uhr auf dem Strichweg-Sportplatz.
Die Tageskasse auf dem Strichweg-Sportplatz öffnet am Sonnabend, 26. Juni, um 10:30 Uhr !

NIEDERELBE ZEITUNG vom 25. Juni 2004
Olympisches Flair bei Event "Weltklasse hinterm Deich"
Über 200 Top-Athleten aus 29 Nationen starten morgen im Strichweg-Stadion bei den 8. "EWE-Athletics"
(dz). Heinz Hüsselmann, Macher des 8. Leichtathletik-Meetings EWE Athletics "Weltklasse hinterm Deich", das am morgigen
Sonnabend, 26. Juni, stattfindet, hat nicht zu viel versprochen: "Diesmal geht es im Strichweg-Stadion wie bei Olympia zu",
denn die Mammutveranstaltung ist ganz auf die Olympischen Spiele in Athen ausgerichtet.
Über 200 Top-Athleten aus 29. Nationen gehen an den Start. Zahlreiche Leichtathleten müssen noch ihre Norm für die olymp-
ischen Sommerspiele erfüllen. Schaffen sie es in Cuxhaven nicht, haben die deutschen Vertreter eine letzte Chance, sich bei
den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig zu qualifizieren, die dann am 10. und 11. Juli stattfinden sollen.
Der erste Startschuss fällt um 15.15 Uhr. Folgende Disziplinen stehen auf dem Strichweg-Sportplatz an:
Männer: 100 m, 200 m, 4x100 m, 800 m, 1500 m, 3000 m, 110 m Hürden, Weitsprung, Diskuswurf.
Frauen: 800 m, 1500 m, 100 m Hürden, Stabhochsprung und Speerwurf.
Davor gibt es Nachwuchswettbewerbe der Schülerinnen C im 800-m-Lauf, 1000-m-Schüler B und 100 m weibliche Jugend B.
Aus hiesiger Sicht starten zwei Sportler im internationalen Teilnehmerfeld. Bei den Männern ist es der Otterndorfer Ralf Salih,
der sich über 1500 Meter mit seiner Bestzeit von 3:59,10 Minuten qualifizieren konnte. Imke Schmidt vom ATS Cuxhaven geht
auch über 1500 Meter an den Start. Beim Kasseler Meeting konnte sie sich schon gut behaupten.
Meeting-Stadion ist in einem Top-Zustand
"Unsere Anlage ist topfit und gleicht dem Umfeld von Athen", schwärmte Cuxhavens Stadt-Sportreferent Peter Birkmann, dessen
Mitarbeiter vom Stadtgartenamt sich alle erdenkliche Mühe gegeben haben, um für gute Voraussetzungen für die Top-Athleten
zu sorgen. Fast täglich wurde der Stadionrasen gemäht, der gleichsam Golfplatz-Reife erreicht hat. Zahlreiche Zusagen von
Spitzenathleten aus dem In- und Ausland liegen vor, die auf höchster Ebene wie Olympiade, Welt- und Europameisterschaften
sowie DM und Meetings erfolgreich waren.
Spitzenathleten aus vielen Nationen am Start
So die beiden Diskuswerfer
Lars Riedel und sein Erzrivale Michael Möllenbeck das deutsche "Silver-Girl” die Stabhochspringerin
Annika Becker die deutsche Hallenmeisterin Bianca Kappler die im Weitsprung mit 6,71 Metern schon vorzeitig das Ticket für
Griechenland im Gepäck hat. Zu erwähnen sind auch der Hürdensprinter
Mike Fenner die beiden Speerwerferinnen Steffi Nerius
und Osleidys Menèndez die Kubanerin hat in ihrem Heimatland mit dem Speer so weit wie noch keine Frau vor ihr, 71,54 m, ge-
worfen und einen neuen Weltrekord aufgestellt.
Tobias Unger Deutschlands einziger Medaillengewinner bei der Hallenwelt-
meisterschaft 2004, will über 200 Meter einen neuen Bahnrekord im Cuxhavener Meeting-Stadion aufstellen.
Moderieren werden die Veranstaltung Dieter Adler, die "Stimme des Nordens", "Siggi" Heinrich von Eurosport und Olympiasieger
Dieter Baumann, der vor vier Jahren in Cuxhaven mit seinem Lauf begeisterte. Die Medaillenübergabe bei den zahlreichen Sieger-
ehrungen auf dem Treppchen wird durch Mädchen im griechischen Gewand begleitet.
Zahlreiche Ehrenamtliche haben großartig zugepackt
Hüsselmann freute sich, dass Ausrichter Rot-Weiss Cuxhaven und über 80 freiwillige Helfer seit rund zwei Wochen im Einsatz
sind, um die Strichweg-Anlage in ein schmuckes Meeting-Stadion zu verwandeln.
Großen Anteil daran hat auch der Hauptsponsor EWE. Unter der Leitung des EWE-Event-Managers Karl-Heinz Hesse wurde
unter anderem für eine "abwechslungsreiche" Meile für die Zuschauer mit Kinderspielplatz und Ähnlichem gesorgt.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 25. Juni 2004
Top-Athleten werden bei Auftakt präsentiert
"Die Nacht der Emotionen" am Meeting-Vorabend
(dz). "Olympia - von Cuxhaven bis Athen": Unter diesem Motto sollen die 8. EWE Athletics "Weltklasse hinterm Deich" Sonn-
abend, 26. Juni, ausgetragen werden. Der erste Knüller ist schon am Vorabend auf dem Strichweg-Sportplatz geplant.
"Die Nacht der Emotionen" heißt die Auftaktveranstaltung am Freitag, 25. Juni, ab 20 Uhr. Bevor sich die Top-Athleten präsent-
ieren, werden Schüler nach einem Fackellauf vom "Olymp" (Dobrock) über Otterndorf, Arensch-Berensch die Fackel in das
Strichweg-Stadion bringen, wo das olympische Feuer entzündet wird. "The hippest Music for the hottest People" ist anschließ-
end das Motto der international renommierten Top-Formation SonicBang, die live mit Stargast Jonathan Price im Rahmen der
Eröffnungsparty die musikalischen Highlights präsentiert. Beatrix Thomas entführt die Zuschauer mit traumhaften Choreografien
in eine Geschichte für die Sinne.
Ein Feuerwerk zum Abschluss
Die Weltpremiere des Sterntaler-Musik-Feuerwerks bildet den krönenden Abschluss der "Nacht der Emotionen" im Meeting-
Stadion.
Hinweise vom Webmaster:
- Das Fernsehen - NDR / N3 - überträgt von 16:00 Uhr - 17:30 Uhr live aus Cuxhaven
- Auf der Website des DLV gibt es ab 15:30 Uhr einen
Live-Ticker mit News, Ergebnissen und Flash-Interviews   

