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??? Fragen über Fragen ???

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Welche Zeit ist bei Straßenläufen eigentlich offiziell ?
Wenn bei Straßenläufen die Zeitnahme mit Transpondersystemen (z.B. ChampionChip) erfolgt, ist nur die BRUTTOZEIT
die OFFIZIELLE und damit auch BESTENLISTENRELEVANTE Zeit ! Die Zeitnahme beginnt mit dem Startschuß
und endet mit dem überlaufen der Ziellinie.
Quelle: Internationale Wettkampfregeln (IWR) Ausgabe 2004, Anmerkung nach Regel 240-10.
Hinweis vom 21. November 2004:
Die vorstehende Regelung gilt in dieser Form bis einschließlich 2004. Ab 2005 wird nach einer Entscheidung des “Bundes-
ausschuss Wettkampforganisation des DLV” die Nettozeit in die Bestenlisten übernommen.
Eberhard Vollmer (DLV) informierte alle Landesstatistiker darüber am 19.11. 2004 mit folgendem Wortlaut:
Der Bundesausschuss Wettkampforganisation hat auf seiner Sitzung am vergangenen Wochenende u.a. den folgenden Be-
schluss zur Statistik gefasst: Ab 2005 dürfen Statistiker bei Straßenwettbewerben die Nettozeiten in die Bestenlisten auf-
nehmen. Mannschafts-Ergebnisse werden durch die Addition der drei Nettozeiten ermittelt. Damit entfällt in Zukunft das
langwierige Suchen der Bruttozeiten und das Umrechnen der Mannschaften von Netto auf Brutto.
Information von Eberhard Vollmer vom 19. November 2004:
Der Bundesausschuss Wettkampforganisation des DLV hat eine für die Straßenläufer/innen interessante Entscheidung ge-
troffen. Eine Entscheidung, auf die viele Straßenläufer-/innen schon lange gewartet haben, hat nun der zuständige Bundes-
ausschuss Wettkampforganisation des Deutschen Leichtathletik-Verbandes getroffen: Den Statistikern, die die Jahres-
Bestenlisten zusammenstellen, wird gestattet, Nettozeiten aufzunehmen.
Durch die bei allen großen Straßenläufen gebräuchliche Transponder-/Chip-Zeitmessung ist es seit Jahren möglich, nicht nur
die Zeit zwischen Startschuss und Zieleinlauf (Bruttozeit) zu ermitteln, sondern auch die exakte Zeit zwischen Überqueren
der Startlinie und Zielankunft (Nettozeit). Bei Läufern in hinteren Startblöcken entstehen dabei Unterschiede von einigen
Minuten.
Nach den internationalen Leichtathletik-Regeln ist nur die Brutto-Zeit die offizielle Zeit, die in die Bestenlisten übernommen
werden darf. Bisher hielt sich auch der DLV auf nationaler Ebene an diese Vorgabe, was auf allgemeines Unverständnis der
Straßenläufer-/innen stieß. Auch die Statistiker hatten ihre Probleme mit dieser uneingeschränkten Übernahme der IAAF-
Regel, weil sie einerseits mühevoll in den Ergebnislisten nach den Brutto-Zeiten suchen mussten und andererseits die Ein-
wände der Aktiven verstehen konnten, die einen ungewollten "Zuschlag" auf ihre tatsächliche Leistung erkennen mussten.
Mit der Entscheidung des Bundesausschusses (BA) sind diese Querelen zwischen Läufern und Statistikern ab 2005 beendet.
Sowohl für die Einzel- als auch für die Mannschaftsergebnisse gilt nun, dass die Nettozeiten aufgelistet werden.
Eine wichtige Bedeutung hat die Bruttozeit allerdings weiterhin: Der BA stellt ausdrücklich fest, dass sich die Platzierung im
einzelnen Lauf immer nach dem Zieleinlauf - und damit nach der Bruttozeit - richtet. Wer vor einem anderen Läufer im Ziel
ist, muss auch besser platziert sein, ungeachtet dessen, dass der andere vielleicht eine bessere Nettozeit hat.
Diskrepanzen zur weiterhin gültigen IAAF-Regel sind durch die Entscheidung zur nationalen Anerkennung von Nettozeiten
nicht zu erwarten. Die - leider sehr wenigen - deutschen Läufer/innen, die sich in internationalen Bestenlisten platzieren,
starten aus den vorderen Reihen und haben damit immer Netto- gleich Bruttozeit.
E. Vollmer (DLV - Öffentlichkeitsarbeit)
Neu vom 22. November 2004:
Offizielle Info des Bundesausschuss Wettkampforganisation auf der DLV-Website (PDF)
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Können bei Volks- und Straßenläufen alle auf ”amtlich” vermessenen Strecken erzielten Ergebnisse in die
Bestenlisten aufgenommen werden ?