NORDSEE ZEITUNG vom 26. Juni 2004
Athleten peilen Olympia-Norm an
In Cuxhaven präsentiert sich heute die Weltklasse hinterm Deich -- Zahlreiche Top-Athleten aus dem In- und
Ausland am Start
  
Von unserem Redaktionsmitglied Jürgen Malekaitis
Cuxhaven. Unterschiedlicher können die Wünsche der Athleten für den heutigen Wettkampftag nicht sein: Die Sprinter und
Weitspringer hoffen auf Rückenwind, die Werfer haben es lieber, wenn eine Brise von vorne weht. Auf Wärme - und nicht zu viel
Wind setzen allerdings alle. Die Voraussagen dafür sind nicht schlecht. Die EWE Athletics auf dem Sportplatz am Strichweg in
Cuxhaven stehen heute wieder unter dem Motto: "Weltklasse hinterm Deich". Ausgeschrieben sind neun Disziplinen bei den
Männern und sechs bei den Frauen.
Für viele Athleten geht es um eine Formbestimmung, andere kämpfen noch um die Olympia-Norm. Erst wenige deutsche Leicht-
athleten haben die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen nach Athen bereits in der Tasche. In Cuxhaven können heute einige
hinzu kommen, sofern die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geforderten Normen geschafft werden.
Der DLV hat in Anbetracht der Misere in einigen Disziplinen die Messlatte nicht sonderlich hoch gelegt. Davon wollte 800-m-
Läufer
Nico Motchebon (Salamander Kornwestheim) gestern allerdings nichts wissen. "Ich laufe der Zeit von 1:46,00 Minuten
seit Wochen hinterher, bin bis auf 28 Hundertstel herangekommen. Wenn ich in den Wolken verhangenen Himmel schaue,
glaube ich nicht, dass ich es packe", sagte der 35-Jährige. Seine Bestzeit datiert aus dem Jahr 1996, als er in 1:43,91 Minuten
bei den Olympischen Spielen in Atlanta im Endlauf als Fünfter über die Ziellinie lief. Danach wurde er durch Krankheiten immer
wieder zurückgeworfen und lief nur noch selten unter 1:45,00 Minuten. "Ich habe die letzten zehn Tage gut trainiert und hoffe,
dass sich die Quälerei auszahlt", so Motchebon. Der Veranstalter hat für den Kornwestheimer mit dem Südafrikaner Hezekiel
Sepeng einen Tempomacher besorgt, der nach Motchebons Wünschen die ersten 400 m in 51 Sekunden zurücklegen soll.
"Wenn ich dann folgen und auf der Zielgeraden noch dagegen halten kann, ist die Norm drin", glaubt der Mittelstreckler. "Alles
muss aber zusammenpassen. Es darf nicht zu stürmisch sein und die angekündigten 25 Grad wären ideal”, ergänzt Motchehon.
Bisher hat von den DLV-Läufern nur Rene Henns die Olympia-Norm erfüllt.
Satz über 7-m-Marke
Ins Rampenlicht gesprungen ist vor einigen Tagen Irina Simaguina. Die Weitspringerin aus Russland sprang 7,01 m und führt
die Jahresweltbestenliste an. Keine zweite Weitspringerin hat die 7-m-Marke in diesem Jahr bislang geknackt. "Ich werde mein
Bestes in Cuxhaven geben und in Athen versuchen, eine Medaille zu holen", ließ sich die 22-jährige Weitspringerin von zwei
Cuxhavener Schülern ins Deutsche übersetzen. Simaguina trifft heute unter anderen auf die deutsche Meisterin Susen Tiedtke
(Eintracht Frankfurt).
Auch die Hürdensprinter Mike Fenner (Wattenscheid) und Jerome Crews (Mannheim) wollen heute Nachmittag die Norm über
die 110-m-Strecke anpeilen. Im 200-m-Lauf werden die Zuschauer gespannt sein auf die Zeit von Tobias Unger (Kornwestheim),
der eine Bestleistung von 20,41 Sekunden aus dem Vorjahr zu Buche stehen hat. Spannung verspricht auch das Speerwerfen
der Frauen. Hier trifft die Weltrekordhalterin Osleydis Menèndez (Kuba) auf die deutsche Meisterin und Medaillenhoffnung Steffi
Nerius aus Leverkusen, die sich für den heutigen Wettkampf allerhand vorgenommen hat und der Kubanerin Paroli bieten will.
Im Diskuswerfen der Männer kommt es erneut zu einem Treffen der beiden Erzrivalen Lars Riedel (Chemnitz) und Michael
Möllenbeck (Wattenscheid)

Hinweise vom Webmaster:
- Das Fernsehen - NDR / N3 - überträgt von 16:00 Uhr - 17:30 Uhr live aus Cuxhaven
- Auf der Website des DLV gibt es ab 15:30 Uhr einen
Live-Ticker mit News, Ergebnissen und Flash-Interviews
Mit dabei über 1500 Meter ist auch der Otterndorfer Ralf Salih (TV Langen). Ein Interview mit ihm finden Sie
hier  

NIEDERELBE ZEITUNG vom 28. Juni 2004  
Olympiasieger begleitet Fackelläufer
Stimmungsvoller Einlauf der 300 Orientierungsstufen-Schüler zur Auftaktveranstaltung von “Weltklasse
hinterm Deich”
   
Kreis Cuxhaven (flü). Als am Mittwochmorgen die Fackel auf dem Deutschen Olymp in Wingst entzündet wurde, setzte der
Regen ein, der bis einschließlich zur Schlussetappe für die Fackelläufer nicht enden sollte. Doch die rund 300 Orientierungs-
stufen-Schüler aus Cadenberge, Bad Bederkesa, Dorum, Altenwalde und Döse trotzten den widrigen Umständen, kämpften sich
auf den insgesamt rund 95 Kilometern gegen Sturm und Regen an.
Heinz Hüsselmann, Veranstalter des internationalen Leichtathletik-Sportfestes "EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" in
Cuxhaven, hatte sich für die achte Auflage des Meetings etwas Besonderes einfallen. Im Olympiajahr 2004 stand das Sportfest
unter dem Motto "Olympia - von Cuxhaven bis Athen" und so durften die OS-Schüler eine extra angefertigte Fackel vom Olymp
quer durch den Landkreis tragen. Jede Schule hat übrigens solch eine Fackel als Erinnerungsgeschenk erhalten.
Am Freitag, am Vorabend des Sportfestes, wurde das Feuer auf den Strichweg-Sportplatz zur erstmals veranstalteten Eröffnungs-
feier getragen. Die OS-Schüler hatten sich vorher an der Kugelbake für das letzte Teilstück getroffen, um gemeinsam mit Land-
rat Kai-Uwe Bielefeld und Dieter Baumann, 5000-Meter-Olympiasieger von 1992, in das Stadion einzulaufen. Die beiden Männer
begleiteten einen OS-Schüler, Jan Zierow, bis zu der großen Schale, wo der 13-jährige unter dem Beifall des Publikums mit der
Fackel das Feuer entzündete. "Die Kinder waren einfach phänomenal", sagte Hüsselmann, der von dem gesamten Auftaktfest
am Freitag begeistert war, auch wenn nicht ganz so viele Besucher zu dieser kostenlosen Veranstaltung kamen. Der Grund war
sicherlich das Wetter, aber der Sportfest-Veranstalter sagte: "Ich bedauere die, die nicht da waren. Die hätten einen Super-
abend gehabt.
Für die Kinder gab es bereits auf der Sponsorenmeile zahlreiche Attraktionen und Spiele. Die Stimmung eingeheizt hat auch die
Band "Sonic Bang" und der US-amerikanische Sänger Jonathan Price, der als erster “Jesus-Christ-Superstar"-Darsteller inter-
nationalen Ruhm genießt. Aus Sicherheitsgründen konnte die Vertikal-Künstlerin Beatrix Thomas nicht auftreten. Sie hätte an
langen Tüchern Akrobatik der Extraklassen vorgeführt. Hüsselmann, der die Künstlerin schon für das kommende Jahr wieder
verpflichtet hat: "Der starke Wind hätte aus den Tüchern Segel gemacht." Ein glänzender Abschluss war das Sterntaler-Musik-
Feuerwerk mitten auf dem Sportplatz, wo am Sonnabend die Athleten glücklicherweise bei strahlendem Sonnenschein antreten
konnten.
Die rund 6000 Zuschauer, darunter etwa 1500 Kinder, erlebten teilweise Top-Leistungen. Hüsselmann betonte: "Die Athleten
befinden sich jetzt in einer Mischung aus Training, Belastung und Erholung. Dafür waren die Ergebnisse schon Weltklasse.
Man muss ja auch bedenken, dass die Sportler für die Olympischen Spiele im August in Athen noch einmal eine Schippe drauf-
packen müssen." Für den Meetingdirektor laufen jetzt schon wieder die Planungen für das kommende Jahr. So soll es erneut
eine Auftaktveranstaltung am Vorabend geben. "Der Erfolg hat uns Recht gegeben", meint Hüsselmann bezogen auf die lockere
und angenehme Stimmung, auch unter den an diesem Abend bereits anwesenden Top-Athleten.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 28. Juni 2004
Nur ein Wimpernschlag fehlte Nico Motchebon
Die 20-jährige Floe Kühnert schafft die Olympia-Qualifikation mit 4,40 Meter im Stabhochsprung / Einige
Spitzenleistungen bei strahlendem Sonnenschein
 