NEIN ! Nur eine “amtlich” vermessene Strecke reicht nicht aus. Dazu kommt, dass die Bezeichnung “amtlich” vermessen
sowieso falsch ist. Diese Bezeichnung ist ein Relikt aus früheren Zeiten, als die Streckenvermessung noch von den Kataster-
ämtern durchgeführt wurde. Laufstrecken müssen jetzt nach IAAF/DLV-Richtlinien durch einen anerkannten IAAF/DLV-
Vermesser vermessen sein. Eine Auflistung der anerkannten Vermesser für Niedersachsen und Bremen finden Sie als PDF-
Datei
hier
Zusätzlich muß die Veranstaltung auch als Straßenlauf genehmigt sein. Somit können Ergebnisse von reinen Volksläufen
nicht in die Bestenlisten einfließen, selbst wenn die Strecke nach den neusten Regeln vermessen wurde.
Quelle: Internationale Wettkampfregeln (IWR) Ausgabe 2004, Regel 240-3.
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Wie funktioniert eigentlich die Aufnahme von Ergebnissen in die verschiedenen Bestenlisten ? 
Natürlich können die Statistiker aller Ebenen nur die Ergebnisse in ihre Bestenlisten aufnehmen, von denen sie Kenntnis er-
halten. Und da fangen die Probleme auch schon an. Veranstalter müssen direkt nach ihrer Veranstaltung Ergebnislisten mit
einem Veranstaltungsbericht an die für sie zuständigen Statistiker schicken - eine Vorgabe, die leider nicht immer einge-
halten wird. Statistiker von anderen Kreisen, Bezirken und Landesverbänden erhalten diese Listen in der Regel nicht auto-
matisch. Da muß nun der Verein eines Aktiven oder der Aktive selber tätig werden.
Wie und wann das erforderlich wird, soll nachfolgend an mehreren Beispielen erläutert werden. Wir bemühen dazu Max
Musterläufer (MM), der einem Verein aus dem NLV-Kreis Rotenburg==>NLV-Bezirk Lüneburg==>LV Niedersachsen
angehört. Er hat an Wettkämpfen in Zeven, Lüneburg, Hameln und in Bremen teilgenmmen und möchte, dass seine Ergeb-
nisse jetzt in die Kreis-, Bezirks- und Landesbestenliste aufgenommen werden.
Veranstaltung in Zeven (Eigener Kreis, eigener Bezirk, eigener LV)
Hier hat MM gute Karten. Zeven liegt im Kreis Rotenburg und daher sollten alle für MM zuständigen Statistiker die Ergeb-
nisliste vom Veranstalter erhalten (so wenigstens die Vorgabe)
Veranstaltung in Lüneburg (Anderer Kreis, eigener Bezirk, eigener LV)
Hier erhält der Statistiker vom Kreis und Bezirk Lüneburg und vom NLV vom Veranstalter die Ergebnisliste. Der Statistiker
des Kreises Rotenburg aber nicht - hier müssen MM oder sein Verein selber tätig werden !
Veranstaltung in Hameln (Anderer Kreis, anderer Bezirk, eigener LV)
Hier erhält der Statistiker des NLV-Kreises Hameln-Pyrmont, Bezirk Hannover und des NLV vom Veranstalter die Ergeb-
nisliste - aber nicht der Statistiker des Kreises Rotenburg und des Bezirks Lüneburg. Auch hier muß MM oder sein Verein
selber tätig werden.
Veranstaltung in Bremen (Anderer LV)
Hier erhält kein niedersächsischer Statistiker eine Ergebnisliste. MM oder sein Verein muß diese selber an alle Statistiker
weitergeben.
Anmerkungen
Natürlich werden Ergebnislisten zunehmend im Internet veröffentlicht. Veranstalter sollten aber weiterhin die o.a. Vorgaben
einhalten. Es kann von keinem Statistiker verlangt werden, dass er Stundenlang im Internet nach Ergebnissen für seine
Bestenliste sucht. Dazu kommt, dass im Internet veröffentlichte Ergebnisse sehr oft nur vorläufig sind.
Bei der Übersendung von gedruckten Listen in Auszügen ist zumindest das Deckblatt und die Seite(n) mit den Ergebnissen
und dem Veranstaltungsbericht gefordert.
Und bei einer Liste von z.B. einem Marathonlauf, die zig Seiten umfasst, sollte der Fundort der Ergebnisse klar angegeben
(markiert) werden.
Für eine Aufnahme von Ergebnissen in die Landesbestenliste ist für alle Altersklassen ab den Schüler-/innen A und älter ein
Startpass zwingend erforderlich. In vielen Kreisen und Bezirken wird das aber nicht ganz so eng gesehen.
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