Cuxhaven (flü). Zum achten Mal hieß es "Weltklasse hinterm Deich". Doch Meeting-Direktor Heinz Hüsselmann musste lange
bangen und schwitzen, denn das Sportfest im Nordseeheilbad Cuxhaven wäre fast ins Wasser gefallen. Tagelange Regenfälle
gefährdeten die "EWE Athletics". Hüsselmann: "Wir haben hier dreimal alles aufbauen müssen, weil der Sturm immer wieder
alles umgerissen hatte." Aber beim Einlaufen für die erste Laufdisziplin riss der Himmel auf und von da an schien die Sonne und
der Wind ließ von Minute zu Minute nach. Einige deutsche Athleten sorgten bei den letztlich guten Bedingungen auch für Licht-
blicke.
Tragischer Held des Tages war der 33-jährige Nico Motchebon, der die 800-Meter-Norm für Athen (1:46,00) in Cuxhaven unbe-
dingt packen wollte. Nach einer Durchgangszeit von etwa 51 Sekunden für den Tempomacher lief alles nach Plan, am Ende
blieb die Uhr für Motchebon aber bei 1:46,07 stehen. Das bedeutete übrigens der dritte Platz hinter dem Silbermedaillenge-
winner von Atlanta, Hezekiel Sepeng (1:45,48) aus Südafrika, und Gloody Dube (1:45,86) aus Botswana.
Beim Stabhochsprung der Frauen fehlte zwar Annika Becker verletzungsbedingt, aber zwei Deutsche machten ihre Sache gut.
Carolin Hingst, die bereits das Athen-Ticket in der Tasche hatte, überwand als Drittplatzierte noch einmal die Norm von 4,40
Meter. Frenetisch bejubelt wurde die 20-jährige Floe Kühnert. Sie schaffte mit ebenfalls übersprungenen 4,40 Meter die Olympia-
Qualifikation und wurde Vierte. Anastacia Ivanova (Russland) wurde mit 4,50 Meter Zweite hinter ihrer Landsfrau Tatyana
Polnova (4,60 Meter), die dreimal knapp an 4,65 Meter scheiterte.
Die Sprintstrecken beherrschte in Cuxhaven der 30-jährige Ronny Ostwald. Er siegte über 100 und 200 Meter jeweils in persön-
lichen Bestzeiten (10,24/20,77) vor Alexander Kosenkow (10,48) beziehungsweise Tobias Unger (20,92). Der 110-Meter-Hürden-
Spezialist Duane Ross nutzte Cuxhaven als Vorbereitung auf die US-Trials in zwei Wochen. Der Amerikaner stellte mit 13,32
einen neuen Meetingrekord auf und siegte vor Mario de Souza (Brasilien/13,47). Bester Deutscher war Jerome Crews (persön-
liche Saisonbestleistung 13,66) als Vierter. '
In ihren beiden 100-Meter-Hürdenläufen präsentierte sich die Russin Maria Koroteeva in starker Form. Sie gewann in 12,85 und
12,88 jeweils vor Juliane Sprenger (13,01 und 13,13). Eine Russin beherrschte auch den Weitsprung. Europacup-Gewinnerin
Irina Simaguina, die schon 7,01 Meter in diesem Jahr sprang, gewann mit 6,86 Meter - das bedeutete neuer Meetingrekord - vor
ihrer Landsfrau Tatiana Ter-Mesrobyan (6,43) und der bereits für Athen qualifizierten Bianca Kappler (6,42). Ebenfalls dominiert
von einer Russin wurde der 800-Meter-Lauf: Natalya Khrushcheleva blieb mit 1:59,72 unter der magischen Zwei-Minuten-Marke.
Die Wattenscheiderin Monika Gradzki kam als Zweite (2:02,37) ins Ziel. Über 1500 Meter verpasste Kathleen Friedrich (4:09,48)
trotz guter Durchgangszeiten die Olympia-Norm deutlich.
Drei Kubanerinnen unter den ersten Vier gab es beim Speerwurf. Weltrekordinhaberin Osleydis Menendez siegte mit 64,49
Meter vor Noraida Bicet, die mit 62,85 Meter persönliche Bestleistung warf. Dritte wurde Steffi Nerius (61,85) aus Leverkusen
vor der dritten Kubanerin, Sonia Bisset (60,58), und Christina Obergföll, die eine persönliche Bestleistung (60,23) aufstellte. In
diesem Wettbewerb gab es auch noch einen Afrikarekord durch die Südafrikanerin Sunette Viljoen (58,34).
Im Diskus der Männer legte Lars Riedel mit 63,23 Meter gut vor. Im fünften Versuch warf jedoch Michael Möllenbeck 64,57
Meter. Riedel verbesserte sch anschließend noch einmal auf 63,68 Meter, aber Möllenbeck blieb letztlich vorn.
Calfornia Molefe aus Botswana gewann die Stadionrunde in 46,19. Bester Deutscher über 400 Meter wurde Jens Dautzenberg
(47,09) als Fünfter. Der Sieger über 1500 Meter war Rees Buck aus Neuseeland (3:42,16); der Deutsche Jonas Stiefl (3:43,52)
kam auf Rang Drei. Nach Kanada ging der Sieg über 3000 Meter: Jeff Schiebler (8:03,44) gewann deutlich vor Stu Foo Kerr
(Neuseeland/8:11,38). Für den besten Deutschen, Norbert Löwa (8:14,01), blieb Platz Fünf.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 28. Juni 2004
Ralf Salih blieb nur knapp drei Sekunden über seiner Bestzeit 
Cuxhaven (flü). Die Aufregung war dem 22-jährigen Otterndorfer Ralf Salih schon Stunden vor dem Start anzumerken. Er freute
sich zwar riesig auf seinen ersten Wettkampf vor mehreren Tausend Zuschauern bei den "EWE Athletics - Weltklasse hinterm
Deich", doch sein Respekt vor der starken Konkurrenz war ebenso groß. Über 1500 Meter hatte er erst kürzlich eine persön-
liche Bestzeit von 3:59 Minuten aufgestellt. Ein Blick in die Teilnehmerliste verriet ihm, dass lediglich ein Läufer mit einer Best-
zeit von 3:54 in seinen Sphären laufen müsste. So nahm er sich vor, an diesem Kontrahenten dranzubleiben. Doch der Bremer
Läufer sagte kurzfristig ab. Das war schon der erste Umstand, der nicht planmäßig lief. Auch im Lauf gab es für Salih Über-
raschungen. Als etwa 1000 Meter absolviert waren, stiegen die beiden Läufer direkt vor ihm aus, sodass plötzlich ein großes
Loch zum übrigen Feld entstand, das der Otterndorfer auch nicht mehr zulaufen konnte - zumal er dadurch auf der Gegengerade
den Gegenwind voll abbekommen hat. Nach 4:02,61 überquerte Salih schließlich als Letzter die Ziellinie.
Dennoch war er glücklich, bei "Weltklasse hinterm Deich" mitgelaufen zu sein. Für diese Erfahrung sei er dem Meeting-Direktor
Heinz Hüsselmann sehr dankbar. Amüsiert war Ralf Salih darüber, dass ihn außerhalb des Ovals viele Kinder um ein Auto-
gramm baten. Auch das war eine ganz neue Erfahrung.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 28. Juni 2004
Ronny Ostwald war glücklich
Die Sportler fühlten sich in Cuxhaven äußerst wohl
Bei dem sportlichen Höhepunkt des Jahres 2004 aus Cuxhavener Sicht, dem Leichtathletik-Sportfest "Weltklasse hinterm
Deich", wurden viele guten Leistungen erbracht. Die Athleten kommentierten ihre Leistungen teilweise selbst.
Nico Motchebon war nach der verpassten Olympia-Norm geknickt. "Was soll man machen? Mir war klar, dass die Norm sehr
schwer werden würde. Aber das ist momentan noch meine Grenze. Es war heute sehr windig und ich musste auch Führungs-
arbeit leisten. jetzt hoffe ich, noch in Rom und Lausanne starten zu können. Vielleicht schaffe ich es noch."

Steff! Nerius war mit ihrem dritten Platz im Speerwerfen zufrieden. "Es war okay. Ich brauchte diesen Wettkampf mit zwei
Würfen über 60 Meter für den Kopf und das Selbstvertrauen."

Ronny Ostwald, zweifacher Sieger über 100 und 200 Meter, war "ein bisschen ärgerlich, dass ich nicht drei Hundertstel
schneller war. Aber trotzdem bin ich glücklich, die 10,24 bedeuten ja eine neue persönliche Bestleistung. jetzt will ich die
Olympia-Quali bei den deutschen Meisterschaften laufen."

Stabhochspringerin Yvonne Buschbaum meinte: "Bei 4,40 Metern einzusteigen war frech. Aber es ging nicht anders, meine
Achillessehne ist noch beleidigt. Ich springe noch aus einem kurzen Anlauf, habe in der letzten Zeit nur vier Technikeinheiten
gemacht. Das Gefühl passt einfach noch nicht!"

DLV-Teamleiter Herbert Czingon sah positive Ansätze. "Die eigentlich guten Bedingungen waren leider zu unbeständig. Es
ist klasse für Floe Kühnert, dass sie die Norm gesprungen ist. Jetzt ist sie mit im Topf”!
Abends feierten Athleten und geladene Gäste im großen VIP-Zelt gemeinsam. Der Überraschungsgast des Abends war Sänger
Jonathan Price, der viele Top-Songs darbot. Erhard Kappelmann und sein Team hatten für ein äußerst schmackhaftes maritimes
Büfett gesorgt, das sich großer Beliebtheit erfreute. Und zu den Klängen der "SonicBang!" wurde dann nicht mehr "Von Cux-
haven bis Athen" gesungen, sondern tanzbare Lieder dargeboten, was ebenfalls großen Anklang fand.

NORDSEE ZEITUNG vom 28. Juni 2004
Die Antwort kennt nur der Wind
Ronny Ostwald fehlt nur eine Mini-Brise 
Cuxhaven (ewm). Persönliche Bestleistung steht nach den 100 Metern bei Ronny Ostwald im Rekordbuch - 10,24 Sekunden.
Drei hundertstel Sekunden fehlten dem Kölner zur Erfüllung der Olympianorm. Am Start war er unschlüssig, des Windes wegen.
"Ich wusste nicht, wie ich laufen soll." Bei Rückenwind ist ein anderes Laufen als bei Gegenwind gefragt. Bei Rückenwind
kürzere Schritte mit höherer Frequenz, bei Gegenwind längere Schritte. Er entschied sich für ein Zwischending und lag richtig.
Während der 10,24 Sekunden, in denen er auf der Strecke seine Schritte heruntertrommelte, war es absolut windstill. Ostwald
ist jedoch nicht bange. "Es wird klappen." Vielleicht schiebt ihn noch eine Mini-Brise bis nach Athen.

NORDSEE ZEITUNG vom 28. Juni 2004
Stffi Nerius und das Kopf-Problem 
Cuxhaven (ewm). Recht selbstbewusst hatte sie sich einen Medaillenplatz in Athen zum Ziel gesetzt. Und auch der Heraus-
forderung in Cuxhaven gegen die Weltrekordlerin Osleydis Menendez aus Kuba anzutreten, freudig entgegengesehen. Mit 61,85
Metern blieb ihr am Ende Platz drei hinter Menendez (64,49) und der Kubanerin Noraida, Bicet (62,85). Restlos glücklich wirkte
Steffi Nerius nach dem Wettkampf nicht. "Ich habe mich zu sehr unter Druck gesetzt. Dabei verkrampft man im Wettkampf. Es
war ein Kopf-Problem, die Bedingungen waren okay", sagte sie. Bis Olympia wird sie nun etwas kürzer treten und dennoch mög-
lichst weiter werfen. Ein Wettkampf in Leverkusen steht noch auf dem Programm und der Auftritt bei den deutschen Meister-
schaften. Und was passiert im Kopf? "Ich werde versuchen ein Scheiß-egal-Gefühl zu entwickeln", sagt die Leverkusenerin.
Hoffentlich hilft es.

NORDSEE ZEITUNG vom 28. Juni 2004
Frechheit siegt nicht jedes Mal
Yvonne Buschbaum ohne gültigen Versuch
Cuxhaven (jm). Sie hatte es angekündigt und hat Wort gehalten: Weitspringerin Irina Simaguina sorgte am Sonnabend mit
6,86 m für die herausragende Leistung bei den EWE Athletics "Weltklasse hinterm Deich" in Cuxhaven. Die Russin hält seit
einigen Tagen mit 7,01 m auch die Jahresweltbestleistung. "Etwas mehr Windunterstützung hätte es schon sein können, aber
ich bin mit dem Ergebnis zufrieden", sagte die 22-jährige Simaguina. Sie hatte bei 0,1 Meter pro Sekunde Rückenwind eine
gleichmäßige Serie mit fünf gültigen Versuchen hingelegt: 6,76 m, 6,86 m, 6,61 m, 6,71 m und 6,79 m. Damit verbesserte sie
gleich drei Mal die Bestleistung von Heike Drechsler (6,75 m), aus dem Jahr 2001.
Für weitere Meetingrekorde vor rund 6000 Zuschauern sorgten Maria Koroteeva (Russland) über 100-m-Hürden in 12,85 Sekund-
en, ihre Landsfrau Natalya Khrushchelova unterbot ihre eigene Bestmarke aus dem Jahr 2002 über 800 m in 1:59,72 um fünf
Hundertstel. Für den vierten Stadionrekord sorgte der Amerikaner Duane Ross in 13,32 Sekunden über 110-m-Hürden.
Zu den unglücklichsten Athleten in Cuxhaven gehörte zweifellos Nico Motchebon (LAZ Salamander Komwestheim). Der 35-jähr-
ige Mittelstreckler verfehlte die DLV-Olympia-Norrn von 1:46,00 um den Wimpernschlag von sieben Hundertstel Sekunden. "Ich
wusste, dass es schwer werden würde, aber ich bin momentan an meiner Leistungsgrenze. Es war sehr windig und ich musste
auch Führungsarbeit leisten", so Motchebon. Der Läufer hofft nun, in Rom und Lausanne starten zu können, um die Norm noch
zu erfüllen. "Ich bin den momentanen Druck nicht gewöhnt, weil ich früher in einer anderen Liga gelaufen bin", so Motchebon.
Zu den Enttäuschungen aus deutscher Sicht gehörte auch der Auftritt der Stabhochspringerin Yvonne Buschbaum ( Ludwigs-
hafen). Die 24-Jährige, die lange verletzt war, stieg erst bei 4,40 m in den Wettkampf ein und hatte keinen gültigen Versuch.
"Ich habe noch immer Probleme mit der Achillesssehne, springe derzeit mit kurzem Anlauf. Der Ablauf passt noch nicht
wieder", so Buschbaum, die anschließend zugab, dass es frech war, erst bei dieser Höhe einzusteigen.
Spannender Wettkampf
Den erwartet spannenden Wettkampf lieferten sich die Diskuswerfer Lars Riedel (Chemnitz) und Michael Möllenbeck (Watten-
scheid) im Diskuswerfen, den Möllenbeck mit ordentlichen 64,57 m gewann. Riedel, der seinen Meetingrekord im Vorjahr auf
67,37 m verbessert hatte, schaffte am Sonnabend lediglich 63,68 m.

NORDSEE ZEITUNG vom 28. Juni 2004
“Ich muss hier rein”
Dieter Baumann und der Prominenten-Bonus
Das Sportfest war gelaufen, die Party begann. Man strömte in das VIP-Zelt. Athleten in Trainingsanzügen passierten unbean-
standet die Kontrolle, andere mussten sich den strengen Türstehern ausweisen und erhielten ein Plastikbändchen um das
Handgelenk, das sie nun zu besonders wichtigen Personen beförderte. "Ich muss hier rein, ich muss Siegerehrungen machen.
Ich hab aber kein Bändel und nix", setzte sich einer durch. Er wurde dank seines Prominentenbonus eingelassen. Es war Dieter
Baumann, ehemaliger Olympiasieger und Stadionsprecher bei den EWE Athletics, der die Zuschauer anfeuerte und auch mit
den Athleten litt: "Applaus für die geschundene Seele", forderte er, nachdem Nico Motchebon seine Qualifikationsnorm verpasst
hatte. Auffällig war das Essverhalten im VIP-Zelt. Während es sich die Zuschauer gut gehen ließen mit Schweinefleisch, Fisch,
Käse, Kartoffelgratin und vielen anderen Leckereien, hielten sich die, zu deren Ehren die Party war, zurück. Auf manchem
Sportler-Teller sah man nur Bananen, Weintrauben und Vollkornbrot.
Was wären die EWE Athletics ohne die zahlreichen Helfer? Pausenlos sind sie in Aktion. Erst durch ihr Engagement wird
"Weltklasse hinterm Deich" erst möglich. Stundenlang harren drei Jungen an der Anzeigetafel beim Weitsprung aus. Nur Zahlen
werden ihnen zugerufen. "6,13”, "6,81”, "5,83", "6,71". Die Jungen geben dies ein und drehen die Tafel zum Publikum. So ist
jeder informiert. Andere sind damit beschäftigt, die Hürden auf die Tartanbahn zu stellen, die richtige Höhe einzustellen, um sie
direkt nach dem Lauf wieder einzusammeln. Alles muss schnell gehen. Wieder andere flitzen mit Anzügen und Rucksäcken
der Athleten vom Start zum Ziel. Da kommen auch die ehrenamtlichen Helfer gehörig ins Schwitzen.

NORDSEE ZEITUNG vom 29. Juni 2004
Mit einem Lächeln aus der Doping-Probe
Sechs Athleten bei den EWE Athletics getestet - Kontrollen in der Spitze
Cuxhaven (ewm). Kathleen Friedrich war geschafft. Minutenlang musste sie sich von ihrem Lauf über 1500 Meter bei den EWE
Athletics erholen, lag zunächst auf der Bahn, danach lange lang auf dem Boden neben ihrer Kollegin Antje Möldner. Die
Olympianorm war nicht erreicht, sie aber zufrieden damit, dass sie bei ihrem Sieg wieder unter 4:10 Minuten geblieben war.
Dieser Erfolg führte dazu, dass sie sich nach dem Wettkampf, als alle anderen längst weg waren, noch zur Dopingkontrolle
begeben musste.
Sechs Athleten mussten bei diesem Sportfest Wasser lassen unter der Aufsicht von Klaus Wengoborski und Doris Osterhoff
aus Neuenwerda im Sauerland. Ebenso anspruchsvoll wie ein Wettkampf sind auch die Aufgaben der Dopingfahnder. Zunächst
wird ausgelost, aus welchen Disziplinen Athleten kontrolliert werden. Dann entscheidet das Los, wer unter den Plätzen eins bis
vier in jenen Disziplinen bei der Dopingkontrolle erscheinen muss. "Wir kontrollieren nur in der Spitze unter den Plätzen eins bis
vier", sagt Klaus Wengoborski. "Es macht ja für einen Athleten keinen Sinn, unerlaubte Mittel zu nehmen, wenn er weiß, dass
er zum Beispiel nur Achter wird."
Bei der Doping-Kontrolle geht es zu wie bei der Kriminalpolizei. Dem Athleten werden mehrere verschweißte Plastikbeutel mit
zwei Bechern zur Auswahl angeboten. Dazu mehrere ebenfalls in Tüten verschweißte Dosen mit aufgedruckten Nummern in den
Farben Grün und Gelb für die A-Probe und die B-Probe. Kein Dopingfahnder fasst diese Becher an. Alles ist unter Aufsicht der
Fahnder und Verantwortung des Athleten, der sich nicht herausreden kann, in seinen Urin, der in zwei Becher aufgeteilt wird,
sei von Fremden verschmutztes Zeug gelangt. Die Becher und Dosen werden vom Athleten geschlossen und versiegelt. Danach
wird das Protokoll aufgenommen. Persönliche Daten werden notiert und mit dem Personalausweis verglichen, Datum und Ort
notiert. Am Ende unterzeichnen Fahnder und Athlet ein Protokoll.
Analyse in Köln
Die Proben aus Cuxhaven werden ins Doping-Labor nach Köln gesandt, wo sie analysiert werden. Nun dauert es zehn Tage, bis
die chemische Analyse fertig ist. Es ginge auch schneller, nur ist das in diesem Fall nicht notwendig. Erhält der Athlet in den
nächsten 14 Tagen keine Post vom Labor, dann ist alles in Ordnung. Gegen 20 Uhr verließ Kathleen Friedrich den Ort ihres
letzten Auftritts in Cuxhaven. Ihr Lächeln schien zu signalisieren: Alles in Ordnung.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 29. Juni 2004
Togas und eine einmalige Atmosphäre
Beim Leichtathletik-Meeting "Weltklasse hinterm Deich"' wurde viel geboten
(hwi). Das war es also, das Leichtathletik-Meeting "Weltklasse hinterm Deich". Und auch in diesem Jahr war es ein voller Er-
folg. Dazu beigetragen haben die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, ohne deren unermüdlichen Einsatz selbst bei regnerischem
Wetter vieles gar nicht möglich gewesen wäre. Doch auch das gesamte Ambiente stimmte. Die Zuschauer wurden von vornher-
ein auf Olympia eingestimmt, der Song "Von Cuxhaven nach Athen" zeigte die Bedeutung dieses Sportfestes für einige Ath-
leten, die ihre Norm noch nicht erfüllt hatten. Dazu natürlich die "Nacht der Emotionen«", erstmalig veranstaltet und ebenfalls mit
olympischem Flair. Griechische Togen schmückten die jungen Damen, die die Medaillen für die jeweils ersten drei Athleten ins
Stadion trugen.
Das Publikum zelebrierte den Weitsprung mit
Damit nicht genug. Eine ganze Zeltstadt war rund um den Strichweg-Sportplatz entstanden und lud zu Kurzweil ein. Die Kinder
amüsierten sich beim Bungee-Trampolin und die Zuschauer auf der Haupttribüne hatten tatsächlich die besten Plätze ergattert.
Denn wo sonst, darauf wiesen auch die fachkundigen Moderatoren Siggi Heinrich, Dieter Adler und Dieter Baumann hin, sitzt
man so nah am Wettkampfgeschehen? So erlebte das Publikum den Weitsprung der Frauen nicht nur, sondern zelebrierte ihn
durch rhythmisches Klatschen sogar mit. Sprang die Russin Irina Simaguina deshalb einen neuen Meeting-Rekord von 6,86
Metern?
Bleibt nur zu hoffen, dass diejenigen, die diesmal nicht vor Ort waren, sich beim nächsten Weltklasse-Sportfest persönlich von
der einmaligen Atmosphäre überzeugen.
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